Demisexualität - stark unterschätzt?

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Onkel ABobert
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Re: Demisexualität - stark unterschätzt?

Beitrag von Onkel ABobert » Mittwoch 10. Juli 2019, 10:48

Zwerg hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 18:05
Nonkonformist hat geschrieben:
Montag 8. Juli 2019, 17:47

asexualitaet oder noch etwas anderes.
Etwas anderes würde ich sagen. Er hat ja nicht geschrieben, dass es ihm keinen Spaß gemacht hat.
Nichts körperliches. Denn, bin ich alleine im stillen Kämmerlein, ist ja alles so, wie es sein sollte.
Das ist eine psychische Sache.

Ist ein anderer Mensch anwesend, egal ob ich ihn liebe oder nicht, funktioniert nichts. Von selber sowieso schon mal gar nicht, aber auch nicht mit manueller Stimulation.

Vor ca. 15 Jahren war ich ein einziges Mal bei einer Prostituierten. Das war damals das erste Mal in meinem Leben, dass ich nackt einer nackten Frau gegenüberstand und auch da tat sich überhaupt nichts bei mir und ich bin unverrichteter Dinge wieder gegangen. Damals dachte ich, daß die besondere Situation daran Schuld war, denn eigentlich halte ich überhaupt nichts von bezahltem Sex, aber mit Mitte 30 war ich soweit, daß ich es eben mal um jeden Preis ausprobieren wollte. Ich war über mich verwundert, habe der Sache allerdings keine besondere Bedeutung zugemessen.

Ein paar Jahre später dann die gleiche Situation bei einer Frau, in die ich verliebt war. Und nicht nur einmal, sondern über knapp 3 Monate lang etwa 2-3 mal in der Woche. Wir lagen im Bett, ich habe mich dabei wohlgefühlt und es hat mir Spaß gemacht. Und trotzdem funktionierte eben nichts.

Eine kleine Vermutung habe ich schon. Als Kind hatte ich einen beidseitigen Hodenhochstand, der dann zwar mit Spritzen erfolgreich therapiert wurde, aber da war ich bereits ca. 10 Jahre alt. Er wurde erst bei einer Routineuntersuchung erkannt, meine Mutter hatte das zuvor nicht bemerkt.

Ich hatte das längst völlig vergessen oder vielleicht auch verdrängt, aber als ich mal im Internet darüber recherchierte, las ich von verminderter Zeugungsfähigkeit und vor allem verminderter Testosteronproduktion. Also weniger Sexualhormone als üblich. Das halte ich inzwischen für recht wahrscheinlich, denn ich habe allgemein ein eher gering ausgeprägtes Sexualbedürfnis und auch wenig Körperbehaarung. Könnte durchaus der Grund dafür sein.
Es grüßt euch

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Re: Demisexualität - stark unterschätzt?

Beitrag von Nonkonformist » Mittwoch 10. Juli 2019, 11:56

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 10:48
Ich hatte das längst völlig vergessen oder vielleicht auch verdrängt, aber als ich mal im Internet darüber recherchierte, las ich von verminderter Zeugungsfähigkeit und vor allem verminderter Testosteronproduktion. Also weniger Sexualhormone als üblich. Das halte ich inzwischen für recht wahrscheinlich, denn ich habe allgemein ein eher gering ausgeprägtes Sexualbedürfnis und auch wenig Körperbehaarung. Könnte durchaus der Grund dafür sein.
Geh zum endokrinologen und lass dich untersuchen.
Es gibt testosteronpreparate als ersatz fuer einen natuerlichen testosteronmangel.
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Re: Demisexualität - stark unterschätzt?

Beitrag von Neveryoung » Mittwoch 10. Juli 2019, 12:07

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 10:48
Nichts körperliches. Denn, bin ich alleine im stillen Kämmerlein, ist ja alles so, wie es sein sollte.
Das ist eine psychische Sache.

Ist ein anderer Mensch anwesend, egal ob ich ihn liebe oder nicht, funktioniert nichts. Von selber sowieso schon mal gar nicht, aber auch nicht mit manueller Stimulation.
Du hast dein Leben lang alleine Masturbiert, das kennst du mittlerweile nicht anders, daher klappt es bei dir nicht wenn andere Personen anwesend ist, du hast dich quasi selbst so erzogen und antrainiert. Da wieder raus zu kommen dürfte sehr schwierig bis gar unmöglich sein, in dem Alter.
"Aber wozu braucht man Geld, wenn man eine Frau zum lachen bringen kann?"
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Re: Demisexualität - stark unterschätzt?

Beitrag von Volta » Mittwoch 10. Juli 2019, 12:13

Neveryoung hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 12:07

Du hast dein Leben lang alleine Masturbiert, das kennst du mittlerweile nicht anders, daher klappt es bei dir nicht wenn andere Personen anwesend ist, du hast dich quasi selbst so erzogen und antrainiert. Da wieder raus zu kommen dürfte sehr schwierig bis gar unmöglich sein, in dem Alter.
So macht man Leuten Mut :roll:

Abobert, geh zum Arzt und lass das klären. Ja ich weiß, ist einfacher gesagt als getan... :umarmung2:

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Re: Demisexualität - stark unterschätzt?

Beitrag von Neveryoung » Mittwoch 10. Juli 2019, 12:17

Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 12:13
Neveryoung hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 12:07

Du hast dein Leben lang alleine Masturbiert, das kennst du mittlerweile nicht anders, daher klappt es bei dir nicht wenn andere Personen anwesend ist, du hast dich quasi selbst so erzogen und antrainiert. Da wieder raus zu kommen dürfte sehr schwierig bis gar unmöglich sein, in dem Alter.
So macht man Leuten Mut :roll:

Abobert, geh zum Arzt und lass das klären. Ja ich weiß, ist einfacher gesagt als getan... :umarmung2:
Natürlich gibt es da Möglichkeiten wieder raus zu kommen, aber er braucht ne sehr geduldige Frau.

Er könnte ja zb alleine im Zimmer schon mal die "Vorarbeit" leisten und wenn es dann steht, sollte eben die Frau schnell dazu kommen und die Lage nutzen, so nach und nach könnte man ihn an sie gewöhnen. :o
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Re: Demisexualität - stark unterschätzt?

Beitrag von Onkel ABobert » Mittwoch 10. Juli 2019, 12:43

Neveryoung hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 12:17
Volta hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 12:13
Neveryoung hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 12:07

Du hast dein Leben lang alleine Masturbiert, das kennst du mittlerweile nicht anders, daher klappt es bei dir nicht wenn andere Personen anwesend ist, du hast dich quasi selbst so erzogen und antrainiert. Da wieder raus zu kommen dürfte sehr schwierig bis gar unmöglich sein, in dem Alter.
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Natürlich gibt es da Möglichkeiten wieder raus zu kommen, aber er braucht ne sehr geduldige Frau.

Er könnte ja zb alleine im Zimmer schon mal die "Vorarbeit" leisten und wenn es dann steht, sollte eben die Frau schnell dazu kommen und die Lage nutzen, so nach und nach könnte man ihn an sie gewöhnen. :o
So genau wollte ich es gar nicht wissen :oops:

Aber vom Prinzip sehe ich es auch so. Nach Jahrzehnten plötzlich Sex bei Anwesenheit einer zweiten Person - ich denke, das ist eine reine Kopfsache. Mag ja sein, dass ein niedriger Testosteronspiegel dazu beiträgt, dass der reine Anblick einer schönen Frau nicht ausreicht, um die entsprechenden Prozesse in Gang zu setzen. Wenn es allerdings nur am Testosteronspiegel liegen würde, dann würde es beim Anblick einer schönen Frau "im stillen Kämmerlein" ja auch nicht funktionieren. Tut es aber.

Aber letztendlich sind das ja alles sowieso nur theoretische Überlegungen ohne - für mich - praktische Bedeutung. Der Grund, warum mein einziger Beziehungsversuch vor vielen Jahren scheiterte, lag primär nicht an meiner sexuellen Minderleistungsfähigkeit, sondern viel tiefgehender an meinen an anderer Stelle beschriebenen Eigenschaften (enge Beziehung zu Eltern usw.). Die Sexgeschichte war da nur ein Randthema.
Es grüßt euch

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Re: Demisexualität - stark unterschätzt?

Beitrag von Finnlandfreundin » Mittwoch 10. Juli 2019, 12:45

Ferdinand hat geschrieben:
Donnerstag 20. Juni 2019, 16:59

Aber man kann eben nicht mit Sex anfangen und dann abwarten, ob daraus Liebe wird oder nicht. Und genau das tun die Allermeisten heutzutage.
Da gehöre ich schonmal nicht dazu.

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Re: Demisexualität - stark unterschätzt?

Beitrag von Zwerg » Mittwoch 10. Juli 2019, 14:25

Onkel ABobert hat geschrieben:
Mittwoch 10. Juli 2019, 12:43
Testosteronspiegel
Testosteronmangel ist in den seltensten Fällen die Ursache einer erektilen Dysfunktion. Für mich als medizinischen Laien erscheint das auch logisch. Wenn der Urologe nichts findet, liegst Du mit deiner Vermutung einer psychischen Ursache wohl richtig.

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