Warum eigentlich schlecht fühlen?

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Moderator: Esperanza

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panzerfahrer
Schaut ab und an vorbei

Warum eigentlich schlecht fühlen?

Beitrag #1 » von panzerfahrer »

Wie kreativ diese Nachricht ist sei mal dahingestellt, aber es zwickt irgendwie, weil das AB-tum und besonders wohl HC-AB-tum ja oftmals durch den gesellschaftlichen Normalfall negativ besetzt sind. Ich frage mich jedoch zunehmend, ob einem das überhaupt persönlich etwas ausmachen sollte. Ist das nicht irgendwo großteils nur eine Entscheidung in unserem Kopf?

Wir haben es doch alle auch so an den Punkt im Leben geschafft, an dem wir gerade sind. Wir können alle eigenständig Denken und Handeln. Wir wissen, was wir mögen und nicht mögen, haben viele schöne Momente erlebt, an die man sich gerne zurückerinnert und können das Leben im hier und jetzt genießen. Im Idealfall haben wir uns schon Gedanken über unsere Zukunft gemacht und arbeiten in vielen kleinen Schritten auf diese Ziele hin.

Im Alltag fallen wir doch garnicht auf, denn jeder kennt nur das von uns, was wir ihm zeigen und preisgeben. Auf Arbeit sind wir zum Glück zu abgelenkt mit den dort wichtigen Themen, als dass es einen beschäftigt. In der Freizeit sind da hoffentlich andere Menschen, die genug Toleranz dafür beweisen oder einen gar unterstützen, damit man es nicht die ganze Zeit als aufgesetzte Maske empfindet. Wenn wir das AB-tum loswerden wollen braucht es doch eh ein Gegenüber, dem man Vertrauen kann und vielleicht war die Zeit für diesen Herzensmenschen halt noch nicht gekommen?

Mache ich es mir da zu leicht? Irgendwie gelange ich zu der Überzeugung, dass darüber jammern und trauern zwar erlaubt ist, aber man sich das Leben mit diesem Umstand auch unnötig selbst schwer machen könnte und das widerstrebt mir irgendwie zunehmend. Ich akzeptiere lieber alles, wie es ist und weiß um meinen Wert, denn verstecken oder gar verschenken sollte man sich deswegen nicht.

Habt einen schönen Tag :)

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Versingled
Meisterschreiberling

Re: Warum eigentlich schlecht fühlen?

Beitrag #2 » von Versingled »

Dem stimme ich unwidersprochen zu ...
beinchen

Re: Warum eigentlich schlecht fühlen?

Beitrag #3 » von beinchen »

panzerfahrer hat geschrieben: 23.02.2020, 14:48 Wenn wir das AB-tum loswerden wollen braucht es doch eh ein Gegenüber, dem man Vertrauen kann und vielleicht war die Zeit für diesen Herzensmenschen halt noch nicht gekommen?
Ja, finde auch, dass man so denken sollte. Erzwingen kann und soll man das nicht.
panzerfahrer hat geschrieben: 23.02.2020, 14:48 Ich akzeptiere lieber alles, wie es ist und weiß um meinen Wert, denn verstecken oder gar verschenken sollte man sich deswegen nicht.
+1 :good:
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Anouk-M
Kennt sich hier gut aus

Re: Warum eigentlich schlecht fühlen?

Beitrag #4 » von Anouk-M »

Vielen Dank für deinen tollen Text! :umarmung2:
Reinhard
Eins mit dem Forum

Re: Warum eigentlich schlecht fühlen?

Beitrag #5 » von Reinhard »

Ja, sehr richtig. :daumen:

Es bringt einem nichts, sich davon runterziehen zu lassen, dass man sich vorstellt, wie schön es wohl wäre, einen Partner zu haben; oder wie schlecht es einem gehen wird, weil man weiter keinen haben wird. Man weiß nicht, was sich noch entwickeln wird, deshalb bringt es nichts, sich geistig in eine Zukunft zu versetzen und damit identifizieren, und sich mit diesen Gedanken imaginäres Leid in die Gegenwart zu holen und es dadurch real werden zu lassen. :sadman:

Erfreue dich mehr an dem, was du gerade hast und lasse auf dich zukommen, was so kommen will. :vielglueck:

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