Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

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ERSTER BEITRAG DES THEMAS
Tiefschuerfer
Lernt gerade schreiben

Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #1 » von Tiefschuerfer »

ich bin seit 1 1/2 Jahren arbeitslos, teils in Arbeitslosengeld I, teils im Krankengeld...

Und ich frage mich, ob das nun meine Chancen, eine Partnerin zu finden, erheblich mindert. Würde jedenfalls zur Hypergamie-These passen. (Bei mir kommen dann auch noch chronische Depressionen dazu...),

Daher als Frage an euch - vielleicht auch an diejenigen, die beides kennen (in Arbeit sein und arbeitslos sein): Hat man als Mann geringere Chancen bei Frauen, wenn man keinen Job hat, oder anders gefragt:

Etwas konkreter: Hat man höhere Chancen, wenn man beispielsweise auf einer online-Plattform schreibt, dass man einen Job hat (und welchen). Ich habe nämlich den Eindruck, dass die Kontaktaufnahme ein wenig einfacher war, als ich auf einer online-Singlebörse stehen hatte, welchen Job ich habe.

ERSTER BEITRAG DES THEMAS
chriseas
Kennt sich hier gut aus

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #2 » von chriseas »

ich bin auch immer wieder arbeitslos und denke schon, dass das für Frauen nicht wirklich anziehend ist. Immerhin hat man ja auch kaum Geld deswegen, eine Frau hat ja auch keine Lust dann immer alles zu zahlen. Ich lebe durch das wenige Geld eben noch daheim, dass kommt dann natürlich auch noch dazu, dass im Kinderzimmer mit bald 40 zu leben auch nicht attraktiver macht. Vom Aussehen mal ganz abgesehen.

In Summe hat es jemand mit einem guten Job / Einkommen denke ich schon viel leichter, da das Frauen eben mögen.
LonelyBoy
Ist kein Frischling mehr

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #3 » von LonelyBoy »

Als ich noch nen Job hatte bzw. studiert habe, war das Thema schnell abgehakt. Es geht eher darum einen zu haben als einen super tollen zu haben.

Jetzt bin ich auch schon 2 Jahre arbeitslos und wenn ich es mal erwähnt habe (bei einem Date) wollte sie sofort wissen wie lange es schon so ist. Da hab ich dann gelogen 😅

Grundsätzlich ist mein Selbstwertgefühl wegen der Arbeitslosigkeit sehr gering und dann ist meine Ausstrahlung halt auch nicht gut, bzw. traue ich mich gar nicht zu Daten. Wenn man mit der Arbeitslosigkeit gut umgehen kann, wegen Persektivwechel etc. und das auch ausstrahlt, dann dürfte es beim Dating auch ein weitaus geringeres Problem sein.
Verbundenheit2059
Noch etwas schweigsam

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #4 » von Verbundenheit2059 »

Auf die Frage nach geringere Chancen wenn Du arbeitslos bist, kann ich mit Sowohl-Als-Auch beantworten. Für manche Frauen ist dies tatsächlich ausschlaggebend, für andere gar nicht.

Eine Freundin von mir ist seit ca. 10 Jahren in einer ähnlichen Situation wie Du (chronische Depression, PTBS) und sie hat feste Beziehungen gehabt und aktuell eine FreundschaftPlus Beziehungssituation.

Zu deiner Frage, ob Du einen Job angeben solltest oder nicht.
Möchtest Du, dass eine Frau in einem Dir wichtigen Anliegen/Hobby/Interesse die Unwahrheit sagt?

Mein Lerneffekt in der Vergangenheit war, dass Bindung nur über Ehrlichkeit funktioniert. Und ja, gerade im Online-Dating-Bereich gab es da natürlich viele Ablehnungen und Abwertungen (noch nie Sex!, zu klein! etc.) Aber wenn jemand mich aufgrund dessen ablehnt, kann es nie zu einer vertrauensvollen Partnerschaft kommen. Schlussendlich hatte ich auch eine Beziehung gehabt, weil ich ehrlich war. Übrigens war ich arbeitslos, was im Nachhinein den positiven Effekt hatte, dass wir eine sehr intensive und intime Beziehung hatten, da ich ja mehr Zeit bei meiner Partnerin verbrachte als zu Hause.
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Betty1985
Kommt an keinem Thema vorbei

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #5 » von Betty1985 »

Für mich war und ist es schon immer wichtig, dass der potentielle Partner einen festen Job hat, am besten noch glücklich darin ist.
Hat jemand sein Leben nicht im Griff, ist unselbstständig, lebt auf Kosten anderer, ist es ganz klar negativ für mich.

Wenn jemand mal kurz arbeitslos ist und sich neu orientiert, ist es kein Thema.
In die Situation kann jeder mal kommen.

Depressionen erschweren alles noch mehr ...
Ein glücklicher Mensch ist einfach attraktiver und das Leben fühlt sich leichter an.
Tiefschuerfer
Lernt gerade schreiben

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #6 » von Tiefschuerfer »

Verbundenheit2059 hat geschrieben: 04.07.2024, 14:42 Auf die Frage nach geringere Chancen wenn Du arbeitslos bist, kann ich mit Sowohl-Als-Auch beantworten. Für manche Frauen ist dies tatsächlich ausschlaggebend, für andere gar nicht.
Stellt sich mir dann die Frage, für wieviel % ist es ausschlaggebend, für für wie viele nicht? Gemäß der (durch viele Belege zu stützende) Hypergamie-These, nach welcher Frauen eher dazu tendieren, Männer mit höherem Status und mehr Einkommen zu heiraten - bei Männern ist es in Richtung Frauen genau umgekehrt - dürften es wohl deutlich mehr Frauen sein, für die es zumindest bei der Partnerwahl eine große Rolle spielt, wenn nicht sogar ausschlaggebend ist.
Verbundenheit2059 hat geschrieben: 04.07.2024, 14:42 Eine Freundin von mir ist seit ca. 10 Jahren in einer ähnlichen Situation wie Du (chronische Depression, PTBS) und sie hat feste Beziehungen gehabt und aktuell eine FreundschaftPlus Beziehungssituation.
Ja, aber die Situation ist eben anders als bei mir, weil ich bin ein Mann...Hypergamie und so...
Verbundenheit2059 hat geschrieben: 04.07.2024, 14:42 Zu deiner Frage, ob Du einen Job angeben solltest oder nicht.
Möchtest Du, dass eine Frau in einem Dir wichtigen Anliegen/Hobby/Interesse die Unwahrheit sagt?
Auf gar keinen Fall. Ich hatte die Befürchtung, dass dieses Missverständnis aufkommt. Also lügen würde ich nicht. Höchstens, die tatsache, dass ich bis vor 1 1/2 jahren gearbeitet habe irgendwie ins Profil einbauen. Also z.B. schreiben "Habe lange als ...gearbeitet und möchte demnächst wieder arbeiten..." etc.
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RomeoKnight
Kommt an keinem Thema vorbei

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #7 » von RomeoKnight »

Betty1985 hat geschrieben: 04.07.2024, 15:51 Hat jemand sein Leben nicht im Griff, ist unselbstständig, lebt auf Kosten anderer, ist es ganz klar negativ für mich.
Wobei diese Merkmale nicht zwingend oder ausschließlich mit Arbeitslosigkeit zusammen hängen. Das Problem dabei ist nur, als Arbeitsloser darf man nicht glücklich sein. Entweder muss man unzufrieden tun oder man ist es tatsächlich. Wer aber mit und trotz Arbeitslosigkeit eine Frohnatur ist, gerät gleich unter verschiedene Verdächtigungen.
Luna2006
Lernt gerade schreiben

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #8 » von Luna2006 »

Also für mich wäre es ein klassisches "Kommt drauf an".

Nicht stören würde mich:
- Wenn jemand unverschuldet arbeitslos geworden ist, z.B. aufgrund von Krankheit (das kann jedem passieren)
- Wenn jemand trotzdem nicht inaktiv ist, sich also darum bemüht, wieder Arbeit zu finden (so das gesundheitlich möglich ist) oder die Zeit sonst sinnvoll nutzt (z.B. um sich weiterzubilden, um eine neue Sprache zu lernen, Jobs zur Überbrückung annimmt...)
- Wenn jemand das Thema offen kommuniziert
- Wenn jemand trotzdem noch finanziell selbstständig ist

Stören würde mich demgegenüber:
- Wenn jemand erkennbar einfach nur keine Lust zum Arbeiten hat und sich nicht aufraffen will (nicht: sich nicht aufraffen kann, dafür kann es viele Gründe geben), an der Situation etwas zu ändern
- Wenn jemand sich in Jammereien über den Zustand ergeht (damit meine ich nicht die Äußerung berechtigter Sorgen, sondern das Versinken in Selbstmitleid)
- Wenn jemand sich aufgrund der Arbeitslosigkeit auch in anderen Lebensbereichen gehen lässt (auch hier wieder: anders, wenn das gesundheitliche Gründe wie z.B. Depressionen hat - dafür kann niemand was)
- Wenn jemand sich aufgrund der Arbeitslosigkeit von mir aushalten lässt

Ein Ausschlusskriterium wäre es für mich also nicht. Ich persönlich rede allerdings recht viel über meinen Job und wüsste gar nicht, ob ich ohne die beruflichen Erfahrungen so viel zu erzählen hätte. Bei Treffen mit anderen dreht es sich ja schon viel um Alltagsdinge. Könnte mir daher vorstellen, dass es für jemanden in Arbeitslosigkeit noch eine zusätzliche Hürde ist, ein Gespräch (über ein bloßes Kennenlerngespräch hinaus, ich meine v.a. auch die Kommunikation im Alltag) zu füllen. Aber wie gesagt, für mich alles definitiv kein Ausschlusskriterium.

Alles Gute für dich 🌻
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Kolinatan
Begeisterter Schreiberling

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #9 » von Kolinatan »

Tiefschuerfer hat geschrieben: 04.07.2024, 20:48 Gemäß der (durch viele Belege zu stützende) Hypergamie-These, [...]
Ich habe in einem Artikel von 2012 bei Telepolis eine Studie gefunden, bei welche eine Abnahme von Hypergamie bis hin zu einer Umkehrung festgestellt werden konnte. Zumindest was die Bildung angeht.

Eine neuere Studie vom 01.07.2024 greift dieses Thema auf und liest die Entwicklung etwas anders, indem sie die Zahlen anders betrachten.

Letztlich ist es die Frage, was genau es Dir bringt zu wissen, wie viel Prozent der Menschen sich ggf. so oder so verhalten. Mal davon abgesehen, dass die Studien auf statistische Ist-Daten basieren. Inwieweit diese Daten mit Umfangen verbunden werden, in welchen abgefragt wird, ob jemand seinen Partny auch geheiratet hätte, wenn es einen schlechteren Bildungsabschluss gehabt hätte oder es nur geheiratet hat, weil es einen höheren hatte als es selbst, kann ich aus den kurzen Beschreibungen nicht erkennen. Die statistischen Daten enthalten solche Angaben nicht, so weit ich weiß.

Ich habe den Eindruck, dass hier zwei Dinge vermengt werden. Das eine ist eine Aussage über die Beobachtung, dass es Paare mit ungleichen sozialem Status gibt und bei wie vielen der Mann und bei wie vielen die Frau den höheren Status in die Beziehung mitbringt. Etwas anderes ist es zu unterstellen, dass es sich bei der Person die ihren Status verbessert hat, um eine intentionale Handlung der Person handelte. Vielleicht wäre die Beziehung nicht zustande gekommen, vielleicht hat es auch keine Rolle gespielt. Insbesondere auf Grundlage von Bildungsabschlüssen kann sich das Verhältnis im Laufe der Jahren auch verändern. Sie bekommt noch eine Berufung als Professory und er bleibt ein einfacher Dr. Wer hat sich dann nach oben geheiratet?

Welches Problem hast Du mit Deiner Arbeitslosigkeit und/oder Krankheit? Welche Antwort erwartest Du und wie würde sie Dir bei Deiner Entscheidung, ob Du noch auf Partnersuche gehst oder nicht, helfen statt Dich zu demotivieren, so dass Du eventuell schon resignierst bevor Du es weiter versucht hast? Geht es Dir um eine Bestätigung Deiner negativen Überlegung, dass Du deshalb weniger Zuschriften bekommst, weil Du keinen Beruf mehr eingetragen hast?

Wenn Du Gewissheit willst, dann probier es aus. Du trägst Deine Ausbildung ein und schreibst, dass Du Dich aus ... Gründen neu orientierst und schau welchen Unterschied es macht.
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RomeoKnight
Kommt an keinem Thema vorbei

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #10 » von RomeoKnight »

Luna2006 hat geschrieben: 04.07.2024, 22:40 - Wenn jemand sich in Jammereien über den Zustand ergeht (damit meine ich nicht die Äußerung berechtigter Sorgen, sondern das Versinken in Selbstmitleid)
Ich möchte nur mal bewusst machen, wie schierig das mit den zuvor genannten Punkten ist. Habe es ja schon angedeutet. Wenn du als Arbeitsloser bzw. Erwerbsunfähiger eine Frohnatur bist, dein Leben souverän meisterst etc. wirkt das mitunter unglaubwürdig auf andere. Sie erwarten von kranken Menschen auch ein Unglücklichsein über diesen Zustand. Ich habe selber Beziehungserfahrungen diesbezüglich. Ich war mal mit einer Frau zusammen, die ausdrücklich bekannt hat, dass sie mit meinem Status kein Problem hat und sie der Beruf von Menschen gar nicht besonders interessiert und sie auch die meist erste Frage nach dem Beruf bei Kennenlernen ziemlich nervig findet. Im Laufe der Zeit hat sich aber rausgestellt, dass sie meinen Status nun doch gar nicht so toll fand. Nicht deswegen, weil ich nur lethargisch rumhing, sondern weil ich sämtliche Aktivitäten mitmachte, die sie so gewohnt war. Nicht, um gefällig zu sein, sondern weil sie das Talent hatte, mich auch dafür zu begeistern. Allerdings war ich dadurch auch ziemlich schnell erschöpft und ausgezehrt und konnte nach einer Weile nicht mehr. Dann hieß es von ihr : "Ich hab doch gesehen, dass du kannst. Du willst also nur nicht mehr." Und dann warf sie mir generelles Simulieren schon seit Jahren vor bei Ärzten und Behörden. Sie hat dann die Beziehung beendet aber ich hab mir auch gar keine große Mühe mehr gegeben, weil ich mich nicht so behandeln lassen wollte.
Luna2006
Lernt gerade schreiben

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #11 » von Luna2006 »

@RomeoKnight: Danke für das Aufzeigen dieser Perspektive, das hört sich sehr nachvollziehbar an. Ich werde da meine eigene Ansicht in Zukunft überdenken :)
Tiefschuerfer
Lernt gerade schreiben

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #12 » von Tiefschuerfer »

Kolinatan hat geschrieben: 04.07.2024, 23:12 Ich habe in einem Artikel von 2012 bei Telepolis eine Studie gefunden, bei welche eine Abnahme von Hypergamie bis hin zu einer Umkehrung festgestellt werden konnte. [...] Letztlich ist es die Frage, was genau es Dir bringt zu wissen, wie viel Prozent der Menschen sich ggf. so oder so verhalten. [...]
Ehrlich gesagt habe ich mich noch nicht so genau damit beschäftigt. Das mit der Hypergamie-These habe ich in den Videos einer Youtuberin gesehen, die aber häufig auch etwas einseitig ist, d.h. zu scharfer Kritik an ihren modernen Geschlechtsgenossinnen neigt. Mir fällt es nicht leicht, mich in Statistik hineinzudenken, da das Mathe tangiert und da bin ich eine Niete.

Grund meines Postings ist, dass ich seitdem ich in besagter online-Singlebörse nichts mehr in puncto Beruf eingetragen habe (bzw. in den PN an die Frauen, die ich anschreibe, das Thema nicht erwähne) überhaupt keine Antworten mehr bekomme. Früher war die Quote antwortenden Frauen auch nicht hoch, aber es antworteten zumindest einzelne.

(Des Weiteren ist es eine "Alltagshypothese", die sich bei mir aus Alltagsbeobachtungen ergibt, dass bei Familienmitgliedern, Freunden etc. häufig der Mann der Besserverdiener ist.)
Zuletzt geändert von Kolinatan am 07.07.2024, 21:44, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt.
Waldgeist
Schaut ab und an vorbei

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #13 » von Waldgeist »

Tiefschuerfer hat geschrieben: 03.07.2024, 20:37 ich bin seit 1 1/2 Jahren arbeitslos, teils in Arbeitslosengeld I, teils im Krankengeld...

Und ich frage mich, ob das nun meine Chancen, eine Partnerin zu finden, erheblich mindert. Würde jedenfalls zur Hypergamie-These passen. (Bei mir kommen dann auch noch chronische Depressionen dazu...),
Theorie:
die Theorie ist hier ziemlich eindeutig. Arbeitslosigkeit und besonders Mittellosigkeit beim Mann sind ein gravierender Nachteil
bei der Partnersuche. https://www.psychologie-partnersuche.de ... tnersuche/
Ähnlich sieht es bei der Hypergamie aus.

Praxis:
In der Praxis kann ich die theoretischen Thesen aber nicht bestätigen. Ich habe als Normalverdiener gearbeiten, war Student,
war Arbeitslos und habe als Besserverdiener gearbeitet. Alles mind. 4 Jahre. Ich kann keinen nennenswerten Unterschied feststellen.
Auch bei der Hypergamie habe ich dutzende Paare im Laufe meines Lebens kennengelernt bei denen der Mann einen signifikant geringeren Status (Bildung, Einkommen, Ansehen) hatte als die Frau. Teilweise haben die Männer noch nie gearbeitet gehabt.
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RomeoKnight
Kommt an keinem Thema vorbei

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #14 » von RomeoKnight »

Differenziert werden muss auch zwischen einerseits Transferleistungsbezug und andererseits Arbeitslosigkeit. Oft wird das als Synonym behandelt, aber zumindest als Bürgergeldbezieher (früher umgangssprachlich Hartz IV genannt) kann man auch arbeiten und zusätzlich mit Bürgergeld aufstocken, wenn der Lohn zu gering ist. Oft wird dabei übersehen, dass viele Menschen im Bürgergeldbezug deswegen nur Aufstocker sind, weil sie gar nicht bzw. nicht mehr in Vollzeit arbeiten können und so nur schwer bis unmöglich je aus diesem Zustand heraus kommen. Die Gefahr der Stigmatisierung wegen der "Abhängigkeit von staatlicher Leistung" besteht also auch dann, wenn man gemäß seiner Leistungskraft alles gibt. Es ist also nicht so ganz eindeutig, ob nur die Leistungsbereitschaft für das Ansehen zählt, oder die tatsächlich erbrachte Leistung die notwendig ist, um nicht in das Bürgergeld abzurutschen.
knopper
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Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #15 » von knopper »

Ja also ich denke auch dass der Job eine zentrale Rolle spielt. natürlich kommt es immer besser an wenn man einen Job hat "ich arbeite da und da", als "bin zur Zeit leider arbeitslos". Ist jedenfalls meine Erfahrung gerade im Online Dating.

Wenn sie selber einen Job hat fühle ich mich dann auch irgendwie minderwertig oder nicht auf Augenhöhe. Das ist ja teilweise schon der Fall wenn sie einen wesentlich besser bezahlten Job hat. Das Verhältnis sollte schon ungefähr passen.

Außerdem nimmt der Job ja einen großen teil des Tages ein, und wenn da so gar nichts ist dann komm ich mir einfach doof vor wenn sie bspw. den ganzen Tag ackert, Feierabend hat ....und ich gerade aufgestanden bin. :D Ja das war leider in meiner Arbeitslosenzeit so. :)

Wir sind eben eine sehr materialistische Gesellschaft..."mein Job, meine tolle Wohnung, mein Auto und meine tollen Aktivitäten, Urlaub" usw… das ist das womit man am meisten punkten kann, so jedenfalls mein Eindruck.
Arbeitslos zu sein steht da leider sehr weit unten und mindert die Chancen definitiv.
Zuya Hiyaye
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Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #16 » von Zuya Hiyaye »

Tiefschuerfer hat geschrieben: 03.07.2024, 20:37 Etwas konkreter: Hat man höhere Chancen, wenn man beispielsweise auf einer online-Plattform schreibt, dass man einen Job hat (und welchen).
Es ist schon verwunderlich wie viele Männer und Frauen auf eine Partnerbörse angeben als Geschäftsleute selbständig zu sein. Es würde mich nicht wundern, wenn die (als Geschäftsleute) regelmäßig Post vom Jobcenter bekommen. ;)

Ich selbst kenne auch beide Situationen und zwar aus verschiedenen Blickwinkeln. Direkt nach meinem Studium machte ich die Erfahrung, dass mich der Arbeitsmarkt, trotz hervorragender Abschlussnote und Auszeichnung, nicht haben wollte und offensichtlich eine andere Leistung erwartete, als die die ich bisher erbracht hatte. Aber das ist hier ja nicht Thema. Sonst hätte ich wahrscheinlich gleich zu einer mehrseitigen Dissertation mit anschließendem Rigorosum ausgeholt, die aber auch niemanden weitergebracht hätte.

Deshalb konkret. Ja ich glaube das hat einen Einfluss auf deine Attraktivität. Insbesondere auf einer Partnerbörse.

1. Mir haben einige Frauen gesagt, dass sie den Eindruck haben wollen, dass Mann sein Leben in Griff hat. Und genauso wie bei der Bewerbung um einen Job, ist Arbeitslosigkeit ein Negativmerkmal. Besser ist es anzugeben, was man gerade macht.
“Ich bin Spieleentwickler und versuche gerade durch mein regelmäßiges Genörgel in einem Computerspieleforum... „ 8-) Ok, schlechtes Beispiel.
2. Glaube ich dass du mit deiner Arbeitslosigkeit zwei und mit deiner verständlichen und nachvollziehbaren Depression sogar drei Baustellen gleichzeitig hast, die bei dir um deine volle Aufmerksamkeit buhlen und dir jeweil quer kommen, wenn du dich auf das jeweils andere konzentrierst.

Deswegen würde ich Punkt eins erst einmal ganz hintenanstellen, es sei denn dir geht es nur darum, zu erfahren in welchem Maße Arbeitslosigkeit ein Attraktivitätsmerkmal bei Frauen ist. Dazu kann ich dir aber leider keine Auskunft geben.
Wichtiger in meinen Augen ist eher Punkt zwei. Nämlich die Hindernisse aus dem Weg zu räumen.
Und wenn dich die Depression lähmt, dann ist es vordergründig, dass du erst einmal wieder auf die Beine kommst und die Arbeits- und Liebesfähigkeit wiederhergestellt wird. Dazu muss man kein Arzt sein. Ohne das hast weder Chance auf einen Job noch auf eine Partnerin.
Auch wenn dein Wunsch nach einer Partnerin, die dich tröstet und bemuttert verständlich ist.
Tiefschuerfer
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Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #17 » von Tiefschuerfer »

Zuya Hiyaye hat geschrieben: 08.07.2024, 13:39
Tiefschuerfer hat geschrieben: 03.07.2024, 20:37 Etwas konkreter: Hat man höhere Chancen, wenn man beispielsweise auf einer online-Plattform schreibt, dass man einen Job hat (und welchen).

1. Mir haben einige Frauen gesagt, dass sie den Eindruck haben wollen, dass Mann sein Leben in Griff hat.
Das habe ich auch tatsächlich bei vielen Profilen von Frauen bei der online-Partnersuche schon gelesen.
Die Frage ist nur (genau wie bei der Phrase "mit beiden Beinen mitten im Leben stehen"), was ist konkret damit gemeint?
Selbst Nicht-Gläubige müssten sich eingestehen, dass man nie 100% des Lebens "im Griff" haben kann, dass es also immer einen Teil des Lebens gibt, den man nicht kontrollieren kann, bzw. der nicht verfügbar ist.
Ich bin allerdings gläubig und meine, dass im ultimativen Sinne nur Christus mein leben im Griff hat, allerdings lese ich auf den beiden christlichen Singlebörsen, bei denen ich angemeldet bin, dass auch dort viele Frauen jemanden suchen, der sein Leben im Griff hat.
Und wenn dich die Depression lähmt, dann ist es vordergründig, dass du erst einmal wieder auf die Beine kommst und die Arbeits- und Liebesfähigkeit wiederhergestellt wird. Dazu muss man kein Arzt sein. Ohne das hast weder Chance auf einen Job noch auf eine Partnerin.
Genau auch hier frage ich mich, was "auf die Beine kommen" konkret bedeuten soll.
Ich schrieb, dass ich chronische Depressionen habe. Nehme seit ca. 20 Jahren Antidepressiva, habe gerade einen Aufenthalt in der psychosomat. Reha hinter mir - hat unterm Strich (wie vieles andere auch) nichts gebracht.
Die Prämisse, mir erst eine Arbeit zu suchen, wenn die Depressionen vollkommen weg ist, halte ich für falsch. Hätte ich nach dieser Prämisse gehandelt, dann hätte ich nie gearbeitet und wäre für mein Leben dauerarbeitslos geworden. meinen letzten Job habe ich 6 Jahre TROTZ Depressionen gemacht und es immerhin solange ausgehalten (und ein 1A-Arbeitszeugnis bekommen), ging dann nur zum Schluss nicht mehr. Unterm Strich tat mir der Job für mein Selbstbewusstsein gut, auch wenn die Depressionen nicht verschwunden sind.
Was du mit "Liebesfähigkeit" meinst, weiß ich nicht genau - bzw. wie kommst du darauf, ich sei nicht liebesfähig.
Auch wenn dein Wunsch nach einer Partnerin, die dich tröstet und bemuttert verständlich ist.
Da hast du tatsächlich einen Punkt. Ich denke, diese (wahrsch. teils unbewusste) Haltung "Ich möchte eine Frau, die mich tröstet und bemuttert" sollte ich versuchen abzulegen.
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Diomedes
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Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #18 » von Diomedes »

Ich würde das beim Kennenlernen gar nicht erwähnen sondern einen imaginären Job oder notfalls eine Selbstständigkeit "erfinden".
Tiefschuerfer
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Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #19 » von Tiefschuerfer »

Diomedes hat geschrieben: 09.07.2024, 19:25 Ich würde das beim Kennenlernen gar nicht erwähnen sondern einen imaginären Job oder notfalls eine Selbstständigkeit "erfinden".
Man kann einige Sachen zurechtbiegen bzw. ist bei Vielem auch die Frage, wie man es sagt, aber deine Beispiele fallen für mich in die Kategorie "lügen".

Bei mir geht es ja auch nicht primär um die Phase des Kennenlernens, sondern um die Phase davor, also dass überhaupt erstmal eine Kommunikation initiiert wird und da spielt es halt eben evtl. ne Rolle, ob man im Profil was in puncto Job stehen hat.

Hinsichtlich Depression möchte ich noch anmerken, dass ja in meinem Falle die Einsamkeit die Ursache der Depression und nicht deren Folge ist.
Darth Bane
Kommt fast täglich vorbei

Re: Arbeitslosigkeit - weitaus geringere Chancen?

Beitrag #20 » von Darth Bane »

Tiefschuerfer hat geschrieben: 06.07.2024, 15:57 [...] Das mit der Hypergamie-These habe ich in den Videos einer Youtuberin gesehen, die aber häufig auch etwas einseitig ist, d.h. zu scharfer Kritik an ihren modernen Geschlechtsgenossinnen neigt.
Du meinst damit nicht zufällig die gute Tamara aus der Schweiz?
Zuletzt geändert von Kolinatan am 11.07.2024, 13:20, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt.

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