Wie fühlt man sich als Ex-AB?

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NeC
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Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von NeC »

challenger81 hat geschrieben:
Neri hat geschrieben:
dfg82 hat geschrieben:Ich fühle mich genauso wie vorher.
Dito.
Schließe mich an. Habe nach wie vor Schwierigkeiten eine Frau für mich zu begeistern.
Letzteres trifft auf mich auch zu und daher bleibt viel vom AB-Thema auch weiterhin aktuell. Aber trotzdem ist es für mich (nach einer 5-jährigen, heute nicht mehr andauernden Fernbeziehung) definitiv NICHT genauso wie vorher!

Ich habe schon das Gefühl mich weiterentwickelt zu haben. Ich weiß jetzt viel konkreter, was ich mir von einer Beziehung erhoffe. Und vielleicht das wichtigste überhaupt: Die schönen Erinnerungen an die Zeit. (Es gibt auch viele weniger schöne - die sind auch gelegentlich hilfreich und damit sehr wertvoll, aber das ist ein anderes Thema) In den Zeiten des universellen Weltschmerzes, wo man als AB einfach verzweifelt, weil einen nach Gefühl und eigener Wahrnehmung offensichtlich niemand, wirklich niemand will - In solchen Zeiten kann ich nun auf die schönen Erinnerungen zurück schauen und mich am beruhigenden Gefühl wärmen, dass es da einst jemanden gab. Jemanden, dem ich meine Liebe und Aufmerksamkeit schenken konnte, und dem das auch willkommen war. Und der sich ernsthaft mit der Frage beschäftigt hat, vielleicht mit mir zusammen alt werden zu wollen.

Das lässt mich heute gelassener in die Zukunft schauen. Ich hoffe, ich werde noch irgendwann die richtige Frau für mich begeistern können. Aber auch wenn nicht, so durfte ich wenigstens erleben, wie schön es sein kann.
Red Roar

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von Red Roar »

challenger81 hat geschrieben:
Neri hat geschrieben:
dfg82 hat geschrieben:Ich fühle mich genauso wie vorher.
Dito.
Schließe mich an. Habe nach wie vor Schwierigkeiten eine Frau für mich zu begeistern.
wieso, reicht eine Partnerin nicht ? Wen willst du denn noch begeistern ?
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niknik
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Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von niknik »

challenger81 hat geschrieben:
Neri hat geschrieben:
dfg82 hat geschrieben:Ich fühle mich genauso wie vorher.
Dito.
Schließe mich an. Habe nach wie vor Schwierigkeiten eine Frau für mich zu begeistern.
challenger81 hat geschrieben:also: ich bin nicht gerade ein schönling, laut militärpsychologe völlig abgefuckt (und das weil ich bei der letzten resiübung mit 2 g36 beidhändig mexikanisch abmunitioniert habe), meine freundin verdient mehr als ich und ich hab bloß ne popelige ausbildung.

Aber: trotzdem ne freundin am start :mrgreen:
Das sollte Dich aufbauen, Challenger...
Beobachter

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von Beobachter »

Ich habe eine 2 jährige Beziehung hinter mir. Bin also kein AB mehr, aber geändert hat sich nicht viel. Jetzt als Single stehe ich mit den ganzen Problemen wieder da wie zu meinen besten AB-Zeiten.

Früher dachte ich halt immer, dass die mangelnde Erfahrung jedes Kennenlernen und jede Beziehung schon beim Entstehen im Keim ersticken würde. Aber das ist es einfach nicht. In meinem Fall ist es ein Bündel aus den verschiedensten Problemen, die nach wie vor bestehen und ein Kennenlernen deutlich erschweren. Man war halt nicht grundlos jahrelang AB.

Ich würde daher auch sagen, dass es ein typischer AB-Mythos ist zu meinen, dass mit Wegfall des AB-Status auf einmal alles besser wird.
Red Roar

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von Red Roar »

Beobachter hat geschrieben:Ich habe eine 2 jährige Beziehung hinter mir. Bin also kein AB mehr, aber geändert hat sich nicht viel. Jetzt als Single stehe ich mit den ganzen Problemen wieder da wie zu meinen besten AB-Zeiten.

Früher dachte ich halt immer, dass die mangelnde Erfahrung jedes Kennenlernen und jede Beziehung schon beim Entstehen im Keim ersticken würde. Aber das ist es einfach nicht. In meinem Fall ist es ein Bündel aus den verschiedensten Problemen, die nach wie vor bestehen und ein Kennenlernen deutlich erschweren. Man war halt nicht grundlos jahrelang AB.

Ich würde daher auch sagen, dass es ein typischer AB-Mythos ist zu meinen, dass mit Wegfall des AB-Status auf einmal alles besser wird.
Blanker Unsinn, alleine durch das 2-jährige Zusammensein mit einem Partner ist man schon ganz anders sozialisiert und hat Distanzen (körperlich) überwunden, was sich für die Zukunft auszahlt. Vom Erfolgserlebnis das man einmal hatte (ich schaffe es) ganz zu schweigen.
w82nrw

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von w82nrw »

Red Roar hat geschrieben:Blanker Unsinn,...
Ich bitte darum persönliche Erfahrungen eines Users nicht mit blanker Unsinn zu kommentieren. Danke!
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Kolinatan
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Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von Kolinatan »

Cylon hat geschrieben:Liebe Ex-ABs, wie fühlt man sich, wenn es passiert ist und man kein AB mehr ist? Hat man weiterhin Komplexe und das Gefühl, nicht ganz normal zu sein? Oder vergisst man die AB-Zeit?
Lieber Cylon,

ich weiß nicht was Du genau mit "es" bezeichnest. Aber weder Sex noch die einzelnen Stufen bis zu einer Beziehung haben aus meiner Sicht dazu beigetragen die Gründe für den zuvor als AB bezeichneten Zustand dauerhaft zu überwinden. Eher führten sie zu noch stärkerer Konfrontation mit den persönlichen Schwächen und Sehnsüchten. Ich hatte nie das Gefühl nicht normal zu sein oder was es ja implizieren würde: anormal zu sein. Weil es in Sex und Beziehung keine Norm gibt, die jemand erfüllen müsste. Die Gedanken aus früher gepflegten Selbstzweifeln sind durch Sex und Beziehung sicher nicht geschwunden. Ganz im Gegenteil ist die intime Begegnung mit einem anderen Menschen, wenn nicht nur Hüllen sondern vor allem auch Masken fallen, immer wieder eine Herausforderung. Wer seine Selbstzweifel nicht schon vorher angefangen hat zu bearbeiten, wird ihnen in der Beziehung um so stärker begegnen.

Ich werde meine Zeit als AB sicher nie vollkommen vergessen. Aber sie wird für mich und mein aktuelles Leben immer unbedeutender. Warum sollte es für mich wichtig sein, mich weiterhin als AB definieren zu wollen? Ich lege keinen Wert darauf als Ex-AB bezeichnet zu werden, so wie ich meine Vergangenheit nicht immer wieder in der Zukunft wiederholen möchte. Ich versuche aus dem Erlebten und den gemachten Erfahrungen zu lernen und so mein Leben immer weiter zu einem glücklichere Leben zu machen. Ich habe erfahren wo meine persönlichen Defizite lagen, habe Wege gefunden mit diesen umzugehen oder sie auszugleichen. Nun geht es darum weiterhin das Beste aus meinem Leben zu machen und nach dem Erreichen dieser zwischenmenschlichen Ziele, neue Aufgaben und Ziele ins Auge zu fassen.

Liebe Grüße
Kolinatan
:se-vulcan+: Lebe lang und in Frieden.
dfg82

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von dfg82 »

Red Roar hat geschrieben: Blanker Unsinn, alleine durch das 2-jährige Zusammensein mit einem Partner ist man schon ganz anders sozialisiert und hat Distanzen (körperlich) überwunden, was sich für die Zukunft auszahlt. Vom Erfolgserlebnis das man einmal hatte (ich schaffe es) ganz zu schweigen.
Das ist vielleicht eine Wunschvorstellung, die aber nicht auf jeden Ex-AB zutreffen wird. Auf mich z. B., trifft sie nicht zu.
Cylon

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von Cylon »

Als ich damals "es" geschrieben habe, habe ich mir gar keine Gedanken gemacht. Da schon einige hier sexuelle Erfahrungen gemacht haben, habe ich wohl "Beziehung" gemeint. Der Titel des Forums sagt das ja auch aus.

Die bisherigen Beiträge ergeben ein sehr differenziertes Bild. Ich stelle mir manchmal vor, wie ich mich fühlen würde, wenn ich eine Beziehung (gehabt) hätte. Ich glaube, dass das abhängt, wie sich das Leben drumherum entwickelt hätte. Mal angenommen, ich komme einfach so an eine Beziehung. Ich glaube, ich würde nicht viel anders empfinden als jetzt. Die Gründe für das AB-Sein wären ja nicht weg. Würde sich mein Leben ändern, also die Gründe fürs AB-Sein wären weg, würde ich das ABtum auch abschütteln können. Sicherlich bleibt etwas immer da, aber wenn jemand in einer Beziehung immer betrogen oder geschlagen wurde, bleiben ja auch seelische Narben.

Ich habe mal gelesen, wenn jemand aus heiterem Himmel arbeitslos wird und es länger bleibt, dann bleiben auch immer die miesen Gefühle der Leere und Perspektivlosigkeit da. Ein früherer Kommilitone, der sehr behütet aufgewachsen ist, war nach dem Studium arbeitslos. Er hatte echt Probleme damit und es beschäftigte ihn sehr. Ich hatte das damals mal mit einem gemeinsamen Freund besprochen, der meinte, dass das Problem für ihn sei, dass er im Gegensatz zu uns noch nie was Schlimmes erfahren hat. Ich denke mir, dass das AB-Sein einen vielleicht auch stärker macht. Dass man nach gescheiterten Beziehung weiß, dass es auch schlimmer sein könnte, und mit der Beziehung eben etwas Wunderbares erlebt hat und im Nachhinein das Positive sieht.

Für mich jedoch ist das alles (noch) graue Theorie.
He-Man0815

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von He-Man0815 »

Es wird besser, aber nicht viel. Ich hatte in meiner ersten längeren Beziehung ständig das Gefühl, etwas verpasst zu haben, und als sich dann die Gelegenheit zum Fremdgehen bot, hab ich diese auch sofort genutzt. Mehrfach. Ich hatte mittlerweile 2 längere Beziehungen 1x 1 jahr, 1x ca. 6 Jahre), mehrere Affairen und zahllose Puffbesuche und langsam lässt dieses "was verpasst"-Gefühl nach. Bin jetzt seit Januar wieder solo und der Meinung, jetzt auch treu bleiben zu können. Fehlt nur die Beziehung, denn die Probleme bei der Partnersuche wird man ja nicht automatisch los, nur weil es ein paar Mal geklappt hat....
Mondstaub

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von Mondstaub »

He-Man0815 hat geschrieben:Es wird besser, aber nicht viel. Ich hatte in meiner ersten längeren Beziehung ständig das Gefühl, etwas verpasst zu haben, und als sich dann die Gelegenheit zum Fremdgehen bot, hab ich diese auch sofort genutzt. Mehrfach. Ich hatte mittlerweile 2 längere Beziehungen 1x 1 jahr, 1x ca. 6 Jahre), mehrere Affairen und zahllose Puffbesuche und langsam lässt dieses "was verpasst"-Gefühl nach. Bin jetzt seit Januar wieder solo und der Meinung, jetzt auch treu bleiben zu können. Fehlt nur die Beziehung, denn die Probleme bei der Partnersuche wird man ja nicht automatisch los, nur weil es ein paar Mal geklappt hat....
:roll: Wenn du jetzt keine passende Freundin mehr findest, dann hätte ich jedenfalls kein Mitleid mit dir. Selbst Schuld, wenn man gute Partnerschaften wegen so einem falschen Ego-Trip kaputt macht.

_________________

Ansonsten kann ich dieses: "Komplett wie vorher als AB" auch nicht nachvollziehen. Natürlich ist es besser, wenn man eine Beziehung hatte. Selbst, wenn die wieder zerbrechen sollte, wird man nicht ungeliebt und "ungenutzt" (finde gerade kein besseres Wort) ins Grab gehen...

Was ich mit meinem Freund bisher hatte, kann mir jedenfalls keiner wieder nehmen. Und wenn man jemanden wirklich liebt, dann ist man auch zufrieden und hat man so eine Ego-Tour mit Fremdgehen auch nicht nötig...
fab_tom

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von fab_tom »

Mondstaub hat geschrieben:
He-Man0815 hat geschrieben:Es wird besser, aber nicht viel. Ich hatte in meiner ersten längeren Beziehung ständig das Gefühl, etwas verpasst zu haben, und als sich dann die Gelegenheit zum Fremdgehen bot, hab ich diese auch sofort genutzt. Mehrfach. Ich hatte mittlerweile 2 längere Beziehungen 1x 1 jahr, 1x ca. 6 Jahre), mehrere Affairen und zahllose Puffbesuche und langsam lässt dieses "was verpasst"-Gefühl nach. Bin jetzt seit Januar wieder solo und der Meinung, jetzt auch treu bleiben zu können. Fehlt nur die Beziehung, denn die Probleme bei der Partnersuche wird man ja nicht automatisch los, nur weil es ein paar Mal geklappt hat....
:roll: Wenn du jetzt keine passende Freundin mehr findest, dann hätte ich jedenfalls kein Mitleid mit dir. Selbst Schuld, wenn man gute Partnerschaften wegen so einem falschen Ego-Trip kaputt macht.

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Ansonsten kann ich dieses: "Komplett wie vorher als AB" auch nicht nachvollziehen. Natürlich ist es besser, wenn man eine Beziehung hatte. Selbst, wenn die wieder zerbrechen sollte, wird man nicht ungeliebt und "ungenutzt" (finde gerade kein besseres Wort) ins Grab gehen...

Was ich mit meinem Freund bisher hatte, kann mir jedenfalls keiner wieder nehmen. Und wenn man jemanden wirklich liebt, dann ist man auch zufrieden und hat man so eine Ego-Tour mit Fremdgehen auch nicht nötig...
Du musst den User, dessen Partnerinnen und seine Beziehungen ja sehr gut kennen, wenn du beurteilen kannst, wie "gut" die Beziehungen waren.
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Lazarus Long
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Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von Lazarus Long »

fab_tom hat geschrieben:Du musst den User, dessen Partnerinnen und seine Beziehungen ja sehr gut kennen, wenn du beurteilen kannst, wie "gut" die Beziehungen waren.
Du meinst, wenn man die Tatsache, dass er seine Partnerinnen, wie er selbst schrieb, mehrfach betrogen hat, nicht berücksichtigt?
He-Man0815 hat geschrieben:... und als sich dann die Gelegenheit zum Fremdgehen bot, hab ich diese auch sofort genutzt. Mehrfach.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

Wilhelm von Humboldt
Deutscher Staatsmann und Mitbegründer der Humboldt-Universität zu Berlin
1767 - 1835
Holla

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von Holla »

Andy86 hat geschrieben: In den meisten Fällen ist doch immer das gleiche Problem. (Gerade bei Männern) Fehlende/gar keine Potentiellen Partner/innen im Bekanntenkreis. Und wenn ich so meinen Freundes/Bekanntenkreis durchgehe (alles Normalos) da wurden die Partner IMMER über Freunde/Bekannte etc. kennen gelernt. Der Mythos "geh mal in die Disco oder meld dich mal in SB an, dort findest was..." war bei KEINEM einzigen den ich kenne der Fall.
Ja. Ich kenne ein paar Fälle, wo es über Disco oder SB lief. Aber bei der überwiegenden Mehrzahl der Fälle haben sich die Menschen, die zusammengekommen und geblieben sind, über Freundes bzw. Bekanntenkreis kennengelernt. Disco, SB, kalt auf der Straße/Supermarkt/Öffentliche Verkehrsmittel ansprechen-wo hier oft so gegrübelt wird, wie man(n) dort besser ankommt, das sind nur EINZELfälle.
Sogar Menschen mit "normaler" Beziehungserfahrung haben es ab einem gewissen Alter je nach Wohnort/Stadt/Umfeld "schon" ab Mitte 20 schwerer, Beziehungspartner auf dem "normalen" Wege (Freunde/Bekannte) zu finden. Sie weichen auf die SBs aus und suchen da es dort auch nicht immer klappt, teilweise ebenfalls jahrelang ohne Erfolg.
fab_tom hat geschrieben: Du musst den User, dessen Partnerinnen und seine Beziehungen ja sehr gut kennen, wenn du beurteilen kannst, wie "gut" die Beziehungen waren.
*anschließ* Ich kann das nachvollziehen. Die Beziehungen sehen nicht soo gut aus, wenn man berücksichtigt, dass sich eine Person sexuell doch mehr ausleben möchte (mit mehr Partnern). Ich finde Betrügen scheiße, aber es gibt Menschen, die brauchen Phasen in ihrem Leben, in denen sie sich austoben, meistens in sehr jungen Jahren, die ein AB meist "verpasst" hat. Ich weiß selbst nicht, ob ich wirklich eine (sexuell und emotional) monogame Beziehung führen könnte/wollte, wenn ich mal eine haben sollte. Aber ich kenn halt auch Menschen, die offen und wo alle beteiligten Bescheid wissen, ein polyamores Beziehungsleben haben, das ist zwar auch nicht ohne Probleme, aber Monogamie ist auch nicht 100%ig perfekt. Das könnte vielleicht eine Möglichkeit sein für mich.

Ob jemand sein AB-sein wirklich hinter sich lassen kann, hängt vermutlich von vielen Faktoren hab. Welche Ursachen haben im jeweiligen Fall zum AB-Dasein geführt? Alter beim Beginn der ersten Beziehung? Verlauf der ersten Beziehung? Eigener Charakter ect....Es gibt Menschen, die bleiben trotz Erfahrungen immer noch AB, andere sind Ex-ABs und wieder andere haben keine Verbindung mehr zum AB-Dasein mehr und fühlen sich komplett "normal".
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, sondern nur aus der Perspektive der betroffenen Einzelperson.
Mondstaub

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von Mondstaub »

fab_tom hat geschrieben: Du musst den User, dessen Partnerinnen und seine Beziehungen ja sehr gut kennen, wenn du beurteilen kannst, wie "gut" die Beziehungen waren.
Soll das jetzt eine fadenscheinige Entschuldigung/Rechtfertigung für Fremdgeherei sein? Wenn seine Partnerinnen nur ein Notnagel für ihn waren, dann können sie einem erst recht leid tun.
Holla hat geschrieben: *anschließ* Ich kann das nachvollziehen. Die Beziehungen sehen nicht soo gut aus, wenn man berücksichtigt, dass sich eine Person sexuell doch mehr ausleben möchte (mit mehr Partnern). Ich finde Betrügen scheiße, aber es gibt Menschen, die brauchen Phasen in ihrem Leben, in denen sie sich austoben, meistens in sehr jungen Jahren, die ein AB meist "verpasst" hat.
Ach der aaaaarme Kerl... ich bin ja sonst der Auffassung, dass Vorurteile gegenüber ABs ungerecht sind, aber wenn man dann so etwas wie von He-Man liest, dann kann man wirklich nur den Frauen raten:

Nehmt keinen AB! Ihr habt mit euren Instinkten recht... Die sind mit ihren Minderwertigkeitskomplexen dann ein schlechter Partner, der euch eh betrügen wird. Bei der ersten Gelegenheit, juhu. Sicher gibt es auch Ausnahmen, aber es gibt eine hohe A.-loch- Wahrscheinlichkeit.
TheRealDeal

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von TheRealDeal »

@Mondstaub: Das ist nur eine Mutmaßung. A.-löcher gibt´s schließlich überall. Wenn ich von meinen Eindrücken der Menschen ausgehe, die ich aus dem Forum persönlich kennen lernen durfte, gibt´s hier deutlich weniger Armlöcher als woanders. Ich persönlich habe mich gegen das "Hörner abstoßen" entschieden. Aber jedem das Seine. Ein ehrlicher Umgang mit seinen Bedürfnissen wäre allerdings wünschenswert. Dann hat der Partner auch eine faire Chance darauf zu reagieren.
Holla

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von Holla »

Mondstaub, ich finde es ja auch nicht gut, was er gemacht hat. Aber ich kann es verstehen iSv nachvollziehen.
TheRealDeal hat geschrieben:Ein ehrlicher Umgang mit seinen Bedürfnissen wäre allerdings wünschenswert. Dann hat der Partner auch eine faire Chance darauf zu reagieren.
Ja.
He-Man0815

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von He-Man0815 »

Mondstaub hat geschrieben:
He-Man0815 hat geschrieben:Es wird besser, aber nicht viel. Ich hatte in meiner ersten längeren Beziehung ständig das Gefühl, etwas verpasst zu haben, und als sich dann die Gelegenheit zum Fremdgehen bot, hab ich diese auch sofort genutzt. Mehrfach. Ich hatte mittlerweile 2 längere Beziehungen 1x 1 jahr, 1x ca. 6 Jahre), mehrere Affairen und zahllose Puffbesuche und langsam lässt dieses "was verpasst"-Gefühl nach. Bin jetzt seit Januar wieder solo und der Meinung, jetzt auch treu bleiben zu können. Fehlt nur die Beziehung, denn die Probleme bei der Partnersuche wird man ja nicht automatisch los, nur weil es ein paar Mal geklappt hat....
:roll: Wenn du jetzt keine passende Freundin mehr findest, dann hätte ich jedenfalls kein Mitleid mit dir. Selbst Schuld, wenn man gute Partnerschaften wegen so einem falschen Ego-Trip kaputt macht.

_________________

Ansonsten kann ich dieses: "Komplett wie vorher als AB" auch nicht nachvollziehen. Natürlich ist es besser, wenn man eine Beziehung hatte. Selbst, wenn die wieder zerbrechen sollte, wird man nicht ungeliebt und "ungenutzt" (finde gerade kein besseres Wort) ins Grab gehen...

Was ich mit meinem Freund bisher hatte, kann mir jedenfalls keiner wieder nehmen. Und wenn man jemanden wirklich liebt, dann ist man auch zufrieden und hat man so eine Ego-Tour mit Fremdgehen auch nicht nötig...



Ich wusste schon, als ich das geschrieben habe, dass irgendwer genau sowas schreiben würde :)

Ich weiß nicht, wie es um Dein AB-tum bestellt bist, aber ich erinnere mich noch daran, wie ich, als ich noch fast völlig "unberührt" war, der Meinung war, mich mal nicht so unmoralisch wie meine Mitmenschen aufzuführen. Ist auch ganz einfach, dieser Meinung zu sein, wenn man keine anderen Optionen hat. Wenn man nur "gut" sein kann, ist man natürlich der "Gute".

Und am "wirklich lieben" hat es mit meiner ertsen längeren Beziehung deutlich gehapert.
Beobachter

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von Beobachter »

Holla hat geschrieben: Ja. Ich kenne ein paar Fälle, wo es über Disco oder SB lief. Aber bei der überwiegenden Mehrzahl der Fälle haben sich die Menschen, die zusammengekommen und geblieben sind, über Freundes bzw. Bekanntenkreis kennengelernt. Disco, SB, kalt auf der Straße/Supermarkt/Öffentliche Verkehrsmittel ansprechen-wo hier oft so gegrübelt wird, wie man(n) dort besser ankommt, das sind nur EINZELfälle.
Sogar Menschen mit "normaler" Beziehungserfahrung haben es ab einem gewissen Alter je nach Wohnort/Stadt/Umfeld "schon" ab Mitte 20 schwerer, Beziehungspartner auf dem "normalen" Wege (Freunde/Bekannte) zu finden. Sie weichen auf die SBs aus und suchen da es dort auch nicht immer klappt, teilweise ebenfalls jahrelang ohne Erfolg.
Bin da absolut deiner Meinung. Meine EX hatte alle ihre vorigen Beziehungen über einen gemeinsamen Freundes bzw. Bekanntenkreis kennen gerlent. Sie meinte, dass sie zwar auch öfteres in der Disco angesprochen wurde, aber dort grundsätzlich Körbe verteilt hat.

Da merkt man doch gerade wo die Krux für viele ABs und EX-ABs liegt: Mangelnde soziale Kontakte. Trifft sicher nicht auf alle zu, aber doch auf die meisten.
dfg82

Re: Wie fühlt man sich als Ex-AB?

Beitrag von dfg82 »

He-Man0815 hat geschrieben: Ich weiß nicht, wie es um Dein AB-tum bestellt bist, aber ich erinnere mich noch daran, wie ich, als ich noch fast völlig "unberührt" war, der Meinung war, mich mal nicht so unmoralisch wie meine Mitmenschen aufzuführen. Ist auch ganz einfach, dieser Meinung zu sein, wenn man keine anderen Optionen hat. Wenn man nur "gut" sein kann, ist man natürlich der "Gute".
Entweder man ist es oder man ist es nicht. Da gibt es keine Ausflüchte.