Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

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Brax
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Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von Brax »

Monozyt hat geschrieben: ↑03.10.2017, 14:37solange die Existenz dieser Unterschiede immer wieder geleugnet wird. Ein bisschen Selbsterkenntnis schadet keinem, auch wenn es darum geht dass "ich finde keinen Partner weil alle die ich haben könnte entweder doof oder hässlich sind" und "ich finde keine Partnerin weil alle mich doof oder hässlich finden" bloß zwei Seiten der selben Medallie sind ;)
Ich leugne das nicht.

Nur finde ich die Erklärung, jemand sei noch Jungfrau, weil er ein Mann ist, einfach irreführend, weil es nunmal nicht einfach nur daran liegt. Selbsterkenntnis wäre auch, dass es sich nicht um ein gesellschaftliches, sondern ein persönliches Problem handelt, wenn man keinen Lover findet.

Und wie gesagt, Frauen, die unattraktiv sind, brauchen auch nicht nur einfach ihre angeblich überhöhten Ansprüche runterschrauben, sondern werden oft auch von keinem gewollt.
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Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von NBUC »

Brax hat geschrieben: ↑03.10.2017, 15:01
Monozyt hat geschrieben: ↑03.10.2017, 14:37solange die Existenz dieser Unterschiede immer wieder geleugnet wird. Ein bisschen Selbsterkenntnis schadet keinem, auch wenn es darum geht dass "ich finde keinen Partner weil alle die ich haben könnte entweder doof oder hässlich sind" und "ich finde keine Partnerin weil alle mich doof oder hässlich finden" bloß zwei Seiten der selben Medallie sind ;)
Ich leugne das nicht.

Nur finde ich die Erklärung, jemand sei noch Jungfrau, weil er ein Mann ist, einfach irreführend, weil es nunmal nicht einfach nur daran liegt. Selbsterkenntnis wäre auch, dass es sich nicht um ein gesellschaftliches, sondern ein persönliches Problem handelt, wenn man keinen Lover findet.

Und wie gesagt, Frauen, die unattraktiv sind, brauchen auch nicht nur einfach ihre angeblich überhöhten Ansprüche runterschrauben, sondern werden oft auch von keinem gewollt.
Ja, der Einwurf ist formell inkorrekt. Aber umgekehrt sollte auch deutlich sein, auf welchen Umstand er so hinweisen wollte.
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!
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Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von Captain Unsichtbar »

Brax hat geschrieben: ↑03.10.2017, 15:01 Nur finde ich die Erklärung, jemand sei noch Jungfrau, weil er ein Mann ist, einfach irreführend, weil es nunmal nicht einfach nur daran liegt. Selbsterkenntnis wäre auch, dass es sich nicht um ein gesellschaftliches, sondern ein persönliches Problem handelt, wenn man keinen Lover findet.

Und wie gesagt, Frauen, die unattraktiv sind, brauchen auch nicht nur einfach ihre angeblich überhöhten Ansprüche runterschrauben, sondern werden oft auch von keinem gewollt.
Dass unattraktive Frauen auch wenig Chancen haben, hat er doch, soweit ich das verstanden habe, auch gar nicht bestritten. Die Mengengrösse der Unattraktiven (aus Aussensicht des bevorzugten Geschlechts) ist einfach unterschiedlich gross. Und wenn überhaupt ist es ein natürliches Problem der Gattung Mensch, kein gesellschaftliches und schon gar kein persönliches.
Monozyt

Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von Monozyt »

Captain Unsichtbar hat geschrieben: ↑03.10.2017, 16:00
Brax hat geschrieben: ↑03.10.2017, 15:01 Nur finde ich die Erklärung, jemand sei noch Jungfrau, weil er ein Mann ist, einfach irreführend, weil es nunmal nicht einfach nur daran liegt. Selbsterkenntnis wäre auch, dass es sich nicht um ein gesellschaftliches, sondern ein persönliches Problem handelt, wenn man keinen Lover findet.

Und wie gesagt, Frauen, die unattraktiv sind, brauchen auch nicht nur einfach ihre angeblich überhöhten Ansprüche runterschrauben, sondern werden oft auch von keinem gewollt.
Dass unattraktive Frauen auch wenig Chancen haben, hat er doch, soweit ich das verstanden habe, auch gar nicht bestritten. Die Mengengrösse der Unattraktiven (aus Aussensicht des bevorzugten Geschlechts) ist einfach unterschiedlich gross. Und wenn überhaupt ist es ein natürliches Problem der Gattung Mensch, kein gesellschaftliches und schon gar kein persönliches.
So meinte ich das, ja. Unterschiedlich große Mengen, daher unterschiedliche Wahrscheinlichkeit dazuzugehören. Keine "Schuld" für irgendetwas, nur ein wohl natürlicher Zustand. Der zugegeben frustrierend ist.

Zwar hat jeder individuelle Probleme und AB-Ursachen, aber die kann man ja nur zum Teil beeinflussen. LonesomeCoder kann keinen halben Kopf wachsen, und mir würde es zumindest recht schwer fallen 20 Kilo zuzulegen die nicht nur als gigantische Plautze enden.
Und Schüchternheit/Hemmungen abzulegen die über Jahre gewachsen sind kann noch schwieriger sein.
Nein, LC oder ich sind natürlich nicht HC-AB "weil wir Männer sind". Aber weil wir Männer sind, geraten wir schneller aufgrund von vorhandenen attraktivitätsmindernden Eigenschaften in die Zone wo uns wirklich absolut niemand mehr will. Der selbe AB-Status wie bei iZombie oder Brax, aber mutmaßlich eine andere Ursache.

Mir geht es hier auch nicht um ein "Senk deine Ansprüche, dann findest auch du jemanden..."

Dass man das bewusst nicht unbedingt steuern kann, wenn es um reine Attraktion geht ohne den ganzen gesellschaftlichen Zinnober drumherum, ist mir klar.
Persönlich habe ich das Glück (oder Pech, wie man es nimmt) dass ich nur wenige Frauen in meiner Generation schon aufgrund von Äußerlichkeiten unattraktiv a.k.a hässlich finde. Meist sind es wenn dann eher Persönlichkeitseigenschaften aufgrund derer ich mir denken würde "nee, lass mal..." wenn ich mir vorstelle sie würde etwas von mir wollen.
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Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von Strange Lady »

Monozyt hat geschrieben: ↑03.10.2017, 17:34
Captain Unsichtbar hat geschrieben: ↑03.10.2017, 16:00
Brax hat geschrieben: ↑03.10.2017, 15:01 Nur finde ich die Erklärung, jemand sei noch Jungfrau, weil er ein Mann ist, einfach irreführend, weil es nunmal nicht einfach nur daran liegt. Selbsterkenntnis wäre auch, dass es sich nicht um ein gesellschaftliches, sondern ein persönliches Problem handelt, wenn man keinen Lover findet.

Und wie gesagt, Frauen, die unattraktiv sind, brauchen auch nicht nur einfach ihre angeblich überhöhten Ansprüche runterschrauben, sondern werden oft auch von keinem gewollt.
Dass unattraktive Frauen auch wenig Chancen haben, hat er doch, soweit ich das verstanden habe, auch gar nicht bestritten. Die Mengengrösse der Unattraktiven (aus Aussensicht des bevorzugten Geschlechts) ist einfach unterschiedlich gross. Und wenn überhaupt ist es ein natürliches Problem der Gattung Mensch, kein gesellschaftliches und schon gar kein persönliches.
So meinte ich das, ja. Unterschiedlich große Mengen, daher unterschiedliche Wahrscheinlichkeit dazuzugehören. Keine "Schuld" für irgendetwas, nur ein wohl natürlicher Zustand. Der zugegeben frustrierend ist.

Zwar hat jeder individuelle Probleme und AB-Ursachen, aber die kann man ja nur zum Teil beeinflussen. LonesomeCoder kann keinen halben Kopf wachsen, und mir würde es zumindest recht schwer fallen 20 Kilo zuzulegen die nicht nur als gigantische Plautze enden.
Und Schüchternheit/Hemmungen abzulegen die über Jahre gewachsen sind kann noch schwieriger sein.
Nein, LC oder ich sind natürlich nicht HC-AB "weil wir Männer sind". Aber weil wir Männer sind, geraten wir schneller aufgrund von vorhandenen attraktivitätsmindernden Eigenschaften in die Zone wo uns wirklich absolut niemand mehr will. Der selbe AB-Status wie bei iZombie oder Brax, aber mutmaßlich eine andere Ursache.

Mir geht es hier auch nicht um ein "Senk deine Ansprüche, dann findest auch du jemanden..."

Dass man das bewusst nicht unbedingt steuern kann, wenn es um reine Attraktion geht ohne den ganzen gesellschaftlichen Zinnober drumherum, ist mir klar.
Persönlich habe ich das Glück (oder Pech, wie man es nimmt) dass ich nur wenige Frauen in meiner Generation schon aufgrund von Äußerlichkeiten unattraktiv a.k.a hässlich finde. Meist sind es wenn dann eher Persönlichkeitseigenschaften aufgrund derer ich mir denken würde "nee, lass mal..." wenn ich mir vorstelle sie würde etwas von mir wollen.
Wenn es dich beruhigt: auch ich finde sehr wenige Männer äußerlich unattraktiv. Die meisten (so 80%) disqualifizieren sich aufgrund charakterlicher/habitueller Eigenschaften.
“Happiness is like a butterfly: The more you chase it, the more it will elude you. But if you turn your attention to other things, it will come and sit quietly on your shoulder.”
Henry David Thoreau
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Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von Monozyt »

Strange Lady hat geschrieben: ↑03.10.2017, 18:45 Wenn es dich beruhigt: auch ich finde sehr wenige Männer äußerlich unattraktiv. Die meisten (so 80%) disqualifizieren sich aufgrund charakterlicher/habitueller Eigenschaften.
Beruhigt mich... wenn auch nur teilweise.
Ich denke auch dass ein fiktiver Zwilling von mir, der genauso aussieht aber ein total lustiger extrovertierter und kommunikativer Typ ist viel, viel bessere Chancen hätte. Sicherlich nicht bei fast jeder, da steht das Aussehen dann doch im Weg, aber wohl zumindest bei manchen.
Bloß bin ich "habituell" eben eher introvertiert und gehemmt, dadurch im Verhalten seltsam, und es ist schwer diese Eigenschaften abzulegen ohne positives Feedback von anderen. Und "charakterlich" neige ich eben zu Frust und Depressionen, ebenfalls mangels positiver Bestätigung. Dass das nicht attraktiv ist weiß ich selbst, aber ich bräuchte bei meinem ängstlich-vermeidendem Verhalten und den über die Jahre gewachsenen Selbstwert-Komplexen wohl schon die Holzhammer-Selbsthypnose nach dem Motto "ich bin der geilste Typ ever" um irgendwie locker auf andere Menschen (egal ob Frauen oder Männer) zugehen zu können, egal mit welchem Ziel.
(Alkohol zur bewusst herbeigeführten Selbstüberschätzung ist da übrigens wirkungslos, da werde ich nur noch depressiver von...)
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Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von Strange Lady »

Monozyt hat geschrieben: ↑03.10.2017, 19:39
Strange Lady hat geschrieben: ↑03.10.2017, 18:45 Wenn es dich beruhigt: auch ich finde sehr wenige Männer äußerlich unattraktiv. Die meisten (so 80%) disqualifizieren sich aufgrund charakterlicher/habitueller Eigenschaften.
Beruhigt mich... wenn auch nur teilweise.
Ich denke auch dass ein fiktiver Zwilling von mir, der genauso aussieht aber ein total lustiger extrovertierter und kommunikativer Typ ist viel, viel bessere Chancen hätte. Sicherlich nicht bei fast jeder, da steht das Aussehen dann doch im Weg, aber wohl zumindest bei manchen.
Bloß bin ich "habituell" eben eher introvertiert und gehemmt, dadurch im Verhalten seltsam, und es ist schwer diese Eigenschaften abzulegen ohne positives Feedback von anderen. Und "charakterlich" neige ich eben zu Frust und Depressionen, ebenfalls mangels positiver Bestätigung. Dass das nicht attraktiv ist weiß ich selbst, aber ich bräuchte bei meinem ängstlich-vermeidendem Verhalten und den über die Jahre gewachsenen Selbstwert-Komplexen wohl schon die Holzhammer-Selbsthypnose nach dem Motto "ich bin der geilste Typ ever" um irgendwie locker auf andere Menschen (egal ob Frauen oder Männer) zugehen zu können, egal mit welchem Ziel.
(Alkohol zur bewusst herbeigeführten Selbstüberschätzung ist da übrigens wirkungslos, da werde ich nur noch depressiver von...)
Da muss ich dich in deiner Resignation leider bestätigen: unattraktive Menschen müssen Charakterdoppelschichten fahren.
Mir geht es da auch nicht anders. Bin schon total ausgebrannt von den ständigen Doppelschichten. Und Schichtzulage gibt es auch nicht. :?
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Dana
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Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von Dana »

Was bitte hat denn ein ONS mit dem "Lebensabschnittspartner", wie ihn LonesomeCoder verwendet hat, zu tun?
LonesomeCoder hat geschrieben: ↑04.08.2017, 08:56 Um das zu wissen, musst du mit jemanden lange zusammensein. Und selbst dann ist es nicht sicher. Aber einen LebensABSCHNITTSpartner zu haben wäre doch sicher auch was tolles, öffne dich dafür :)
Ich suche auch nur einen "Lebensabschnittspartner". Nicht weil ich gezielt plane mich nach x Jahren wieder zu trennen, sondern weil ich nicht so naiv bin zu glauben, dass es, in einer freiwillig eingegangen Partnerschaft, die in der Regel auf Liebe beruht (also keine Zwangsehe und so ein Kram), sowas wie nicht-Lebensabschnittspartner überhaupt gibt. Solange ich keine Glaskugel habe, kann ich auch nie in herausfinden, ob derjenige jetzt für 2 Monate, 2 Jahre oder 50 Jahre taugt. Aber 50 Jahre sind letztlich trotzdem nur ein Lebensabschnitt , wenn auch ein ziemlich langer. Für 2 Monate dagegen eher kurz. Ein ONS ist für mich kein Lebensabschnittspartner! Streng genommen bin ich ja gar kein AB mehr. Ich hatte schon sage und schreibe 2 "Beziehungen", die eine hielt sogar ganze 3 Tage (in denen er unterwegs war, weshalb wir uns nicht gesehen haben), die andere ca. 8 Stunden, bevor meine "Ex-Freunde" "Schluß gemacht" haben, aber mal ehrlich, sowas macht mich doch nicht zum Ex-AB oder wenigstens zum SC-AB und was das mit meinem Geschlecht zu tun haben soll, verstehe ich noch viel weniger.
Ich glaube jedenfalls nicht, dass Frauen eher einen Lebensabschnittspartner finden, wenn man Lebensabschnitsspartner so definiert, dass man eine mindestens 3wöchige Beziehung (sowas wie, zusammenkommen ein Tag vor dem Urlaub, 3 Wochen lang nicht sehen, ein Tag später Schluß gemacht, zählt jedenfalls nicht ;) ) oder so geführt hat.
AnnaMolly

Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von AnnaMolly »

Monozyt hat geschrieben: ↑03.10.2017, 19:39 Ich denke auch dass ein fiktiver Zwilling von mir, der genauso aussieht aber ein total lustiger extrovertierter und kommunikativer Typ ist viel, viel bessere Chancen hätte.

Das geht mir genauso, und ich kann es in meinem Fall sogar beweisen:

Ich hab eine 5 Jahre jüngere Schwester, die mir in vielen Dingen sehr ähnlich ist (Weltanschauung, Ethik, Studium/Beruf, etliche Interessen, Humor, etc.). Wir verstehen uns auch unheimlich gut.

Äußerlich sehen wir uns immerhin ähnlich genug, dass wir ständig als Schwestern erkannt werden. Allerdings sieht sie objektiv etwas bis deutlich besser aus als ich, denn sie ist schlanker und sportlicher (etwa 10 kg weniger, dafür mehr Muskeln), aber auch sie hat unser familäres schlechtes Bindegewebe abbekommen und ist nicht verschont von Cellulite und hängenden Brüsten mit Mitte 20. Die Makel also, wegen derer ich mich für absolut abscheulich halte und seit meiner Pubertät denke, ein Junge bzw. Mann meines Alters würde mich niemals, niemals auch nur anfassen wollen.

Während ich mit 28 Hardcore-Abine bin (noch nie auch nur Händchen gehalten mit einem Mann), hatte sie schon während der Schulzeit 2 feste Beziehungen. Seit die vorbei sind, hatte sie ein paar Techtelmechtel, hätte aber deuuuuuutlich mehr haben können, wenn sie gewollt hätte. Sie hat einen großen Freundeskreis voller Männer, von denen fast alle entweder mal in sie verliebt waren oder es immer noch sind. Sie lernt ständig neue Leute kennen, auch Männer, von denen auch immer wieder welche interessiert sind.


Ich könnte diese eklatanten Unterschiede bzgl. Erfolg bei Männern jetzt auf ihr besseres Aussehen schieben. Das ist auch sicher nicht völlig unerheblich. Aber ich denke, der weitaus größere Faktor ist ihre Extroversion, gute Laune, Abenteuerlustigkeit, usw.

Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, kuschele ich mich auf mein Sofa oder Bett, und mach mir einen gemütlichen Abend mit Serien oder Internet.

Wenn meine Schwester nach Hause kommt, ruft sie "ihre Leute" an und ist dann den Abend unterwegs in Bars, auf Hausparties, etc.


Sie war neulich für einen Monat wegen eines Praktikums an einem völlig neuen Ort, wo sie niemanden kannte. Nach einer Woche hatte sie eine kleine "Clique" (mal wieder fast nur Männer ;) ), mit denen sie sich täglich getroffen hat, Fahrradtouren, Spieleabende, etc. Ich konnte es kaum glauben. Als ich sie gefragt hab, wie sie die denn kennen gelernt hat, erzählte sie mir folgendes:

Sie hat sich einfach mittags beim Mittagessen auf der Arbeit neben einen Typ gesetzt, der da alleine gesessen hat. Und hat angefangen, mit ihm zu reden.

:shock:

Ich konnte es wirklich kaum glauben. Sowas wäre wir im Leben niemals eingefallen. Und selbst wenn es mir eingefallen wäre, hätte ich es mich niemals nie nie getraut. Ich setze mich absichtlich immer irgendwo in die Ecke, wo ich nicht störe und niemand den Eindruck bekommt, ich könnte mich ihm aufdrängen wollen.


Also ja, es liegt an der Persönlichkeit. Hilft mir leider nur bedingt weiter, weil ich nicht glaube, dass ich jemals so werden kann, wie meine Schwester. Aber es ist zumindest hilfreich, zu wissen, woran es liegen könnte.
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Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von LonesomeCoder »

Deine Schwester erfüllt zwei Anforderungen: sie hat eine von anderen positiv wahrgenommene Außenwirkung und genug Mainstream-Themen auf Lager, um Interesse an weiteren Kontakt zu erhalten.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34
Berglöwe

Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von Berglöwe »

AnnaMolly hat geschrieben: ↑15.10.2017, 10:32 Sie hat sich einfach mittags beim Mittagessen auf der Arbeit neben einen Typ gesetzt, der da alleine gesessen hat. Und hat angefangen, mit ihm zu reden.
Manche Leute haben ein unglaubliches Talent dafür oder sind schlicht gut darin mit anderen in Kontakt zu kommen. Das resultiert aber meist auch aus dem Bedürfnis, soviel Kontakt (mit neuen, unbekannten Leuten) haben zu wollen. Es liegt in der Natur der Sache, dass man gut in den Dingen wird, die man oft und/oder mit viel Motivation/Überzeugung tut. Wer so ist, wird keine Probleme dabei haben, alle möglichen Arten von Beziehungen in sein Leben zu holen. Im Guten, wie im Schlechten.
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Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von Dana »

Berglöwe hat geschrieben: ↑15.10.2017, 20:15 Das resultiert aber meist auch aus dem Bedürfnis, soviel Kontakt (mit neuen, unbekannten Leuten) haben zu wollen.
Ich würde das nicht als "Bedürfnis" bezeichnen (das klingt so abwertend), für mich ist sie einfach extrovertiert. Ich kann mich in der Beschreibung ihrer Schwester sogar wiedererkennen. Ich hasse es alleine zu sein und ich finde es normal, dass man sich bei einem Praktikum oder so einfach an einen Tisch setzt, wo schon andere sitzen... habe ich auch schon öfter gemacht. meistens war ich aber erfolgreicher, wenn ich mich zu Gruppen gesetzt habe. Einzelpersonen scheinen oft einen Grund zu haben, warum sie alleine sind, weil sie vielleicht gar keine Gesellschaft wollen. Da ist es dann sehr komisch, wenn man am Anfang unbedingt small Talk machen will, bis man herausfindet, dass man die einzige Person ist, die Lust auf small talk hat.
Ach so, HC-ABine bin ich trotzdem.
Und meine Schwester ist deutlich introvertierter als ich und zusätzlich noch echter Partymuffel und ist trotzdem verheiratet und in festen Händen seit sie 19 ist. Ob das nur daran liegt, dass sie ungefähr 15kg weniger hat als ich :gruebel: ? Bezweifel ich leider.
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Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von Captain Unsichtbar »

Dana hat geschrieben: ↑16.10.2017, 09:33
Berglöwe hat geschrieben: ↑15.10.2017, 20:15 Das resultiert aber meist auch aus dem Bedürfnis, soviel Kontakt (mit neuen, unbekannten Leuten) haben zu wollen.
Ich würde das nicht als "Bedürfnis" bezeichnen (das klingt so abwertend), für mich ist sie einfach extrovertiert. Ich kann mich in der Beschreibung ihrer Schwester sogar wiedererkennen. Ich hasse es alleine zu sein und ich finde es normal, dass man sich bei einem Praktikum oder so einfach an einen Tisch setzt, wo schon andere sitzen... habe ich auch schon öfter gemacht. meistens war ich aber erfolgreicher, wenn ich mich zu Gruppen gesetzt habe. Einzelpersonen scheinen oft einen Grund zu haben, warum sie alleine sind, weil sie vielleicht gar keine Gesellschaft wollen. Da ist es dann sehr komisch, wenn man am Anfang unbedingt small Talk machen will, bis man herausfindet, dass man die einzige Person ist, die Lust auf small talk hat.
Ach so, HC-ABine bin ich trotzdem.
Und meine Schwester ist deutlich introvertierter als ich und zusätzlich noch echter Partymuffel und ist trotzdem verheiratet und in festen Händen seit sie 19 ist. Ob das nur daran liegt, dass sie ungefähr 15kg weniger hat als ich :gruebel: ? Bezweifel ich leider.
Das ist aber ein Bedürfnis. :mrgreen: Seit wann ist das ein negatives Wort? Alternativen dazu: Wunsch, Drang, Verlangen, Begehren. Alles nichts negatives. Etwas ganz natürliches, dass ein Mensch Bedürfnisse hat. Liebe und Anerkennung zb. Ich nehme mal an die hast du auch, sonst wärst du nicht hier oder?

Ich sehe das wie Berglöwe, für Extrovertierte ist es einfacher weil sie den Drang danach haben, sie wollen den Kontakt, das schreibst du ja selbst auch. Ich bin selbst aber Intro und für mich bedeuten Kontakte Arbeit, weil ich meine Energie aus der Ruhe des Alleinseins ziehe. Ich denke schon, dass man als Extro was das anbelangt einen Vorteil hat. Nur einen Vorteil, kein Lottogewinn. Will heissen, du kannst natürlich trotzdem scheitern oder von einem Intro "überholt" werden.
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Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von Dana »

Ja, wahrscheinlich hast du Recht. Keine Ahnung warum, aber ich hatte irgendwie den Eindruck, es läge ein negativer Beigeschmack im Beitrag von berglöwe. Vermutlich nur eingebildet.
Ich kenne mich mit dem Thema nicht gut genug aus, um jetzt wirklich sagen zu können, dass extrovertierte es einfacher haben. In gewisser Hinsicht bestimmt, aber bei mir kommt noch dazu, dass ich sehr schüchtern bin und ein niedriges Selbstvertrauen habe, ich glaube diese Kombi macht es nicht einfacher. Ich habe manchmal den Eindruck, zwischen zwei Welten zu leben und schrecke damit bestimmt auch potentielle Partner ab, weil man meine Schüchternheit einfach nicht erwartet und dann als Desinteresse interpretiert. Einem intro verzeiht man seine Schüchternheit möglicherweise mehr, könnte ich mir vorstellen. Aber mir ist klar, dass Intros meistens wohl definitiv größere Probleme haben, überhaupt jemanden kennenzulernen, wenn sie sich, wie in dem Beispiel vermutlich eher alleine an einen Tisch setzen würden.
Berglöwe

Re: Langzeitarbeitslose Hardcore AB´s, überhaupten Chancen?

Beitrag von Berglöwe »

Dana hat geschrieben: ↑16.10.2017, 16:46 Ja, wahrscheinlich hast du Recht. Keine Ahnung warum, aber ich hatte irgendwie den Eindruck, es läge ein negativer Beigeschmack im Beitrag von berglöwe. Vermutlich nur eingebildet.
Es war keineswegs negativ oder abwertend gemeint sondern eine reine Festellung/Analyse/Beobachtung. Jeder hat dieses Bedürfnis nach Kontakt. Mancher mehr und mancher weniger.
Dana hat geschrieben: ↑16.10.2017, 16:46 Einem intro verzeiht man seine Schüchternheit möglicherweise mehr, könnte ich mir vorstellen.
Das macht niemand. Erstens weiß ein signifikanter Anteil der Bevölkerung von dem Modell der Big Five der Persöhnlichkeit nix (eine davon ist Intro-Extroversion) und noch erheblich viel weniger kennen den Unterschied zwischen Introversion und Schüchternheit nicht. Sogar viele Intros kennen kennen sich damit nicht aus und meinen sie wären irgendwie komisch; dabei sind sie es nicht.
Im günstigen Fall wird man als Intro nur als ruhige Person (kaum) wahrgenommen. Wenn es aber dumm kommt, werden einem so blöde Sachen wie Arroganz und ähnliches unterstellt. Dagegen kann man aber zum Glück etwas zu tun.
Dana hat geschrieben: ↑16.10.2017, 09:33 Und meine Schwester ist deutlich introvertierter als ich und zusätzlich noch echter Partymuffel und ist trotzdem verheiratet und in festen Händen seit sie 19 ist. Ob das nur daran liegt, dass sie ungefähr 15kg weniger hat als ich :gruebel: ? Bezweifel ich leider.
Dazu gibt es mehrere Punkte zu sagen:
1. Aus dem was ich so gelesen und von anderen Intros gehört habe, tun sich die meisten Intros im Schnitt viel schwerer bei der Partnersuche. Die Fälle, wie der deiner Schwester, dürften eher weniger vorkommen. Hier sind wir wieder beim vielbesagten Glück, welches manchen einfach zu Teil wird und damit sich das Thema u.U. für diese Leute dann den Rest des Lebens gegessen hat. Manchmal sogar ganz ohne aufwändige Suche oder die vielen unschönen Momente der Einsamkeit und Selbstzweifel, die hier viele plagen.

2. An deiner Stelle würde ich die Schuld an dem AB-Sein keineswegs deinem Äußeren zu Lasten legen. Geringe Kontaktfreudigkeit und Kommunikativität tragen um Größenordnungen mehr zu diesem Zustand bei als das.

3. Wieder im Hinblick auf deine Schwester: Unter Betrachtung dessen, was die Evolution den Geschlechtern als Attraktivitätsmerkmale einprogrammiert hat, dürften sich im Schnitt Zurückhaltung und Ruhigsein für Männer wesentlich fataler auswirken als für Frauen. Was nicht heißt, dass jetzt nur Männer davon benachteiligt sind und sich das bei Frauen nicht auch im Schnitt eher negativ auswirkt.

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