Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

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Tania
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Tania » Dienstag 23. Oktober 2018, 21:42

Ruxpin hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 19:40
knopper hat geschrieben:
Montag 22. Oktober 2018, 11:13
Aber es ist nun mal so das man durch das lange Alleinsein auch einige Macken / Angewohnheiten hat, so im normalen Alltag halt, weshalb ein Zusammenziehen für mich auch überhaupt erstmal nicht in Frage käme.
Genau, und es stellt sich ja auch die Frage, wie ein potenzieller Partner mit Macken, Eigenheiten und Angewohnheiten klar käme - und ob man fähig wäre, diese abzustellen.
Das ist allerdings ein allgemeines Problem; keins, womit sich nur ABs herumschlagen müssen. Sprich, auch die zukünftige Partnerin wird ihre Macken und Angewohnheiten (M&A) haben. Eine zu finden, deren M&A 100% kompatibel zu den eigenen sind, ist ziemlich unmöglich. Oder, um das Phrasenschwein nicht hungern zu lassen: Irgendwas ist immer.

Zum Glück gibt es ja die Kennenlernphase. Also die paar Monate, in denen man wechselseitig die jeweiligen M&A erforschen und sich an sie gewöhnen kann. Das Ganze wird erleichtert durch die berühmte rosarote Brille, die dafür sorgt, dass man in den mitten im Weg liegenden Socken verklärt seufzend den Beweis der Anwesenheit der Liebsten sieht, statt sie (die Socke, nicht die Liebste) mit gezieltem Tritt in die Ecke zu kicken. Und irgendwann kommt der Punkt, an dem besagte Brille weg ist und man sich fragt "will ich diesen Menschen mit all seinen M&A dauerhaft in meinem Leben haben?" Und wenn sich beide Seiten dafür entscheiden - dann wächst man im Laufe der Jahre zu einem typischen alten Ehepaar zusammen, das einige alte M&A abgelegt hat, sich ein paar gemeinsame neue zugelegt hat und gelernt hat, die restlichen zu tolerieren. Und mit Glück wird dann sogar der Tritt gegen die Socke ein Ritual, bei dem einer das besagte Kleidungsstück wenigstens in der Nähe des Wäschekorbs herumliegen lässt, und der andere es zielgenau in selbigen schießt ;)

Kurz: das sind alles keine unüberwindbaren Hindernisse. Manchmal passt es zwar tatsächlich nicht, aber mit viel gemeinsamem Wollen lässt sich Manches passend machen.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Krausig » Mittwoch 24. Oktober 2018, 08:07

Ruxpin hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 19:40
Das stimmt. Wenn ich an etwas gewöhnt bin, fällt es mir zunächst schwer, mich umzugewöhnen, weil das Vertraute dann ja plötzlich weg ist. Erst hat man das Gefühl, dass man sich an das Neue überhaupt nicht gewöhnen kann und wünscht sich das alte zurück, aber dann, nach ein paar Tagen, hat man sich dann plötzlich doch gewöhnt und das Neue ist vertraut. Komischer Mechanismus.

Bei kleinen Dingen funktioniert das. Würde es aber auch bei großen Dingen funktionieren, wenn da plötzlich also noch ein weiterer Mensch in deinem Leben wäre?

Man kann es sich nicht vorstellen und letztendlich nur herumtheoretisieren. Wie es dann tatsächlich aussähe, weiß man nicht. So geht es mir zumindest, aber ich glaube, anderen auch.
Ja, geht mir eigentlich immer so. Ich stehe Neuerungen immer erst sehr kritisch gegenüber, merke aber oft sehr schnell, hey das ist doch eigentlich besser als vorher.
Allerdings, gerade meine erste Beziehung, diese "Neuerung" hat sich, wie ich schon schrieb, von Anfang an gut und richtig angefühlt.
Ich kann also vor allem nur deinen letzten Absatz unterstreichen, ausprobieren, erst dann weiß man es. Und sich nicht durch irgendwelche Hirngespinste von Ausprobieren abhalten lassen.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Ruxpin » Mittwoch 24. Oktober 2018, 19:19

Tania hat geschrieben:
Dienstag 23. Oktober 2018, 21:42
Zum Glück gibt es ja die Kennenlernphase. Also die paar Monate, in denen man wechselseitig die jeweiligen M&A erforschen und sich an sie gewöhnen kann.
Wär noch die Frage, ob man den zukünftigen Partner gleich mit den Angewohnheiten, Eigenheiten und Macken, die man hat, bekannt macht, damit er weiß, woran er ist, oder ob man lieber abwartet, bis er von selbst etwas davon merkt (und sich dann denkt: Au weia, die hat sie nicht mehr alle :roll: ;)).

Ich weiß, dass es bei mir Dinge gibt, die ich nicht werde abstellen können, da es schon seit meiner Kindheit so ist. Manches hat sich nie "ausgewachsen" und gehört einfach zu mir dazu.

Die sprichwörtliche rosarote Brille kenne ich gar nicht, da ich noch nie verliebt war und nicht weiß, ob ich dazu überhaupt in der Lage bin ... Die ganze Welt der Liebe und Beziehung ist für mich so fremdartig und so weit weg, dass ich da immer nur staunend draufschauen kann, wie ein Außerirdischer, der aus seinem Raumschiff die Erde beobachtet, sich fleißig Notizen macht, total fasziniert ist und die Menschen dann doch nicht versteht.
Krausig hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 08:07
Ich kann also vor allem nur deinen letzten Absatz unterstreichen, ausprobieren, erst dann weiß man es. Und sich nicht durch irgendwelche Hirngespinste von Ausprobieren abhalten lassen.
Wenn es nur ein einziges Mal im Leben die Chance zum Ausprobieren gäbe, dann wäre ich ja schon glücklich :).

Ansonsten habe ich vor allem das Hirngespinst, dass ich zu versponnen, zu unnormal und zu wenig kompatibel bin, als dass ein Mann damit klarkommen könnte. Aber gut, das ist eventuell auch wieder die eigene Wahrnehmung.
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Doggo » Mittwoch 24. Oktober 2018, 19:36

Ich würde sagen die Dauer alleine ist nicht entscheidend bei der Frage ob jemand sich noch auf eine Beziehung umstellen kann. Wichtiger sind Dinge wie der Umgang mit dem Singlesein und ob man überhaupt davor irgendeine Art von Erfahrung sammeln konnte. Aber Nummer 1 wäre für mich auf jeden Fall der Umgang mit sich selbst, dem Leben und mit dem Singlesein. Dazu kommen noch Faktoren wie das Umfeld und psychischer Zustand von einem selbst

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Morkel » Mittwoch 24. Oktober 2018, 21:58

Doggo hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 19:36
Ich würde sagen die Dauer alleine ist nicht entscheidend bei der Frage ob jemand sich noch auf eine Beziehung umstellen kann. Wichtiger sind Dinge wie der Umgang mit dem Singlesein und ob man überhaupt davor irgendeine Art von Erfahrung sammeln konnte. Aber Nummer 1 wäre für mich auf jeden Fall der Umgang mit sich selbst, dem Leben und mit dem Singlesein. Dazu kommen noch Faktoren wie das Umfeld und psychischer Zustand von einem selbst
Ja, ich denke, es ist eher weniger wichtig in welcher Konstellation man sich gerade bewegt und wie lange man Single war, als vielmehr wie es um das innere Verhältnis zum Thema Beziehungen steht, und ob man bereit ist an diesem zu rütteln. Denn genau das ist doch das Hauptproblem von Menschen die immer wieder in kaputten Beziehungen landen -- oder niemanden finden (also speziell bei uns ABs).

Und ob ich mich nun in astronomische Ansprüche flüchte und von "elitären Kreisen" fantasiere, mein ganzes Leben lang dem Hirngespinst einer unerfüllten Liebe nachhänge, mir selbst den Persilschein einer absoluten Beziehungs- und Änderungsunfähigkeit ausstelle (wahrscheinlich genetisch bedingt, damit ich auch wirklich nicht in die Verlegenheit komme, etwas daran zu ändern) oder allein schon beim Wort "Beziehungen" Panikattacken vor lauter Angst um meine "Selbstverwirklichung" bekomme, und mich vor meinem geistigen Auge bereits auf der Sklavengaleere auf der Zielfahrt in den Höllenhafen der Ehe wähne. Letztlich sind das alles nur verschiedene Anstriche der gleichen beschissenen Beziehungsangst, die wie ein Gift auf alle unseren zwischenmenschlichen Beziehungen wirkt.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Hoppala » Mittwoch 24. Oktober 2018, 23:05

Bei einer so gravierenden Veränderung der persönlichen Lebensumstände wie einer Beziehung nach langer "Leerlaufzeit" sollte man eher damit rechnen, dass man allerlei am persönlichen Leben zu ändern/anzupassen bereit ist, anstatt sich im Vorwege an "unveränderlichem" festzuhalten.
Wirklich massiv das Leben strukturierende Aspekte werden der/dem neuen Partner/in wohl ohnehin schon vorher bekannt und somit grundsätzlich (wenigstens auf lange Sicht, wenn schon nicht endgültig) akzeptiert sein.
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von AviferAureus » Donnerstag 25. Oktober 2018, 00:00

Morkel hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 21:58
Ja, ich denke, es ist eher weniger wichtig in welcher Konstellation man sich gerade bewegt und wie lange man Single war, als vielmehr wie es um das innere Verhältnis zum Thema Beziehungen steht, und ob man bereit ist an diesem zu rütteln. [...]
Ob Beziehung oder nicht, hat allein mein OdB entschieden, und dies mit endgültiger Wirkung. Da gibt es keine Konstellation, in der ich mich bewege, keine Dauer des Single-Daseins oder gar ein inneres Verhältnis zum Thema Beziehungen, welche irgendwelche Relevanz hätten.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von catman » Donnerstag 25. Oktober 2018, 03:20

Ich wäre in meinem Alter nur noch zu einer Fernbeziehung fähig. Also beide leben in ihren eigenen 4 Wänden und man trifft sich z. B. am Wochenende.
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Saraj » Donnerstag 25. Oktober 2018, 09:32

Bei mir ist es gerade andersrum.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Montecristo » Donnerstag 25. Oktober 2018, 09:53

Das ist vorher schwer zu beurteilen. Ich war als HC-AB auch mal positiv gegenüber Fernbeziehungen eingestellt. Einfach um nicht gleich alles auszuschließen. Als ich meine spätere Frau kennenlernte, war ich aber sehr froh, dass sie quasi um die Ecke wohnte. 15 Minuten mit dem Auto. Es konzentrierte sich trotzdem erstmal alles aufs WE. Freitagabend bis Montagmorgen. Mittwoch hinzunehmen klappte nicht so recht. Dann sind wir nach einem Sommerurlaub zusammengezogen, da sie Probleme in ihrer WOhnung hatte. Und dabei ist es dann geblieben :lol:
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Krausig » Donnerstag 25. Oktober 2018, 10:15

Ruxpin hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 19:19
Krausig hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 08:07
Ich kann also vor allem nur deinen letzten Absatz unterstreichen, ausprobieren, erst dann weiß man es. Und sich nicht durch irgendwelche Hirngespinste von Ausprobieren abhalten lassen.
Wenn es nur ein einziges Mal im Leben die Chance zum Ausprobieren gäbe, dann wäre ich ja schon glücklich :).

Ansonsten habe ich vor allem das Hirngespinst, dass ich zu versponnen, zu unnormal und zu wenig kompatibel bin, als dass ein Mann damit klarkommen könnte. Aber gut, das ist eventuell auch wieder die eigene Wahrnehmung.
Genau das meine ich aber auch mit "ausprobieren", ich hätte vielleich besser "es wagen" geschrieben. Ich meinte, wenn man diese eine Chance bekommt soll man es wagen (ausprobieren ob es klappt) egal welche Bedenken man selbst bezüglich der eigenen Marotten hat.

Generell gilt m.E., ob ICH beziehungskompatibel zu meinem Partner bin, das entscheide nicht ich, sondern meine Partnerin. Sie muss mit meinen Marotten klar kommen. Auch wenn ich selbst denke, das kann doch eigentlich gar nicht funktioneren.
Umgekehrt muss ich mit ihren Marotten klar kommen.

p.s. Das heisst aber natürlich nicht, dass man nicht versuchen sollte, die eine oder andere Marotte abzulegen. Auf beiden Seiten. Anpassung aneinander ist auch immer wichtig.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Krausig » Donnerstag 25. Oktober 2018, 10:17

Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 23:05
Bei einer so gravierenden Veränderung der persönlichen Lebensumstände wie einer Beziehung nach langer "Leerlaufzeit" sollte man eher damit rechnen, dass man allerlei am persönlichen Leben zu ändern/anzupassen bereit ist, anstatt sich im Vorwege an "unveränderlichem" festzuhalten.
+1

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Hoppala » Donnerstag 25. Oktober 2018, 11:53

Mag sein, dass einige die Vorstellung haben, ein Partner tritt irgendwie zum eigenen Leben "hinzu". Ich habe mich ja selbst ab und zu bei diesem Gedanken ertappt.
Mag sogar sein, dass das bei Freundschaft+ Beziehung tatsächlich so ist.

Tatsächlich - jedenfalls war und ist das für mich so - tritt ein/e Partner/in in dein Leben. Das verändert sich dadurch, man gewinnt neue Perspektiven, lässt alte liegen, und damit verändert sich auch manche lieb gewordene Gewohnheit, Vorliebe etc. Nicht von heut auf morgen.
Wenn einem der Partner wichtig ist, wird man weglassen, was dem im Wege steht.

So manche ellenlange No-Go- und "das muss auf jeden Fall akzeptiert werden, sonst"-Liste dürfte sich im Fall des Falles rasch in Wohlgefallen auflösen.
Es sei denn, sie ist einem wichtiger als der Partner. Und dann, in der Tat, gibt es sehr, sehr wenig Platz dafür.

Man wird sich auf einen Partner einlassen (wollen) müssen.
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von BartS » Donnerstag 25. Oktober 2018, 12:02

OlliP hat geschrieben:
Sonntag 21. Oktober 2018, 18:45
Bis ich 42 war ich Soft-AB, aber ich bin rausgekommen. Und ja, ich habe einige Zeit mal ganz schön aufs Dach bekommen, weil ich dieses und jenes nicht wusste, was andere wissen, die schon mal eine längere Beziehung hatten.
Was war denn das beispielsweise? Würde mich interessieren.
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Milchbub » Donnerstag 25. Oktober 2018, 12:10

Krausig hat geschrieben:
Donnerstag 25. Oktober 2018, 10:17
Hoppala hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 23:05
Bei einer so gravierenden Veränderung der persönlichen Lebensumstände wie einer Beziehung nach langer "Leerlaufzeit" sollte man eher damit rechnen, dass man allerlei am persönlichen Leben zu ändern/anzupassen bereit ist, anstatt sich im Vorwege an "unveränderlichem" festzuhalten.
+1
Natürlich muss man sich in irgendeiner Art anpassen. Allein schon aus organisatorischen Gründen...
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von NeC » Donnerstag 25. Oktober 2018, 12:32

Montecristo hat geschrieben:
Donnerstag 25. Oktober 2018, 09:53
Als ich meine spätere Frau kennenlernte, war ich aber sehr froh, dass sie quasi um die Ecke wohnte. 15 Minuten mit dem Auto. Es konzentrierte sich trotzdem erstmal alles aufs WE. Freitagabend bis Montagmorgen. Mittwoch hinzunehmen klappte nicht so recht. Dann sind wir nach einem Sommerurlaub zusammengezogen, da sie Probleme in ihrer WOhnung hatte. Und dabei ist es dann geblieben :lol:
Das finde ich spannend: Eigentlich passt ihr gut zusammen (das Zusammenziehen ging ja offenbar recht glatt), aber nur den Mittwoch mit hinzuzunehmen klappte nicht so recht. Würdest Du, falls es nicht zu persönlich ist, das mit dem Mittwoch noch etwas erläutern?

Oder war es eher so, dass die "Notsituation" mit ihrer Wohnung dabei half, die ersten Anpassungsschwierigkeiten beim dauerhaften Zusammenleben zunächst einfach mal auszuhalten?

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von Montecristo » Donnerstag 25. Oktober 2018, 12:41

NeC hat geschrieben:
Donnerstag 25. Oktober 2018, 12:32
Würdest Du, falls es nicht zu persönlich ist, das mit dem Mittwoch noch etwas erläutern?
Über den "Mittwoch" lachen wir beide mittlerweile. Es war vermutlich mein Perfektionismus. Der Mittwoch war immer bei mir und nicht bei ihr. (Begründet in der Anfahrt zur Arbeit.) Ich habe immer vorher aufgeräumt und wollte es möglichst ordentlich haben. Das erzeugte zusätzlichen Stress. Sobald wir zusammen gewohnt haben, haben wir uns natürlich beide um den Haushalt gekümmert. Abgesehen davon, dass jetzt nur noch einmal die Woche geputzt wurde. Eigentlich ein reines Organisationsproblem.

Grundsätzlich ist es schon eine Umgewöhnung. Es ist anders als vorher.
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von NeC » Donnerstag 25. Oktober 2018, 12:56

Montecristo hat geschrieben:
Donnerstag 25. Oktober 2018, 12:41
Ich habe immer vorher aufgeräumt und wollte es möglichst ordentlich haben. Das erzeugte zusätzlichen Stress. Sobald wir zusammen gewohnt haben, haben wir uns natürlich beide um den Haushalt gekümmert. Abgesehen davon, dass jetzt nur noch einmal die Woche geputzt wurde. Eigentlich ein reines Organisationsproblem.
Ah, verstehe, danke.
An das Aufräumen vorher kann ich mich auch noch gut aus meiner Fernbeziehungs-Zeit erinnern. :mrgreen: Bei mir war es weniger Stress als Vorfreude. Das Bett z.B. wieder für zwei herrichten... :shylove:
Allerdings konnten wir uns aufgrund der Entfernung auch nicht soo oft sehen. Das hat sicher auch noch einen Einfluss.

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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 25. Oktober 2018, 14:06

catman hat geschrieben:
Donnerstag 25. Oktober 2018, 03:20
Ich wäre in meinem Alter nur noch zu einer Fernbeziehung fähig. Also beide leben in ihren eigenen 4 Wänden und man trifft sich z. B. am Wochenende.
Gibts auch als LAT (living apart togehter) ohne die große räumliche Distanz der Fernbeziehung. Aber wie viele Frauen das (dauerhaft) akzeptieren würden, weiß ich nicht. In meinem Umfeld gab es spätestens mit dem ersten Kind oder Heirat immer die gemeinsame Wohnung, teilweise wurden dafür (akademische) Karrieren aufgegeben. Wenn Kinder da sind, ist aber die gemeinsame Wohnung wegen dem Kindeswohl eigentlich Pflicht.
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Re: Zu lange alleine für Umstellung auf Beziehung?

Beitrag von LonesomeCoder » Donnerstag 25. Oktober 2018, 14:09

Morkel hat geschrieben:
Mittwoch 24. Oktober 2018, 21:58
Und ob ich mich nun in astronomische Ansprüche flüchte und von "elitären Kreisen" fantasiere, mein ganzes Leben lang dem Hirngespinst einer unerfüllten Liebe nachhänge, mir selbst den Persilschein einer absoluten Beziehungs- und Änderungsunfähigkeit ausstelle (wahrscheinlich genetisch bedingt, damit ich auch wirklich nicht in die Verlegenheit komme, etwas daran zu ändern) oder allein schon beim Wort "Beziehungen" Panikattacken vor lauter Angst um meine "Selbstverwirklichung" bekomme, und mich vor meinem geistigen Auge bereits auf der Sklavengaleere auf der Zielfahrt in den Höllenhafen der Ehe wähne. Letztlich sind das alles nur verschiedene Anstriche der gleichen beschissenen Beziehungsangst, die wie ein Gift auf alle unseren zwischenmenschlichen Beziehungen wirkt.
Kann so pauschal nicht gesagt werden. Hat ja auch nicht jeder, der kein Interesse an Fernreisen hat, Flugangst (und spielt das Desinteresse nur vor, damit er sich nicht der Flugangst stellen muss).
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