Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

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Tania
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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Sonntag 1. September 2019, 20:58

Hanuta hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 19:59
Tania hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 19:53
Wurd ja auch langsam mal Zeit - immerhin mag ich Dich seit Jahren
Ich freue mich auf eine neue Meldung im "Erfolgsmeldungs-Thread" :good:
Ähm ... ich mag hier durchaus ein paar Leute. Soll etwa jeder davon eine Erfolgsmeldung schreiben?

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LonesomeCoder
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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von LonesomeCoder » Sonntag 1. September 2019, 22:34

Tania hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 15:35
Wie kommt es eigentlich, dass so oft das in den Vordergrund gestellt wird, was man in einer Beziehung angeblich aufgeben muss, und nicht das, was man gewinnt? Also z.B. "ich muss erzählen, wo ich war" statt "jemand interessiert sich dafür, wie mein Tag war". Oder "ich muss monogam leben" statt "ich brauch nicht mehr zu suchen, nicht mehr beeindrucken und überzeugen, denn der liebste Mensch der Welt wartet nur darauf, mich in den Arm nehmen zu können"?
Ich kenne keine Beziehung, wo das anders wäre... ich bewundere Leute, die so selbstlos sind, um für jemanden anders leben zu können.
Vllt. ist ein zu ausgeprägter Wunsch nach Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung und zu wenig Kompromissbereitschaft und Wille zur Anpassung auch mitursächlich fürs AB-tum.
Bei mir gilt diese Gleichung: Beziehung - alles, was ich davon nicht will = Freundschaft + Sex.
Nach einem stressigen Arbeitstag und langweiligen Alltag davon erzählen müssen, wäre für mich eine Last. Monogam sein genau so. Ich will frei sein. Selbst wenn die Auswirkungen in der Praxis bei meinen wenigen Chancen kaum vorhanden wären. Ich schätzte es am Studium auch sehr, dass ich keine Anwesenheitspflicht hatte. Obwohl ich trotzdem fast immer da war, ging es mir deswegen viel besser als in der Arbeit oder Schule, wo ich immer anwesend sein muss. Eigene Entscheidung vs. Zwang von Oben/Extern ist für mich ein riesen Unterschied fürs Wohlbefinden, selbst wenn es im Endeffekt kaum einen Unterschied macht wie beim Studium bei der Anwesenheitsquote.
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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Rosarot » Sonntag 1. September 2019, 22:46

Allgemein herrscht ja eher das gesellschaftliche Ideal, dass jeder eine Beziehung haben sollte. Die Umsetzung ist trotzdem sehr unterschiedlich.

Ein Spektrum der unterschiedlichen Lebensformen begegnet mir bei meinen Arbeitskollegen.

Da gibt es einige, die ihren Partner schon früh gefunden haben und schon länger zusammen sind. Interessanterweise kommen die meisten eher aus ländlichen Regionen und haben sich schnell für das Gesamtpaket Ehe, Haus, Kinder entschieden.

Dann gibt es die Langzeitsingles, die phasenweise daten, sich aber mit ihrem Singlesein eigentlich angefreundet haben. Sie bleiben lieber alleine, als einen unpassenden Partner zu akzeptieren.

Und außerdem gibt es noch die, die eher in serieller Monogamie leben, obwohl sie dies natürlich nicht so geplant haben. Sie trennen sich aber lieber, bevor sie eine schlecht laufende Beziehung akzeptieren.

Die letzten beiden Fraktionen leben eher in der grossstadt und haben keinen oder keinen ausgeprägten Kinderwunsch.
Bei den Leuten, die der seriellen Monogamie nachgehen, fällt mir auf, dass sie attraktiv aussehen.

Alle wirken auf ihre Art zufrieden und ich finde, jedes Konzept hat Vor- und Nachteile.

Dass Beziehung out ist, kann ich nicht erkennen. Aber die Menschen sind wählerischer geworden und es gibt keinen Grund mehr, eine schlecht laufende Beziehung zu akzeptieren. Zumindest nicht, wenn man gut mit sich alleine zurecht kommt und finanziell unabhängig ist. Der gesellschaftliche Druck, sich früh und für immer zu binden, ist auch weggefallen.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Sonntag 1. September 2019, 23:43

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 22:34
ich bewundere Leute, die so selbstlos sind, um für jemanden anders leben zu können.
Ähm .... reden wir aneinander vorbei? Man lebt in einer Beziehung doch nicht für jemanden, sondern mit jemandem ...

Für jemanden lebt man vielleicht als Elternteil eines Kleinkindes. Aber das nimmt man dann als Teil von sich selbst wahr - nicht als blutsaugenden Parasiten. Okay, manchmal, wenn man nachts um drei mit dem schreienden Baby Kreise läuft, vielleicht doch ;)
Eigene Entscheidung vs. Zwang von Oben/Extern ist für mich ein riesen Unterschied fürs Wohlbefinden
Ja, das sehe ich ähnlich. Allerdings war ich bislang immer aus eigener Entscheidung mit jemandem zusammen. Habe aus eigener Entscheidung monogam gelebt - nicht weil jemand das von mir verlangt hat, sondern weil ich einfach keinen anderen wollte. Und Kompromisse sind zwar notwendig und mitunter anstrengend - aber mit genug Liebe ist es kein Kampf gegeneinander, um das für sich beste Ergebnis rauszuholen, sondern ein gemeinsames Bemühen, das für beide beste Resultat zu finden. Was dann oft immer noch besser ist als alles, was man allein hingekriegt hätte.

Ja, klar, es gibt auch Beziehung der Art, wie Du sie beschreibst. Nicht zu wenige vermutlich. Aber letztlich hat es doch jeder selbst in der Hand, ob und wie lange er in einer solchen verweilt.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Milkman » Montag 2. September 2019, 11:07

Tania hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 15:35
Wie kommt es eigentlich, dass so oft das in den Vordergrund gestellt wird, was man in einer Beziehung angeblich aufgeben muss, und nicht das, was man gewinnt?
Es gibt schon Beziehungen, die einen weniger glücklich machen als das Singledasein zuvor. Meine Angst ist es, (wieder) in einer solchen zu landen. (Wohlgemerkt: Das hat nicht unbedingt direkt etwas mit der Frau zu tun, die Gründe können vielfältig sein...) Also: Insektengift her. Und emotionale Bremse bis zum Boidenblech durchtreten.
Tania hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 16:29
Früher dachte ich noch, dass ein "ich liebe Dich" für den Anderen ein Grund zur Freude ist. Wäre es für mich auf jeden Fall - geliebt werden ist doch was Schönes. Aber irgendwann hab ich miterlebt, wie mein Kumpel auf das erste "i.l.d." seiner damaligen "lockeren" Freundin reagiert hat - nämlich mit dem Gefühl, dass er jetzt verpflichtet sei, das auch zu sagen, gefolgt von Panik und spontanem Schlussmachen. :wuetend:
Na ja... dieser Satz wird allzu oft nicht einfach so ganz uneigennützig gesagt, sondern weil eine adäquate Reaktion darauf erwartet wird.
Und wenn er gesagt wird, heißt das auch nicht zwingend, dass die/der Sagende es wirklich auch zu 100% so fühlt.

Immerhin - er kann ein ohnehin unvermeidliches Ende dann unverhofft schnell herbeiführen, anstatt dass es noch weiter hinausgezögert wird.
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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Krausig » Montag 2. September 2019, 11:39

Automobilist hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 10:11
Lilia hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 09:44

Ich denke schon, dass die Leute Beziehungen wollen - aber es eben so bequem wie möglich haben möchten, in diese zu kommen. Man kann sich ja mal 5 min Gedanken machen, wen im Forum man so einschätzt, dass er/sie kompatibel zu einem selbst erscheinst. Ich denke, da findet fast jeder irgendjemanden. Und dann fragt man sich selbst, warum man diese Person noch nicht versucht hat, näher kennenzulernen. Ich wette, viele ertappen sich dabei, für den anderen mitzudenken ("Die Sache ist aussichtslos - der-/diejenge wird mich nicht wollen, weil ....") oder sich selbst Steine in den Weg zu legen ("Wohnt zu weit weg, hat andere Hobbys, ...).
Gut, daß das Wörtchen " fast " Verwendung fand - könnte ich nämlich nicht behaupten. Und das, obgleich für mich Entfernungen nicht die geringste Rolle spielen.
Das wissen wir! :roll:

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Krausig » Montag 2. September 2019, 11:44

LonesomeCoder hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 22:34
Tania hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 15:35
Wie kommt es eigentlich, dass so oft das in den Vordergrund gestellt wird, was man in einer Beziehung angeblich aufgeben muss, und nicht das, was man gewinnt? Also z.B. "ich muss erzählen, wo ich war" statt "jemand interessiert sich dafür, wie mein Tag war". Oder "ich muss monogam leben" statt "ich brauch nicht mehr zu suchen, nicht mehr beeindrucken und überzeugen, denn der liebste Mensch der Welt wartet nur darauf, mich in den Arm nehmen zu können"?
Ich kenne keine Beziehung, wo das anders wäre... ich bewundere Leute, die so selbstlos sind, um für jemanden anders leben zu können.
Vllt. ist ein zu ausgeprägter Wunsch nach Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung und zu wenig Kompromissbereitschaft und Wille zur Anpassung auch mitursächlich fürs AB-tum.
Bei mir gilt diese Gleichung: Beziehung - alles, was ich davon nicht will = Freundschaft + Sex.
Nach einem stressigen Arbeitstag und langweiligen Alltag davon erzählen müssen, wäre für mich eine Last. Monogam sein genau so. Ich will frei sein. Selbst wenn die Auswirkungen in der Praxis bei meinen wenigen Chancen kaum vorhanden wären. Ich schätzte es am Studium auch sehr, dass ich keine Anwesenheitspflicht hatte. Obwohl ich trotzdem fast immer da war, ging es mir deswegen viel besser als in der Arbeit oder Schule, wo ich immer anwesend sein muss. Eigene Entscheidung vs. Zwang von Oben/Extern ist für mich ein riesen Unterschied fürs Wohlbefinden, selbst wenn es im Endeffekt kaum einen Unterschied macht wie beim Studium bei der Anwesenheitsquote.
Und ich verstehe, dass Leute die kein bisschen Selbstlosigkeit zeigen, denen immer nur sie selbst wichtig sind, KEINE Beziehung haben. Und ehrlich gesagt, finde ich das sogar gut so! :roll:

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von knopper » Montag 2. September 2019, 11:52

Rosarot hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 22:46

Da gibt es einige, die ihren Partner schon früh gefunden haben und schon länger zusammen sind. Interessanterweise kommen die meisten eher aus ländlichen Regionen und haben sich schnell für das Gesamtpaket Ehe, Haus, Kinder entschieden.

Dann gibt es die Langzeitsingles, die phasenweise daten, sich aber mit ihrem Singlesein eigentlich angefreundet haben. Sie bleiben lieber alleine, als einen unpassenden Partner zu akzeptieren.

Und außerdem gibt es noch die, die eher in serieller Monogamie leben, obwohl sie dies natürlich nicht so geplant haben. Sie trennen sich aber lieber, bevor sie eine schlecht laufende Beziehung akzeptieren.

Die letzten beiden Fraktionen leben eher in der grossstadt und haben keinen oder keinen ausgeprägten Kinderwunsch.
Bei den Leuten, die der seriellen Monogamie nachgehen, fällt mir auf, dass sie attraktiv aussehen.

Alle wirken auf ihre Art zufrieden und ich finde, jedes Konzept hat Vor- und Nachteile.
he he... und wo sind die AB's in der Auflistung ?
Ich ergänze mal:
- dann gibt es noch die noch nie eine Beziehung und auch keine Affäre hatte. Natürlich hätten sie gern eine und das Ganze ist eher unfreiwillig. Es will halt nur nicht klappen.

so :D

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Montag 2. September 2019, 12:17

Milkman hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 11:07
Es gibt schon Beziehungen, die einen weniger glücklich machen als das Singledasein zuvor. Meine Angst ist es, (wieder) in einer solchen zu landen. (Wohlgemerkt: Das hat nicht unbedingt direkt etwas mit der Frau zu tun, die Gründe können vielfältig sein...) Also: Insektengift her. Und emotionale Bremse bis zum Boidenblech durchtreten.
Stimmt, mitunter ist ne miese Beziehung schlimmer als allein sein. Aber ist Alleinsein auch einer guten Beziehung vorzuziehen? :gruebel:

Wie es letztlich laufen wird, weiß man vorher ja leider nie. Aber wenn es mies laufen sollte: was spricht dann dagegen, es einfach wieder zu beenden?

Für mich ist die Angst, meinem hypothetischen Partner weh zu tun, der Hauptgrund, mich beziehungsmäßig vorsichtig zu verhalten. Um mich selbst mach ich mir keine Gedanken, ich hab schon Schlimmeres überlebt als eine miese Beziehung nebst Trennung. Insofern wäre mir die Gewissheit, dass mein Partner das Ganze beendet, wenn es ihm mies damit geht, wirklich sehr wichtig.

Tania hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 16:29
Früher dachte ich noch, dass ein "ich liebe Dich" für den Anderen ein Grund zur Freude ist. Wäre es für mich auf jeden Fall - geliebt werden ist doch was Schönes. Aber irgendwann hab ich miterlebt, wie mein Kumpel auf das erste "i.l.d." seiner damaligen "lockeren" Freundin reagiert hat - nämlich mit dem Gefühl, dass er jetzt verpflichtet sei, das auch zu sagen, gefolgt von Panik und spontanem Schlussmachen. :wuetend:
Na ja... dieser Satz wird allzu oft nicht einfach so ganz uneigennützig gesagt, sondern weil eine adäquate Reaktion darauf erwartet wird.
Und wenn er gesagt wird, heißt das auch nicht zwingend, dass die/der Sagende es wirklich auch zu 100% so fühlt.

Immerhin - er kann ein ohnehin unvermeidliches Ende dann unverhofft schnell herbeiführen, anstatt dass es noch weiter hinausgezögert wird.
In dem o.g. Fall war das Ende durchaus nicht unvermeidlich. Immerhin sind die beiden inzwischen glücklich verheiratet :shylove:

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Finnlandfreundin » Montag 2. September 2019, 12:47

Tania hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 12:17

Wie es letztlich laufen wird, weiß man vorher ja leider nie. Aber wenn es mies laufen sollte: was spricht dann dagegen, es einfach wieder zu beenden?

Für mich ist die Angst, meinem hypothetischen Partner weh zu tun, der Hauptgrund, mich beziehungsmäßig vorsichtig zu verhalten. Um mich selbst mach ich mir keine Gedanken, ich hab schon Schlimmeres überlebt als eine miese Beziehung nebst Trennung. Insofern wäre mir die Gewissheit, dass mein Partner das Ganze beendet, wenn es ihm mies damit geht, wirklich sehr wichtig.
Es spricht nichts dagegen, eine Beziehung zu beenden, wenn es nicht passt. Davon hat ja keiner was, wenn man unglücklich ist.

Manchmal tut eine Trennung weniger weh, als wenn man sich quält.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Port » Montag 2. September 2019, 13:00

Reinhard hat geschrieben:
Samstag 31. August 2019, 22:35
Ich habe den Eindruck, die Frauen wollen heute lieber nur mit ihrer besten Freundin abhängen. Und die Männer wollen nur Sex. Zumindest kann man sie noch kennenlernen, für den Sex. Und selbst wenn es mal nicht zutrifft, kann eine Frau ihn immer noch mit der Annahme abblocken, er wolle nur Sex (das ist praktisch, wenn man gar nicht will). Aber so wirklich auf der Suche "ich will das jetzt" scheint kaum einer zu sein. Mehr so pro forma, man hat einen Account auf der Singlebörse wegen weiß nicht.

Ich glaube, es ist sehr viel komplizierter, als dass man sagen könnte: "kaum noch jemand möchte eine Beziehung". Ich denke so etwas wie Bindung, Nähe, Geborgenheit, Treue, etc. sind auch heute noch Bedürfnisse, die jeder von uns hat und die sich durch eine Beziehung mal mehr oder mal weniger erfüllen lassen. Beziehung ist hier halt auch nur eine Strategie um diese Bedürfnisse erfüllen zu können und eine Strategie kann natürlich, wie du schon schreibst, natürlich auch Freundschaft sein. Einerseits kommt es darauf an, welches Bedürfnis welchen Stellenwert einnimmt (Bsp.: wenn ich besonders viel Wert auf Autonomie lege, dann ist mir Bindung weniger wichtig und ich brauche nicht zwangsläufig eine Beziehung). Andererseits kommt es auch auf die jeweilige Strategie an, die jemand gefunden hat, um sich Bedürfnisse wie Nähe, Bindung etc. zu erfüllen. Vielleicht wird das ja bereits ausreichend durch Freundschaften gedeckt.

Es kommt aber genauso auch auf das jeweilige Wertesystem an. Es gibt Menschen, denen Familie und Zusammengehörigkeit besonders wichtige Werte sind. Es gibt aber auch Menschen denen Autonomie, Abgrenzung und Selbstbehauptung wichtige Werte sind. Anderen Sind Statussymbole wichtig und nutzen eine Beziehung vielleicht einfach nur um ihren hohen Status zu unterstreichen. Anderen ist Religiosität wichtig und sie heiraten im überspitzten Fall vielleicht sogar nur, weil es von ihnen so verlangt wird. Dann gibt es wieder Menschen denen Zusammenhalt, Gefühle und Fürsorge wichtig ist. Auch hier kann Beziehung wieder eine Strategie sein.

Was ich unterm Strich sagen möchte ist, dass es stark darauf an kommt, mit welchen Menschen man sich trifft. Wenn ich mich ausschließlich mit Menschen umgebe, denen Religiosität wichtig ist, denke ich vielleicht "oh, alle sehnen sich nach einer Beziehung". Wenn ich nur mit Menschen Kontakt habe, denen Statussymbole wichtig sind, denke ich vielleicht: "Ach, Beziehung dient doch hier eh nur um sich selbst zu erhöhen und es geht nie wirklich um den Partner".

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Montag 2. September 2019, 14:15

Finnlandfreundin hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 12:47
Es spricht nichts dagegen, eine Beziehung zu beenden, wenn es nicht passt. Davon hat ja keiner was, wenn man unglücklich ist.

Manchmal tut eine Trennung weniger weh, als wenn man sich quält.
Ja, da bin ich ganz Deiner Meinung. Deswegen interessiert mich ja auch, wieso z.B. Milkman Angst hat, in einer miesen Beziehung zu landen. Das klingt so sehr nach ".... da komm ich nie wieder raus".

Klar, man rennt nicht gleich wegen jedes Schlechtwettertags auseinander. Und bei Langzeitbeziehungen kann man auch mal paar Monate Schlechtwetter haben - die guten Jahre vorher und die Hoffnung, dass es wieder besser wird, wiegen da ne Menge auf. Aber sobald der Leidensdruck zu groß wird, geht man doch eigentlich .... und das möglichst zu einem Zeitpunkt, an dem noch genug Zuneigung für ein "lass uns Freunde bleiben" übrig ist. :gruebel:

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Rosarot » Montag 2. September 2019, 15:11

knopper hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 11:52
Rosarot hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 22:46

Da gibt es einige, die ihren Partner schon früh gefunden haben und schon länger zusammen sind. Interessanterweise kommen die meisten eher aus ländlichen Regionen und haben sich schnell für das Gesamtpaket Ehe, Haus, Kinder entschieden.

Dann gibt es die Langzeitsingles, die phasenweise daten, sich aber mit ihrem Singlesein eigentlich angefreundet haben. Sie bleiben lieber alleine, als einen unpassenden Partner zu akzeptieren.

Und außerdem gibt es noch die, die eher in serieller Monogamie leben, obwohl sie dies natürlich nicht so geplant haben. Sie trennen sich aber lieber, bevor sie eine schlecht laufende Beziehung akzeptieren.

Die letzten beiden Fraktionen leben eher in der grossstadt und haben keinen oder keinen ausgeprägten Kinderwunsch.
Bei den Leuten, die der seriellen Monogamie nachgehen, fällt mir auf, dass sie attraktiv aussehen.

Alle wirken auf ihre Art zufrieden und ich finde, jedes Konzept hat Vor- und Nachteile.
he he... und wo sind die AB's in der Auflistung ?
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- dann gibt es noch die noch nie eine Beziehung und auch keine Affäre hatte. Natürlich hätten sie gern eine und das Ganze ist eher unfreiwillig. Es will halt nur nicht klappen.

so :D
[/

Unter den Kollegen, die Langzeitsingles sind, könnten AB's sein. Gesprochen wird darüber nicht. Einige Kollegen arbeiten hier schon 6 Jahre und länger und hatten in der Zeit nie eine Beziehung. Nicht alle erzählen über vorherige Beziehungen oder machen nur Andeutungen (was ja nicht stimmen muss).

Berufliche oder kollegiale Auswirkungen hat der Lebensstil jedenfalls nicht.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Milkman » Montag 2. September 2019, 16:01

Tania hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 12:17
Stimmt, mitunter ist ne miese Beziehung schlimmer als allein sein. Aber ist Alleinsein auch einer guten Beziehung vorzuziehen? :gruebel:
Falls die Frage ehrlich gemeint war: Klares Nein, zumindest für mich nicht.
Tania hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 12:17
Wie es letztlich laufen wird, weiß man vorher ja leider nie. Aber wenn es mies laufen sollte: was spricht dann dagegen, es einfach wieder zu beenden?
Das Wort "einfach" trifft es nicht wirklich, es ist ja nicht so, als ob man einen nicht passenden Pullover zum H&M zurückbringt. Es hängen zwei Menschen mit all' ihren Emotionen mit drin. Bei meinen letzten Beziehungen war das Ende mitunter früh absehbar - weh getan hat es trotzdem jedes Mal. Ich brauche das nicht nochmal. Aber...
Tania hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 12:17
Um mich selbst mach ich mir keine Gedanken, ich hab schon Schlimmeres überlebt als eine miese Beziehung nebst Trennung.
...das schon, aber es zieht einen trotz allem immer noch runter, könnte ich mir vorstellen, ist also nichts unbedingt Erstrebenswertes. :sadman:
Tania hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 14:15
Finnlandfreundin hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 12:47
Es spricht nichts dagegen, eine Beziehung zu beenden, wenn es nicht passt. Davon hat ja keiner was, wenn man unglücklich ist.

Manchmal tut eine Trennung weniger weh, als wenn man sich quält.
Ja, da bin ich ganz Deiner Meinung. Deswegen interessiert mich ja auch, wieso z.B. Milkman Angst hat, in einer miesen Beziehung zu landen. Das klingt so sehr nach ".... da komm ich nie wieder raus".
Klar stimme ich dem zu, was Finnlandfreundin geschrieben hat. Aber das schreibt/liest sich immer viel einfacher, als es dann in der Praxis umzusetzen ist. Und wenn man wie ich noch ein konfliktscheuer harmoniebedürftiger Knallkopf ist, wird der Ausstieg aus einer Beziehung nochmal ein paar Grade schwieriger, und sei sie auch noch so dysfunktional. :fessel:
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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Montag 2. September 2019, 16:51

Milkman hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 16:01
Das Wort "einfach" trifft es nicht wirklich, es ist ja nicht so, als ob man einen nicht passenden Pullover zum H&M zurückbringt. Es hängen zwei Menschen mit all' ihren Emotionen mit drin.
Stimmt Gerade deswegen wird es für mich an einem bestimmten Punkt einfach. Nämlich an dem, an dem ich davon überzeugt bin, dass das Beenden der ganzen Angelegenheit für beide Parteien im Schnitt weniger emotional aufreibend ist als das Weiterführen.

Klar, es tut weh. Aber die Zeit dieses Schmerzes ist begrenzt. Die Zeit des Alleinseins, wenn man aus lauter Angst auf eine Beziehung verzichtet, ist das nicht.

Aber letztlich muss jeder für sich selbst entscheiden, welche Angst schwerwiegender ist: die, ungeliebt und ungekuschelt durchs Leben zu gehen, oder die, eine eventuell dysfunktionale Beziehung nicht beenden zu können, oder die, dass auch das Beenden einer solchen Beziehung weh tut.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von LonesomeCoder » Montag 2. September 2019, 18:22

Tania hat geschrieben:
Sonntag 1. September 2019, 23:43
Ähm .... reden wir aneinander vorbei? Man lebt in einer Beziehung doch nicht für jemanden, sondern mit jemandem ...

Für jemanden lebt man vielleicht als Elternteil eines Kleinkindes. Aber das nimmt man dann als Teil von sich selbst wahr - nicht als blutsaugenden Parasiten. Okay, manchmal, wenn man nachts um drei mit dem schreienden Baby Kreise läuft, vielleicht doch ;)

Ja, das sehe ich ähnlich. Allerdings war ich bislang immer aus eigener Entscheidung mit jemandem zusammen. Habe aus eigener Entscheidung monogam gelebt - nicht weil jemand das von mir verlangt hat, sondern weil ich einfach keinen anderen wollte. Und Kompromisse sind zwar notwendig und mitunter anstrengend - aber mit genug Liebe ist es kein Kampf gegeneinander, um das für sich beste Ergebnis rauszuholen, sondern ein gemeinsames Bemühen, das für beide beste Resultat zu finden. Was dann oft immer noch besser ist als alles, was man allein hingekriegt hätte.

Ja, klar, es gibt auch Beziehung der Art, wie Du sie beschreibst. Nicht zu wenige vermutlich. Aber letztlich hat es doch jeder selbst in der Hand, ob und wie lange er in einer solchen verweilt.
Wir haben hier sehr unterschiedliche Eigenschaften und Erwartungen weswegen wir hier sehr unterschiedliche Ansichten haben :)
Dich stört monogam sein nicht, da du keinen Wunsch hast wenn du einen Mann hast, noch weitere zu kennenlernen. Ich hingegen möchte immer frei und verfügbar sein und wenn sich die Gelegenheiten ergeben, auch gern mit mehreren Frauen gleichzeitig was haben. Im Gegenzug würde ich aber auch der Frau Polygamie erlauben. Ich bin sehr individuell, eine Beziehung wäre mir schlichtweg zu viel Anpassung und Kompromisse, ich will das schlichtweg nicht. Freundschaft und Sex ist das, was ich will, egal ob jetzt beides von der gleichen Frau als Freundschaft+ oder Freundschaft ohne Sex und Affären oder ONS mit anderen Frauen.
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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von NeC » Montag 2. September 2019, 18:39

Tania hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 12:17
Für mich ist die Angst, meinem hypothetischen Partner weh zu tun, der Hauptgrund, mich beziehungsmäßig vorsichtig zu verhalten.
Tania hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 16:51
Milkman hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 16:01
Das Wort "einfach" trifft es nicht wirklich, es ist ja nicht so, als ob man einen nicht passenden Pullover zum H&M zurückbringt. Es hängen zwei Menschen mit all' ihren Emotionen mit drin.
Stimmt Gerade deswegen wird es für mich an einem bestimmten Punkt einfach. Nämlich an dem, an dem ich davon überzeugt bin, dass das Beenden der ganzen Angelegenheit für beide Parteien im Schnitt weniger emotional aufreibend ist als das Weiterführen.
Dieser Punkt kann aber - zumindest wohl für die harmoniebedüftigen Typen wie Milkman und mich - zeitlich schon in der Kennenlernphase liegen. Und dann sieht es vermutlich so aus, als würden wir gar nicht so sehr eine Beziehung wollen, wenn wir schon so früh die Flinte ins Korn werfen. Und damit den "Schaden" auf beiden Seiten hoffentlich begrenzen.

Du würdest vermutlich argumentieren, das Du zu dem Zeitpunkt noch gar nicht überzeugt davon sein kannst, weil man ja noch gar nicht "richtig" auf Tuchfühlung gegangen ist, und sich noch gar keine Gefühle bilden konnten.

Ich finds schwierig, die richtige Balance dabei zu finden. Schließlich gibt es auch Menschen, die schon sehr früh in der Kennenlernphase etwas in uns zum klingen bringen, wodurch dann sämtliche möglichen Inkompatibilitäten, die man ggf. kommen sieht, einfach wie durch Zauberei weggewischt werden. Und das ist nicht nur ein kurzfristiger Verliebtheits-Effekt, sondern funktioniert auch z.B. bei der Wieder-Annäherung aneinander nach einem Streit oder einer heftigeren Meinungsverschiedenheit. (Hmm, okay, vielleicht ist es doch Verliebtheit. Aber dann war das bei mir nicht bloß ein Strohfeuer, sondern ein lang anhaltendes oder immer wiederkehrendes Gefühl)

Ich fürchte, ich traue mich nicht mehr, ein intimeres Kennenlernen zuzulassen, bevor sich dieses Gefühl nicht eingestellt hat.

Und vor meiner ersten Beziehung war das definitiv anders. Da habe ich mich Hals-über-Kopf und mit einer Ur-Zuversicht in jede der zugegebenermaßen wenigen Beziehungsanbahnungssituationen gestürzt.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Montag 2. September 2019, 18:41

LonesomeCoder hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 18:22
Wir haben hier sehr unterschiedliche Eigenschaften und Erwartungen weswegen wir hier sehr unterschiedliche Ansichten haben :)
Ja, haben wir - aber in einem völlig anderen Punkt, als Du erklärst.

Du hast ja geschrieben
Dich stört monogam sein nicht, da du keinen Wunsch hast wenn du einen Mann hast, noch weitere zu kennenlernen. Ich hingegen möchte immer frei und verfügbar sein und wenn sich die Gelegenheiten ergeben, auch gern mit mehreren Frauen gleichzeitig was haben. Im Gegenzug würde ich aber auch der Frau Polygamie erlauben.
Und genau im letzten Wort liegen wir Welten auseinander. Für mich existiert das Konzept "erlauben", oder die andere Seite der Medaille, "verbieten", in einer Beziehung nicht. Entweder man liebt einander, wie man nun mal ist (also so im Wesentlichen ... ich kann einen Mann natürlich lieben und es trotzdem hassen, wenn dauernd der Klodeckel auf ist), oder eben nicht. Und ersteres impliziert, dass man keine Erlaubnis braucht, um so zu sein, wie man ist.

Wären wir zusammen, und Du würdest Dich nebenbei durch die ganze Stadt vögeln, dann wäre das für mich okay. Denn wenn es das nicht wäre, wären wir nicht zusammen. An welchem Punkt kommen da Verbote, Erlaubnisse oder Einschränkungen Deiner (oder meiner) Freiheit ins Spiel?

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Rosarot » Montag 2. September 2019, 21:59

Bei Polygamie, Affären, ONS und insgesamt vielen Sexualkontakten hätte ich aus heutiger Sicht und mit dem heutigen Wissen Angst wegen HPV, wovor ja selbst Kondome nicht zuverlässig schützen.

Und mir würde für mehrere Geschichten gleichzeitig auch schlicht die Zeit fehlen.

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Re: Wollen die Leute heutzutage überhaupt Beziehungen?

Beitrag von Tania » Montag 2. September 2019, 22:27

Rosarot hat geschrieben:
Montag 2. September 2019, 21:59
Bei Polygamie, Affären, ONS und insgesamt vielen Sexualkontakten hätte ich aus heutiger Sicht und mit dem heutigen Wissen Angst wegen HPV, wovor ja selbst Kondome nicht zuverlässig schützen.
Gegen HPV kann man sich ja impfen lassen. HIV fände ich schlimmer
Und mir würde für mehrere Geschichten gleichzeitig auch schlicht die Zeit fehlen.
Ach, die könnte man sich sicher freischaufeln. Wäre mir die Sache aber nicht wert. Einer, bei dem ich mit Herz, Hirn und Körper beteiligt bin, ist für mich deutlich spannender als mehrere, bei denen das Herz nicht involviert ist.

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