Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

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Polarfuchs
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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Polarfuchs » Donnerstag 15. März 2018, 23:59

Gut gefällt mir auch folgendes Buch: Arztroman von Kristof Magnussen. Das Buch beschreibt das Leben einer Notärztin. Es ist sehr gut und lebendig geschrieben.

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Ringelnatz
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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Ringelnatz » Freitag 16. März 2018, 08:22

Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 15. März 2018, 22:24
Es gibt so viele wunderbare Bücher.
Eines meiner Lieblingsbücher ist immer noch Momo. Und der Satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch. Michael Endes Geschichten haben mich sehr fasziniert. Auch wenn ich beides schon länger nicht noch mal gelesen habe.
Krabat fand ich auch toll.
(...)
Ein weiteres Lieblingsbuch ist Die Bücherdiebin von Markus Zusak. Ich fand die Geschichte berührend, aber vor allem war ich von der Sprache begeistert.
Die mag ich auch alle gerne!

Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war das Zuhören.

Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur recht wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig.

Momo konnte so zuhören, dass dummen Leuten plötzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte – nein, sie saß nur da und hörte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und aller Anteilnahme.

Dabei schaute sie den anderen mit ihren großen, dunklen Augen an, und der Betreffende fühlte, wie in ihm plötzlich Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hatte, dass sie in ihm steckten.

Sie konnte so zuhören, dass ratlose, unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten.

Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten.

Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden.

Und wenn jemand meinte, sein Leben sei ganz verfehlt und bedeutungslos und er selbst nur irgendeiner unter Millionen, einer, auf denen es überhaupt nicht ankommt, und er ebenso schnell ersetzt werden kann wie ein kaputter Topf – und er ging hin und erzählte das alles der kleinen Momo, dann wurde ihm, noch während er redete, auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gründlich irrte, dass es ihn, genauso wie er war, unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und dass er deshalb auf seine besondere Weise für die Welt wichtig war.

So konnte Momo zuhören!
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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Strange Lady » Freitag 16. März 2018, 09:10

Ringelnatz hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 08:22
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 15. März 2018, 22:24
Es gibt so viele wunderbare Bücher.
Eines meiner Lieblingsbücher ist immer noch Momo. Und der Satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch. Michael Endes Geschichten haben mich sehr fasziniert. Auch wenn ich beides schon länger nicht noch mal gelesen habe.
Krabat fand ich auch toll.
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Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war das Zuhören.

Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur recht wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig.

Momo konnte so zuhören, dass dummen Leuten plötzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte – nein, sie saß nur da und hörte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und aller Anteilnahme.

Dabei schaute sie den anderen mit ihren großen, dunklen Augen an, und der Betreffende fühlte, wie in ihm plötzlich Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hatte, dass sie in ihm steckten.

Sie konnte so zuhören, dass ratlose, unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten.

Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten.

Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden.

Und wenn jemand meinte, sein Leben sei ganz verfehlt und bedeutungslos und er selbst nur irgendeiner unter Millionen, einer, auf denen es überhaupt nicht ankommt, und er ebenso schnell ersetzt werden kann wie ein kaputter Topf – und er ging hin und erzählte das alles der kleinen Momo, dann wurde ihm, noch während er redete, auf geheimnisvolle Weise klar, dass er sich gründlich irrte, dass es ihn, genauso wie er war, unter allen Menschen nur ein einziges Mal gab und dass er deshalb auf seine besondere Weise für die Welt wichtig war.

So konnte Momo zuhören!

:shylove:

Bekomme grad wieder Lust es zu lesen.
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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Peter » Freitag 16. März 2018, 09:14

Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 15. März 2018, 22:24
Krabat fand ich auch toll.
Krabat habe ich vor drei oder vier Jahren gelesen. Sehr schön. Sehr zu empfehlen.

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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Swenja » Freitag 16. März 2018, 11:07

Effi Briest" - Theodor Fontane
"Anna Karenina" - Leo Tolstoi
"Germinal", "Die Sünde des Abbe Mouret" u. "Nana" - Emile Zola
"Die drei Musketiere" u. natürlich "Der Graf von Monte Christo" - Alexandre Dumas
"Die Rote Herberge" - Honore de Balzac
"Im Morgengrauen ist es noch still" - Boris Wassiljew (d.gleichnamige Film wurde 1973 f.d. Oscar nominiert)
"Die Lebenden und die Toten" u. "Man wird nicht als Soldat geboren" - Konstantin Michailowitsch Siminow
"Die Väter", "Die Söhne" u. "Die Enkel" - Willi Bredel
"Im Westen nichts Neues" - Erich Maria Remarque
"Ein Menschenschiksal" - Michail Scholochow
u. außerdem mag ich die Novellen von Guy de Maupassant sehr
u. Biographien/Autobiographien


lg, Swenja
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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Arikari » Freitag 16. März 2018, 11:08

Peter hat geschrieben:
Donnerstag 15. März 2018, 15:17
Arikari hat geschrieben:
Mittwoch 14. März 2018, 15:44
Ich habe sehr viel von Stephen King gelesen und halte ihn ebenfalls für einen großartigen Schriftsteller, der zudem die seltene Gabe besitzt, sein Publikum - je nach dessen Bedürfnissen - auf unterschiedlichen Ebenen anzusprechen und abzuholen.
Ich habe von ihm auch viel gelesen. Eigentlich alle Bücher von Carrie bis zu den Veröffentlichungen Mitte der 90er. Die Bücher seit Mitte der 90er sind mir aber vom Erzählstill zu langatmig. Wenig Handlung auf sehr viel Seiten ausgebreitet. Ich habe mich bei dem ein oder anderem Roman versucht durchzukämpfen, bin aber stecken geblieben. Daher habe ich schon lange keine Neuveröffentlichung von ihm gelesen.
Ja, da ist was dran. Seine älteren Romane waren mehr auf den Punkt, und gerade seine Kurzgeschichten und Novellen fand ich auch immer klasse. Später hat er leider kaum noch welche veröffentlicht. Meine Lieblingsromane von ihm sind "Brennen muss Salem" und "Sie", und natürlich der "Dunkle Turm"-Zyklus. Die neuesten Romane, die ich von ihm gelesen hatte, waren "Mr. Mercedes" und "Mind Control", beide eher schwach und wie du schon sagst: langatmig und behäbig vom Erzählfluss her. Sehr gespannt bin ich allerdings auf seine aktuelle Veröffentlichung, "Sleeping Beauties". Eine Dystopie, in der es um eine Welt ohne Frauen geht. Sobald das Taschenbuch erscheint, krall ich es mir. :mrgreen:
Pssst! Ruft da ein Schokokeks?

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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Pferdefreundin » Freitag 16. März 2018, 13:06

Ringelnatz hat geschrieben:
Freitag 16. März 2018, 08:22
Tintenmalerin hat geschrieben:
Donnerstag 15. März 2018, 22:24
Es gibt so viele wunderbare Bücher.
Eines meiner Lieblingsbücher ist immer noch Momo. Und der Satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch. Michael Endes Geschichten haben mich sehr fasziniert. Auch wenn ich beides schon länger nicht noch mal gelesen habe.
Krabat fand ich auch toll.
(...)
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Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war das Zuhören.

Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur recht wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig.

Momo konnte so zuhören, dass dummen Leuten plötzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte – nein, sie saß nur da und hörte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und aller Anteilnahme.

Dabei schaute sie den anderen mit ihren großen, dunklen Augen an, und der Betreffende fühlte, wie in ihm plötzlich Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hatte, dass sie in ihm steckten.

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So konnte Momo zuhören!
So schön, bekomme gerade wieder Gänsehaut. Haben das in der 5. oder 6. Klasse in der Schule gelesen. Ein sehr schönes Buch. Nur leider finde ich meins nicht mehr. :-(
Ich bin kein süßes Mäuschen, nicht Prinzessin oder Diva
Bin unter weißen Pudeln eher der goldene Retriever
Ich spiele keine Spielchen, ganz direkt sein ist mir lieber
Ich setz' mich mitten in den Staub und tanz' im Regen bei Gewitter
Ich kicher' niemals leise, meistens lache ich ganz laut

FrankieGoesTo...

Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von FrankieGoesTo... » Samstag 17. März 2018, 03:25

t385 hat geschrieben:
Dienstag 13. März 2018, 19:53
Homo Faber von Max Frisch. Wenn ich an den Technokraten Faber und sein Welt- und Frauenbild denke, kommen da Erinnerungen an manche User aus diesem Forum hoch - und an ein früheres Ich von mir.
Den Vergleich habe ich auch oft im Kopf.

FrankieGoesTo...

Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von FrankieGoesTo... » Samstag 17. März 2018, 03:29

Ich lese sonst noch gerne Musikerbiografien.

Highlights waren u.a.:
"Keine Macht für Niemand" über Ton Steine Scherben
Und "Highway Fever" von Lemmy Kilmister

Darth Bane
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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Darth Bane » Sonntag 18. März 2018, 12:48

Zur Abwechselung mal mein absolutes Hassbuch: "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupery. In diesem Buch werden absolut triviale Dinge als große Weisheiten verkauft. Und die meisten Französischlehrer erkennen das nicht einmal selbst, obwohl ja allgemein bekannt ist, dass Saint-Exupery in erster Linie Pilot war und Schreiben mehr als sein Hobby betrachtete.
Genau zwei sollen es sein. Nicht mehr, nicht weniger. Einer, der die Macht verkörpert, und einer, der nach ihr giert.

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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Arikari » Montag 19. März 2018, 12:47

Darth Bane hat geschrieben:
Sonntag 18. März 2018, 12:48
Zur Abwechselung mal mein absolutes Hassbuch: "Der kleine Prinz" von Antoine de Saint-Exupery. In diesem Buch werden absolut triviale Dinge als große Weisheiten verkauft. Und die meisten Französischlehrer erkennen das nicht einmal selbst, obwohl ja allgemein bekannt ist, dass Saint-Exupery in erster Linie Pilot war und Schreiben mehr als sein Hobby betrachtete.
Den kleinen Prinzen hab ich mit ca. 11/12 zum ersten Mal gelesen und fand es ätzend. Die ganzen merkwürdigen Gespräche, die Absurdität der Geschichte, das erschien mir alles sehr fremd und belanglos. Vor ein paar Jahren habe ich es ausschnittsweise nochmal gelesen und musste mein Urteil stark revidieren. Dieses Mal habe ich nämlich einiges davon verstanden, worum es in diesem Buch geht, und hatte mittlerweile Erfahrungen in meinem Leben gemacht, die ich in darin auf sehr poetische Weise wiedergespiegelt fand. Mit Worten, die ich niemals dafür gefunden hätte, aber nixht minder wahr. An einer bestimmten Stelle musste ich sogar weinen, so nahe ging sie mir. Ich denke es hängt sehr viel davon ab, welche Voraussetzungen der Leser dieses Buches mitbringt.
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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Thorson » Montag 19. März 2018, 13:07

Houellebecq, Bukowski. Beide schreiben/schrieben in ihren Romanen zwar nie über ABs, aber die pessimistische Grundhaltung bzgl. Liebesdingen und der Bezug zur Einsamkeit (insb. bei Houellebecq) sind stark ausgeprägt.

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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Elli » Montag 19. März 2018, 13:17

Arikari hat geschrieben:
Montag 19. März 2018, 12:47
Den kleinen Prinzen hab ich mit ca. 11/12 zum ersten Mal gelesen und fand es ätzend. Die ganzen merkwürdigen Gespräche, die Absurdität der Geschichte, das erschien mir alles sehr fremd und belanglos. Vor ein paar Jahren habe ich es ausschnittsweise nochmal gelesen und musste mein Urteil stark revidieren. Dieses Mal habe ich nämlich einiges davon verstanden, worum es in diesem Buch geht, und hatte mittlerweile Erfahrungen in meinem Leben gemacht, die ich in darin auf sehr poetische Weise wiedergespiegelt fand. Mit Worten, die ich niemals dafür gefunden hätte, aber nixht minder wahr. An einer bestimmten Stelle musste ich sogar weinen, so nahe ging sie mir. Ich denke es hängt sehr viel davon ab, welche Voraussetzungen der Leser dieses Buches mitbringt.
Die bringe ich offenbar nicht mit - ich fands einfach nur schmalzig, voller Sätze fürs Poesiealbum ...
Thorson hat geschrieben:
Montag 19. März 2018, 13:07
Houellebecq, Bukowski. Beide schreiben/schrieben in ihren Romanen zwar nie über ABs, aber die pessimistische Grundhaltung bzgl. Liebesdingen und der Bezug zur Einsamkeit (insb. bei Houellebecq) sind stark ausgeprägt.
Naja, Tisserand in "Ausweitung der Kampfzone" wäre im Forenjargon wohl 'Aussehens-AB'.
Bukowski war glaub ich selbst eher Spätzünder, jedenfalls entstand in "Fast eine Jugend" dieser Eindruck (ist aber ne Weile her, dass ich es gelesen habe).

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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Endura » Montag 19. März 2018, 13:21

Ich fand den kleinen Prinzen ein Bilderbuch für Erwachsene. Vielleicht ist die Magie in der deutschen Übersetzung verloren gegangen.

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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Montag 19. März 2018, 13:40

Ein weiteres Buch ist mir noch eingefallen, ein weiterer Roman, den ich mir selbst zugelegt habe (bezugnehmend auf diesen Post): Fleisch ist mein Gemüse von Heinz Strunk. Auch wieder einer der Fälle, wo die meisten Menschen nur den Film kennen und gar nicht wissen, daß es ein Buch gibt. In diesem Fall kenne ich aber den Film nicht. Weil aber die positiven Rezensionen praktisch durchweg von der „Ich habe das Buch nicht gelesen, aber“-Fraktion kommen und diejenigen, die das Buch kennen, sagen, es ist nicht adäquat verfilmt worden, muß ich den Film auch nicht kennen.

Natürlich ist das kein hochgeistiger, anspruchsvoller Literaturklassiker. Aber was mich an diesem Buch fasziniert hat, ist, wie gut ich mich in den Protagonisten hineinversetzen kann. Vieles von dem, was er erlebt, kenne ich selbst so oder ähnlich. Er fängt ja auch als HC+AB an. Natürlich wird die Muckerszene in der norddeutschen Provinz gerade der 80er und frühen 90er Jahre gnadenlos verballhornt und überzeichnet, aber so, daß man sich gut vorstellen kann, daß das genauso passiert sein kann. Mehr noch als der Film schwenkt der Roman in der Stimmung ständig hin und her zwischen den fast schon erdrückenden Szenen mit Heinzers Mutter und der Kombination aus Amüsement und Fremdscham, wenn es wieder um Tiffanys geht, diese hinreißend dysfunktionale Coverkapelle, die Musik „geil abliefert“ für Leute mit durch die Bank grauenvollem Musikgeschmack, oder um Heinzers unbeholfene Versuche mit der holden Weiblichkeit.

Dorfpunks von Strunks Studio-Braun-Kollegen Rocko Schamoni habe ich auch noch gelesen. Das hat mich aber weniger mitgerissen, auch wenn es wunderbar darstellt, wie in der tiefsten schleswig-holsteinischen Provinz seinerzeit alles erst sehr viel später ankam – Punk z. B. kannte man in Lütjenburg Schmalenstedt erst ab 1985 –, was ich auch sehr gut kenne.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Thorson » Montag 19. März 2018, 14:31

Elli hat geschrieben:
Montag 19. März 2018, 13:17
Thorson hat geschrieben:
Montag 19. März 2018, 13:07
Houellebecq, Bukowski. Beide schreiben/schrieben in ihren Romanen zwar nie über ABs, aber die pessimistische Grundhaltung bzgl. Liebesdingen und der Bezug zur Einsamkeit (insb. bei Houellebecq) sind stark ausgeprägt.
Naja, Tisserand in "Ausweitung der Kampfzone" wäre im Forenjargon wohl 'Aussehens-AB'.
Bukowski war glaub ich selbst eher Spätzünder, jedenfalls entstand in "Fast eine Jugend" dieser Eindruck (ist aber ne Weile her, dass ich es gelesen habe).
Oh ja, Ausweitung der Kampfzone habe ich gerade vergessen. Ich finde das Buch allerdings auch reichlich unspektaktulär im Vgl. zu seinen anderen. Allerdings habe ich auch bei Elementarteilchen den einen der beiden Brüder unterschlagen, derjenige, der frewillig Nerd-AB ist. Der andere war zwar ständig auf der Suche nach Sex/dem nächsten Kick, aber hatte ja Kind und Frau (temporär), also kein AB.
Bukowskis alter Ergo war aber spätestens in Faktotum (welches ja in den 20er Lebensjahren spielt) nicht mehr das, was man unter AB versteht.

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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Elli » Montag 19. März 2018, 15:18

Ausweitung der Kampfzone ist doch eigentlich sogar eine Art Thesenroman zum Thema ABtum. Zu meinen Favoriten zählt das nun auch nicht. Ich mochte aber, dass das Ende so heillos überzogen ist.
Bukowski, ja, halt mehr so Spätzünder. Ab Anfang 20 oder so hatte er aka Chinaski ja dann ne Menge Frauengeschichten.

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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Joe Black » Samstag 24. März 2018, 14:08

Ich lese auch sehr gerne.
In letzter Zeit habe ich dafür aber leider nicht mehr so oft Zeit.

Meine Lieblingsbücher spielen oft in fantastischen oder utopischen Welten, sprechen jedoch meist zeitlose politische und gesellschaftliche Konflikte an:

Catch 22 - Joseph Heller
Slaughterhouse 5 - Kurt Vonnegut
Fahrenheit 451 - Ray Bradbury
A Clockwork Orange - Anthony Burgess
Animal Farm - George Orwell
The Island of Dr. Moreau - H.G. Wells
Der Hauptmann von Köpenick - Carl Zuckmayer

und eigentlich alles von Philip K. Dick, Jules Verne und Friedrich Dürrenmatt.

Ganz besonders mag ich die Bücher des Neurologen Oliver Sacks. Erst durch die Beschädigung eines Gehirns sieht man, welch komplexes Organ die Natur da erzeugt hat.

Grüße und viel Spaß beim lesen.
Joe

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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Dianthus » Samstag 24. März 2018, 15:22

Da sind ja schon einige Bücher genannt worden. Einige habe ich mir mal vorsorglich auf meiner Leseliste notiert.

Meine persönlichen Lieblingsbücher sind:

Sparkling Cyanide - Agatha Christie
A Room with a View - E. M. Forster
Dead Poets Society - Nancy H. Kleinbaum
Eine Studie in Scharlachrot - Arthur Conan Doyle
Die Physiker - Friedrich Dürrenmatt
Sturmhöhe - Emily Bronte

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Re: Was sind denn so eure Lieblingsbücher?

Beitrag von Corvus » Sonntag 25. März 2018, 22:15

Lieblingsbücher habe ich nicht direkt. Utopische Literatur gehört aber sicher zu meinen Lieblings-Genres.
Ich lese nach Lust und Laune. Dieses Jahr waren unter anderem einige Sachbücher dran. Momentan lese ich ein paar Maigret-Bände die sich im Bücherschrank gefunden haben.

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