Umzugswunsch der Freundin

Auch mit einem Partner sind nicht alle Fragen geklärt

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Brax
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Re: Umzugswunsch der Freundin

Beitrag von Brax » Dienstag 20. November 2018, 20:12

Eric hat geschrieben:
Dienstag 20. November 2018, 11:18
Und zum anderen natürlich auch, um das Elternhaus erhalten zu können. Falls nämlich die Eltern in eine Wohnung im Seniorenheim ziehen sollten, dann würde es im Raum stehen, dass zur Mitfinanzierung der Heimkosten das Haus verkauft wird und meine Freundin so ihr Elternhaus verlieren würde.
Wenn ihr das Haus erhalten wollt, dann möchte ich euch den Tipp geben, euch darüber zu informieren, wie das mit dem Erben funktioniert. Ich meine, dass man recht viel Erbschaftssteuer zahlen muss und es passieren kann, dass man ein geerbtes Haus verkaufen muss, um die Erbschaftssteuer bezahlen zu können. Um das zu vermeiden, sollten euch die Eltern das Haus überschreiben - da gibt es dann aber lange Fristen (10 Jahre?), damit sowas anerkannt wird und nicht mehr als Erbe gilt. Ich kenne mich damit nicht aus, daher alle Angaben ohne Gewähr - aber ich würde euch auf jeden Fall raten, euch diesbezüglich gut zu informieren (falls ihr nicht eh schon Bescheid wisst)!

Eric hat geschrieben:
Dienstag 20. November 2018, 11:18
Mein Gefühl: Im Endeffekt ist die Entscheidung für den Umzug bei meiner Freundin schon gefallen. Es spricht letztendlich zu Vieles dafür und ihr Bedürfnis danach ist zu groß. Ich halte es für nicht langfristig erfolgversprechend umsetzbar, dass wir diesen Umzug nicht machen. Daran würde letztendlich vermutlich unsere Beziehung zerbrechen.
Für mich klingt es nach deinem letzten Beitrag so, als sei der Umzug für dich trotz aller Unannehmlichkeiten letzten Endes doch akzeptabel. Dann ist ja gut. In dem Fall würde ich dir auch zu dem Umzug raten. Aber ich halte "Die Entscheidung ist bei meiner Freundin schon gefallen" nicht für ein Argument, dass dich bindet. Egal, wie gewichtig die Gründe deiner Freundin sind: Wenn du mitmachen sollst, musst du auch hinter der Entscheidung stehen und dich damit wohlfühlen können. Eine Beziehung kann schließlich auch daran zerbrechen, dass einer den andern mit seinen Entscheidungen überfährt.

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Re: Umzugswunsch der Freundin

Beitrag von Montecristo » Dienstag 20. November 2018, 21:45

@Erbschaftssteuer: Von Detailkenntnis befreit... Sorry, aber für die Klarstellung fehlt mir jetzt der Nerv.
Bis 45 HC AB: Es kann sich ändern.

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Re: Umzugswunsch der Freundin

Beitrag von Tania » Dienstag 20. November 2018, 21:50

Eric hat geschrieben:
Dienstag 20. November 2018, 11:18
Und zum anderen natürlich auch, um das Elternhaus erhalten zu können. Falls nämlich die Eltern in eine Wohnung im Seniorenheim ziehen sollten, dann würde es im Raum stehen, dass zur Mitfinanzierung der Heimkosten das Haus verkauft wird und meine Freundin so ihr Elternhaus verlieren würde.


Wenn Deine Freundin Miteigentümerin und Bewohnerin des Hauses ist, wird die Pflegekasse das Haus zwar nicht verkaufen können, aber vermutlich trotzdem auf angemessene Verwertung drängen. In diesem Fall also Vermietung der Wohnung der Eltern, falls sie ins Heim müssen. Aber das wäre ja auch fair.

Wahrscheinlich wird es auf eine Übertragung eines Teils des Hauses hinaus laufen, um erstmal innerhalb der Grenzen des Schenkungsfreibetrages zu bleiben. Der liegt zwar für Kinder bei 400.000 EUR, aber das ist bei Immobilien schnell mal erreicht.

Damit kennt sich aber jeder Notar besser aus als ich. Und die Eltern vermutlich auch ;)

Liebe knüpft ein Band zwischen uns, aber nicht, um uns zurückzuhalten. Es soll uns davor bewahren, abzustürzen, oder dabei helfen, höher hinauszuklettern. (Aus "Unravel Two")

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Re: Umzugswunsch der Freundin

Beitrag von Montecristo » Dienstag 20. November 2018, 22:29

Ein Vorschlag: Hat Eric eine konkrete Frage? Ansonsten lassen wir den Spekulatius mal lieber.

Aus eigenen Erlebnissen: Es gibt reiche Leute, die auch Ahnung haben. Denen sollte man nicht mit halbgaren Vorschlägen kommen. Man redet sich schnell um Kopf und Kragen... Einfach zuhören, das Herz öffnen und Nächstenliebe zeigen...

Ich finde man kann es deutlich schlechter als Eric treffen...

Gute Nacht.
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Re: Umzugswunsch der Freundin

Beitrag von BartS » Mittwoch 21. November 2018, 01:40

Brax hat geschrieben:
Dienstag 20. November 2018, 20:12
Eine Beziehung kann schließlich auch daran zerbrechen, dass einer den andern mit seinen Entscheidungen überfährt.
+1
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Re: Umzugswunsch der Freundin

Beitrag von selina » Mittwoch 21. November 2018, 08:44

Montecristo hat geschrieben:
Dienstag 20. November 2018, 22:29
Ich finde man kann es deutlich schlechter als Eric treffen...
Das empfinde ich ebenso.
Und aus den Beiträgen von Eric entnehme ich, dass auch seine Freundin an einer für alle Beteiligten akzeptablen Lösung interessiert ist.
Eric schön das ihr offen über alles redet. Teile ihr selbst deine geringsten Ängste und Bedenken mit.
Nur so bekommt auch sie einen guten Einblick in deine Befindlichkeiten. Die dann mit in eure Entscheidungen einfliessen.

Wenn ich alt bin, werde ich nur noch nörgeln. Das wird ein Spaß. :oma:

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Re: Umzugswunsch der Freundin

Beitrag von Ringelnatz » Mittwoch 21. November 2018, 08:52

Eric hat geschrieben:
Dienstag 20. November 2018, 11:18
Angeregt durch meine Frage hier und der Diskussion, die sich entwickelt hat, hatte ich am Wochenende nochmals gezielt das Gespräch mit meiner Freundin dazu gesucht. Wir haben uns auch lange darüber ausgetauscht. Ich will nicht zu sehr ins Detail gehen, aber es haben sich einige Punkte nochmals klarer heraus gefiltert.

(...)
Es ist also jetzt nicht so, dass das "nur" ein Hirngespinst meiner Freundin ist, das sich bald wieder verzieht, sondern das sind von ihr ziemlich konkrete und wohlüberlegte Gedanken zum Umzug. Ihre Eltern würden sich über einen Umzug auch sehr freuen, auch weil es ihnen eine andere Zukunftsperspektive ermöglichen könnte. Sie würden schon sehr gerne in ihrem eigenen Haus alt werden.

(...)
Was mir insgesamt bei den Gesprächen klar geworden ist:

Meine Freundin betont, dass es ihr leid tut, mir wieder einen Umzug "zuzumuten". Sie weiß schon, wie sehr ich damit zu kämpfen hatte. Sie hat es ja hautnah miterlebt. Aber die Umstände sind nun mal so und das ist jetzt nichts, dass wir nun 5 oder mehr Jahre verschieben können. Das sollte schon in "absehbarer Zeit" über die Bühne gehen.

Mein Gefühl: Im Endeffekt ist die Entscheidung für den Umzug bei meiner Freundin schon gefallen. Es spricht letztendlich zu Vieles dafür und ihr Bedürfnis danach ist zu groß. Ich halte es für nicht langfristig erfolgversprechend umsetzbar, dass wir diesen Umzug nicht machen. Daran würde letztendlich vermutlich unsere Beziehung zerbrechen.
Ich finde es richtig toll, dass ihr so offen miteinander sprechen könnt, Eric! An deinem Text kann man sehr schön herauslesen, dass ihr gegenseitig am Befinden und den Gedanken des anderen interessiert seid. Das ist eine gute Grundlage für die Entscheidung, die ihr am Ende trefft.
Alles Gute für euch!! :vielglueck:
Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.

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Re: Umzugswunsch der Freundin

Beitrag von RomeoKnight » Montag 3. Dezember 2018, 18:48

Ich habe mir alle Stimmen hier mal durch gelesen und habe nach wie vor extreme Bauchschmerzen dabei, weil ich mal in einer ähnlichen Situation war, die sehr unschön ausging und auch heute noch nachhaltig wirkt.

Die Sache mit Erics Eltern wurde schon angesprochen, ich halte sie aber bisher für zu leichtfertig abgetan und aufgeschoben. Aus dem Weg ist sie damit noch lange nicht. Wenn es Erics Eltern mal irgendwann schlechter geht, stünde dann wieder ein Umzug an ? Ich wurde da an Erics Stelle mal eine Klare Stellungnahme von seinen Eltern fordern und keine Ausreden. Wenn die spätere Versorgung und Pflege seiner Eltern geklärt ist und dem Umzug zu den Eltern der Freundin nicht im Wege steht, wäre ja alles ok. Aber klar, darüber will man wohl nicht so richtig nach denken ? So erscheint es mir jedenfalls aus dem, was ich lese. Die Realität mag anders aussehen.

Wichtig sind auf jeden Fall nicht nur Erics emotionale Bedürfnisse, sondern auch die zukünftige rechtliche Abklärung. Einen neuen Job zu finden ist auch nicht unbedingt noch das aller Selbstverständlichste von der Welt, auch wenn es jetzt noch so scheinen mag. Und im Falle der Arbeitslosigkeit wärst du immer in der schlechtesten Verhandlungsposition. Als Arbeitsloser hast du in der Realität keinerlei Rechte mehr und bist nur noch Bittsteller und Almosenempfänger.

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Re: Umzugswunsch der Freundin

Beitrag von Stefan_T » Dienstag 11. Dezember 2018, 11:06

RomeoKnight hat geschrieben:
Montag 3. Dezember 2018, 18:48
Die Sache mit Erics Eltern wurde schon angesprochen, ich halte sie aber bisher für zu leichtfertig abgetan und aufgeschoben. Aus dem Weg ist sie damit noch lange nicht. Wenn es Erics Eltern mal irgendwann schlechter geht, stünde dann wieder ein Umzug an ? Ich wurde da an Erics Stelle mal eine Klare Stellungnahme von seinen Eltern fordern und keine Ausreden. Wenn die spätere Versorgung und Pflege seiner Eltern geklärt ist und dem Umzug zu den Eltern der Freundin nicht im Wege steht, wäre ja alles ok. Aber klar, darüber will man wohl nicht so richtig nach denken ? So erscheint es mir jedenfalls aus dem, was ich lese. Die Realität mag anders aussehen.
Ich sehe das in dem Punkt anders. Ja, man ist rechtlich und auch moralisch in der Pflicht, sich im Pflegefall um seine Eltern zu kümmern. Wie konkret dann dieses "sich Kümmern" aussieht, weiß im Vorfeld doch niemand. Es gibt auch Fälle, die kann man selbst mit bestem Willen nicht im eigenen Haus pflegen. Da steht zwingend ein Platz im Pflegeheim an. Usw., das ist im Vorfeld schlicht nicht planbar.

Solange die Eltern noch keine Unterstützung oder gar Pflege bedürfen, ist meine Einstellung: Sie sollen ihr Leben leben und ich meines.

Ich würde mit meinen Eltern durchaus darüber reden, aber ich würde einen von mir gewollten Umzug (wohin auch immer) nicht davon abhängig machen, was meine Eltern dazu meinen. Oder gar ihre "Zustimmung" einfordern. :no:

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Re: Umzugswunsch der Freundin

Beitrag von RomeoKnight » Dienstag 11. Dezember 2018, 15:38

Stefan_T hat geschrieben:
Dienstag 11. Dezember 2018, 11:06
Ich würde mit meinen Eltern durchaus darüber reden, aber ich würde einen von mir gewollten Umzug (wohin auch immer) nicht davon abhängig machen, was meine Eltern dazu meinen. Oder gar ihre "Zustimmung" einfordern. :no:
Aber in Erics Fall spricht nicht sonderlich viel für den Umzug, ausser sich dem Druck zu beugen. Wahrscheinlich ist er grad eh schon mittem im Umtugsstress.

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