Trennung oder nicht?

Auch mit einem Partner sind nicht alle Fragen geklärt

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Melli
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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Melli » Mittwoch 14. August 2019, 20:43

Ein sehr unerfreuliches Thema... Als klassisches Papier gilt Jared Diamond: The Worst Mistake in the History of the Human Race. Leider hat das sehr viel sogar mit Umgangsformen, und damit auch Beziehungsformen zu tun.

Als "dominantere" Spezies dürften Menschen in mittleren Altsteinzeit in Erscheinung getreten sein. Nicht unbedingt wie sich heutige Menschen "Dominanz" als etwas schmeichelhaftes vorstellen möchten. Aber an jägerischen Möglichkeiten und Qualität der Ernährung mit den einschlägigen Carnivoren schon fast in einer Liga spielend. Nach solchen Kriterien wäre nichts besseres nachgekommen.

Das schlimmste, wem ich draußen im Busch zu begegnen gefürchtet hätte, wäre übrigens eine Riesenhyäne gewesen. Warum sich die Leute stattdessen so auf Katzen versteifen, ist mir unbegreiflich 🙀

Wie schon diskret angedeutet, auf einen solch übertriebenen "Palaeo-Lifestyle" möchte ich in diesem Leben nicht unbedingt downgraden müssen. Für manche Dinge muß man wohl à la lettre geboren sein 😰

Aber noch weniger auf einen noch sehr viel früheren, bei dem ich mich tatsächlich ungeschützt fühlen müßte. Aber wahrscheinlich würde mir alleine die Aasfresserei nach nur einem Tag ein erbärmliches Ableben bescheren :pfarrer:
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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Gambler » Donnerstag 15. August 2019, 22:17

Um eins klar zu stellen : ich war vor ihr ab mäßig gut fünf Jahre Single (Affären und etc. nicht mitgerechnet).
Als es mit uns so langsam losging war sie
Diejenige die einfach nicht losgelassen hat von mir. ....Ich war zufrieden wie es bei mir derzeit lief auch ohne Partnerin.
Irgendwie hat sie es aber trotzdem geschafft dass ich mich verliebt habe in Sie.
Habe ihr von Anfang an gesagt ich will keine Beziehung mit ihr.
Sie hat nicht losgelassen. ... . Bis ich halt Gefühle entwickelt habe.
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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Lilia » Freitag 16. August 2019, 06:51

Gambler hat geschrieben:
Donnerstag 15. August 2019, 22:17
Um eins klar zu stellen : ich war vor ihr ab mäßig gut fünf Jahre Single (Affären und etc. nicht mitgerechnet).
Als es mit uns so langsam losging war sie
Diejenige die einfach nicht losgelassen hat von mir. ....Ich war zufrieden wie es bei mir derzeit lief auch ohne Partnerin.
Irgendwie hat sie es aber trotzdem geschafft dass ich mich verliebt habe in Sie.
Habe ihr von Anfang an gesagt ich will keine Beziehung mit ihr.
Sie hat nicht losgelassen. ... . Bis ich halt Gefühle entwickelt habe.
Gambler, ich finde, du brauchst dich nicht zu rechtfertigen. Das Leben ist halt nun mal so, dass man nicht immer nur der weiße Ritter sein kann. Letztendlich habt ihr beide den Fehler gemacht, nach einer Trennung ungeschützt miteinander zu schlafen. Aber die Chancen stehen nicht schlecht, dass dieser "Fehler" mal etwas sein wird, worum du später sehr froh sein wirst.
In Beziehungen laufen manchmal Dinge ab, bei denen man bei einer distanzierten Betrachtung sagen würde, dass man das nie und nimmer so machen würde, in der konkreten Situation tut man es doch. Von außen lässt sich da immer leicht drüber aufregen und urteilen, aber von denen war nie jemand in der gleichen Situation wie du.

Ansonsten: ich kann mich nur Tanias letztem Beitrag anschließen.
Nur vielleicht noch eines - als Tipp, nicht als "ihr solltet unbedingt...": es gibt Hebammen, die eine Zusatzausbildung als Trauer- und Sterbebegleiterin haben und für Eltern da sind, die Sternenkinder haben. Ihr braucht ja eh eine Hebamme und vielleicht hilft es euch, wenn ihr euch jemanden mit dieser Zusatzausbildung sucht. Sicher begleitet euch euer Sternchen ja auch noch in dieser Schwangerschaft.
:vielglueck:

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Gambler » Samstag 17. August 2019, 23:54

Danke des zuspruches. Ich freue mich trotz allem Vater zu werden. EiN Kind wollte ich immer.
Unter den vorraussetzungen einer richtigen Familie halt schon eher. ... Aber so ist das leben. ... führt ei einen wohin es will.
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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Tania » Sonntag 18. August 2019, 02:41

Gambler hat geschrieben:
Samstag 17. August 2019, 23:54
Danke des zuspruches. Ich freue mich trotz allem Vater zu werden. EiN Kind wollte ich immer.
Unter den vorraussetzungen einer richtigen Familie halt schon eher. ... Aber so ist das leben. ... führt ei einen wohin es will.
... und irgendwie gibt es heute so viele Familienmodelle, dass man sowieso gar nicht mehr weiß, welches jetzt eine "richtige Familie" beschreibt.

Analog zu "lieber ne gute Freundschaft als ne scheiss Beziehung" könnte man bei euch auch sagen "Lieber gute Eltern als ein schlechtes Liebespaar." Wobei ja nicht mal ausgeschlossen ist, dass ihr irgendwann wieder zusammenfindet. Aber first things first .... :vielglueck:

In the end we only regret the chances we didn’t take, the relationships we were afraid to have, and the decisions we waited too long to make. (Lewis Carroll)

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Gambler » Samstag 30. November 2019, 00:18

Wir sind zwar immernoch zusammen. Aber das Kind hat sie abgetrieben. ... Nach gemeinsamer Rücksprache. Ich habe sie dabei begleitet.
Das setzt uns beiden zu.
Für mich fühlt sich das nach paar Wochen immernoch sehr seltsam an . Für. Sie wohl ebenso. ... Aber sie kann es besser verstecken.
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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Polarfuchs » Samstag 30. November 2019, 06:07

Gambler hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 00:18
Wir sind zwar immernoch zusammen. Aber das Kind hat sie abgetrieben. ... Nach gemeinsamer Rücksprache. Ich habe sie dabei begleitet.
Das setzt uns beiden zu.
Für mich fühlt sich das nach paar Wochen immernoch sehr seltsam an . Für. Sie wohl ebenso. ... Aber sie kann es besser verstecken.
Wie furchtbar, das ist entsetzlich, warum habt ihr das getan? :crybaby:

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von marwie » Samstag 30. November 2019, 12:11

Polarfuchs hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 06:07
Gambler hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 00:18
Wir sind zwar immernoch zusammen. Aber das Kind hat sie abgetrieben. ... Nach gemeinsamer Rücksprache. Ich habe sie dabei begleitet.
Das setzt uns beiden zu.
Für mich fühlt sich das nach paar Wochen immernoch sehr seltsam an . Für. Sie wohl ebenso. ... Aber sie kann es besser verstecken.
Wie furchtbar, das ist entsetzlich, warum habt ihr das getan? :crybaby:
Das ist ihre Entscheidung, geplant war es ja nicht (und ev wäre es gar nicht von ihm gewesen...). Ich würde nun aber definitiv das Weite suchen...

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Brax » Samstag 30. November 2019, 12:46

marwie hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 12:11
Das ist ihre Entscheidung, geplant war es ja nicht (und ev wäre es gar nicht von ihm gewesen...). Ich würde nun aber definitiv das Weite suchen...
Das finde ich echt ...zynisch (euphemistisch gesagt).

Auch wenn es nicht geplant war, ist es entsetzlich. Es geht um ein Menschenleben. Unabhängig davon, ob man es wollte oder nicht, ob es geplant war oder nicht, oder ob es von ihm war oder nicht (und wieso soll es jetzt plötzlich nicht von ihm gewesen sein?). Man kann Kinder auch zur Adoption freigeben, wenn man in Not ist.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Melli » Samstag 30. November 2019, 12:56

marwie hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 12:11
Ich würde nun aber definitiv das Weite suchen...
Warum? Die beiden haben nun doch eine Geschichte miteinander, auch wenn die teilweise sehr traurig ist :sadwoman:
Löcher in die Wand starren ist nur eine weitere Art, Mauern einzureißen.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von marwie » Samstag 30. November 2019, 17:53

Brax hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 12:46
Auch wenn es nicht geplant war, ist es entsetzlich. Es geht um ein Menschenleben. Unabhängig davon, ob man es wollte oder nicht, ob es geplant war oder nicht, oder ob es von ihm war oder nicht (und wieso soll es jetzt plötzlich nicht von ihm gewesen sein?). Man kann Kinder auch zur Adoption freigeben, wenn man in Not ist.
Wieso soll es entsetzlich sein? Bis zu einem gewissen Zeitpunk ist Abtreibung legal und aus jeder Eizelle bzw Spermium könnte ein Mensch entstehen. Klar, es wäre besser gewesen, wenn sie verhütet hätten, aber man sollte Niemandem einen Vorwurf machen wegen einer Abtreibung.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Polarfuchs » Samstag 30. November 2019, 21:22

marwie hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 17:53
Brax hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 12:46
Auch wenn es nicht geplant war, ist es entsetzlich. Es geht um ein Menschenleben. Unabhängig davon, ob man es wollte oder nicht, ob es geplant war oder nicht, oder ob es von ihm war oder nicht (und wieso soll es jetzt plötzlich nicht von ihm gewesen sein?). Man kann Kinder auch zur Adoption freigeben, wenn man in Not ist.
Wieso soll es entsetzlich sein? Bis zu einem gewissen Zeitpunk ist Abtreibung legal und aus jeder Eizelle bzw Spermium könnte ein Mensch entstehen. Klar, es wäre besser gewesen, wenn sie verhütet hätten, aber man sollte Niemandem einen Vorwurf machen wegen einer Abtreibung.
Es ist entsetzlich, weil ein Leben zerstört wurde. Gern hätte ich z.B.ein Kind gehabt und es mein Schicksal, zu akzepieren dass es nun einmal nicht geklappt hat. Und so wie ich es verstanden habe, ist die Abteibung für den TE auch nicht ein Ereignis gewesen, was man einfach mal im Vorbeigehen erledigt. Mit einem schlechten Gewissen muss man nun mit dem Rest des Lebens klarkommen. Für eine Frau gibt es nun nun einmal ein festes Zeitfenster, in dem sie Kinder bekommen kann. Ein Mann kann auch noch im hohen Alter Vater werden.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Gambler » Samstag 30. November 2019, 21:28

Also natürlich wäre es von mir gewesen.
Aber Situationsbedingt war das keine schlechte Entscheidung glaube ich.... Die wir übrigens gemeinsam getroffen haben.
Warum soll ich jetzt das weite suchen?
Wir verstehen uns super....Haben innerhalb kurzer Zeit viel erlebt.... positivEs und auch negatives.

Vieles davon schweißt uns zusammen.
Gemeinsame Kinder (geplant ) sind für uns trotzdem nicht ausgeschlossen.
Bestimmt nicht zum jetzigen Zeitpunkt. .. Das ist klar.
Aber ich möchte weder mir noch ihr da jetzt druck machen. Wir sind Anfang 30!

Im übrigen trifft sie sich seit einigen Wochen im Krankenhaus um ihre psychischen Erlebnisse zu verarbeiten. .. und ich war da auch schon paar mal dabei.
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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Gambler » Samstag 30. November 2019, 21:36

An brax : ich kann mir kaum vorstellen das eine Mutter 9 Monate ihr Kind austträgt und es einfach so zur Adoption frei gibt.das könnte meine Freundin nicht tun und ich würde damit auch nicht klar kommen.
Dann wäre wirklich alles im Eimer.

Die Entscheidung zur Abtreibung ist sicher auch nicht ohne.... Aber wie gesagt Situationsbedingt das kleinere übel.

Ich verurteile niemand für seine Einstellung. ...Nur wenn man selbst in so einer Situation steckt ist es verzwickt doch anders.
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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von eine » Samstag 30. November 2019, 21:59

@Polarfuchs und Brax
Ich habe hier nicht alles gelesen, aber so oder so haben mich Eure Reaktionen irritiert: natürlich ist eine Abtreibung "entsetzlich", natürlich wird dabei ein (kleiner) Mensch getötet - aber andererseits klingen Eure Kommentare so, als würde einem Kind, das nicht abgetrieben wird, obwohl die Eltern sich komplett davon überfordert fühlen (und nicht in der Lage sind, mit einem Kind zurechtzukommen), nicht ebenfalls großes Unrecht und Gewalt angetan...
und ja, natürlich kann man ein Kind zur Adpotion freigeben, und das erscheint sicher im Vergleich zur Abtreibung als "friedlichere" Lösung und ist es vielleicht auch - aber auch damit fügt man einem Kind trotz allem jede Menge Schaden zu (es gibt genügend Forschungen, die belegen, dass auch die kleinsten Kinder unbewusst schon alles miterleben und davon für immer geprägt werden - mal abgesehen davon, dass es auch später nicht ganz einfach ist, damit klarzukommen, dass die eigenen Eltern einen weggegeben haben)... es gibt unendlich viel Leid auf dieser Welt dadurch, dass viele Kinder geboren wurden/werden, die nicht "erwünscht" waren/sind. Wie gesagt: ich sage NICHT, dass Abtreibung die "richtige" "Lösung" dafür ist. Aber es gibt (leider) Situationen, in denen es nur schlechte "Lösungen" gibt... und bei Euch klingt es so, als sei alles andere als Abtreibung ganz klar besser und "richtiger" - ich glaube nicht, dass man das so eindeutig beurteilen kann...

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Melli » Samstag 30. November 2019, 22:15

marwie hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 17:53
Bis zu einem gewissen Zeitpunk ist Abtreibung legal
Das könnte man durchaus komplexer sehen als lediglich eine Frage der Legalität.
marwie hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 17:53
und aus jeder Eizelle bzw Spermium könnte ein Mensch entstehen.
Es liegt auf der Hand, daß das in den bei weitem meisten Fällen nicht passieren wird. Bis zur befruchteten und eingenisteten Eizelle werden es nur die wenigsten bringen. Und selbst das ist erst der Anfang eines Lebens.
marwie hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 17:53
Klar, es wäre besser gewesen, wenn sie verhütet hätten
Das hatten wir schon vor ca. 3 Monaten einmütig festgestellt.
marwie hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 17:53
aber man sollte Niemandem einen Vorwurf machen wegen einer Abtreibung.
Ja, sollte man nicht.
Zuletzt geändert von Melli am Samstag 30. November 2019, 22:33, insgesamt 1-mal geändert.
Löcher in die Wand starren ist nur eine weitere Art, Mauern einzureißen.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von AviferAureus » Samstag 30. November 2019, 22:16

edit
Zuletzt geändert von AviferAureus am Samstag 30. November 2019, 22:23, insgesamt 3-mal geändert.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Polarfuchs » Samstag 30. November 2019, 22:17

eine hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 21:59
@Polarfuchs und Brax
Ich habe hier nicht alles gelesen, aber so oder so haben mich Eure Reaktionen irritiert: natürlich ist eine Abtreibung "entsetzlich", natürlich wird dabei ein (kleiner) Mensch getötet - aber andererseits klingen Eure Kommentare so, als würde einem Kind, das nicht abgetrieben wird, obwohl die Eltern sich komplett davon überfordert fühlen (und nicht in der Lage sind, mit einem Kind zurechtzukommen), nicht ebenfalls großes Unrecht und Gewalt angetan...
und ja, natürlich kann man ein Kind zur Adpotion freigeben, und das erscheint sicher im Vergleich zur Abtreibung als "friedlichere" Lösung und ist es vielleicht auch - aber auch damit fügt man einem Kind trotz allem jede Menge Schaden zu (es gibt genügend Forschungen, die belegen, dass auch die kleinsten Kinder unbewusst schon alles miterleben und davon für immer geprägt werden - mal abgesehen davon, dass es auch später nicht ganz einfach ist, damit klarzukommen, dass die eigenen Eltern einen weggegeben haben)... es gibt unendlich viel Leid auf dieser Welt dadurch, dass viele Kinder geboren wurden/werden, die nicht "erwünscht" waren/sind. Wie gesagt: ich sage NICHT, dass Abtreibung die "richtige" "Lösung" dafür ist. Aber es gibt (leider) Situationen, in denen es nur schlechte "Lösungen" gibt... und bei Euch klingt es so, als sei alles andere als Abtreibung ganz klar besser und "richtiger" - ich glaube nicht, dass man das so eindeutig beurteilen kann...
Eine Abtreibung kann man akzeptieren. Nur denke ich, dass einige auf die perfekte Umgebung, das perfekte Alter die vollkommene Gesundheit warten, um Kinder zu bekommen. Wie der TE berichtete, ist seine Freundin zur Zeit in Behandlung. Man muss es einfach abwägen, aber ich denke einfach dass einige erst Kinder bekommen würden, wenn die Umstände perfekt sind. Kinder brauchen aber keine perfekte Umgebung, um dort aufzuwachsen. Kinder brauchen einfach liebevolle Eltern oder andere Bezugspersonen, die sich um sie kümmern.

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von eine » Samstag 30. November 2019, 22:23

@Polarfuchs: und was ist, wenn die Eltern spüren, dass sie (wegen ihrer Überforderung und ihrer eigenen Probleme) nicht liebevoll (genug) zu einem Kind sein können? Ich gehe davon aus, dass die allermeisten (vielleicht auch alle), die sich für eine Abtreibung entscheiden, genau diese Befürchtung haben. Wer spürt, dass er/sie dem Kind genug Liebe entgegenbringen kann, egal wie nicht-perfekt oder schwierig die Situation ist, wird es nicht abtreiben wollen...

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Re: Trennung oder nicht?

Beitrag von Polarfuchs » Samstag 30. November 2019, 22:39

eine hat geschrieben:
Samstag 30. November 2019, 22:23
@Polarfuchs: und was ist, wenn die Eltern spüren, dass sie (wegen ihrer Überforderung und ihrer eigenen Probleme) nicht liebevoll (genug) zu einem Kind sein können? Ich gehe davon aus, dass die allermeisten (vielleicht auch alle), die sich für eine Abtreibung entscheiden, genau diese Befürchtung haben. Wer spürt, dass er/sie dem Kind genug Liebe entgegenbringen kann, egal wie nicht-perfekt oder schwierig die Situation ist, wird es nicht abtreiben wollen...
Man kann z.B. eine Therapie machen, um an der eigenen Geduld und Warmherzigkeit gegenüber Kindern zu arbeiten. Es gibt bestimmt auch die Möglichkeit sich entsprechende Hilfen bei Überforderung ins Haus zu holen. Es gibt Krippen, Babysitter und Kindergärten. Es gibt keine perfekten Eltern. Manchen fehlt es vielleicht an Mut und Selbstvertrauen.

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