Autofahren? Och nee!

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Radioactivman
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Radioactivman » Sonntag 16. Juni 2019, 21:38

Axolotl hat geschrieben:
Sonntag 16. Juni 2019, 21:13
Wie kommst du denn auf den Trichter? Verkehrsgefährdung gibt es auf Autobahnen nicht. Außer das Fahrzeug ist nicht für die Autobahn zugelassen. Es gilt das Rechtsfahrgebot, das ist richtig. Das schließt nun mal aber nicht aus, dass auch mal auf der Überholspur ein langsameres Auto fährt, weil es überholt oder weil es eben rechts nicht uneingeschränkt fahren kann. Und selbst wenn der verkehrswidrig fährt, so gibt dir das nicht das Recht dies auch zu tun ;) Du darfst ihn gerne darauf hinweisen dir auszuweichen, mehr nicht. Ob er das dann auch macht, ist ne andere Sache.
Doch, na klar gibt es Verkehrsgefährdung auch auf Autobahnen. Dazu zählt z.B. wenn jemand ohne ersichtlichen Grund auf der mittleren Spur fährt, obwohl schneller fahrende Fahrzeuge herannahen.
Das ist so im Bußgeldkatalog festgelegt.

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Axolotl
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Axolotl » Sonntag 16. Juni 2019, 22:21

Radioactivman hat geschrieben:
Sonntag 16. Juni 2019, 21:38
Doch, na klar gibt es Verkehrsgefährdung auch auf Autobahnen. Dazu zählt z.B. wenn jemand ohne ersichtlichen Grund auf der mittleren Spur fährt, obwohl schneller fahrende Fahrzeuge herannahen.
Das ist so im Bußgeldkatalog festgelegt.
Ja, dann zeig mal her. Weil das steht in keinem Gesetz und in keiner Verordnung so drin. Und Verkehrsgefährdung ist ein Straftabestand, das heißt der entsprechende Paragraf ist im StGB zu finden.
§§315-315d StGB

(1) Wer im Straßenverkehr

1. ein Fahrzeug führt, obwohl er
a) infolge des Genusses alkoholischer Getränke oder anderer berauschender Mittel oder
b) infolge geistiger oder körperlicher Mängel
nicht in der Lage ist, das Fahrzeug sicher zu führen, oder
2. grob verkehrswidrig und rücksichtslos
a) die Vorfahrt nicht beachtet,
b) falsch überholt oder sonst bei Überholvorgängen falsch fährt,
c) an Fußgängerüberwegen falsch fährt,
d) an unübersichtlichen Stellen, an Straßenkreuzungen, Straßeneinmündungen oder Bahnübergängen zu schnell fährt,
e) an unübersichtlichen Stellen nicht die rechte Seite der Fahrbahn einhält,
f) auf Autobahnen oder Kraftfahrstraßen wendet, rückwärts oder entgegen der Fahrtrichtung fährt oder dies versucht oder
g) haltende oder liegengebliebene Fahrzeuge nicht auf ausreichende Entfernung kenntlich macht, obwohl das zur Sicherung des Verkehrs erforderlich ist,
und dadurch Leib oder Leben eines anderen Menschen oder fremde Sachen von bedeutendem Wert gefährdet, wird mit Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) In den Fällen des Absatzes 1 Nr. 1 ist der Versuch strafbar.

(3) Wer in den Fällen des Absatzes 1

1. die Gefahr fahrlässig verursacht oder
2. fahrlässig handelt und die Gefahr fahrlässig verursacht,
wird mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.
Ich lese nichts von nicht angemessen für den nachfolgenden Verkehr fahren. Du? ;) Aber falsch überholen, das ist dort explizit aufgeführt.
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Radioactivman » Sonntag 16. Juni 2019, 22:41

Axolotl hat geschrieben:
Sonntag 16. Juni 2019, 22:21
Ja, dann zeig mal her. Weil das steht in keinem Gesetz und in keiner Verordnung so drin. Und Verkehrsgefährdung ist ein Straftabestand, das heißt der entsprechende Paragraf ist im StGB zu finden.

https://www.bussgeldkatalog.de/rechtsfahrgebot/
Folgt man dieser allgemeinen Definition von Gefährdung, handelt es sich dabei „lediglich“ um eine potentielle Schadensquelle.
...
Wird das Rechtsfahrgebot vom Fahrzeughalter auf Autobahnen oder Kraftfahrtstraßen missachtet und werden andere im Verkehr dadurch gefährdet, gibt es auch hierfür ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro und einen Punkt in Flensburg.

Aus deinem eigenen Zitat:
Axolotl hat geschrieben:
Sonntag 16. Juni 2019, 22:21
§§315-315d StGB

(1) Wer im Straßenverkehr
...
2. grob verkehrswidrig und rücksichtslos...
Sich nicht an das Rechtsfahrgebot zu halten, ist verkehrswidrig und dadurch eine potenzielle Schadensquelle (Gefährdung), wie z.B. in dem von mir geschilderten Beispiel ;)

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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Axolotl » Sonntag 16. Juni 2019, 23:39

Und wo ist da jetzt die Gefährdung? Weil du mal vom Gas musst? :gruebel: Das Rechtsfahrgebot gilt für dich genauso. Deiner Meinung nach müsstest du ja dann entweder permanent links fahren, oder rechts wäre jeder der langsamer als du ist ein Gefährder :gruebel:
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Ninja Turtle » Montag 17. Juni 2019, 05:57

Das beste ist ja, wenn man rechts überholt wird, obwohl man schon schneller als die Höchstgeschwindigkeit fährt.
:kopfhoerer: :tanzen2: :umarmung2:

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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von randomguy » Dienstag 18. Juni 2019, 00:38

Ninja Turtle hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 05:57
Das beste ist ja, wenn man rechts überholt wird, obwohl man schon schneller als die Höchstgeschwindigkeit fährt.
Lass den "Trüffelsucher" doch vor wenn der umbedingt will.
Vielleicht findet der ja was blitzendes und du kannst dann rechtzeitig bremsen. :mrgreen:
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Ninja Turtle » Dienstag 18. Juni 2019, 05:59

randomguy hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 00:38
Ninja Turtle hat geschrieben:
Montag 17. Juni 2019, 05:57
Das beste ist ja, wenn man rechts überholt wird, obwohl man schon schneller als die Höchstgeschwindigkeit fährt.
Lass den "Trüffelsucher" doch vor wenn der umbedingt will.
Vielleicht findet der ja was blitzendes und du kannst dann rechtzeitig bremsen. :mrgreen:
Hatte ich ja auch vor. Nur war ich ihm nicht schnell genug. Und als ich nach rechts ziehen wollte war der plötzlich neben mir.

Ich finde das ja auch krass, wie in Baustellen konsequent zu schnell gefahren wird.
:kopfhoerer: :tanzen2: :umarmung2:

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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Gilbert » Dienstag 18. Juni 2019, 09:34

Idioten gibt es halt überall. Ich bin letztens auf der A7 in der Nähe von Ulm bei Kolonnenfahrt (!) auf der linken Fahrspur von einem BMW rechts überholt worden und mußte voll in die Eisen gehen, damit es nicht scheppert. Total sinnfreie Aktion, weil der Typ dann noch 30 km in der Kolonne vor mir fuhr. Da fragt man sich dann, was manche Leute so im Kopf haben oder zuviel Apfelbaum rauchten.....
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Nonkonformist » Dienstag 18. Juni 2019, 11:23

Wart ihr mal in Chinesischen Großstädten unterwegs?
Bis auf Der frechste gewinnt habe ich dort kaum verkehrsregeln erkennen können.
Jedes mal wann ich eine straße überquerte war das ein kleines neues abenteur.
Manche Pkws überholten sogar auf dem gehsteig.
Und die taxis worin ich war überholten mal zwei autobüsse über den mittelinie.
(Ich sprach kein Mandarin und könnte denen nicht klar machen das ich es nicht eilig hatte.)
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Axolotl » Dienstag 18. Juni 2019, 13:17

Gilbert hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 09:34
Idioten gibt es halt überall. Ich bin letztens auf der A7 in der Nähe von Ulm bei Kolonnenfahrt (!) auf der linken Fahrspur von einem BMW rechts überholt worden und mußte voll in die Eisen gehen, damit es nicht scheppert. Total sinnfreie Aktion, weil der Typ dann noch 30 km in der Kolonne vor mir fuhr. Da fragt man sich dann, was manche Leute so im Kopf haben oder zuviel Apfelbaum rauchten.....
Jo, wurde mal fies ausgebremst auf ner 50er Strecke. Der Typ muss es so eilig gehabt haben, dass er trotz entgegen kommenden Verkehrs vor einer Kurve an mir (schon mit mehr als 50 unterwegs :schuechtern: ) vorbei brettern und dann keine fünf Meter vor mir schnellstmöglich wieder einscheren musste, um nicht frontal in den Gegenverkehr zu brettern.
Nonkonformist hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 11:23
Manche Pkws überholten sogar auf dem gehsteig.
Dafür muss ich nicht nach China. Das habe ich schon live gesehen, hier in Berlin :mrgreen: Da wo ich gearbeitet habe, gibt es gefühlt alle 50 bis 100 Meter ne Ampel. Dementsprechend steht man da im Berufsverkehr. Das staut sich schon mal auf einige hundert Meter. Und ich dachte ich guck nicht schlecht, als hinter uns jemand ausschert, in eine Einmündung reinlenkt, auf den Radweg zieht, mit 30 an allen vorbei fährt und dann bei roter Ampel die Kreuzung vor uns überquert :shock:
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von randomguy » Dienstag 18. Juni 2019, 19:12

Gilbert hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 09:34
Idioten gibt es halt überall. Ich bin letztens auf der A7 in der Nähe von Ulm bei Kolonnenfahrt (!) auf der linken Fahrspur von einem BMW rechts überholt worden und mußte voll in die Eisen gehen, damit es nicht scheppert. Total sinnfreie Aktion, weil der Typ dann noch 30 km in der Kolonne vor mir fuhr. Da fragt man sich dann, was manche Leute so im Kopf haben oder zuviel Apfelbaum rauchten.....
Meinst du eine angemeldete Fahrt im geschlossenen Verband?
Wir machen sowas ungefähr ein bis zwei mal im Jahr zum Üben.
Ist für die normalen Verkehrsteilnehmer immer ein Erlebniss der besonderen Art.
Unsere Autos sind auch alle brav gekennzeichnet mit Blauen Flaggen außer dem Letzten der hat eine Grüne.
Ach ja die Autos haben alle rote Kreuze und blinken zusätzlich alle Blau.

Trotzdem Scheren da fremde ein wenn wir mal auf der Autobahn unterwegs sind.
Und in der Stadt kucken se blöde wenn die ersten über die grüne Ampel fahren und der Rest regelkonform auch über Rot weiterfährt. :tanzen2:

Sind teilweise echt nur Idioten unterwegs.
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Gilbert » Dienstag 18. Juni 2019, 19:30

randomguy hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 19:12
Meinst du eine angemeldete Fahrt im geschlossenen Verband?
Nein, ich meine damit, wenn aufgrund hohen Verkehrsaufkommens alle Fahrzeuge auf der 'schnelleren' Spur einer Autobahn quasi gezwungen sind, wie bei einem Tempolimit gleich schnell zu fahren und ein Überholen eigentlich nicht möglich ist sowie auch keinen Sinn macht.
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von marwie » Freitag 21. Juni 2019, 08:02

Ich hab mich nun mal getraut, Autos (die zudem ziemlich leistungsstark waren) Probe zu fahren (beim 2. mal sogar ohne Beifahrer), das hat Anfangs ziemlich Überwindung gekostet, aber ging alles gut :-)

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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Freitag 21. Juni 2019, 13:02

Ninja Turtle hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 05:59
Ich finde das ja auch krass, wie in Baustellen konsequent zu schnell gefahren wird.
Kürzlich wurde in Hamburg in einer Autobahnbaustelle, wo nur 40 km/h erlaubt sind, ein 71jähriger mit fast 160 km/h geblitzt und ein Stück weiter von der Polizei gestellt. Keine Spur von Einsicht.
Axolotl hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 13:17
Nonkonformist hat geschrieben:
Dienstag 18. Juni 2019, 11:23
Manche Pkws überholten sogar auf dem gehsteig.
Dafür muss ich nicht nach China. Das habe ich schon live gesehen, hier in Berlin :mrgreen: Da wo ich gearbeitet habe, gibt es gefühlt alle 50 bis 100 Meter ne Ampel. Dementsprechend steht man da im Berufsverkehr. Das staut sich schon mal auf einige hundert Meter. Und ich dachte ich guck nicht schlecht, als hinter uns jemand ausschert, in eine Einmündung reinlenkt, auf den Radweg zieht, mit 30 an allen vorbei fährt und dann bei roter Ampel die Kreuzung vor uns überquert :shock:
Deswegen traue ich Fahrradstreifen nicht. Für zuviele deutsche Autofahrer ist alles, was asphaltiert und auf derselben Höhe ist wie ihre Fahrspur, Straße und für Autos. Als Radfahrer muß man gerade vor Abzweigungen damit rechnen, daß irgendein Idiot keine Lust hat, darauf zu warten, daß weiter vorne jemand links abgebogen ist, und ohne Spiegel- oder Schulterblick schlagartig nach rechts auf den Radstreifen zieht, um mit Vollgas an den wartenden Autos vorbeizuziehen – ob da jetzt ein Radfahrer kommt oder nicht.

Es gibt leider immer noch zuviele militante „Freie Fahrt für freie Bürger“-Autofahrer, die alle Verkehrsregeln, die ihnen keine Vorteile verschaffen, ignorieren. Die StVO gilt nur, wenn die Polizei zusieht oder man selbst davon profitieren kann. Wenn irgendwo ein Blitzer steht, legt man davor fast eine Vollbremsung hin – aber nicht auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit, sondern auf die zulässige Höchstgeschwindigkeit plus Toleranz, also auf 1 km/h genau die höchste Geschwindigkeit, mit der man nicht geblitzt wird. Und direkt dahinter gibt man wieder Gas bis auf die Geschwindigkeit, von der man glaubt, daß die Strecke sie hergibt.

Die Polizei ist nur nach Unfällen nützlich, bei denen es nennenswerten Sachschaden gab, denn wer als erster 110 anruft, ist automatisch im Recht. Nach Parkremplern und inzwischen sogar Kollisionen mit unmotorisierten Verkehrsteilnehmern (z. B. Fußgängern, Radfahrern) ist Fahrerflucht die bessere Option, besonders wenn man dem eigenen Fahrzeug den Aufprall nicht ansieht. Daß es vielleicht Zeugen gegeben haben könnte, von denen eventuell sogar der eine oder andere sich das Kennzeichen gemerkt oder aufgeschrieben hat und den Schneid hat, den Fahrer anzuzeigen, daran denkt niemand – oder man glaubt einfach, niemand hat die Zivilcourage, die Polizei zu rufen und einen flüchtigen Unfallfahrer zu melden.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Mit müden Augen » Freitag 21. Juni 2019, 13:10

Verkehrsidioten gibt es nicht nur in DE... Vor vielen Jahren zog mal jemand im Stau vor der Ampel schlagartig nach rechts auf die Busspur wo ich gerade mit dem Fahrrad ankam. Das hätte auch böse enden können. Dass die Leute die Busspur als Abkürzung benutzen wenn sie vorne an der Kreuzung abbiegen kommt täglich vor. Den Vogel abgeschossen hat jemand der auf der Kreuzung wendete und falsch herum wieder zurück fuhr. Und von den Motorradfahrern und Roller(?)fahrern rede ich gar nicht erst. :roll:
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Axolotl » Freitag 21. Juni 2019, 14:31

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Freitag 21. Juni 2019, 13:02
Deswegen traue ich Fahrradstreifen nicht. Für zuviele deutsche Autofahrer ist alles, was asphaltiert und auf derselben Höhe ist wie ihre Fahrspur, Straße und für Autos. Als Radfahrer muß man gerade vor Abzweigungen damit rechnen, daß irgendein Idiot keine Lust hat, darauf zu warten, daß weiter vorne jemand links abgebogen ist, und ohne Spiegel- oder Schulterblick schlagartig nach rechts auf den Radstreifen zieht, um mit Vollgas an den wartenden Autos vorbeizuziehen – ob da jetzt ein Radfahrer kommt oder nicht.
Das ist richtig. Nur war dieser Fahrradstreifen weder asphaltiert, noch auf Höhe der Straße. Er war auf dem Bürgersteig ;)
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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Oreo » Freitag 21. Juni 2019, 18:30

Ich halte Rechtsüberholen aus gutem Grund für verboten und würde deshalb bei einem Mittelspurschleicher eher zwei mal die Spur wechseln, als rechts an ihm vorbeizuziehen.

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Re: Autofahren? Och nee!

Beitrag von Gilbert » Samstag 22. Juni 2019, 06:32

Fahrradfahrer brauchen sich generell nicht zu verstecken, was die Ignoranz von Verkehrsregeln, falschem Verhalten und ungenügendes Einschätzen von Verkehrsituationen etc. im Straßenverkehr betrifft.
Einer von den "Platz da, jetzt komm ich Typen" machte bereits schon die Bekanntschaft mit meiner Motorhaube, weil er die Vorfahrtsregel mißachtete. Das Dumme ist nur, daß in solchen Fällen laut Gesetz allein durch den Betrieb des Autos immer dem Autofahrer bzw. dem Halter des Fahrzeugs eine Mitschuld angelastet wird. Trotz deutlichem Fehlverhalten des Radfahrers.
Damit das Mögliche entsteht, muss immer wieder das Unmögliche versucht werden.
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