Einsamer Igel hat geschrieben: ↑29 Jun 2018 16:05
Macht das hier jemand?
Wie kommt ihr mit den Abenden klar?
Wenn ich spätestens bis 18 Uhr gegessen haben sollte, habe ich ja um 21/22 Uhr wieder Hunger.
Ich esse immer nur kleine Portionen und habe mir angewöhnt, dann eben zu essen, wenn ich Hunger habe. Das schien mir das gesündeste. Nun möchte ich für den Blutzuckerspiegel mal Intervallfasten ausprobieren. Irgendwie frage ich mich, wie das gehen soll?
Einfach sehr früh schlafen gehen?
Oder gewöhnt man sich dran?
Ich mache eigentlich schon seit Jahren IF aka Intermettierendes Fasten.
In der Regel 16-18 Stunden Fasten und 6-8 Stunden essen.
Wobei ich es dabei jetzt nicht soo genau nehme mit dem Zeitfenster und es anpasse an den Alltag.
Für mich (und auch die meisten anderen von denen ich so Erfahrungsberichte darüber gelesen habe) kristallisierte sich ein Fasten von Abends bis zum nächsten Mittag/Nachmittag (je nach dem wann man schlafen geht) als am praktischsten heraus.
Die meisten Verabredungen/sozialen Events sind eher Abends und somit liegt dieser Zeitraum noch im Essenfenster.
Dazu kommt noch, dass die meisten Leute eh von morgens bis nachmittags arbeiten und man somit etwas zu tun hat/beschäftigt ist.
Meiner Erfahrung nach gewöhnt sich der Körper an das Fastenfenster nach 2-3 Wochen des Durchziehens und man verspürt deutlich weniger bis gar keinen Hunger in dieser Zeit.
Früher habe ich auch immer ordentlich gefrühstückt und trotzdem um spätestens 10-11 Uhr wieder Hunger gehabt, aber inzwischen kommt ein leichter Hunger frühestens so um ~12-13 Uhr (ausgehend von einem Essensfenster von 16-24 Uhr) und der lässt sich dann locker mit ein wenig Wasser/Kaffee nach hinten verschieben.
Ansonsten würde ich empfehlen in der Essensphase so 2-3 größere Mahlzeiten zu essen und am besten eine ordentlich große Mahlzeit kurz vor Ende des Essensfensters.
Auch kann man zum Beispiel 1-2 Stücke Obst einbauen, wenn man z.B 16 Stunden als zu lange empfindet und zu starken Hunger bekommt.
Obst hat größtenteils Fruchtzucker welcher direkt die Leberglykogenspeicher, die als erstes aufgebraucht werden beim Fasten, auffüllt.
Aufgebrauchte Leberglykogenspeicher sorgen für ein Hungergefühl.
Ein solcher Obstsnack unterbricht zwar das Fasten, aber dafür fällt es deutlich leichter ein solches Essensfenster einzuhalten.
Abhängig von der eigenen Situation kann ich so ein Vorgehen nur empfehlen.
Man fühlt sich teilweise deutlich energievoller morgens/mittags (besonders wenn man sehr stark auf Kohlenhydrate reagiert und dadurch z.B nach dem Verzehr von größeren Mengen morgens/mittags sehr müde wird), muss sich weniger Gedanken ums Essen morgens/bei der Arbeit machen und es ist z.B auch sehr gut geeignet, wenn man vor hat abzunehmen.
Die meisten Leute essen weiterhin die selben Portionen und sparen durch die gesparten Mahlzeiten/Snacks automatisch Kalorien ein, da es natürlich deutlich schwerer ist in 8 Stunden auf die gleiche Menge an Kalorien zu kommen als in 16 Stunden Essenszeit.