Hinweis: Der Text ist recht direkt. Also lesen wie immer auf eigene Gefahr
https://www.adios-angst.de/warum-leiden ... aenderung/
Das mit dem bequem gemacht, da bin ich mit dem Verallgemeinern vorsichtig.Lilia hat geschrieben: ↑09 Jan 2019 06:13[ ... ] Auch bezüglich dessen, warum es immer wieder zwischen ABs einerseits und Ex-ABs und Non-ABs andererseits Konflikte hier im Forum gibt. [ ... ], ist das Reden darüber, welch tolles Erlebnis der Sprung war, wahrscheinlich eher störend, [ ... ] und sich unverstanden fühlen.
Da stimme ich dir zu, das "bequem gemacht" ist viel zu abwertend und respektiert nicht, dass es Veränderungen im Leben gibt, die für den einen leicht zu bewältigen sind und für andere ein Riesenhindernis darstellen, gleich ob dies das Erlernen einer neuen Sprache, ein Arbeitsplatzwechsel oder Sonstiges ist.Kief hat geschrieben: ↑09 Jan 2019 15:41Das mit dem bequem gemacht, da bin ich mit dem Verallgemeinern vorsichtig.Lilia hat geschrieben: ↑09 Jan 2019 06:13[ ... ] Auch bezüglich dessen, warum es immer wieder zwischen ABs einerseits und Ex-ABs und Non-ABs andererseits Konflikte hier im Forum gibt. [ ... ], ist das Reden darüber, welch tolles Erlebnis der Sprung war, wahrscheinlich eher störend, [ ... ] und sich unverstanden fühlen.
Dem weiteren Konfliktmechanismus stimme ich komplett zu, ich formuliere das gerne mit "triggern".
K
Ja, das kommt mir bekannt vor - auch jetzt noch......Mein Leben wäre eigentlich super, wenn in meinem Kopf nicht so komische Sachen herumspuken würden und mein Körper endlich mal das machen würde, was ich von ihm will....
+1Lilia hat geschrieben: ↑09 Jan 2019 06:13 Ich glaube, dass in dem Text sehr viel Wahres drinsteht. Auch bezüglich dessen, warum es immer wieder zwischen ABs einerseits und Ex-ABs und Non-ABs andererseits Konflikte hier im Forum gibt.
Manchmal kommt es mir so vor, als wären wir hier beim Bungee Jumping. Die, die schon gesprungen sind, sind begeistert und überaus motiviert, den anderen den Sprung schmackhaft zu machen. Springen kann aber nur jeder für sich. Mag sein, dass der ein oder andere davon profitieren kann, sich die Erfahrungen der anderen anzuhören. Dann ist er aber schon innerlich davon überzeugt, auch springen zu können. Für die, die noch mit ihren Ängsten kämpfen, ist das Reden darüber, welch tolles Erlebnis der Sprung war, wahrscheinlich eher störend, weil sie noch an anderen Baustellen, z.B. die Bewältigung ihrer Ängste, zu arbeiten haben und sich unverstanden fühlen.
Tut er das? Habe ich jedenfalls nirgendwo gelesen. Oder machst nicht viel eher du dir gerade etwas leicht, indem du irgendwas reininterpretierst, um dich von oben herab belehrt zu fühlen, und sich somit inhaltlich nicht näher damit auseinandersetzen zu müssen? Genau über solche Abwehrreflexe, wenn auch in deutlich verschärfter Form, handelt ja schließlich der Artikel. Also ist es nur mehr als logisch, dass er diese auch hier bei einigen triggern wird. Aber auch das steht in dem Artikel...
Ganz im Gegenteil. Der Autor zeigt eher auf, wie sehr sich viele Betroffene mit der Zeit immer mehr mit ihrer Leidensgeschichte identifizieren. Umso weiter dieser Prozess voranschreitet, desto stärker werden alle anderen Möglichkeiten abgewehrt, sei es durch offene oder verdeckte Leugnung, Rationalisierung, Sabotage usw. Die Betroffenen wissen also immer weniger, wie es "besser geht".
Es wird eben nur auf das "wollen" ausgerichtet und dahinter bleibt es wieder leer. Ich würde sagen Leute wie diese Frau haben die so Beschriebenen zu einem guten Teil überhaupt erst auf dem Gewissen - und zwar basierend auf 2 Elementen:Morkel hat geschrieben: ↑10 Jan 2019 12:47Tut er das? Habe ich jedenfalls nirgendwo gelesen. Oder machst nicht viel eher du dir gerade etwas leicht, indem du irgendwas reininterpretierst, um dich von oben herab belehrt zu fühlen, und sich somit inhaltlich nicht näher damit auseinandersetzen zu müssen? Genau über solche Abwehrreflexe, wenn auch in deutlich verschärfter Form, handelt ja schließlich der Artikel. Also ist es nur mehr als logisch, dass er diese auch hier bei einigen triggern wird. Aber auch das steht in dem Artikel...
NBUC hat geschrieben: ↑10 Jan 2019 16:12 Es wird eben nur auf das "wollen" ausgerichtet und dahinter bleibt es wieder leer. Ich würde sagen Leute wie diese Frau haben die so Beschriebenen zu einem guten Teil überhaupt erst auf dem Gewissen - und zwar basierend auf 2 Elementen:
- Veränderung braucht Perspektive, denn nicht jede Veränderung ist dann auch eine Verbesserung.
Und es ist anzunehmen, dass die große Mehrzahl an Leuten sich erst dann formell nach Hilfe umsieht - sei es Foren oder auch psychologische Hilfe - wenn sie selbst nciht weiter kommen, also die von ihnen versuchten Änderungen nicht geholfen haben.
- Veränderung braucht Energie. Veränderungen brauchen aktives Agieren und oft auch bei guten Wegen erst einmal einen Weg bergan. Aber die Energie eines jeden ist begrenzt, doppelt, wenn es am Ende keine Auffrischung durch Erfolg gibt.
Ich frage mich, welcher "nicht speziell an einem konkreten Einzelfall ausgerichtete" Beitrag sich dieser Kritik entziehen könnte, also "qualifiziert" wäre. Anders gesagt. Die Kritik ist so allgemein, dass gar keine Option für irgendwas "Qualifiziertes" bleibt, ganz egal was da steht.NBUC hat geschrieben: ↑10 Jan 2019 16:12 Es wird eben nur auf das "wollen" ausgerichtet und dahinter bleibt es wieder leer. Ich würde sagen Leute wie diese Frau haben die so Beschriebenen zu einem guten Teil überhaupt erst auf dem Gewissen - und zwar basierend auf 2 Elementen:
- Veränderung braucht Perspektive, denn nicht jede Veränderung ist dann auch eine Verbesserung. Und es ist anzunehmen, dass die große Mehrzahl an Leuten sich erst dann formell nach Hilfe umsieht - sei es Foren oder auch psychologische Hilfe - wenn sie selbst nciht weiter kommen, also die von ihnen versuchten Änderungen nicht geholfen haben.
- Veränderung braucht Energie. Veränderungen brauchen aktives Agieren und oft auch bei guten Wegen erst einmal einen Weg bergan. Aber die Energie eines jeden ist begrenzt, doppelt, wenn es am Ende keine Auffrischung durch Erfolg gibt.
Rein mit Tschaka wie auch hier wieder kann man Leute ein paar mal in eine Veränderung jagen. Aber wenn das nicht mit fachlicher Beratung einhergeht, dann ist das nur leute dazu zu bringen einen emotionalen Kredit aufzunehmen, welcher sie in einen neuen Durchgang einer Lotterie schickt, zu der sie offenbar grundlegend schlechte Karten haben.
Und wie bei jedem Kredit muss eben irgendwann zurückgezahlt werden und wenn die Investition nicht aufgeht, steht man schlechter da als zuvor.
Es ist also nicht Leiden gegenüber Veränderung allgemein, sonder leiden gegenüber eines weiteren unqualifizierten Veränderungsaufrufs!
Wobei wer so etwas oft genug erlitten hat, ggf auch nicht mehr die Hoffnung und Energie hat sich dann noch einem qualifizierteren Versuch zu stellen - denn scheitern könne auch die noch.
Finde ich zur Abwechslung nicht. Er ist konstruktiv und überhaupt nicht so gehässig und voller Verachtung wie manch anderer Text, geschrieben von Menschen, die meinen, die alleinseligmachende Erkenntnis gewonnen zu haben.
2016 wäre also das Jahr gewesen, in dem ich mich hätte verändern können! Jetzt bleibt alles auf ewig so, wie es ist!Lass uns 2016 zu dem Jahr machen, in dem wir uns gegenseitig noch mehr zu unbequemen Schritten motivieren!
"Sie entscheiden sich für die Unsicherheit der Veränderung und begeben sich mit vollem Bewusstsein auf das Glatteis des Lebens. Manchmal brechen sie dabei kurz ein, aber ihre Rettungstruppe ist stets aktiviert."Morkel hat geschrieben: ↑10 Jan 2019 15:32Ganz im Gegenteil. Der Autor zeigt eher auf, wie sehr sich viele Betroffene mit der Zeit immer mehr mit ihrer Leidensgeschichte identifizieren. Umso weiter dieser Prozess voranschreitet, desto stärker werden alle anderen Möglichkeiten abgewehrt, sei es durch offene oder verdeckte Leugnung, Rationalisierung, Sabotage usw. Die Betroffenen wissen also immer weniger, wie es "besser geht".
Ich habe den fraglichen Text nicht gelesen, habe mich nur auf die Logik NBUCs bezogen. Aber auf Basis deines Zitates: "Unsicherheit", "brechen manchmal kurz ein" - offenbar wissen sie nicht genau, was zu tun ist; sonst gäbe es keine Unsicherheit, und Einbrüche würden vermieden. Was sie wissen ist, dass etwas getan werden muss.Volta hat geschrieben: ↑11 Jan 2019 12:30"Sie entscheiden sich für die Unsicherheit der Veränderung und begeben sich mit vollem Bewusstsein auf das Glatteis des Lebens. Manchmal brechen sie dabei kurz ein, aber ihre Rettungstruppe ist stets aktiviert."Morkel hat geschrieben: ↑10 Jan 2019 15:32Ganz im Gegenteil. Der Autor zeigt eher auf, wie sehr sich viele Betroffene mit der Zeit immer mehr mit ihrer Leidensgeschichte identifizieren. Umso weiter dieser Prozess voranschreitet, desto stärker werden alle anderen Möglichkeiten abgewehrt, sei es durch offene oder verdeckte Leugnung, Rationalisierung, Sabotage usw. Die Betroffenen wissen also immer weniger, wie es "besser geht".
Die Leute wissen also was sie tun sollten und tun das dann. Eben genau das was NBUC gesagt hat.