Sich Selbst anderen ZuMUTen

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Le Chiffre Zéro
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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Sonntag 20. Januar 2019, 19:56

Tania hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 02:58
Ein paar Punkte sind mir allerdings noch unklar. Zum Beispiel schreibst Du zum Zweck besagter Liste:
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 01:29
Sie sollte informieren, und zwar auf eine effiziente Art.
Etwas später folgt dann
Positivpunkte gehörten nicht in die Liste, weil sie das Thema verfehlt hätten.
Warum gehören Positivpunkte nicht zu den wissenswerten Informationen?
Weil es nicht um meine Positivpunkte geht.

Und weil die wenigen Positivpunkte, die ich je gefunden habe, alle jeweils an einen Kontext gebunden waren und daher im Normalfall sowieso nicht griffen, weil keiner dieser Kontexte gegeben war.

Es hätte auch deshalb kaum zur Verbesserung beigetragen, weil, wenn ich mich recht erinnere, ausnahmslos jeder dieser positiven Punkte eine „Kehrseite der Medaille“ hatte, die ihn wieder ins Negative kippen lassen konnte. Das hing jeweils von der Attitüde meines Gegenüber ab. Konkretes Beispiel: Meine Musikalität brachte mir genau gar nichts, wenn a) ich gerade keine Musik machte, und die meiste Zeit machte ich keine Musik, oder b) mein Gegenüber mit der Musik, die ich machte, und/oder der Art, wie ich Musik machte, nichts anfangen konnte.
Tania hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 02:58
Zweite Frage:
Ich wollte immer, daß die Menschen möglichst wenig von mir mitbekommen und möglichst wenig von mir wissen.

Die Liste diente mir als Hilfsmittel, wenn ich mich gezwungen sah, jemanden über mich zu informieren, der – mangels Wissen über mich – nicht verstand, warum ich mich so verhielt, wie ich mich verhielt.
Das verstehe ich als "Ich habe kein Interesse daran, dass jemand diese Liste sieht, fühle mich aber in bestimmten Situationen gezwungen oder verpflichtet, sie zu präsentieren."

Etwas später folgt dann
Zum anderen hat von einer Beurteilung der einzelnen Punkte mir gegenüber nie jemand Gebrauch gemacht. Ehrlich gesagt hatte ich immer gehofft, daß jemand die Liste wirklich bis zum Ende Punkt für Punkt durchgeht und jeden Punkt beurteilt, und zwar mit Begründung. Das geschah aber nie auch nur in Ansätzen.
Das wirkt für mich widersprüchlich. Einerseits würdest Du die Liste freiwillig niemandem zeigen wollen, andererseits wünscht Du Dir, dass jemand sie lesen und Punkt für Punkt kommentieren würde?
… daß jemand von denjenigen, die unbedingt wissen wollten, warum ich mich so verhielt, wie ich mich verhielt (interessanterweise interessiert sich hier jeder nur für diese Liste, aber bezüglich meines Verhaltens hakt niemand nach – das war nämlich nicht minder extrem), und denen ich daher die Liste vorlegte, sich diese tatsächlich durchlesen und auf die einzelnen Punkte eingehen möge.
Tania hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 02:58
Warum? Was erwartest Du davon?
Daß endlich jemand – idealerweise jeder –, der sagte, die Liste sei Unsinn, das auch bitteschön anhand des Inhalts der Liste belegen möge. Und zwar anhand dessen, was wirklich en détail auf der Liste stand – und nicht anhand dessen, was derjenige nach einem nicht einmal einsekündigen Blick auf die Liste annahm, was darauf stünde.

Keine Plattitüden. Belegte, untermauerte Argumente gegen die ganz konkreten Punkte auf dieser Liste.

Statt dessen sahen die Leute vielleicht eine Sekunde auf die Liste und sagten, die Liste sei Unsinn – ohne sich mit dem Inhalt der Liste zu befassen! So etwas konnte ich nicht ernstnehmen, ebensowenig die Leute, die sich so äußerten. Denn sie wußten kein Stück weit, wovon sie eigentlich redeten, weil sie nicht wußten, worüber sie da urteilten. Sie klangen, als wären sie überhaupt nicht von dem überzeugt, was sie sagten, und als sagten sie es nur, „weil man das eben so macht“.

Die Leute wollten, daß ich akzeptierte, daß die Liste Unsinn sei. Da konnte ich auch wollen, daß die Leute mir anhand der Punkte auf der Liste, anhand wirklich jedes letzten Punkts auf der Liste glaubhaft darlegten, daß die Liste Unsinn sei.
Tania hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 02:58
Nebenbei bemerkt: ich würde das sogar tun. Allerdings ausschließlich wenn Dein Wunsch, diese Kommentare zu bekommen, deutlich stärker ist als Deine Aversion gegen das Weitergeben der Liste. Und wenn die 15 Positivaspekte auch draufstehen - meinetwegen dezent untergemischt. So liefest Du zwar Gefahr zu erleben, dass auch diese Punkte neutral oder negativ bewertet werden, aber vielleicht wäre das ja sogar wünschenswert.

Und ich vermute, dass z.B. der Automobilist zu einer ähnlichen Beurteilung bereit wäre. Oder die Optimistin ...
Vielleicht ist dir noch nicht aufgefallen, daß ich fortwährend in der Vergangenheitsform schreibe.

Die Liste ist nämlich seit gut 21 Jahren (Sommer 1997) weder zum Einsatz gekommen noch aktualisiert worden.

Aber womöglich bleibt mir über kurz oder lang nichts anderes übrig, als sowohl die Liste auf Stand Sommer 1997 als auch eine aktualisierte Version auf Stand Winter 2019 per PN zu verschicken – und zwar jeweils mit hinzugefügten Erläuterungen bei nicht selbsterklärenden Punkten. Hier öffentlich posten werde ich sie definitiv nicht! Schon gar nicht mit Erläuterungen.
Tania hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 02:58
Die Frage ist nur: was würden Dir die Beurteilungen von Menschen bringen, die für Dich weder als Partnerin in Frage kommen noch Deine Interessen teilen?
Vor allem, was würden mir die Beurteilungen von Menschen bringen, a) die mich tatsächlich kaum kennen und b) die ich selten bis nie treffe?

Herzlich wenig.

Die Beurteilungen von Menschen, die fünf Tage in der Woche bis zu sieben Stunden lang und jede zweite Woche noch einmal gut fünf Stunden lang meine Anwesenheit ertragen mußten, hätten mir sehr viel mehr gebracht. Denn aus dieser Gruppe kamen diejenigen, die behaupteten, meine Liste und meine ganze Einstellung sei Unsinn, die mir aber immer fundierte Beweise für diese Behauptung schuldig blieben.
Nonkonformist hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 08:22
So eine liste wäre für mich doch zuviel arbeit gewesen.
Nun ja, ich habe nicht sofort eine Liste mit 180 oder mehr Punkten geschrieben. Die wuchs über einen Zeitraum von mindestens zweieinhalb oder drei Jahren.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Hoppala » Montag 21. Januar 2019, 03:23

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 20. Januar 2019, 01:29
Mir ging (und geht) es ja eben gerade nicht darum, daß Menschen mich kennenlernen. Das habe ich mit der Liste nie forcieren wollen. Ich wollte immer, daß die Menschen möglichst wenig von mir mitbekommen und möglichst wenig von mir wissen.
Mit dieser Grundaussage hat sich doch eigentlich jedes weitere Wort zur Frage "Finde ich mal ne Beziehung?", oder auch nur zur allgemeinen Frage "Wie kann ich sozial-emotionale Beziehungen aufnehmen/vertiefen?" erledigt.
Das braucht auch keine Listen oder Argumentationen.
Erst wenn die Konsequenzen aus obiger Aussage und Wunsch für den hier Betroffenen - hier LCZ - ein Problem darstellen, könnte und müste man fragen, woher das Bedürfnis nach Unsichtbarkeit rührt.
Dabei sind dann irgendwelche Listen keine Antwort. Ausschließlich die Aufarbeitung emotionaler Prozesse könnte eine Antwort liefern

Im Grunde sagt die Aussage: "Ich bin an sozial-emotionaler Beziehung gleich welcher Art nicht interessiert."
Was nun zur Anmeldung in einem Forum, das sich mit (mindestens) einem Beziehungsthema beschäftigt, geführt hat? Entweder gilt die Ausage doch nicht so klar, oder es war ein Versehen.
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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Strange Lady » Montag 21. Januar 2019, 05:28

Puh, LeChiffreZero, deine Listen_Story gibt einen ganz schön tiefen Einblick in deine Problematik. Ich weiss gar nicht so recht, was man dir erzählen müsste, um diese bizarre, traumatische Verknotung in dir aufzulösen.
Vielleicht braucht es da auch keine perfekte rationale Gegenerklarung zum Listeninhalt. Sondern einfach nur eine Umarmung und bedingungslose Akzeptanz/Liebe.
Du müsstet das allerdings auch zulassen können.

Im Übrigen: viele hier haben eine innere Liste mit negativen Glaubenssätzen, die in Stein gemeißelt scheinen. Bei dir läuft das kurioserweise auf einer krass bewussten, manifesten Ebene ab.
Irgendwie spannend, das zu lesen.
Bin grad auf dem Sprung, schreibe später vielleicht noch mehr dazu.
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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Tintenmalerin » Samstag 26. Januar 2019, 22:42

Ich hab mittlerweile noch vier andere Bücher aus der Reihe gelesen und bin dabei noch mal auf die Zumutung gestoßen;
"Der tiefste Grund, warum Menschen manchmal auf dem Weg aus der Einsamkeit zurückschrecken, heißt: 'Wer bin ich, dass ich mich anderen zumuten kann?!!' In vielen einsamen Menschen hat sich nämlich die Überzeugung verdichtet, dass sie es nicht wert sind, Herzensbindungen zu anderen Menschen einzugehen. Manche glauben, das 'immer schon zu wissen', bei anderen tritt diese Überzeugung gerade dann zutage, wenn eine Herzensbeziehung greifbar wird.
Dieses 'Wer bin ich denn...' ist grässlicher Nachhall von Verletzungen und Abwertunge, von Gewalt und Leere. Dieses 'Wer bin ich denn...' ist geradezu die Hymne der Einsamkeit, die eine Antwort, eine Alternative verlangt, die wir wie folgt formulieren: 'Auch Sie sind ein wertvoller Mensch, ein Mensch mit einer Seele, die das Recht hat, anderen Seelen zu begegnen, auch Sie sind ein Mensch mit einem Herzen, das voller Gefühle ist, die gehört werden wollen, nach einem Echo verlangen. Menschen brauchen Begegnung und Sie haben das Recht darauf. Menschen brauchen Zugehörigkeit und Sie haben das Recht darauf, mit ihren Schwächen und Stärken, mit ihren Verwundungen und Ihrem Heilwerden, mit dem, was Sie benötigen, und dem, was Sie geben können.'"

Als weitere Hindernisse nennen sie;
Den richtigen Zeitpunkt abwarten
Sich zu viel vorkommen (zu viel Wut, zu viel Trauer, etc. ...)
Sich als Versager fühlen
(Ungesunde) Scham
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 18:47
Tintenmalerin hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 02:01
Darum ging es mir immer und geht es mir heute noch: ob und inwiefern ich anderen Menschen unangenehm bin.
Wenn es dir wirklich darum ginge, was andere von dir halten, würdest du genau die danach fragen.
Wenn du jemandem wirklich unangenehm bist oder jemand dich absolut nicht leiden kann, wird dieser Jemand es dir wohl kaum unverblümt ins Gesicht sagen. Auch auf ausdrückliche Anfrage nicht.
Kommt zum einen auf die Person an und zum anderen gibt es noch die nonverbale Ebene.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 02:01
Was andere an dir nicht mögen kannst du aus nicht wissen.
Ich kann es abschätzen nach der folgenden Formel:

Eigenschaft X kommt in meinem Umfeld nicht gut an
+ Eigenschaft X trifft auf mich zu
= ich werde mein Umfeld mit Eigenschaft X belästigen
Interessant, dein "Umfeld" hat also nur einen Kopf, einen Verstand und eine Abneigung. Da gibt es keine Individuen außer dir.
Wie du schon schreibst: Du kennst mich kaum. So ist klar, daß du dich fragst, warum ich dir unangenehm sein soll. Du weißt es nicht. Du kennst die unangenehmen Eigenschaften an mir nicht.
Nein, ich kenne dich nicht. Das könnte ich ändern, indem ich dich kennenlernen. So funktioniert das meines Wissens. Über eine Liste kann man in meinen Augen niemanden kennenlernen, das sind nur aneinandergereihte, blutleere Eigenschaftswörter. Oder Sätze, wie auch immer diese Liste nun tatsächlich aussieht.
Und nur zur Erinnerung; Du kennst mich auch nicht und weißt daher nicht, was ich bei meinen Mitmenschen ablehne und was nicht.
Wieso sollst du mir unangenehm sein?
Nun fragst du.

Daraufhin ziehe ich die Liste und sage: „Gut, ich möchte, daß du mir sagst, daß nichts an alledem, was hier steht“, mit diesen Worten reiche ich dir die Liste, damit du sie liest, „in irgendeiner Weise negativ und, Schrägstrich, oder unangenehm sein soll.“
Was, wenn jemand sich alle Punkte durchliest und dann meint, dass es darauf nichts gibt, "weswegen du mir unangenehm sein solltest. Keiner der Punkte löst Abscheu oder den Gedanken, nichts und niemals je wieder etwas mit dir zu haben zu wollen, aus." ohne dir zu jedem Punkt bis ins Kleinste zu erklären, warum es ihn nicht stört?

Schöne Ironie übrigens, dass du betonst, dass niemand von sich und anderen auf dich schließen sollte, falscher könnte er nicht liegen oder wie du es noch gleich in deiner alten Signatur formuliert hattest, und gleichzeitig meinst, deine Mitmenschen gut genug beurteilen zu können, um ihr Urteil über dich vorauszusehen.
In nächster Zeit weitgehend abwesend, nur noch sporadisch hier.

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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Strange Lady » Sonntag 27. Januar 2019, 11:24

Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Ich hab mittlerweile noch vier andere Bücher aus der Reihe gelesen und bin dabei noch mal auf die Zumutung gestoßen;
"Der tiefste Grund, warum Menschen manchmal auf dem Weg aus der Einsamkeit zurückschrecken, heißt: 'Wer bin ich, dass ich mich anderen zumuten kann?!!' In vielen einsamen Menschen hat sich nämlich die Überzeugung verdichtet, dass sie es nicht wert sind, Herzensbindungen zu anderen Menschen einzugehen. Manche glauben, das 'immer schon zu wissen', bei anderen tritt diese Überzeugung gerade dann zutage, wenn eine Herzensbeziehung greifbar wird.
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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Siegfried » Sonntag 27. Januar 2019, 12:28

Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Dieses 'Wer bin ich denn...' ist grässlicher Nachhall von Verletzungen und Abwertunge, von Gewalt und Leere. Dieses 'Wer bin ich denn...' ist geradezu die Hymne der Einsamkeit, die eine Antwort, eine Alternative verlangt, die wir wie folgt formulieren: 'Auch Sie sind ein wertvoller Mensch, ein Mensch mit einer Seele, die das Recht hat, anderen Seelen zu begegnen, auch Sie sind ein Mensch mit einem Herzen, das voller Gefühle ist, die gehört werden wollen, nach einem Echo verlangen. Menschen brauchen Begegnung und Sie haben das Recht darauf. Menschen brauchen Zugehörigkeit und Sie haben das Recht darauf, mit ihren Schwächen und Stärken, mit ihren Verwundungen und Ihrem Heilwerden, mit dem, was Sie benötigen, und dem, was Sie geben können.'"
Das sind nur schöne Worte die nichts mit der harten Realität zu tun haben. Nur wenn du alls "wertvoll" von anderen Menschen eingestuft wirst kannst von denen auch fast alles verlangen und bekommen. Bekommt man von den anderen aber den Stempel "wertlos" ist man nur noch Dreck und eine Belästigung die sich sonst wohin verpissen kann. Bestes Beispiel ist doch wie unterschiedlich Tiere von Menschen behandelt werden obwohl ja angeblich alle Tiere gleich sind.

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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von mak1 » Sonntag 27. Januar 2019, 17:35

Siegfried hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 12:28
Das sind nur schöne Worte die nichts mit der harten Realität zu tun haben. Nur wenn du alls "wertvoll" von anderen Menschen eingestuft wirst kannst von denen auch fast alles verlangen und bekommen. Bekommt man von den anderen aber den Stempel "wertlos" ist man nur noch Dreck und eine Belästigung die sich sonst wohin verpissen kann. Bestes Beispiel ist doch wie unterschiedlich Tiere von Menschen behandelt werden obwohl ja angeblich alle Tiere gleich sind.
Siegfried, wenn ich solche Sätze von Dir lese, werde ich den Eindruck nicht los, dass Dein Leben hauptsächlich von unschönen Ereignissen geprägt war. Mir scheint auch, dass es Dir nicht gelungen ist Dich davon zu lösen. Um des eigenen Seelenheils willen.

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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Tintenmalerin » Sonntag 27. Januar 2019, 18:11

Strange Lady hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 11:24
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Ich hab mittlerweile noch vier andere Bücher aus der Reihe gelesen [...]
Aus welchem der Bücher ist es genau?
"Wege finden aus der Einsamkeit" heißt der Band.
Siegfried hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 12:28
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Dieses 'Wer bin ich denn...' ist grässlicher Nachhall von Verletzungen und Abwertunge, von Gewalt und Leere. Dieses 'Wer bin ich denn...' ist geradezu die Hymne der Einsamkeit, die eine Antwort, eine Alternative verlangt, die wir wie folgt formulieren: 'Auch Sie sind ein wertvoller Mensch, ein Mensch mit einer Seele, die das Recht hat, anderen Seelen zu begegnen, auch Sie sind ein Mensch mit einem Herzen, das voller Gefühle ist, die gehört werden wollen, nach einem Echo verlangen. Menschen brauchen Begegnung und Sie haben das Recht darauf. Menschen brauchen Zugehörigkeit und Sie haben das Recht darauf, mit ihren Schwächen und Stärken, mit ihren Verwundungen und Ihrem Heilwerden, mit dem, was Sie benötigen, und dem, was Sie geben können.'"
Das sind nur schöne Worte die nichts mit der harten Realität zu tun haben. Nur wenn du alls "wertvoll" von anderen Menschen eingestuft wirst kannst von denen auch fast alles verlangen und bekommen. Bekommt man von den anderen aber den Stempel "wertlos" ist man nur noch Dreck und eine Belästigung die sich sonst wohin verpissen kann. Bestes Beispiel ist doch wie unterschiedlich Tiere von Menschen behandelt werden obwohl ja angeblich alle Tiere gleich sind.
Es geht doch gar nicht darum, etwas zu verlangen und dann auch zu bekommen. Es geht nicht darum, seinen Willen oder seine Wünsche durchzusetzen, sondern sich anderen Menschen zu öffnen.
Wie wird man denn deiner Meinung nach von seinen Mitmenschen als "wertvoll" eingestuft?
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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Stabil » Sonntag 27. Januar 2019, 18:18

Siegfried hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 12:28
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Dieses 'Wer bin ich denn...' ist grässlicher Nachhall von Verletzungen und Abwertunge, von Gewalt und Leere. Dieses 'Wer bin ich denn...' ist geradezu die Hymne der Einsamkeit, die eine Antwort, eine Alternative verlangt, die wir wie folgt formulieren: 'Auch Sie sind ein wertvoller Mensch, ein Mensch mit einer Seele, die das Recht hat, anderen Seelen zu begegnen, auch Sie sind ein Mensch mit einem Herzen, das voller Gefühle ist, die gehört werden wollen, nach einem Echo verlangen. Menschen brauchen Begegnung und Sie haben das Recht darauf. Menschen brauchen Zugehörigkeit und Sie haben das Recht darauf, mit ihren Schwächen und Stärken, mit ihren Verwundungen und Ihrem Heilwerden, mit dem, was Sie benötigen, und dem, was Sie geben können.'"
Das sind nur schöne Worte ...
Du hast recht, es sind schöne Worte.

Siegfried hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 12:28
... die nichts mit der harten Realität zu tun haben.
Nein, die Realität steht dem nicht entgegen.


Aber leider ist deine Wirklichkeit - das was in dir wirkt - eine andere:
Siegfried hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 12:28
Nur wenn du alls "wertvoll" von anderen Menschen eingestuft wirst kannst von denen auch fast alles verlangen und bekommen. Bekommt man von den anderen aber den Stempel "wertlos" ist man nur noch Dreck und eine Belästigung die sich sonst wohin verpissen kann.
Wie geht es dir, wenn du das von dir selbst vorgesagt bekommst?
* Am meisten schmerzt das Gute, das wir zwar erlebt haben, aber in uns nicht angekommen ist *

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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Sonntag 27. Januar 2019, 20:25

Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Samstag 19. Januar 2019, 18:47
Tintenmalerin hat geschrieben:
Mittwoch 16. Januar 2019, 02:01
Wenn es dir wirklich darum ginge, was andere von dir halten, würdest du genau die danach fragen.
Wenn du jemandem wirklich unangenehm bist oder jemand dich absolut nicht leiden kann, wird dieser Jemand es dir wohl kaum unverblümt ins Gesicht sagen. Auch auf ausdrückliche Anfrage nicht.
Kommt zum einen auf die Person an und zum anderen gibt es noch die nonverbale Ebene.
Wenn ich jemanden ausdrücklich fragen würde, was er von mir hält, wird er wohl kaum nonverbal antworten.

Nonverbale Meinungsbekundungen passieren, und sie sind mir passiert, aber nicht als von mir verlangte Antwort.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Interessant, dein "Umfeld" hat also nur einen Kopf, einen Verstand und eine Abneigung. Da gibt es keine Individuen außer dir.
Mein Umfeld war nicht homogen, aber der Anteil derjenigen, die sich an einer signifikanten Anzahl meiner Eigenschaften gestört haben dürfte, war groß genug.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Wie du schon schreibst: Du kennst mich kaum. So ist klar, daß du dich fragst, warum ich dir unangenehm sein soll. Du weißt es nicht. Du kennst die unangenehmen Eigenschaften an mir nicht.
Nein, ich kenne dich nicht. Das könnte ich ändern, indem ich dich kennenlernen. So funktioniert das meines Wissens. Über eine Liste kann man in meinen Augen niemanden kennenlernen, das sind nur aneinandergereihte, blutleere Eigenschaftswörter. Oder Sätze, wie auch immer diese Liste nun tatsächlich aussieht.
Und nur zur Erinnerung; Du kennst mich auch nicht und weißt daher nicht, was ich bei meinen Mitmenschen ablehne und was nicht.
Wieso sollst du mir unangenehm sein?
Zum einen: Wenn ich von jemandem, den ich nicht kenne, annehme, daß er wie die breite Masse bzw. die Mehrzahl der Menschen bzw. der Mainstream denkt, dann ist die Trefferquote sehr hoch.

Zum anderen: Trotz allem werde ich hier weder die ursprüngliche Liste von 1997 noch eine (noch nicht existente) aktualisierte Version offenlegen. Aber genau das wäre meine Antwort auf dein „wieso“.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Was, wenn jemand sich alle Punkte durchliest und dann meint, dass es darauf nichts gibt, "weswegen du mir unangenehm sein solltest. Keiner der Punkte löst Abscheu oder den Gedanken, nichts und niemals je wieder etwas mit dir zu haben zu wollen, aus." ohne dir zu jedem Punkt bis ins Kleinste zu erklären, warum es ihn nicht stört?
Es sei dieser Person nicht genommen.

Aber anhand des allgemeinen Verhaltens und der daraus extrapolierten Informationen, die ich über die Persönlichkeit dieser Person habe, behalte ich mir vor zu entscheiden, ob ich diese Aussage anerkenne oder nicht. Will sagen: Es gibt Menschen, bei denen ich einigermaßen geneigt bin, das zu glauben (obwohl – was du nicht wissen kannst, weil du den Inhalt der Liste nicht kennst – es bei einigen Punkten auf der Liste schwer zu glauben ist, daß sie jemandem an mir nicht unangenehm sind). Und es gibt Menschen, bei denen ich eher geneigt bin zu glauben, daß sie Bedenken haben, mir die Wahrheit zu sagen, und schnell und einfach aus dem Thema wieder herauskommen und damit abschließen wollen.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Schöne Ironie übrigens, dass du betonst, dass niemand von sich und anderen auf dich schließen sollte, falscher könnte er nicht liegen oder wie du es noch gleich in deiner alten Signatur formuliert hattest, und gleichzeitig meinst, deine Mitmenschen gut genug beurteilen zu können, um ihr Urteil über dich vorauszusehen.
Wie gesagt, Stichworte wie „breite Masse“, „Mehrheit“, „Allgemeinheit“, „Mainstream“.

Weil es mehr Menschen gibt, die „normal“ sind und wie die „breite Masse“ denken, als solche, auf die dies nicht zutrifft, ist meine Trefferquote hoch genug. Im Zusammenhang mit dem Thema bedeutet das:
  • Wenn ich annehme, daß ich jemanden durch meine bloße Anwesenheit stören könnte, ist die Wahrscheinlichkeit, daß ich richtig liege und demjenigen einen Gefallen damit tue, wenn ich mich von ihm fernhalte, höher als die, daß ich falsch liege, und sehr viel höher als die, daß ich demjenigen eher mit meiner Anwesenheit einen Gefallen täte.
  • Wenn ich mich jemandem „zumute“, ist die Wahrscheinlichkeit, daß ich demjenigen tatsächlich unangenehm bin, höher als die, daß ich demjenigen nicht unangenehm bin.
Da ich weder ein rücksichtsloser, arroganter Egoist bin, dem seine Mitmenschen und ihr Wohlbefallen komplett egal ist, noch jemand, der aus welchen Beweggründen auch immer seine Mitmenschen gern vorsätzlich belästigt, ziehe ich diejenige Variante vor, die meinen Mitmenschen mit der geringstmöglichen Wahrscheinlichkeit unangenehm ist.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Siegfried » Montag 28. Januar 2019, 17:05

Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 18:11
Strange Lady hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 11:24
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Ich hab mittlerweile noch vier andere Bücher aus der Reihe gelesen [...]
Aus welchem der Bücher ist es genau?
"Wege finden aus der Einsamkeit" heißt der Band.
Siegfried hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 12:28
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Dieses 'Wer bin ich denn...' ist grässlicher Nachhall von Verletzungen und Abwertunge, von Gewalt und Leere. Dieses 'Wer bin ich denn...' ist geradezu die Hymne der Einsamkeit, die eine Antwort, eine Alternative verlangt, die wir wie folgt formulieren: 'Auch Sie sind ein wertvoller Mensch, ein Mensch mit einer Seele, die das Recht hat, anderen Seelen zu begegnen, auch Sie sind ein Mensch mit einem Herzen, das voller Gefühle ist, die gehört werden wollen, nach einem Echo verlangen. Menschen brauchen Begegnung und Sie haben das Recht darauf. Menschen brauchen Zugehörigkeit und Sie haben das Recht darauf, mit ihren Schwächen und Stärken, mit ihren Verwundungen und Ihrem Heilwerden, mit dem, was Sie benötigen, und dem, was Sie geben können.'"
Das sind nur schöne Worte die nichts mit der harten Realität zu tun haben. Nur wenn du alls "wertvoll" von anderen Menschen eingestuft wirst kannst von denen auch fast alles verlangen und bekommen. Bekommt man von den anderen aber den Stempel "wertlos" ist man nur noch Dreck und eine Belästigung die sich sonst wohin verpissen kann. Bestes Beispiel ist doch wie unterschiedlich Tiere von Menschen behandelt werden obwohl ja angeblich alle Tiere gleich sind.
Es geht doch gar nicht darum, etwas zu verlangen und dann auch zu bekommen. Es geht nicht darum, seinen Willen oder seine Wünsche durchzusetzen, sondern sich anderen Menschen zu öffnen.
Wie wird man denn deiner Meinung nach von seinen Mitmenschen als "wertvoll" eingestuft?
Und wenn dieses sich öffnen keinen Interessiert ? Wie viele z.B. alte Menschen versauern alleine zu Hause oder im Altersheim weil sie niemanden haben oder die Angehörigen/Kinder aus schadenfeinigen Gründen keine Lust haben sich mit ihnen zu beschäftigen. Viele ältere die alleine sind würden sich gern anderen zumuten nur interessiert das keinen weil sie nur stören und keiner mit ihnen was zu tun haben will. Ähnlich geht es auch anderen Außenseitern die nicht dem Mainstream entsprechen. Etwas bekommen kann ja auch in Form von Zeit, Aufmerksamkeit, Liebe, Hilfe, Zuneigung, Zärtlichkeit etc. geschehen und nicht unbedingt was mit materiell Dingen. Wenn dazu aber keiner bereit ist dir das freiwillig zu geben bist du eben wertlos.

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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Strange Lady » Montag 28. Januar 2019, 18:16

Siegfried hat geschrieben:
Montag 28. Januar 2019, 17:05
Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 18:11
Strange Lady hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 11:24

Aus welchem der Bücher ist es genau?
"Wege finden aus der Einsamkeit" heißt der Band.
Siegfried hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 12:28

Das sind nur schöne Worte die nichts mit der harten Realität zu tun haben. Nur wenn du alls "wertvoll" von anderen Menschen eingestuft wirst kannst von denen auch fast alles verlangen und bekommen. Bekommt man von den anderen aber den Stempel "wertlos" ist man nur noch Dreck und eine Belästigung die sich sonst wohin verpissen kann. Bestes Beispiel ist doch wie unterschiedlich Tiere von Menschen behandelt werden obwohl ja angeblich alle Tiere gleich sind.
Es geht doch gar nicht darum, etwas zu verlangen und dann auch zu bekommen. Es geht nicht darum, seinen Willen oder seine Wünsche durchzusetzen, sondern sich anderen Menschen zu öffnen.
Wie wird man denn deiner Meinung nach von seinen Mitmenschen als "wertvoll" eingestuft?
Und wenn dieses sich öffnen keinen Interessiert ? Wie viele z.B. alte Menschen versauern alleine zu Hause oder im Altersheim weil sie niemanden haben oder die Angehörigen/Kinder aus schadenfeinigen Gründen keine Lust haben sich mit ihnen zu beschäftigen. Viele ältere die alleine sind würden sich gern anderen zumuten nur interessiert das keinen weil sie nur stören und keiner mit ihnen was zu tun haben will. Ähnlich geht es auch anderen Außenseitern die nicht dem Mainstream entsprechen. Etwas bekommen kann ja auch in Form von Zeit, Aufmerksamkeit, Liebe, Hilfe, Zuneigung, Zärtlichkeit etc. geschehen und nicht unbedingt was mit materiell Dingen. Wenn dazu aber keiner bereit ist dir das freiwillig zu geben bist du eben wertlos.
+1

Da gebe ich dir recht. Es macht doch keinen Sinn uns hier alles schönzureden.
Es gibt Menschen, die aus den unterschiedlichsten Gründen rausfallen aus sämtlichen sozialen Netzen und Beziehungen. Und das nicht, weil sie sich nicht zu öffnen bereit wären, sondern weil sie sozial schwach, behindert, alt, vulnerabel, krank etc sind.
Manchmal hat es was entlastendes, wenn man nicht für alles die Verantwortung übernimmt.
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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Tintenmalerin » Sonntag 3. Februar 2019, 01:19

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 27. Januar 2019, 20:25
Wenn ich jemanden ausdrücklich fragen würde, was er von mir hält, wird er wohl kaum nonverbal antworten.
Nein, eher nicht. Aber durch nonverbale Signale hat man zumindest Anhaltspunkte, ob jemand das, was er sagt, auch so meint...
Irgendwie liest sich das so, als passiere die Ablehnung schon in deinem Kopf. Du sagst, dass man dir nicht ins Gesicht sagen würde, dass man dich nicht mag, also ist dir das wohl noch nicht (oft) passiert.
Gleichzeitig scheinst du nonverbalen Signalen kaum Beachtung zu schenken.
Also welche Anhaltspunkte bleiben dir, um dir eine Ablehnung daraus zu konstruieren?
Zum anderen: Trotz allem werde ich hier weder die ursprüngliche Liste von 1997 noch eine (noch nicht existente) aktualisierte Version offenlegen. Aber genau das wäre meine Antwort auf dein „wieso“.
Ich habe "sollst" geschrieben, nicht "sollte". Also; Wieso willst du, dass ich dir unangenehm bin?
Zum einen: Wenn ich von jemandem, den ich nicht kenne, annehme, daß er wie die breite Masse bzw. die Mehrzahl der Menschen bzw. der Mainstream denkt, dann ist die Trefferquote sehr hoch.

[...]
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Schöne Ironie übrigens, dass du betonst, dass niemand von sich und anderen auf dich schließen sollte, falscher könnte er nicht liegen oder wie du es noch gleich in deiner alten Signatur formuliert hattest, und gleichzeitig meinst, deine Mitmenschen gut genug beurteilen zu können, um ihr Urteil über dich vorauszusehen.
Wie gesagt, Stichworte wie „breite Masse“, „Mehrheit“, „Allgemeinheit“, „Mainstream“.
Hm. Das nennt sich auch Vorurteile.
Weil es mehr Menschen gibt, die „normal“ sind und wie die „breite Masse“ denken, als solche, auf die dies nicht zutrifft, ist meine Trefferquote hoch genug. Im Zusammenhang mit dem Thema bedeutet das:
  • Wenn ich annehme, daß ich jemanden durch meine bloße Anwesenheit stören könnte, ist die Wahrscheinlichkeit, daß ich richtig liege und demjenigen einen Gefallen damit tue, wenn ich mich von ihm fernhalte, höher als die, daß ich falsch liege, und sehr viel höher als die, daß ich demjenigen eher mit meiner Anwesenheit einen Gefallen täte.
  • Wenn ich mich jemandem „zumute“, ist die Wahrscheinlichkeit, daß ich demjenigen tatsächlich unangenehm bin, höher als die, daß ich demjenigen nicht unangenehm bin.
Und dir fällt nicht auf, dass du es bist, der wegen dieser Annahmen seine Mitmenschen schon profilaktisch ablehnt?
Da ich weder ein rücksichtsloser, arroganter Egoist bin, dem seine Mitmenschen und ihr Wohlbefallen komplett egal ist, noch jemand, der aus welchen Beweggründen auch immer seine Mitmenschen gern vorsätzlich belästigt, ziehe ich diejenige Variante vor, die meinen Mitmenschen mit der geringstmöglichen Wahrscheinlichkeit unangenehm ist.
Schade, dass du es zur Bedingung machst, deinen Mitmenschen aus dem Weg zu kein, um kein rücksichtsloser, arroganter Egoist zu sein.
Siegfried hat geschrieben:
Montag 28. Januar 2019, 17:05
Und wenn dieses sich öffnen keinen Interessiert ? Wie viele z.B. alte Menschen versauern alleine zu Hause oder im Altersheim weil sie niemanden haben oder die Angehörigen/Kinder aus schadenfeinigen Gründen keine Lust haben sich mit ihnen zu beschäftigen. Viele ältere die alleine sind würden sich gern anderen zumuten nur interessiert das keinen weil sie nur stören und keiner mit ihnen was zu tun haben will. Ähnlich geht es auch anderen Außenseitern die nicht dem Mainstream entsprechen.
Wenn es keinen interessiert, ist das bitter, um nicht zu sagen schleichendes Gift.
Ich kenne das Gefühl, nicht zu zählen und niemanden zu interessieren. Aber dann habe ich angefangen, mich den Menschen zu öffnen, die schon in meinem Leben waren und auf Menschen zuzugehen, bei denen ich das intuitive Gefühl hatte, auf einer Wellenlänge zu sein. Und ich habe mich wieder für meine Mitmenschen interessiert.
Das hat einen riesigen Unterschie gemacht, von daher glaube ich, dass es nur in Extremfällen tatsächlich niemanden gibt, der sich für einen interessiert oder interessieren könnte.
Etwas bekommen kann ja auch in Form von Zeit, Aufmerksamkeit, Liebe, Hilfe, Zuneigung, Zärtlichkeit etc. geschehen und nicht unbedingt was mit materiell Dingen. Wenn dazu aber keiner bereit ist dir das freiwillig zu geben bist du eben wertlos.
Mir ging es auch nicht um materielle Dinge, sondern um Zuwendung, also all das, was du genannt hast.
Wertlos ist niemand.
Strange Lady hat geschrieben:
Montag 28. Januar 2019, 18:16
Manchmal hat es was entlastendes, wenn man nicht für alles die Verantwortung übernimmt.
Für den Moment... Aber verleitet einen das nicht auf Dauer dazu, überhaupt nicht mehr zu versuchen, etwas zu ändern? Hat für mich was von erlernter Hilflosigkeit.
Wer, wenn nicht man selbst, kann denn die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen und Entscheidungen für sich treffen?
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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von silentium » Sonntag 3. Februar 2019, 15:02

Aber verleitet einen das nicht auf Dauer dazu, überhaupt nicht mehr zu versuchen, etwas zu ändern? Hat für mich was von erlernter Hilflosigkeit.
Wer, wenn nicht man selbst, kann denn die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen und Entscheidungen für sich treffen?
Energie ist endlich.

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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Tintenmalerin » Sonntag 3. Februar 2019, 15:59

silentium hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 15:02
Aber verleitet einen das nicht auf Dauer dazu, überhaupt nicht mehr zu versuchen, etwas zu ändern? Hat für mich was von erlernter Hilflosigkeit.
Wer, wenn nicht man selbst, kann denn die Verantwortung für das eigene Leben übernehmen und Entscheidungen für sich treffen?
Energie ist endlich.
Richtig. Was willst du damit sagen?
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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Sonntag 3. Februar 2019, 19:14

Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 01:19
Irgendwie liest sich das so, als passiere die Ablehnung schon in deinem Kopf. Du sagst, dass man dir nicht ins Gesicht sagen würde, dass man dich nicht mag, also ist dir das wohl noch nicht (oft) passiert.
Gleichzeitig scheinst du nonverbalen Signalen kaum Beachtung zu schenken.
Also welche Anhaltspunkte bleiben dir, um dir eine Ablehnung daraus zu konstruieren?
  • mehrmaliger unverblümter verbaler Hinweis, daß meine Anwesenheit stört und ich verschwinden soll (in sehr unterschiedlichen Situationen und nie von derselben Person zweimal, also von entsprechend vielen Personen)
  • 1× passiert: Zettelchen im Unterricht, geschrieben von meiner rechten Sitznachbarin, adressiert an jemanden noch weiter rechts – es sollte also nicht mich passieren. Ich habe es trotzdem gelesen. Inhalt: Ich tat etwas, womit ich laut Zettelchen allen Anwesen auf die Nerven ginge – obwohl es weder verwerflich noch anzüglich noch auffällig noch anderweitig negativ besetzt war.
  • verschiedene Instanzen verschiedener Arten des nonverbalen Verhaltens mir gegenüber, die aber nicht auf meine Anfrage hin geschahen
  • obendrein war ich ganz und gar nicht die Art Mensch, die – jeweils individuell! – einem erheblichen Teil meiner Mitschüler angenehm und/oder sympathisch war, im Gegenteil
Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 01:19
Ich habe "sollst" geschrieben, nicht "sollte". Also; Wieso willst du, dass ich dir unangenehm bin?
Um dich geht es hier überhaupt nicht oder darum, ob du unangenehm bist.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 01:19
Zum einen: Wenn ich von jemandem, den ich nicht kenne, annehme, daß er wie die breite Masse bzw. die Mehrzahl der Menschen bzw. der Mainstream denkt, dann ist die Trefferquote sehr hoch.

[...]
Tintenmalerin hat geschrieben:
Samstag 26. Januar 2019, 22:42
Schöne Ironie übrigens, dass du betonst, dass niemand von sich und anderen auf dich schließen sollte, falscher könnte er nicht liegen oder wie du es noch gleich in deiner alten Signatur formuliert hattest, und gleichzeitig meinst, deine Mitmenschen gut genug beurteilen zu können, um ihr Urteil über dich vorauszusehen.
Wie gesagt, Stichworte wie „breite Masse“, „Mehrheit“, „Allgemeinheit“, „Mainstream“.
Hm. Das nennt sich auch Vorurteile.
Nein, das nennt sich „Empirie“ und basiert auf realen Beobachtungen und Wahrnehmungen meinerseits über Jahre, d. h. inzwischen Jahrzehnte.

Abgesehen davon haben diese Menschen durch mein Verhalten gegenüber ja keinerlei Nachteile. Ein Vorurteil ist etwas Negatives; was ich tue, ist für diese Menschen allenfalls neutral und bestenfalls positiv.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 01:19
Und dir fällt nicht auf, dass du es bist, der wegen dieser Annahmen seine Mitmenschen schon profilaktisch ablehnt?
Ich lehne sie nicht ab. Ich bewahre sie vor mir.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Tintenmalerin » Montag 4. Februar 2019, 00:31

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 19:14
Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 01:19
Irgendwie liest sich das so, als passiere die Ablehnung schon in deinem Kopf. Du sagst, dass man dir nicht ins Gesicht sagen würde, dass man dich nicht mag, also ist dir das wohl noch nicht (oft) passiert.
Gleichzeitig scheinst du nonverbalen Signalen kaum Beachtung zu schenken.
Also welche Anhaltspunkte bleiben dir, um dir eine Ablehnung daraus zu konstruieren?
  • mehrmaliger unverblümter verbaler Hinweis, daß meine Anwesenheit stört und ich verschwinden soll (in sehr unterschiedlichen Situationen und nie von derselben Person zweimal, also von entsprechend vielen Personen)
  • 1× passiert: Zettelchen im Unterricht, geschrieben von meiner rechten Sitznachbarin, adressiert an jemanden noch weiter rechts – es sollte also nicht mich passieren. Ich habe es trotzdem gelesen. Inhalt: Ich tat etwas, womit ich laut Zettelchen allen Anwesen auf die Nerven ginge – obwohl es weder verwerflich noch anzüglich noch auffällig noch anderweitig negativ besetzt war.
  • verschiedene Instanzen verschiedener Arten des nonverbalen Verhaltens mir gegenüber, die aber nicht auf meine Anfrage hin geschahen
  • obendrein war ich ganz und gar nicht die Art Mensch, die – jeweils individuell! – einem erheblichen Teil meiner Mitschüler angenehm und/oder sympathisch war, im Gegenteil
Soweit ich das verstanden habe, liegt das alles Jahre zurück in deiner Schulzeit.
Mir ging es um die Gegenwart.
Abgesehen davon ist der letzte Punkt kein eigener Punkt, sondern die Überzeugung, die auf den anderen Punkten basiert.
Warum findest du das fettmarkierte relevant?
Tintenmalerin hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 01:19
Ich habe "sollst" geschrieben, nicht "sollte". Also; Wieso willst du, dass ich dir unangenehm bin?
Um dich geht es hier überhaupt nicht oder darum, ob du unangenehm bist.
Ich war gestern offensichtlich nicht ganz wach siehe auch "profilaktisch"... Da hab ich die Pronomen vertauscht.
Nein, um mich geht es nicht, also formuliere ich es um; Wieso sollst du jemandem unangenehm sein, wieso willst du das?
Nein, das nennt sich „Empirie“ und basiert auf realen Beobachtungen und Wahrnehmungen meinerseits über Jahre, d. h. inzwischen Jahrzehnte.
Ich behaupte mal, dass deine Beobachtungen sehr von deiner Überzeugung gefärbt sind. Ich glaube nicht, dass du noch oft riskiert hast, jemanden an dich heranzulassen. Und damit riskierst du auch nicht, positive Erfahrungen zu machen.
Abgesehen davon haben diese Menschen durch mein Verhalten gegenüber ja keinerlei Nachteile. Ein Vorurteil ist etwas Negatives; was ich tue, ist für diese Menschen allenfalls neutral und bestenfalls positiv.
Es bleibt eine vorgefertigte Meinung, die mit dem Gegenüber selbst nichts zu tun hat. Ein Vorurteil, unabhängig davon, wie jemand (oder du...) dein daraus resultierendes Verhalten bewertet.
Ich lehne sie nicht ab. Ich bewahre sie vor mir.
Das mag deine Absicht sein - und nobel klingen - aber Ablehnung ist das, was bei deinem Gegenüber ankommt.
Du verbirgst dich selbst vor ihm, gibst ihm gar nicht erst die Möglichkeit, dich kennenzulernen, und nimmst ihm somit die Chance, dir zu beweisen, dass er dich akzeptieren kann oder sogar mag.
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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Hoppala » Montag 4. Februar 2019, 05:19

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Sonntag 3. Februar 2019, 19:14
Abgesehen davon haben diese Menschen durch mein Verhalten gegenüber ja keinerlei Nachteile. Ein Vorurteil ist etwas Negatives; was ich tue, ist für diese Menschen allenfalls neutral und bestenfalls positiv.
Das weißt du nicht.
Jedenfalls nicht, wie "diese Menschen" es beurteilen oder beurteilen würden.
Du hast dir da eine ziemlich runde, aber auch auffällig realitätsfern kontruierte self-fulfilling prophecy gebaut. "Achtung, menschenfressender Löwe!" - "Warum schreien Sie so - wo ist denn hier ein Löwe?" - "Eben: hab ich gerad verscheucht. ACHTUNG!"
Welche prägenden und offenbar nie wirklich verarbeiteten unangenehmen Erfahrungen da auch immer am Anfang getanden haben mögen.

Die einizige Frage ist: bist du damit zufrieden, oder willst du auch ein grundlegend anderes, eigenes Herangehen mit Potential auf mehr Zufriedenheit (kennen)lernen/erfahren?
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Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Montag 4. Februar 2019, 13:01

Tintenmalerin hat geschrieben:
Montag 4. Februar 2019, 00:31
Soweit ich das verstanden habe, liegt das alles Jahre zurück in deiner Schulzeit.
Mir ging es um die Gegenwart.
Ich sehe nicht, wie sich grundsätzlich so viel geändert haben soll, wenn ich mich selbst nicht drastisch zum Besseren verändert habe. Und das habe ich nicht. Im Gegenteil.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Montag 4. Februar 2019, 00:31
Abgesehen davon ist der letzte Punkt kein eigener Punkt, sondern die Überzeugung, die auf den anderen Punkten basiert.
Zu erheblich größeren Teilen basierte sie auf dem Abgleich folgender Faktoren:
  • Wie sind meine Mitmenschen? Welche Attribute machen sie aus?
  • Welche Attribute finden meine Mitmenschen an anderen Menschen sympathisch und was nicht?
  • Welche dieser Attribute treffen auf mich zu und welche nicht?
Ganz simpel erklärt:

(Ich bin/habe X + in meinem Umfeld ist/hat sonst niemand X + in meinem Umfeld findet niemand X positiv) × ein paar Dutzend = zu erwartende Abneigung meiner Person in meinem Umfeld.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Montag 4. Februar 2019, 00:31
Warum findest du das fettmarkierte relevant?
Weil du mich ursprünglich gefragt hast, ob schon einmal jemand auf meine Anfrage hin, was derjenige von mir hält, nonverbal sein Mißfallen/Ungemach ausgedrückt hat. Auf meine Anfrage hin. Ich habe es verneint.

Aber: Es haben schon Leute ihr Mißfallen/Ungemach ausgedrückt, ohne daß ich sie nach einer Meinung gefragt hatte. Darum ging es aber in deiner Frage nicht.

Damit das nicht durcheinandergebracht wird, habe ich diesen Passus gesondert hervorgehoben.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Montag 4. Februar 2019, 00:31
Nein, um mich geht es nicht, also formuliere ich es um; Wieso sollst du jemandem unangenehm sein, wieso willst du das?
Wo steht geschrieben, daß ich das will?

Ich will es nicht. Ich habe darauf ganz einfach keinen Einfluß – jedenfalls nicht mit geringeren Maßnahmen als einer charakterlichen Zwangs-Totalumstellung und einer ganzen Menge an chirurgischen Eingriffen mit Gesamtkosten im geschätzt sechsstelligen Eurobereich.

Du deutest sehr viel in meine Worte hinein, was da gar nicht steht. Und da steht tatsächlich nichts.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Montag 4. Februar 2019, 00:31
Nein, das nennt sich „Empirie“ und basiert auf realen Beobachtungen und Wahrnehmungen meinerseits über Jahre, d. h. inzwischen Jahrzehnte.
Ich behaupte mal, dass deine Beobachtungen sehr von deiner Überzeugung gefärbt sind. Ich glaube nicht, dass du noch oft riskiert hast, jemanden an dich heranzulassen. Und damit riskierst du auch nicht, positive Erfahrungen zu machen.
Wie hoch schätzt du – gemessen an dem, was du von mir weißt, und zwar nicht nur aus diesem Thread, sondern durch allgemein alles, was ich hier im AB-Treff so schreibe – die Wahrscheinlichkeit ein, daß mich jemand, der mich nicht kennt und dann kennenlernt, länger als fünf Minuten sympathisch findet? Länger als eine Stunde? Dauerhaft gar?

Ich selbst schätze die Wahrscheinlichkeit als deutlich unter 50% ein.

Nehmen wir an, ich versuche, möglichst viele Menschen kennenzulernen, und verstelle mich dabei nicht. Resultat: Die Gesamtzahl derjenigen, die es als angenehm empfanden, mich kennenzulernen, plus die Gesamtzahl derjenigen, die es als neutral empfanden, plus ich ergibt eine Anzahl Menschen, die kleiner ist als die Gesamtzahl derjenigen, die es als unangenehm empfanden, mich kennenzulernen.

Das wiederum heißt: Diejenigen Menschen, denen es dadurch schlecht erging, machen die Mehrzahl aus.

Ist das einigermaßen nachvollziehbar?

Das heißt, wie gut glaubst du mich zu kennen, daß du glaubst, das besser einschätzen zu können als ich? Wohlgemerkt, du hast mich noch nie persönlich getroffen. Du hast mich also noch nie gesehen. Du weißt daher über mein Aussehen schon einmal genau gar nichts.
Tintenmalerin hat geschrieben:
Montag 4. Februar 2019, 00:31
Abgesehen davon haben diese Menschen durch mein Verhalten gegenüber ja keinerlei Nachteile. Ein Vorurteil ist etwas Negatives; was ich tue, ist für diese Menschen allenfalls neutral und bestenfalls positiv.
Es bleibt eine vorgefertigte Meinung, die mit dem Gegenüber selbst nichts zu tun hat. Ein Vorurteil, unabhängig davon, wie jemand (oder du...) dein daraus resultierendes Verhalten bewertet.
Ich lehne sie nicht ab. Ich bewahre sie vor mir.
Das mag deine Absicht sein - und nobel klingen - aber Ablehnung ist das, was bei deinem Gegenüber ankommt.
Du verbirgst dich selbst vor ihm, gibst ihm gar nicht erst die Möglichkeit, dich kennenzulernen, und nimmst ihm somit die Chance, dir zu beweisen, dass er dich akzeptieren kann oder sogar mag.
Noch einmal: Wie groß schätzt du – gemessen an dem, was du von mir weißt – die Wahrscheinlichkeit ein, daß genau das passiert, und zwar im Verhältnis zur Wahrscheinlichkeit, daß derjenige mich nicht leiden kann?
Hoppala hat geschrieben:
Montag 4. Februar 2019, 05:19
Die einizige Frage ist: bist du damit zufrieden, oder willst du auch ein grundlegend anderes, eigenes Herangehen mit Potential auf mehr Zufriedenheit (kennen)lernen/erfahren?
Ich komme mit meiner Vorgehensweise und den Konsequenzen sehr gut klar, danke der Nachfrage.

Auch wenn einige hier das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in Frage stellen oder gar als „gelogen“ bezeichnen werden.
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

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Ich suche hier ...: nur Austausch.

Re: Sich Selbst anderen ZuMUTen

Beitrag von Nonkonformist » Montag 4. Februar 2019, 13:27

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Montag 4. Februar 2019, 13:01
Ich will es nicht. Ich habe darauf ganz einfach keinen Einfluß – jedenfalls nicht mit geringeren Maßnahmen als einer charakterlichen Zwangs-Totalumstellung und einer ganzen Menge an chirurgischen Eingriffen mit Gesamtkosten im geschätzt sechsstelligen Eurobereich.
Ich weiß nicht wie du aussiehst aber zumindestens für freundschaften ist den äußeren meist nebensache.
Mich treu bleiben war auch immer eine meiner wichtichsten credos, den ich bis zum jetzigen tag handhabe.
Sehr mainstream bin ich in meinen vorlieben und hobbys meist auch nicht.
Trotzdem hat es immer menschen gegeben die mit mir klar gekommen sind, ohne das ich mich deswegen verbiegen müßte.
Es haben sich sogar mal einige in mich verknallt.
Zumindstens mit den anderen nerds und geeks und kreativen bin ich gut ausgekommen, und ab und zu war auch mal ein normalo dazwischen.

Ich gehöre zu den menschen die die versager und loser und verträumte idealisten häufig interessanter und sympatischer fand als die ganzen alpha-gewinner, auch in filme und TV-serien, aber davon gibt es schon mehreren. Nicht jeder ist so ein bedingungsloser alphatyp-verehrer, auch wann man hier im forum manchmal ein bisschen verzweiiffelt.

So eine trefferchance von fast 0% wundert mich ein bisschen.
I Yam What I Yam & Dats What I Yam - (Popeye the Sailorman.)

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