Datinghölle Berlin

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Kalypso
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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Kalypso » Freitag 10. Mai 2019, 18:40

Dieerrax hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 13:29
Kalypso hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 13:26
Die Einstellung, dass frau sich darüber ärgert und auslässt, dass ein ONS-Kerl nichts anderes außer Sex mit ihr haben möchte, finde ich höchst affig. :specht:
Sagst du mir als Autistin (aber auch für andere neuronormative Frauen hier im Forum wird das wichtig sein) wie frau den Unterschied auf den ersten Blick erkennt? Woran erkenne ich das? Eine Kerle, die ich hatte, waren "ONS-Kerle".

Wenn ich mich als Frau auf einen ONS einlasse, dann weiß ich doch was ich da für einen Kerl vor mir habe, und kann nicht mehr erwarten.
Wenn ich also bei Tinder oder einer Singlebörse angemeldet bin, und bekomme ein entsprechendes Angebot, ist es meine Entscheidung, ob ich darauf eingehen möchte, oder eben nicht.
Natürlich ist es möglich, dass sich aus einem ONS etwas entwickelt, aber davon auszugehen und sich dann zu ärgern, wenn es nicht klappte, finde ich eben affig.
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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Dieerrax » Freitag 10. Mai 2019, 18:46

Kalypso hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 18:40
Wenn ich mich als Frau auf einen ONS einlasse, dann weiß ich doch was ich da für einen Kerl vor mir habe, und kann nicht mehr erwarten. Wenn ich also bei Tinder oder einer Singlebörse angemeldet bin, und bekomme ein entsprechendes Angebot, ist es meine Entscheidung, ob ich darauf eingehen möchte, oder eben nicht. Natürlich ist es möglich, dass sich aus einem ONS etwas entwickelt, aber davon auszugehen und sich dann zu ärgern, wenn es nicht klappte, finde ich eben affig.
Verstehe - du bist also fürs Warten mit Sex. Ich meinte eher: alle Männer hatten nur sexuelles Interesse. (Und nö, mit ihnen geschlafen habe ich nicht.)

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Kalypso » Freitag 10. Mai 2019, 18:51

Dieerrax hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 18:46
Kalypso hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 18:40
Wenn ich mich als Frau auf einen ONS einlasse, dann weiß ich doch was ich da für einen Kerl vor mir habe, und kann nicht mehr erwarten. Wenn ich also bei Tinder oder einer Singlebörse angemeldet bin, und bekomme ein entsprechendes Angebot, ist es meine Entscheidung, ob ich darauf eingehen möchte, oder eben nicht. Natürlich ist es möglich, dass sich aus einem ONS etwas entwickelt, aber davon auszugehen und sich dann zu ärgern, wenn es nicht klappte, finde ich eben affig.
Verstehe - du bist also fürs Warten mit Sex.
Das habe ich nirgendswo geschrieben. :specht:
Es reicht einfach das zu lesen, was oben steht.
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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Dieerrax » Freitag 10. Mai 2019, 18:59

Kalypso hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 18:51
Dieerrax hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 18:46
Kalypso hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 18:40
Wenn ich mich als Frau auf einen ONS einlasse, dann weiß ich doch was ich da für einen Kerl vor mir habe, und kann nicht mehr erwarten. Wenn ich also bei Tinder oder einer Singlebörse angemeldet bin, und bekomme ein entsprechendes Angebot, ist es meine Entscheidung, ob ich darauf eingehen möchte, oder eben nicht. Natürlich ist es möglich, dass sich aus einem ONS etwas entwickelt, aber davon auszugehen und sich dann zu ärgern, wenn es nicht klappte, finde ich eben affig.
Verstehe - du bist also fürs Warten mit Sex.
Das habe ich nirgendswo geschrieben. :specht:
Es reicht einfach das zu lesen, was oben steht.
Ich verstehe dich nicht. Wenn ich nicht warte, dann ist doch allein in seiner Hand ob es ein ONS ist oder nicht.
Und es beantwortet auch die Frage nicht, wie frau nicht-sexuelles Interesse generiert in Zeiten des Dauerswipes (da muss man noch nicht mal drauf sein, um ihm zu suggerieren, dass es unendliche Möglichkeiten gibt).

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Reinhard » Freitag 10. Mai 2019, 23:11

Dieerrax hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 18:59
Ich verstehe dich nicht. Wenn ich nicht warte, dann ist doch allein in seiner Hand ob es ein ONS ist oder nicht.
Wieso allein in seiner Hand? Du kannst doch genauso nach dem ersten Sex abbrechen.

Dieerrax hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 18:59
Und es beantwortet auch die Frage nicht, wie frau nicht-sexuelles Interesse generiert in Zeiten des Dauerswipes (da muss man noch nicht mal drauf sein, um ihm zu suggerieren, dass es unendliche Möglichkeiten gibt).

Tja. Wer ist in der heutigen Welt schon interessant ... :fessel:
Mag ja sein, dass jeder seines Glückes Schmied ist.

Aber dabei sollte nicht vergessen werden, dass manche von Haus aus eine komplette Werkstatt mitbekommen, und andere nur einen Hammer und nicht mal einen Amboss.

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Dieerrax » Freitag 10. Mai 2019, 23:12

Lilia hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 18:11
Ich habe ein ganz anderes Bild von Berlin und den Menschen dort. Ich hab den Eindruck, dass du Menschen zu zu schnell und zu sehr kategorisierst. Im Feministen und Antifeministen, Linke und Konservative, für dich macht es einen Unterschied, ob jemand WOC ist oder nicht, etc. Vielleicht bewegst du dich dadurch in einem Umfeld, dass sich nicht viel Zeit lässt, Menschen wirklich kennenzulernen.
Es macht für quasi alles einen Unterschied, ob man weiß ist oder nicht. Aber ja, gibt Weiße, die wollen das nicht verstehen. Da kannst du noch so viele Zahlen zeigen zu Verdienstunterschieden, Unterschieden bei gleichem Verbrechen im Strafmaß etc. Das ist immer sehr schade. Hier noch eine Empfehlung. Das du "menschenverachtend" gegen mich dann so stehen lässt - wundert nicht. Passt rein. Aber Kategorien sind wie wir schon hatten auch sehr deins - das haben du und ich gemein und das ist okay, weil Kategorien schützen. Für dich gibt's dann halt die Rigaer und die sind dann halt so. Es macht auch einen Riesenunterschied ob man/frau arm oder reich, Heimkind oder nicht etc ist. Das sind alles Kategorien und die sind sehr wichtig, wenn man soziale Gerechtigkeit erreichen will.

Ich lerne viele Menschen kennen - ich habe auch viele Freunde. Worüber sich der Artikel beschwert ist Respektlosigkeit bei "ich will nur f*ck". Da ist auch nicht viel mit kennen lernen. Dass du das so verdrehst in ICH will nicht kennen lernen. Okay, da macht dann Dialog auch eher weniger Sinn. Aber dass es für dich und mich keinen Sinn macht - das wussten du und ich schon. Warum also der Nachschlag? :gruebel:

Worüber ich mich auch beschwert habe: das die Männer, die ich kennen lerne und die passen würden, schon vergeben sind. ;) Weil die eben sehr beliebt sind, als Feministen. Die kann ich dann noch so lange kennen lernen.

Wie du und alle anderen hier aber jeden Tag sehen kannst - würde es nicht passen. Das das trotz täglichem Gegenbeweis nicht akzeptiert wird, empfinde ich als bizarr. Es geht doch auch niemanden zu NBUC und sagt ihm "nimm doch jetzt endlich ne Feministin". :specht: Macht das doch mal! Wieso eigentlich nicht? Ernst gemeinte Frage (nicht an dich, bei dir ist es ja klar- es ging dir nicht um sein Argument, sondern um Gefechte zwsichen dir und mir).

Es ist sehr wichtig für mich mich zu schützen und das ist ein langer steiniger Weg. Da brauche ich nicht jeden Tag den Beweis, "ja, immernoch megawichtig." Weiß ich schon.

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Dieerrax » Freitag 10. Mai 2019, 23:13

Reinhard hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 23:11
Dieerrax hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 18:59
Ich verstehe dich nicht. Wenn ich nicht warte, dann ist doch allein in seiner Hand ob es ein ONS ist oder nicht.
Wieso allein in seiner Hand? Du kannst doch genauso nach dem ersten Sex abbrechen.
:lach: Aber Reinhard, ich würde doch nie nach dem ersten Sex abbrechen. Warum sollte ich? Ich suche doch nicht nur Sex. Ich will eine Beziehung. Und wie würde "brich du doch ab" zu einer Beziehung führen jemals wenn das alles ist, was ich an Interesse generiere? "Schmeiß doch dein Glück gleich in den Brunnen, dann ist besser" :hammer:

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Reinhard » Freitag 10. Mai 2019, 23:21

Dieerrax hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 23:13
Reinhard hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 23:11
Wieso allein in seiner Hand? Du kannst doch genauso nach dem ersten Sex abbrechen.
:lach: Aber Reinhard, ich würde doch nie nach dem ersten Sex abbrechen. Warum sollte ich? Ich suche doch nicht nur Sex. Ich will eine Beziehung. Und wie würde "brich du doch ab" zu einer Beziehung führen jemals wenn das alles ist, was ich an Interesse generiere? "Schmeiß doch dein Glück gleich in den Brunnen, dann ist besser" :hammer:
Es wird sicher Gründe geben, an denen du zwischen dem ersten und dem zweiten Sex merken kannst, dass der Kerl nichts für dich ist. Und in dem Fall kannst du eben abbrechen.

Die Intention, eine Beziehung aufzubauen, verpflichtet doch nicht dazu, es auf keinen Fall zu einem ONS werden zu lassen, also nur 0-mal oder mindestens 2-mal mit jemandem zu schlafen. Es erfordert höchstens Offenheit auf ein Sich-einlassen, aber DAS ist auf ganz anderen Ebene.
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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Dieerrax » Samstag 11. Mai 2019, 01:08

Reinhard hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 23:21
Gründe geben, an denen du zwischen dem ersten und dem zweiten Sex merken kannst, dass der Kerl nichts für dich ist. Und in dem Fall kannst du eben abbrechen.
Nö. (Also stimmt bestimmt für andere Frauen, für mich: nein.) Aber ich kann mir Sex auch nur vorstellen, wenn ich weiß "mit dem will ich zusammen sein!" Sex fehlt mir nicht so. Eine Beziehung fehlt mir. Also klar, Sex ist schön. Aber nicht einfach so. (Für mich wie gesagt!)
Reinhard hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 23:21
Die Intention, eine Beziehung aufzubauen, verpflichtet doch nicht dazu, es auf keinen Fall zu einem ONS werden zu lassen, also nur 0-mal oder mindestens 2-mal mit jemandem zu schlafen. Es erfordert höchstens Offenheit auf ein Sich-einlassen, aber DAS ist auf ganz anderen Ebene.
Genau. Und die ist auf anderer Seite meistens nicht gegeben. Und bei mir nie. Weil die auf mein Äußeres anspringen und mein Inneres, meinen Autismus, ablehnen.

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Lilia » Samstag 11. Mai 2019, 07:58

Dieerrax hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 23:12
Lilia hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 18:11
Ich habe ein ganz anderes Bild von Berlin und den Menschen dort. Ich hab den Eindruck, dass du Menschen zu zu schnell und zu sehr kategorisierst. Im Feministen und Antifeministen, Linke und Konservative, für dich macht es einen Unterschied, ob jemand WOC ist oder nicht, etc. Vielleicht bewegst du dich dadurch in einem Umfeld, dass sich nicht viel Zeit lässt, Menschen wirklich kennenzulernen.
Es macht für quasi alles einen Unterschied, ob man weiß ist oder nicht. Aber ja, gibt Weiße, die wollen das nicht verstehen. Da kannst du noch so viele Zahlen zeigen zu Verdienstunterschieden, Unterschieden bei gleichem Verbrechen im Strafmaß etc. Das ist immer sehr schade. Hier noch eine Empfehlung. Das du "menschenverachtend" gegen mich dann so stehen lässt - wundert nicht. Passt rein. Aber Kategorien sind wie wir schon hatten auch sehr deins - das haben du und ich gemein und das ist okay, weil Kategorien schützen. Für dich gibt's dann halt die Rigaer und die sind dann halt so. Es macht auch einen Riesenunterschied ob man/frau arm oder reich, Heimkind oder nicht etc ist. Das sind alles Kategorien und die sind sehr wichtig, wenn man soziale Gerechtigkeit erreichen will.

Ich lerne viele Menschen kennen - ich habe auch viele Freunde. Worüber sich der Artikel beschwert ist Respektlosigkeit bei "ich will nur f*ck". Da ist auch nicht viel mit kennen lernen. Dass du das so verdrehst in ICH will nicht kennen lernen. Okay, da macht dann Dialog auch eher weniger Sinn. Aber dass es für dich und mich keinen Sinn macht - das wussten du und ich schon. Warum also der Nachschlag? :gruebel:

Worüber ich mich auch beschwert habe: das die Männer, die ich kennen lerne und die passen würden, schon vergeben sind. ;) Weil die eben sehr beliebt sind, als Feministen. Die kann ich dann noch so lange kennen lernen.

Wie du und alle anderen hier aber jeden Tag sehen kannst - würde es nicht passen. Das das trotz täglichem Gegenbeweis nicht akzeptiert wird, empfinde ich als bizarr. Es geht doch auch niemanden zu NBUC und sagt ihm "nimm doch jetzt endlich ne Feministin". :specht: Macht das doch mal! Wieso eigentlich nicht? Ernst gemeinte Frage (nicht an dich, bei dir ist es ja klar- es ging dir nicht um sein Argument, sondern um Gefechte zwsichen dir und mir).

Es ist sehr wichtig für mich mich zu schützen und das ist ein langer steiniger Weg. Da brauche ich nicht jeden Tag den Beweis, "ja, immernoch megawichtig." Weiß ich schon.
Es geht ja darum, dass du anderen einen Stempel aufdrückst und damit als Mensch einsortierst, um mich brauchst du dich da nicht zu sorgen, es geht ja nicht um meine Probleme in dem Thread. Auch wenn die Leute so gar nicht mein Ding sind, versuch ich dennoch mich mit ihnen zu unterhalten/ auseinanderzusetzen/ etc und erlebe so manche Überraschung. Wer sagt denn, dass jemand, der weiß ist, bestimmte Sachen nicht nachvollziehen kann, vielleicht auch auf einer anderen Ebene? Dass ein von dir als konservativ Einsortierter nicht doch ganz andere Einsichten hat? Dass ein ganz normaler Mann nicht auch Benachteiligungen von Frauen ungerecht findet, ohne dass er "Feminist" auf der Brust stehen hat? Du aber schließt das bei anderen Menschen aus. Wer deine Ansichten nicht uneingeschränkt teilt, ist antifeministisch, konservativ, rechts und auch sonst bäh. Du machst dir ja nicht mal die Mühe, mal deine Vorurteile gegen mABs zu überdenken und ein bisschen zu differenzieren. Dass du dich schützen willst, glaub ich dir auch. Und ich denke, dass das massenhafte verlinken irgendwelcher fremder Gedanken, deine belehrende Art (lies mal dies oder das, dann lernste was dazu) auch dazu dienen, nichts an dich ran zu lassen. Aber genau das macht es einem möglichen Beziehungspartner schwer. Du läst nichts und niemanden so richtig an dich ran, gleichzeitig hast du so strenge Maßstäbe an andere Menschen, dass man das Gefühl hat, dauernd auf dem Prüfstand zu stehen.

Ganz ehrlich: es ist doch scheißegal für dich, wie ich politisch gepolt bin, ob ich konservativ bin, es mir egal ist, dass Frauen weniger verdienen, welche Hautfarbe ich habe etc. Es geht für dich ganz persönlich darum, warum dich Männer nur in der Kiste haben wollen. Die Welt wie sie ist wirst du allein wohl schlecht ändern können - vielleicht ein bisschen, aber nicht hier - das Thema im Forum ist ein anderes: wie komm ich in eine Beziehung? Und jeder - auch ich - musste mir bzw. muss sich erst einmal überlegen, welche Wirkung ich auf andere habe/ auf andere hat, was ich an mir/ er an sich ändern muss, um die Grundlage für eine Beziehung zu haben. Was das Forum bietet, ist ein soziales Training im Kontakt mit anderen, bei dem man hoffentlich lernt, mal über den eigenen Tellerrand zu schauen, sich anderen Ansichten und Menschen zu öffnen, zu lernen, dass andere (Non-ABs und Ex-ABs) auch nur mit Wasser kochen und man bekommt - was ich für das Wichtigste überhaupt halte - auf Wunsch oder auch mal nebenbei ein Feedback von anderen. Was du aus meinem Feedback machst, ob und was du für dich verwenden willst und kannst, ist deine Sache. Ich hab hier ne Menge über mich gelernt und musste so einiges schlucken. Aber genau die Menschen, die sich wirklich mit mir auseinandergesetzt haben, die mich kritisieren und mit denen ich mich nicht nur über Gott und die Welt unterhalten habe, haben mir am meisten weitergeholfen, gerade was Beziehung angeht.

Vielleicht suchst du dir ja mal ein paar Forenmitglieder aus - nicht die Schulterklopfer uns Ja-sager, nicht die Lilias und NBUCs, aber diejenigen, die dich zum Nachdenken bringen - über dich, nicht über irgendwelche Artikel. :vielglueck:

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von LonesomeCoder » Samstag 11. Mai 2019, 09:01

Für Leute, die nur lockeren Spaß ohne nervige Verpflichtungen drumherum wollen, sollte Berlin doch dann perfekt sein, oder nicht?
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Goldilocks » Samstag 11. Mai 2019, 11:32

LonesomeCoder hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 09:01
Für Leute, die nur lockeren Spaß ohne nervige Verpflichtungen drumherum wollen, sollte Berlin doch dann perfekt sein, oder nicht?
Ja. Du kannst also das Bundesland wechseln, irgendwo weit weg von Menschen in Brandenburg wohnen, remote in einer Techfirma in Berlin arbeiten und am Wochenende Wellness machen, gibt ja viele Thermen etc.

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Captain Unsichtbar » Samstag 11. Mai 2019, 11:35

Tania hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 06:21
Dieerrax hat geschrieben:
Donnerstag 9. Mai 2019, 22:41

Noch eine (selber Tag):
"would 21cm even be big enough for you to want to play with?"

Ich habe es natürlich sofort gescreenshotet und in den Freunde-Dropbox-Ordner.
.... und so entsteht dann der Eindruck, es gäbe nur solche Nachrichten. Weil die mit mehreren Freunden geteilt werden, weil Artikel darüber geschrieben werden, weil davon in Foren berichtet wird ... Kein Mensch schreibt "Habe heute eine "Hallo wie geht's, würde Dich gern kennenlernen"-Nachricht bekommen."
Ein Grund mehr weshalb ich immer weniger Motivation zum Anschreiben habe. Da muss ich schon ganz sicher sein, dass ich nicht bloss dem Amusement diene und in irgendeinem Screenshot-Ordner lande... So etwas wie Persönlichkeitsrecht kennt man heute offenbar ja nicht mehr :roll:
"You talk about redefining my identity. I want a guarantee that I can still be myself."
"There isn't one. Why would you wish to? All things change in a dynamic environment. Your effort to remain what you are is what limits you."
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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Melli » Samstag 11. Mai 2019, 12:16

Lilia hat geschrieben:
Freitag 10. Mai 2019, 18:11
Ich habe ein ganz anderes Bild von Berlin und den Menschen dort. Ich hab den Eindruck, dass du Menschen zu zu schnell und zu sehr kategorisierst. Im Feministen und Antifeministen, Linke und Konservative, für dich macht es einen Unterschied, ob jemand WOC ist oder nicht, etc. Vielleicht bewegst du dich dadurch in einem Umfeld, dass sich nicht viel Zeit lässt, Menschen wirklich kennenzulernen.
Das wäre nicht nur speziell Dating-Hölle, und das dürfte nicht nur in Berlin so sein :( Aber vielleicht hätte man u.a. da noch eine Chance auf ein bißchen Exil-Kultur :oops:

Natürlich ist das ein Alptraum, wenn bei Kategorisierungen von mir sonst nicht mehr viel übrig bleibt :( Ist auch etwas irritierend, wenn ich bei mir zu Hause einige "linke" und einige "konservative" Positionen mühelos miteinander vereinbaren kann, und in D würden einige dann doch denken, ich hätte nicht mehr alle Tassen im Schrank :specht: Geschweige, eine kulturelle Identität habe ich schon, aber die ist mit "PoC" nicht zufriedenzustellen. Es soll auch mal Leute gegeben haben, die mußten in vor-kolonialer Zeit gar keine Gedanken darauf verschwenden :schwarzekatze:

Beim Problem der Umfelder sind wir wenigstens wieder bei einem allgemein AB-relevanten Thema angelangt...

Vielleicht sollte ich mich ein bißchen in die Küche zurückziehen und zur Aufmunterung eine Cola trinken Bild


Goldilocks hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 11:32
Ja. Du kannst also das Bundesland wechseln, irgendwo weit weg von Menschen in Brandenburg wohnen, remote in einer Techfirma in Berlin arbeiten und am Wochenende Wellness machen, gibt ja viele Thermen etc.
Geht das in München und Umland denn nicht auch? Da gab's doch mal so viel IT. Und Schwabing gab's schon noch länger ;)
Captain Unsichtbar hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 11:35
Ein Grund mehr weshalb ich immer weniger Motivation zum Anschreiben habe. Da muss ich schon ganz sicher sein, dass ich nicht bloss dem Amusement diene und in irgendeinem Screenshot-Ordner lande... So etwas wie Persönlichkeitsrecht kennt man heute offenbar ja nicht mehr :roll:
Hast ja recht :( Die Frage nach dem Vertrauen stellt sich nicht erst in Beziehungen :fessel: Und die Sitten in solchen Milieus sind – wie man hier immer wieder zu lesen bekommt – rauh.
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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Ringelnatz » Samstag 11. Mai 2019, 12:34

Lilia hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 07:58
(...) Wer sagt denn, dass jemand, der weiß ist, bestimmte Sachen nicht nachvollziehen kann, vielleicht auch auf einer anderen Ebene? Dass ein von dir als konservativ Einsortierter nicht doch ganz andere Einsichten hat? Dass ein ganz normaler Mann nicht auch Benachteiligungen von Frauen ungerecht findet, ohne dass er "Feminist" auf der Brust stehen hat? Du aber schließt das bei anderen Menschen aus. Wer deine Ansichten nicht uneingeschränkt teilt, ist antifeministisch, konservativ, rechts und auch sonst bäh. Du machst dir ja nicht mal die Mühe, mal deine Vorurteile gegen mABs zu überdenken und ein bisschen zu differenzieren. Dass du dich schützen willst, glaub ich dir auch. Und ich denke, dass das massenhafte verlinken irgendwelcher fremder Gedanken, deine belehrende Art (lies mal dies oder das, dann lernste was dazu) auch dazu dienen, nichts an dich ran zu lassen. Aber genau das macht es einem möglichen Beziehungspartner schwer. Du läst nichts und niemanden so richtig an dich ran, gleichzeitig hast du so strenge Maßstäbe an andere Menschen, dass man das Gefühl hat, dauernd auf dem Prüfstand zu stehen.

(...) Was das Forum bietet, ist ein soziales Training im Kontakt mit anderen, bei dem man hoffentlich lernt, mal über den eigenen Tellerrand zu schauen, sich anderen Ansichten und Menschen zu öffnen, zu lernen, dass andere (Non-ABs und Ex-ABs) auch nur mit Wasser kochen und man bekommt - was ich für das Wichtigste überhaupt halte - auf Wunsch oder auch mal nebenbei ein Feedback von anderen. Was du aus meinem Feedback machst, ob und was du für dich verwenden willst und kannst, ist deine Sache.
Wow, ein sehr ehrlicher und wertvoller Post, finde ich. Wie geht's dir mit diesem Feedback, Dieerrax? Ich muss sagen, dass sich die oben genannten Inhalte stark mit meiner Wahrnehmung von dir hier im Forum decken.
Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Goldilocks » Samstag 11. Mai 2019, 13:15

Melli hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 12:16
Goldilocks hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 11:32
Ja. Du kannst also das Bundesland wechseln, irgendwo weit weg von Menschen in Brandenburg wohnen, remote in einer Techfirma in Berlin arbeiten und am Wochenende Wellness machen, gibt ja viele Thermen etc.
Geht das in München und Umland denn nicht auch? Da gab's doch mal so viel IT. Und Schwabing gab's schon noch länger ;)


Ich weiß nicht, was in München geht, für mich geht da nix, es ging doch gerade darum, dass Berlin so eine Kultur der sexuellen Unverbindlichkeit hat.

Und ich wollte LSC sowieso seit Monaten empfehlen, sich einen remote-Arbeitsplatz zu suchen.

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von NBUC » Samstag 11. Mai 2019, 13:43

Bei all den Fällen, wo es die Umstände schon notwendig machen eine bis auf die Optik völlig unbekannte Person anszusprechen, hat man oder in dem Fall primär Frau als Angesprochene doch zwingend mit jemandem zu tun, welcher bereit ist dieses Spiel des Interesses rein nach Optik mit zu spielen.
Als Außenstehendem zum Thema beziehungsanbahnung erscheint es mir zusätzlich, als ob die ungute Kombination aus Tradition, Medien und daraus folgenden eigenen wie Umfelderwartungen dann weiter stille Vorgaben setzen würden, welche das Ganze noch weiter ins dysfunktionale oder schlimmere Ritual überführen.
Aber das "sterile" "Ausgehen" ist immer noch das Feld, welches sich scheinbar brauchbar kommerzialisieren läßt und damit auch angeboten wird - udn so wiederum diesen Markt eine Plattform bietet.

Was fehlt wären dann halt soziale Umfelder, wo Leute auch Abseits der Schule/Arbeit noch in nennenswerter Zahl und stabilerer Umgebung zum Vorkennenlernen treffen könnten. Es gibt ein paar übergreifende Plattformen wie z.B. Spontacts, aber irgendwie kommen die auch nicht zwingen überall zum Laufen bzw. sehe ich hier in der Gegend gerade, wie auch etablierte Treffen absterben.
Meine Vermutung ist, dass es eben abseits von Hormonen und Alkohol gar nicht so viele Gemeinsamkeiten zwischen den Leuten in ihrer Diversität gibt, als dass sich schon rein technisch so genügend große und damit überlebensfähige Gruppen mit Interessensüberschneidungen finden lassen, dass sich so etwas halten kann.

Als letztes erscheint mir, dass sich mit steigendem Alter die Lebenswelten und Erwartungen von Männern und Frauen weiter auseinander entwickeln.
Der Mann ohne Bindungen bleibt in größerer Zahl dann "Junge", während ein erheblicher Teil der Frauen dann meinem Eindruck nach auch ohne Partner dann so spätestens mit Beginn der Familienbildungskernzeit dann "erwachsen" werden, oder zumindest ihre Ansprüche dahingegen in Richtung "Bürgerlichkeit" ändern/erweitern (was dann aus Jungensicht dann wieder irgendwo nach "Status" riecht") .
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von Melli » Samstag 11. Mai 2019, 22:55

NBUC hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 13:43
Als Außenstehendem zum Thema beziehungsanbahnung erscheint es mir zusätzlich, als ob die ungute Kombination aus Tradition, Medien und daraus folgenden eigenen wie Umfelderwartungen dann weiter stille Vorgaben setzen würden, welche das Ganze noch weiter ins dysfunktionale oder schlimmere Ritual überführen.
Aber das "sterile" "Ausgehen" ist immer noch das Feld, welches sich scheinbar brauchbar kommerzialisieren läßt und damit auch angeboten wird - udn so wiederum diesen Markt eine Plattform bietet. [...]
Das scheint mir in der Tat eine treffliche Analyse der Misere.

Da ich nun doch noch andere Zeiten erleben durfte, erscheinen mir solche Entwicklungen eine nicht vorhersehrbar gewesene Katastrophe :( Es sind nicht einige Konservatismen, die einem immer noch plagen müßten, sondern eine Konventionalität, die Folge der kommerziellen Erschließung ist. Das sieht schon sehr desolat aus.
NBUC hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 13:43
während ein erheblicher Teil der Frauen dann meinem Eindruck nach auch ohne Partner dann so spätestens mit Beginn der Familienbildungskernzeit dann "erwachsen" werden, oder zumindest ihre Ansprüche dahingegen in Richtung "Bürgerlichkeit" ändern/erweitern (was dann aus Jungensicht dann wieder irgendwo nach "Status" riecht") .
:lach: Wann wäre das denn bei mir gewesen? :omg: Nein, meine Familie als bourgeois zu bezeichnen, evozierte ein trügerisches Bild :ohnmacht: Ich glaube, ich bekam das schon immer ganz gut hin, es mir/uns zugleich ganz schön gemütlich zu machen und sehr verspielt zu sein :shy:
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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von klecks » Sonntag 12. Mai 2019, 09:49

NBUC hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 13:43

Was fehlt wären dann halt soziale Umfelder, wo Leute auch Abseits der Schule/Arbeit noch in nennenswerter Zahl und stabilerer Umgebung zum Vorkennenlernen treffen könnten. Es gibt ein paar übergreifende Plattformen wie z.B. Spontacts, aber irgendwie kommen die auch nicht zwingen überall zum Laufen bzw. sehe ich hier in der Gegend gerade, wie auch etablierte Treffen absterben.
Meine Vermutung ist, dass es eben abseits von Hormonen und Alkohol gar nicht so viele Gemeinsamkeiten zwischen den Leuten in ihrer Diversität gibt, als dass sich schon rein technisch so genügend große und damit überlebensfähige Gruppen mit Interessensüberschneidungen finden lassen, dass sich so etwas halten kann.

Als letztes erscheint mir, dass sich mit steigendem Alter die Lebenswelten und Erwartungen von Männern und Frauen weiter auseinander entwickeln.
Der Mann ohne Bindungen bleibt in größerer Zahl dann "Junge", während ein erheblicher Teil der Frauen dann meinem Eindruck nach auch ohne Partner dann so spätestens mit Beginn der Familienbildungskernzeit dann "erwachsen" werden, oder zumindest ihre Ansprüche dahingegen in Richtung "Bürgerlichkeit" ändern/erweitern (was dann aus Jungensicht dann wieder irgendwo nach "Status" riecht") .
NBUC, ich musste zwar deine Zeilen mehrfach lesen, um durchzusteigen ... :lol: , aber ich finde deine Analyse nachdenkenswert. Und teile sie (leider) auch, was den nicht-partnerschaftlichen Beziehungs"markt" betrifft.

Mir macht die allgemeine Entwicklung Angst, was das zarte Pflänzchen Zwischenmenschlichkeit (Gibt es das Wort? :lol: ) betrifft. Ich als "Mittelalte" habe das Gefühl, da geht Wissen verloren, wie man analog (also in RL) private Beziehungen eher allgemeiner Art initiiert und gestaltet. Überhaupt, wie man es schafft, aus der Vereinzelung herauszukommen - und dass das ein erstrebenswertes Ziel ist.

Vielleicht hat es damit zu tun, dass die Verdrängung des Gedankens/Wissens/des Gefühls, menschlich und damit verletzlich und schutzbedürftig zu sein, angesichts der medialen perfekten Inszenierung zunimmt, zunehmen muss.

Beziehungsgestaltung spielt in meinen beruflichen Zusammenhängen eine Rolle. Ich nehme da in den letzten zwei, drei Jahren eine so rasante Veränderung wahr, dass ich in manchen Teilbereichen resigniert oder desillusioniert immer öfter das Handtuch werfe: Ich verstehe gerade jüngere Menschen oft nicht mehr bzw. ich erlebe es, dass sie mich verständnislos anschauen, mit der Botschaft im Gesicht (manchmal auch ausgesprochen): Wer hat denn soviel Zeit und Energie, einander in Ruhe zuzuhören, sich in den anderen hineinzuversetzen und sich EINZULASSEN? Rechnet sich das denn? :gruebel:

Ich empfinde mich da zunehmend sprach-los. (ähm, und das will was heißen. :holy: :mrgreen: ) Für mich ist Beziehung ein dynamischer Prozess. Der eben nicht ins Schema passt: Ich kriege etwas oder jemanden präsentiert, entscheide, ob ich es oder ihn konsumieren will, und wenn ja, klicke ich auf "Kaufen" und kriege, was ich konsumieren will ...

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Re: Datinghölle Berlin

Beitrag von LonesomeCoder » Sonntag 12. Mai 2019, 23:47

Goldilocks hat geschrieben:
Samstag 11. Mai 2019, 13:15
Ich weiß nicht, was in München geht, für mich geht da nix, es ging doch gerade darum, dass Berlin so eine Kultur der sexuellen Unverbindlichkeit hat.

Und ich wollte LSC sowieso seit Monaten empfehlen, sich einen remote-Arbeitsplatz zu suchen.
In München scheinen Statussymbole eine sehr große Rolle zu spielen. Wer das Geld dafür nicht hat, scheint gern auf gefälschte Produkte oder Sonnenstudio und Pumpen zu setzen.

Home-Office wäre toll, aber gibts leider nur selten und wird immer seltener :( Dazu müsste ich auch schnelles Internet haben. Mein Heimatland Bayern verlasse ich nicht :)
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34

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