Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von kiji » Dienstag 21. Mai 2019, 14:42

Also ich will ja nicht überheblich wirken, aber aus meiner Erfahrung braucht es auch immer sehr viel eigeneffort um neue Freunde oder zumindest Bekannte zu finden. Also wenn ich bei all meinen aktivitäten und tätigkeiten immer freundschaften gesucht hätte, hätte ich das sicher haben können. Aber ich hätte dann auch mehr investieren müssen, das heisst die Menschen näher an mich ran lassen, was mit ihnen persönlich unternehmen und den kontakt gezielt suchen und pflegen. Das kann bei der Arbeit passieren oder aber vorallem in Freizeitaktivitäten, wo ich die Freiwilligenarbeit in der Kultur einfach nur empfehlen kann. Vereine oder Gruppen wenn möglich wos regelmässige Zusammenkünfte gibt. Zum Beispiel habe ich jahrelang in einem Kulturlokal (konzerte usw.) mit geholfen und von da ganz tiefe und langjährige Freundschaften mitgenommen, aber auch unzählige Menschen kennengelernt. Da ich ausgehend von meiner Begeisterung für Kultur mich da angemeldet habe um mitzuhelfen, hatte ich auch neben dem Kontakten knüpfen viel Spass. Oder ich bin sehr Film begeistert und habe an der Uni bei einer Gruppe mitgemacht um unter anderem Übung im Kritiken schreiben zu bekommen und von da aus hat sich auch einiges ergeben und wenn ich mehr gewollt hätte, hätte ich sicher auch noch tiefergehende Kontakte mitnehmen können. Da ist bei mir auch bei der Arbeit so, es kommt halt auch immer auf die art und weise an wie und wieviel man sich um den kontakt bemüht. Gut bei der Vereinsaktivität war das es Möglichkeiten gab zusammen zu arbeiten und beide Geschlechter dabei waren sicher für Kontakte jeglicher Art von Vorteil. Auch gut bei Kulturvereinen, dass die viele Anlässe haben, wo man einfach auch ab und zu als Besucher kommen kann und so noch mehr Zeit mit den Menschen verbringen kann, weil man dann meist jemanden kennt. Von diesen Kontakten aus haben sich unglaublich viel weitere Möglichkeiten, Erlebnisse und Chancen ergeben. Gut ist auch das man null bedürftig wirkt, weil das ganz normal ist, dass man meist zuerst niemand kennt, halt sehr familiär.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von fidelchen » Dienstag 21. Mai 2019, 21:31

kiji hat geschrieben:
Dienstag 21. Mai 2019, 14:42
Also ich will ja nicht überheblich wirken, aber aus meiner Erfahrung braucht es auch immer sehr viel eigeneffort um neue Freunde oder zumindest Bekannte zu finden. Also wenn ich bei all meinen aktivitäten und tätigkeiten immer freundschaften gesucht hätte, hätte ich das sicher haben können. Aber ich hätte dann auch mehr investieren müssen, das heisst die Menschen näher an mich ran lassen, was mit ihnen persönlich unternehmen und den kontakt gezielt suchen und pflegen. Das kann bei der Arbeit passieren oder aber vorallem in Freizeitaktivitäten, wo ich die Freiwilligenarbeit in der Kultur einfach nur empfehlen kann. Vereine oder Gruppen wenn möglich wos regelmässige Zusammenkünfte gibt. Zum Beispiel habe ich jahrelang in einem Kulturlokal (konzerte usw.) mit geholfen und von da ganz tiefe und langjährige Freundschaften mitgenommen, aber auch unzählige Menschen kennengelernt. Da ich ausgehend von meiner Begeisterung für Kultur mich da angemeldet habe um mitzuhelfen, hatte ich auch neben dem Kontakten knüpfen viel Spass. Oder ich bin sehr Film begeistert und habe an der Uni bei einer Gruppe mitgemacht um unter anderem Übung im Kritiken schreiben zu bekommen und von da aus hat sich auch einiges ergeben und wenn ich mehr gewollt hätte, hätte ich sicher auch noch tiefergehende Kontakte mitnehmen können. Da ist bei mir auch bei der Arbeit so, es kommt halt auch immer auf die art und weise an wie und wieviel man sich um den kontakt bemüht. Gut bei der Vereinsaktivität war das es Möglichkeiten gab zusammen zu arbeiten und beide Geschlechter dabei waren sicher für Kontakte jeglicher Art von Vorteil. Auch gut bei Kulturvereinen, dass die viele Anlässe haben, wo man einfach auch ab und zu als Besucher kommen kann und so noch mehr Zeit mit den Menschen verbringen kann, weil man dann meist jemanden kennt. Von diesen Kontakten aus haben sich unglaublich viel weitere Möglichkeiten, Erlebnisse und Chancen ergeben. Gut ist auch das man null bedürftig wirkt, weil das ganz normal ist, dass man meist zuerst niemand kennt, halt sehr familiär.
Zwar viel zu Konfus erklärt, aber absolute Zustimmung :mrgreen:

Ich habe/hatte auch noch nie Probleme Freunde zu finden, aber ich investiere auch dann entsprechend viel. Aber so hat man auch die Möglichkeit den Freundeskreis so zu gestalten wie man will. Jemanden für persönliche Dinge, jemanden für Urlaube, jemanden für ...

Ein Freund muss ja nicht für alles da sein ;)
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LonesomeCoder » Mittwoch 22. Mai 2019, 13:54

fidelchen hat geschrieben:
Dienstag 21. Mai 2019, 21:31
Zwar viel zu Konfus erklärt, aber absolute Zustimmung :mrgreen:

Ich habe/hatte auch noch nie Probleme Freunde zu finden, aber ich investiere auch dann entsprechend viel. Aber so hat man auch die Möglichkeit den Freundeskreis so zu gestalten wie man will. Jemanden für persönliche Dinge, jemanden für Urlaube, jemanden für ...

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Neben der Zeit, Kraft und Nerven muss auch noch ein passendes Umfeld (und nicht wie in manchen ländlichen Gebieten nur Kinder und Rentner) und passende Interessen vorhanden sein.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Nicht Sicher » Mittwoch 22. Mai 2019, 14:20

Neben der Zeit, Kraft und Nerven muss auch noch ein passendes Umfeld (und nicht wie in manchen ländlichen Gebieten nur Kinder und Rentner) und passende Interessen vorhanden sein.
Wo kommen denn die Kinder her? Doch nicht von den Rentnern.
Aber Ansonsten volle Zustimmung. Ich hab das selbe Problem. Wenn ich wirklich unter Leute will muss ich einige Km zurücklegen. Leute die meine Interessen teilen finde ich in meiner Gegend auch nicht (wobei ich im Moment an nix mehr Interesse habe :sadman: )

Wenn Arbeit Haus/Wohnung auf dem Land/Kleinstadt hat ist man sogut wie gearscht.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von fidelchen » Mittwoch 22. Mai 2019, 14:23

LonesomeCoder hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 13:54
Neben der Zeit, Kraft und Nerven muss auch noch ein passendes Umfeld (und nicht wie in manchen ländlichen Gebieten nur Kinder und Rentner) und passende Interessen vorhanden sein.
Hööö... also Vereine beispielsweise gibt es überall...
und selbst spontacts-events gibt es auch schon außerhalb von Ballungsräumen...

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LonesomeCoder » Mittwoch 22. Mai 2019, 14:26

Nicht Sicher hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 14:20
Neben der Zeit, Kraft und Nerven muss auch noch ein passendes Umfeld (und nicht wie in manchen ländlichen Gebieten nur Kinder und Rentner) und passende Interessen vorhanden sein.
Wo kommen denn die Kinder her? Doch nicht von den Rentnern.
Aber Ansonsten volle Zustimmung. Ich hab das selbe Problem. Wenn ich wirklich unter Leute will muss ich einige Km zurücklegen. Leute die meine Interessen teilen finde ich in meiner Gegend auch nicht (wobei ich im Moment an nix mehr Interesse habe :sadman: )

Wenn Arbeit Haus/Wohnung auf dem Land/Kleinstadt hat ist man sogut wie gearscht.
Sorry, hab Familien vergessen. Was aber manchen Regionen einfach fehlt: Singles ab 20, weil nach der Schule fast alle abhauen und die wenigen, die später wiederkommen, das erst tun, wenn sie Partner und Kinder haben und merken, dass sie sich in der Stadt eine große Wohnung mit Garten nicht leisten können. Deshalb hat meine Region fast nur Kinder, Rentner und ein paar Familien.
fidelchen hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 14:23
Hööö... also Vereine beispielsweise gibt es überall...
und selbst spontacts-events gibt es auch schon außerhalb von Ballungsräumen...
Das schon, aber ob man als Single-Mann mit 25 oder 30, der auch gerne Frauen kennenlernen will oder Freundschaften zu Leuten in einer ähnlichen Situation sucht, etwa im Schützenverein oder Partei mit nur Männern über 60 so glücklich werden wird? Oder im Fußballverein, der nur Jugend- und Seniorenmannschaften hat (weil die wenigen Leute zwischen 20 (Leute, die nach der Haupt- oder Realschule mit einer Ausbildung beginnen, steigen schon früh in den Beruf ein) und 50 alles Eltern sind, die wegen Kindern, Haus und Beruf keine Zeit dafür haben)?
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Ferienhaus » Mittwoch 22. Mai 2019, 14:58

LonesomeCoder hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 14:26
Oder im Fußballverein, der nur Jugend- und Seniorenmannschaften hat (weil die wenigen Leute zwischen 20 (Leute, die nach der Haupt- oder Realschule mit einer Ausbildung beginnen, steigen schon früh in den Beruf ein) und 50 alles Eltern sind, die wegen Kindern, Haus und Beruf keine Zeit dafür haben)?
Und was zur Hölle hindert sie dann daran, in ihren Zwanzigern, bevor sie Kinder haben, dann Abends zu trainieren und am Wochenende Vereinsfußball zu spielen? Bei mir daheim nichts. Kriegen die alle ab 20 sofort Kinder oder was?

Du musst wirklich im gottverlassendsten Landstrich Deutschlands leben, denn ich stamme zufälligerweise wie du weißt auch aus so einem, aber selbst bei uns funktioniert das alles trotzdem immer noch ganz gut.

LCS, das soll jetzt nicht böse gemeint sein, aber manchmal sind deine Beiträge wirklich von einem übertriebenem Pessimismus/Schwarz-Weiß-Malerei gekennzeichnet. Klar, auf dem Land läuft sehr wenig, aber eine normale Herrenfußballmannschaft wird trotzdem relativ problemlos zusammengestellt.

Und was heißt da keine zeit haben? Mein örtlicher Dorffußballverein wurde soweit ich denken kann immer von Männern zwischen 30 und 50 trainiert, die ehemalige Vereinsfußballer waren, im Dorf bekannt waren, Kinder hatten und trotzdem die Zeit fanden, nebenbei eine Fußballmannschaft zu trainieren.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von kiji » Mittwoch 22. Mai 2019, 15:36

Man könnte ja auch zwecksmässig, falls man nicht schon fmdrin ist in ne kirche eintreten, die machen auch immer viele verantstaltungen. Und sonst halt wirklich etwas suchen was weiter weg ist und dann halt ab und zu dahinfahren. Aber manchmal findet auch im kaff mehr statt als man denkt. Und sonst hat man halt mal ne freundschaft mit jemand älterem, das kann ganz interessant werden, schliesslich haben die ja viel erlebt und schätzen gesellschaft umso mehr. (wenns jetzt um kontakte an sich geht). Gibt ja auch so dorfvereine wo man mithelfen kann, zumindest bei uns. Oder man geht regelmässig in die sauna, da lernt man auch menschen kennen, wenn man denn will. Aber sicher es braucht immer ein stück überwindung und lust neu menschen kennenzulernen und ja nicht grad aufgeben, wenns nicht klappt. Die sympathie muss halt stinmen.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von fidelchen » Mittwoch 22. Mai 2019, 15:43

Ferienhaus hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 14:58
...
LCS, das soll jetzt nicht böse gemeint sein, aber manchmal sind deine Beiträge wirklich von einem übertriebenem Pessimismus/Schwarz-Weiß-Malerei gekennzeichnet. Klar, auf dem Land läuft sehr wenig, aber eine normale Herrenfußballmannschaft wird trotzdem relativ problemlos zusammengestellt.

Und was heißt da keine zeit haben? Mein örtlicher Dorffußballverein wurde soweit ich denken kann immer von Männern zwischen 30 und 50 trainiert, die ehemalige Vereinsfußballer waren, im Dorf bekannt waren, Kinder hatten und trotzdem die Zeit fanden, nebenbei eine Fußballmannschaft zu trainieren.
Ja volle Zustimmung...
Komme ja auch vom Lande, und mein alter Badmintonverein (inzwischen leider dem Tode nahe :crybaby: ) hat trotz der eher Jugendbehafteten Besetzung auch Leute zwischen 30 und 40... Leute mit denen ich mich auch angefreundet habe und auch außerhalb des Vereins was unternommen habe...

Du findest überall Möglichkeiten, man muss sie nur auch ergreifen und den Mut und die Energie mitbringen...
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von klecks » Mittwoch 22. Mai 2019, 15:55

Muss LSC (ausnahmsweise :lol: ) mal beipflichten ...

Es ist nicht immer einfach, im Wohnumfeld Menschen zu haben, zu denen man einen tieferen Draht bekommt. In der dörflich geprägten Gegend, in der ich seit rund 10 Jahren wohne, bin ich inzwischen erstaunlich gut integriert, was alltagspraktische Dinge wie Hausarzt, Frisör, die Belange meiner Kinder betrifft. Es gibt auch immer mal wieder nette Plaudereien mit Bekannten. Aber schon die Frage, ob ich in meinem neuen Wohnfeld wirkliche Freund*innen habe? :gruebel: Gefühlt lebt hier jeder auf seiner eigenen Scholle, ist durch eine weitverzweigte Familie und einen seit Schulzeiten gewachsenen Freundeskreis mit Kontakten mehr als eingedeckt.

Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass es hier relativ wenig Akademiker*innen gibt, erst recht keine Akademikerinnen. Das gesellige gemeinsame etwas komplexere Reflektieren bei einem gemütlichen Brunch oder Frühstück, bei dem es ungezwungen zugeht - so etwas vermisse ich. Da finde ich im Umfeld nicht die passenden Menschen. Bzw. die wenigen, die ich kenne, sind so mit Arbeit und Auslandsdienstreisen eingedeckt, dass die froh sind, am Wochenende einfach mal allein vor sich hin trödeln zu können.

Man muss nicht immer aus der eigenen Persönlichkeit "soziale Probleme" mitbringen, um sozial unzufrieden oder eher unbefriedigt zu sein ...

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Ferienhaus » Mittwoch 22. Mai 2019, 16:08

klecks hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 15:55
Muss LSC (ausnahmsweise :lol: ) mal beipflichten ...

Es ist nicht immer einfach, im Wohnumfeld Menschen zu haben, zu denen man einen tieferen Draht bekommt. In der dörflich geprägten Gegend, in der ich seit rund 10 Jahren wohne, bin ich inzwischen erstaunlich gut integriert, was alltagspraktische Dinge wie Hausarzt, Frisör, die Belange meiner Kinder betrifft. Es gibt auch immer mal wieder nette Plaudereien mit Bekannten. Aber schon die Frage, ob ich in meinem neuen Wohnfeld wirkliche Freund*innen habe? :gruebel: Gefühlt lebt hier jeder auf seiner eigenen Scholle, ist durch eine weitverzweigte Familie und einen seit Schulzeiten gewachsenen Freundeskreis mit Kontakten mehr als eingedeckt.

Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass es hier relativ wenig Akademiker*innen gibt, erst recht keine Akademikerinnen. Das gesellige gemeinsame etwas komplexere Reflektieren bei einem gemütlichen Brunch oder Frühstück, bei dem es ungezwungen zugeht - so etwas vermisse ich. Da finde ich im Umfeld nicht die passenden Menschen. Bzw. die wenigen, die ich kenne, sind so mit Arbeit und Auslandsdienstreisen eingedeckt, dass die froh sind, am Wochenende einfach mal allein vor sich hin trödeln zu können.

Man muss nicht immer aus der eigenen Persönlichkeit "soziale Probleme" mitbringen, um sozial unzufrieden oder eher unbefriedigt zu sein ...
Es ging nur darum, dass LonesomeCoder das Beispiel eines Fußballvereins gebracht hat, welcher keine Herrenmannschaft zusammenbringt und das verbunden mit seiner Beobachtung, quasi "alles zwischen 20 und 50 sei nur mit Partner, Beruf und Kindern eingedeckt" So, als ob auf dem Dorf jeder mit 20 sofort Kinder bekommt. Nee, das ist wohl selbst auf dem Dorf eher die Ausnahme. (Und ich habe über 20 Jahre selbst in einem gewohnt in dem ich mich auch noch regelmäßig aufhalte. Ich meine, richtiges Dorf, in dem fast die Hälfte aller Nicht-Neubauten immer noch einen Stall (!) hat - habe da auch ein wenig Einsicht). Die 20- bis 30-jährigen spielen dann in der Herenmannschaft, wo sonst, in der U19? Das hat er so Schwarz-Weiß beschrieben und bei ihm schwingt da manchmal mit, dass sei eine auf jedes Dorf anwendbare, soziologische Beobachtung. Ich glaube, dass es bei ihm so ist, aber sein Kaff ist dann auch ein wirklicher Extremfall: Wenn man selbst in Unter-2000-Einwohner-Orten immer noch etwas zusammenbringt, dann eine Herrenfußballmannschaft, notfalls schließt man sich mit einem Nachbardorf zusammen und hat 'ne Spielgemeinschaft. ;)


Das es auf dem Dorf ansonsten grausam öder sein kann - Zustimmung, ich wollte auch nur noch weg.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Lazarus Long » Mittwoch 22. Mai 2019, 16:17

Die jungen Leute haben heute halt viel mehr alternative Angebote. Viele Vereine sterben so langsam ab.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von NBUC » Mittwoch 22. Mai 2019, 16:21

Wenn ich zum organisierten Sport schaue:
Da sind in meiner Altersklasse in meiner Sportart im häufigsten Wettbewerb dieses Jahr bisher 40 Männer und 33 Frauen zu irgendeinem Start angetreten - deutschlandweit! Und in den nächsten Altersklassen darunter sieht es noch dünner aus.
Auf Landesebene gewinnt man teils durch teilnehmen, wenigstens Medaillien sind da oft sicher.
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Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Melli » Mittwoch 22. Mai 2019, 16:24

kiji hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 15:36
Man könnte ja auch zwecksmässig, falls man nicht schon fmdrin ist in ne kirche eintreten, die machen auch immer viele verantstaltungen.
Mit kirchlich engagierten Jugendlichen habe ich mit ca. 14 - 21 oft abgehangen. Das war ganz angenehm. Kann ich weiterempfehlen.

Allerdings kannte ich die großenteils schon vorher, ich gehöre ja nicht deren Religion an :oops: Wahrscheinlich haben die aber gemerkt, daß ich in religiösen Fragen nicht unaufgeschlossen bin.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Ferienhaus » Mittwoch 22. Mai 2019, 16:24

Wir reden hier von Fussball. :roll:

(Massengeschmack und so...)

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von kiji » Mittwoch 22. Mai 2019, 16:29

oder man meldet sich im örtlichen fussballverein an. 👍

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Kief » Mittwoch 22. Mai 2019, 16:45

kiji hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 16:29
oder man meldet sich im örtlichen fussballverein an. 👍
Da muss ich jetzt an eine Beobachtung von gestern denken ...
Habe gestern ein Tuerschild eines Frauenboxvereins gesehen, mit recht forschem Logo.

Habe mich aber nicht getraut nachzufragen, ob das Richtung Turniersport, eher Show (z.B. jugendfrei wie Wrestling) oder was Feministisches oder Empowerment ist.
Da weiss ich immer ned, ob da Kratzbuerstengefahr lauert, und gleich ein Gewitter ausbricht ...


K
Deeskalation, ohne danach die Probleme anpacken zu wollen,
das ist wie Ablenkung, oder Hinhalte-Taktik/Aussitzen wollen:
als Gespraechsverweigerung die getarnteste Form von Eskalation.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Lazarus Long » Mittwoch 22. Mai 2019, 16:56

Ferienhaus hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 16:24
Wir reden hier von Fussball. :roll:

(Massengeschmack und so...)
Der Ort aus dem ich komme hatte in meiner Kindheit 3 Herrenmannschaften und dazu noch eine Alte Herren.
Heute schaffen sie mit Hängen und Würgen, zusätzlich zu den Alten Herren, eine Herrenmannschaft zu stellen. Wenn ich mir die Namen der Spieler so ansehe, dann sind sie eher nicht seit Generationen hier, bzw. in Deutschland angesiedelt. Ohne diese Zuwanderer gäbe es hier wohl keine Ligamannschaft mehr.
Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, die dem Leben seinen Wert geben.

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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von LonesomeCoder » Mittwoch 22. Mai 2019, 16:58

Ferienhaus hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 14:58
Und was zur Hölle hindert sie dann daran, in ihren Zwanzigern, bevor sie Kinder haben, dann Abends zu trainieren und am Wochenende Vereinsfußball zu spielen? Bei mir daheim nichts. Kriegen die alle ab 20 sofort Kinder oder was?

Du musst wirklich im gottverlassendsten Landstrich Deutschlands leben, denn ich stamme zufälligerweise wie du weißt auch aus so einem, aber selbst bei uns funktioniert das alles trotzdem immer noch ganz gut.

LCS, das soll jetzt nicht böse gemeint sein, aber manchmal sind deine Beiträge wirklich von einem übertriebenem Pessimismus/Schwarz-Weiß-Malerei gekennzeichnet. Klar, auf dem Land läuft sehr wenig, aber eine normale Herrenfußballmannschaft wird trotzdem relativ problemlos zusammengestellt.

Und was heißt da keine zeit haben? Mein örtlicher Dorffußballverein wurde soweit ich denken kann immer von Männern zwischen 30 und 50 trainiert, die ehemalige Vereinsfußballer waren, im Dorf bekannt waren, Kinder hatten und trotzdem die Zeit fanden, nebenbei eine Fußballmannschaft zu trainieren.
Ich weiß nicht, was sie daran hindert, es zu tun. Sie tun es nicht. Die Zahl der Leute, die nach der Schule hier bleiben, ist aber pro Abschlussjahrgang im unteren EINSTELLIGEN Bereich (aus meinen Abi-Jahrgang mit 90 Personen blieb neben mir nur eine weitere hier und die ist unter der Woche wegen Arbeit aufm Zweitwohnsitz und Sa und So mit Partner und Kind beschäftigt, dieses Modell oder wie ich wegen Pendeln unter der Woche keine Zeit haben ist bei mir daheim recht häufig).

Bzgl. Fußball brauche ich nur in die Zeitung beim Heimatsport schauen. Da machen Abteilungen zu, es werden immer mehr Spielgemeinschaften und es werden regelmäßig Spiele abgesagt, da die Vereine nicht mehr genug Spieler stellen können.
kiji hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 15:36
Man könnte ja auch zwecksmässig, falls man nicht schon fmdrin ist in ne kirche eintreten, die machen auch immer viele verantstaltungen.
Wenn ich ins Gemeindeblatt schaue, dann sind gut mehr als die Hälfte der Veranstaltungen in meiner Region von der Kirche bzw. kirchlich oder religiös. Will mit denen aber sicher nichts zu tun haben, bin überzeugter Atheist :) Der Rest ist für Kinder, Familien und Senioren.
klecks hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 15:55
Das ist die eine Seite. Die andere Seite ist, dass es hier relativ wenig Akademiker*innen gibt, erst recht keine Akademikerinnen.
Ist bei mir auch. Deshalb haben wir keine Angebote wie Debattierclubs o.ä. was mich im Gegensatz zu Altenclub oder Kirchenchor interessieren würde.
Lazarus Long hat geschrieben:
Mittwoch 22. Mai 2019, 16:17
Die jungen Leute haben heute halt viel mehr alternative Angebote. Viele Vereine sterben so langsam ab.
Und vor allem: sie wollen keine Arbeit und keine Verantwortung im Verein übernehmen. Deshalb schließen auch einige.
Zuletzt geändert von LonesomeCoder am Mittwoch 22. Mai 2019, 17:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Habt Ihr auch "soziale Probleme" abseits von unfreiwilliger Partnerlosigkeit?

Beitrag von Ferienhaus » Mittwoch 22. Mai 2019, 17:02

@ Lazarus Long / LonesomeCoder: Dann ist mein ehemaliges Dorf eher die Ausnnahme? Bei uns in der Umgebung funktioniert es noch ziemlich gut.

Wobei ist es wegen des schon Jahrzehnte andauernden Geburtenrückgangs nicht zumindestens teilweise erklärbar, dass es keine 3 Herrenmannschaften mehr gibt, lazarus Long?

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