XMPP (Jabber) - Instant Messaging ohne WhatsApps Nachteile

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Le Chiffre Zéro
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Re: XMPP (Jabber) - Instant Messaging ohne WhatsApps Nachteile

Beitrag von Le Chiffre Zéro » Freitag 29. März 2019, 07:55

Dérkesthai hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 21:48
Noch einige Fragen:
*Kann man Fingerprints bei Gajim und Conversations ex- und importieren?
*"Die Nachricht wurde nicht für dieses Gerät verschlüsselt." taucht beim Empfänger auf und die eigene Nachricht kann Gajim geschrieben und gelesen werden. Aber in Conversations erscheint die Fehlermeldung. Umgekehrt, in Conversations schreiben und in Gajim lesen, funktioniert. Konto-Sync ist aktiv.
Womit verschlüsselst du? OTR? OMEMO?

Meines Wissens hängt das damit zusammen, daß OMEMO Nachrichten immer nur für bestimmte Clients verschlüsselt, für den, an den die Nachricht jeweils geht. Teil des Problems könnte auch sein, daß der Conversations-Entwickler gewisse weit verbreitete Legacy-Funktionen von XMPP, etwa den Ressourcennamen und die Priorität, als doof und veraltet erachtet und beides aus Conversations wieder entfernt hat. Andere Clients arbeiten aber weiterhin damit und gehen vermutlich davon aus, daß alle Clients das tun.

Und der Fingerprint ist immer fest an einen bestimmten Client gebunden (also eine bestimmte Installation eines Clients auf einem bestimmten System auf einem bestimmten Gerät) und nicht übertragbar.

Hat denn deine Gegenseite die Fingerprints von allen deinen Clients?
← Das da sind keine Klaviertasten. Es sind Synthesizertasten. Doch, da gibt es Unterschiede.
Bisherige Signatur ersetzt, weil die sowieso kaum jemand liest.

INTJ nach Myers-Briggs

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Re: XMPP (Jabber) - Instant Messaging ohne WhatsApps Nachteile

Beitrag von Dérkesthai » Samstag 30. März 2019, 11:33

Le Chiffre Zéro hat geschrieben:
Freitag 29. März 2019, 07:55
Dérkesthai hat geschrieben:
Mittwoch 27. März 2019, 21:48
Noch einige Fragen:
*Kann man Fingerprints bei Gajim und Conversations ex- und importieren?
*"Die Nachricht wurde nicht für dieses Gerät verschlüsselt." taucht beim Empfänger auf und die eigene Nachricht kann Gajim geschrieben und gelesen werden. Aber in Conversations erscheint die Fehlermeldung. Umgekehrt, in Conversations schreiben und in Gajim lesen, funktioniert. Konto-Sync ist aktiv.
Womit verschlüsselst du? OTR? OMEMO?

Meines Wissens hängt das damit zusammen, daß OMEMO Nachrichten immer nur für bestimmte Clients verschlüsselt, für den, an den die Nachricht jeweils geht. Teil des Problems könnte auch sein, daß der Conversations-Entwickler gewisse weit verbreitete Legacy-Funktionen von XMPP, etwa den Ressourcennamen und die Priorität, als doof und veraltet erachtet und beides aus Conversations wieder entfernt hat. Andere Clients arbeiten aber weiterhin damit und gehen vermutlich davon aus, daß alle Clients das tun.

Und der Fingerprint ist immer fest an einen bestimmten Client gebunden (also eine bestimmte Installation eines Clients auf einem bestimmten System auf einem bestimmten Gerät) und nicht übertragbar.

Hat denn deine Gegenseite die Fingerprints von allen deinen Clients?
OMEMO.

Ah okay.

Verstehe.

Ja, hat meine Gegenseite. Die Gegenseite kann aber ihre eigenen verschlüsselten Nachrichten nicht lesen. Wenn in Gajim geschrieben und versucht in Conversations zu lesen. In Conversations schreiben und die eigene Nachricht in Gajim lesen funktioniert tadellos.
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Re: XMPP (Jabber) - Instant Messaging ohne WhatsApps Nachteile

Beitrag von randomguy » Sonntag 23. Juni 2019, 14:47

Hallo,

danke für den Hinweis auf das verhalten von xabber ... joo ein Bitcoin ... selbst die aktuellen Verschlüsselungstrojaner sind billiger. :fluchen:
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Re: XMPP (Jabber) - Instant Messaging ohne WhatsApps Nachteile

Beitrag von Mit müden Augen » Sonntag 23. Juni 2019, 14:53

Was meinst du? Xabber ist kostenlos weil FOSS, wenn dir das jemand verkaufen will zeigst du ihm den Vogel.
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Re: XMPP (Jabber) - Instant Messaging ohne WhatsApps Nachteile

Beitrag von Dérkesthai » Sonntag 23. Juni 2019, 18:27

Mit müden Augen hat geschrieben:
Sonntag 23. Juni 2019, 14:53
Was meinst du? Xabber ist kostenlos weil FOSS, wenn dir das jemand verkaufen will zeigst du ihm den Vogel.
+1
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Re: XMPP (Jabber) - Instant Messaging ohne WhatsApps Nachteile

Beitrag von Reinhard » Mittwoch 31. Juli 2019, 21:46

Gerade gelesen, ohne weiteren Kommentar:
The Encryption Debate Is Over - Dead At The Hands Of Facebook hat geschrieben: In Facebook’s vision, the actual end-to-end encryption client itself such as WhatsApp will include embedded content moderation and blacklist filtering algorithms. These algorithms will be continually updated from a central cloud service, but will run locally on the user’s device, scanning each cleartext message before it is sent and each encrypted message after it is decrypted.

The company even noted that when it detects violations it will need to quietly stream a copy of the formerly encrypted content back to its central servers to analyze further, even if the user objects, acting as true wiretapping service.
Abstimmung zum Schreibwettbewerb:
https://www.abtreff.de/viewtopic.php?f=65&t=25913 :hierlang:

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Re: XMPP (Jabber) - Instant Messaging ohne WhatsApps Nachteile

Beitrag von marwie » Dienstag 3. Dezember 2019, 10:38

Das Problem ist halt, dass der 08/15 User bequem ist und sich nicht damit auseinander setzen möchte, welchen Client und Server er verwenden soll. Da ist WhatsApp halt viel einfacher. Ausserdem ist der Name XMPP zu technisch im Gegensatz zu WhatsApp.

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Re: XMPP (Jabber) - Instant Messaging ohne WhatsApps Nachteile

Beitrag von Dérkesthai » Dienstag 3. Dezember 2019, 20:26

marwie hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 10:38
Das Problem ist halt, dass der 08/15 User bequem ist und sich nicht damit auseinander setzen möchte, welchen Client und Server er verwenden soll. Da ist WhatsApp halt viel einfacher. Ausserdem ist der Name XMPP zu technisch im Gegensatz zu WhatsApp.
XMPP ist das Protokoll, die Apps nennen sich unter anderem Gajim oder Conversations. Letzteres m.E. um Längen besser als Whatsapp.
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Re: XMPP (Jabber) - Instant Messaging ohne WhatsApps Nachteile

Beitrag von Hoppala » Mittwoch 4. Dezember 2019, 10:56

marwie hat geschrieben:
Dienstag 3. Dezember 2019, 10:38
Das Problem ist halt, dass der 08/15 User bequem ist und sich nicht damit auseinander setzen möchte, welchen Client und Server er verwenden soll. Da ist WhatsApp halt viel einfacher. Ausserdem ist der Name XMPP zu technisch im Gegensatz zu WhatsApp.
Im Sprachgebrauch "Jabber" genannt - steht so auch im Threadtitel. Das ist sicher nicht "technischer" als WA.

Man sollte vielleicht nicht auf die Marketingschienen (hier: der Big-Data-Vermarkter) reinfallen. "Das will der Kunde so" ist ein beliebtes, weil oft nahezu von niemand außer dem Anbieter ("Geschäftsgeheimnis!") nachprüfbares Schein-Argument. (Beispeil kostenlose Plastiktüten an der Kasse: erst "unverzichtbar, weenn man marktfähigen Service bieten will"; obwohl es Jahrhunderte ohne ging; nun praktisch sang- und klanglos wieder verschwunden; und praktisch hat sich nichts geändert).

Das Argument, Jabber sei Kompliziert, ist falsch.
Kompliziert ist es, eine Alternative zu WA zu etablieren. Der wesentliche Grund ist, dass WA aggressiv vermarktet wird. Wer meint, WA sein "kostenlos", sollte überlegen, wer das alles bezahlt - und warum? Dann kommt man drauf, wer tatsächlich gemolken wird. Dass es"kompliziert" erscheint, diesen 0815-Marketinggag zu durchschauen, ist ein Teil des Sinn und Zwecks dieses Gags.

Letztlich ist es nur eine Entscheidung, wieviel einem die persönliche Souveränität - die ansonsten viel beschworene "Freiheit" - wert ist. Sie ist wohl nicht ganz so teuer wie "hab ich zwar noch nie vorher benötigt, funktionert aber und hat nur Kosten, die ich ohne kurz mal Nachdenken nicht direkt spüre".

Aber "einfacher oder komplizierter" - das ist in diesem Fall kein sachliches Argument.

Die "Auswahl" von Client und Server ist jedenfalls einfacher, als sich zwischen den Joghurtsorten im Regal zu entscheiden. Wenn nun eine Sorte, die allen Haushalten auch ohne Anfrage "kostenlos" täglich frei Haus geliefert wird,alle anderen praktisch vom Markt fegt, hat das eher weniger mit der besonderen Qualität des Joghurts zu tun.
So ein Marketing muss man sich leisten können. Warum können es sich die einen leisten - vo Anfang an - und die anderen nicht? Von da aus kommt man dem "Produktvorteil" auf die Spur.

Hinter WA steht ein weltweit aktiver Großkonzern, der vom Datensammeln, - auswerten und -verkaufen lebt. Hinter dem stehen diverse (aber so richtig große) Großinvestoren, die ihre Rendite sehen wollen. Da sind schon mal ein paar zig- Millionen für Marketingaufwand drin. Das bleibt nicht ohne Wirkung. Die Beliebtheit wird erzeugt, weil es funktioniert und den Roihstofflieferanten wie eine tägliche Postwiurfsendung aufgedrängt wird.
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