Alleine in Zeiten von Corona

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Tania
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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Tania » Sonntag 22. März 2020, 17:18

Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 17:12

In den nächsten Monaten erwarte ich eher einen Anstieg der Scheidungsquote. :wahrsagerin: :schwarzekatze: :?
Zuviele Leute, die merken, dass sie ihren aktuellen Partner nicht dauerhaft ertragen.
Das könnte einigen Hotels das Überleben sichern .. ;)

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Finnlandfreundin » Sonntag 22. März 2020, 17:23

desigual hat geschrieben:
Freitag 20. März 2020, 14:50
Ich find's für Singles gerade auch heftig. Beispiel aktuelle Entwicklung in Bayern: Familien dürfen gemeinsam spazierengehen, alle anderen müssen alleine gehen. Wenn ich jetzt jeden Tag mit derselben allein lebenden Singlefreundin spazieren gehe (so wie ich es aktuell tue) infiziere ich immer noch weniger Menschen als die Familie, wo ja evtl. auch Alte dabei sind.
(Und ja, mir ist die Logik dahinter schon klar: Die Familie lebt zusammen, steckt sich ohnehin an. Ich lebe alleine, muss also niemanden anstecken. Gemein fühlt es sich trotzdem an.)

Und dabei bin ich ja schon ein eher introvertierter Mensch und verbringe Wochenenden auch mal komplett alleine. Aber es wird ja wohl darauf hinauslaufen, WOCHENLANG niemanden persönlich zu sehen - da wird mir schon ganz anders.
Wenn das immer die selbe Freundin ist und sie sich auch auf dich konzentriert, sollte das gehen.
klecks hat geschrieben:
Freitag 20. März 2020, 15:07
Ich könnte mir aber vorstellen, wenn du dich mit dieser Single-Bekannten ausschließlich zusammentust beim Spazierengehen - dass das toleriert würde. Es geht ja um um den ständigen Wechsel.

Ich finde es für Alleinlebende aktuell auch hart. Deshalb habe ich auch auf bestimmte Alleinlebende in meinem engeren Freundes- und Familienkreis ein Auge - bzw. es ist ausgemacht, dass wir täglich telefonieren ...
Telefonieren und Messenger glühen teilweise bei mir 😄

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Finnlandfreundin » Sonntag 22. März 2020, 17:36

DaRealOnionhead hat geschrieben:
Freitag 20. März 2020, 18:12
Jahrelang habe ich mal mehr und mal weniger damit gehadert, noch im eigenen Elternhaus zu wohnen und aus meiner Geburtsstadt nie wirklich rausgekommen zu sein (trotz 2-3 Semester Studium in einer anderen Stadt im benachbarten Bundesland). Seit vier Jahren wohne ich nur mit mit meiner Mutter und gelegentliche Wochenendbesuche meiner Schwester.
In der aktuellen Situation merke ich, wie gut ich es eigentlich habe - trotz AB-Tum. Auch im Vergleich zu meiner 16qm-Studentenbude, die ich anfangs mal bewohnt hatte und die gerade mal ein Fenster zum rausgucken hatte...die Sonne noch durch den anderen Block größtenteils abgeschirmt. :schwarzekatze:
Zumindest gibt es zuzweit immer noch gute Beschäftigungsmöglichkeiten...auch analoge. In der Studentenbude hatte ich damals fast nix dergleichen.
Bin auch oft bei meiner Mutti und übernachte bei ihr. Das habe ich sonst gemacht und das mache ich auch jetzt.

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Versingled » Sonntag 22. März 2020, 17:46

Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 17:12
Tania hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 16:18
Ich bin gespannt, welche Auswirkungen diese neue Gesamtsituation auf das allgemeine Sozialverhalten hat. Derzeit beobachte ich eine Konzentration auf einen "sozialen Kern" - Paare/Familien verbringen mehr Zeit miteinander, Distanzpaare ziehen plötzlich zusammen, lockere Affären treffen sich dreimal pro Woche statt nur einmal, und statt zu Partys mit mehreren Bekannten trifft man sich zu Spaziergängen mit immer derselben besten Freundin. Es könnte durchaus passieren, dass in Zukunft die Bereitschaft, feste Bindungen einzugehen, wieder steigt, und dass man sich in Ermangelung einer riesigen Auswahl von Optionen schneller für eine der vorhandenen Optionen entscheidet.
Könnte langfristig sein.

In den nächsten Monaten erwarte ich eher einen Anstieg der Scheidungsquote. :wahrsagerin: :schwarzekatze: :?
Zuviele Leute, die merken, dass sie ihren aktuellen Partner nicht dauerhaft ertragen.
Und das deutlich vor der Rente ...
In Gedenken an all das Leben, das heute zu Ende ging. Es ist ein unwiederbringlicher Verlust ... :sadman:

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Reinhard » Sonntag 22. März 2020, 19:20

Tania hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 17:18
Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 17:12

In den nächsten Monaten erwarte ich eher einen Anstieg der Scheidungsquote. :wahrsagerin: :schwarzekatze: :?
Zuviele Leute, die merken, dass sie ihren aktuellen Partner nicht dauerhaft ertragen.
Das könnte einigen Hotels das Überleben sichern .. ;)

Ich hoffe mal, dass für diese Verwendung noch Betten im Hotel frei sind. :fessel:
Wir müssen jetzt zusammenstehen, indem wir nicht zusammen stehen.

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von DaRealOnionhead » Sonntag 22. März 2020, 19:28

Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 19:20
Tania hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 17:18
Reinhard hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 17:12

In den nächsten Monaten erwarte ich eher einen Anstieg der Scheidungsquote. :wahrsagerin: :schwarzekatze: :?
Zuviele Leute, die merken, dass sie ihren aktuellen Partner nicht dauerhaft ertragen.
Das könnte einigen Hotels das Überleben sichern .. ;)

Ich hoffe mal, dass für diese Verwendung noch Betten im Hotel frei sind. :fessel:
"für touristische Zwecke" ist es ja nicht :hammer:

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Tania » Sonntag 22. März 2020, 20:11

Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 17:36
Bin auch oft bei meiner Mutti und übernachte bei ihr. Das habe ich sonst gemacht und das mache ich auch jetzt.
Ich hab das eingestellt. Meine Eltern sind schon über 70 und gesundheitlich nicht mehr fit - da will ich nicht das Risiko eingehen, ihnen irgendwas einzuschleppen.

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Finnlandfreundin » Montag 23. März 2020, 01:49

Tania hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 20:11
Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 17:36
Bin auch oft bei meiner Mutti und übernachte bei ihr. Das habe ich sonst gemacht und das mache ich auch jetzt.
Ich hab das eingestellt. Meine Eltern sind schon über 70 und gesundheitlich nicht mehr fit - da will ich nicht das Risiko eingehen, ihnen irgendwas einzuschleppen.
Meine Mutti ist noch etwas jünger und sie ist mein einzigster Kontakt aktuell.

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Maverick » Montag 23. März 2020, 12:07

Finnlandfreundin hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 01:49
Tania hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 20:11
Finnlandfreundin hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 17:36
Bin auch oft bei meiner Mutti und übernachte bei ihr. Das habe ich sonst gemacht und das mache ich auch jetzt.
Ich hab das eingestellt. Meine Eltern sind schon über 70 und gesundheitlich nicht mehr fit - da will ich nicht das Risiko eingehen, ihnen irgendwas einzuschleppen.
Meine Mutti ist noch etwas jünger und sie ist mein einzigster Kontakt aktuell.
Bei mir ist es ähnlich. Gestern war ich zum Glück noch mit einem Bekannten im Biergarten. Ab heute ist das für mindestens vier Wochen nicht mehr möglich. Ich werde dann wohl mehrere Wochen keine Kontakte mehr haben. Bei mir sind die Strukturen so ähnlich wie bei Tania.

Meine Eltern darf ich zwar noch besuchen und werde das spätestens Ostern machen, weil sie in einer anderen Stadt wohnen. Aber nicht mehr mit beiden gleichzeitig rausgehen, da wir keinen gemeinsamen Haushalt haben... Aber Lebenspartner mit getrennten Haushalten dürfen noch zusammen raus. Da kann man sich nur an den Kopf fassen.

[Mod: Politischen Inhalt entfernt]
Zuletzt geändert von Calliandra am Montag 23. März 2020, 12:54, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Politischen Inhalt entfernt
„Das Ende kommt unausweichlich, Maverick. Ihre Art wird aussterben.“

„Mag sein, Sir. Aber nicht heute!“

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Onkel ABobert » Montag 23. März 2020, 16:29

Ich treffe mich seit eh und je täglich mit meinen Eltern zum Essen.
Nun bin ich in dem Dilemma, daß ich das einerseits wegen der Ansteckungsgefahr einstellen sollte (beide sind Ü80), andererseits kriegen wir das organisatorisch überhaupt nicht gebacken (mein Hund ist während meiner Arbeitszeit bei ihnen, außerdem kaufe ich für alle ein und erledigt zig Kleinigkeiten für sie) und ja, wir wollen die Kontakte auch nicht einstellen, da ansonsten keine bzw. so gut wie keine weiteren Kontakte bestehen.

Das ist eine richtig miese Situation. Wir haben gemeinsam diskutiert und beschlossen, nichts zu ändern. Aber ich habe dabei schlichtweg Angst um sie, weiß aber auch keinen anderen Ausweg.
Es grüßt euch

Onkel ABobert

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Finnlandfreundin » Montag 23. März 2020, 17:38

Onkel ABobert hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 16:29
Ich treffe mich seit eh und je täglich mit meinen Eltern zum Essen.
Nun bin ich in dem Dilemma, daß ich das einerseits wegen der Ansteckungsgefahr einstellen sollte (beide sind Ü80), andererseits kriegen wir das organisatorisch überhaupt nicht gebacken (mein Hund ist während meiner Arbeitszeit bei ihnen, außerdem kaufe ich für alle ein und erledigt zig Kleinigkeiten für sie) und ja, wir wollen die Kontakte auch nicht einstellen, da ansonsten keine bzw. so gut wie keine weiteren Kontakte bestehen.

Das ist eine richtig miese Situation. Wir haben gemeinsam diskutiert und beschlossen, nichts zu ändern. Aber ich habe dabei schlichtweg Angst um sie, weiß aber auch keinen anderen Ausweg.
Wenn du recht oft draußen unterwegs bist, würde ich den Kontakt zu den Eltern einschränken.

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Tania » Montag 23. März 2020, 17:50

Onkel ABobert hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 16:29
Das ist eine richtig miese Situation. ... Aber ich habe dabei schlichtweg Angst um sie, weiß aber auch keinen anderen Ausweg.
Bei meiner Schwester und meinen Eltern ist es ähnlich. Sie stellt ihnen jetzt die Einkäufe vor die Haustür, und unterhalten tun sie sich dann im Freien vor dem Haus - ganz brav mit mindestens 2m Abstand. Und wenn meine Mutter was für sie kocht, wird es ähnlich kontaktlos übergeben und meine Schwester isst es dann zu Hause Das war die ersten 2-3 Tage zwar komisch, aber inzwischen haben sie sich gut dran gewöhnt.

Ich selbst telefoniere nur noch mit ihnen. Ein gemeinsames Essen ist das Risiko nicht wert, sie womöglich zu verlieren. Und Sauerstoffmangel ist echt kein schöner Tod. :?

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von fifaboy1981 » Montag 23. März 2020, 20:33

Maverick hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 12:07
Bei mir ist es ähnlich. Gestern war ich zum Glück noch mit einem Bekannten im Biergarten. Ab heute ist das für mindestens vier Wochen nicht mehr möglich. Ich werde dann wohl mehrere Wochen keine Kontakte mehr haben. Bei mir sind die Strukturen so ähnlich wie bei Tania.

Meine Eltern darf ich zwar noch besuchen und werde das spätestens Ostern machen, weil sie in einer anderen Stadt wohnen. Aber nicht mehr mit beiden gleichzeitig rausgehen, da wir keinen gemeinsamen Haushalt haben... Aber Lebenspartner mit getrennten Haushalten dürfen noch zusammen raus. Da kann man sich nur an den Kopf fassen.
Tania hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 17:50
Onkel ABobert hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 16:29
Das ist eine richtig miese Situation. ... Aber ich habe dabei schlichtweg Angst um sie, weiß aber auch keinen anderen Ausweg.
Bei meiner Schwester und meinen Eltern ist es ähnlich. Sie stellt ihnen jetzt die Einkäufe vor die Haustür, und unterhalten tun sie sich dann im Freien vor dem Haus - ganz brav mit mindestens 2m Abstand. Und wenn meine Mutter was für sie kocht, wird es ähnlich kontaktlos übergeben und meine Schwester isst es dann zu Hause Das war die ersten 2-3 Tage zwar komisch, aber inzwischen haben sie sich gut dran gewöhnt.

Ich selbst telefoniere nur noch mit ihnen. Ein gemeinsames Essen ist das Risiko nicht wert, sie womöglich zu verlieren. Und Sauerstoffmangel ist echt kein schöner Tod. :?
Ich habe ja einiges gelesen und gesehen die tage, an sich würde ich an deiner stelle einfach abstand halten wenn du sie besuchst.
Man muss ja nicht komplett wegbleiben, gerade wenn sie schon älter sind, man weis ja nie was kommt, das kann auch ohne Corona jeden Tag vorbei sein. Deswegen sage ich mal, die Zeit jetzt noch nutzen. Wenn du ihnen nicht so nahe kommst, vorher bevor du in der Wohnung etwas anfasst dir lange genug und gründlich die Hände wäscht, sollte da kein großes risiko entstehen.

Finnlandfreundin hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 17:38
Wenn du recht oft draußen unterwegs bist, würde ich den Kontakt zu den Eltern einschränken.
Aber auch da, wenn du keine nähe zu anderen hattest, sollte da normal nichts passieren, ich sage mal, vorsicht ist gut, panik wäre falsch.
Ich habe seit ende Feb. als der 1 Corona fall bei uns bekannt wurde schon etwas abstand zu anderen gehalten.
Onkel ABobert hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 16:29
Ich treffe mich seit eh und je täglich mit meinen Eltern zum Essen.
Nun bin ich in dem Dilemma, daß ich das einerseits wegen der Ansteckungsgefahr einstellen sollte (beide sind Ü80), andererseits kriegen wir das organisatorisch überhaupt nicht gebacken (mein Hund ist während meiner Arbeitszeit bei ihnen, außerdem kaufe ich für alle ein und erledigt zig Kleinigkeiten für sie) und ja, wir wollen die Kontakte auch nicht einstellen, da ansonsten keine bzw. so gut wie keine weiteren Kontakte bestehen.

Das ist eine richtig miese Situation. Wir haben gemeinsam diskutiert und beschlossen, nichts zu ändern. Aber ich habe dabei schlichtweg Angst um sie, weiß aber auch keinen anderen Ausweg.
Wie schon oben erwähnt, viel Hände waschen, nähe zu anderen meiden und auch zu den Eltern, aber besser mit Ihnen in einem Raum sein und etwas abstand halten, als gar nicht zu sehen. Du weist nie wie lange sie noch leben, und mit über 80 muss das Ende nicht zwingend durch Corona erreicht werden.
Maverick hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 12:07
Bei mir ist es ähnlich. Gestern war ich zum Glück noch mit einem Bekannten im Biergarten. Ab heute ist das für mindestens vier Wochen nicht mehr möglich. Ich werde dann wohl mehrere Wochen keine Kontakte mehr haben. Bei mir sind die Strukturen so ähnlich wie bei Tania.

Meine Eltern darf ich zwar noch besuchen und werde das spätestens Ostern machen, weil sie in einer anderen Stadt wohnen. Aber nicht mehr mit beiden gleichzeitig rausgehen, da wir keinen gemeinsamen Haushalt haben... Aber Lebenspartner mit getrennten Haushalten dürfen noch zusammen raus. Da kann man sich nur an den Kopf fassen.
Also so eng sehe ich das nicht, es geht eher darum im Fall des Falles infektionsketten nachvollziehen zu können. Und wenn du mit deinen Eltern raus gehst, weist du im Fall des falles wer diese Personen sind. Es soll halt nur vermieden werden, das du ständig mit wechselnden personen unterwegs bist und man am ende nicht mehr nachvollziehen kann wer wen und wann getroffen hat usw. So deute ich das ganze. Familien dürfen zusammen raus, oder wenn du in einer WG wohnst dann auch mit den anderen WG mitgliedern.

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Tania » Montag 23. März 2020, 21:26

fifaboy1981 hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 20:33
Wenn du ihnen nicht so nahe kommst, vorher bevor du in der Wohnung etwas anfasst dir lange genug und gründlich die Hände wäscht, sollte da kein großes risiko entstehen.
Hände waschen schützt vorrangig den Händebesitzer, nicht die Anderen. Es geht primär darum, unterwegs eingesammelte Viren abzutöten, bevor man sich ins Gesicht fasst.

Natürlich schützt das Waschen auch davor, die Viren beim Handschlag zu übertragen. Oder sie bei jeder Berührung auf Türklinken, Esstischen usw. zu hinterlassen. Aber die größte Gefahr ist halt, dass man unwissentlich selbst infiziert ist und die Viren bei jedem Atemzug im Raum verteilt. Deswegen haben wir entschieden, die Eltern nur noch draußen zu treffen. Am besten bei etwas Wind und mit hinreichendem Abstand :)

Also so eng sehe ich das nicht, es geht eher darum im Fall des Falles infektionsketten nachvollziehen zu können.
Nein. Ginge es nur darum, würde es reichen zu protokollieren, wer wann wen getroffen hat. Aber über dieses Stadium sind wir hinaus. Jetzt geht es darum zu erreichen, dass jeder Infizierte möglichst weniger als eine andere Person ansteckt. Das geht am besten, wenn jeder immer mit derselben Person spazieren geht - und es wird scheitern, wenn die Leute die Regelung missbrauchen, um sich täglich mit mehreren wechselnden Personen zu treffen. Wenn das so läuft, kommt als nächstes die komplette Ausgangssperre.

Letztlich ist aber auch egal, ob Du das nicht so eng siehst, oder ob ich das enger sehe. Die Kontaktsperre ist keine Bitte der Regierung mehr, sondern eine Anordnung, die zu befolgen ist wie as Tenpolimit oder die Sache mit der roten Ampel.

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Vidar » Montag 23. März 2020, 22:28

Ja, ist aktuell definitiv härter als davor. Okay, ich hatte zudem auch noch Quarantäne, also quasi Ausgangssperre, die es auch nicht unbedingt erleichterte, nun aber aufgehoben ist. Dennoch bleibt es schwierig, wenn man es gewohnt war, trotz Alleinlebens recht viele Sozialkontakte zu pflegen.

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von DaRealOnionhead » Montag 23. März 2020, 23:13

Vidar hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 22:28
Ja, ist aktuell definitiv härter als davor. Okay, ich hatte zudem auch noch Quarantäne, also quasi Ausgangssperre, die es auch nicht unbedingt erleichterte, nun aber aufgehoben ist. Dennoch bleibt es schwierig, wenn man es gewohnt war, trotz Alleinlebens recht viele Sozialkontakte zu pflegen.
Also darfts du jetzt zumindest wieder frei draußen bewegen. Oder gibt's für dich noch irgednwelche Auflagen?

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Vidar » Montag 23. März 2020, 23:50

DaRealOnionhead hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 23:13
Vidar hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 22:28
Ja, ist aktuell definitiv härter als davor. Okay, ich hatte zudem auch noch Quarantäne, also quasi Ausgangssperre, die es auch nicht unbedingt erleichterte, nun aber aufgehoben ist. Dennoch bleibt es schwierig, wenn man es gewohnt war, trotz Alleinlebens recht viele Sozialkontakte zu pflegen.
Also darfts du jetzt zumindest wieder frei draußen bewegen. Oder gibt's für dich noch irgednwelche Auflagen?
Nur die Üblichen. Abstand halten, keine größeren Gruppen.

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von ComebackCat » Montag 23. März 2020, 23:57

Tania hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 16:18
Oder der Staat greift tatsächlich auch da ein und weist jedem vereinsamten Menschen einen Partner zu. Gab ja hier durchaus schon mal solche Modellideen ;)
Bitte nicht, hier kursieren in den letzten Tagen schon andauernd irgendwelche sozialistischen und linksradikalen Ideen auf Grund der Krise durch das Forum, mit dem Ziel die persönlichen Freiheiten der Bevölkerung dauerhaft einzuschränken. Das muss echt nicht sein.
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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von fifaboy1981 » Dienstag 24. März 2020, 08:20

Tania hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 21:26
Hände waschen schützt vorrangig den Händebesitzer, nicht die Anderen. Es geht primär darum, unterwegs eingesammelte Viren abzutöten, bevor man sich ins Gesicht fasst.

Natürlich schützt das Waschen auch davor, die Viren beim Handschlag zu übertragen. Oder sie bei jeder Berührung auf Türklinken, Esstischen usw. zu hinterlassen. Aber die größte Gefahr ist halt, dass man unwissentlich selbst infiziert ist und die Viren bei jedem Atemzug im Raum verteilt. Deswegen haben wir entschieden, die Eltern nur noch draußen zu treffen. Am besten bei etwas Wind und mit hinreichendem Abstand
Also ich mache es so, allerdings treffe ich sonst auch niemand. Also wenn dann höchstens vlt. mal nen Kollegen beim Radfahren wenn es wieder wärmer wird und er sich dann nicht den Hintern abfriert :lol:
Ansonsten sehe ich nur noch meine Eltern, Schwester und die 3 Kolleginnen auf der arbeit. Allerdings auch nicht jede jeden Tag. Pro tag Maximal 2 von den 3.
Tania hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 21:26
Nein. Ginge es nur darum, würde es reichen zu protokollieren, wer wann wen getroffen hat. Aber über dieses Stadium sind wir hinaus. Jetzt geht es darum zu erreichen, dass jeder Infizierte möglichst weniger als eine andere Person ansteckt. Das geht am besten, wenn jeder immer mit derselben Person spazieren geht - und es wird scheitern, wenn die Leute die Regelung missbrauchen, um sich täglich mit mehreren wechselnden Personen zu treffen. Wenn das so läuft, kommt als nächstes die komplette Ausgangssperre.

Letztlich ist aber auch egal, ob Du das nicht so eng siehst, oder ob ich das enger sehe. Die Kontaktsperre ist keine Bitte der Regierung mehr, sondern eine Anordnung, die zu befolgen ist wie as Tenpolimit oder die Sache mit der roten Ampel.
Naja gut wenn du jeden tag ne andere Person triffst dann wird selbst das irgendwann schwer nach zu vollziehen. Aber dennoch sehe ich das so, das du durch aus mit den Eltern raus kannst, gehst ja nicht ständig mit 2 anderen personen raus.
Vidar hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 22:28
Ja, ist aktuell definitiv härter als davor. Okay, ich hatte zudem auch noch Quarantäne, also quasi Ausgangssperre, die es auch nicht unbedingt erleichterte, nun aber aufgehoben ist. Dennoch bleibt es schwierig, wenn man es gewohnt war, trotz Alleinlebens recht viele Sozialkontakte zu pflegen.
Naja wie schon gesagt, bis auf die Tatsache das disco technisch nun alles ausfällt, hat sich da nicht viel für mich geändert, wir haben derzeit keinen persönlichen Kundenkontakt mehr, ich kann auch nicht mehr in nen Elektroladen gehen, aber sonst habe ich nicht weniger kontakte als vorher auch, oder vorher nicht mehr als jetzt.
Vidar hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 23:50
Nur die Üblichen. Abstand halten, keine größeren Gruppen.
Ich hab das jetzt nicht alles mitbekommen, hattest du den Virus oder nur unter verdacht? weil angeblich bist du ja gegen den Virus Imun wenn du ihn mal hattest, zumindest wohl für eine gewisse Zeit.
ComebackCat hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 23:57
Bitte nicht, hier kursieren in den letzten Tagen schon andauernd irgendwelche sozialistischen und linksradikalen Ideen auf Grund der Krise durch das Forum, mit dem Ziel die persönlichen Freiheiten der Bevölkerung dauerhaft einzuschränken. Das muss echt nicht sein.
Ja wenn sie dir mehrer Vorschläge unterbreiten ist das ja eine sache und dann wählen kannst oder auch alle ablehnen, alles andere muss wirklich nicht sein :lol:

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Re: Alleine in Zeiten von Corona

Beitrag von Tania » Dienstag 24. März 2020, 09:25

ComebackCat hat geschrieben:
Montag 23. März 2020, 23:57
Tania hat geschrieben:
Sonntag 22. März 2020, 16:18
Oder der Staat greift tatsächlich auch da ein und weist jedem vereinsamten Menschen einen Partner zu. Gab ja hier durchaus schon mal solche Modellideen ;)
Bitte nicht, hier kursieren in den letzten Tagen schon andauernd irgendwelche sozialistischen und linksradikalen Ideen auf Grund der Krise durch das Forum, mit dem Ziel die persönlichen Freiheiten der Bevölkerung dauerhaft einzuschränken. Das muss echt nicht sein.
Keine Sorge, das gilt dann nur für die wirklich vereinsamten Menschen, für die eigentlich JEDER auch nur halbwegs passende Partner eine Verbesserung ihrer Lage darstellen würde. Die Fraktionen "... also ich bin allein auch ganz happy" oder "... bitte nur studentische Models unter 25" dürfen in Ruhe weiter allein bleiben. Die zeichnen sich ja eh nicht durch exzessives Dating aus, sind epidemietechnisch also kein relevanter Faktor ;)

Life is short, break the rules, forgive quickly, kiss slowly, love truly, laugh uncontrollably, and never regret anything that made you smile. (Mark Twain)

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