Schlomo hat geschrieben: ↑21.06.2020, 06:05
LesHommes hat geschrieben: ↑20.06.2020, 13:06
Hä? Wieso wäre es weniger wertvoll von einer Transfrau gemocht zu werden als von einer Cisfrau?
Ich weiß, damit mache ich mich unbeliebt, aber: Für mich ist eine Transfrau keine richtige Frau. Das war mal ein Mann und dort werden immer männliche Merkmale (Körperlich und mental) übrig bleiben. Achtung: Das ist meine persönliche Meinung.
Dementsprechend hätte von einer Transfrau gemocht zu werden für mich eine andere Wertigkeit als von einer echten Frau.
LesHommes hat geschrieben: ↑20.06.2020, 13:06die scheinbar "falschen" Körpermerkmale nicht mit den eigenen Vorlieben passig sind
Sorry, aber das klingt mir ein bisschen zu schwach. Evtl. kann eine Frau das nicht nachvollziehen, aber es ist nicht nur "scheinbar falsche Körpermerkmale". Wenn das eigentlich ein Männerkörper ist, mit dem man konfrontiert wird, ist das ein wirklich verdammt wichtiger Punkt für die meisten Männer.
Allgemein ist das meiner Meinung nach eine Thematik, wo viele Frauen eine andere Sicht haben werden als Männer. Wenn man sich die Internetkultur ansieht, scheinen Frauen (Abgesehen von "TERF"'s) Transpersonen ggü. um einiges aufgeschlossener zu sein. Gerade sexuell. Macht ja auch Sinn. Soweit ich weiß, ist der Penis für viele Frauen sexuell überhaupt nicht so wichtig. Das Interesse liegt da eher woanders, und kann viel leichter von allen Teilen des Spektrums befriedigt werden.
Ich bin überzeugt, für Männer ist das meistens anders.
Dem schließe ich mich an. Wiederum, wie gesagt, als persönliche Meinung ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit. Für mich stellen Transpersonen letztendlich eine Art dritte, unabhängige Kategorie jenseits von Frauen und Männern dar. Grenzgänger, die nie zu 100% ihrem empfundenen Geschlecht entsprechen werden.
Von dieser Person gemocht zu werden ist für sich genommen schmeichelhaft, aber es ist eben nicht meine Zielgruppe.
Ähnlich, wie als Hetero von einem homosexuellen Mann gemocht zu werden. Oder - kontroverse Meinung - eigentlich, genau dasselbe.
Vielleicht ganz nett, auch mal attraktiv gefunden zu werden, aber ohne tatsächliche Perspektive.
Was die Körpermerkmale angeht: Gerade Trans-Männer (biologische Frauen) haben es da, solange die Hose an bleibt, deutlich einfacher bei entsprechender langjähriger Hormongabe als "normaler Mann" durchzugehen und so gesellschaftlich kaum aufzufallen.
Bei Trans-Frauen bleibt meist sowieso ein irritierender Rest männlicher Körpermerkmale erhalten (Adamsapfel, etwas tiefere Stimme, anderer Knochenbau, verbliebene Hautporen von Bartfollikeln etc..) - von seltenen Fällen abgesehen in denen die Hormonbehandlung schon während der Pubertät einsetzt. Auch bei der im oben verlinkten Artikel portraitierten Transfrau kann das sonstige stark geschminkte Model-Aussehen m.E. nicht darüber hinwegtäuschen dass sie eigentlich von den Gesichtszügen her noch ein bisschen maskulin wirkt.