Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Alles zu Deiner persönlichen Situation, Deinen Erlebnissen und was Dir auf dem Herzen liegt als Absoluter Beginner.
Kleiner Mann

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Kleiner Mann »

NBUC hat geschrieben: ↑24.07.2021, 05:48
Kleiner Mann hat geschrieben: ↑23.07.2021, 20:58
NBUC hat geschrieben: ↑22.07.2021, 12:34 Wo MAB auf Frau trifft scheint mir des Weiteren weniger ein sachlich-sinnvolles Vorrechnen einer "beispielhaften" Kosten-Nutzen-Bilanz zum Erfolg zu führen als irgendwie durch "die ominösen richtigen Knöpfe" - sprich letztlich bedienen entsprechender passender Schlüsselreize/-erwartungen und folgendem Kopfkino erstes Bauchgefühl zu erzeugen.
Mal eine ganz doofe Frage, aber was wäre denn ein "sachlich-sinnvolles Vorrechnen einer Kosten-Nutzen-Bilanz"?
Der Parameter nach dem ich mich richte ist ja menschliches Wohlbefinden oder Glück.
Das war jetzt natürlich etwas überspitzt als verdeutlichendes Gegengewicht zum dann bauchgefühlseffektiven (und wenn gefaked dann ja auch tatsächlich manipulativen) Operieren.
So ungefähr wäre das eben auf einem nüchternen Aufzählen von Passungen und Vorteilen, welche aus so einer Beziehung - natürlich speziell in dieser Konstellation - zu erwachsen in Aussicht ständen, sei es der Hinweis auf gemeinsame Interessen oder das reine Bedienen/Abhaken bereits wahrgenommener/Genannter Vorstellung des Gegenübers - beipielsweise: wir gehen doch beide gerne in Tierparks und stehen politisch eher links/rechts/oben/unten und reisen gerne, wodurch sich Ablauf wie auch Bezahlung der Reisen ja deutlich erleichtern würde..
Da muss ich dir teilweise schon recht geben. Andererseits geht es ja primär um positive Emotionen, die mit Rationalität nicht viel gemein haben. Da geht es meiner Meinung nach eher um eine gemeinsame Wellenlänge, die sich im Chat etablieren kann, oder eben auch nicht.
Gemeinsamkeiten sorgen meiner Erfahrung nach nicht dafür, dass ich mich in einen Menschen vergucke. Definitiv helfen sie dabei das Eis bis zu einem gewissen Grad zu brechen und auch leichter den Einstieg auf eine persönlichere Ebene zu schaffen, aber die Harmonie entwickelt sich doch eher nonverbal und im Zusammenspiel von 2 Individuen.
Wenn ich da an meine letzte Feier zurückdenke, dann hatte ich das Gefühl, dass zwischen mir und dem Mädchen immer eine gewisse Spannung herrschte. Es fühlte sich so an als wären wir zwar von zig Menschen umgeben, aber wir selbst waren gefangen in einer Glaskugel.
Dieses Gefühl hatte ich jetzt schon einige Male, wo es am Ende auch darauf hinauslief, dass wir miteinander rumgeknutscht haben. Es war dann immer genau diese Situation in der wir zwar umringt von Menschen waren, aber trotzdem das Gefühl hatten, dass es heute Abend nur uns 2 gibt.
Ich hoffe das ist ein wenig verständlich geworden was ich ausdrücken wollte.
NBUC hat geschrieben: ↑24.07.2021, 13:24 in Kombination damit, dass man wenn meinem Eindruck nach, wenn man sich über eine kalte Umgebung kennen lernt - hier ja benannt Onlinebörse, aber auch anderweitig "draußen" - es eben typischerweise kein langsames sachliches gegenseitiges Beschnuppern ist, sondern eine Seite die Initiative ergreift/ergreifen muss und dann das schnelle Erzielen von eben Bauchgefühl zählt.
Ich weiß für mich z.B. sehr gut, dass ich im Onlinedating wenig bis keine Chancen hätte, weil ich dort meine Stärken gar nicht ausspielen kann und deshalb lasse ich es sein.
Ein langsames und sachliches Beschnuppern ist in "draußen"-Settings, sofern du Clubs, Bars und sonstige Einmalevents meinst, tatsächlich nicht drin. Man braucht also schon ein gewisses Maß an Social Skills, um da interessant auf andere zu wirken, und vielleicht auch Leute mit denen man ausgehen kann.
Für mich habe ich diverse Vereine gefunden und mit einigen Leuten die ich mochte, Kontakt geknüpft und ab und an mal etwas zusammen gemacht. So habe ich über diese Leute wiederum andere Leute kennengelernt. Dazu gehörten dann auch einige Mädels mit denen ich etwas hatte. Es hilft schon sich öfters zu sehen und gemeinsam etwas zu machen.
Mit Begegnungen in Bars oder Clubs habe ich nicht so die guten Erfahrungen. Es wirkt alles nochmal ganz anders, wenn man sich dann am nächsten Tag wieder nüchtern trifft. Die vermeintliche Magie...verflogen.
Benutzeravatar
Hoppala
Meisterschreiberling
Beiträge: 6414
Registriert: 30.11.2014, 16:56
Geschlecht: männlich
Wohnort: Die nördlichen Elblande

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Hoppala »

NBUC hat geschrieben: ↑24.07.2021, 13:24
Hoppala hat geschrieben: ↑24.07.2021, 12:21
Der folgende Teil allerdings:
...
Das ist der Teil, den ich dann wenn "draußen" beobachten konnte, bzw. seltener beim Umgang mit Neuen bzw. was man dann an Gesprächen über Aktivitäten draußen mitbekommen hat und was dann das "Flirten" ausmacht.
Andere Varianten gibt es auch, aber dann typischerweise in wärmerem Umfeld und entsprechend unter passenden Rahmenbedingungen "zusammenwachsend". Hier waren wir denke ich klar im kalten Bereich.
Tja. Das bekräftigt, warum ich meine Aussage machte. Irgendwas ist da sehr komisch (meines Erachtens: der große Normalbereich fehlt fast komplett): entweder konstant die Menschen, mit denen du zu tun hast. Oder konstant deine Beobachtung/Interpretation ihrer Handlujngen (und, möglicherweise, Aussagen).
Abgesehen davon dass ich deinen sseltsamen Kategorisierungen nicht folgen kann; du hast dir da deine ganz eigene "Fachsprache" gebastelt, die irgendwie gar nicht beschreibt und kaum bis gar nich tmehr Worte dafür hat, was m. E. hauptsächlich Sache ist ...
Abgesehen davon: der "kalte Bereich" ist doch für dich nicht relevant? Oder doch?
NBUC hat geschrieben: ↑24.07.2021, 13:24 Meine Aussage war dann eine Gegenaussage dazu, dass "Erfahrende " das mit den Gefühlsverletzungen besser abkönnen, :
War das so geäußert?
Oder war da geäußert, dass sie damit besser umgehen können (weil Erfahrung)? Das wäre was anderes.
Wobei: Erfahrung mit Gefühslverletzungen haben ABs ja auch. Nur die Ausgangsposition ist eine etwas andere, und insofern der Umang mit bestimmten Verletzungssituationen.
Und im übrigen ist das eh sehr individuell.
So oder so macht "besser abkönnen" schlicht keinen Sinn. Wenn das die Aussage war, kann man das auch ohne lange Herleitung einfach so feststellen.
NBUC hat geschrieben: ↑24.07.2021, 13:24 in Kombination damit, dass man wenn meinem Eindruck nach, wenn man sich über eine kalte Umgebung kennen lernt - hier ja benannt Onlinebörse, aber auch anderweitig "draußen" - es eben typischerweise kein langsames sachliches gegenseitiges Beschnuppern ist,
Das ist es nie. Egal ob kalt warm draußen online etc pp. Soweit waren wir doch schon?
NBUC hat geschrieben: ↑24.07.2021, 13:24 sondern eine Seite die Initiative ergreift/ergreifen muss und dann das schnelle Erzielen von eben Bauchgefühl zählt.
Nochmal: das ist kein Wettkampf. Und welches Tempo dem Einzelnen angenehm ist, ist auch individuell und situativ unterschiedlich - und das jeweilige Gegenüber spielt ja auch ne entscheidende Rolle!
"Schneller" heißt nur, dass schneller eine Entscheidungssituation entsteht.
NBUC hat geschrieben: ↑24.07.2021, 13:24 Wenn das aber gelungen sein sollte, ist das entsprechende Ziel eben auch emotional verwundbar, ganz unabhängig von der Erfahrung sonst.
Natürlich: jeder ist immer emotional verwundbar. Ich weiß gar nicht, wofür das als Argument/Thema herhalten soll? Dass man dem andern nicht mutwillig nachtritt? Aber Enttäuschungen gehören nun mal zum "Spiel" - davon gibt es naturgemäß insgesamt mehr als "Erfolge".

Allerdings stört mich massiv deine Wortwahl: Gelingen, Ziel. Das passt eher zu Pick-up, oder "die scharfe unbekannte Blondine da für ne Nacht abschleppen" (bzw. "den coolen süßen Wuschelkopf mit dem Knackhintern"), als für das, worum es hier geht. Da stehen solche Worte (und die zugehörigen Assoziationen) m. E. mächtig im Weg.
Nutzungsregeln: Mediale Äußerungen von Menschen ersetzen keine Begegungen. Was du hier schreibst, bist nicht du. Was ich hier schreibe, bezieht sich nicht auf dich. Nur auf deinen Beitrag. Ich schreibe meine Meinung, deren Bedeutung in deinem eigenen Ermessen liegt. Vergiss, was dir nichts nützt.
Milkman

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Milkman »

Wuchtbrumme hat geschrieben: ↑22.07.2021, 11:53
Milkman hat geschrieben: ↑07.07.2021, 10:26
Wuchtbrumme hat geschrieben: ↑07.07.2021, 07:10 Genau dafür sind Erfahrungen da: ich erlebe, was für mich nicht gut ist und vermeide dies zukünftig bei der Partnersuche. Darum plädiere ich ha auch dafür, Erfahrungen mitzunehmen, die schon zu Beginn nicht ideal wirken. Man weiß nie, ob die Erfahrung nicht doch für etwas gut ist.
Du plädierst dafür, Beziehungen, die von vornherein nicht ideal sind, als Übungsfeld zu nutzen?

Finde ich bedenklich. Es hängt immer noch jemand anderes mit drin, und die Gefahr, diese Person emotional zu verletzen, ist hoch. Mir wäre das zuviel Risiko.
Ich plädiere dafür, nicht gleich zu Anfang so viel auszuschließen, gerade wenn man unerfahren ist, was Beziehungen angeht. Jede Beziehungsanbahnung ist ein Abtasten und wer unerfahren ist, macht viele Fehler. Das Gegenüber ist im Zweifelsfalle erfahrener und "abgebrühter" und wird weniger schnell verletzt sein als der AB. Je mehr Erfahrungen man macht umso besser wird das Näschen für gute und schlechte bzw. nicht passende Partner werden.
Du schreibst aber explizit von "Erfahrungen, die schon zu Beginn nicht ideal wirken". Das hieße doch, auch wenn ein schnelles Ende absehbar ist, trotzdem die Beziehung, allein mit dem Ziel, Erfahrungen zu sammeln.
Wenn es dann wie zu erwarten schiefgeht, ist trotzdem das Risiko da, dass jemand verletzt wird. Daher fände ich es ziemlich abgebrüht, sehenden Auges ins Verderben zu rennen - oder die/den andere/n ins Verderben rennen zu lassen.
Wuchtbrumme hat geschrieben: ↑22.07.2021, 11:53 Bitte nicht so viel darauf achten, was man dem Anderen "antut". Wenn dem etwas nicht gefällt, wird er es schon sagen. Es ist besser, darauf zu achten, was einem selbst gut tut und welcher Mensch zu einem passt.

Um zu wissen, wer passt, muss man sich auf Menschen einlassen, sie kennenlernen. Das lässt sich anhand eines Online-Profils nur unzureichend feststellen.
Zum fett fomatierten Satz: Da habe ich schon genug Erfahrungen gesammelt, um sagen zu können, dass das so nicht stimmt.
Auch dass erfahrenere Leute durch vorherige Erlebnisse schon genug Hornhaut auf der Seele haben, um nicht so schnell verletzt zu werden, halte ich für eine Milchmädchenrechnung.
Und generell hat man doch immer auch Verantwortung fürs Gegenüber, wenn man was miteinander anfängt... dachte ich jedenfalls.
Benutzeravatar
Tania
Eins mit dem Forum
Beiträge: 14854
Registriert: 12.05.2016, 13:43
Geschlecht: weiblich
AB-Status: mit AB befreundet
Ich bin ...: unfassbar.

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Tania »

Milkman hat geschrieben: ↑26.07.2021, 12:06
Du schreibst aber explizit von "Erfahrungen, die schon zu Beginn nicht ideal wirken". Das hieße doch, auch wenn ein schnelles Ende absehbar ist, trotzdem die Beziehung, allein mit dem Ziel, Erfahrungen zu sammeln.
Zwischen "nicht ideal" und "schnelles Ende absehbar" liegt aber ne ziemlich große Distanz. "Nicht ideal" wäre z.B. für mich jemand, der plant, in 5 Jahren nach Südbulgarien auszuwandern. Damit kann ich leben - in 5 Jahren weiß ich dann schon, ob ich ihm zuliebe auch nach Südbulgarien ziehen würde oder ob es doch nicht sooo schwer ist, ihn gehen zu lassen.

"Ein schnelles Ende absehbar" wäre eher, wenn ein alleinerziehender Vater übers Wochenende in meiner Stadt ist und Sonntag wieder zurück zum in München lebenden Kind fährt. Davon lass ich die Finger - mit zwei ortsgebundenen Menschen geht für mich eine Fernbeziehung über die Entfernung kaum gut.
Und generell hat man doch immer auch Verantwortung fürs Gegenüber, wenn man was miteinander anfängt... dachte ich jedenfalls.
Du bist dafür verantwortlich, dem Gegenüber alle Informationen zu geben, die es braucht, um eine Entscheidung zu treffen. Nicht dafür, diese Entscheidung für ihn/sie zu treffen. Das wäre nicht mehr verantwortungsvoll, sondern bevormundend.

Sprich, ich würde dem Bulgarienfan schon klar sagen, dass ich mir momentan eine Umsiedelung dorthin nicht vorstellen kann, aber dass nicht ausgeschlossen ist, dass sich das in 5 Jahren ändert. Was er mit dieser Info anfängt, ist aber seine Sache.
Milkman

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Milkman »

Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 13:12
Milkman hat geschrieben: ↑26.07.2021, 12:06
Du schreibst aber explizit von "Erfahrungen, die schon zu Beginn nicht ideal wirken". Das hieße doch, auch wenn ein schnelles Ende absehbar ist, trotzdem die Beziehung, allein mit dem Ziel, Erfahrungen zu sammeln.
Zwischen "nicht ideal" und "schnelles Ende absehbar" liegt aber ne ziemlich große Distanz.
Gut, das ist eine Formulierungsfrage, scheint mir. :)
Wuchtbrumme schreibt "schon zu Beginn nicht ideal" (=also so, dass es nur noch schlimmer werden kann). Bei deinem Beispiel lese ich eher "auf den ersten Blick nicht ideal" (=kann auf den zweiten aber schon sehr viel besser aussehen).

In zweiterem Fall kann man schon mal schauen, was sich ergibt, und da eben Erfahrungen sammeln. Aber wenn schon abzusehen ist, dass es zu 99% in die Hose geht - dann doch lieber nicht.

Von der Auswanderung nach Südbulgarien rate ich übrigens ab, man hat ja schon die ein oder andere bedrückende Reportage dazu gesehen...
Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 13:12
Und generell hat man doch immer auch Verantwortung fürs Gegenüber, wenn man was miteinander anfängt... dachte ich jedenfalls.
Du bist dafür verantwortlich, dem Gegenüber alle Informationen zu geben, die es braucht, um eine Entscheidung zu treffen. Nicht dafür, diese Entscheidung für ihn/sie zu treffen. Das wäre nicht mehr verantwortungsvoll, sondern bevormundend.
Eben, dann sind wir uns ja einig. Lieber mit offenen Karten spielen und riskieren, dass es nichts wird - als einfach um der Erfahrungen willen (und weil das Gegenüber vielleicht nicht so schnell verletzt wird) in ein Konstrukt rein, von dem man weiß, es hat keine Zukunft.
Benutzeravatar
Tania
Eins mit dem Forum
Beiträge: 14854
Registriert: 12.05.2016, 13:43
Geschlecht: weiblich
AB-Status: mit AB befreundet
Ich bin ...: unfassbar.

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Tania »

Milkman hat geschrieben: ↑26.07.2021, 13:50 Aber wenn schon abzusehen ist, dass es zu 99% in die Hose geht - dann doch lieber nicht.
Also, wenn ich mit jemandem was anfange, dann geht hoffentlich zu 100% in die Hose. Oder, falls er Schotte ist, unter den Kilt ... :pfeif:
Eben, dann sind wir uns ja einig. Lieber mit offenen Karten spielen und riskieren, dass es nichts wird - als einfach um der Erfahrungen willen (und weil das Gegenüber vielleicht nicht so schnell verletzt wird) in ein Konstrukt rein, von dem man weiß, es hat keine Zukunft.
Irgendwie scheint das Konstrukt "Man weiß, dass es nichts Langfristiges wird, hat das Gegenüber entsprechend informiert (oder wurde von ihm informiert oder es ist für beide offensichtlich) und beide beschließen, dann wenigstens das auszunutzen, was man aktuell hat und eventuelle Verletzungen bei der wahrscheinlich später stattfindenden Trennung in Kauf zu nehmen" in Deinem Weltbild nicht vorzukommen. :gruebel:
Kleiner Mann

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Kleiner Mann »

Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 14:18 Irgendwie scheint das Konstrukt "Man weiß, dass es nichts Langfristiges wird, hat das Gegenüber entsprechend informiert (oder wurde von ihm informiert oder es ist für beide offensichtlich) und beide beschließen, dann wenigstens das auszunutzen, was man aktuell hat und eventuelle Verletzungen bei der wahrscheinlich später stattfindenden Trennung in Kauf zu nehmen" in Deinem Weltbild nicht vorzukommen.
Sprichst du da von Freundschaft+?
Ich habe es noch nicht erlebt, dass das am Ende gut ausgeht und daher bin ich eig. der Meinung, dass Freundschaft+ nur für ganz wenige Menschen funktioniert.
Benutzeravatar
Tania
Eins mit dem Forum
Beiträge: 14854
Registriert: 12.05.2016, 13:43
Geschlecht: weiblich
AB-Status: mit AB befreundet
Ich bin ...: unfassbar.

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Tania »

Kleiner Mann hat geschrieben: ↑26.07.2021, 15:57
Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 14:18 Irgendwie scheint das Konstrukt "Man weiß, dass es nichts Langfristiges wird, hat das Gegenüber entsprechend informiert (oder wurde von ihm informiert oder es ist für beide offensichtlich) und beide beschließen, dann wenigstens das auszunutzen, was man aktuell hat und eventuelle Verletzungen bei der wahrscheinlich später stattfindenden Trennung in Kauf zu nehmen" in Deinem Weltbild nicht vorzukommen.
Sprichst du da von Freundschaft+?
Ich habe es noch nicht erlebt, dass das am Ende gut ausgeht und daher bin ich eig. der Meinung, dass Freundschaft+ nur für ganz wenige Menschen funktioniert.
F+, ONS, Affäre, Urlaubsliebe, Kurzbeziehung ... was auch immer für beide Seiten okay ist.

Was meinst Du mit "am Ende gut ausgehen"? Alles hat bekanntlich ein Ende, und jedes Ende tut irgendwie weh. Mal mehr, mal weniger. Wann würdest Du ein Ende als "gut ausgegangen" bezeichnen?
Kleiner Mann

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Kleiner Mann »

Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 16:14
Kleiner Mann hat geschrieben: ↑26.07.2021, 15:57
Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 14:18 Irgendwie scheint das Konstrukt "Man weiß, dass es nichts Langfristiges wird, hat das Gegenüber entsprechend informiert (oder wurde von ihm informiert oder es ist für beide offensichtlich) und beide beschließen, dann wenigstens das auszunutzen, was man aktuell hat und eventuelle Verletzungen bei der wahrscheinlich später stattfindenden Trennung in Kauf zu nehmen" in Deinem Weltbild nicht vorzukommen.
Sprichst du da von Freundschaft+?
Ich habe es noch nicht erlebt, dass das am Ende gut ausgeht und daher bin ich eig. der Meinung, dass Freundschaft+ nur für ganz wenige Menschen funktioniert.
F+, ONS, Affäre, Urlaubsliebe, Kurzbeziehung ... was auch immer für beide Seiten okay ist.

Was meinst Du mit "am Ende gut ausgehen"? Alles hat bekanntlich ein Ende, und jedes Ende tut irgendwie weh. Mal mehr, mal weniger. Wann würdest Du ein Ende als "gut ausgegangen" bezeichnen?
Naja, "gut ausgehen" bedeutet für mich, dass beide damit d'accord gehen. Sowohl rational als auch emotional.
Dass sich beide sagen können"Okay, schade, aber war dennoch eine gute Zeit. Tschüss".
Meist ist es ja eher so, dass eine Partei dann Gefühle entwickelt und diese nicht ausdrücken kann, um den Kontakt nicht zu gefährden und genau dann wird es ein giftges Gemisch.
So wie ich das beobachte ist es oft leider die Frau, die dann zu Schaden kommt.
Benutzeravatar
Tania
Eins mit dem Forum
Beiträge: 14854
Registriert: 12.05.2016, 13:43
Geschlecht: weiblich
AB-Status: mit AB befreundet
Ich bin ...: unfassbar.

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Tania »

Kleiner Mann hat geschrieben: ↑26.07.2021, 16:21 Naja, "gut ausgehen" bedeutet für mich, dass beide damit d'accord gehen. Sowohl rational als auch emotional.
Damit wären schon mal alle Beziehungen ausgeschossen, die mit der Absicht "Bis dass der Tod uns scheidet." eingegangen werden. Denn wahrscheinlich sagt niemand am Sterbebett "Okay, schade, aber war dennoch eine gute Zeit. Tschüss".

So wie ich das beobachte ist es oft leider die Frau, die dann zu Schaden kommt.
So wie ich es beobachte, ist es meist die Frau, die häufiger und lauter darüber redet. Männer leiden unauffälliger.

Ich hab so meine Schwierigkeiten mit dem Begriff "Schaden". Wenn ich Single bin, dann 6 Monate glücklich bin, dann 6 Wochen Liebeskummer habe, und dann wieder Single - mit ein paar guten und schlechten Erfahrungen mehr - bin, ist dann ein Schaden entstanden, oder habe ich Gewinn gemacht oder ist es neutral?
Kleiner Mann

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Kleiner Mann »

Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 16:50 Damit wären schon mal alle Beziehungen ausgeschossen, die mit der Absicht "Bis dass der Tod uns scheidet." eingegangen werden. Denn wahrscheinlich sagt niemand am Sterbebett "Okay, schade, aber war dennoch eine gute Zeit. Tschüss".
Der Kommentar war auf Freundschaft+ bezogen und Sonderfälle wie Todesfälle brauchen wir wohl kaum zu betrachten ;)
Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 16:50 So wie ich es beobachte, ist es meist die Frau, die häufiger und lauter darüber redet. Männer leiden unauffälliger.

Ich hab so meine Schwierigkeiten mit dem Begriff "Schaden". Wenn ich Single bin, dann 6 Monate glücklich bin, dann 6 Wochen Liebeskummer habe, und dann wieder Single - mit ein paar guten und schlechten Erfahrungen mehr - bin, ist dann ein Schaden entstanden, oder habe ich Gewinn gemacht oder ist es neutral?
Ich meine damit Konstellationen, wo Frau und Mann eine Freundschaft+ eingehen. Der Mann ist absolut okay damit, während die Frau "okay" damit ist (unter Vorbehalt). Frau hofft nämlich darauf, dass sich aus der Freundschaft+ noch eine richtige Beziehung entwickeln kann, während der Mann nie mehr im Interesse hatte.
Ergebnis: Frau leidet still, Mann leidet nicht, weil emotional nicht drin.

Das was du da als Beispiel anführst ist doch eine normale Beziehung und nicht Freundschaft+ ;)
Reinhard
Tippt schneller als der eigene Schatten
Beiträge: 9385
Registriert: 07.01.2016, 10:53
Geschlecht: männlich
Ich bin ...: verdammt bissig.
Wohnort: Oberpfalz

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Reinhard »

Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 13:12 Zwischen "nicht ideal" und "schnelles Ende absehbar" liegt aber ne ziemlich große Distanz. "Nicht ideal" wäre z.B. für mich jemand, der plant, in 5 Jahren nach Südbulgarien auszuwandern. Damit kann ich leben - in 5 Jahren weiß ich dann schon, ob ich ihm zuliebe auch nach Südbulgarien ziehen würde oder ob es doch nicht sooo schwer ist, ihn gehen zu lassen.

Für einen Moment hatte ich vor Augen, dass du mit Automobilist anbandelst. :lol: :lol:
Make love not war!
Benutzeravatar
Tania
Eins mit dem Forum
Beiträge: 14854
Registriert: 12.05.2016, 13:43
Geschlecht: weiblich
AB-Status: mit AB befreundet
Ich bin ...: unfassbar.

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Tania »

Kleiner Mann hat geschrieben: ↑26.07.2021, 17:09 Ich meine damit Konstellationen, wo Frau und Mann eine Freundschaft+ eingehen. Der Mann ist absolut okay damit, während die Frau "okay" damit ist (unter Vorbehalt). Frau hofft nämlich darauf, dass sich aus der Freundschaft+ noch eine richtige Beziehung entwickeln kann, während der Mann nie mehr im Interesse hatte.
Ergebnis: Frau leidet still, Mann leidet nicht, weil emotional nicht drin.
Gibt es sicher - und auch mit umgekehrten Geschlechterkonstellationen. Aber mal ehrlich: wer als erwachsener Mensch einem Freund vorlügt, dass eine F+ völlig okay ist, obwohl es das überhaupt nicht ist, kann dafür auch nur sich selbst verantwortlich machen.
Reinhard hat geschrieben: ↑26.07.2021, 18:12 Für einen Moment hatte ich vor Augen, dass du mit Automobilist anbandelst. :lol: :lol:
Ach, gegen Aphrodite bin ich doch chancenlos :crybaby:
Kleiner Mann

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Kleiner Mann »

Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 19:18 Gibt es sicher - und auch mit umgekehrten Geschlechterkonstellationen. Aber mal ehrlich: wer als erwachsener Mensch einem Freund vorlügt, dass eine F+ völlig okay ist, obwohl es das überhaupt nicht ist, kann dafür auch nur sich selbst verantwortlich machen.
Dafür gibt es das aber ziemlich häufig bei Erwachsenen :D
Benutzeravatar
Tania
Eins mit dem Forum
Beiträge: 14854
Registriert: 12.05.2016, 13:43
Geschlecht: weiblich
AB-Status: mit AB befreundet
Ich bin ...: unfassbar.

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Tania »

Kleiner Mann hat geschrieben: ↑26.07.2021, 19:47
Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 19:18 Gibt es sicher - und auch mit umgekehrten Geschlechterkonstellationen. Aber mal ehrlich: wer als erwachsener Mensch einem Freund vorlügt, dass eine F+ völlig okay ist, obwohl es das überhaupt nicht ist, kann dafür auch nur sich selbst verantwortlich machen.
Dafür gibt es das aber ziemlich häufig bei Erwachsenen :D
Es gibt ja auch keine gesellschaftliche Konvention, die jeden Erwachsenen verpflichtet, sich jederzeit vernünftig zu verhalten und jedes Verletzungsrisiko für sich selbst zu vermeiden. Jeder darf so oft mit Schwung in die Scheisse springen, wie er will. Ändert aber nichts daran, dass man selbst dafür verantwortlich ist.
Kleiner Mann

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Kleiner Mann »

Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 20:01
Kleiner Mann hat geschrieben: ↑26.07.2021, 19:47
Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 19:18 Gibt es sicher - und auch mit umgekehrten Geschlechterkonstellationen. Aber mal ehrlich: wer als erwachsener Mensch einem Freund vorlügt, dass eine F+ völlig okay ist, obwohl es das überhaupt nicht ist, kann dafür auch nur sich selbst verantwortlich machen.
Dafür gibt es das aber ziemlich häufig bei Erwachsenen :D
Es gibt ja auch keine gesellschaftliche Konvention, die jeden Erwachsenen verpflichtet, sich jederzeit vernünftig zu verhalten und jedes Verletzungsrisiko für sich selbst zu vermeiden. Jeder darf so oft mit Schwung in die Scheisse springen, wie er will. Ändert aber nichts daran, dass man selbst dafür verantwortlich ist.
Ich sagte nur, dass Freundschaft+ meiner Erfahrung nach für die wenigsten Menschen eine Option ist und sie damit wirklich zufrieden wären, weil du Milkman ja darauf hingewiesen hattest, dass es ja auch so etwas wie Freundschaft+ gebe.
Sowas gibt es. Klappt nur in den seltensten Fällen.
Benutzeravatar
Tania
Eins mit dem Forum
Beiträge: 14854
Registriert: 12.05.2016, 13:43
Geschlecht: weiblich
AB-Status: mit AB befreundet
Ich bin ...: unfassbar.

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Tania »

Kleiner Mann hat geschrieben: ↑26.07.2021, 20:28
Ich sagte nur, dass Freundschaft+ meiner Erfahrung nach für die wenigsten Menschen eine Option ist und sie damit wirklich zufrieden wären, weil du Milkman ja darauf hingewiesen hattest, dass es ja auch so etwas wie Freundschaft+ gebe.
Sowas gibt es. Klappt nur in den seltensten Fällen.
Eigentlich hatte ich Milkman auf die Existenz einvernehmlicher Vereinbarungen jenseits des traditionellen Beziehungsmodells hingewiesen. Eingeschränkt auf dysfunktionale Plusfreundschaften hast Du es.
Milkman

Re: Bei der Partnerwahl Kompromisse eingehen

Beitrag von Milkman »

Tania hat geschrieben: ↑26.07.2021, 21:40
Kleiner Mann hat geschrieben: ↑26.07.2021, 20:28
Ich sagte nur, dass Freundschaft+ meiner Erfahrung nach für die wenigsten Menschen eine Option ist und sie damit wirklich zufrieden wären, weil du Milkman ja darauf hingewiesen hattest, dass es ja auch so etwas wie Freundschaft+ gebe.
Sowas gibt es. Klappt nur in den seltensten Fällen.
Eigentlich hatte ich Milkman auf die Existenz einvernehmlicher Vereinbarungen jenseits des traditionellen Beziehungsmodells hingewiesen. Eingeschränkt auf dysfunktionale Plusfreundschaften hast Du es.
Ihr habt das schon sehr schön ohne mich durchdiskutiert. :good:
Ja, die Möglichkeit von F+, Affäre, oder was auch immer, habe ich gar nicht in Betracht gezogen - eben weil:
Kleiner Mann hat geschrieben: ↑26.07.2021, 16:21 Meist ist es ja eher so, dass eine Partei dann Gefühle entwickelt und diese nicht ausdrücken kann, um den Kontakt nicht zu gefährden und genau dann wird es ein giftges Gemisch.
Ob das dann meistens die Frau ist, weiß ich nicht. Ich könnte mir denken, dass ich so gestrickt bin, dass ich selbst derjenige wäre. Aber die Diskussion bleibt für meinen Fall eh akademisch. :D

Zurück zu „Austausch“