Das muß es Dir doch nicht, kannst ja nichts dafür. Trotzdem danke!
Wie war das damals bei euch mit 20
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oldfield2283
Re: Wie war das damals bei euch mit 20
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Strange Lady
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
oldfield2283 hat geschrieben: ↑10.10.2021, 18:25Ich werde Dir gerne diese Frage ausführlich beantworten, wenn Du es möchtest - allerdings dann per PN, denn es gehören einige Dinge dazu, die nicht in dieses Forum/Unterforum gehören könnten und die viele auch falsch verstehen könnten, die nicht in meiner Zeit und in meinem Land aufgewachsen sind.Himbeere hat geschrieben: ↑10.10.2021, 12:40Darf ich dich fragen, was in der NVA passiert ist? Warum war es so schlimm dort?oldfield2283 hat geschrieben: ↑29.09.2021, 11:13
Mit 20 fiel ich dann auch noch in ein schwarzes Loch, welches sich bei uns NVA nannte und mich beinahe körperlich und auch seelisch an den Abgrund gebracht hat.
Ansonsten nur kurz: ich wurde gemobbt und gehänselt, weil ich kein Soldat sein wollte, ich nicht Alkohol trinken wollte, mich nicht an dummen Spielchen beteiligen und weil ich in ihren Augen kein richtiger Mann war und keine Frauengeschichten hatte. Das AB-Sein habe ich verschwiegen, aber es hätte keinen Unterschied gemacht - als Kind mit 20 ist man verloren unter Männern die teils doppelt so alt sind.
Und ich habe aufgrund völliger geistiger Zurückziehung und stupiden Alltags, dem ich mit Nachtschichten zu entfliehen suchte, fast mein komplettes Wissen zwischen Schule und Studium vergessen oder verschüttet und hatte später Probleme wieder rein zu kommen. Ich habe wirklich körperlich und seelisch gelitten - dazu das dauernde Wegsein von Zuhause, eingezäunt mit 70 Mann am Ende der Welt und eben jener unglückselige einzige Ausgang.
Oh Mann, das ist ja alptraumhaft.
Kollektivdynamiken & toxic masculinity & war games.
a.k.a. menschengemachte Höllen im Diesseits.
“Happiness is like a butterfly: The more you chase it, the more it will elude you. But if you turn your attention to other things, it will come and sit quietly on your shoulder.”
Henry David Thoreau
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Strange Lady
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Mit 20: schüchtern, schweigsam, neurotisch, depressiv, überfordert, aber abenteuerlustig.
Mit Studiumsbeginn begann eine eigentlich gute Zeit für mich. Hab es geliebt. Konnte mich von zu Hause ein wenig (geographisch) abnabeln. Liebte mein Studium, hatte Freundinnen und Freunde; unternahm viel, reiste viel, ging ins Ausland ...
Unglückliche Verliebtheiten gab es einige ... habe aber nie den Glauben gehabt, dass mich jemand lieben könnte. Und ist auch nie passiert ... es blieb immer unerwidert.
Das ist Drama meines Lebens: sozial gut eingebettet und auch beliebt, aber nie für mehr wert befunden.
Irgendwie kapiere ich es auch nicht so richtig.
Mit Studiumsbeginn begann eine eigentlich gute Zeit für mich. Hab es geliebt. Konnte mich von zu Hause ein wenig (geographisch) abnabeln. Liebte mein Studium, hatte Freundinnen und Freunde; unternahm viel, reiste viel, ging ins Ausland ...
Unglückliche Verliebtheiten gab es einige ... habe aber nie den Glauben gehabt, dass mich jemand lieben könnte. Und ist auch nie passiert ... es blieb immer unerwidert.
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Irgendwie kapiere ich es auch nicht so richtig.
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Diese Welt ist einfach nur setlsam, Man liest einfach wie welche wie WIR nichts dafür konnten, wir hatten einfach PechStrange Lady hat geschrieben: ↑15.10.2021, 20:42 Mit 20: schüchtern, schweigsam, neurotisch, depressiv, überfordert, aber abenteuerlustig.
Mit Studiumsbeginn begann eine eigentlich gute Zeit für mich. Hab es geliebt. Konnte mich von zu Hause ein wenig (geographisch) abnabeln. Liebte mein Studium, hatte Freundinnen und Freunde; unternahm viel, reiste viel, ging ins Ausland ...
Unglückliche Verliebtheiten gab es einige ... habe aber nie den Glauben gehabt, dass mich jemand lieben könnte. Und ist auch nie passiert ... es blieb immer unerwidert.
Das ist Drama meines Lebens: sozial gut eingebettet und auch beliebt, aber nie für mehr wert befunden.
Irgendwie kapiere ich es auch nicht so richtig.
Hoffen wir das unser nächstes Leben etwas fairer is : D
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Sahne mit Bohnen
Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Ich hab mir 20 immer noch versucht herauszufinden wer oder besser gesagt was ich bin. 
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oldfield2283
Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Hast du es inzwischen herausgefunden?Sahne mit Bohnen hat geschrieben: ↑01.11.2021, 10:24 Ich hab mir 20 immer noch versucht herauszufinden wer oder besser gesagt was ich bin.![]()
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Sahne mit Bohnen
Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Hat lange gedauert aber ja.oldfield2283 hat geschrieben: ↑01.11.2021, 10:59Hast du es inzwischen herausgefunden?Sahne mit Bohnen hat geschrieben: ↑01.11.2021, 10:24 Ich hab mir 20 immer noch versucht herauszufinden wer oder besser gesagt was ich bin.![]()
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LonesomeCoder
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Scheint, als fehlt dir der Sexappeal oder hast zu wenig "typisch weibliche" Eigenschaften.Strange Lady hat geschrieben: ↑15.10.2021, 20:42 Das ist Drama meines Lebens: sozial gut eingebettet und auch beliebt, aber nie für mehr wert befunden.
Irgendwie kapiere ich es auch nicht so richtig.
Warnung vor Pickup: https://www.abtreff.de/viewtopic.php?p=1062199#p1062199
Wissenschaftliches Standardwerk über (männliches) AB-tum: https://www.springer.com/de/book/9783658059231
Geschlechtsspezifische Partnerwahl und Sexualitätsmerkmale: https://d-nb.info/1037687477/34
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Strange Lady
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Das mit dem Sexappeal stimmt wohl ... aber weiblich komme ich schon rüber, glaube ich. Aber ich bin auch ziemlich "klugscheisserisch", Männer mögen das vermutlich nicht.LonesomeCoder hat geschrieben: ↑01.11.2021, 22:17Scheint, als fehlt dir der Sexappeal oder hast zu wenig "typisch weibliche" Eigenschaften.Strange Lady hat geschrieben: ↑15.10.2021, 20:42 Das ist Drama meines Lebens: sozial gut eingebettet und auch beliebt, aber nie für mehr wert befunden.
Irgendwie kapiere ich es auch nicht so richtig.
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Einzelgänger
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
20 war wohl das letzte aufflammen in meinem Leben.
Im ersten Halbjahr war ich NEET und viel mit Freunden unterwegs. Da wir aber keine typischen Normalosachen gemacht haben, haben wir auch niemanden kennengelernt. Leider musste ich mich von diesen Freunden vor etwa 2 Jahren trennen.
Im zweiten Halbjahr begann ich meine Ausbildung und habe dort in der Berufsschule neue Leute kennengelernt, eine lustige Truppe eigentlich mit denen ich mich sehr gut verstanden habe.
Auch davon blieb nichts. Eines Abends als wir zusammen trinken waren ging es mir nicht ganz so gut und ich habe mich nach einer überdurchschnittlichen Menge Alkohol etwas über mein ABtum ausgekotzt. Mein Gegenüber hat darauf echt verständnisvoll reagiert und da sie öfter als Seelsorgerin fungiert und das auch gerne macht, hatte ich mir nichts dabei gedacht. Ich hatte auch nicht den Eindruck ob sie "angewidert" von mir war oder ähnliches. Das war keineswegs der Fall. Ob es nun daran lag oder nicht, ich wurde ab diesem Tag zu nichts mehr eingeladen und habe nur später die ganzen Fotos von den Treffen ohne mich gesehen.
Familiär hatte ich nie Probleme. Ich mag meine Eltern und meine Geschwister. Von ihnen habe ich meine Probleme eindeutig nicht.
Zusammengefasst: 20 war nicht schlecht, ab dann ging alles Bergab
Im ersten Halbjahr war ich NEET und viel mit Freunden unterwegs. Da wir aber keine typischen Normalosachen gemacht haben, haben wir auch niemanden kennengelernt. Leider musste ich mich von diesen Freunden vor etwa 2 Jahren trennen.
Im zweiten Halbjahr begann ich meine Ausbildung und habe dort in der Berufsschule neue Leute kennengelernt, eine lustige Truppe eigentlich mit denen ich mich sehr gut verstanden habe.
Auch davon blieb nichts. Eines Abends als wir zusammen trinken waren ging es mir nicht ganz so gut und ich habe mich nach einer überdurchschnittlichen Menge Alkohol etwas über mein ABtum ausgekotzt. Mein Gegenüber hat darauf echt verständnisvoll reagiert und da sie öfter als Seelsorgerin fungiert und das auch gerne macht, hatte ich mir nichts dabei gedacht. Ich hatte auch nicht den Eindruck ob sie "angewidert" von mir war oder ähnliches. Das war keineswegs der Fall. Ob es nun daran lag oder nicht, ich wurde ab diesem Tag zu nichts mehr eingeladen und habe nur später die ganzen Fotos von den Treffen ohne mich gesehen.
Familiär hatte ich nie Probleme. Ich mag meine Eltern und meine Geschwister. Von ihnen habe ich meine Probleme eindeutig nicht.
Zusammengefasst: 20 war nicht schlecht, ab dann ging alles Bergab
Der letzte AB
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oldfield2283
Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Nach deinem Geschriebenen bist Du noch einigermaßen jung und Du solltest solche Worte wie "letztes Aufflammen" nicht gebrauchen.Einzelgänger hat geschrieben: ↑23.11.2021, 10:39 20 war wohl das letzte aufflammen in meinem Leben.
...
Zusammengefasst: 20 war nicht schlecht, ab dann ging alles Bergab
Daß Du Dich von solchen/falschen Freunden getrennt hast, solltest Du nicht bedauern, das hast Du oder das habt Ihr wahrscheinlich richtig gemacht - sage ich mal, ohne da Einzelheiten zu kennen.
Kopf hoch
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Einzelgänger
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Bei der ersten Gruppe bereue ich nichts, war ja meine eigene Entscheidung.oldfield2283 hat geschrieben: ↑23.11.2021, 11:27 Daß Du Dich von solchen/falschen Freunden getrennt hast, solltest Du nicht bedauern, das hast Du oder das habt Ihr wahrscheinlich richtig gemacht - sage ich mal, ohne da Einzelheiten zu kennen.
Bei der Berufsschulgruppe habe ich ein ungutes Gefühl. Habe schon öfter daran gedacht sie wieder anzuschreiben, aber mir fehlt die Überwindung. Es war einfach alles zu plötzlich und ich würde den Grund wenigstens gerne wissen.
Der letzte AB
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Brax
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Und, weißt du den Grund mittlerweile?Einzelgänger hat geschrieben: ↑23.11.2021, 11:48Bei der Berufsschulgruppe habe ich ein ungutes Gefühl. Habe schon öfter daran gedacht sie wieder anzuschreiben, aber mir fehlt die Überwindung. Es war einfach alles zu plötzlich und ich würde den Grund wenigstens gerne wissen.
Wahrscheinlich kommt sowas seltsam rüber, aber was hättest du zu verlieren? Ich würde allerdings nicht die gesamte Gruppe anschreiben, sondern eine einzelne Person. Und ich würde mir keine allzu großen Hoffnungen machen, dass du eine ehrliche Antwort bekommst. Probieren kannst du es trotzdem, wer weiß. Ich würde es aber auch nicht unbedingt an deinem ABtum festmachen, dass du nirgends mehr eingeladen warst. Wie seltsam wäre das denn? Möglich auch, dass du betrunken irgendwie negativ rüberkamst oder sonst etwas war.
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Einzelgänger
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Nein, weiß ich nicht.
Ich habe Neujahr dazu genutzt, die Gruppe mal wieder anzuschreiben und ein gemeinsames Treffen vorzuschlagen. Waren alle dabei, da sie sich selbst untereinander wohl lange nicht mehr gesehen haben. Da alle aus anderen Städten kommen und das Treffen höchstwahrscheinlich in einer Kneipe in meiner Stadt stattfinden würde, wurde ich von der "Seelsorgerin" gefragt, ob sie bei mir übernachten könne, weil sie verständlicherweise nicht (mindestens) angetrunken Nachts noch mit dem Zug nach Hause fahren will (seit dem geht bei meinem kleinen AB-Gehirn die Fantasie durch. Hilfe.)
Sollte das Treffen stattfinden, es ist ja momentan noch nichts festgelegt worden, würde ich die Chance nutzen um sie zu fragen.
Nichtsdestotrotz verstehe ich dieses Ausschließen immer noch nicht. Ich kann da einfach keinen Vorsatz erkennen.
Vielleicht wurde ich einfach vergessen? Wäre nicht das erste mal, dass ich "unsichtbar" gewesen wäre.
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Brax
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Das klingt ja super! Wenn die Seelsorgerin bei dir übernachtet, kannst du sie ja vielleicht fragen. Aber es kann auch gut sein, wie du schreibst, dass sie dich gar nicht vorsätzlich ausgeschlossen haben.
Und mach dich wegen der Übernachtung nicht verrückt. Schau einfach, was sich ergibt und womit du dich dann gut fühlst, sollte irgendwas passieren. Ein positives Zeichen ist es in jedem Fall (und wenn du ihr einfach nur sympathisch bist).
Und mach dich wegen der Übernachtung nicht verrückt. Schau einfach, was sich ergibt und womit du dich dann gut fühlst, sollte irgendwas passieren. Ein positives Zeichen ist es in jedem Fall (und wenn du ihr einfach nur sympathisch bist).
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Von meinem Onkel weiß ich Ähnliches, obwohl er nicht bei der Armee sondern „nur“ bei der Polizei war. Er hat die verbleibenden Tage immer auf die Briefe geschrieben, die er in die Familie geschickt hat. Es muss ihm wie eine sehr große, stupide Zeitverschwendung vorgekommen sein & er hat jeden Tag „draußen“ genossen.oldfield2283 hat geschrieben: ↑10.10.2021, 18:25 Ich habe wirklich körperlich und seelisch gelitten - dazu das dauernde Wegsein von Zuhause, eingezäunt mit 70 Mann am Ende der Welt und eben jener unglückselige einzige Ausgang.
Zwanzig Jahre später habe ich mit 20 stattdessen gerade ein freiwilliges Jahr gemacht, dann ins Studium gegangen und bin dabei richtig aufgeblüht und sehr selbstständig geworden. Außerdem habe ich richtig tolle Leute kennengelernt. Ringsum habe ich die ersten Partnerschaften mitangeschaut, aber völlig verpeilt die wenigen Avancen gegenüber meiner Person abgeblockt. Dafür kam dann das unglücklich-Verliebtsein in mein Leben. Habe ich bis heute perfektioniert. Hätte ich mal damals die Flasche Wein am Lagerfeuer nicht ausgeschlagen! Der junge Mann war cool, kreativ, sehr romantisch und bindungsfreudig, ich dagegen viel zu überfordert von verbalen oder körperlichen Annäherungsversuchen.
Everyone is in one room; and I'm in the next room.
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Mit 20 war ich gerade mit der Bundeswehr fertig und hatte meine Ausbildung begonnen. Nach 15 Monaten Soldatentum konnte ich wieder ein normales Leben führen; am Montag um 4:30 Uhr morgens losfahren und wissen, dass man 4 Abende in der Kaserne verbringen muss, war nicht schön. Von mehreren zweiwöchigen Übungsplatzaufenthalten ganz zu schweigen. Aber ich will mich nicht beklagen, denn so richtig negative Erlebnisse wie "oldfield2283" bei der NVA hatte ich nicht. Es ging insgesamt halbwegs normal und ordentlich zu, die Sauferei hielt sich auch in akzeptablen Grenzen und immerhin konnte ich, bis auf 3 oder 4 Wochenenden, in aller Regel am Freitag Nachmittag nach Hause fahren.
So gesehen war es positiv, denn im Vergleich zur Bundeswehr war die Ausbildung zum Bankkaufmann natürlich eine tolle Zeit. Der Frauenanteil in der Berufsschule war recht hoch und jeder normale Mensch hätte die Chance genutzt, Freundschaften oder gar eine Beziehung anzubahnen. Ich natürlich nicht, ich war weiterhin der typische Einzelgänger und war schon froh, dass ich zumindest einen Klassenkameraden hatte, mit dem ich die Pausen verbringen konnte, um nicht komplett alleine auf dem Schulhof stehen. Der war allerdings auch ein Außenseiter, er gehörte eine etwas sonderbaren Glaubensgemeinschaft an, spendete 10% seines Einkommens und war kirchlich in dieser Glaubensgemeinschaft sehr aktiv. Aber er war ein netter Kerl (nebenbei: nach Abschluss der zweijährigen Ausbildung haben wir nie wieder etwas von uns gehört - ich scheine wirklich unfähig zu sein, Freundschaften aufrecht zu erhalten, wenn man von den beiden einzigen langjährigen Freunden, die ich seit der Schulzeit kenne, mal absieht).
Der Höhepunkt meines Lebens war etwa 2 Jahre später. Nach der Ausbildung zogen wir aus anderen Gründen in eine andere Stadt und ich wechselte dadurch zu meinem heutigen Arbeitgeber. Die ersten 2-3 Jahre bin ich da für meine Verhältnisse aufgeblüht, ging jeden Freitag mit den neuen Kollegen nach Feierabend einen trinken und sprach erstmalig in meinem Leben ein paar Frauen an. Ich hatte sogar ein paar wenige Dates. Es hat sich zwar nichts daraus ergeben, aber so aktiv war ich nur in dieser Zeit. Nach etwa 3 Jahren wurde ich in eine kleine Dorffiliale versetzt (gegen meinen Willen), dort hatte ich nur eine einzige Kollegin (verheiratet .....) und der Kontakt zu den alten Kollegen brach ziemlich ab. Und mein Elan war auch wie weggeblasen, statt lustiger Kollegialität gab es dort nur Langeweile und viel Leerlauf. Beruflich wurde es nach 10 Jahren dann wieder positiv, privat änderte sich im Grunde bis heute nichts mehr.
So gesehen war es positiv, denn im Vergleich zur Bundeswehr war die Ausbildung zum Bankkaufmann natürlich eine tolle Zeit. Der Frauenanteil in der Berufsschule war recht hoch und jeder normale Mensch hätte die Chance genutzt, Freundschaften oder gar eine Beziehung anzubahnen. Ich natürlich nicht, ich war weiterhin der typische Einzelgänger und war schon froh, dass ich zumindest einen Klassenkameraden hatte, mit dem ich die Pausen verbringen konnte, um nicht komplett alleine auf dem Schulhof stehen. Der war allerdings auch ein Außenseiter, er gehörte eine etwas sonderbaren Glaubensgemeinschaft an, spendete 10% seines Einkommens und war kirchlich in dieser Glaubensgemeinschaft sehr aktiv. Aber er war ein netter Kerl (nebenbei: nach Abschluss der zweijährigen Ausbildung haben wir nie wieder etwas von uns gehört - ich scheine wirklich unfähig zu sein, Freundschaften aufrecht zu erhalten, wenn man von den beiden einzigen langjährigen Freunden, die ich seit der Schulzeit kenne, mal absieht).
Der Höhepunkt meines Lebens war etwa 2 Jahre später. Nach der Ausbildung zogen wir aus anderen Gründen in eine andere Stadt und ich wechselte dadurch zu meinem heutigen Arbeitgeber. Die ersten 2-3 Jahre bin ich da für meine Verhältnisse aufgeblüht, ging jeden Freitag mit den neuen Kollegen nach Feierabend einen trinken und sprach erstmalig in meinem Leben ein paar Frauen an. Ich hatte sogar ein paar wenige Dates. Es hat sich zwar nichts daraus ergeben, aber so aktiv war ich nur in dieser Zeit. Nach etwa 3 Jahren wurde ich in eine kleine Dorffiliale versetzt (gegen meinen Willen), dort hatte ich nur eine einzige Kollegin (verheiratet .....) und der Kontakt zu den alten Kollegen brach ziemlich ab. Und mein Elan war auch wie weggeblasen, statt lustiger Kollegialität gab es dort nur Langeweile und viel Leerlauf. Beruflich wurde es nach 10 Jahren dann wieder positiv, privat änderte sich im Grunde bis heute nichts mehr.
Es grüßt euch
Onkel ABobert
Onkel ABobert
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Danger Mouse
Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Mit 20 habe ich mein Studium angefangen. Ich war eigentlich immer nur zuhause. Zu der Ersti Party bin ich nicht hingegangen. Musik war mir zu dem Zeitpunkt zu laut. Ich hab zu dem Zeitpunkt auch noch bei meinen Eltern gewohnt. Im Nachhinein war das ein sehr großer Fehler. Erst so mit 22 bin ich in Disco's gegangen. War aber später auch noch sehr oft zuhause und hab nicht viel unternommen.
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oldfield2283
Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Wir haben es immer geahnt aber es war verboten so was zu sagen. Die Bundis gehen Freitag halb eins nach Hause und die blöden Soldaten für den Frieden haben am Wochenende gehofft und gewartet... Ich war übrigens mit 20 noch nicht einmal angefangen mit dem Mist, ich war in 18 Monaten genau 7x zuhause davon 4x im letzen Halbjahr und einmal im Ausgang, der wegens Abgelegenheit eh sinnlos war. Ich war sogar bei einem Mädchen eingeladen und habe da fast kein Auge zugemacht, aber das ist eine andere traurige Geschichte, wo ich selber schuld war.Onkel ABobert hat geschrieben: ↑07.06.2022, 13:26 Mit 20 war ich gerade mit der Bundeswehr fertig und hatte meine Ausbildung begonnen. Nach 15 Monaten Soldatentum konnte ich wieder ein normales Leben führen; am Montag um 4:30 Uhr morgens losfahren und wissen, dass man 4 Abende in der Kaserne verbringen muss, war nicht schön. Von mehreren zweiwöchigen Übungsplatzaufenthalten ganz zu schweigen. Aber ich will mich nicht beklagen, denn so richtig negative Erlebnisse wie "oldfield2283" bei der NVA hatte ich nicht. Es ging insgesamt halbwegs normal und ordentlich zu, die Sauferei hielt sich auch in akzeptablen Grenzen und immerhin konnte ich, bis auf 3 oder 4 Wochenenden, in aller Regel am Freitag Nachmittag nach Hause fahren.
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Onkel ABobert
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Re: Wie war das damals bei euch mit 20
Das ist echt hart, da hast du mein volles Mitgefühl.oldfield2283 hat geschrieben: ↑08.06.2022, 15:18Wir haben es immer geahnt aber es war verboten so was zu sagen. Die Bundis gehen Freitag halb eins nach Hause und die blöden Soldaten für den Frieden haben am Wochenende gehofft und gewartet... Ich war übrigens mit 20 noch nicht einmal angefangen mit dem Mist, ich war in 18 Monaten genau 7x zuhause davon 4x im letzen Halbjahr und einmal im Ausgang, der wegens Abgelegenheit eh sinnlos war. Ich war sogar bei einem Mädchen eingeladen und habe da fast kein Auge zugemacht, aber das ist eine andere traurige Geschichte, wo ich selber schuld war.Onkel ABobert hat geschrieben: ↑07.06.2022, 13:26 Mit 20 war ich gerade mit der Bundeswehr fertig und hatte meine Ausbildung begonnen. Nach 15 Monaten Soldatentum konnte ich wieder ein normales Leben führen; am Montag um 4:30 Uhr morgens losfahren und wissen, dass man 4 Abende in der Kaserne verbringen muss, war nicht schön. Von mehreren zweiwöchigen Übungsplatzaufenthalten ganz zu schweigen. Aber ich will mich nicht beklagen, denn so richtig negative Erlebnisse wie "oldfield2283" bei der NVA hatte ich nicht. Es ging insgesamt halbwegs normal und ordentlich zu, die Sauferei hielt sich auch in akzeptablen Grenzen und immerhin konnte ich, bis auf 3 oder 4 Wochenenden, in aller Regel am Freitag Nachmittag nach Hause fahren.
Wir (also Bundeswehr) hatten in den ersten 3 Monaten (Grundausbildung) abends um 22 Uhr Zapfenstreich, d. h. nach dem Wochenende mussten wir am Sonntag Abend um 22 Uhr bettfertig in der Stube sein, unter der Woche von Mo bis Do genauso. Davor, also zwischen Dienstschluss um ca. 16:30 bis kurz vor 22 Uhr, hatten wir jeden Tag Ausgang, ausgenommen es war mal Nachtausbildung oder sonstwas, was in den ersten 3 Monaten schon öfter mal vorkam. Am Freitag war Dienst bis ca. 12 Uhr, dann Mittagessen und noch ca. 1 Std. Revierreinigen. Um 14 Uhr war Feierabend und wir konnten gehen.
Ab dem 4. Monat, also nach der Grundausbildung, fiel der Zapfenstreich weg. D. h. man musste halt morgens beim Antreten um 7 Uhr stramm stehen, konnte aber zwischen Dienstschluss um 16:30 bis zum nächsten Morgen machen, was man wollte. Diejenigen, die aus der näheren Umgebung kamen, waren dann meist Heimschläfer und kamen erst kurz vor 7 Uhr wieder in die Kaserne. Diejenigen, die dafür zu weit entfernt wohnten, verbrachten die Abende entweder vor dem Fernseher oder im Mannschaftsheim bzw. falls vorhanden und erreichbar in einer normalen Kneipe beim Saufen.
Ausnahmen waren natürlich die Wachdienste, die jeder mal schieben musste. So im Schnitt alle 2 Wochen mal 24 Std. Wachdienst als Torposten oder nächtliche Streife in der Kaserne. Am Wochenende mussten meist diejenigen Wachdienst schieben, die sich bei den Vorgesetzten unbeliebt gemacht haben oder irgendwelche schlechten Leistungen brachten. Insbesondere Samstag/Sonntag war natürlich extrem unbeliebt, da sich dann das Heimfahren nicht lohnte. Ich hatte mich so alle 3 Monate mal freiwillig für Freitag/Samstag für den Wachdienst einteilen lassen, da konnte man dann zumindest am Samstag noch nach Hause fahren und hatte wieder ein paar Wochen Ruhe.
Dazu waren wir zweimal für je 2 Wochen auf einem Truppenübungsplatz, da kam man dann wirklich überhaupt nicht raus. Einmal waren wir eine Woche in den Alpen auf Bergtour (wir waren Gebirgsjäger und da ging es dann ganz schön hart zu, der Rucksack wog jeenfalls über 20 KG) und einmal 10 Tage beim Skifahren. Letzteres war sogar richtig klasse, natürlich standen die militärischen Ausbildungen wie Iglubau und Überleben in der Kälte im Vordergrund, aber wir kamen auch zum ganz normalen Skifahren auf einem normalen öffentlichen Skilift, das war schon eine tolle Sache.
Drum schrieb ich, ich hatte keinen Grund, mich zu beschweren. Toll fand ich die Zeit trotzdem nicht, auch wenn rückblickend vieles im Nebel der Erinnerung gar nicht so übel erscheint.
Es grüßt euch
Onkel ABobert
Onkel ABobert