Hemmschuh hat geschrieben: ↑31 Jul 2022 14:01
Der eine ließ sich bis zuletzt sogar seine Klamotten von der Mutter kaufen. Ich finde so etwas ganz schrecklich und mir tun sie einfach nur leid. Eigentlich sind beides nette Typen, aber für Frauen aus verständlichen Gründen ein No-Go.
Ok, das ist ziemlich krass!

Ich käme nie auf die Idee meine Mutter meine Kleidung kaufen zu lassen. Das erledige dann schon selbst.
Beiden gemein war der sehr frühe Tod des Vaters und dass sie Einzelkinder sind. Sie sahen es wohl als ihre Pflicht an, sich fortan um ihre Mütter zu kümmern.
Ist doch eigentlich toll, dass sie nicht egoistisch sind bzw. waren und sich um ihre Mütter gekümmert haben. Auch wenn sie bei der Umsetzung vielleicht etwas über das Ziel hinausgeschossen waren.
Ich denke man muss bei dieser ganzen Sache trotzdem unterscheiden, ob man "nur" zusammen wohnt, oder ob man als erwachsener Mann noch unter der Fuchtel der Mutter steht. In meinem Bekanntenkreis gibt es auch jemanden, der schon die 50 hinter sich gelassen hat und bis zum Tod seiner Mutter total unter deren Fuchtel stand. Ich hatte auch den Eindruck, dass er ziemlich unselbstständig war und ist.
Von mir selber würde ich schon behaupten, dass ich selbstständig bin. Der Gedanke einen Haushalt zu führen, inklusive putzen oder kochen, treibt mir jedenfalls keine Schweißperlen auf die Stirn. Auch Kleidung kann ich mir allein kaufen. Meine Mutter muss mich auch nicht zu Terminen begleiten. Vom klassischen Muttersöhnchen bin ich also schon entfernt. Trotzdem ist es natürlich unangenehm, wenn das Gespräch auf dieses Thema kommt.
Warum ich noch bei den Eltern wohne? Wahrscheinlich eine Mischung aus finanzieller Sicht, den Ar... nicht hochkriegen und dem Gefühl die Eltern im Stich zu lassen.
