Ich poste das mal hier, weil es sehr viel um das geht, was ich in den Medien wahrnehme, aber im Grunde genommen ist es auch ein Jammer-Post von mir.
In der Tagesschau lese ich in letzter Zeit immer häufiger davon, dass dauerhaftes Single-Sein die Psyche stark belastet, die Lebensunzufriedenheit höher ist, man anfälliger für Krankheiten wird und die Lebenserwartung sinkt, kurzum, Paare sind glücklich, Singles sind traurig (Quelle: Tagesschau: Studie: Dauerhaftes Single-Sein belastet).
Dann habe ich in letzter Zeit eine Studie gelesen, die letztes Jahr im Sommer schon von ElitePartner veröffentlicht wurde, was eine bevölkerungsrepräsentative Studie ist, die bei einem Institut in Auftrag gegeben wurde. Diese wurde auch von mehreren großen Nachrichtenportalen, unter anderem dem öffentlich-rechtlichen Netzwerk funk, mehrfach zitiert.
Demnach lernen sich 30,7 % der 18- bis 29-jährigen und 29,2 % der 30- bis 39-jährigen inzwischen über Online-Dating.
26,4 % der 18- bis 29-jährigen und 26,5 % der 30- bis 39-jährigen über Freundeskreis oder Familie,
Danach geht es etwas auseinander bei Platz 3; so lernen sich die drittmeisten 18- bis 29-jährigen über Schule, Ausbildung und Studium kennen, die drittmeisten 30- bis 39-jährigen über Arbeit und das berufliche Umfeld (Quelle: ElitePartner: 4 von 10 Paaren finden heute ihre Liebe online - zunehmend auch die Generation 40+).
Ich sehe bei mir persönlich beide Zielgruppen relevant, auch wenn ich statistisch gesehen klar in der älteren Zielgruppe liege, da man ja in einem gewissen Altersspektrum datet, und mich demnach auch Frauen interessieren, die noch unter 30 sind.
Mit Online-Dating bin ich mental eigentlich völlig fertig. Meine Familie ist zugegeben leider so sch**ße, dass darüber nichts zu holen ist, über Freundeskreis hab ich es ein paar Mal versucht aber die meisten kennen auch niemanden, denn wie gesagt; in meinem Umfeld sind alle schon vergeben, auch im weiteren Umfeld. Schule, Ausbildung, Studium ist für mich vorbei, und ich hab auch jetzt langsam genug Ausbildungen im Leben gehabt wenn ich ehrlich bin.
Damit fallen bei der jüngeren der genannten Zielgruppe für mich so 76,5 % aller Möglichkeiten, jemanden kennenzulernen, weg, bei der älteren Zielgruppe immerhin nur 70,4 % (da auch für die ältere Zielgruppe "Schule, Ausbildung, Studium" erfasst wurde, aber einen geringeren Wert hat als bei der jüngeren).
Ich hab kein Bock mehr auf Online-Dating, wirklich, ich hab den Kaffee auf. Aber wenn ich es sein lasse, dann habe ich, zusammen mit anderen Faktoren, eine extrem geringere Chance, überhaupt noch das zu finden, was ich will.
Ich kann nicht mehr. Ich will nicht mehr. Ich ... *schaut auf Notizen* ... halte das alles nicht mehr aus.
Statistik-Frust
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Re: Statistik-Frust
Deswegen kann ich es nicht besonders leiden wenn jemand sagt dass "Online Dating nicht das echte Leben" sei.Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: ↑25 Jan 2026 10:43 Demnach lernen sich 30,7 % der 18- bis 29-jährigen und 29,2 % der 30- bis 39-jährigen inzwischen über Online-Dating.
Doch, doch das ist es. Wenn sich fast ein Drittel der Paare heutzutage so kennenlernt ist es sehr wohl das echte Leben.
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Re: Statistik-Frust
Tut mir so leid.
Aber es ist komplett richtig, wenn du Online Dating vorerst sein lässt. Ich halte diese ganzen Apps für toxisch, höre und lese fast ausschließlich Negatives darüber.
Klar kann es dennoch funktionieren. Aber in den meisten Fällen verstärkt es bestehenden Frust und Selbstwertprobleme.
Du hattest dich doch einigen Gruppen anschließen wollen. Wurde daraus nichts? Und online ist ja nicht auf Datingportale beschränkt. Man kann ja auch anderweitig über Schreibkontakte jemanden kennenlernen. Versuch es weiter.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 26 Jan 2026 12:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Statistik-Frust
Daraus wurde noch nichts.
Da ich ja aus einem eher ländlichen Gebiet komme, schaue ich oft nach Gruppen und Vereinen in der nächsten Großstadt, und hab dort auch schon einige gefunden und Kontakt aufgenommen.
Dort gibt es einen Stammtisch, der hatte jetzt sogar Anfang diesen Monats ein richtig cooles, volles Treffen, bei dem ich gerne dabei gewesen wäre, wo also unglaublich viele zusammengekommen sind und ich erstaunlich viele Kontakte hätte machen können - wenn denn die Bahn gefahren wäre. Denn ausgerechnet an dem Tag hat es hier in der Gegend auch mal bisschen mehr geschneit und es war äußerst kühl mit um die -8°, und wie man die Deutsche Bahn so kennt, fährt sie dann nicht. Vor allem nicht, wenn sie aus dem Ruhrgebiet kommt, wie in meinem Fall. Das hat mich natürlich ganz schön geärgert. Wird sicher jetzt nicht das letzte Treffen gewesen sein, aber eine verpasste, große Chance war es dann leider doch. Und ÖPNV ist die einzige realistische Möglichkeit, wie ich da hingekommen wär, denn ein Auto hab ich nicht und mit meinem Fahrrad ist zu weit.
Eine zweite große Fangemeinde hat mir geraten, mal auf eines von deren Events zu gehen, um so erstmals Kontakt aufzunehmen, kennenzulernen und bisschen abzutasten. Das erste von deren Events ist aber erst Mitte Mai in selbiger Großstadt. Ich hatte mal ne Mail hingeschrieben, mir wurde aber gesagt gerade auf Neueinsteiger könnten Stammtische auch eher abschreckend wirken.
Ansonsten hab ich noch nach sehr viel anderen meiner Interessensgebiete dort nach Vereinen und Fangemeinden geguckt und noch zu ein paar mehr Kontakt aufgenommen und versucht, mich einzubringen, auch wenn möglich zu Anfang schonmal online über Discord. Allerdings haben von diesen kleineren Vereinen viele sich auch mehr oder weniger als Ruine herausgestellt. Wirklich viel läuft da nicht mehr.
Also es ist alles wie immer in meinem Leben. Dauernd hab ich irgendwie Pech, und die andern Sachen dauern noch
Per aspera ad astra.
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Re: Statistik-Frust
Sagt die Studie auch was darüber aus, wie groß die Chancen derjenigen gewesen waren, die jemanden gefunden haben? Vielleicht war ja für die Leute, die jemand auf der Arbeitsstelle gefunden haben, Onlinedating ganz großer Mist gewesen; während vielleicht für die, die online fündig geworden sind, war die jeweilige Arbeit für Partnersuche absolut unergiebig?Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: ↑25 Jan 2026 10:43 Damit fallen bei der jüngeren der genannten Zielgruppe für mich so 76,5 % aller Möglichkeiten, jemanden kennenzulernen, weg, bei der älteren Zielgruppe immerhin nur 70,4 % (da auch für die ältere Zielgruppe "Schule, Ausbildung, Studium" erfasst wurde, aber einen geringeren Wert hat als bei der jüngeren).
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Re: Statistik-Frust
Hey, ich sehe... du bist 31.
Vor 5 Jahren war ich auch mit 31 an einem ähnlichen Punkt wie du.
Allerdings habe ich mich zu der Zeit noch nicht mal getraut mich als sexuelles Wesen darstellen zu wollen und meine erste Anmeldung bei einer online Dating Plattform folgte erst noch.. die war jedoch auch sehr ernüchternd.
Deswegen.. ich kenn deine Gedanken und Gefühle sehr gut.
Neues Studium (Kontakte)+ Kraftsport (allein für die Optik) haben dann nun dann doch mal zum Erfolg (oder Glück) geführt.
Ausbildung und Studium hast du genug...
Das wäre jedoch bei mind. ausgeglichenen Geschlechterverhältnis im Studiengang in deinem Alter definitiv noch etwas zielführendes.
Dein ländliches Wohnen ist sicher sehr hinderlich... (Kenne das)
Ich weiß gar nicht, ob du Tipps haben möchtest.
Wenn ja: Ich denke, dass es nötig ist, dass du dein Leben in Bewegung hälst. Umziehen (evt. in eine Großstadt) und immer wieder neue Sachen versuchen. Alles leider nicht mit Erfolgsgarantie versehen..
Durch die Bewegung kommen jedoch nicht nur neue Kontakte bei rum, sondern du hast auch die Möglichkeiten von deinem Leben mehr zu erzählen.
Deinen Statistik -Frust ... Den kenne ich jedenfalls nur zu gut!
Vor 5 Jahren war ich auch mit 31 an einem ähnlichen Punkt wie du.
Allerdings habe ich mich zu der Zeit noch nicht mal getraut mich als sexuelles Wesen darstellen zu wollen und meine erste Anmeldung bei einer online Dating Plattform folgte erst noch.. die war jedoch auch sehr ernüchternd.
Deswegen.. ich kenn deine Gedanken und Gefühle sehr gut.
Neues Studium (Kontakte)+ Kraftsport (allein für die Optik) haben dann nun dann doch mal zum Erfolg (oder Glück) geführt.
Ausbildung und Studium hast du genug...
Das wäre jedoch bei mind. ausgeglichenen Geschlechterverhältnis im Studiengang in deinem Alter definitiv noch etwas zielführendes.
Dein ländliches Wohnen ist sicher sehr hinderlich... (Kenne das)
Ich weiß gar nicht, ob du Tipps haben möchtest.
Wenn ja: Ich denke, dass es nötig ist, dass du dein Leben in Bewegung hälst. Umziehen (evt. in eine Großstadt) und immer wieder neue Sachen versuchen. Alles leider nicht mit Erfolgsgarantie versehen..
Durch die Bewegung kommen jedoch nicht nur neue Kontakte bei rum, sondern du hast auch die Möglichkeiten von deinem Leben mehr zu erzählen.
Deinen Statistik -Frust ... Den kenne ich jedenfalls nur zu gut!
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Re: Statistik-Frust
Die Bahn schaffts auch immer wieder :-/
Je nachdem was für eine Art Stammtisch das ist. Klingt irgendwie bisschen altbacken.Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: ↑26 Jan 2026 18:52 mir wurde aber gesagt gerade auf Neueinsteiger könnten Stammtische auch eher abschreckend wirken.
Das ist echt schade.Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: ↑26 Jan 2026 18:52 Allerdings haben von diesen kleineren Vereinen viele sich auch mehr oder weniger als Ruine herausgestellt. Wirklich viel läuft da nicht mehr.
Onlineforen (nicht speziell Dating) sind auch nichts, oder? Die meisten scheinen ja auch allmählich auszusterben.
Bist du noch im DSFO?
Das mit dem Umzug von Wusel war eigentlich ein guter Tipp - wenn man die aktuelle Situation am Wohnungsmarkt außen vor lässt. Schlimmer als der Partnermarkt. Gerade in Großstädten. Von Berlin kann ich dir jedenfalls nur abraten.
Du ahnst nicht, wie gut ich das kenne...Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: ↑26 Jan 2026 18:52 Also es ist alles wie immer in meinem Leben. Dauernd hab ich irgendwie Pech, und die andern Sachen dauern noch
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Re: Statistik-Frust
Mir gehen da die Begriffe zu schwurbelig durcheinander. Nein, online "lernt man sich nicht kennen". Man erfährt, dass es da einen Menschen gibt, den man gern näher kennenlernen würde. Das ist ein wesentlicher Unterschied.Einzelgänger hat geschrieben: ↑26 Jan 2026 06:45Deswegen kann ich es nicht besonders leiden wenn jemand sagt dass "Online Dating nicht das echte Leben" sei.Wayfaring_Stranger15 hat geschrieben: ↑25 Jan 2026 10:43 Demnach lernen sich 30,7 % der 18- bis 29-jährigen und 29,2 % der 30- bis 39-jährigen inzwischen über Online-Dating.
Doch, doch das ist es. Wenn sich fast ein Drittel der Paare heutzutage so kennenlernt ist es sehr wohl das echte Leben.
Das tatsächliche Kennenlernen - "in echt" - steht dann noch aus. Sofern man nicht oihnehin nur eine Digitalbeziehung führen will.
Online-Dating ist halt nix anderes als die gute alte Kontaktbörse, die ehedem per Kleinanzeigen und Kuppelagenturen ablief.. Oder noch früher die Kuppelversuche der Verwandtschaft. Nur weil man weiß, dass der noch unbekannte Cousin 2. Grades ne gute Partie sein könnte und dessen schriftliche EInladung zum Spaziergang gelesen hat, hat man den noch nicht "kennengelernt".
Wesentlicher Unterschied ist indes, dass digital der - ich sag mal: Distanz-Erstkontakt relativ stark Bedeutung gewonnen hat. Die Quantität des Phänomens sagt aber nichts über die Qualtiät "in der Sache" aus.
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Re: Statistik-Frust
Ich glaub ich verstehe deine Frage noch nicht ganzReinhard hat geschrieben: ↑26 Jan 2026 20:07 Sagt die Studie auch was darüber aus, wie groß die Chancen derjenigen gewesen waren, die jemanden gefunden haben? Vielleicht war ja für die Leute, die jemand auf der Arbeitsstelle gefunden haben, Onlinedating ganz großer Mist gewesen; während vielleicht für die, die online fündig geworden sind, war die jeweilige Arbeit für Partnersuche absolut unergiebig?![]()
Aber von dem was ich verstanden habe, würde ich sagen; Nein, die Studie sagt nichts über Menschen aus, die schon wen gefunden haben, was die über andere Wege gedacht hätten.
Kurz vorweg; Tipps von anderen nehme ich gern entgegenWusel hat geschrieben: ↑26 Jan 2026 22:25 Neues Studium (Kontakte)+ Kraftsport (allein für die Optik) haben dann nun dann doch mal zum Erfolg (oder Glück) geführt.
Ausbildung und Studium hast du genug...
Das wäre jedoch bei mind. ausgeglichenen Geschlechterverhältnis im Studiengang in deinem Alter definitiv noch etwas zielführendes.
Sport wollte ich tatsächlich dieses Jahr auch mehr machen, mehr sogar noch als letztes Jahr. Letztes Jahr hab ich ja nur mal so ein paar Radtouren gemacht und Dinge, die ich selbst organisieren konnte. Anfang diesen Jahres hatte ich überlegt, sogar in einen Verein für Kampfsport zu gehen, weil mich das interessiert. Da hab ich mich allerdings noch nicht rangetraut, außerdem hab ich da auch schon wieder 10 verschiedene Meinungen, welche Kampfsportart es denn nun werden soll.
Ich habe eine dreijährige Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement hinter mir, war danach in ein paar Maßnahmen der Arbeitsagentur und anschließend habe ich ein dreijähriges Bachelor-Studium Soziale Arbeit gemacht. Ich könnte noch in Teilzeit ein Master-Studium dranhängen, dafür habe ich aktuell aber keine Pläne.
Im Kaufmanns-Beruf war das Geschlechterverhältnis noch so 50:50, würde ich behaupten (vielleicht mit leichtem Männer-Überhang höchstens), in der Sozialen Arbeit gab es einen ganz klaren Frauenüberschuss, was auch der Geschichte dieses Berufs geschuldet ist, weil es ein klassischer Frauenberuf war. Aber auch hier; die meisten vergeben, die restlichen aus sexueller Orientierung oder einfach so kein Interesse.
Ansonsten liebäugel ich ja immer mal wieder mit meinem unerfüllten Kindheitswunsch, doch nochmal Polizist zu werden. Aber ich glaub, dafür werd ich langsam zu alt, um damit gerade mal anzufangen
Ich hatte tatsächlich mal ernsthaft überlegt im letzten Jahr, nach Hamburg umzuziehen. Bei Entwicklungen in meinem aktuellen Umfeld, der Arbeit und in Gesprächen mit meiner Therapeutin stehe ich der Idee aber eher auch skeptisch gegenüber. Weil im Grunde würde ich alles verlieren, was ich mir hier schon aufgebaut habe; und ich habe unglaublich viele Kontakte und Bekanntschaften hier, mit denen ich mich auch gerne treffe, was unternehme, oder die mir bei der ein oder anderen Sache helfen oder mich begleiten können. Ein Umzug nach Hamburg würde mir all diese Möglichkeiten nehmen, und was ich bekommen würde wäre im Grunde genommen nur eine riesige Black Box; das könnte alles oder nichts sein. Und die Wege, die ich in Hamburg gehen müsste, um an eine Freundin zu kommen, wären im Prinzip immer noch die Gleichen wie hier. Und streng genommen würde ich vielleicht sogar meinen Pool an Optionen verringern; klar, ich hätte in der gleichen Stadt eine deutlich größere Auswahl an Menschen, die infrage kämen, aber ich lebe ja eigentlich schon im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands, also gemessen am Land wärs wahrscheinlich eher deutlich weniger.Wusel hat geschrieben: ↑26 Jan 2026 22:25 Dein ländliches Wohnen ist sicher sehr hinderlich... (Kenne das)
Ich weiß gar nicht, ob du Tipps haben möchtest.
Wenn ja: Ich denke, dass es nötig ist, dass du dein Leben in Bewegung hälst. Umziehen (evt. in eine Großstadt) und immer wieder neue Sachen versuchen. Alles leider nicht mit Erfolgsgarantie versehen..
Durch die Bewegung kommen jedoch nicht nur neue Kontakte bei rum, sondern du hast auch die Möglichkeiten von deinem Leben mehr zu erzählen.
Ich habe die Idee noch nicht fallen gelassen, aber momentan habe ich noch zu viele offene Fragen, die ich mit mir selbst noch ausfechten muss und eine Antwort für mich finden muss.
Das Witzige ist; damals, als mein Elternhaus verkauft und aufgelöst wurde, in dem ich zu dem Zeitpunkt noch lebte, stellte sich für mich mit der Frage des Umzugs wohin auch die entscheidende Frage, wie ich mein Leben in Zukunft leben und gestalten will. Damals stand ich vor der Frage, bleib ich in meiner Heimatstadt, wo ich geboren und aufgewachsen bin, oder ziehe ich in die Stadt, in der ich studiere. Ich ließ die Frage am Ende bewusst offen angesichts der Wohnungsknappheit auf dem Immobilienmarkt, fand aber schließlich was in meiner Heimatstadt.
Damals sagte man mir, so wegweisend wie ich mir das ausmale, ist das sicher gar nicht, aber naja ... Ich glaube, rückblickend hab ich doch irgendwie Recht behalten. Denn jetzt hab ich die Schwierigkeit, dass es umso schwieriger geworden ist, umzuziehen, denn jetzt habe ich hier weit mehr Kontakte und ein weit größeres Netzwerk, was ich einfach "aufgeben" würde.
Das mag sein, aber das ist es überhaupt nicht
Der andere Stammtisch, wo mir geraten wurde eher zu Events zum kennenlernen hinzugehen als zu Stammtischen, ist ein deutlich größerer Verein als die lokale Niederlassung der DTG. Da fallen Stammtische schon deutlich größer aus und damit wahrscheinlich auch ungemütlicher. Deswegen kann ich den Tipp verstehen, dass ich eher nach Events schauen sollte als einem von deren Stammtischen.
Eben, die sterben leider alle langsam aber sicher aus.
Wie gesagt, viele Erstkontakte stell ich heute noch über Discord her, wenn ich die Möglichkeit hab, weil das für mich so eine Art digitales Zuhause geworden ist. Auch da habe ich mich übrigens schon selber umgesehen.
Im DSFO bin ich zwar noch, ja, aber auch nicht mehr aktiv.
Im Übrigen habe ich auch gerade angefangen, die Überlegung anzuregen, mal eine Japan-Reise zu machen für 1-2 Wochen, weil mich die Kultur und Geschichte gerade einfach brennend interessiert, wobei ich das mittelfristig erledigen will und angepeilt hab, entweder in den 3 Wochen Sommerurlaub das zu machen oder nächstes Jahr irgendwann, vielleicht zum Kirschblütenfest dort im Frühling.
Es ist auf jeden Fall keine Reise, die ich alleine machen möchte, weil ich davor doch noch ein bisschen zu viel Angst und ungeklärte Fragen hab. Ich hab aber noch niemanden im Freundeskreis gefunden, der mit möchte...
Ansonsten wüsste ich ja, wen ich auf jeden Fall mitnehmen würde ... wenn es diesen Menschen in meinem Leben gäbe.
Per aspera ad astra.