Als Kind war mir schon klar, Freundschaften werde ich immer haben, aber bei einer Beziehung war ich mir nicht so sicher. Freundschaften waren mir eigentlich schon immer wichtig und in diese reinzukommen, war für mich nicht schwer. Hab da auch beiweiten nicht so viel nachgedacht wie heute.
Ab einen gewissen Alter musste ich durch bildungsbedingte Umzüge lernen, Freundschaften auch über größere Distanzen zu halten. Das war schon eine Umstellung, die auch "Normalos" nicht leicht fällt. Hatte ein Schlüsselerlebnis, ich traf eine ehemailige Klassenkameradin und gleichzeitige Schulfreundin und kamen im Gespräch auf eine andere ehemalige Schülerin, mit der wir beide damals befreundet waren. Zu dieser hatte ich noch guten Kontakt, sie aber nicht mehr. Ich fragte, was denn passiert sei, worauf sie meinte "nix, aber wenn sie wieder Kontakt aufnehmen möchte, weiss sie doch, wie meine Adresse lautet". Sie ging fest davon, dass sich die andere Freundin schon melden würde und Freundschaften eben auf diese Art funktionieren. Erst viel später schrieb sie in einer Mail, dass sie sich schwer tue, Freundschaften am Leben zu erhalten und nicht gelernt habe, auch mal selbst aktiv zu werden.
Ich sag dazu nur, wenn man einen Menschen wirklich kennenlernen will, sollte man sich nicht seine Ex-Beziehungen anschauen, sondern wie seine Freundschaften aussehen, das sagt eine Menge aus.
Okay, bin mal auf eure Erfahrungen gespannt.
BartS