Sehe ich auch so. Fraglich ist für mich, ob das für alle "Geschäftsmodelle" - oder besser: für eigenständige Prostitutierte in eigenem Domizil außerhalb des urbanen Straßenstrichs, die ja schon in unterem dreistelligen Bereich als Stundenlohn verdienen, wirklich nicht selektieren dürfen. Ich denke schon. Zumindest gab's hier ja - soweit ich mich erinnern kann - ein paar HC-MABs die nach ihrer Unschulds-Beichte wegen "zu kompliziert" von einer Prostituierten als Kunde abgewiesen wurden.kräuterfrau hat geschrieben:Mal angenommen alle Männer und Frauen machen es freiwillig. Ich empfinde es jedoch nur als Freiwilligkeit, wenn sie dann auch die Kunden auswählen und ablehnen können.
Demnach könnte man ja den Markt in der Hinsicht so regulieren, dass Straßenstrichs und Rotlichtbezirke verboten sind und die Dame einen festen (immobilen) Wohnsitz bzw. Geschäftssitz hat und sie ausschließlich auf eigene Rechnung arbeitet. (Inkl. Eigene AGB's)
Dies wird aber vermutlich eine Utopie bleiben.
kräuterfrau hat geschrieben: Dann gibt es einen nicht gerinngen Teil der Frauen und Männer, die das unfreiwillig machen. Und zwar zähle ich Armut auch als Unfreiwilligkeit.
Armut ist sicherlich unfreiwillig. Die Entscheidung, wie man damit umgeht/darauf reagiert (Hartz IV beantragen, modeln, Prostitution, Strukturvertrieb/Drückertum erlernen, "Guru" werden, ist weitestgehend freiwiillig --> Handlungsalternativen zur Prostitution sind hinreichend vorhanden)
kräuterfrau hat geschrieben: Sind die Menschen, die das über längere Zeit machen wirklich unbeschädigt? Können sie zum größten Teil stabile Beziehungen eingehen?
Würde jemand von Euch eine Beziehung mit einer Prostituierten anfangen?
Ich meine sogar, dass hier mindestens ein Ex-MAB mal mit einer Prostituierten zusammen war. Sonst allerdings halte ich sowas aber eher für ungewöhnlich.
Was mich anbelangt: Abstrakt kann ich mir ne Beziehung mit einer Prostituierten natürlich auch vorstellen. Allerdings kommen da natürlich zwei schwerwiegende Aspekte hinzu.
1) Thema Krankheiten: selbst wenn vor Ort vllt alle möglichen Kondomgrößen für jegliche Freier vorhanden sein sollten, bliebe mE immer noch ein nicht unerhebliches Restrisiko. Vor allem dann, wenn sie in der Beziehung weiterhin der Tätigkeit nachgeht.
2) Aber auch, wenn sie nicht mehr als Prostituierte weiterarbeitet, so hat sie sich doch an einen sehr mechanischen Arbeitsablauf gewöhnt, und dass sie "funktioniert". Ich hab in gewisser Weise Zweifel, dass bei ständig wechselnden Kunden zu ihrer Zeit als Bezahldame, sie dann "einfach so" auf nen Beziehungsmodus (inkl. Harmonie und Treue) umswitchen kann.
und zu dem gern gebrachten Argument, MABs verspüren zu großen Druck, können nicht an sich halten und wären bei einem Verbot der Prostitution quasi aufgeschmissen:
was ist mit wichsen? Kostet nix (außer die Internet-Flat vielleicht) und zur "Verhütung" reichen Papiertücher