Ab wann ist eine Chance eine Chance?

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NBUC
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Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von NBUC »

Für mich ist eine "ausgelassene Chance" eine, wo das Gegenüber zumindest Kooperationsbereitschaft gezeigt hat, entweder aktiv oder als Reaktion auf eigenes Vortasten. Ob das dann bei einer Weiterführung z.B. zu einem Date dann hinterher erfolgreich wird, steht auf einem ganz anderen Blatt.

Eine Chance sollte daher meines Erachtens ein Gelegenheit zum näher Kennenlernen beinhalten, sowie alle Stufen bis zum letzten initiativen Ping vor der Eskalation zur amorösen Ebene positiv beantwortet zu haben. Alles davor ist notwendig, aber eben nicht hinreichend um als Chance betrachtet zu werden.
Wenn diese Situationen nicht kommen muss mann tatsächlich "blind" aktiv werden, aber das ist dann keine "Chance" wahrnehmen, deren Auslassen man sich dann vorwerfen müsste, sondern zufälliges rumtasten.
Ungefähr wie in Gelddingen, einen guten Job ohne guten Grund auszuschlagen ist das Auslassen einer Chance, die falschen Lottozahlen angekreuzt zu haben ist keines.

Die "theoretische Chance" ist also eine ganz andere. Aber sie ist nicht relevant, weil auf ihr basierend nicht gezielt agiert werden kann. Im Bahnhof ist vielleicht eine, die gerade in einer Stimmung ist, dass ein freundliches Lächeln und ein paar nette Worte dann die Chemie anfeuern. Aber welche von aus der vielleicht sogar 3 stelligen Zahl ist das? Dutzendweise ansprechen, um diese eine "Chance" vielleicht nicht "entgehen" zu lassen?
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sandrine

Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von sandrine »

Hmm, aber das sind ja wieder zwei extreme. Ich würde auch keinen fremden Mann am Bahnhof ansprechen :)
Aber hast du denn kein Gefühl dafür, ob jemand was für dich übrig haben könnte, ohne das die Person gleich aktiv wird? Klar, wenn du den ersten Schritt machst und etwas vorschlägst (machst du das, denn wenn ja, wäre das ja bereits eine Chance, die du genutzt hast) und es kommt keine bzw. eine ablehnende Reaktion, dann wäre diese Chance eben zwar genutzt worden aber das Ergebnis wäre dennoch negativ. Das ist das Risiko.

Wenn du aber nur wartest, bis jemand mit eindeutigen amourösen Absichten sich dir annähert, wartest du auf mehr als bloß eine Chance.

Oder meinst du Chancen allgemein aus der Retrospektive betrachtet? Also dass du dir irgendwann im hohen Alter mal sagen kannst: da und dort hatte ich Chancen? Das wäre aber sinnlos bzw. dann ist es sowieso egal, ob da eine Chance war oder nur die Illusion einer Chance. Chancen gibt es so gesehen immer nur in der Gegenwart.
NBUC
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Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von NBUC »

Ne, ein Gefühl habe ich nicht dafür, bzw. das Gefühl hat bisher keine einzige Chance korrekt identifiziert. Damit meine ich nicht mal nur die allgemeine Erfolgslosigkeit. Aber eine interessierte, auf konstruktiver Gegenseitigkeit beruhende Prüfung der Kompatibilität sollte für eine "Chance" schon herausspringen.

Ich kann nicht alle ansprechen - also sind Unbekannte keine ernsthafte Chance.
Von denen die ich anderweitig kennenlerne, sind diejenigen keine praktische Chance, welche bereits im Vorfeld des eindeutigen Schritts blocken.

Das ich dann in Szenario 2 meist selbst aktiv werden muss, um diese pings zu setzen ist mir auch klar. Kommen die pings aber nicht zurück, war es auch hier keine Chance.

Und letztlich ist es schon die retrospektive Sicht, denn die Aussage zum Chancen nutzen oder durch Untätigkeit vergeben wird ja unter dem Tenor der Ursachen/Schuldfindung getroffen.
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Justmy2cents

Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von Justmy2cents »

Als Chance wird eine günstige Gelegenheit oder ein Glücksfall bezeichnet, aber auch die Aussicht, bei jemandem durch Sympathie Erfolg zu haben. In der Statistik ist das Wort ein Synonym für die Wahrscheinlichkeit, mit der ein günstiges Ereignis eintritt.
Der Begriff wird auch mit einem weiter gefassten Inhalt verwendet: Chance als günstige Aussicht, die im Gegensatz zu einer Gefahr steht. Chance und Gefahr bilden hier zusammen ein Risiko. Gelegentlich werden sowohl Risiko als auch Gefahr als Antonyme zur Chance gesehen. Sagt Wiki :)
Chance = Aussicht, bei jemandem durch Sympathie Erfolg zu haben. Nach deiner Definition ist es aber eher Gewissheit die du suchst. Die Aussicht beinhaltet ja auch ein Gewisses Risiko des Scheiterns. Und das möchtest du ja umgehen. Wenn dich eine Frau anlächelt, würde ich an deiner Stelle die Chance ergreifen und sie ansprechen. Das heißt aber noch lange nicht, dass diese Chance zum Erfolg (Date) führt. :verwirrt:
Ich gebe das Wort weiter an Sandrine. Sie erklärt das gut. ;)
m13ab

Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von m13ab »

Früher als Jüngling hatte ich viele Chancen. Und irgendwann im fortgeschrittenen Alter realisiert man, dass diese Zeit vorbei ist.
NBUC
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Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von NBUC »

Es geht mir um die "ausgelassene Chance", nicht die theoretische.
Darin liegt der Vorwurf drin, dass die negative Situation in welcher man sich befindet dadurch verursacht worden ist, dass man genau diese theoretische Chance nicht ergriffen hat.
Es geht um die Bewertung der Handlung bzw. der Unterlassung.
Dazu muss diese theoretische Chance aber eben auch praktisch eine Veränderung zur Folge gehabt haben können, als solche erkennbar gewesen sein und relevant besser als die Alternativen.

Wenn das mit dem angelächelt werden nicht zu z.B. einem Date führt, wo lag denn dann die Beziehungschance, welche man durch Nichtbeachten oder eher noch Nichteskalation - weil, klar spricht man Leute dann auch an, Ist ja auch nicht so oft - vergeben würde?
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Justmy2cents

Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von Justmy2cents »

m13ab hat geschrieben:Früher als Jüngling hatte ich viele Chancen. Und irgendwann im fortgeschrittenen Alter realisiert man, dass diese Zeit vorbei ist.
Ich trauer manchmal auch einigen Chancen hinterher. Es nutzt nichts. Man ärgert sich nur.
Justmy2cents

Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von Justmy2cents »

NBUC hat geschrieben:Wenn das mit dem angelächelt werden nicht zu z.B. einem Date führt, wo lag denn dann die Beziehungschance, welche man durch Nichtbeachten oder eher noch Nichteskalation - weil, klar spricht man Leute dann auch an, Ist ja auch nicht so oft - vergeben würde?
Für dich beinhaltet eine "richtige Chance" 100%ige Gewissheit auf Erfolg. Beispiel: Du siehst am Bahnhof eine Frau, die dir auf dem ersten Blick sympathisch erscheint. Theoretische Chance dass sie dich auf dem ersten Blick auch sympathisch findet, liegt bei 33%. Prinzip: Willst du mit mir gehen? Ja, nein oder vielleicht. :lol: Praktisch gesehen, wird deine Chance viel niedriger liegen. Lächelst du sie an und sie lächelt dir zurück, würde ich diese Reaktion so positiv werten, dass ich mich trauen würde sie anzusprechen. Die Chance ihrer Ablehnung ist zwar immer noch gegeben, aber zur Ausgangssituation deutlich verbessert. Du betrachtest diesen Zustand allerdings immer noch nicht als Chance, wenn ich dich richtig verstanden habe. Ich glaube da liegt auch dein Problem. Du erwartest eindeutige Signale: 0 oder 1. Die wirst du anfänglich bei Menschen eher selten bekommen! :?
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Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von NBUC »

Ne,

Sehen tue ich eine Menge Leute -> keine praxisrelevante Chance
Sei lächelt zurück -> Kann Höflichkeit sein, was auch immer. Immer noch kein Hinweis.
Ich verwickle sie in ein anlassbezogenes Gespräch. -> immer noch nicht beziehungsrelevant. Könnte mit jedem Kerl genauso sein.
Sie lässt sich zu einem Kaffee einladen -> Treffer! Da ist jetzt noch lange keine Beziehung, aber es ist etwas, was kaum zu missdeuten ist und sie zeigt trotzdem noch genug Interesse das ausloten zu wollen. Was jetzt kommt, kann klappen oder nicht, aber man ist im "Ingame".

Theoretisch gab es die Chance alleine schon dadurch zum Bahnhof gegangen zu sein - aus was für einen Anlass auch immer. Praxisrelevant erkennbar und damit verhaltenstechnisch bewertbar wurde sie mit der Annahme der Einladung. Alles davor war haltlose Spekulation.

Oder müssen sich sonst alle ABs vorwerfen lassen nicht jeden Tag zum Bahnhof zu gehen sondern vielleicht mit dem Fahrrad zu fahren - wegen vergebener Chancen und so?
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Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von Justmy2cents »

NBUC hat geschrieben:Oder müssen sich sonst alle ABs vorwerfen lassen nicht jeden Tag zum Bahnhof zu gehen sondern vielleicht mit dem Fahrrad zu fahren - wegen vergebener Chancen und so?
Das ja Quatsch. :) Du wirst nicht drum rum kommen - nach bestem Wissen und Gewissen - auszuloten und das Risiko einzugehen, eine Abfuhr zu erhalten. 0 und 1, wie gesagt, wirst du anfänglich kaum bekommen.
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Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von NBUC »

Justmy2cents hat geschrieben: Du wirst nicht drum rum kommen - nach bestem Wissen und Gewissen - auszuloten und das Risiko einzugehen, eine Abfuhr zu erhalten. 0 und 1, wie gesagt, wirst du anfänglich kaum bekommen.
Nein, natürlich. Aber man wird nur eine begrenzte Zahl solcher blinden Versuche durchziehen können - mit sehr beschränkter Erfolgschance.
Mir ging es darum den "Chancenbegriff" zu beleuchten, der dann aufgeworfen wird, welche man doch einfach nur hätte noch wahrnehmen (erst erkennend und dann in der Tat) müssen, um sein AB-Problem zu beheben.

Klar, wer z.B. angesprochen wird, lässt Chancen aus, aber wo ist da die Grenze zu setzen zwischen Schuld und Schicksal.
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kräuterfrau

Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von kräuterfrau »

NBUC hat geschrieben: Nein, natürlich. Aber man wird nur eine begrenzte Zahl solcher blinden Versuche durchziehen können - mit sehr beschränkter Erfolgschance.
Mir ging es darum den "Chancenbegriff" zu beleuchten, der dann aufgeworfen wird, welche man doch einfach nur hätte noch wahrnehmen (erst erkennend und dann in der Tat) müssen, um sein AB-Problem zu beheben.

Klar, wer z.B. angesprochen wird, lässt Chancen aus, aber wo ist da die Grenze zu setzen zwischen Schuld und Schicksal.
NBUC:

Ich kann mich nicht dem Eindruck entziehen,dass es für dich einen "Machtkampf" darstellt. Es muss, dann sehr anstrengend sein, dann würde Rückzug sogar einen Sinn ergeben.

Du hast geschrieben, dass du im beruflichen Kontext Chancen durch Informationssammlung auslotest. Was spricht dagegen, das Gleiche im partnerschaftlichen Kontext zu machen? Wenn du an Sachen im beruflichen Sinne Interesse hast, dann sammelst du erstmal unverbindlich Informationen um überhaupt Kompatibilität fest zu stellen. Was spricht dagegen, das Gleiche im partnerschaftlichen/zwischenmenschlichen Sinne zu machen? Ja auch erstmal ausloten ob man mit der betreffenden Person überhaupt einen Kontakt möchte und dann auch welcher Art. Ich glaube so ein Vorgehen nimmt viel Druck ab.
Justmy2cents

Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von Justmy2cents »

So das wird jetzt erstmal mein letzter Beitrag hier im Thread. Ich finde das Thema sehr interessant, aber es wäre ja mal ganz nett wenn noch andere Leute was dazu beitragen würden. Außerdem hänge ich jetzt schon Stunden im Forum. ;)
NBUC hat geschrieben:Mir ging es darum den "Chancenbegriff" zu beleuchten, der dann aufgeworfen wird, welche man doch einfach nur hätte noch wahrnehmen (erst erkennend und dann in der Tat) müssen, um sein AB-Problem zu beheben.

Klar, wer z.B. angesprochen wird, lässt Chancen aus, aber wo ist da die Grenze zu setzen zwischen Schuld und Schicksal.
Mit Schuld und Schicksal wirfst du gleich zwei weitere Worte ins Spiel über die man endlos debattieren könnte. Wann ist jemand schuldig, wann ist es Schicksal?
Meine Beziehungen sind auf unterschiedliche Weisen entstanden. 100% Gewissheit war selten dabei, 100% Herzklopfen immer.

VG Justmy2cents
NBUC
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Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von NBUC »

@ Kräuterfrau

Ich kann das nicht ganz nachvollziehen.

Mir ging es hier um folgendes:
Im Forum und ähnlichen Orten wird des Öfteren von ausgelassenen Chancen geredet, wenn die Singleproblematik erörtert wird. Nicht selten als Vorwurf.
Dazu wollte ich dann halt wissen, was denn dann als Chance zählt, die so einen Vorwurf berechtigen würde.

Das mit dem Informationen sammeln habe ich auch nicht verstanden.
Sind Leute in meinem Umfeld ist man erst einmal höflich und freundlich und manche Leute sind stellen sich dann als angenehmer heraus als andere. Wären diese auch noch scheinbar beziehungstauglich, wird natürlich geschaut was man direkt oder direkt in Erfahrung bringen kann, was auf direktem Weg dann zwangsläufig auch zu etwas näherem aber immer noch "zivilen" persönlichen Kontakt führt.
Ist das was man da sieht positiv, folgt halt eine Anfrage zur Intensivierung des Kontakts und wenn es dann Funken sollte, kommt das Problem der notwendigen Fortführung auf amoröses Gebiet - was dann ab dem Funken der erste Schritt abseits dessen ist, was nicht auch jede andere zivile Beziehung so zeigen würde.
Bisher war dieser Schritt dann aber auch immer der letzte.
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Reni

Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von Reni »

Warum hab ich hier das Gefühl, dass es um Argumente für die nächsten "Frauen haben es leichter"-Diskussionen geht und nicht um irgendwelche Selbsterkenntnisse?
Tatsache ist: Männer bekommen Chancen, nehmen sie wahr, ergreifen sie, wenn sie wollen. Oder sie bekommen sie, nehmen sie wahr, wissen aber nicht wie dann weiter. Oder sie nehmen sie eben garnicht erst wahr, oder sie bekommen erst keine.
Im Beziehung mit AB-Thread geht es gerade darum, dass dezente Hinweise bei ABs wohl meist nicht fruchten, also nicht als Chance wahrgenommen werden, selbst Zaunpfähle helfen nicht immer, außer frau geht im Frontalangriff damit auf ihr Opfer los.
Ich glaube nicht, dass mein Freund nie eine Chance hatte, so selten ist mein Geschmack dann auch nicht und ich war weder verzweifelt noch bin ich anspruchslos. Er hat es ja auch bei mir erst nicht kapiert und wusste dann nicht wie jetzt mehr draus machen. Und ja, bei mir hatte er mehrere Monate lang alle Chancen, offene von innen beleuchtete Scheunentore einzurennen, er hat es trotzdem verpennt. Wie soll man das sonst nennen, wenn nicht Chance?
Dass man mit "nichts versuchen" Chancen von vornherein ausschließt ist auch klar.
Dass nicht jede Chance zum Erfolg führt, ist kein Geheimnis. Dass nie nie da war? Möglich aber nur in wenigen Fällen wahrscheinlich.
Schuld? Nur im Sinne von: die Konsequenzen muss jeder selber tragen.

Grüße, Reni
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Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von Swenja »

Reni hat geschrieben:...Im Beziehung mit AB-Thread geht es gerade darum, dass dezente Hinweise bei ABs wohl meist nicht fruchten, also nicht als Chance wahrgenommen werden, selbst Zaunpfähle helfen nicht immer, außer frau geht im Frontalangriff damit auf ihr Opfer los.
Ich glaube nicht, dass mein Freund nie eine Chance hatte, so selten ist mein Geschmack dann auch nicht und ich war weder verzweifelt noch bin ich anspruchslos. Er hat es ja auch bei mir erst nicht kapiert und wusste dann nicht wie jetzt mehr draus machen. Und ja, bei mir hatte er mehrere Monate lang alle Chancen, offene von innen beleuchtete Scheunentore einzurennen, er hat es trotzdem verpennt. Wie soll man das sonst nennen, wenn nicht Chance? ...Grüße, Reni
:good:

das hätte ich wort für wort ebenso schreiben können.

lg, Swenja
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Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von NBUC »

Wie sehen solche Zaunpfähle denn dann beispielhaft aus.

Ich habe nur erlebt, dass man sich zwar im Idealfal (also wenn ich nicht schon vorher geblockt wurde) gut unterhalten konnte, aber spätestens wenn man das dann (oder dabei auftretende vermeintliche "Zeichen") falsch interpretiert hat und etwas angefragt hat was erkennbar Datecharakter hatte direkt oder zumindest noch vor dem Zustande kommen gekickt wurde. Zu einem erkennbaren beziehungsbezogenen Interesse ist es also nie gekommen.
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m13ab

Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von m13ab »

NBUC, ein (zu) junger Männertraum hat mal auf der Tanzfläche meine Hände in die ihre genommen und ihre Schwester sprach mir ins Ohr, ihre Schwester würde mich süß finden. Das könnte man vielleicht schon in Richtung Zaunpfahl deuten.
NBUC
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Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von NBUC »

m13ab hat geschrieben:NBUC, ein (zu) junger Männertraum hat mal auf der Tanzfläche meine Hände in die ihre genommen und ihre Schwester sprach mir ins Ohr, ihre Schwester würde mich süß finden. Das könnte man vielleicht schon in Richtung Zaunpfahl deuten.
OK, das würde sogar ich als Brückenpfeiler einstufen.
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Re: Ab wann ist eine Chance eine Chance?

Beitrag von Silvina »

NBUC hat geschrieben:Wie sehen solche Zaunpfähle denn dann beispielhaft aus.
Ich habs meinem Freund klar und eindeutig geschrieben - unmissverständlich - daß ich Gefühle für ihn habe. Da er das dann sicher wußte, konnte er auch drauf reagieren, ohne befürchten zu müssen, sich lächerlich zu machen oder sonst was.
Manchmal muss man das Chaos nur ein bisschen schütteln, und es wird ein Wunder draus.