Freunde finden und halten

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Wechselta.(ug)

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Wechselta.(ug) »

Genosse Premier hat geschrieben:Ich denke mal, auch wenn man berufstätig ist, kann man in Sportkursen, Vereinen, New-in-Town-Gruppen, etc. auch gut neue Freundschaften finden. Das geht meines erachtens viel besser als in einem relativ anonymen Uniumfeld.
Es gibt auch Unis, die weniger anonym sind oder wo sich Studenten auch außerhalb der Unis gemeinsam organisieren. Mit New-in-Town habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht, die Leute da kamen mir vor als ob die nach Bekannten/Freunden shoppen wollen, aber blos nicht zuviel Zeit investieren und bei einem gefundenen Mangel direkter Rückversand.
In Sportvereinen war ich als Kind/Jugendlicher auch in diversen und habe damit keine guten Erfahrungen gemacht, es gab immer nur wenige, die ich wirklich mochte und die waren dann irgendwann weg.
Corp.INC

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Corp.INC »

Also soziale Fähigkeiten habe ich schon. Während der Schulzeit, Ausbildung und Studium war ich nicht alleine und hatte meinen Kreis, war sogar beliebt. Außerhalb bzw. privat war der Stand immer bei 0. Ich bin nicht aktiv und habe auch keine Hobbys. Ich bin mehr der Faulenzer der TV guckt oder PC spielt. Ich habe schon an Vereinsaktivität gedacht, nur mir fällt nichts ein was ich gerne machen würde. Hat da jemand einen Tipp (nicht nur zu einem Verein)?
Pascal

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Pascal »

Neue soziale Kontakte zu finden fällt mir auch sehr schwer. Eigentlich gelingt mir das nur online.
Ich habe zwar zwei Freunde, die ich offline kennen gelernt habe, allerdings nicht aus Eigeninitiative. Meine Eltern hatten sich früher darum gekümmert, dass ich mal in Kontakt mit jemandem komme. Den zweiten Freund habe ich dann irgendwann durch den ersten kennen gelernt.
Ansonsten gelingt es mir nur, über das Internet soziale Kontakte zu knüpfen. Soziale Kontakte finde ich zwar wichtig, aber mir reichen wenige, mit denen ich mich manchmal treffe. Ich bevorzuge auch Treffen mit einzelnen Personen anstatt mit mehreren zusammen, weil ich mich dann wohler fühle. In einer Clique würde ich durch meine ruhige, introvertierte Art total untergehen.
Ich brauche auch regelmäßig Tage für mich allein. Es würde mich anstrengen, wenn ich mich zu oft mit jemandem treffe.
Wechselta.(ug)

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Wechselta.(ug) »

Pascal hat geschrieben:Ich brauche auch regelmäßig Tage für mich allein. Es würde mich anstrengen, wenn ich mich zu oft mit jemandem treffe.
Das ist auch bei Normalos durchaus so, je nach Typ.
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marwie
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Re: Freunde finden und halten

Beitrag von marwie »

Pascal hat geschrieben:Soziale Kontakte finde ich zwar wichtig, aber mir reichen wenige, mit denen ich mich manchmal treffe. Ich bevorzuge auch Treffen mit einzelnen Personen anstatt mit mehreren zusammen, weil ich mich dann wohler fühle. In einer Clique würde ich durch meine ruhige, introvertierte Art total untergehen.
Ich brauche auch regelmäßig Tage für mich allein. Es würde mich anstrengen, wenn ich mich zu oft mit jemandem treffe.
Geht mir auch so, treffe mich ab und zu mit Leuten einzeln und bin damit zufrieden, da kann man auch mehr machen, auf was man Lust hat als in einer Clique.
Bin auch gerne für mich alleine, manchmal treffe ich mich auch 2 wochen oder länger mit niemandem privat (ausser mit den Leuten von dem Verein, in dem ich bin), aber manchmal auch mit mehreren Leuten in einer Woche. Ich versuche es idr. so zu koordinieren, dass ich mich mit jemandem Treffe in der einen Woche und dann in der Woche drauf dann mit niemandem. Klappt aber aus terminlichen Gründen nicht immer...

Etwas unsicher bin ich jeweils, wie oft man jemand am besten treffen sollte, sodass man sich nicht auf die Nerven geht, aber auch die Freundschaft nicht darunter leidet, weil man sich zu selten trifft. 1-2 mal im Monat sehe ich als guter Kompromiss, manche trifft man halt seltener und manche häufiger. Wie handhabt ihr das?
Asari

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Asari »

marwie hat geschrieben: Etwas unsicher bin ich jeweils, wie oft man jemand am besten treffen sollte, sodass man sich nicht auf die Nerven geht, aber auch die Freundschaft nicht darunter leidet, weil man sich zu selten trifft. 1-2 mal im Monat sehe ich als guter Kompromiss, manche trifft man halt seltener und manche häufiger. Wie handhabt ihr das?
Ich glaube da gibt es kein Erfolgsrezept. Wenn man sich gut versteht, dann sieht man sich doch eigentlich immer gern - soziale Rückzugsphasen ausgeschlossen. Ich habe 4 gute Freunde. Mit 2 wohne ich zusammen, d.h. wir sehen uns täglich ohne uns auf die Nerven zu gehen, weil wir es respektieren, wenn einer mal lieber alleine sein will, und die anderen 2 sehe ich nur ein paar mal im Jahr, aber es ist jedes mal so, als hätten wir uns erst Gestern getroffen.
Hawkeye

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Hawkeye »

Asari hat geschrieben:Unter Leuten war ich nur damit beschäftigt, mich mit anderen zu vergleichen, zu bewerten und gar nicht mehr fähig, einen kühlen Kopf zu bewahren und einfach nur da zu sein, wie ich war.
Die einzige Lösung für mich war die Kampfansage an meine eigene Selbstwahrnehmung. Ich habe bewusst darauf geachtet, diese ständigen Vergleiche im Keim zu ersticken und mich und meine Umwelt so wahrzunehmen, wie sie sind.
Das mit dem "Sich-selbst-analysieren" in Gruppen kommt mir sehr bekannt vor. Darf ich fragen wie Du es geschafft hast, dieses "im Keim ersticken"?
Asari

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Asari »

Hawkeye hat geschrieben: Das mit dem "Sich-selbst-analysieren" in Gruppen kommt mir sehr bekannt vor. Darf ich fragen wie Du es geschafft hast, dieses "im Keim ersticken"?
Das wichtigste war, es erst einmal als solches zu erkennen und einzusehen, dass ich die einzige war, die mir dabei im Weg stand. Ich glaube diese "Was-würden-die anderen-denken-wenn-sie-wüssten-was-ich-weiss"-Szenarien kennt jeder und damit die seltsamsten Befürchtungen, wie die Mitmenschen darauf reagieren könnten. Erfahrungsgemäß entspricht das nicht der Realität :lol: - die Anderen sind ja ihrerseits zu sehr damit beschäftigt, sich Gedanken um sich selbst/ihre eigene Wirkung auf andere zu machen.
Der Rest ist nur noch Willenskraft oder vielleicht sollte man es sogar Leidenschaft nennen, sich auf das Erleben zu konzentrieren, in dem jede/r/s ein berechtigter Teil des Moments ist und nicht in Befürchtungen und Vorstellungen abzuschweifen.
Die eigenen Gedanken kann man kontrollieren, wer das glaubt und versteht, der weiss doch auch schon wie's geht und ob sich das für Jemanden erklären lässt, der davon überzeugt ist, dem sei nicht so, weiss ich nicht. (Ohne dir das unterstellen zu wollen!)

Wie Epikur so schön sagte:
Die Menschen werden nicht durch die Dinge, die passieren, beunruhigt, sondern durch die Gedanken darüber.
Django

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Django »

Ab spätestens Ü30, wo es bei dem absoluten Großteil der Leute in dem Alter normal ist dass man eigene Familie hat, wird es als ewiger Single-Jungeselle HC AB ziemlch düster was neue Bekanntschaften angeht. Auf der Arbeit kommt man zwar mit dem Großteil der Leute super klar und scherzt, aber da verstehe ich auch, dass die froh sind, wenn die nach 10 Stunden und 5x in der Woche auch mal in der Freizeit jemand anderes sehen wollen. Also auch keine Ansatzpunkte für wirkliche Freundschaften. Professionelle Freundlichkeit trifft es eher. Wie allgemein im Berufsleben.
Corp.INC

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Corp.INC »

Mach mir mal keine Angst. Ich bin bald Ü30! Und mein einziger Lichtpunkt ist die Arbeit. Ich wüsste sonst nicht wie ich Freunde oder Wochenendausgehpersonal finden sollte.
Django

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Django »

Will dir keine Angst machen, aber so sieht meistens die Realität aus. Ist halt was anderes, wenn man als Azubi irgendwo anfängt oder aber als älterer Absolvent. Mir scheint es so (auch das, was ich von meinen Kollegen höre), dass die Freundeskreise alle noch die aus Schule und Uni sind. Die habe ich leider nicht. Und dass mit dem reinkommen in eine ewig eingespielte Clique ist leider auch nicht so einfach. Da bringt man als Neuling die seit Jahren bestehende Hackordnung durcheinander, konkurriert dann wahrscheinlich noch um die gleichen Bräute und kann bei alten Anekdoten, die die Truppe zusammenschweißen eh nicht mitreden. Alles in allem unbefriedigend. Ich denke nicht, dass es jemals zu spät für eine Partnerschaft ist, aber für feste und verschworene Freundeskreise schon. Das Zeitfenster ist wohl zu und somit auch die natürlichste Art und Weise, wie man passende Frauen kennenlernt.
Wechselta.(ug)

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Wechselta.(ug) »

Ist zwar prinzipiell war, allerdings bin ich durch einen Ex-Arbeitskollegen in dessen Schul-Freundeskreis gelandet bzw. treffe die Leute halt regelmäßig und das geht schon, kommt vermutlich auch auf die jeweiligen Charaktere an. Ich lasse mir die Anekdoten z.B. dann gerne erzählen. ;)
Zugegebenermaßen bin ich allerdings nach etwa 2 Jahren immer noch nicht so tief drin, dass ich mit denen was ohne den Ex-Arbeitskollegen machen würde. Aber wenn ich die sehe, dann kann ich ohne Probleme mit denen reden und stehe nicht nur unbehaglich in der Ecke rum (kam früher in Kreisen in die mich ein ehemaliger Freund aus Schulzeiten versucht hat einzuführen oft vor, weil die Leute halt überhaupt nicht zu mir gepasst haben).

Im Prinzip muss man halt offen für alles sein und wenn man jemand kennenlernt, bei dem/der der Charakter und ein paar Interessen passen, direkt „zuschlagen“.
Corp.INC

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Corp.INC »

Als ich zum zweiten Semester nach Köln kam, war es unmöglich mich in die festen Gruppen einzuschleusen. Die waren alle recht abweisend. Und damit untertreibe ich noch...

Wie ich zu meinem "Schulfreunden" stehe, kann man im Vorstellungsthread lesen. Die wissen nicht das ich anders heiße, mich jetzt vernünftig kleide, nicht fett bin und das ich mir schon lange nichts mehr gefallen lasse. Ich bin ein neuer Mensch. Ich möchte keinen von den Nasen je wieder sehen. Sie erinnern mich nur an die ganz schlechte Zeit von damals.

Eigentlich wollte ich Köln nie mehr verlassen, aber vielleicht ist ein kompletter Neustart in einer anderen Stadt eine Chance. Vielleicht wird mich sogar eine Berufschance dazu zwingen diesen Weg zu gehen.
Wechselta.(ug)

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Wechselta.(ug) »

Corp.INC hat geschrieben:aber vielleicht ist ein kompletter Neustart in einer anderen Stadt eine Chance.
Sowas hatte ich mir auch schon überlegt. Mittlerweile bin ich aber doch zu sehr verwurzelt, hätte ich so vor 3-7 Jahren machen müssen.
Hopeless85

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Hopeless85 »

In Schule Studium ging noch am meisten, danach eher nicht mehr.
Schule hatte den Vorteil das man sich jeden Tag gesehen hat und gegen die Lehrer verbünden konnte.
Außerdem waren Frauen anfangs noch kein Thema.
Im Studium trifft man einfach ne menge Leute außerdem ist alles locker.

Auf der Arbeit sind es dann nur Kollegen, Freunde findet da man eher nicht, eher Feinde.
Lockerheit ist auch vorbei es geht um Umsätze.
Freunde findet man eher im 1/3 des Lebens, kann man diese dann nicht halten tja.
MAn lebt sich halt auch viel auseinander.
Außerdem kommen Frauen hinzu. iCH weiß nicht wieviel Freunde ich an Frauen verloren habe.

Btw. viel Spaß während man die ganze Woche arbeite noch großartig Zeit zu haben Freunde zu suchen.
Neroberg

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Neroberg »

Hopeless85 hat geschrieben: Freunde findet man eher im 1/3 des Lebens, kann man diese dann nicht halten tja.
MAn lebt sich halt auch viel auseinander.
Außerdem kommen Frauen hinzu. iCH weiß nicht wieviel Freunde ich an Frauen verloren habe.

Btw. viel Spaß während man die ganze Woche arbeite noch großartig Zeit zu haben Freunde zu suchen.
Den Eindruck habe ich auch, dass man Freunde wohl eher oder nur im ersten Drittel seines Lebens findet. Und den Zeitpunkt habe ich damals verpasst.
Zum Auseinanderleben habe ich eher den Eindruck, dass viele Gegebenheiten heutzutage schon von vornherein auf Auseinanderklüften, gemacht worden sind.
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marwie
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Re: Freunde finden und halten

Beitrag von marwie »

Eine Möglichkeit ist auch, bei einem Verein mit zu machen, ist zwar auch da nicht so einfach, Freundschaften zu schliessen, aber die Chance ist recht gross, dass es
da durch das gemeinsame Interesse Leute gibt, mit denen man sich gut versteht. Ausserdem trifft man sich regelmässig und hat nicht das Problem, dass man keinen Termin findet, an dem beide Zeit haben, wie es bei rein privaten Kontakten öfters der Fall ist.

Ich denke, va. die Zeit, in der die Leute heiraten und eine Familie gründen ist schwierig, danach haben die Leute eher wieder zeit für Freundschaften und brauchen auch mal eine Auszeit von der Familie.

Ich denke, in einer Clique Fuss zu fassen wird mit der Zeit immer schwieriger, das geht wohl wirklich nur im ersten lebens Drittel noch relativ einfach. Bei einem Verein ist es hingegen idr. einfach, Mitglied zu werden, da das Ganze formalisierter ist.

Habt ihr schon mal auf der Arbeit Freunde gefunden? Ich verstehe mich zwar gut mit den Leuten, aber ausserhalb der Arbeit hat man idr. wenig bis nichts miteinander zu tun.
NBUC
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Re: Freunde finden und halten

Beitrag von NBUC »

marwie hat geschrieben:Eine Möglichkeit ist auch, bei einem Verein mit zu machen, ist zwar auch da nicht so einfach, Freundschaften zu schliessen, aber die Chance ist recht gross, dass es
da durch das gemeinsame Interesse Leute gibt, mit denen man sich gut versteht. Ausserdem trifft man sich regelmässig und hat nicht das Problem, dass man keinen Termin findet, an dem beide Zeit haben, wie es bei rein privaten Kontakten öfters der Fall ist.

Ich denke, va. die Zeit, in der die Leute heiraten und eine Familie gründen ist schwierig, danach haben die Leute eher wieder zeit für Freundschaften und brauchen auch mal eine Auszeit von der Familie.

Ich denke, in einer Clique Fuss zu fassen wird mit der Zeit immer schwieriger, das geht wohl wirklich nur im ersten lebens Drittel noch relativ einfach. Bei einem Verein ist es hingegen idr. einfach, Mitglied zu werden, da das Ganze formalisierter ist.

Habt ihr schon mal auf der Arbeit Freunde gefunden? Ich verstehe mich zwar gut mit den Leuten, aber ausserhalb der Arbeit hat man idr. wenig bis nichts miteinander zu tun.
In Vereinen aber auch Foren sind das aber ab einem gewissen Alter eher Bekannte als Freunde und oft ausschließlich über den Zweck verbunden. Wenn die Zeit um ist gilt für die Lebensmitte: nichts wie weg die Pflicht ruft. Das war zu Studienzeiten etwas besser, aber dann hing das alles an den vorhandenen Mädchen ab und die Rentner setzen sich auch öfters zusammen.
Das "Zurückkommen" wiederum scheint meiner Erfahrung nach so Mitte 40 zu passieren.
Natural Born UnCool

Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!
Andy86

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Andy86 »

Neroberg hat geschrieben:
Hopeless85 hat geschrieben: Freunde findet man eher im 1/3 des Lebens, kann man diese dann nicht halten tja.
MAn lebt sich halt auch viel auseinander.
Außerdem kommen Frauen hinzu. iCH weiß nicht wieviel Freunde ich an Frauen verloren habe.

Btw. viel Spaß während man die ganze Woche arbeite noch großartig Zeit zu haben Freunde zu suchen.
Den Eindruck habe ich auch, dass man Freunde wohl eher oder nur im ersten Drittel seines Lebens findet. Und den Zeitpunkt habe ich damals verpasst.
Zum Auseinanderleben habe ich eher den Eindruck, dass viele Gegebenheiten heutzutage schon von vornherein auf Auseinanderklüften, gemacht worden sind.
Das kann ich nur bestätigen. Freunde findet man idr. während der Schulzeit/Ausbildung/Studium....Danach sind das idr. nur Bekanntschaften und Zweckgemeinschaften. Ich seh es an mir selber, die 3-4 Freunde die ich habe, habe ich ausnahmslos alle U20 kennengelernt, den besten Freund in der 1sten Klasse! Danach habe ich auch während der Ausbildung bzw. Arbeit immer wieder Kumpels kennengelernt, wo ich der Meinung war das könnte ein längerfristiger Kontakt werden (zumindest Schriftverkehr)......Alle Kontake wurden abgebrochen....natürlich kein einziger davon von mir!

Ich seh es auch an meinen Eltern, mein Vater (55) hat heute noch Kontakt zu Studien-Freunden, die heute teilweise in Australien und Amerika leben.... In der Arbeit hatte er immer wieder gute Kontakte, die aber alle nicht längerfistig waren und nach Arbeitswechsel alle abgebrochen sind. Und das ist bei fast allen 30+ Leuten der Fall, der absolute Großteil der Freunde sind Leute die man aus dem Studium oder Schule kennt....Frag mal einen 50 Jährigen nach seinen besten Freunden, da werden selten Leute darin auftauchen, die er mit 40 oder 45 kennengelernt hat.

Das ist auch die Hauptursache für das HC-AB. Bei fast allen von uns ist der Freundeskreis sehr klein oder überhaupt nicht vorhanden. Hast du keine Freunde lernst du auch keine Frauen kennen => HC-AB
Immer wieder wird in den Medien aber auch hier im AB-Treff empfohlen "mehr auf Partys gehen, rausgehen" , grundsätzlich ist gar nicht verkehrt, aber wenn du in die Disco/Bar/Party alleine oder mit einem (nerd) Kumpel gehst wirst du keine Frauen kennenlernen....... Da kannst du so oft Party machen gehen wie du willst, da wird rein gar nix passieren, ich spreche da aus eigener Erfahrung. Die Tatsache Freunde zu haben wird von den SC-ABs hier fast als Selbstverständlichkeit gesehen.......ist es aber bei weitem nicht!

Und anstatt sich hier den Kopf über Größe, Frisur, Kleidung, Figur, LMS, Ausstrahlung oder sonstiges zeug zu machen, sollte eher darüber diskutiert werden, wie man Freunde/Kumpels findet, dass ist nämlich eine absolute Grundvoraussetzung um überhaupt eine Chance zu bekommen eine Frau kennenzulernen! (Auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel)
Django

Re: Freunde finden und halten

Beitrag von Django »

Ja, der Tenor ist sicherlich richtig. Über Freundeskreise kommt man mehr oder weniger automatisch an Frauen ran und hat Zeit die ohne Stress und Druck kennenzulernen. Dann ergibt sich meistens auch was. Das ist der Normalmodus bei der absoluten Mehrheit der Leute da draußen. Das erklärt auch, warum Leute die sowohl optisch als auch charakterlich als auch monetär unter einem stehen, trotzdem verpartnert sind. Und das sogar oft. Der Cheat ist ganz einfach ein aktiver Freundeskreis, der sich immer wieder mit anderen Freundeskreisen schneidet und quasi automatisch neue Frauen "zuführt". Je früher man in diesem Engelskreis drin ist, umso besser für die Sozialisation und für die persönliche Entwicklung. Je länger man in dem Teufelskreis ohne soziales Umfeld ist, umso schlimmer für die eigene Entwicklung und Beziehungschance.
Wenn man in dem entsprechenden Alter mit seinen Kumpels aus Schule und Uni auf Bräutejagd in Clubs geht, dann haben alle mehr oder weniger noch das gleiche Ziel und wollen ihr Single-Dasein entweder mit ONS aufpeppen oder es aber mit einer Beziehung beenden. Man ist quasi ein hungriges Rudel, was die Beute reißen will. Später jedoch, wenn man Ende 20 ist und selbst noch immer in dieser Phase steckt, aber die eigene Kohorte längst über diese Phase hinaus ist und sich lieber mit anderen Paaren und/oder Eltern trifft, um Probleme des Alltags zu diskutieren, dann ist man auf einmal mutterseelenallein und das fünfte Rad am Wagen. Man wurde von den anderen und dem Leben abgehängt und fragt sich nur, wie es soweit kommen konnte und wie man jetzt aus dieser Falle herauskommt.

Klar gibt es auch Paare, die sich per Kaltanmache in der Disco kennengelernt haben, aber das scheinen mir so höchstens 10% zu sein. Und da müssen aber auch beide der entsprechende Typ für sein.

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