Bewerbungsanschreiben ok?

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ERSTER BEITRAG DES THEMAS
schoko1508

Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von schoko1508 »

Hallo,
Zuletzt geändert von schoko1508 am 13.05.2014, 16:27, insgesamt 2-mal geändert.

ERSTER BEITRAG DES THEMAS
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Silvina
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Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Silvina »

schoko1508 hat geschrieben: ...
Ich kenn mich zwar nicht so gut damit aus, aber einfach vom Sprachlichen her würd ich es so machen (siehe die rot markierten Stellen).
Zuletzt geändert von Buham am 14.05.2014, 07:27, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat auf Wunsch entfernt
Manchmal muss man das Chaos nur ein bisschen schütteln, und es wird ein Wunder draus.
irgendjemand

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von irgendjemand »

Bewerbung für die Stelle als Bürokauffrau
...auf Ihr Stellenangebot...

die von Ihnen angebotene Stelle als Bürokauffrau ist für mich besonders interessant, weil ich in meiner jetzigen Anstellung schon viele praktische Erfahrungen sammeln konnte, um mich nunmehr neuen Anforderungen zu stellen . Deshalb haben Sie meine Bewerbung vorliegen.
Anforderungen -> Herausforderungen
Deshalb haben sie meine Bewerbung vorliegen. -> anders formulieren oder weglassen

Im letzten Jahr habe ich meine 3-jährige Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten mit der Abschlussprüfung beendet. Danach wurde ich in der ... eingestellt.
erfolgreich beendet
nicht wurde eingestellt -> sondern war dort tätig

Meine Erfahrung, die ich in der Wirtschaftskanzlei sammeln konnte, möchte ich nunmehr in einem neuen Tätigkeitsbereich anwenden.

nunmehr -> Dein Lieblingswort :-)

Den Ablauf eines Tages zu planen und organisieren macht mir viel Freude und konnte selbstständig meine Fähigkeiten und Kenntnisse einbringen.
und konnte ... -> Aussage des Satzes?

Gerne würde ich bei Ihnen arbeiten, da ich glaube, dass ich Ihren Anforderungen entspreche.
glauben? -> wirkt unsicher und unentschlossen

Meine Gehaltsvorstellung liegt bei einem Bruttogehalt von Euro ...
Jahresbruttoeinkommen

Eine Tätigkeitsaufnahme kann ab ... erfolgen.
Hört sich sehr geschwollen an.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.
Besser: ich würde sie gerne in einem persönlichen Gespräch überzeugen oder so ähnlich.
Suria

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Suria »

Hallo schoko1508,

ich habe schon einige Bewerbungscoachings hinter mir und vielleicht können dir meine Tipps ja weiterhelfen:

1. Ich würde an deiner Stelle den ersten Abschnitt weg lassen. Es ist schön und gut, dass du aus dem und dem Grund an der Stelle interessiert bist, aber genau dasselbe schreiben 284923734938 andere Bewerber auch. Und wenn deine Bewerbung genauso anfängt, wie alle anderen, wirst du wohl kaum auffallen. Außerdem ist es klar, dass die Stelle für dich interessant ist - denn sonst würdest du dich kaum dort bewerben, oder ;) ? Wenn du den ersten Abschnitt doch drin behalten möchtest, dann würde ich den letzten Satz auch weglassen und stattdessen hereinschreiben, warum gerade DIE Firma interessant für dich ist (am besten vorher auf der Webside surfen und dir etwas vormerken, was dir besonders positiv dort auffällt, z. B. Umweltschutz, Betriebsklima etc.)

2. Mach dir am besten vorher eine Liste deiner Stärken und Fähigkeiten, mit denen du dich von den anderen abheben könntest (z. B. Belastbarkeit, Organisationsstärke etc.) und betone sie in der Bewerbung.

3. Du solltest außerdem gut verdeutlichen, warum gerade DU eine Bereicherung für die Firma sein könntest und dass es dein Ziel ist, gerade bei der Firma zu arbeiten.

Der Abschnitt mit dem Gehaltswunsch und dem Eintrittsdatum gefällt mir; den würde ich so lassen.

Ich kann dir auch gerne mein Bewerbungsanschreiben hier posten; vielleicht holst du dir davon auch einige Tipps (v . a. weil du dich ja im selben Metier bewirbst, wie ich :) ):

Sehr geehrte(r) Herr/Frau ...,

ich verfüge nicht nur über eine Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation und Fremdsprachenkorrespondentin, sondern auch über mehrjährige Berufserfahrung im Sekretariat und der Empfangsassistenz. Meine Aufgaben dort waren unter anderem das allgemeine Empfangssekretariat, sondern auch die Kundenbetreuung, das Reisemanagement und die Präsentationserstellung.

Zu meinen Stärken zählt neben meiner selbstständigen und eigeninitiativen Arbeitsweise, meine Begeisterungsfähigkeit für die internationale Kunden- und Delegationsbetreuung, sowie die Koordination organisatorischer Prozesse. Mit mir erwartet Sie eine souveräne Mitarbeiterin mit einem ausgeprägten Qualitätsbewusstsein und hohen Ansprüchen an die eigene Arbeit. Ich besitze einen Sinn für das Wesentliche und ein exzellentes Prioritätenmanagement.

Mein persönliches und berufliches Ziel ist es, meine Freude an verantwortungsvollem Handeln, mein herzliches Wesen und meine Fähigkeit, auch hohem Arbeitsaufkommen mit einem Lächeln zu begegnen und gewinnbringend für Ihr Unternehmen zum Einsatz zu bringen. Zeitliche und inhaltliche Souveränität, sowie die Bereitschaft, meine Arbeit den Bedürfnissen des Unternehmens anzupassen gehören für mich zum Selbstverständnis.

Gern würde ich Sie in einem persönlichen Gespräch von mir und meinen Fähigkeiten überzeugen.


Wünsche dir viel Glück!!!
Corp.INC

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Corp.INC »

"Deshalb haben Sie meine Bewerbung vorliegen." Ich bin kein Experte und schreibe gerade selber fleißig Bewerbungen, aber DAS gehört definitiv nicht rein. Klingt überhaupt nicht gut.
Und der Lohn ist schon Niedrigsektor, oder? :D ;)
Viel wichtiger ist der Lebenslauf mit Foto.
unQuestionable_Con

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von unQuestionable_Con »

also solche Leute haben wir auch gerade einstellt. Die bekommen im ersten Jahr 30000 und im zweiten 33.700 und das steigt bis 39.000 nach 15 Jahren. Aufstiegschancen tendieren gegen Null, wobei einigen ganz guten auch ab und an ein Studium finanziert wird bei vollem Gehalt. kp ob das gut ist ...
Hab von Gehaltshöhen eher wenig Ahnung.
Schall und Rauch

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Schall und Rauch »

Ich bin da nicht ganz auf dem laufenden, aber gehört die Gehaltsvorstellung wirklich in das Anschreiben mit rein? Ich dachte, das klärt man beim Gespräch.. ("Natürlich arbeite ich auch gern umsonst, weil ich ja so dolle motiviert bin!")
NOVA
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Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von NOVA »

Was du gern pivat machst, und Hobbys währen nicht verkehrt. Arbeitgeber wollen auch sehen was die Leute so treiben. Heute mehr als früher.
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Mannanna
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Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Mannanna »

Ich würde es so schreiben:



Sehr geehrte Damen und Herren,

Ich bewerbe mich bei Ihnen um die vakante Stelle der Bürokauffrau.
In meiner jetzigen Anstellung habe ich bereits umfangreiche praktische Erfahrung gesammelt und möchte mich neuen Herausforderungen und einem neuen beruflichen Umfeld stellen, in dem ich meine bisherige Erfahrung einbringen und erweitern kann.

Im letzten Jahr habe ich meine 3-jährige Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten erfolgreich abgeschlossen und war danach in der Wirtschaftskanzlei ECOVIS Rechtsanwaltsgesellschaft mbH in Krefeld tätig.

Es fällt mir leicht, mich in neue Themenbereiche einzuarbeiten. Ich arbeite zielstrebig und teamorientiert.
Im Gespräch mit Mandanten bzw. Kunden bin ich stets freundlich, bewahre auch in stressigen Situationen einen kühlen Kopf und versuche, bei auftretenden Problemen eine optimale Lösung zu finden. Zudem macht es mir Freude, z.B. Tagesplanungen zu erstellen, da ich dabei mein Organisationstalent und meine beruflichen Kenntnisse selbstständig einbringen kann.

Ich würde gerne Ihr Team verstärken und kann die von Ihnen gestellten Anforderungen gewiß erfüllen.

Meine Gehaltsvorstellung liegt bei einem Bruttogehalt von Euro 1.500. Eine Tätigkeitsaufnahme kann ab 20.05.2014 erfolgen.
Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen
Nichts auf der Welt ist so gerecht verteilt wie der Verstand. Denn jedermann ist überzeugt, daß er genug davon habe. (Descartes)

"Man will immer, was man nicht hat, und wenn man's hat, ist's langweilig" (Rainald Grebe, "Krümel")
FoxMulder

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von FoxMulder »

Ich würde es jetzt auf gar keinen Fall mehr so abschicken. Nicht weil es irgendwie schlecht wäre, sondern, weil man jetzt mit Teilen des Textes bei der Suchmaschine von Google auf das Forum stoßen könnte. Ich glaube das wäre fatal, wenn jemand aus einer Personalabteilung im Internet suchen würde.
Tirak

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Tirak »

schoko1508 hat geschrieben:Hallo,
Finde heraus, wer dein Ansprechpartner sein könnte. Bei Stellenanzeigen steht es häufig drin und wenn es auf Initiativbewerbung hinausläuft, solltest du vielleicht erst recht erstmal telefonisch Kontakt aufnehmen.

Den ersten Absatz würde ich übrigens weglassen wegen Redundanz. Der Betreff sagt normalerweise schon aus, worum es geht. Insofern brauchst du es nicht nochmal zu erwähnen. Und nicht zuviel "schleimen". Schreib nur das rein, was du auch halten kannst und wenn du es vielleicht mit Praxisbeispielen belegen kannst, um so besser. Was hebt dich ab und was kannst du individuell dem Unternehmen bieten?

Vieles wurde ja schon erwähnt. Ahja was vielleicht noch hilfreich sein kann, ist wenn du deine Telefonnummer unten mit reinbastelst. Falls er oder sie von deinem Anschreiben überzeugt ist, muss nicht erst mühselig nach deiner Nummer gesucht werden (manche rufen halt auch direkt zurück ).
Babba

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Babba »

Habe mich auch bei Ecovis in Krefled beworben, aber die Geier wollten mich nicht. Veilleicht wird ja für mich frei wenn du weg bist...

PS. Verlange mehr als 1,5 Hau mal 1,8 raus wenne mutig bist, aber mindestens 1,6!!!
Lion

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Lion »

Suria hat geschrieben:Ich würde an deiner Stelle den ersten Abschnitt weg lassen. Es ist schön und gut, dass du aus dem und dem Grund an der Stelle interessiert bist, aber genau dasselbe schreiben 284923734938 andere Bewerber auch.
Nur Mut zur Konformität!

Ich saß auch schon auf der anderen Seite (als Leser eingehender Bewerbungsschreiben) und es wird niemandem zum Vorwurf gemacht, auch mal Standards zu verwenden. So eine Einleitungsfloskel ist nicht kriegsentscheidend, wichtig ist, was danach kommt, wieviel Mühe man sich macht.

Dieses "auf Biegen und Brechen anders sein wollen" ist genauso kontraproduktiv wie 1:1 abgeschriebene Texte ausm Bewerbungsratgeber.

Übrigens ist es für Unternehmen auch interessant, wie man von der Stelle erfahren hat, um künftig zu wissen, wo man Anzeigen schaltet und wo man es bleiben läßt. So eine normal-große Stellenanzeige kostet auch mal locker 800-1.500 Euro, egal ob in Printmedien oder online. Rohrkepierer sortiert man gerne aus, um beim nächsten Mal Kosten einzusparen.

Daher ist ein "durch Ihre Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erfuhr ich von der zu besetzenden Stelle als ...." oder Ähnliches durchaus wünschenswert.



Mach dir am besten vorher eine Liste deiner Stärken und Fähigkeiten, mit denen du dich von den anderen abheben könntest (z. B. Belastbarkeit, Organisationsstärke etc.) und betone sie in der Bewerbung.
Sowas steht hoffentlich in den beigefügten Zeugnissen, in denen anderen die Bewertung der eigenen Person übernehmen. Natürlich muß man den Personalchef durch das Anschreiben erstmal dazu bringen, sich die Zeugnisse auch anzusehen, schon klar.

Eigenbewertungen wie "ich bin sehr belastbar" oder "ich kann gut organisieren" können nicht objektiv kontrolliert werden. Da bewertet man sein eigenes Können.

Besser ist es, das als Motivation zu verpacken oder zu sagen, dass man irgendwas schon gemacht hat. "Schon in anderen Unternehmen wurde ich mit der Organisation der internen Abläufe betraut" oder "Insbesondere herausforderne Situationen reizen mich".

(Diese Beispiele sind jetzt aus dem Ärmel geschüttelt, ich sage nicht, dass das jetzt tolle Formulierungen sind, mir ging es nur ums Prinzip)

Sehr geehrte(r) Herr/Frau ...,

ich verfüge nicht nur über eine Ausbildung als Kauffrau für Bürokommunikation und Fremdsprachenkorrespondentin, sondern auch über mehrjährige Berufserfahrung im Sekretariat und der Empfangsassistenz. Meine Aufgaben dort waren unter anderem das allgemeine Empfangssekretariat, sondern auch die Kundenbetreuung, das Reisemanagement und die Präsentationserstellung.



Sorry ... sowas kommt dabei heraus, wenn man den ganzen Bewerbungsratgebern vertraut mit ihrem Standardrat "Seien sie blooooß individuell, fallen sie auf!" (grundsätzlich richtig, aber nicht an der falschen Stelle).

Ein Brief, der mit der Tür ins Haus fällt. Keine Einleitung. Nix. Man könnte meinen, die Textverbeitung hätte da wohl einen Textblock verschluckt. Auch wenn es Formsache ist: Man sollte schon schreiben, was man eigentlich will, weshalb man einen Brief schreibt. Das "Sehr geehrter Herr ... " läßt man ja auch nicht weg, weil es in 99,9% aller Bewerbungsschreiben zu finden ist.
Zuletzt geändert von Lion am 14.05.2014, 02:25, insgesamt 1-mal geändert.
Lion

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Lion »

Corp.INC hat geschrieben: Viel wichtiger ist der Lebenslauf mit Foto.
Wenn das Anschreiben nicht anspricht, nimmt die Bereitschaft des Empfängers, sich auch noch Lebenlauf, Foto und Zeugnisse anzuschauen, ab.

Bei einer Bewerbung ist alles wichtig.
Lion

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Lion »

Die Threaderstellerin hat ihren ursprünglichen Beitrag bereits zurückgezogen. Dennoch ein Punkt:

schoko1508 hat geschrieben: die von Ihnen angebotene Stelle als Bürokauffrau ist für mich besonders interessant, weil ich in meiner jetzigen Anstellung schon viele praktische Erfahrungen sammeln konnte, um mich nunmehr neuen Herausforderungen zu stellen. Deshalb haben Sie meine Bewerbung vorliegen.
Floskel an Floskel: Eine Stelle ist interessant, weil man sich neuen Herausforderungen stellen will.

Bevor man ein Bewerbungsanschreiben anfängt, sollte man sich echt mal Gedanken machen, was denn tatsächlich interessant an einer Stelle ist. Wenn einem dann nichts einfällt, sollte man zumindest etwas Plausibles vortäuschen.

Eine Stelle kann interessant sein, weil

-das Unternehmen besonders ist (groß, klein, renommiert, international, spezialisiert ...)
-die Stelle an sich so toll ist (mehr Gestaltungsspielraum, Kontakt zu internationalem Publikum, Kontakt zu regionalem Publikum, das man besonders gut kennt ...)
-man etwas macht, was man gerne tut

usw.
Lion

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Lion »

FoxMulder hat geschrieben:Ich würde es jetzt auf gar keinen Fall mehr so abschicken. Nicht weil es irgendwie schlecht wäre, sondern, weil man jetzt mit Teilen des Textes bei der Suchmaschine von Google auf das Forum stoßen könnte. Ich glaube das wäre fatal, wenn jemand aus einer Personalabteilung im Internet suchen würde.

Die Personaler suchen aber nicht nach Textbestandteilen aus dem Brief, sondern nach dem Namen des Bewerbers (wenn schon).
Lion

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Lion »

NOVA hat geschrieben:Was du gern pivat machst, und Hobbys währen nicht verkehrt. Arbeitgeber wollen auch sehen was die Leute so treiben. Heute mehr als früher.
Absolut richtig, denn auch daraus formt sich ein Gesamtbild.

Allerdings sollte man auch nicht jeden Sch.... erwähnen ;)

Aber ein "Privat engagiere ich mich für den Tierschutzbund München e.V. und reise gerne" zeigt beispielsweise soziale Verantwortung und auch ein "normales" Leben.
Lion

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Lion »

Schall und Rauch hat geschrieben:Ich bin da nicht ganz auf dem laufenden, aber gehört die Gehaltsvorstellung wirklich in das Anschreiben mit rein? Ich dachte, das klärt man beim Gespräch.. ("Natürlich arbeite ich auch gern umsonst, weil ich ja so dolle motiviert bin!")

Wenn Du tatsächlich umsonst arbeiten willst, drückst Du aus, dass Du von Deinen Fähigkeiten wohl nicht viel hältst. Wer motiviert ist, sollte sich auch so bezahlen lassen.

Gehaltsvorstellung sollte genannt werden, wenn es in der Anzeige erbeten wird. Die Firmen wollen halt keine Zeit verschwenden mit Leuten, die sowieso mehr wollen, als die Firma bereit ist zu zahlen.

Auch hier ist Fingerspitzengefühl und etwas Marktkenntnis gefragt. Zu wenig ist seltsam, zu viel ein K.O.-Kriterium.

Wenn nicht gefordert, würde ich es nicht reinschreiben (man vermeidet das Risko das K.O.-Kriterium zu erreichen und kann im hoffentlich folgenden Bewerbungsgespräch subtiler vorgehen).
Suria

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Suria »

Lion hat geschrieben:
Ich saß auch schon auf der anderen Seite (als Leser eingehender Bewerbungsschreiben) und es wird niemandem zum Vorwurf gemacht, auch mal Standards zu verwenden. So eine Einleitungsfloskel ist nicht kriegsentscheidend, wichtig ist, was danach kommt, wieviel Mühe man sich macht.

Dieses "auf Biegen und Brechen anders sein wollen" ist genauso kontraproduktiv wie 1:1 abgeschriebene Texte ausm Bewerbungsratgeber.

Übrigens ist es für Unternehmen auch interessant, wie man von der Stelle erfahren hat, um künftig zu wissen, wo man Anzeigen schaltet und wo man es bleiben läßt. So eine normal-große Stellenanzeige kostet auch mal locker 800-1.500 Euro, egal ob in Printmedien oder online. Rohrkepierer sortiert man gerne aus, um beim nächsten Mal Kosten einzusparen.

Daher ist ein "durch Ihre Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erfuhr ich von der zu besetzenden Stelle als ...." oder Ähnliches durchaus wünschenswert.
Ich bin durchaus deiner Meinung ... wenn du jemand bist, der pro Tag vielleicht 10 Bewerbungen lesen darf (das weiß ich, weil auch ich mal jemand war, der die Bewerbungen für meinen Chef gelesen habe). Wenn aber jemand pro Tag 100 Bewerbungen liest, am besten, während man noch andere Aufgaben hat, sieht die Sache schon anders aus. Wenn diese 100 Leute auch am Anfang immer dasselbe schreiben, könnte man beim Lesen leicht frustriert sein. Zumal man sich auch aufgrund der Menge nach einer Weile nicht mehr so viel Zeit zum Lesen nehmen möchte und befürchten könnte, dass das Anschreiben allein aufgrund der Länge nicht mehr gelesen wird. Im Übrigen habe ich das mit einer ehemaligen Personalerin erstellt, sie weiß daher, wovon sie spricht ;) und außerdem sagte sie, dass so eine Statistik auch eher selten gemacht wird. Mal ganz davon abgesehen bin ich der Meinung, dass ein guter Personaler wissen müsste, welche Bewerbungsarten bzw. Jobsites etc. mehr oder weniger bekannt sind. Außerdem kann man auch gerne nachträglich im Bewerbungsgespräch erwähnen, wo man die Stelle gefunden hat.

Sowas steht hoffentlich in den beigefügten Zeugnissen, in denen anderen die Bewertung der eigenen Person übernehmen. Natürlich muß man den Personalchef durch das Anschreiben erstmal dazu bringen, sich die Zeugnisse auch anzusehen, schon klar.
Ganz genau!
Eigenbewertungen wie "ich bin sehr belastbar" oder "ich kann gut organisieren" können nicht objektiv kontrolliert werden. Da bewertet man sein eigenes Können.

Besser ist es, das als Motivation zu verpacken oder zu sagen, dass man irgendwas schon gemacht hat. "Schon in anderen Unternehmen wurde ich mit der Organisation der internen Abläufe betraut" oder "Insbesondere herausforderne Situationen reizen mich".
Also ich habe in meinem individuellen Fall oben geschrieben, mit welchen Aufgaben ich unter anderem auf meinem Berufsweg vertraut geworden bin. Und ich könnte mir denken, dass ein halbwegs mit Intellekt ausgestatteter Personaler sich schon selber denken kann, woher ich gelernt habe, belastbar, teamfähig etc. zu sein.

Sorry ... sowas kommt dabei heraus, wenn man den ganzen Bewerbungsratgebern vertraut mit ihrem Standardrat "Seien sie blooooß individuell, fallen sie auf!" (grundsätzlich richtig, aber nicht an der falschen Stelle).

Ein Brief, der mit der Tür ins Haus fällt. Keine Einleitung. Nix. Man könnte meinen, die Textverbeitung hätte da wohl einen Textblock verschluckt. Auch wenn es Formsache ist: Man sollte schon schreiben, was man eigentlich will, weshalb man einen Brief schreibt. Das "Sehr geehrter Herr ... " läßt man ja auch nicht weg, weil es in 99,9% aller Bewerbungsschreiben zu finden ist.
Und das zu Recht. Die Anrede gehört zu einem DIN-genormten Brief und gerade als Bürokauffrau sollte man auch beim Anschreiben zeigen, dass man sich mit DIN-Normen auskennt.

Und wie würdest du den Einleitungssatz dann schreiben? Im Großen und Ganzen würde es doch darauf abzielen, auszudrücken, dass die Stelle dich besonders interessiert und du dich deshalb bewirbst - klar, warum solltest du dich sonst bewerben? Und dass ich besonderes Interesse habe an der Stelle und am Unternehmen selbst, drücke ich auch schon im letzten Abschnitt aus.
Elin

Re: Bewerbungsanschreiben ok?

Beitrag von Elin »

Lion hat geschrieben:
Suria hat geschrieben:Ich würde an deiner Stelle den ersten Abschnitt weg lassen. Es ist schön und gut, dass du aus dem und dem Grund an der Stelle interessiert bist, aber genau dasselbe schreiben 284923734938 andere Bewerber auch.
Nur Mut zur Konformität!

Ich saß auch schon auf der anderen Seite (als Leser eingehender Bewerbungsschreiben) und es wird niemandem zum Vorwurf gemacht, auch mal Standards zu verwenden. So eine Einleitungsfloskel ist nicht kriegsentscheidend, wichtig ist, was danach kommt, wieviel Mühe man sich macht.

Dieses "auf Biegen und Brechen anders sein wollen" ist genauso kontraproduktiv wie 1:1 abgeschriebene Texte ausm Bewerbungsratgeber.
Hm, das kann man so und so sehen.
Ich saß auch gerade mal auf der anderen Seite, weil wir einen neuen Mitarbeiter suchen und mein Chef hat mich da ins Auswahlprozedere mit einbezogen und mir ein paar der eingegangenen Bewerbungen gegeben. Nach der Hälfte wurde es langweilig, weil im Prinzip in jedem Anschreiben mehr oder weniger das gleiche drin stand, Abschlussjahr, Name der Hochschule und ggf. fachliche Spezialisierung mal ausgenommen. Gähn! Gegen Ende kam dann mal einer, der hatte es wirklich ganz anders gemacht, nicht die Standardfloskeln und -formulierungen - wie erfrischend! (Er hat's zwar nicht in die nächste Runde geschafft, aber das lag nicht an seiner Bewerbung, die uns allen durchaus positiv aufgefallen ist, sondern an seinen für einen Berufsanfänger ohne Erfahrung utopischen Gehaltsvorstellungen.)

Es gibt halt kein Patentrezept und man weiß nie, wer die Bewerbungen liest, wie diese Person tickt und wie der Text, ob Standard oder unkonventionell, am anderen Ende aufgenommen wird. Was es natürlich nicht leichter macht...

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