Raus aus meiner Komfortzone!

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ERSTER BEITRAG DES THEMAS
schmidy

Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von schmidy »

Ich mag keine Verallgemeinerungen (was für ein Paradoxon!). Ich habe in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass ich sehr viel lernen kann, dass ich nicht dazu verdammt bin in meiner Entwicklung zu verharren und dass ich auch mal widersprüchlich handeln darf. Ich bin kein Mensch, der viel über sich selbst erzählt. Schon gar nicht über Persönliches. Ich bin häufig zurückhaltend und ruhig. Genauso wie ich hier im Forum wenig schreibe und eher zugucke und lese, so tue ich das auch eher wenig im realen Leben. Ich beobachte viel und spreche verhältnismäßig wenig.

In den letzten Jahren hat sich bei mir schon viel getan, aber nach meinem Empfinden noch längst nicht genug um echt zufrieden zu sein. Mein “Problem” hat sicherlich auch mit meinem Temperament zu tun. Wenn ich mich mit meinen Eltern und Verwandten über meine Kindheit unterhalte, bekomme ich häufig Geschichten zu hören, die so Sätze enthalten wie zum Beispiel “Schmidy hat nie mit Nachbarin xy geredet” oder „Schmidy hat nie meine Hand losgelassen um mit dem-/derjenigen zu spielen“. Ich war schon immer ruhig, ängstlich und auf jeden Fall feinfühliger als meine Klassenkameraden. Als ich zur Grundschule ging, habe ich viel mit den Kindern aus der Umgebung gespielt. Mein großer Bruder nahm mich mit und die anderen Kinder kamen auf mich zu. Ich musste nichts selbst initiieren. Als ich aufs Gymnasium kam, fing es eigentlich erst richtig an, schlechter zu laufen. Wir hatten unseren ersten Computer zu Hause und ich begann zu spielen. Im Nachhinein betrachtet viel zu viel. Ich war einfach überfordert. Der Kontakt zu Bekannten und Freunden hat mir zu viel Kraft gekostet. Nach der Schule brauchte ich einfach meine Ruhe.
Meine Eltern sahen das mit dem „computerspielen“ genauso und taten ihr bestes um mich unter Leute zu bringen. Aber wie Pubertierende so sind: ich wollte nicht. Und je länger ich mich zu Hause verkroch, desto weniger wurde ich durch meine Mitschüler wahrgenommen. Ich wollte nicht mehr zum Sport gehen und ich sagte Verabredungen ab. Als meine Freunde aus der Grundschule erzählten, dass ihnen nur noch Timmi fehle und sie dann alle Klassenkameraden besucht hätten, da wurde mir erstmals bewusst, okay, mein Leben sieht doch sehr anders aus als das meiner Klassenkameraden.
Irgendwann wurde dann der Alkohol sehr beliebt. Der Großteil meine Bekannten tranken ihn. Wenn ich nein sagte, versuchten mich einige dazu zu überreden, doch mal ein Bier zu trinken. Dass es auch meine besten Freunde aus der Grundschule waren, die mich bedrängten, machte die Sache noch viel schlimmer für mich.
Ich begann ab der 11ten Klasse wieder ein bisschen sozialer zu werden, aber auch da fühlte ich mich größtenteils nicht wohl, wenn ich mit meinen Klassenkameraden zu tun hatte. Letztendlich waren es einfach nicht die Leute, die zu mir passten. Ich habe mein Abi gemacht, aber der Schnitt nahm in den letzten Jahren (für meine Verhältnisse) stark ab. Direkt nach der mündlichen Prüfung habe ich einen Sprachkurs belegt und bin rüber in die Niederlande. Ich wollte einen Studiengang belegen, für den man in Deutschland einen wahnsinnig guten Abschluss braucht. In den ersten Monaten des Studiums wurde mir schnell klar, dass ich nicht jeden Tag über 2 Stunden im Auto sitzen will. Infolge dessen habe ich mir eine Bude gesucht.
Ich tat mich unheimlich schwer einen neuen Freundes- und Bekanntenkreis aufzubauen. Ich war schon froh, dass ich einen Mitstudenten hatte, mit dem ich einigermaßen freundschaftlich umging. Die neue Sprache machte es auch nicht einfacher. Gut zwei Jahre lebte ich in der Schwebe: unter der Woche Uni, am Wochenende zu meinen Eltern nach Hause (so wie das alle Studenten hier machen). Ich verliebte mich relativ schnell in eine Mitstudentin und sie war dem Ganzen wohl auch nicht abgeneigt. Habe mir von Mitstudenten in Nachhinein sagen lassen, dass man wohl merkte, dass es zwischen uns gefunkt hat. Mein Selbstbewusstsein war aber auf dem Tiefpunkt. Ich konnte die Sprache ja noch nicht mal richtig sprechen und ich hatte keine echten Freunde. Ich hatte wahnsinnig Angst, dass sie mitbekommt, dass ich nichts unternehme und sozial eigentlich isoliert lebte. Letztendlich kamen wir beide nicht in die Pötte. Nach gut zwei Jahren (!) konnte ich erstmals den Mut dafür aufbringen, mich mit ihr zu verabreden. Sie sagte erst zu, um dann aber am besagten Tag doch noch abzusagen. Sie hatte jemand anderes kennen gelernt.
Das ist nun ungefähr zwei Jahre her. Seit diesem Erlebnis bin ich damit beschäftigt mir ein Leben aufzubauen in dem ich mich wohl fühle. Der Wunsch nach einer Beziehung ist tagtäglich da, aber meine Prioritäten sind andere. Ich habe mit verschiedenen Sportarten angefangen um auszuprobieren was mir Spaß macht. Ich versuche mir Stück für Stück einen Freundeskreis aufzubauen. Es gibt Tage da verzweifle ich regelrecht. Vor allem Donnerstags. Der Tag vor dem Wochenende. Bleibe ich in der Stadt wo ich studiere, wo aber keine anderen Studenten mehr sind? Oder fahre ich doch nach Hause wo auch keine Leute in meinem Alter sind, weil sie in ihrer Unistadt geblieben sind?
Wenn ich dann zu Hause bin, finde ich es wahnsinnig beschämend, dass meine Eltern (sie sind inzwischen um die 60) mehr soziale Kontakte haben als ich. Das widerspricht meinem gefühlten Gesellschaftsbild. Es geht aber gar nicht darum, dass ich es meinen Eltern nicht gönnen würde, dass sie einen gut funktionierenden Freundeskreis haben, sondern ich bemitleide mich selbst. Ich bemitleide mich und den Umstand, dass ich selber keinen habe. Und diese Scham lähmt mich. Ich traue mich nicht unter Leute zu gehen, weil ich keine Freunde habe. Weil ich keine Freunde habe, traue ich mich nicht unter Leute zu gehen. Ein Teufelskreis.
Inzwischen ist es so, dass ich schon einiges an Selbstvertrauen habe aufbauen können. Ich habe gelernt, dass ich den ersten Schritt gehen muss und es auch kann, wenn ich Kontakt zum anderen haben möchte. Ich habe inzwischen einige nette Leute kennengelernt, die auch von sich aus auch den Kontakt suchen.
Ungeachtet der Fortschritte, die ich bisher schon gemacht habe: von einer Beziehung bin ich leider immer noch recht weit entfernt. Ich habe aber inzwischen das Gefühl, dass ich bereit bin für eine Beziehung und ich weiß sicher, dass ich selbst um Lichtjahre aktiver sein werde, wenn ich einem Mädel begegne, das mir gefällt.

In einem anderen Thread wurde „bemängelt“, dass sich so wenig HC-ABs zu Wort melden würden und kaum einer über seine/ihre persönliche Situation schreiben würde. Da ja auch gerade das Revue-passieren in zu sein scheint, schien es mir ein guter Augenblick, um mal ein bisschen was über mich zu schreiben. Wie oben schon beschrieben: normalerweise schreibe ich nicht viel über mich selbst. Ich sehe es also auch als eine weitere Chance unter vielen, um aus meiner Komfortzone heraus zu kommen.
Ik ben echt benieuwd wat jullie hierover denken!

ERSTER BEITRAG DES THEMAS
Hopeless85

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von Hopeless85 »

Das was ich schon alles versucht habe würde den Thread sprengen.
Als ob HcAbs nur im Kellerloch sitzen.
Und mit Sozialen Kontakten wirds im Alter auch immer schwieriger.
Ich war zu Schulzeiten zurückhaltender wie jetzt und hatte mehr Freunde wie jetzt, das sagt doch alles.
In der Arbeit gehts nur noch darum wie man den anderen ausstechen kann, der rest sind Kollegen, höchstens.
Irgendwann ist der Zug halt abgefahren.
schmidy

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von schmidy »

Ach ja, das übliche Vorurteil mit dem AB als Kellerkind. :? Die Leute mit denen ich mich über Beziehungen unterhalte, sind immer erstaunt, dass ich keine Freundin habe. Das beruhigt mich enorm. So schlimm kann ich im Umgang also nicht sein, wie ich mir gerne mal einrede. Das Problem ist nur, dass ich wahrscheinlich durch mein Auftreten Erwartungen wecke und dass die Leute im Nachhinein etwas verdutzt sind, dass ich diesen Erwartungen nicht ganz entspreche.

Ich habe in meinem Text auch nur ein paar Punkte angerissen. Da gibt es natürlich noch mehr.
Was mir sehr wichtig ist, dass ich mir ein Leben aufbaue in dem ich mich wohl fühle. Eine Beziehung ist da momentan eher zweitrangig. Ich glaube, dass ich eine näheres Kennenlernen sehr leicht unterbinden kann (unbewusst), wenn ich mich unwohl fühle. In einer solchen Situation bin ich abweisend und sage schnell mal nein auch wenn ich weiß, dass ich es später bereuen werde. Ich muss mir also erst einmal eine Basis erarbeiten. Inzwischen bin ich da auch schon sehr weit.

Ich find's schade, dass es bei dir so schwierig ist, den Freundeskreis zu erweitern. Kann mir vorstellen, dass das sehr frustrierend ist, vor allem, wenn man im Vergleich zu früher sehr aktiv ist.
schmidy

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von schmidy »

Vor 2-3 Monaten hatte ich ein seltsames Erlebnis in der Disco, in der ich häufiger mal bin. Ich tanzte, als zwischen zwei Songs ein Mädel auf mich zu kam und fragte, was ich denn da machen würde. Die Frage kam so überraschend für mich, dass ich (ganz perplex) antwortete, dass ich tanzen würde. Daraufhin sagte sie, dass es komisch aussähe. Danach ging sie zurück zu ihrem Freund und knutschte erstmal eine Runde mit ihm. Die ganze Situation hat mich etwas ratlos zurückgelassen. So etwas hatte ich bis dahin noch nie erlebt und seitdem auch nie wieder.
Vor 1-2 Monaten war noch ein anderes Mädel, dass mich auf meinen Tanzstil (positiv) ansprach. Sie fragte mich, ob ich es ihr beibringen könne. Kein Problem dachte ich mir und begann ihr die Schrittfolge zu zeigen. Nach nichtmal einer halben Minute ist sie wieder abgerauscht, ohne auch nur den Versuch gemacht zu haben zu tanzen.
Vor 3-4 Wochen kam ein fremdes Mädel auf mich zu und fragte, ob sie den letzten Schluck aus meiner Flasche haben könne. Auch hier wieder, reagierte ich eigentlich nur auf der Inhaltsebene und gab ihr die Flasche.
Im Nachhinein war das Verhalten vom ersten Mädel einfach nur seltsam/asozial. Bei den zwei anderen gehe ich eher davon aus, dass sie doch eher flirten wollten und nicht mit dem "Unterricht" bzw. der Flasche abgespeist werden wollten.
Ohne jetzt zu viel darüber zu spekulieren, wie dies oder jenes gemeint sein könnte, frage ich mich im Nachhinein immer, was ich aus solchen Situationen Positives mitnehmen könnte. Ich glaube, dass ich (a) nicht ganz talentfrei bin, was das Tanzen angeht und dass ich (b) nicht so ganz unsympathisch rüber kommen kann. Woran ich gerne arbeiten will, ist meine Spontanität. Bloß, wie kann man lernen spontaner zu sein? Klinkt für mich ein bisschen paradox: Spontanität erarbeiten/erlernen. Wenn jemand Ratschläge oder Ideen hat, gerne her damit.
Hopeless85

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von Hopeless85 »

Interessante Erlebnisse die du da hast.
Ich bin nicht mehr so oft in der Disco, und getanzt habe ich meist 0815.
Die Frauen haben mich meist nur mit großen Augen angeschaut, das war alles.
Ganz früher wo ich 18 oder jünger war wurde ich ganz ignoriert, lag wohl am Aussehen.
Ich kann dir da leider keine Tipps geben, im Club bin ich eher die Flasche.
Wird HCABs haben eine dermaßen niedrige Erfahrung mit Frauen das wir selbst so einfache Begegnungen vermasseln.
Heisenberg89

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von Heisenberg89 »

Das die Frauen von sich aus auf dich zukommen spricht schon mal für dafür, dass du nicht schlecht ankommst. Was du daraus machst, ist wieder eine andere Sache. Am besten wäre dafür wohl ein PU-Forum, um geeignete Tipps zubekommen.
schmidy

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von schmidy »

Mir geht's gar nicht so sehr darum Frauen in der Disco kennen zu lernen. Ich gehe da hin um abzuschalten, die Musik zu geniessen und zu tanzen. Ich brauche da mehr was Verbindliches. Ich glaube, dass es für mich generell einfacher ist, eine Frau über den Bekanntenkreis/Sport/Uni kennen zu lernen. Das abstruse ist aber, dass ich einen Studiengang belege, wo der Frauenanteil doch schon sehr hoch ist und trotzdem war da bisher bis auf die eine Mitstudentin keine dabei, wo ich sagen würde: Ja, da will ich mehr als Freundschaft. Ich habe sie übrigens ein Jahr lang nicht mehr gesehen und habe jetzt ab und zu wieder ein paar Kurse mit ihr. Die Chemie stimmt auch heute noch, aber ich habe schon gemerkt, dass ich damals eine ziemlich große rosarote Brille aufhatte. ;)
Die Situationen in der Disko zeigen mir, dass ich einfach noch nicht die Erfahrung habe. Aber das finde ich gar nicht so schlimm. Irgendwo muss ich ja anfangen. Ich war einfach zu überrascht, dass Frauen auf mich zugehen, dass ich da erstmal nicht so recht wusste, was ich machen soll. Ich kann mir vorstellen, dass ich da nicht der einzige Mann bin, der damit am Anfang etwas überfordert ist. :D

Ich dachte eigentlich, dass ich schon offener geworden wäre. Anscheinend bin ich aber noch nicht ganz so weit, wie ich gerne wäre. Ende letzten Jahres habe ich über die Uni eine Therapiegruppe mit dem Thema "Selbstbewusstsein" mitgemacht. Da habe ich einen Typen kennen gelernt, der zufälligerweise auch den Sportkurs belegt, mit dem ich damals angefangen habe. Er hat seine Clique über den Sport gefunden. Ich dachte mir, dass ich da vielleicht reinrutschen könnte, aber das ist doch schwieriger als erwartet. Ich bin bei dem Kurs viel stiller als ich normalerweise bin. Hinzu kommt aber auch, dass die Leute nicht umbedingt die offensten Zeitgenossen sind. Ich fühle mich auch irgendwie nicht so ganz wohl, dass der Typ weiß, dass ich bei der Therapiegruppe war. Eigentlich totaler Quatsch, weil er ja auch über sehr persönliche Dinge geredet hat und er eigentlich sogar noch mehr Probleme zu haben scheint, als ich sie habe. Umso frustrierender finde ich es dann, dass es bei mir mit dem Aufbauen von Freundschaften nicht so recht klappen will. Ich bin da sehr ungeduldig. Aber mein Gott, so etwas braucht Zeit.
Drake

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von Drake »

schmidy hat geschrieben:Ach ja, das übliche Vorurteil mit dem AB als Kellerkind. :?
Bei mir trifft das leider zu. Und ich fürchte meine "Komfortzone" ist sehr klein und begrenzt. Irgengendwie hoffe ich immer noch, dass die Frau mich findet. Aber das ist vermutlich unrealistisch bis unmöglich. :(
Ich weiß aber auch nicht wie ich aus der Komfortzone rauskommen soll. Allein ausgehen kommt für mich nicht wirklich in Frage und meine Kumpels sind auch ausschließlich Stubenhocker. Die könnte ich vielleicht höchstens überreden mal ein Bier trinken zu gehen, aber da sitzen wir dann ja auch nur zusammen an einem Tisch. Wüsste nicht, wie das helfen sollte Frauen kennen zu lernen. Fühle mich immer noch so unbeholfen wie mit 12 Jahren. Bin einfach nicht der Partymensch, der auf Leute zugehen kann. Und eigentlich habe ich auch gar kein Bedürfnis so zu werden.

Was du bisher erreicht hast, finde ich aber trotzdem inspirierend, schmidy. :daumen:
schmidy

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von schmidy »

Mir hat es in meinen "schlimmen" Zeiten auf jeden Fall geholfen, einfach raus zu kommen aus meiner Bude und das immer weiter zu steigern. Zu Beginn einmal in der Woche eine neue Sache ausprobieren und dann immer Schritt für Schritt ausbauen. Ich habe zum Beispiel (und tue das noch immer) viel mit meinem Bruder unternommen. Er ist auch nicht gerade der Typ, der einfach mal so Leute kennen lernt. Wir sind uns da leider sehr ähnlich. Abends sind wir zu zweit in die Disco, ins Kino oder zu einer Sportveranstaltung gegangen. Einfach raus und mich meinen kleinen Macken stellen. Mir hat es zum Beispiel in der Hinsicht geholfen, dass ich letztendlich nicht mehr so häufig damit beschäftigt war, darüber nachzudenken, was denn die Leute von mir denken könnten. Dadurch, dass ich durch die Zockerei nicht mehr unter Leute gekommen bin, hatten sich bei mir Gedankenspiele ergeben, die nicht gerade schön waren. Sei es die Verkäuferin beim Bäcker, der Busfahrer oder Mitfahrende im Bus: ich fühlte mich unter ihren Blicken nicht wohl. Dadurch, dass ich mich dem ausgesetzt habe, hat sich bei mir vieles gebessert.

Wenn man selber mit etwas anfängt, kann es auch sein, dass Bekannte und Freunde mitziehen. Mein Bruder und ich hatten zum Beispiel jahrelang keinen Sport mehr betrieben. Ich habe dann mit einem Sportkurs angefangen und ein, zwei Monate später hat er dann auch mit der gleichen Sportart angefangen.

Ist auch nicht schlimm, dass du kein Partytyp bist. Es gibt genug andere Sachen, die man machen kann. Man muss nur herausfinden was einem gefällt. Und dazu muss man sich am Anfang leider selber in den Hintern treten. :D
Nu so nebenbei: ich trinke zum Beispiel keinen Alkohol und habe trotzdem Spaß in der Disco. Ich bin also auch nicht der Prototyp eines Discogängers. ;)
Wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg beim Erweitern deiner Komfortzone!
Hopeless85

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von Hopeless85 »

Bin zwar kein Kellerkind mehr, aber mit Frauen komme ich trotzdem nicht klar.
Absolut unerreichbar in jediglicher Hinsicht.
schmidy

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von schmidy »

Neue Stadt, neuer Versuch.
In den letzten Monaten ging es bei mir weder vorwärts noch rückwärts. Ich wusste, dass ich in eine Neue Stadt umziehen würde, wodurch auch mein Antrieb etwas eingeschränkt war, neue Leute kennen zu lernen.
Bin jetzt seit letzter Woche in der neuen Stadt. Auch diesmal eine WG mit netten Leuten (soweit ich das bisher sagen kann). Bisher lief eigentlich alles recht reibungslos. Ich habe aber schon ein bisschen schiss, dass ich mich zu sehr in meinen Zimmer verkrieche und mich abkapsle. Die Uni ist auch recht groß im Vergleich zu meiner ehemaligen Uni, sodass alles etwas anonymer ist.

Wie sind eure Erfahrungen mit Umzügen und neue Leute kennen lernen? Habt ihr noch Tipps für mich?

PS: Wichtig zu wissen wäre noch: ich habe mich schon bei einem Sportverein angemeldet (Teamsport).
irgendjemand

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von irgendjemand »

schmidy hat geschrieben:Wie sind eure Erfahrungen mit Umzügen und neue Leute kennen lernen? Habt ihr noch Tipps für mich?
MIt Alkohol und Interesse für Autos und Fußball kann man(n) überall Fuß fassen.

PS: deshalb lerne ich nie neue Leute kennen 8-)
PS:PS: Sportverein ist super :good: habe mich auch gleich angemeldet gehabt ... es ist besser für die Psyche als für die Physis.
Hopeless85

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von Hopeless85 »

Ich bin mehrmals umgezogen die letzten Jahre. Die folge war das die meisten Kontakte irgendwann weg sind.
Leute für oberflächliche Bekanntschaften zu finden ist kein problem, in meiner Großstadt gibts genug Events.
Aber ich hab nicht immer Lust mich mit wildfremden Leuten zu treffen wo ich nicht weiß wie die ticken.
Freundschaften findet man eigentlich nicht mehr, zumindest halte ich es nicht mehr wirklich für möglich.
schmidy

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von schmidy »

Ich weiß nicht so recht, was ich machen soll. So eine Situation kennt sicherlich der ein oder andere von euch auch.
Mein neuer Sportverein gibt heute eine Motto-Party und ich weiß nicht ob ich hingehen soll. Der Großteil meiner Mannschaft geht hin, einige haben aber auch schon abgesagt. Die Party wäre eine gute Möglichkeit ein paar Leute kennen zu lernen.
Das Problem ist nur, dass ich nicht wirklich Lust drauf habe hinzugehen. Ich habe heute keine Lust auf große Gruppen, wo ich kaum Leute kenne. Die Leute aus meiner Mannschaft sind vom Typ her auch nicht gerade die mit denen ich neben dem Sport noch gerne Zeit verbringen würde. Sie werden sich betrinken und da ich nichts alkoholisches trinken will, wird's für mich wahrscheinlich nicht so lustig: leider sind da auch Leute dabei, die meinen einen dauernd dazu auffordern zu müssen, doch ein Bier zu trinken...
Da es eine Bar ist und keine Aktionen geplant sind, werden sich Grüppchen bilden und ich tue mich da immer etwas schwer reinzukommen.
Wenn ich hingehen wollte, müsste ich mir vorher auch noch eine Verkleidung zulegen. Dafür geht auch wieder Zeit und Geld drauf. Ich muss noch viel für die Uni nacharbeiten und da kommt es nicht gerade gelegen, wenn dann der ganze Vormittag morgen wegfallen sollte.

Da stellt sich mir die Frage: Wann ist es sinnvoll aus seiner Komfortzone auszubrechen und wann ist es besser in seiner Komfortzone zu bleiben?

Momentan habe ich echt das Gefühl auf der Stelle zu stehen und keine Fortschritte zu machen. Schon irgendwie ernüchternd. :sadman:
schmidy

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von schmidy »

Hopeless85 hat geschrieben:Ich bin mehrmals umgezogen die letzten Jahre. Die folge war das die meisten Kontakte irgendwann weg sind.
Leute für oberflächliche Bekanntschaften zu finden ist kein problem, in meiner Großstadt gibts genug Events.
Aber ich hab nicht immer Lust mich mit wildfremden Leuten zu treffen wo ich nicht weiß wie die ticken.
Freundschaften findet man eigentlich nicht mehr, zumindest halte ich es nicht mehr wirklich für möglich.
Es werden noch andere Party's kommen, keine frage. Heute habe ich auch so einen Tag wo ich mich nicht mit wildfremden Leuten treffen will. Das Problem ist nur: ist das jetzt eine Ausrede die ich mir parat lege und ist es nächstes mal genauso, dass ich wieder keine Lust haben werde? Oder ist heute einfach nur nicht der passende Tag für so eine Party?
Optimist
Begeisterter Schreiberling
Beiträge: 1577
Registriert: 25.06.2012, 10:49
Geschlecht: männlich
AB-Status: AB
Ich bin ...: nur an Frauen interessiert.
Wohnort: Berlin

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von Optimist »

Über einen Sportverein hab ich auch schon mal nachgedacht, dummerweise hält sich mein sportliches Talent in engen Grenzen. Da hätte wohl kein Team Lust drauf.

Parties sind für mich nicht entspannend, ich fühl mich eher unwohl unter vielen Menschen. Und um Mädels anzubaggern fehlt mir der Mut.

Meine Interessen sind nicht gerade darauf ausgelegt Frauen kennenzulernen.
"The whole problem with the world is that fools and fanatics are always so certain of themselves, but wiser people so full of doubts."
schmidy

Re: Raus aus meiner Komfortzone!

Beitrag von schmidy »

Optimist hat geschrieben:Über einen Sportverein hab ich auch schon mal nachgedacht, dummerweise hält sich mein sportliches Talent in engen Grenzen. Da hätte wohl kein Team Lust drauf.

Parties sind für mich nicht entspannend, ich fühl mich eher unwohl unter vielen Menschen. Und um Mädels anzubaggern fehlt mir der Mut.

Meine Interessen sind nicht gerade darauf ausgelegt Frauen kennenzulernen.
Bei mir ist es echt sehr situationsabhängig. Wenn ich gut drauf bin und den ein oder anderen schon kenne, kann eine Party ganz nett sein. Ich tue mich aber schwer, wenn ich keinen richtig kenne.

Wir hatten gestern unseren ersten Wettkampf und haben uns danach noch in die Kantine gesetzt. Ich habe relativ schnell gesagt, dass ich keinen Alkohol trinke (tue mich da immer etwas schwer, das zu sagen; warum auch immer, ist ja kein Weltuntergang). Meine Mitspieler haben es gelassen aufgenommen, was mich schon irgendwie erleichtert hat. In der Kantine haben wir uns dann noch nett unterhalten. Zur Party bin ich dann übrigens nicht mehr. Dadurch, dass wir in der Kantine gesessen haben, habe ich jetzt auch nicht das Gefühl mich groß abgekapselt zu haben. Für mich war es eine gute Zwischenlösung.
Mädels gibt es in meinem Verein übrigens ungefähr doppelt so viele wie Männer (Volleyball). Ich habe mir also schonmal nicht den ungünstigsten Sport ausgesucht. :D

Was für Interessen hast du denn?

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