"Mit sich im Reinen sein" ist auch so eine Phrase. Letztlich bezieht es sich ja auf einen inneren Zustand und genug Leute kommen auch mit erheblichen Problemen zu Partnerschaften, sei es, dass sie eine bessere Fassade zeigen können oder aber andere Attraktivitätsmerkmale haben, welche da kompensieren können. Ok, das sind dann oft auch Beziehungen, die nicht all zu lange halten.Walter hat geschrieben: Die Grundfrage muss also lauten: Bin ich mit mir im Reinen? Bin ich mit mir, meinem Körper, meiner beruflichen Situation und meinem Umfeld (eine mögliche Parnterschaft außen vorgelassen) zufrieden? Oder um es ganz deutlich zu sagen: "Bin ich auch ohne Partner/in im Großen und Ganzen zufrieden mit meinem Leben?"
Es gilt also erst diese - nur vermeintlichen - Nebenkriegsschauplätze im eigenen Leben in den Griff zu bekommen bevor man sich auf dem Partnermarkt gezielt in Stellung bringt.
Problematisch wird es halt wenn man nichts zum Kom,pensieren oder Punkten hat, aber durch mit sich im Reinen sein kommt man eben nur auf "die schwarze 0", nicht jedoch auf das nötige Plus um wen von sich zu begeistern. Klar, wer da akut Probleme hat/zeigt hat es noch einmal erheblich schwerer, aber es ist meines Erachtens weder die einzige noch die Hauptbaustelle. Nur mit ich bin makellos und in mir ruhend Normal bleibt man immer noch ein graues Neutrum.
Und soweit die Probleme im sozialen Umgang liegen kommt man ohne Übung eben auch nicht voran, auch wenn dieser mit den besagten Defiziten wiederum schwer - insbesondere beziehungsspezifisch - zu bekommen ist.
Der Rest danach stimmte wieder.