Ich habe meinen ursprünglich an den Schluss gesetzten Teil nach vorn gezogen, weil es eventuell erspart, den folgenden Rest auch noch lesen zu müssen (wollen). Falls in diesem vorgezogenen Teil irgendwelche Bezüge unklar sein sollte, erklären sie sich sicherlich aus dem "folgenden Rest", denn daraus sind sie ursprünglich erwachsen. Also:
Du führst die Diskussion in immer entferntere Gebiete, und scheinst zur "Begründung" mir dabei irgendwie zunehmend vorzuwerfen, dass ich das Ursprungsthema erklärtermaßen nicht auf der von dir präferierten Grundlage diskutieren will?
Ich verstehe ehrlich nicht, was du erreichen möchtest. Mir den Sinn einer "ökonomischen" Diskussion des Themas klar machen?
Oder fällt es dir nur schwer zu verstehen, dass ich buchhalterische Betrachtungen (inklusive "Opportunitätskosten", ob die du nun als buchhalterisch etiketteirst oder nicht) fürs Thema nur als nachgeordnet hinter Sinnfragen ansehe, und keinesfalls zur grundsätzlichen Klärung geeignet?
Ich selbst möchte eigentlich nur noch, dass du darauf verzichtest, mir Dinge zu unterstellen, die ich nicht gesagt habe und nicht meine Meinung sind (am Ende glaubt das noch jemand ...).
Nebenbei beantworte ich gern noch deine Fragen, soweit es mir möglich ist.
Deshalb folgt hier der ursprüngliche Anfang:
Reinhard hat geschrieben:Das Problem an deiner Diskussionsweise ist doch die, dass wir mit einem einigermaßen konkreten Problem eingestiegen sind (ursprünglich mal "5G-Funkstandard") aber du gleich mit Sinnfrage mir überhaupt ausufernden und abstrakten Themengebieten kommst.
Ich frage grundsätzlich nach dem Sinn einer Fragestellung. Und wenn kein offenkundig zweifelsfreier vorliegt, denke ich erst mal darüber nach. Ich sehe darin kein Problem, sondern den einzig sinnvollen Weg: sich erst mal bewusst darüber zu werden, worum es überhaupt geht = welchen Sinn die Sache hat.
Im übrigen ging es auch auf konkreter Ebene nicht um die scheinbar konkrete Frage des Funkstandards, sondern um die von vornherein grundsätzliche Frage nach Notwendigkeit, Nutzen und Sinn des Tempos von Technologiewechseln im IT-Bereich. An der Stelle bist du mit einer (von vornherein für mich sehr schrägen) Meinung eingestiegen, die du dann als "opportunitätskosten" etikettiert hast ... was die Diskussion auf einen Spezialbereich der Kosten/Nutzenrechnung zieht; ein Abstecher, dem ich mich (nicht nur) mit Blick aufs ursprüngliche Thema verweigere; was ich auch von Anfang an klar gemacht habe:
Hoppala am 1. März, 19:29h hat geschrieben: Ich weiß, was du damit sagen willst: aber es ist eine zynische Verdrehung des Themas).
Danach kamen von dir ein paar Fragen, die ich dir beantwortet habe; und schließlich einige fehlerhafte Vermutungen über meine Meinung, die ich immer wieder richtig stelle. Dazu ein paar versuchte Diskreditierungen, die ich nur als solche benenne - näher daauf einzugehen, ist es mir nicht wert. Und schließlich vermutest du, ich wolle dir eine Meinung aufdrängen ... sorry, da, finde ich, wird es dann richtig schräg ...
Reinhard hat geschrieben:Klar kann man sich auf den Standpunkt stellen, 5G macht keinen Sinn, weil 4G schon gut genug ist. Und 4G ist auch nicht besser als UMTS. Und warum sollte man überhaupt Daten aufs Handy schicken können, reicht es nicht zu telefonieren? Muss man überhaupt telefonieren, Jahrhunderttausende hat der Mensch ohne Telefon gelebt, es kann so wichtig nicht sein. Und überhaupt ging es uns doch gut beim Leben auf den Bäumen. Vielleicht hätten Lebewesen auch nie das Wasser verlassen sollen, könnte schon ein großer Fehler gewesen sein. Oder noch grundlegender: hat das Leben überhaupt einen Sinn. Und überhaupt ... die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest ...
Mir stellen sich die Haare auf, wenn ich sehe, dass du die Sinnfrage stellst, bevor überhaupt die Konsequenzen bedacht und bewertet worden sind. Also der Sinn VON WAS EIGENTLICH.
Vielleicht solltest du den Thread bis zu dem Punkt, an dem du eingestiegen bist, noch mal lesen. Da steht, worum es geht. Ich fasse es gern grob knapp zusammen: Bedarf bzw. Bedürfnis klar formulieren, dann nach einem Weg suchen, es mit möglichst geringem Aufwand, auch für alle Beteiligten, zu realisieren. (Vielleicht ist das der Dissens? "Was eigentlich" ist bei mir ein definiertes und konkretisiertes Bedürfnis/Bedarf, das dann mit möglichst geringem Aufwand erfülklt wird. Für dich anscheinend die Umsetzungsidee, und für den "Rest" wird sich später Verwendung finden? Notfalls reicht, dass es Buchwert bringt? - wie gesgt: würde ich für eine zynische Verdrehung halten)
Auf deine "Zurück in die Steinzeit"-Polemik habe ich ebenfalls bereits gleich zu Anfang geantwortet: dass ich darauf nicht einsteige:
Hoppala am 1. März, 19:29h hat geschrieben:Reinhard hat geschrieben:Wenn wir aufhören, Smartphones zu nutzen,
Davon redet keiner. Es geht darum was sinnvoll ist.
Reinhard hat geschrieben:Und sicherlich ist das eine ökonomische Frage, wie Ressourcen verteilt und genutzt werden. Was soll es denn sonst sein?
Auch darauf wurde bereits geantwortet. Eine Sinnfrage.
Es könnte auch - nur der Vollständigkeit halber - eine Gerechtigkeitsfrage sein. Eine religiöse. Eine ökologische. Und manches mehr, was mir grad nicht einfällt. Ökonomie kommt erst ins Spiel, wenn Grundsätzliches geklärt ist und es um Umsetzung geht.
Vor der Frage, wie ich einen Schrank am günstigsten beschaffe, steht für mich: Ob ich überhaupt einen brauche, oder eventuell was anderes, oder gar nichts, und wie der dann idealerweise sowie mindestens beschaffen sein sollte und welche damit als Nebeneffekt verbundenen konkreten Nachteile (zum Beispiel: Platzbedarf in der Wohnung, relative Unflexibilität wenn er erst mal steht; oder will ich einen auf Rollen was wieder andere Konsequenzen hätte; Schiebe-, Falt-, Angeltüren) ich in Kauf zu nehmen akzeptiere. DANACH beschäftige ich mich zwecks effizienter Umsetzung eines sinnvollen Vorhabens mit der Ökonomie. Ich habe darauf verwiesen, dass ich dieses auch bei technologischen Neuerungen, auch im IT-Bereich, für sinnvoll halte, und zuwenig umgesetzt sehe.
Reinhard hat geschrieben:Du stimmst also zu, dass es eine Diskussion über Machtverhältnisse ist, aber willst dich nicht daran beteiligen, weil die Zerlegung in (unter anderem) eine Machtverhältniskomponente nicht sinnvoll ist?

Jedenfalls bei dem von mir diskutierten Thema nicht auf Basis ökonomischer Welterklärung. Hast du nicht eben noch darauf verwiesen, dass es dich stört, wenn die "konkrete Frage" auf ihren Sinn geprüft wird - aber eine Debatte über die damit verbundenen Machtverhältnisse wäre okay? Das versteh ich nicht, das brauche ich an dieser Stelle nicht zu verstehen, und darum will ich es auch nicht diskutieren. Ist das ein Problem?
Reinhard hat geschrieben:Hoppala hat geschrieben:Reinhard hat geschrieben:Da verstehe ich jetzt nicht, warum du mir widersprichst und nicht zustimmst. Das sind direkte Einflüsse im unmittelbaren Umfeld und keine Argumentationen der Art "aber irgendwo in Afrika ..."
"Irgendwo in Afrika" war dein Argument, ncht meins. Und ich habe geschrieben: "Ich treffe die beste aller möglichen Entscheidungen unter Berücksichtigung der Gesamtumstände," Meine Welt ist größer als "das unmittelbare Umfeld". Es ging mir ja um Sinn und Vernunft, und sich nicht dumm stellen. Wer alles außerhalb seines unmittelbaren Umfeld ausblendet, obwohl er dort Einfluß nimmt, stellt sich dumm.
(...)
Du versuchst, den Zusammenhang darüber wieder herzustellen, dass ja jeder technische Fortschritt ja immer nur negative Effekte gehabt hat und deshalb sofort jeder weitere Fortschritt im selben Verdacht steht. Vollziehe ich halt nicht nach.

Ich vollziehe das auch nicht nach. Ebensowenig, wie du nun auf diesen schiefen Dampfer kommst. Mein von dir zitiertes Statement kann es ja wohl nicht sein, denn da ging es - siehe Zitat - um was anderes.
Reinhard hat geschrieben:Bisher habe ich von dir nur den Eindruck, dass du die Beschäftigung mit irgendwas schon deshalb ablehnst, weil dir die Begriffe nicht gefallen oder du mit deren Verwendung schon eine bestimmte Denkart unterstellst. Ohne dabei zu prüfen, ob das tatsächlich der Fall ist. Auf die Art ist keine Diskussion möglich. Und du scheinst darauf auch noch stolz zu sein?
Deinen - mal wieder - Versuch, den Diskussionspartner (mich) persönlich zu diskreditieren, mal beiseite gelassen: Richtig, der Begriff Opportunitätskosten gefällt mir in diesem Zusammenhang nicht. Er entstammt einer bestimmten Denkart, die ich als "buchhalterisch" bezeichnet habe. Außerhalb dessen macht er keinen Sinn. Das sage ich, weil ich es geprüft habe. Und ich wiederhole mich: ich habe bereits vor einiger Zeit deutlich gemacht, dass ich das Thema auf dieser Ebene hier nicht diskutiere:
Hoppala am 7. März, 16:23h hat geschrieben:An diesem Punkt verabschieden wir uns voneinander.
Ab hier ist eine fruchtbare Diskussion nur noch über den Charakter von Einzelaspekten, oder als Metatheorie über "sinnvolle BVewertungsmaßstäbe" möglich; beides würde den Thread und vermutlich auch die Diskussionsplattform wohl endgültig sprengen.
Reinhard hat geschrieben:Ich würde aber auf keinen Fall die Haltung einnehmen "oh, ein Marxist, mit denen kann man ja nicht diskutieren". Du hingegen ordnest mich bei "Buchhaltungsfreunden" ein und sagst, es wäre "meine Ökonomie", offensichtlich, um sich nicht mehr damit beschäftigen zu müssen.

Und noch einmal (da du in deiner Wiedergabe meine geäußerte Meinung erneut bis zur Unkenntlichkeit verzerrst): Du hast einen Begriff als Bewertungsmaßstab eingeführt, der nur innerhalb eines Denkmodells Sinn macht, welches ich beim Thema für völlig unangemessen halte. Ich habe nicht gesagt, dass ich auf keinen Fall ökonomisch diskutiere. Sondern dass ich es bei diesem Thema nicht tue. Und insofern ist richtig: ich beschäftige mich an diesem Punkt auch nicht damit. Ist das nun ein Problem? Mir scheint, es fällt dir sehr schwer, das zu akzeptieren?
Ich halte deine Herangehensweise ans Thema, die du mit "Opportunitätskosten" (und zuvor mit der Umschreibung desselben) eingeführt hast, nicht für sinnvoll und gehe sie nicht mit. Das habe ich gesagt; und das stellt für dich anscheinend irgendwie ein Problem dar, so dass du solche "

"Smilies für angemessen hältst?
Reinhard hat geschrieben:Du willst mir keine Sinndiskussion "anbieten" sondern eine aufdrängen,
Jetzt aber mal einen Punkt! Ich habe am 7. März (Zitat siehe oben) geschrieben, dass ich deine Diskussion nicht mitgehe, und andere Diskussionsrichtungen hier den Rahmen sprengen.
Du bist es, der das nicht stehen lassen kann. Während ich ein ums andere Mal wieder genau darauf hinweise.
Wir diskutieren doch hier seitdem nicht mehr ums Thema. Sondern darum, ob ich nun deiner Diskussionsrichtung folge oder nicht. Ich sage "nein, mach ich nicht." Du unterstellst mir daraufhin seltsame Meinungen und dass ich dir was aufdrängen wolle. Das scheint mir - und das wäre dann wieder eine andere Ebene - ein merkwürdiges Verständnis von gegenseitiger Achtung zu sein.
Reinhard hat geschrieben:Und zu dieser Ablehnung einer Diskussion lässt du dich schon davon hinreißen, dass mal das Wort "Opportunitätskosten" gefallen ist?
Nein. Also gleich noch einmal (puh: in wie vielen Varianten kann man diese einfache Borschaft denn noch missverstehen?): Richtig ist: Zur Ablehnung einer Diskussion dieses speziellen Themas habe ich mich offen bekannt (nicht: "hinreißén lassen"), weil du einen Maßstab als maßgeblich in die Diskussion eingeführt hast (den du dann mit "Opportunitätskosten" bezeichnet hast, und damit zugleich ein bestimmtes Denkmodell nahegelegt hast), den ich an dieser Stelle für sinnlos und nicht diskussionswert halte.
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