Kalypso hat geschrieben: ↑30 Nov 2019 22:17
Sie sind beide erwachsen und dürfen ihr Leben eigenständig gestalten.
Es ist halt noch eine dritte Person involviert, und das ist diejenige, die stirbt.
eine hat geschrieben: ↑30 Nov 2019 20:59
Ich habe hier nicht alles gelesen, aber so oder so haben mich Eure Reaktionen irritiert: natürlich ist eine Abtreibung "entsetzlich", natürlich wird dabei ein (kleiner) Mensch getötet
Ich habe Marwie geantwortet, der gesagt hat: "Wieso soll es entsetzlich sein?" Ist also doch nicht für alle so "natürlich". Wieso irritiert dich das?
marwie hat geschrieben: ↑30 Nov 2019 16:53man sollte Niemandem einen Vorwurf machen wegen einer Abtreibung
Wieso nicht? Es werden ständig alle für alles Mögliche kritisiert. Das ist so ein Zeitgeist-Verbot, dass man es nicht sagen darf, wenn man Abtreibung nicht in Ordnung findet.
Gambler hat geschrieben: ↑30 Nov 2019 20:36
ich kann mir kaum vorstellen das eine Mutter 9 Monate ihr Kind austträgt und es einfach so zur Adoption frei gibt.das könnte meine Freundin nicht tun und ich würde damit auch nicht klar kommen.
Ich kann mir dagegen nicht vorstellen, wie man es nicht über sich bringen kann, das Kind Leuten anzuvertrauen, die sich besser darum kümmern können, es aber sehr wohl über sich bringt, es zu töten.
Abtreiben kann sie dann "einfach so"? (Das "einfach so" hast du reingebracht - davon war meinerseits keine Rede.)
eine hat geschrieben: ↑30 Nov 2019 20:59bei Euch klingt es so, als sei alles andere als Abtreibung ganz klar besser und "richtiger"
Ja, das denke ich. Wie du ja selbst sagst, dabei stirbt ein Mensch. Wenn man ungewollt schwanger wird, gibt es eine Pille danach und es gibt die Adoption. Ich glaube nicht, dass man abtreiben muss. Und was die schlimmen Folgen der Adoption für ein Kind angeht: Zwei meiner Freundinnen sind adoptiert. Die haben damit kein Problem. Und dass sie nicht aus Lieblosigkeit weggegeben wurden, sondern weil die Mutter überfordert war, hat man ihnen erklärt. Ich glaube nicht, dass es für sie schlimmer war als zu sterben. Ich habe diese Frage im Übrigen auch mal gestellt, ob es für das Kind nicht besser wäre, zu sterben, als misshandelt oder vernachlässigt zu werden. Die Antwort, die ich bekommen habe, war "Leben ist immer besser", und zwar von einer Person, die recht übel misshandelt wurde.
Was ich mich auch frage: Wenn man abtreibt, weil man in einer schwierigen Phase ist - was macht man, wenn man in eine schwierige Phase kommt, wenn das Kind schon geboren ist?