DuelaDent hat geschrieben: ↑06 Feb 2023 06:12
Ich frage mich gerade, wie es sein kann, dass jemand, der studiert, absolut gar kein Verständnis für den Inhalt des Textes hat. Wie man nach all dem Feedback zurück zu "meine Schwester hat doch recht" finden kann, ist mir unbegreiflich. Verschwendete Zeit der Teilnehmer mit nützlichen Kommentaren.
Offensichtlich ist dem Threadersteller seine Schwester als (wichtige) Bezugsperson von großer Bedeutung und er räumt der Meinung von ihr mehr Gewicht ein, als die vielen (gegenläufigen) Beiträge hier im Forum in mittlerweile mind. 3 Threads. Möglicherweise hat er sich durch den Thread auch erhofft, eine Bestätigung der Aussagen seiner Schwester respektive seiner Sichtweisen zu bekommen.
Umgekehrt sehe ich auf Basis der 3 Threads hier im Forum (habe meist nur mitgelesen, wenig selbst gepostet) seine Schwester in diesem Zusammenhang als wichtigen Dreh-/Angelpunkt seiner vielen, hier geschilderten Probleme, denn diese könnte - im Hinblick auf eine Verbesserung seines Zustandes - einiges bewirken, wenn sie gewissermaßen als "Coach" ihm gegenüber auftritt und ihn halt ein eine "richtige" Richtung bewegt. Nachdem wir die Schwester nicht kennen, eine rein hypothetische Überlegung...
Ein Studium ist kein intellektueller Qualitäts-/Prädikatsnachweis oder sonst etwas in diese Richtung (mehr). Sondern es zeigt nur, dass man die Lehrveranstaltungen jeweils positiv absolviert hat und dann in Summe zu einem Abschluss gekommen ist. Die Fragestellungen sind ja in diesem Zusammenhang meist sehr kurz und knapp gehalten, wenig auf Gesamtverständnis hin auslegt sondern erfordern eine punktuelle, korrekte Antwort, sodass ein echtes/sinnerfassendes Textverständnis nicht (oder nur am Rande) notwendig ist.
Inwiefern das mit der Studienrichtung zusammenhängt kann ich nicht einschätzen, jedoch bringt ein Studium nur mehr Spezialisierung auf einem Themengebiet mit sich und grenzt zugleich alles anders aus. Das mag und ist im wirtschaftlichen Sinne wünschenswert (Stichwort: Spezialisierung der Arbeitskraft/Arbeitsteilung), jedoch habe ich so meine Bedenken, ob es das auch im intellektuellen, kognitiven, ja humanistischen Sinne so ist. Flapsiger formuliert: man wird mehr Fachidiot auf einem Gebiet, das einem (hoffentlich) interessiert, verliert aber zugleich in anderen Bereichen des Lebens Wissen und Fähigkeiten, sofern man als Individuum dem nicht aktiv gegensteuert.