Deja-vu hat geschrieben: ↑07.08.2025, 09:41
Vermutlich wäre es besser, sich damit abzufinden, wenn es keine realistische Chance mehr gibt, dass der Zustand sich nochmal ändert. Ich habe mir sehr lange eingeredet, dass es okay sei (und mich damit vermutlich selbst belogen). Gerade hadere ich jedoch sehr mit der Situation. Familie wollte ich persönlich nie. Aber eine Person lieben zu dürfen, und von dieser geliebt zu werden, das fehlt schon.
Ich stecke in einer ähnlichen Fragestellung. Ich hatte mal vor ein paar Jahren einige Erfahrungen gemacht, aber rund und vorallem positiv ist es meist nie gelaufen. Mir haben oft die Sicherheiten gefehlt - und gepaart mit Zurückweisung einerseits und Schüchternheit andererseits (die eben auch aus Zurüweisung und negativen Erfahrungen gestärkt wurde). Ich bin dadurch extrem gehemmt.
Ich habe mich dann auf andere Dinge konzentriert und habe die Frage, warum ich keine normalen Erfahrungen gemacht habe, oft mit mir selbst ausgemacht. Psychotherapeuten konnten mir eigentlich bisher auch nicht wirklich weiterhelfen - außer, dass ich mich mehr trauen sollte, ein aktives Leben gestalten sollte usw. Sicher tolle Ratschläge, ich hätte aber von Psychotherapeuten irgendwie mehr erwartet.
Ich habe Online-Dating versucht - um eine neue Erfahrungen sammeln zu können. In der realen Welt komme ich so gut wie nie in Kontakt mit Frauen (abgesehen von einzelnen losen Bekannten oder mit Kassiererinen). Und OD läuft halt auch nicht wie erhofft. Wenn ich teilweise mitbekomme, wie andere Männer eine nach der anderen Daten und im Bett haben - ein Bekannter hat gefühlt die halbe Umgebung gematcht. Er ist halt gut durchtrainiert und auch nicht hässlich. Er hat sogar seine Freundesliste unsichtbar auf Facebook, damit man die ganzen Frauenprofile nicht sieht. Ich sehe manchmal auf Facebook Frauen, die habe ich auch auf entsprechenden Datingapps gesichtet - die Profle werden mir manchmal vorgeschlagen und hin und wieder sieht man ihn dann als "gemeinsamen Freund". Er hat mir auch mal Techniken erzählt, wie man am besten Sex ohne Kondom hat - also wie man ihn rechtzeitig "rauszieht".
Mein derzeitiger Therapeut hat mir zum OD geraten - das war auch ein Impuls, den ich hatte. Er hat mir auch mal erzählt, wie einfach es für ihn war, auf Online-Dating Frauen kennenzulernen. Er hatte wohl auch ziemlich häufig Abwechslung im Bett. Von Ärztinnen, Juristinnen, MTAs ä, MFAs und Studentinnen war alles dabei. Er selbst ist so alt wie ich (Mitte 30) und hatte während Corona überwiegend Frauen zwischen 23-28. Er meint zu mir, die Frauen hätten zu viele Optionen.
Und dann gibt es eben Männer wie ich. Kaum Erfahrungen, seit Jahren kaum Kontakt zu Frauek und auf der Suche nach der Frage nach dem Grund. Es ist so absurd - andere Typen vögeln durch die Gegend und leben in Enthaltsamkeit.
Mir ist auch aufgefallen, dass beide Typen, die positive Online-Dating Erfahrungen machen auch keine Probleme haben im analogen Leben Frauen kennenzulernen.
Vermutlich liegt es eben am Aussehen. Anders kann ich mir das sonst nicht erklären. Ich habe hakt irgendein Problem, das keiner versteht.
Deshalb spiele ich oft mit dem Gedanken, das Thema abzuhaken. Es belastet einen - und es gibt offenbar keine Lösung um meinen Zustand zu ändern.