Bitte um und Leitfaden für eine verbindende Kommunikation

Der öffentliche Austauschbereich des AB-Treff zu allem, rund um das Thema Absolute Beginner.

Moderator: Codex Moderatoren

Forumsregeln
Dein Beitrag wird öffentlich sichtbar sein. Für mehr Privatsphäre wechsle bitte in den AB-Treff Nachtclub. Vor der Freigabe wird Dein Beitrag von einem Moderator geprüft, ob dieser dem Codex des AB-Treff entspricht:

  • Denk daran, dass die anderen Mitglieder ebenso Menschen sind wir Du.
  • Bleib beim Thema und trage konstruktiv bei.
  • Erzähle von Dir und Deinen Erfahrungen.
  • Vermeide Wiederholungen, zitiere nur was für Deine Antwort relevant ist.
  • Verzichte auf abwertende Äußerungen.
  • Antworte auf das, was geschrieben wurde.
  • Nicht alles muss öffentlich gesagt werden.
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Kolinatan
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Bitte um und Leitfaden für eine verbindende Kommunikation

Beitrag #1 » von Kolinatan »

Liebe Mitglieder,

es ist mir wichtig in diesem Forum einen Rahmen zu etablieren, in welchem alle Mitglieder des Forums achtsam mit sich selbst und anderen Mitgliedern umgehen. Ich möchte, dass dieses Forum ein Ort ist, an welchem wir den Austausch so gestalten, dass sich Menschen eingeladen fühlen sich zu zeigen und sich zu öffnen. Ein Raum, in welchem Mitglieder über ihre unfreiwillige Beziehungslosigkeit sprechen und sich miteinander austauschen können, um ihren eigenen individuellen Weg zu finden, wie sie damit umgehen wollen und umgehen können. Ein Ort, an welchem sie offen über ihre Situation und ihre Probleme sprechen können ohne vermittelt zu bekommen, sie müssten sich für etwas rechtfertigen oder würden für ihre Gedanken verurteilt und angegriffen.

Meine Bitte an Euch ist, Euch mit meinen Ausführungen zu beschäftigen und Euch zu überlegen inwieweit Ihr betragen könnt und wollt, um den von mir beschriebenen Rahmen zu erschaffen und zu halten. Mir ist es wichtig zu betonen, dass dieser Leitfaden kein Regelwerk darstellt, sondern es ist meine ausformulierte Bitte an Euch. Meine Bitte, dass wir gemeinsam einen Raum miteinander halten, in welchem ein respektvoller Austausch, wertschätzendes Zuhören sowie achtsame Begegnungen möglich sind. Die Diskussion zu diesem Thema findet Ihr hier.

Liebe Grüße
Kolinatan

Aspekte der Kommunikation
  • Kommuniziere klar worum es Dir geht.
  • Lies um zu verstehen statt um zu antworten.
  • Übernimm Verantwortung für Deine Gedanken, Gefühle und Handlungen.
  • Sprich über Deine Werte und was Dir wichtig ist statt zu bewerten und zu diagnostizieren.
  • Erzähle von Deinen Erfahrungen und Teile Dein Wissen statt (ungefragt) Ratschläge zu geben.
[+] Kommuniziere klar
Überleg Dir bitte worum es Dir geht, wenn Du einen Beitrag verfasst. Möchtest Du, eine Theorie besprechen oder Empathie für Deine Situation? Suchst Du nach Impulsen und Ideen zum Handeln oder nach Sympathie und Verständnis, dafür dass Du gerade resigniert bist?

Kommuniziere so klar wie möglich, aus welchem Bedürfnis heraus Du gerade Deinen Beitrag verfasst. Stellst Du nach den ersten Antworten fest, dass Dein Bedürfnis doch ein anderes ist, schreib es gerne in einen weiteren Beitrag. Indem Du Deine Bedürfnisse kommunizierst, gibt Du uns die Chance etwas zu Deinem und zu unserem Leben beizutragen. Bedürfnisse sind Geschenke, welche wir einander geben und was gibt es schöneres als zum Leben eines anderen Menschen beitragen zu dürfen?
[+] Verstehen statt antworten
Wenn Du den Beitrag eines anderen Mitglieds gelesen hast, überlege Dir bitte ob Du auf den Beitrag eingehen möchtest oder auf das Anliegen des Mitglieds. Wenn Du spürst, dass es Dir nicht darum geht Dein Gegenüber zu verstehen, sondern eher den Impuls hast ihn zu korrigieren oder ihm zu widersprechen, überlege Dir ob das Detail wirklich wichtig und für das Thema relevant ist. Vielleicht gelingt es Dir Deine Sichtweise so zu formulieren, dass Du statt mit einem „Ja, aber …“ eher mit einem „Ja, und …“ beginnen kannst, denn vielleicht stehen Eure Sichtweisen gar nicht im Widerspruch sondern können einander ergänzen.
[+] Übernimm Verantwortung
Mach Dir bitte klar, dass alle Gefühle, welche Du beim Lesen eines Beitrags bekommst, Deine Gefühle sind. Nicht der Verfasser des Beitrags ist für diese verantwortlich, sondern Du. Du kannst gerne Deine Gefühle mitteilen, solange Du deutlich kommunizierst, dass es Deine Gefühle sind und der Beitrag nur der Anlass und nicht die Ursache Deiner Gefühle war.

Achte bitte darauf bei Deiner Antwort zu differenzieren zwischen dem, was in einem Beitrag steht und Deinen Assoziationen und Interpretationen, welche von Dir kommen. Statt auf Deine Interpretation zu reagieren, frage lieber Deinen Gesprächspartner ob Du ihn richtig verstanden hast und ob er seine Aussage wirklich so meinte, wie es bei Dir angekommen ist. In der schriftlichen Kommunikation fehlt die nonverbale Kommunikationsebene, weshalb Aussagen leichter als Kritik oder gar Ablehnung bei uns ankommen.

Du bist niemals gezwungen auf einen Beitrag zu reagieren. Wenn Du den Eindruck hast nur noch zu reagieren, dann kannst Du zur Deeskalation beitragen, indem Du Dich entscheidest eine Pause einzulegen. Je stärker Dein Drang ist, jemandem Deine Meinung mitzuteilen, umso sinnvoller ist es bei Dir zu beobachten, was Dich in einem Beitrag in Aufruhr versetzt hat und warum. Nutze die Chance zur Selbstreflexion, um Dich selbst besser zu verstehen. Solltest Du Deine Wut rauslassen wollen, nutze hierfür gerne den Wut-Raum. Vielen Dank.
[+] Sag was Dir wichtig ist
Wenn Du merkst, dass Du eine Äußerung in einem Beitrag ablehnst oder verurteilst, dann verzichte bitte darauf dem Verfasser zu erklären, warum er bzw. seine Meinung nicht in Ordnung sei. Bitte schreibe stattdessen darüber, was Dir im Umgang mit anderen Menschen wichtig ist und warum. Niemand wird seine Sichtweise verändern, indem Du ihn verdammst, lade ihn lieber dazu ein die Welt durch Deine Augen zu sehen.

Wiederhole bitte nicht, was Du oder andere bereits gesagt haben. Verzichte darauf Meinungsäußerungen mit einem „+1“ zu verstärken. Es geht im Forum darum, dass wir einander begegnen statt Fronten gegeneinander aufzubauen. Jeder ist so willkommen wie er ist, auch Du. Wenn Du meinst, dass ein Missverständnis vorliegt, versuche es aufzuklären. Verzichte bitte darauf andere Mitglieder von Deiner Meinung überzeugen zu wollen.
[+] Erzähle über Deine Erfahrungen
Statt zu erklären, was ein Mitglied zu tun oder zu lassen habe, erzähl bitte von Deinen eigenen Erfahrungen und den Dingen, welche Du selbst ausprobiert hast. Erzähl was Du gemacht hast und was sich für Dich dadurch verändert hat. Teile Deine Erfahrungen, damit andere daraus lernen können. Wenn Du ein Mitglied unterstützen möchtest, dann nimm Dir bitte die Zeit Dich mit seiner Situation und seinen Möglichkeiten vertraut zu machen. So kannst Du vermeiden, dass Du ihm etwas empfiehlst, was für ihn unpassend ist und ihr beide frustriert seid, weil sich Dein Gegenüber nicht verstanden fühlt und Du Dich nicht wertgeschätzt fühlst, weil Deine Empfehlung ausgeschlagen wurde. Danke.
(Optional) Weiterführende Links zu Themen der Kommunikation
Gewaltfreie Kommunikation
Johari-Fenster
Nonverbale Kommunikation
Teufelskreis-Modell
Transaktionsanalyse - Eltern-, Kinder- und Erwachsenen-Ich
Vier-Seiten-Modell
Vom Zuhören

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Re: Bitte um und Leitfaden für eine verbindende Kommunikation

Beitrag #2 » von Kolinatan »

Liebe Mitglieder,

ich weiß, dass es oft schwierig ist, hinter der Handlung eines Menschen sein Bedürfnis zu erkennen, welches er gerade versucht sich zu erfüllen, während uns seine Handlung gerade stört und wir von dem Menschen genervt sind oder sogar wütend werden, weil eines oder mehrere unserer Bedürfnisse nicht erfüllt sind.

Oft fehlt uns eine klare Vorstellung was Bedürfnisse sind. Wir vermischen leicht die Strategie - also die jeweilige Handlung zur Erfüllung unseres Bedürfnisses - mit dem dahinter liegenden Bedürfnis. Ich möchte mit der folgenden Liste dabei betragen, dass wir uns leichter tun, unsere Bedürfnisse zu formulieren und diese von unseren Handlungen zu differenzieren.

Liebe Grüße
Kolinatan

Die folgende Liste von Bedürfnissen basiert auf der Liste aus dem Onlinekurs für Feedbackkultur-Architekt:innen von dwarfs and Giants. Die Liste steht unter der CC-Lizenz: BY-NC-SA. Ich hab die Liste angepasst, die Reihenfolge alphabetisch sortiert und englische Teile ins Deutsche übersetzt.

Frieden
In Ruhe da sein, im Einklang mit sich und anderen. Für die eigenen Bedürfnisse sorgen können, ohne Störung, Angriff oder Mangel.
  • Harmonie: Im Einklang sein mit sich selbst und anderen. Eine angenehme und ausreichend entspannte Atmosphäre erleben. Vertrauen, dass alle Spannungen, die aufkommen, gut geklärt werden können und Verbindung weiter bestehen bleibt.
  • Leichtigkeit: Es fließt, es geht leicht von der Hand, es ist mühelos, ohne besonderen Aufwand. Im Flow sein. Es "flutscht".
Physische Grundbedürfnisse
Schlafen, Essen, Trinken, Licht, Luft, Sinneseindrücke wahrnehmen, die eigene Sexualität leben, etc.
  • Bewegung: Sich so bewegen, wie es körperlich gut tut.
  • Gesundheit: Sich physisch, mental und psychisch wohl fühlen und darauf vertrauen können, dass dieses Wohlgefühl anhalten wird.
  • Körperkontakt: Berührung und Nähe spüren, am eigenen Körper und mit anderen Menschen. Körperliche Sicherheit und Entspannung spüren.
  • Ökonomische Sicherheit: Ausreichend Ressourcen haben, um nachhaltig in Würde leben zu können. Vertrauen können, dass für die eigenen physischen Bedürfnisse ausreichend gesorgt sein wird.
  • Ruhe, Erholung: Entspannung und Regeneration von Körper, Geist und Seele. Freie Zeit haben, frei von Stress und Druck. Wenig Sinneseindrücke, Gedanken schweifen lassen. Die innere Taktung herunter fahren. Zeit ohne Aufgabe.
  • Schutz, Geborgenheit: Sich sicher fühlen und auf diese Sicherheit vertrauen können. Loslassen, sich fallen lassen können.
Psychologische Sicherheit
Mich sozial ausreichend sicher fühlen, dass ich mich traue, Unsicherheiten zu zeigen oder abweichende Meinungen zu vertreten.
  • Augenhöhe, Gleichwertigkeit: Sich auf Augenhöhe begegnen. Bei allen Unterschieden die menschliche Gleichwertigkeit von mir und meinem Gegenüber erleben.
  • Ausgewogenheit: Ausgewogene und sinnvolle Verteilung von Zeit, Aufmerksamkeit, Redeanteil oder anderen Ressourcen erleben. Balance von Geben und Nehmen. Darauf vertrauen können, dass die Bedürfnisse aller Beteiligten ernst genommen und in Entscheidungen berücksichtigt werden.
  • Empathie: Verständnis und Wohlwollen erleben. Mitfühlend gehört und gesehen werden. Mit dem eigenen Erleben nicht allein sein (ohne Ratschläge, ohne "sollte"). Unterstützung dafür bekommen, wirklich zu spüren, was in einem los ist.
  • Gemeinschaft, Zugehörigkeit: Sich als Teil einer Gruppe erleben, verbunden mit anderen Menschen oder Lebewesen. Ein "Wir"-Gefühl erleben. Mich darauf verlassen können, dass ich willkommen bin und sozial einen sicheren Platz habe.
  • Liebe: Zuneigung erleben. Spüren, dass jemand mich sehr mag, dass ich jemand wichtig bin und dass mein Dasein jemand Freude macht. Warme Gefühle für andere Menschen haben und sie ausdrücken.
  • Teilhabe, einbezogen sein: Dabei sein. Beteiligt sein. Mitmachen, mitbestimmen können. Eingeladen werden.
  • Nähe, Vertrautheit: Eine tiefe persönliche Verbindung, geprägt von Vertrauen, Verständnis und Offenheit erleben. Berührbar sein. Einen Ort haben, wo ich mich mit allem zeigen kann, was mich im Inneren beschäftigt.
  • Offenheit: Offen miteinander umgehen. Einander ehrlich und ohne versteckte Motive begegnen. Akzeptanz für Unerwartetes und Andersartiges.
  • Resonanz: Gegenseitiges Mitschwingen im Denken und Fühlen. Spüren, dass es anderen Menschen ähnlich wie mir geht. Merken, dass das eigene Dasein und Verhalten auf andere Menschen eine Wirkung hat.
  • Respekt, Würdigung: Ernst genommen werden (z.B. in dem Bedürfnis nach...). Die eigenen und die Bedürfnisse anderer Menschen wichtig nehmen. Gewürdigt werden und andere würdigen.
  • Rückmeldung: Rückmeldung kriegen, wie das eigene Handeln bei anderen landet. Klarheit erhalten, ob das eigene Handeln für andere hilfreich und bereichernd ist oder nicht.
  • Rücksichtnahme: Erleben, dass die eigenen Bedürfnisse und die Bedürfnisse anderer zählen und berücksichtigt werden. Die Auswirkungen des eigenen Handelns mitdenken und in Entscheidungen einbeziehen.
  • Spiel, Spaß, Humor: Etwas einfach zum Vergnügen tun. Sich amüsieren. Freude und Leichtigkeit erleben. Miteinander lachen. Die komische oder absurde Seite von Situationen erkennen. Sich selbst manchmal nicht so ernst nehmen.
  • Unterstützung, Hilfe: Hilfsbereitschaft erleben. Jemand unterstützt einen bei dem, was man erreichen möchte.
  • Verbindung: Das Gegenüber bzw. sich selbst als Mensch spüren. In Kontakt sein mit dem, was da ist und was gerade lebendig ist. Aufeinander bezogen sein. Etwas gemeinsam erleben.
  • Verlässlichkeit: Darauf vertrauen können, dass das, was angekündigt wird, auch getan wird. Dinge passieren so, wie ich es erwarte. Vereinbarungen werden eingehalten oder verantwortungsvoll angepasst.
  • Verstehen & verstanden werden: Begreifen, warum und aus welchen guten Gründen jemand etwas tut. Erleben, dass andere das eigene Erleben und Handeln und die guten Gründe dafür nachvollziehen können.
  • Vertrauen: Sicher sein, dass einem mit Wohlwollen und Rücksichtnahme begegnet wird. Zuversicht, dass ich – egal wie es kommt – bekomme, was ich brauche und mir gut tut.
  • Wertschätzung: Erleben, dass das eigene Dasein und Verhalten für andere wertvoll ist. In meinen positiven Absichten gewürdigt werden.
  • Zusammenwirken: An einem Strang ziehen. Kooperation erleben. Auf ein gemeinsames Ziel hin arbeiten. Erleben, wie unterschiedliche Fähigkeiten, Perspektiven und Aktivitäten zusammen fließen und sich ergänzen. Gemeinsame Wirksamkeit.
Selbstentfaltung
Sich frei entfalten, eigene Potentiale entwickeln und zum Ausdruck bringen. Einer persönlichen Vision folgen.
  • Authentizität, Echtheit: Echt sein. Sich selbst so erleben und zeigen können, wie einem gerade zumute ist. Andere so erleben wie sie wirklich sind.
  • Autonomie, Freiheit: Selbstbestimmung erleben. Selbst entscheiden, was ich tue, was mir gefällt, was ich von anderen Personen annehme oder nicht. Wählen können, ob, wann, wie und warum ich etwas mache.
  • Integrität: Nach den eigenen Werten leben und handeln. Diese Übereinstimmung bei anderen erleben. Kongruenz erleben: Die Worte und das Verhalten passen zueinander.
  • Kreativität: Etwas Eigenes, Neues erschaffen. Den eigenen schöpferischen Impulsen folgen. Neue Ideen entwickeln und umsetzen.
  • Selbstausdruck: Frei und offen die eigenen inneren Impulse zum Ausdruck bringen können – in einer Form, die sich stimmig anfühlt.
  • Selbstwertschätzung: Die eigenen Bedürfnisse respektieren und ernst nehmen. Vertrauen können, dass man für andere Menschen wichtig ist. Sich auch unabhängig von Leistungen als wertvollen, liebenswerten Menschen betrachten. Tief im Inneren spüren: "Ich bin wichtig."
Sinn
Das eigene Dasein und Handeln als sinnvoll und bedeutsam erleben – für sich selbst und für andere. Eingebunden sein in ein größeres Ganzes.
  • Anregung, Inspiration: Neue Eindrücke und Impulse erleben. Mitbekommen, was es sonst noch so alles gibt.
  • Beitragen: Jemandem Freude bereiten. Etwas tun, was anderen gut tut. Das gemeinsame Leben bereichern.
  • Feiern: Innehalten, wahrnehmen und genießen, dass ich habe, was ich brauche und was mir gut tut. Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass im Moment Bedürfnisse erfüllt sind.
  • Lebendigkeit: Die eigene Energie und Kraft spüren. Mit den eigenen Gefühlen und Bedürfnissen verbunden sein. Herausforderungen zuversichtlich begegnen. Die Lebensenergie in sich selbst und anderen spüren.
  • Präsenz: Ganz anwesend und gegenwärtig sein. Offen, entspannt und ohne zu bewerten wahrnehmen, was gerade innerlich und äußerlich da ist oder geschieht.
  • Trauern, Bedauern: Verluste bewusst würdigen. Raum haben zu bedauern, wenn Bedürfnisse zu kurz kamen oder sich etwas nicht so entwickelt hat, wie ich es mir erhofft habe.
  • Zeit sinnvoll nutzen: Die eigene Zeit und Aufmerksamkeit dem widmen, was den eigenen Bedürfnissen dient bzw. was einem sinnvoll erscheint.
Wirksamkeit, Effektivität
Erleben, dass das eigene Handeln die beabsichtigte Wirkung zeigt, den gewünschten Effekt hat. Ursache für Veränderung in der eigenen Umwelt sein.
  • Abenteuer, Herausforderung: Etwas Aufregendes tun. Unbekanntes entdecken. Sich jenseits des Vertrauten bewegen. Die eigenen Grenzen testen und erweitern. Sich aus der Komfortzone heraus bewegen.
  • Ästhetik, Schönheit: Harmonie, Ausgewogenheit. Angenehme Sinneseindrücke erleben, die etwas in mir angenehm zum Schwingen bringen. Etwas wahrnehmen, was den eigenen Idealen und Wertvorstellungen entspricht.
  • Klarheit: Wissen, woran ich bin. Eindeutig erkennen, was los ist und in welchem Zusammenhang es geschieht.
  • Kompetenz, Könnerschaft: Sich als kompetent erleben. Sich auf die Wirksamkeit der eigenen Kenntnisse und Fähigkeiten sowie des eigenen Handelns verlassen können.
  • Lernen, Weiterentwicklung: Neue Fähigkeiten entwickeln. Neue Erkenntnisse sammeln. Sich mit etwas auseinandersetzen und Fortschritte erkennen.
  • Orientierung, Struktur: Eine Ordnung erkennen. Eine Übersicht haben. Sich zurechtfinden, planen können. Direkt handeln können, weil ich weiß, wo Dinge sind oder wie die Dinge laufen.
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Re: Bitte um und Leitfaden für eine verbindende Kommunikation

Beitrag #3 » von Kolinatan »

AB-Treff Codex

In diesem Beitrag geht es darum die Codex-Regeln ausführlicher zu erklären, um besser verständlich zu machen, welches Ziel mit der jeweiligen Regel verfolgt wird.

  • Denk daran, dass die anderen Mitglieder ebenso Menschen sind wir Du.
  • Bleib beim Thema und trage konstruktiv bei.
  • Erzähle von Dir und Deinen Erfahrungen.
  • Vermeide Wiederholungen, zitiere nur was für Deine Antwort relevant ist.
  • Verzichte auf abwertende Äußerungen.
  • Antworte auf das, was geschrieben wurde.
  • Nicht alles muss öffentlich gesagt werden.
Denk daran, dass die anderen Mitglieder ebenso Menschen sind wir Du.
Die Anonymität im Internet lässt schnell vergessen, dass es sich bei den anderen Forenmitgliedern ebenso um Menschen mit Gefühlen, Erfahrungen und Meinungen handelt, wie Du selbst einer bist. Bevor Du einen Beitrag abschickst, überlege Dir bitte ob Du es angemessen fändest, wenn ein Mensch Dir gegenüber sich in einem Gespräch so äußern würde und wie es Dir dabei ginge. Hast Du Zweifel, dass Dein Beitrag angemessen ist, dann schicke ihn lieber nicht ab.

Bleib beim Thema und trage konstruktiv bei.
Wenn jemand ein Thema beginnt, dann ist es ihm wichtig, auch genau darüber zu sprechen. Bitte zeige Deinen Respekt indem Du beim Thema bleibst. Prüfe bitte Deinen Beitrag ob dieser inhaltlich etwas zum Thema beiträgt, Du durch Fragen das Thema unterstützt oder Du mit Deine Schilderung das Verständnis füreinander verbesserst. Wenn Du nicht sicher bist, ob Deine Überlegungen noch zum Thema passen, beginne im Zweifel ein neues Thema und referenziere gerne auf den Beitrag, welcher Dich zu Deiner Überlegung inspiriert hat.

Erzähle von Dir und Deinen Erfahrungen.
Darüber zu spekulieren, was bei einem anderen Menschen nicht stimmen würde oder ihm ungebeten Ratschläge zu erteilen, hilft in der Regel nicht weiter. Wenn Du Erfahrungen zum Thema hast, dann schildere diese gerne. Insbesondere ist es interessant, was für Dich herausfordernd war und wie Du Dich motiviert hast bzw. Deine Ängste überwunden hast. Eine solche Schilderung hilft anderen Mitgliedern zumeist eher einzuschätzen, ob sie etwas ebenfalls ausprobieren wollen.

Vermeide Wiederholungen, zitiere nur was für Deine Antwort relevant ist.
Bitte achte beim Zitieren darauf, dass Du nur die Teile eines Beitrages zitierst, auf welche Du in Deiner Antwort eingehst. Wenn Du allgemein auf einen Beitrag antwortest, verlinke diesen bitte nur und verzichte auf Vollzitate. Denk bitte daran, dass das Thema durch knappes Zitieren besser lesbar bleibt. Mit kurzen Zitaten kann die neue Information schneller erfasst werden und man ließt nicht immer wieder die gleichen Beiträge als Zitat.

Verzichte auf abwertende Äußerungen.
Im Forum sind unterschiedliche Menschen unterwegs. Damit sich alle mit ihren jeweiligen Problemen äußern können, verzichte bitte auf abwertende Äußerungen. Respektiere die Meinung und die Erfahrung anderer Mitglieder. Du darfst gerne Deine Meinung und Erfahrung ebenso äußern, solange Du auf Abwertungen verzichtest. Alle Menschen haben ihre Lebensgeschichte und ihre Prägung erhalten, es ist nicht Deine Aufgabe darüber zu urteilen.

Antworte auf das, was geschrieben wurde.
Wenn Du einen Beitrag gelesen hast und Du Empörung oder gar Wut in Dir spürst, dann nimm Dir bitte mindestens 24h Zeit, bevor Du auf den Beitrag antwortest. Bevor Du antwortest, lies den Beitrag bitte noch mal genau durch und überlege Dir, ob dass was dort steht, wirklich die Bedeutung hat, welche Du Dir gerade vorstellst. Im Zweifel frag lieber nach, ob etwas in einer bestimmten Weise gemeint war oder ausgesagt werden sollte. Wenn Du meinst unbedingt antworten zu wollen, achte auf Deine Worte und verwende keine Vorwürfe oder Abwertung, wenn Du Deine Sichtweise schilderst.

Nicht alles muss öffentlich gesagt werden.
Manchmal ist es sinnvoller, etwas per PN zu klären. Wenn Du ein Detail wissen möchtest, welches für das Thema Off-Topic wäre, frag bitte per PN nach. Eine kritische Äußerung unter vier Augen wird oft leichter angenommen als eine vor Publikum. Wenn Du mit einem Mitglied einen Konflikt hast, kläre diesen bitte per PN und nicht in einem Thema, in welchem sich Mitglieder miteinander austauschen möchten. Falls Du Unterstützung bei bei einem Konflikt benötigst, werden Dich gerne per PN an ein Mitglied des Forenteams.

Bitte beachte bei Deinen Beiträgen diese Codex-Regeln, um zu einem konstruktiven und achtsamen Miteinander im Forum beizutragen. Vielen Dank.

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