Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

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Einsamkeit_is_doof
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Moinsen :winken:
Finnlandfreundin hat geschrieben: 17 Dez 2021 20:40
Naja, im Sommer 2019 war ich noch absoluter HC-AB. Bis auf Händchenhalten war noch nichts. Mittlerweile bezeichne ich mich als AB30+. Küssen, Petting, Sex, erste Beziehung, leider auch erste Trennung.
Womit du streng genommen eigentlich gar kein AB mehr bist! Immerhin hattest du schon eine Beziehung und auch Sex. Dass diese Beziehung nicht lange gehalten hat tut mir leid für dich.
Meines Erachtens hat mich das Hinterfragen schon weitergebracht. Zuvor waren meine Gedanken andere wie bspw "Wieso will mich kein Mann?" "Wieso haben die Männer immer so hohe Ansprüche?" ... Ich habe den Grund eher in den Männern gesehen und damit natürlich auch alle über einen Kamm geschert. Ich kann aber Andere nicht verändern, dass ich dazu passe. Ich kann nur mich verändern, dass ich dazu passe.
Es gibt sicherlich auch äußere Einflüsse, die dazu geführt haben, dass man AB ist. Aber ich denke die Hauptschuld trägt man selbst. Wenn man sich das klar macht, dann wird einem auch klar, dass man selber die Macht hat, etwas zu ändern. Und das motiviert dann, um aktiv zu werden. Gebe ich hingegen anderen die Schuld, dann werde ich nie aktiv werden und versuchen etwas zu ändern, weil ich ja dann sage: "Die Anderen sind schuld! Warum soll ich mich ändern?"

Ich denke, die Erkenntnis, dass man sich selber ändern muss ist ein wichtiger Schritt in der eigenen Entwicklung. Eine 100%ige Erfolgsgarantie ist das natürlich nicht. Aber zumindest steigert man die Wahrscheinlichkeit doch eine Freundin bzw. einen Freund zu finden. Ändert man nichts und wird nicht aktiv, dann wird sich nie etwas ändern! :fessel:
Wie du schon richtig geschrieben hast: Man kann nur sich selber ändern, die anderen Menschen kann man nicht ändern.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Obelix »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 18 Dez 2021 08:55
Finnlandfreundin hat geschrieben: 17 Dez 2021 20:40 Naja, im Sommer 2019 war ich noch absoluter HC-AB. Bis auf Händchenhalten war noch nichts. Mittlerweile bezeichne ich mich als AB30+. Küssen, Petting, Sex, erste Beziehung, leider auch erste Trennung.
Womit du streng genommen eigentlich gar kein AB mehr bist! Immerhin hattest du schon eine Beziehung und auch Sex.
Genau dafür haben wir hier im Forum die Kategorie "Softcore-AB". Mit einer ersten (Kurz-) Beziehung sind eben noch lange nicht alle Sorgen von Tisch.

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 18 Dez 2021 08:55
Meines Erachtens hat mich das Hinterfragen schon weitergebracht. Zuvor waren meine Gedanken andere wie bspw "Wieso will mich kein Mann?" "Wieso haben die Männer immer so hohe Ansprüche?" ... Ich habe den Grund eher in den Männern gesehen und damit natürlich auch alle über einen Kamm geschert. Ich kann aber Andere nicht verändern, dass ich dazu passe. Ich kann nur mich verändern, dass ich dazu passe.
Es gibt sicherlich auch äußere Einflüsse, die dazu geführt haben, dass man AB ist. Aber ich denke die Hauptschuld trägt man selbst. Wenn man sich das klar macht, dann wird einem auch klar, dass man selber die Macht hat, etwas zu ändern. Und das motiviert dann, um aktiv zu werden. Gebe ich hingegen anderen die Schuld, dann werde ich nie aktiv werden und versuchen etwas zu ändern, weil ich ja dann sage: "Die Anderen sind schuld! Warum soll ich mich ändern?"
And dieser Stelle habe ich ein großes Problem mit dem Begriff "Schuld". Auch wenn es vielleicht nicht immer so gemeint ist, scheint mit diesem Wort immer eine moralische Abwertung mit. Und die wir für so manchen AB zu einem zusätzlichen Problem.
Wir du richtig schreibst, steckt die eigentliche Ursache für unser AB-Sein nicht in und selbst sondern meist in unserem Umfeld in der Kindheit. Was auch immer es in einzelnen ist - mit der Zeit haben wir uns ein Verhalten angewöhnt, mit dem wir die Kindheit überstehen konnten, aber das uns gleichzeitig daran gehindert hat, eine Beziehung zu finden und einzugehen.
Inzwischen sind wir erwachsen und haben es damit selbst in der Hand, wir wir uns weiter entwickeln. Im Gegensatz zu den meisten Menschen, denen das knüpfen von Beziehungen leicht fällt, tragen wir aber immer noch unsere alten Gewohnheiten mit uns herum. Und das Umlernen von solchen Gewohnheiten ist ein langer und schwieriger Prozess. Manche haben die Kraft und die Geduld, sich hier heraus zu arbeiten, andere haben sie nicht. Manche finden mit der Hilfe von anderen Menschen (Freunde, Familie, Coaches, Therapeuten) heraus, andere nicht. Ist es dann wirklich gerechtfertigt, hier von einer "Schuld" zu sprechen?

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 18 Dez 2021 08:55Ich denke, die Erkenntnis, dass man sich selber ändern muss ist ein wichtiger Schritt in der eigenen Entwicklung. Eine 100%ige Erfolgsgarantie ist das natürlich nicht. Aber zumindest steigert man die Wahrscheinlichkeit doch eine Freundin bzw. einen Freund zu finden. Ändert man nichts und wird nicht aktiv, dann wird sich nie etwas ändern! :fessel:
Wie du schon richtig geschrieben hast: Man kann nur sich selber ändern, die anderen Menschen kann man nicht ändern.
+1
Es gibt durchaus äußere Faktoren, die mir helfen können, eine Beziehung zu finden, genauso wie es andere gibt, die dem im Wege stehen. Aber solange ich selbst nichts mache, wird sich an meiner Situation nichts ändern.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Menelaos hat geschrieben: 16 Dez 2021 22:34 A) Das kann schon sein, aber ich kenne auch den Typ Mensch der sich selbst in so einem thematisch vertrauten Umfeld kaum einzubringen versteht, und bei dem auch Versuche anderer ihn einzubinden meist vergeblich sind.
B) Ich würde auch behaupten, dass ein offener (an seinem Gegenüber interessierter) Mensch selbst dann noch Anschluss an die Unterhaltung findet, wenn er von der Thematik gar nicht so viel Ahnung hat, einfach weil er dann wohl interessierte Fragen eben zu dem Thema stellen würde. Manche Menschen können das einfach besser als andere.
A) Kann schon sein. Es „gibt auch“ Menschen mit sozialen Phobien. Willst du denen das per „will halt nicht offen sein“ zum Vorwurf machen? Oder wir müssen doch genauer hinschauen statt aus anekdotischen Einzelfällen global anzuleiten.
B) Genauso könnte man sagen: ein „offener“ Mensch wird auch nie gemobbt oder ähnlich ausgegrenzt, weil er ja in der Lage war ein positives Verhältnis zu seinem Umfeld aufzubauen – alle anderen: selber schuld. Das schließt nicht aus, dass jemand selbst Schuld ist, aber dieses Schwurbellabel „Offenheit“ dient nur dazu die dahinter liegenden Ursachen zu verschleiern und dem so Belabelten eine mangels eigenen Inhalts nicht wegargumentierbare Arschkarte zuzuschustern.
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 17 Dez 2021 07:43 So verkehrt finde ich den Vergleich mit dem Stromausfall gar nicht.
Stromausfall finde ich schon sehr unpassend. Beim Stromausfall habe ich einen Vertrag als zahlender Kunde gegen einen bekannten einzelnen verantwortlichen Anbieter.

ABsein wäre her wenn das im Internet irgendwo grau geschossene neue Elektroauto nach Anliegerung am ersten Tag dann nichts tut. Da sind dann verschiedenste Ursachen möglich und so genau dann eben auch keiner haftbar zu machen.
Klar wird das Elektroauto nicht von alleine wieder fahren, aber das Strombeispiel suggeriert da eine klare und verbindliche Verantwortung eines dritten dazu mit klarem wie nominell trivialen Eigenbeitrag zur Lösung.
inVinoVeritas hat geschrieben: 17 Dez 2021 07:47
NBUC hat geschrieben: 16 Dez 2021 20:13 [...]
NBUC mir scheint dass du den Drang dazu hast, dich als "Anwalt" dieser Menschen anzusehen, der versucht jedwedes beobachtetes Verhalten zu verteidigen und zu erklären.
...
Ja, zumindest tendenziell. Ich verteidig enicht jedwedes Verhalten, sondern ich verteidige gegen den mit der Aussage „müsstest ja nur offen sein“ einseitigen und pauschalen Schuldvorwurf.
Und der Versuch zu erklären speist sich aus dem Versuch das eben differenzierter zu erklären und damit eben auch die Problemzone entsprechend zu verstehen lernen und so ggf eine mögliche Verbesserung anstoßen zu können.
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 17 Dez 2021 08:11 Stimmt. Aber auch hier habe ich nun die Möglichkeit meine eigene Reaktion zu beeinflussen.
Das liegt aber meinem Empfinden eher auf der Linie: Du bekommst keine(n) Freund(in), legt die Hund oder Katze zu.
Nevin hat geschrieben: 17 Dez 2021 15:03
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 17 Dez 2021 07:43 Und so ist es mit allem im Leben. Ich muss selbst aktiv werden.
Das ist für mich nicht logisch. Wenn du sagst, dass du immer der aktive Part sein musst, um was zu erreichen, dann heisst das doch, dass es auch einen passiven Part gibt bei der Sache. Also beim Ansprechen zB ist einer der, der anspricht und der/die andere, der angesprochen wird. Warum musst du denn immer der aktive Part sein? Warum nicht auch einmal der passive? Warum hat ein AB eigentlich nicht das "Recht", sich auch einmal zurückzulehnen und zu warten, dass andere einen Schritt auf ihn zu machen? Die Frage stelle ich mir oft und ich muss sagen, dass ich es schon lange nicht mehr einsehe, dass immer ich derjenige bin, der alles startet und der/die andere lässt sich das dann schön "gefallen" und lässt mich mal machen. Ne! Sorry aber da hab ich einfach auch meinen Stolz. Ich bin ja schon sehr aktiv und auch in meinen Freundschaften geht das meiste von mir aus, war schon immer so. Aber die anderen dürfen bzw. sollen auch mal. Von der Floskel "wenn du nicht aktiv wirst ..." distanziere ich mich daher, denn viele andere gehen auch durchs Leben, ohne dass sie immer der aktive Part sind. Und das beanspruche ich auch für mich.
Ich denke dieser Unterschied kommt aus der unterschiedlichen Erwartungshaltung und damit "sozialen Wertzuweisung", welche den Beteiligten auf den ersten Eindruck zugewiesen wird. Wer da "interessant" ist, bekommt Aufmerksamkeit, wer da unten steht weniger bzw. der "stört" dann ggf gar, wenn er versucht Interesse zu ziehen.
Man stelle sich jetzt als plakatives „Extrem“, mal jeweils eine sonst gleich interessierte wie ahnungslose Frau einmal in hübsch und einmal in hässlich in einem Baumarkt vor, die in eine Männerrunde reinfragt, wie denn so ein Bandschleifer funktionieren soll.
Hoppala hat geschrieben: 16 Dez 2021 23:04 Du fantasierst. :
Nein, du demonstrierst hier noch einmal, dass du nicht einen Hauch Interesse zu einem konstruktiven, helfenden Beitrag hier hast, sondern alleine per inhaltslosem namedropping darauf abzielst dir auf Kosten anderer hier dein Ego zu polieren.
Zu einem Tipp gehören auch die dafür notwendigen Ausführungen und wenn du dann ausnahmsweise doch mal als schon für dich außergewöhnlich gute Minimalleistung auf wikipedia verlinkst, ist dann damit aber nichts zu tun haben wollen schon schwer erbärmlich.
Alles was du in diesem Forum beizutragen hast sind herablassende Andeutungen wie blöd die Leute mit Problemen hier sind ohne etwas Sachliches selbst beizutragen.
Zuletzt geändert von NBUC am 18 Dez 2021 11:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Obelix hat geschrieben: 18 Dez 2021 11:26 And dieser Stelle habe ich ein großes Problem mit dem Begriff "Schuld". Auch wenn es vielleicht nicht immer so gemeint ist, scheint mit diesem Wort immer eine moralische Abwertung mit. Und die wir für so manchen AB zu einem zusätzlichen Problem.
Wir du richtig schreibst, steckt die eigentliche Ursache für unser AB-Sein nicht in und selbst sondern meist in unserem Umfeld in der Kindheit. Was auch immer es in einzelnen ist - mit der Zeit haben wir uns ein Verhalten angewöhnt, mit dem wir die Kindheit überstehen konnten, aber das uns gleichzeitig daran gehindert hat, eine Beziehung zu finden und einzugehen.
Inzwischen sind wir erwachsen und haben es damit selbst in der Hand, wir wir uns weiter entwickeln. Im Gegensatz zu den meisten Menschen, denen das knüpfen von Beziehungen leicht fällt, tragen wir aber immer noch unsere alten Gewohnheiten mit uns herum. Und das Umlernen von solchen Gewohnheiten ist ein langer und schwieriger Prozess. Manche haben die Kraft und die Geduld, sich hier heraus zu arbeiten, andere haben sie nicht. Manche finden mit der Hilfe von anderen Menschen (Freunde, Familie, Coaches, Therapeuten) heraus, andere nicht. Ist es dann wirklich gerechtfertigt, hier von einer "Schuld" zu sprechen?
Ja, die Ursachen sind in einem selbst bzw. in dem eigenen Umfeld/der eigenen Geschichte zu suchen. Und daran kann/muss man auch selber arbeiten, um etwas zu ändern. Aber das ist alles andere als leicht und vor allem auch alles andere als in seinem Weg klar.
Mit solchen Sachen wie den diversen Schuld-Linien, inkl., "Sei einfach offen", wird aber die Suche nach diesem Weg aktiv torpediert und die Selbsthilfegesuche auf "du willst doch gar nicht, andere können das doch auch" reduziert und schwupst ist von den praktischen Problemen keine Rede mehr, sondern es geht darum, wie grundlegend blöd der Hilfesuchende ist! Ok, meist hat man ja auch noch tatsächlich das eine oder andere Defizit oder Denkblockade, aber zu dessen Behebung wird ein pauschales, du bist halt blöd/blind/feindlich in der einen oder anderen Form sicher nichts beitragen.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Hallo :winken:
Obelix hat geschrieben: 18 Dez 2021 11:26
And dieser Stelle habe ich ein großes Problem mit dem Begriff "Schuld". Auch wenn es vielleicht nicht immer so gemeint ist, scheint mit diesem Wort immer eine moralische Abwertung mit.
Inzwischen sind wir erwachsen und haben es damit selbst in der Hand, wir wir uns weiter entwickeln. Im Gegensatz zu den meisten Menschen, denen das knüpfen von Beziehungen leicht fällt, tragen wir aber immer noch unsere alten Gewohnheiten mit uns herum. Und das Umlernen von solchen Gewohnheiten ist ein langer und schwieriger Prozess. Manche haben die Kraft und die Geduld, sich hier heraus zu arbeiten, andere haben sie nicht. Manche finden mit der Hilfe von anderen Menschen (Freunde, Familie, Coaches, Therapeuten) heraus, andere nicht. Ist es dann wirklich gerechtfertigt, hier von einer "Schuld" zu sprechen?
Ok, dann nennen wir es eben nicht Schuld sondern Verantwortung. Ich selbst habe die Verantwortung, was ich aus meinem Leben mache, wie ich mit den Umständen umgehe. Einfaches Beispiel: Ein grauer Tag, es regnet. Wie gehe ich damit um? Man kann sich jetzt hinsetzen und Trübsal blasen. "Ne, wat is dat e widerlich Wedder!"Wird die Laune dadurch besser? Nein. Ich kann aber auch sagen: "Yeah, das ist ja richtig gemütlich. Ich mache mir jetzt eine Tasse Kakao, kuschel mich auf die Couch und gucke meinen Lieblingsfilm."

NBUC hat geschrieben: 18 Dez 2021 11:40
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 17 Dez 2021 07:43 So verkehrt finde ich den Vergleich mit dem Stromausfall gar nicht.
Stromausfall finde ich schon sehr unpassend. Beim Stromausfall habe ich einen Vertrag als zahlender Kunde gegen einen bekannten einzelnen verantwortlichen Anbieter.

ABsein wäre her wenn das im Internet irgendwo grau geschossene neue Elektroauto nach Anliegerung am ersten Tag dann nichts tut. Da sind dann verschiedenste Ursachen möglich und so genau dann eben auch keiner haftbar zu machen.
Klar wird das Elektroauto nicht von alleine wieder fahren, aber das Strombeispiel suggeriert da eine klare und verbindliche Verantwortung eines dritten dazu mit klarem wie nominell trivialen Eigenbeitrag zur Lösung.
Aber der Stromanbieter ist nur dann verantwortlich, wenn die Störung nicht bei dir liegt. Liegt aber ein Defekt in deinem Sicherungskasten oder in einem deiner Geräte vor, der dafür sorgt, dass die Sicherung immer wieder rausfliegt, dann kann der Stromversorger nichts dafür. Dann musst du dich darum kümmern, dass der Defekt behoben wird.

Und so ist es beim AB-tum auch. Wenn ich mich traue, eine Frau anzusprechen oder online anzuschreiben, dann werde ich aktiv und mein Gegenüber, also die Frau, muss irgendwie reagieren. Selbst wenn sie mir dann einen Korb gibt, kann ich immer noch sagen, dass ich es versucht habe. Unterbleiben aber diese Versuche, dann finde ich es falsch die Schuld, bzw. die Verantwortung, an "die Frauen" abzuwälzen.
Um nochmal auf die Stromsache zurück zu kommen: Nehmen wir an, der Defekt liegt bei mir. Dann liegt es doch in meiner Verantwortung diesen Defekt beheben zu lassen. Wenn ich das nicht tue, dann bleibt der Strom weg. Dafür kann ich aber dann nicht den Stromanbieter verantwortlich machen! :dont:
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Menelaos »

NBUC hat geschrieben: 18 Dez 2021 11:40
Menelaos hat geschrieben: 16 Dez 2021 22:34 A) Das kann schon sein, aber ich kenne auch den Typ Mensch der sich selbst in so einem thematisch vertrauten Umfeld kaum einzubringen versteht, und bei dem auch Versuche anderer ihn einzubinden meist vergeblich sind.
B) Ich würde auch behaupten, dass ein offener (an seinem Gegenüber interessierter) Mensch selbst dann noch Anschluss an die Unterhaltung findet, wenn er von der Thematik gar nicht so viel Ahnung hat, einfach weil er dann wohl interessierte Fragen eben zu dem Thema stellen würde. Manche Menschen können das einfach besser als andere.
A) Kann schon sein. Es „gibt auch“ Menschen mit sozialen Phobien. Willst du denen das per „will halt nicht offen sein“ zum Vorwurf machen? Oder wir müssen doch genauer hinschauen statt aus anekdotischen Einzelfällen global anzuleiten.
B) Genauso könnte man sagen: ein „offener“ Mensch wird auch nie gemobbt oder ähnlich ausgegrenzt, weil er ja in der Lage war ein positives Verhältnis zu seinem Umfeld aufzubauen – alle anderen: selber schuld. Das schließt nicht aus, dass jemand selbst Schuld ist, aber dieses Schwurbellabel „Offenheit“ dient nur dazu die dahinter liegenden Ursachen zu verschleiern und dem so Belabelten eine mangels eigenen Inhalts nicht wegargumentierbare Arschkarte zuzuschustern.
Fühlst du dich wohler wenn ich dir - ganz ohne Schwurbelei - sage, dass ich die Schuld an deiner Lage zu 99,99% bei dir selbst sehe, und dass sich all meine Gedankengänge und Ratschläge schon lange nicht mehr an dich richten, weil ich - anders als bei nahezu jedem anderen User - bei dir praktisch gar keine Chance auf eine Beziehung, oder auch nur freiwilligen Sex sehe?

Ist dir diese unverblümte Offenheit lieber, oder bevorzugst du es wenn ich dich weiterhin ignoriere?
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Reinhard »

Menelaos hat geschrieben: 18 Dez 2021 12:35 Fühlst du dich wohler wenn ich dir - ganz ohne Schwurbelei - sage, dass ich die Schuld an deiner Lage zu 99,99% bei dir selbst sehe, und dass sich all meine Gedankengänge und Ratschläge schon lange nicht mehr an dich richten, weil ich - anders als bei nahezu jedem anderen User - bei dir praktisch gar keine Chance auf eine Beziehung, oder auch nur freiwilligen Sex sehe?

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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 18 Dez 2021 12:18 Aber der Stromanbieter ist nur dann verantwortlich, wenn die Störung nicht bei dir liegt. Liegt aber ein Defekt in deinem Sicherungskasten oder in einem deiner Geräte vor, der dafür sorgt, dass die Sicherung immer wieder rausfliegt, dann kann der Stromversorger nichts dafür. Dann musst du dich darum kümmern, dass der Defekt behoben wird.

Und so ist es beim AB-tum auch. Wenn ich mich traue, eine Frau anzusprechen oder online anzuschreiben, dann werde ich aktiv und mein Gegenüber, also die Frau, muss irgendwie reagieren. Selbst wenn sie mir dann einen Korb gibt, kann ich immer noch sagen, dass ich es versucht habe. Unterbleiben aber diese Versuche, dann finde ich es falsch die Schuld, bzw. die Verantwortung, an "die Frauen" abzuwälzen.
Um nochmal auf die Stromsache zurück zu kommen: Nehmen wir an, der Defekt liegt bei mir. Dann liegt es doch in meiner Verantwortung diesen Defekt beheben zu lassen. Wenn ich das nicht tue, dann bleibt der Strom weg. Dafür kann ich aber dann nicht den Stromanbieter verantwortlich machen! :dont:
Ja, aber der Unterschied ist da dem Betroffenen eben Hinwiese zu geben, wo es dran liegen kann, damit er eine Idee bekommt, woran es liegen könnte und damit die Chance erhöht die passende Aktivität einzuleiten.

Nur zu sagen: Mach halt etwas oder in einem Umfeld ohne Qualifikationsstandards und ohne Ahnung, wo der Fehler tatsächlich liegt zu sagen "Frag halt einen Fachmann" greift halt zu kurz.

Natürlich kann jemand am Telefon keine individuelle Musterlösung abliefern, wenn der Grund nicht sehr offensichtlich ist.
Aber Hilfe ist dann eben mit passenden Fragen da das Problem einzugrenzen und dann aus der Position des Beratenen auch umsetzbare Vorschläge zu machen.
Nur "Werd doch einfach mal aktiv" hingegen hat keinen Hilfswert.
Dabei kann auch herauskommen, dass aus der Ferne keine hilfreiche Antwort mehr erkennbar bleibt.
Menelaos hat geschrieben: 18 Dez 2021 12:35 Ist dir diese unverblümte Offenheit lieber, oder bevorzugst du es wenn ich dich weiterhin ignoriere?
Ich halte dich auf jeglicher Ebene für disqualifiziert.

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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 18 Dez 2021 08:55 Moinsen :winken:
Finnlandfreundin hat geschrieben: 17 Dez 2021 20:40
Naja, im Sommer 2019 war ich noch absoluter HC-AB. Bis auf Händchenhalten war noch nichts. Mittlerweile bezeichne ich mich als AB30+. Küssen, Petting, Sex, erste Beziehung, leider auch erste Trennung.
Womit du streng genommen eigentlich gar kein AB mehr bist! Immerhin hattest du schon eine Beziehung und auch Sex. Dass diese Beziehung nicht lange gehalten hat tut mir leid für dich.
Wäre ich kein AB mehr, müsste ich problemlos sexuelle Kontakte bzw eine Beziehung eingehen können. So ist das aber nicht. Meine Hemmungen sind immernoch da und Dating funktioniert immernoch nicht.
Es gibt ja auch (vorallem) Männer, die für Sex zu einer Professionellen gehen und sich dennoch als AB bezeichnen.
Für mich war der Part Sex zu haben selbst in der Beziehung schwierig in der Umsetzung. Da war es für mich einfacher eine emotionale Bindung aufzubauen.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Obelix hat geschrieben: 18 Dez 2021 11:26
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 18 Dez 2021 08:55
Finnlandfreundin hat geschrieben: 17 Dez 2021 20:40 Naja, im Sommer 2019 war ich noch absoluter HC-AB. Bis auf Händchenhalten war noch nichts. Mittlerweile bezeichne ich mich als AB30+. Küssen, Petting, Sex, erste Beziehung, leider auch erste Trennung.
Womit du streng genommen eigentlich gar kein AB mehr bist! Immerhin hattest du schon eine Beziehung und auch Sex.
Genau dafür haben wir hier im Forum die Kategorie "Softcore-AB". Mit einer ersten (Kurz-) Beziehung sind eben noch lange nicht alle Sorgen von Tisch.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

alex321 hat geschrieben: 17 Dez 2021 23:09
Finnlandfreundin hat geschrieben: 17 Dez 2021 20:40 Zuvor waren meine Gedanken andere wie bspw "Wieso will mich kein Mann?" "Wieso haben die Männer immer so hohe Ansprüche?" ... Ich habe den Grund eher in den Männern gesehen und damit natürlich auch alle über einen Kamm geschert.
:o

Ich denke so über Frauen momentan. Die Logik sagt mir es ist nicht wirklich so, aber wenn man von jeder Frau die man attraktiv findet einen Korb bekommt fängt man fast zwangsweise an so zu denken. Das ist wohl auch der Hauptgrund warum ich keine Lust auf Partnersuche habe ... Ich habe nicht die Energie Hunderte Körbe/Enttäuschungen wegzustecken bis ich vielleicht irgendwann mal Erfolg habe.
Manche Ansprüche bekommt man von zu Hause mit. In meiner Familie gibt es bspw nur Akademiker. Deshalb suchte ich immer einen Mann, der auch Akademiker ist.
Andere Ansprüche setzt man sich selbst. Ich stehe nunmal auf Männer, die durchtrainiert sind, blonde Haare und blaue Augen haben. Solche Männer finde ich sehr attraktiv.

Wenn solche Männer mich nicht wollen, habe ich nur die Möglichkeit entweder weiterhin mich nur für solche Männer zu interessieren oder zu schauen, ob nicht ein Mann, der zwar optisch nicht dem entspricht, aber charakterlich ein toller Mensch ist und wir harmonieren, auch passen könnte.
Nie wurde in meiner Familie der Anspruch gestellt, dass unsere Partner Akademiker sein sollten. Der Freund meiner Schwester ist es bspw nicht. Das war nie ein Problem.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Finnlandfreundin »

Strange Lady hat geschrieben: 17 Dez 2021 21:51
Finnlandfreundin hat geschrieben: 17 Dez 2021 20:40
Volta hat geschrieben: 16 Dez 2021 21:00

Und das bringt dich weiter?
Naja, im Sommer 2019 war ich noch absoluter HC-AB. Bis auf Händchenhalten war noch nichts. Mittlerweile bezeichne ich mich als AB30+. Küssen, Petting, Sex, erste Beziehung, leider auch erste Trennung.
Meines Erachtens hat mich das Hinterfragen schon weitergebracht. Zuvor waren meine Gedanken andere wie bspw "Wieso will mich kein Mann?" "Wieso haben die Männer immer so hohe Ansprüche?" ... Ich habe den Grund eher in den Männern gesehen und damit natürlich auch alle über einen Kamm geschert. Ich kann aber Andere nicht verändern, dass ich dazu passe. Ich kann nur mich verändern, dass ich dazu passe.

Ich weiß nicht, ob Selbstkritik unbedingt alle weiterbringt.

Ich weiß seit Jahrzehnten schon, dass es an mir liegt. Habe viel Therapie gemacht, veråndere mich auch.
Aber dennoch geht's keinen Schritt weiter.
Dann bist du doch schon einen Schritt weiter. Seine Erfolge sollte man sich auch vor Augen führen.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Menelaos »

NBUC hat geschrieben: 18 Dez 2021 13:07
Menelaos hat geschrieben: 18 Dez 2021 12:35 Ist dir diese unverblümte Offenheit lieber, oder bevorzugst du es wenn ich dich weiterhin ignoriere?
Ich halte dich auf jeglicher Ebene für disqualifiziert.

Aber es hilft ggf Dritten, wenn deine Ergüsse nicht unkommentiert bleiben.
Tja da unterscheiden wir uns. Ich halte 95% deiner Beiträge für blödsinnig, denke aber auch, dass du keinerlei Hilfe dabei brauchst die Leute vom Unsinn deiner Meinung zu überzeugen.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Menelaos »

Finnlandfreundin hat geschrieben: 18 Dez 2021 16:37 Manche Ansprüche bekommt man von zu Hause mit. In meiner Familie gibt es bspw nur Akademiker. Deshalb suchte ich immer einen Mann, der auch Akademiker ist.
Andere Ansprüche setzt man sich selbst. Ich stehe nunmal auf Männer, die durchtrainiert sind, blonde Haare und blaue Augen haben. Solche Männer finde ich sehr attraktiv.

Wenn solche Männer mich nicht wollen, habe ich nur die Möglichkeit entweder weiterhin mich nur für solche Männer zu interessieren oder zu schauen, ob nicht ein Mann, der zwar optisch nicht dem entspricht, aber charakterlich ein toller Mensch ist und wir harmonieren, auch passen könnte.
Nie wurde in meiner Familie der Anspruch gestellt, dass unsere Partner Akademiker sein sollten. Der Freund meiner Schwester ist es bspw nicht. Das war nie ein Problem.
Ich glaube auch nicht, dass man versuchen sollte die eigenen Ansprüche zu ändern, denn das dürfte schlichtweg nicht funktionieren, die hängen irgendwo im Unterbewusstsein, und ignorieren schlichtweg was dein bewusster Verstand zu den Erfolgsaussichten sagt. Aber auf der anderen Seite hilft es womöglich in sich zu gehen, und zu erforschen was die Ursache für diese Ansprüche ist, und was man von dieser Ursache hält.
Du machst das beim Punkt "Akademiker" ja schon. Meine Frage wäre jetzt, ob du lediglich die Tatsache zur Kenntnis genommen hast, oder ob du tiefer gegangen bist? Akademiker, okay, warum assoziierst du das mit deiner Familie, und warum ist es dir wohl unbewusst wichtig, dass dein Partner dem entspricht/in der Hinsicht zu deiner Familie passt?
Und natürlich muss man sich auch immer fragen, ob man nicht eine Art von Beziehungsangst mit sich herum schleppt, und womöglich deshalb unbewusst so hohe Ansprüche stellt, damit man nicht Gefahr läuft, dass jemand sie erfüllen, und das Interesse auch noch erwidern könnte.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Hoppala »

NBUC hat geschrieben: 18 Dez 2021 11:40 Ja, zumindest tendenziell. Ich verteidig enicht jedwedes Verhalten, sondern ich verteidige gegen den mit der Aussage „müsstest ja nur offen sein“ einseitigen und pauschalen Schuldvorwurf.
Dass du darin in schöner Regelmäßigkeit einen "Schuldvorwurf" siehst, sagt m. E. ne Menge über deine persönlichen Verletzungen und Komplexe aus, die (unter anderem, leider) dir den näheren Kontakt und damit auch Beziehung massiv erschweren.
NBUC hat geschrieben: 18 Dez 2021 11:40
Hoppala hat geschrieben: 16 Dez 2021 23:04 Du fantasierst. :
Nein, du demonstrierst hier noch einmal, dass du nicht einen Hauch Interesse zu einem konstruktiven, helfenden Beitrag hier hast, sondern alleine per inhaltslosem namedropping darauf abzielst dir auf Kosten anderer hier dein Ego zu polieren.
Okay, "fantasieren" ist eine zugespitzte und möglicherweise übergriffige Wortwahl.
Die Langfassung hast du von mir aber schon des öfteren in diversen Variationen zu lesen bekommen. Und drauf geantwortet, so dass ich annehme, du hast sie zumindest zur Kenntnis genommen.
Deine Sichtweise ist nur nachvollziehbar, wenn man bekannte, relevante Realitäten ausblendet, und sich außerdem ein paar neue Aspekte als wesentlich dazu erfindet.
Das schließt deine polemisch-aggressiven Abwertungsversuche ein.
Im Endeffekt widersetzt du dich jedem konstruktiven Gespräch, das dich über deine kurzschlüssigen Sackgassenideen hinaus führen könnte. Ich beobachte, dass du regelmäßig sowohl am Ende der Sackgasse als auch bei den vorgeschlagenen Ausgängen aggressiv wirst. Und dabei ist völlig egal, wer dich dahin führt.
NBUC hat geschrieben: 18 Dez 2021 11:40 wenn du dann ausnahmsweise doch mal als schon für dich außergewöhnlich gute Minimalleistung auf wikipedia verlinkst, ist dann damit aber nichts zu tun haben wollen schon schwer erbärmlich.
Das von mir fett gestellte kann ich jetzt, nach 5maligem ausdrücklichen Hinweis (darunter auch speziell an dich gerichtet) auf meine Absicht beim Verlinken der Wikiseite, nur noch als schlichte, direkte Lüge sehen, die du brauchst, um noch ne abwertende Aggression abzusondern.
Das ist ein neuer Tiefpunkt deines Verhaltens hier.
Stünden wir uns gegenüber, gäbe es jetzt von mir eine sehr klare Bezeichnung für dich, die im Wesentlichen den Gedanken ausdrückt: "dann geh halt allein zu Grunde." Ab diesem Punkt machst du deine Unterstellungen selbst wahr: Ab jetzt bist du wirklich selbst schuld. Herzlichen Glückwunsch.
NBUC hat geschrieben: 18 Dez 2021 11:40 Alles was du in diesem Forum beizutragen hast sind herablassende Andeutungen wie blöd die Leute mit Problemen hier sind ohne etwas Sachliches selbst beizutragen.
Was trägst du denn bei? Wem hier hast du mit deinen Ausführungen in irgendeiner Form bei einem sozial-emotionalen Problem einen hilfreichen Ansatzpunkt gegeben?
Du spielst dich auf. Deine Erfahrung, aus der du dein "Wissen" beziehst, besteht ausschließlich aus "so wird das nix". Und das scheint dir bedeutsamer als die Möglichkeit, dass es mal anders werden könnte.
NBUC hat geschrieben: 18 Dez 2021 13:07 Ja, aber der Unterschied ist da dem Betroffenen eben Hinwiese zu geben, wo es dran liegen kann, damit er eine Idee bekommt, woran es liegen könnte und damit die Chance erhöht die passende Aktivität einzuleiten.
Als ob das hier nicht fortwährend gemacht würde ...
NBUC hat geschrieben: 18 Dez 2021 13:07 Dabei kann auch herauskommen, dass aus der Ferne keine hilfreiche Antwort mehr erkennbar bleibt.
Was dir schon von mehreren Seiten hier im Forum seit Jahren mitgeteilt wurde. Inklusive ausführlichen Hinweisen, wie du "real" weiterkommen könntest.
Was du denjenigen aber auch wieder ankreidest ...
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

Seid gegrüßt :winken:
NBUC hat geschrieben: 18 Dez 2021 13:07
Ja, aber der Unterschied ist da dem Betroffenen eben Hinwiese zu geben, wo es dran liegen kann, damit er eine Idee bekommt, woran es liegen könnte und damit die Chance erhöht die passende Aktivität einzuleiten.

Nur zu sagen: Mach halt etwas oder in einem Umfeld ohne Qualifikationsstandards und ohne Ahnung, wo der Fehler tatsächlich liegt zu sagen "Frag halt einen Fachmann" greift halt zu kurz.

Nur "Werd doch einfach mal aktiv" hingegen hat keinen Hilfswert.
Aber wenn ich nicht aktiv werde, wird sich nie etwas ändern! :dont: Wie dieses aktiv werden aussieht, dass muss natürlich erstmal ergründet werden und ist sicherlich auch individuell. Da gibt es sehr viele Möglichkeiten. Sei es einem Verein beizutreten, Frauen auf der Strasse ansprechen, sich mit Freunden austauschen, einen Flirtcoach zu rate ziehen, eine Therapie machen, Bücher zum Thema Selbstentwicklung lesen oder, oder, oder. Es gibt unzählige Wege aktiv zu werden. Welcher für einen persönlich der richtige Weg ist, das muss jeder für sich entscheiden. Evtl. muss man auch verschiedene Dinge ausprobieren. Ich kann nur aus Erfahrung eines sagen: Wenn man gar nicht aktiv wird, dann wird sich nie etwas ändern. Es wird niemals an der Tür klingeln und da steht dann die Traumfrau und bittet um Einlass. :dont:
Finnlandfreundin hat geschrieben: 18 Dez 2021 16:27
Wäre ich kein AB mehr, müsste ich problemlos sexuelle Kontakte bzw eine Beziehung eingehen können. So ist das aber nicht. Meine Hemmungen sind immernoch da und Dating funktioniert immernoch nicht.
Es gibt ja auch (vorallem) Männer, die für Sex zu einer Professionellen gehen und sich dennoch als AB bezeichnen.
Für mich war der Part Sex zu haben selbst in der Beziehung schwierig in der Umsetzung. Da war es für mich einfacher eine emotionale Bindung aufzubauen.
Also für mich persönlich ist ein AB jemand, der noch nie in irgendeiner Form Kontakt mit dem anderen Geschlecht hatte. Wenn jemand wie du schon Sex und sogar eine Beziehung (wenn auch nur eine kurze) hatte, dann bist du ja schon einen Schritt weiter, wie die meisten hier im Forum.
Allerdings war ich auch immer der Überzeugung, dass, wenn man diesen Schritt einmal geschafft hat, der Knoten geplatzt wäre und man sich dann leichter tut mit dem anderen Geschlecht. Dass es bei dir nicht so ist, tut mir leid. :umarmung2:
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Hoppala hat geschrieben: 19 Dez 2021 11:01 Dass du darin in schöner Regelmäßigkeit einen "Schuldvorwurf" siehst, sagt m. E. ne Menge über deine persönlichen Verletzungen und Komplexe aus, die (unter anderem, leider) dir den näheren Kontakt und damit auch Beziehung massiv erschweren.
Und dass du mit Regelmäßigkeit NICHTS zur Sache beiträgst und dann mit wilden Spekulationen über die persönlichen Belange des anderen Diskutanten ablenkst, sagt entsprechend über dich aus.
Hoppala hat geschrieben: 19 Dez 2021 11:01 Im Endeffekt widersetzt du dich jedem konstruktiven Gespräch,.
Du bist och offenkundig zu einem konstruktiven Gespräch gar nicht in der Lage. Da kann man sich dem gar nicht widersetzen. Da ist nichts. Das wikipedia-Beispiel als noch dem am nahesten kommend zeigt das doch noch einmal deutlich.
Hoppala hat geschrieben: 19 Dez 2021 11:01 Was trägst du denn bei? Wem hier hast du mit deinen Ausführungen in irgendeiner Form bei einem sozial-emotionalen Problem einen hilfreichen Ansatzpunkt gegeben?
Du spielst dich auf. Deine Erfahrung, aus der du dein "Wissen" beziehst, besteht ausschließlich aus "so wird das nix". Und das scheint dir bedeutsamer als die Möglichkeit, dass es mal anders werden könnte.
Ich spiele mich vor allem nicht als jemand auf, der zu diesem Thema die Weisheit mit Löffeln gefressen hat und nun als Erleuchteter die Deppen darauf hinweist, wie einfach das doch wäre.
Was ich versucht habe war mit entsprechenden Gedankendarstellungen und Fragen zu entsprechenden Eindrücken anderer dazu auf eine kollektive Erkenntnisbildung hier hinzuwirken. Was dann typischerweise umgehend von den Gurus sabotiert wurde.

Und wenn "so wird das nix" drin ist, ist es auch nur korrekt" so wird das nix" fest zustellen, doppelt, da zu meinem so wird das nix typischerweise auch einer Erläuterung gehört, statt das Ex Cathedra zu verkünden.
Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 19 Dez 2021 12:45 Seid gegrüßt :winken:
NBUC hat geschrieben: 18 Dez 2021 13:07
Ja, aber der Unterschied ist da dem Betroffenen eben Hinwiese zu geben, wo es dran liegen kann, damit er eine Idee bekommt, woran es liegen könnte und damit die Chance erhöht die passende Aktivität einzuleiten.

Nur zu sagen: Mach halt etwas oder in einem Umfeld ohne Qualifikationsstandards und ohne Ahnung, wo der Fehler tatsächlich liegt zu sagen "Frag halt einen Fachmann" greift halt zu kurz.

Nur "Werd doch einfach mal aktiv" hingegen hat keinen Hilfswert.
Aber wenn ich nicht aktiv werde, wird sich nie etwas ändern! :dont: Wie dieses aktiv werden aussieht, dass muss natürlich erstmal ergründet werden und ist sicherlich auch individuell. Da gibt es sehr viele Möglichkeiten. Sei es einem Verein beizutreten, Frauen auf der Strasse ansprechen, sich mit Freunden austauschen, einen Flirtcoach zu rate ziehen, eine Therapie machen, Bücher zum Thema Selbstentwicklung lesen oder, oder, oder. Es gibt unzählige Wege aktiv zu werden. Welcher für einen persönlich der richtige Weg ist, das muss jeder für sich entscheiden. Evtl. muss man auch verschiedene Dinge ausprobieren. Ich kann nur aus Erfahrung eines sagen: Wenn man gar nicht aktiv wird, dann wird sich nie etwas ändern. Es wird niemals an der Tür klingeln und da steht dann die Traumfrau und bittet um Einlass. :dont:
Werde aktiv ist grundlegend richtig, aber so trivial, dass es eben keine Hilfe darstellt. Der Knackpunkt ist das richtige was, wie und ggf auch wo!
Die meisten Leute sind hier denke ich - oft auch vielfach und langjährig - schon aktiv geworden und es hat nicht geklappt. Da hilft der Zuruf "werd halt aktiv" kein Stück weiter, zeigt aber akute Geringschätzung für die bisherigen Bemühungen.

Es ist also ganz und gar nicht so einfach wie deine Liste es suggeriert. Oder warum bist du AB, wenn du die Möglichkeiten doch schon kennst?

NBUC, der mehrere Vereine, Straßenansprache, Flirtkurs, mit Freunden austauschen (was sollten die denn nebenbei darüber hinaus sagen, wenn aktiv werden reicht?), lesen/vids sehen und mehr durch hat und für den sich Therapeuten (die eh überlastet scheinen) nicht zuständig gefühlt hatten.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Einsamkeit_is_doof »

NBUC hat geschrieben: 19 Dez 2021 13:50
Werde aktiv ist grundlegend richtig, aber so trivial, dass es eben keine Hilfe darstellt. Der Knackpunkt ist das richtige was, wie und ggf auch wo!
Die meisten Leute sind hier denke ich - oft auch vielfach und langjährig - schon aktiv geworden und es hat nicht geklappt. Da hilft der Zuruf "werd halt aktiv" kein Stück weiter, zeigt aber akute Geringschätzung für die bisherigen Bemühungen.

Es ist also ganz und gar nicht so einfach wie deine Liste es suggeriert.
Dass es einfach ist, habe ich nie behauptet! Aber was wäre denn dein Alternativvorschlag? Wenn man nichts tut, wird sich auch nichts ändern! Man wird also niemals eine Beziehung bekommen! Also bleibt einem in diesem Fall, nur übrig zu akzeptieren, dass man für immer allein bleiben wird. Nicht schön! :sadman:
Oder man versucht in irgendeiner Form aktiv zu werden. Meine Liste waren nur Beispiele. Was einem hilft, dass muss man selber herausfinden. Klar ist aber auch, dass es nicht reicht sich haufenweise Videos bei YouTube anzuschauen oder irgendwelche Bücher zu lesen. Dies kann nur ein erster Schritt sein, man muss aber das erlernte dann auch versuchen anzuwenden.

Wichtig ist aber zuerst einmal, dass man sein Mindset ändert. Wenn man die Einstellung hat, dass man nicht liebenswert ist, dass man hässlich ist, dass man einer Frau sowieso nichts bieten kann, dann nützt es natürlich nichts raus zu gehen. Dann können auch Freunde und Flirtkurse nicht helfen. In diesem Fall heißt aktiv werden zuerst einmal nichts anderes, als sein Mindset zu ändern.
Oder warum bist du AB, wenn du die Möglichkeiten doch schon kennst?
Wenn du Jahre lang nichts getan hast ausser dich selber zu bedauern und dir einzureden, dass du eh niemals eine Freundin bekommen wirst, weil du es nicht wert bist, weil du zu hässlich bist usw., dann kannst du nicht verlangen, dass es von heute auf morgen funktioniert. :dont:
Ich befinde mich zur Zeit in der von mir oben beschriebenen Phase. Schon vor ein paar Monaten ist mir klar geworden, dass es mich nicht weiter bringt, immer nur zu jammern. Dass ich handeln muss. Aber wie? In letzter Zeit habe ich mir mehrere Videos angeschaut zum Thema Mindset und Selbstbewusstsein. Ausserdem habe ich mir Bücher zu diesem Thema gekauft, wobei mich ein Buch besonders angesprochen hat. Ich habe das Gefühl, dass Bücher in dieser Situation deutlich besser helfen können, wie Videos. Warum? Weil ich ein Buch aktiv lese (ich werde also aktiv), während ich von einem Video eher berieselt werde. Ausserdem kann ich mir in dem Buch bestimmte Bereiche markieren, die ich als besonders wichtig empfinde.

Um also deine Frage zu beantworten: Ich kenne die Möglichkeiten, aber man muss sie auch umsetzen. Und da bin ich gerade beim ersten Schritt, nämlich meine Gedanken umzuprogrammieren. Denn viele Jahre habe ich mich in Gedanken mehr oder weniger schlecht gemacht. "Ich kann das nicht!" "Ich bin nichts wert!"" Ich bin nicht liebenswert!" Seien wir ehrlich: Wer solche Gedanken hat, wie soll so jemand eine Freundin finden? :gruebel: Also arbeite ich zur Zeit an meinem Mindset. Auch das fällt für mich unter "aktiv werden". Denn eines ist sicher: So weitermachen wie bisher, ist die 100%ige Sicherheit, niemals eine Freundin zu finden...
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von NBUC »

Einsamkeit_is_doof hat geschrieben: 19 Dez 2021 14:59 Dass es einfach ist, habe ich nie behauptet! Aber was wäre denn dein Alternativvorschlag?
Es geht nicht um den Alternativvorschlag - den gibt es zu "aktiv werden" nicht.

Aber "aktiv werden" ist als Hinweis völlig trivial und nicht hilfreich, weil die Schwierigkeit eben (meist an verschiedenen Stellen) danach kommt.

Und auch deine Ausführungen beschreiben ja dann jetzt etwas detaillierter , wie du an einem bei dir relevanten Punkt, dem von dir beschriebenen Mindset", angesetzt hast.

Mit "werde aktiv" kann keiner etwas sinnvolles anfangen.
Aber mit "für diejenigen welche glauben, dass man nicht liebenswert ist, dass man hässlich ist, dass man einer Frau sowieso nichts bieten kann" könnten deine Ausführungen bzw. die Beschreibung, was du erlebt, gelesen und bisher getan hast ggf wertvoll sein.

Und da sähe ich dann die Chance auf Fortschritt auch bei anderen - nicht jedem, aber eben vielleicht für diejenigen, welche unter den so benannten Bedingungen sich wiedererkennen können und damit angesprochen gefühlt würden. Und mehr würde auch keiner verlangen.
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Re: Denkt ihr nicht das wir versagt haben?

Beitrag von Zwerg »

Reinhard hat geschrieben: 16 Dez 2021 19:51
Außerdem ist es ja kaum bestreitbar, dass man es nicht ganz in der eigenen Hand hat.
Wenn man es völlig in der eigenen Hand hätte, wäre der Titel des Forums falsch gewählt. Mir ging es nur um die Ablehnung des Ettikets unabwendbar.

Deshalb auch mein Beispiel der Menschen in unbefriedigenden/unglücklichen Beziehungen. Ich unterstelle, dass kaum jemand sich das von Anfang an so vorgestellt hat. Dennoch gehen Menschen das Risiko ein am Ende dort zu landen.

Du meinst vermutlich, bei der Beziehungsanbahnung sei das noch mal ganz was anderes?