Birdfoods Ausführungen kann ich nur unterschreiben. Gegenstand passt.Birdfood hat geschrieben:Ja, das glaube ich auch. Bei mir war es jedenfalls früher so, daß ich gewartet habe bis der andere einen Vorschlag macht ohen selber einen zu machen, nicht aus Angst, das er ihn ablehnt, sondern weil mir nichts einfiel, worauf ich lust hätte.BartS hat geschrieben:...kann es vielleicht sein, dass viele HC-ABs auch deshalb im Erwachsenenalter nur noch wenige oder gar keine Freunde mehr haben, weil sie sehr zurückhaltend und initiativlos im eigenen sozialen Umfeld agieren?
Mittlerweile halte ich es für keinen Zufall mehr, dass man hier im Forum unter den ABs eine starke Häufung von sozialer Phobie, ausgeprägter Schüchternheit und Mutlosigkeit antrifft.
Mir wurde als Judendlicher oft und zurecht Passivität vorgeworfen. Nicht nur das es mir meisten egal war worauf man sich einigte, mir fehlte auch der Drang zur Selbstverwirklichung. Das lag wiederrum an meiner "Erziehung", ich wurde nicht als eigenständiger Mensch wahrgenommen, ich wurde behandelt wie ein Gegenstand.
Ich hatte kein Selbstwertgefühl, ich dachte damals wirklich, ich wäre nichts wert.
Ich hatte keine Selbstwahrnehmung, ich wusste nichts über meine Gefühle und selbst meine Körperwahrnehmung war teilweise gedämpft.
Soziale Phobie und Depressionen sind zwei meiner Diagnosen. Erst im laufe meiner Therapie habe ich gelernt, was das eigentlich alles ist und wie man damit umgeht, also Dinge, die andere ganz natürlich im Kindesalter gelernt haben mußte ich mir in den letzten acht Jahren mühsam antrainieren.
Hinzuzufügen ist noch, meine Eltern haben versucht (hat nicht geklappt) mich für ihre Zwecke zu benutzen, sie wollten gerne ein berühmtes, erfolgreiches Kind. Sie wollten durch mich weiter in die Höhe gehoben werden.
Das macht mich auch misstrauisch bei Frauen, schnell denke ich, die will sich doch nur durch mich aufwerten.
Aber das ist nur ein Aspekt.