Mit einem Wort beschreiben
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Captain Unsichtbar
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NBUC
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Re: Mit einem Wort beschreiben
Vom Gefühl her: Orientierungslos
Direkte Eindrücke von jungen Leuten habe ich nur beschränkt aus Sport und (Rollen)Spiel.
Beide Bereiche zeichnen sich dazu durch einen erheblichen allgemeinen Schwund an Teilnehmern des Altersbereichs im Vergleich zu früher aus. Die Abireform dürfte einen guten Teil davon mitverursacht haben.
Beim Sport sehe ich zusätzlich einen inzwischen weitestgehend fehlenden Mittelbau. Es gibt ein paar Leute, die weitaus professioneller udn intensiver dabei sind als wir früher - und entsprechend auch in größerer Zahl besser sind, wo es früher nur einzelen Talente waren, die in diesen Bereich vorstießen.
Dem steht dann eine deutlcih größere Zahl an Leuten gegenüber, die entweder gar kein Bock haben udn sobald sie dürfen weg sind oder aber entsprechende Ansprüche haben, aber nicht bereit sind etwas dafür zu tun und dann irgendwann aus Frust ob der sich nicht einstellenden Erfolge wegbleiben.
Leute, die "einfach so" mitmachen und auf ihrem Niveau Spaß haben am Sport für sich und am an sich arbeiten und verbessern interessiert sind, auch wenn es nicht für ganz vorne reicht sind doch selten geworden.
Im Spiel haben sich die Engagierten und Kreativen fast komplett rar gemacht und es sind nur die Sucher nach der schnellen Befriedigung übrig geblieben. Wer da früher noch produktiv war, ist heute vermutlich dann voll mit Abi und anderen Hobbies ausgefüllt, so dass für Spiel kein Raum mehr bleibt. Hier begann er Bruch aber schon zeitlich erheblich vor der Abireform. Die war dann vermutlich nur der letzte Genickschuss.
Direkte Eindrücke von jungen Leuten habe ich nur beschränkt aus Sport und (Rollen)Spiel.
Beide Bereiche zeichnen sich dazu durch einen erheblichen allgemeinen Schwund an Teilnehmern des Altersbereichs im Vergleich zu früher aus. Die Abireform dürfte einen guten Teil davon mitverursacht haben.
Beim Sport sehe ich zusätzlich einen inzwischen weitestgehend fehlenden Mittelbau. Es gibt ein paar Leute, die weitaus professioneller udn intensiver dabei sind als wir früher - und entsprechend auch in größerer Zahl besser sind, wo es früher nur einzelen Talente waren, die in diesen Bereich vorstießen.
Dem steht dann eine deutlcih größere Zahl an Leuten gegenüber, die entweder gar kein Bock haben udn sobald sie dürfen weg sind oder aber entsprechende Ansprüche haben, aber nicht bereit sind etwas dafür zu tun und dann irgendwann aus Frust ob der sich nicht einstellenden Erfolge wegbleiben.
Leute, die "einfach so" mitmachen und auf ihrem Niveau Spaß haben am Sport für sich und am an sich arbeiten und verbessern interessiert sind, auch wenn es nicht für ganz vorne reicht sind doch selten geworden.
Im Spiel haben sich die Engagierten und Kreativen fast komplett rar gemacht und es sind nur die Sucher nach der schnellen Befriedigung übrig geblieben. Wer da früher noch produktiv war, ist heute vermutlich dann voll mit Abi und anderen Hobbies ausgefüllt, so dass für Spiel kein Raum mehr bleibt. Hier begann er Bruch aber schon zeitlich erheblich vor der Abireform. Die war dann vermutlich nur der letzte Genickschuss.
Natural Born UnCool
Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.
wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!
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Automobilist
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Captain Unsichtbar
Re: Mit einem Wort beschreiben
Widersprichst du dir nicht gerade selbst? Du schreibst "orientierungslos", beschreibst aber gleichzeitig die Entwicklung von Extremen, was immer ein Zeichen eines gewissen Ehrgeizes und Motivation (in welche Richtung auch immer) bedeutet. Scheint also das pure Gegenteil zu sein. Aus eigener Erfahrung bin ich hier auch eher für "zielstrebig". Aber das zeigt eigentlich gut, dass das Ganze quatsch ist mit dem einen Wort. Wenn ich so daran denke, was meine Grosseltern damals über die Generation meiner Eltern gesagt haben, dann ist das amüsant. Es war etwa genau die gleiche Leier.NBUC hat geschrieben:Vom Gefühl her: Orientierungslos
Direkte Eindrücke von jungen Leuten habe ich nur beschränkt aus Sport und (Rollen)Spiel.
Beide Bereiche zeichnen sich dazu durch einen erheblichen allgemeinen Schwund an Teilnehmern des Altersbereichs im Vergleich zu früher aus. Die Abireform dürfte einen guten Teil davon mitverursacht haben.
Beim Sport sehe ich zusätzlich einen inzwischen weitestgehend fehlenden Mittelbau. Es gibt ein paar Leute, die weitaus professioneller udn intensiver dabei sind als wir früher - und entsprechend auch in größerer Zahl besser sind, wo es früher nur einzelen Talente waren, die in diesen Bereich vorstießen.
Dem steht dann eine deutlcih größere Zahl an Leuten gegenüber, die entweder gar kein Bock haben udn sobald sie dürfen weg sind oder aber entsprechende Ansprüche haben, aber nicht bereit sind etwas dafür zu tun und dann irgendwann aus Frust ob der sich nicht einstellenden Erfolge wegbleiben.
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Im Spiel haben sich die Engagierten und Kreativen fast komplett rar gemacht und es sind nur die Sucher nach der schnellen Befriedigung übrig geblieben. Wer da früher noch produktiv war, ist heute vermutlich dann voll mit Abi und anderen Hobbies ausgefüllt, so dass für Spiel kein Raum mehr bleibt. Hier begann er Bruch aber schon zeitlich erheblich vor der Abireform. Die war dann vermutlich nur der letzte Genickschuss.
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NBUC
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Re: Mit einem Wort beschreiben
Jein.Captain Unsichtbar hat geschrieben: Widersprichst du dir nicht gerade selbst? Du schreibst "orientierungslos", beschreibst aber gleichzeitig die Entwicklung von Extremen, was immer ein Zeichen eines gewissen Ehrgeizes und Motivation (in welche Richtung auch immer) bedeutet. Scheint also das pure Gegenteil zu sein. Aus eigener Erfahrung bin ich hier auch eher für "zielstrebig". Aber das zeigt eigentlich gut, dass das Ganze quatsch ist mit dem einen Wort. Wenn ich so daran denke, was meine Grosseltern damals über die Generation meiner Eltern gesagt haben, dann ist das amüsant. Es war etwa genau die gleiche Leier.
Einmal war das Gefühl allgemeinbezogen, die Beispiele aus meinem beschränkten Wahrnehmunsgraum.
Innerhalb dessen sind die paar Durchstarter die klare Minderheit.
Der Rest zeigt sich aber nicht nur eben faul/lustbetont, was noch nachvollziehbar wäre, sondern erwarten völlig realitätsentfremdet tatsächlich, dass sich die Sachen ohne Eigenleistung wie gewünscht entwickeln: Titel ohne Training, Gewinnen ohne auch nur die Regeln zu lernen oder auch nicht erkenenn, dass "mehr Spaß ist gut" auch ihre Mitspieler umfassen könnte, die andere Vorstellungen davon haben könnten, was denn nun genau "Spaß" ist.
Andererseits, wenn man in die Politik schaut, wohl nicht nur eine Verirrung der Jugend sondern des Zeitgeists.
Natural Born UnCool
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Zitteraal
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Re: Mit einem Wort beschreiben
Mein absoluter Favorit. Was Besseres fällt mir da auch nicht ein.Logan 5 hat geschrieben:- marktkonform/angepasst
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BicycleRepairman
Re: Mit einem Wort beschreiben
Darum musste der arme Willi Nr.2 auch alleine in die Schlacht ziehen...weil die guten alten Deutschen der guten alten Zeit mehrheitlich sagten:"Nee, muss das sein? Im Schützengraben krieg ich immer kalte Füsse und die Luft riecht auch manchmal komisch... "Automobilist hat geschrieben:Schafe - naiv, duldsam und wartend auf den Fleischer...
Ich schlage "Grenzenlos" vor.
Man kann vieles werden: Nonne oder Pornodarstellerin. Freund seiner Eltern. Bürgerschreck. Reichsbürger. Aussteiger. Aufsteiger.Absteiger. Kulturpessimist (2400 Jahre Abstieg und Sittenzerfall, siehe Sokrates und seine Meinug zur damaligen Jugend; Somit SIND alle User die Enttäuschung ihrer Eltern und die Schande Ihrer Grosseltern, wobei die Eltern der User bereits die Grosseltern der User enttäuscht haben...und so weiter ). Grenzenloses Selbstvertrauen ist gerne gesehen, grenzenlose Selbstverfeuerung im Beruf auch; jeder sollte eine eierlegende Wollmilchsau sein, jeder kann (soll?!) immer noch eine bessere Versions seines jetzigen Ichs erschaffen, weiter, weiter, Vollgas Richtung - ???
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Der Schussel
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Wuchtbrumme
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Re: Mit einem Wort beschreiben
Vielen Dank, Schussel, für die aufschlussreichen Links
Mein Wort: verwöhnt
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The good news about midlife is that the glass is still half full. Of course, the bad news is that it won't be long before your teeth are floating in it.
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selina
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Re: Mit einem Wort beschreiben
überfordert
Glück ist für mich, wenn mir niemand auf den Sack geht.
Klaus Kinski
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Montecristo
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Re: Mit einem Wort beschreiben
Im Leben geht es zu 10% um das, was passiert und zu 90% wie wir darauf reagieren.
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Krausig
Re: Mit einem Wort beschreiben
normal
(in dem Sinne, dass sich schon immer die Älteren über die jeweils junge Generation wunderten...)
(in dem Sinne, dass sich schon immer die Älteren über die jeweils junge Generation wunderten...)
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Captain Unsichtbar
Re: Mit einem Wort beschreiben
So ist es. Darum habe ich "verraten" geschrieben. Es ist immer das selbe, der nächsten Generation das blaue vom Himmel versprechen (bessere Welt, Leben etc.) und hinterher mit den Füssen darauf treten und in den Rücken fallen und alle Schuld der nächsten Generation aufladen. Jede Generation wurde bisher von der vorherigen verraten.Krausig hat geschrieben:normal
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Ninja Turtle
Re: Mit einem Wort beschreiben
älter
Es gab Zeiten, da konnte man sich freuen überhaupt 30 zu werden.
Es gab Zeiten, da konnte man sich freuen überhaupt 30 zu werden.
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Peter
Re: Mit einem Wort beschreiben
Über die Generation 18 bis 34 fällt mir nichts ein. Aber die Generation 35 bis 100 ist schon seit 3.000 Jahren die Früher-War-Alles-Besser-Generation 
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Krausig
Re: Mit einem Wort beschreiben
Nur um es klar zu stellen, so meinte ich mein normal nicht.Captain Unsichtbar hat geschrieben:So ist es. Darum habe ich "verraten" geschrieben. Es ist immer das selbe, der nächsten Generation das blaue vom Himmel versprechen (bessere Welt, Leben etc.) und hinterher mit den Füssen darauf treten und in den Rücken fallen und alle Schuld der nächsten Generation aufladen. Jede Generation wurde bisher von der vorherigen verraten.Krausig hat geschrieben:normal
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Einsamer Igel
Re: Mit einem Wort beschreiben
online
Zumindest das unterscheidet sie von früheren Generationen. Mit allen Konsequenzen die sich daraus ergeben.
Zumindest das unterscheidet sie von früheren Generationen. Mit allen Konsequenzen die sich daraus ergeben.
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Einsamer Igel