Tipps und Strategien für höhere Semester

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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Giebenrath »

Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 15:09 Vorgestern war ich mit Freundinnen essen und haben in dem Restaurant zufällig einen alten Bekannten getroffen, mit dem wir dann über die Tische hinweg hin und wieder geplaudert haben.
Du triffst dich mit deinen Freundinnen im öffentlichen Raum und kommst dabei mit anderen Leuten ins Gespräch.
Deine Strategie ist meines Erachtens richtig!
Also weiter geht's!

Vielleicht kannst du deinen Freundinnen auch mitteilen, ob du ihre scherzhafte Anspielung wirklich lustig fandest und mit wem du evetuell wirklich verkuppelst werden willst.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

Himbeere hat geschrieben: ↑11.01.2022, 11:32 Wahrscheinlich denken die Leute bei dir eher, dass du sie gar nicht nötig hast, weil dir nichts fehlt.
Über diesen Satz musste ich länger nachdenken, weil mir das so auch schon mal direkt gesagt wurde. Ich wirke wohl nach Außen sehr autark, selbstbestimmt. Ich klage ja auch nie über Beziehungslosigkeit ggb. Freund:innen, weil mir das so unangenehm ist. Da ich viel arbeite, denken viele auch, dass ich meinen Fokus auf den Job lege.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

RaymondF hat geschrieben: ↑11.01.2022, 13:39 Ich kann leider auch nicht soviel Konstruktives dazu sagen. Mir geht es ähnlich, aber aufgeben kann und will ich bewusst auch nicht.

Ich versuche das von beiden Seiten anzugehen, das heisst ich versuche weniger überempfindlich oder überängstlich vermeidend zu sein und auf der anderen Seite offen gegenüber neuen Bekanntschaften zu bleiben.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine normale Frau sich eine Beziehung mit so einem vorbelasteten, unsicheren und unerfahrenem Mann antut, aber andererseits glaube ich schon das es solche Menschen gibt. Ich würde da auch gerne mit weniger negativen Erwartungen herangehen und mehr Vertrauen haben.

Attraktivität was Optik angeht spielt glaube ich nicht so eine grosse Rolle wie das eigene Verhalten. Man kann durch selbstbewusstes, humorvolles, herzliches und/oder offenes Auftreten auch Attraktivität erzeugen. Das ist schwierig für unsichere Menschen, weil das vermutlich nur vorgetäuscht wäre. Deshalb müsste man da auch an seiner Einstellung zu sich sich selbst arbeiten und einen Weg finden sich anders zu verhalten ohne sich dabei zu verstellen.
Eine Lösung dafür habe ich leider auch nicht. Mir sind nur aus meiner Erfahrung heraus einige Menschen begegnet,die ich eigentlich unattraktiv fand, die mich aber nach dem Kennenlernen durch ihr Verhalten dann doch angezogen haben.
Im Onlinedating würde das aber nicht funktionieren, da dort die Optik m.E. eines der ersten und meistens wichtigsten Auswahlkriterien ist.

Bei mir ist es leider auch noch ein bisschen Schwieriger, weil ich ebenfalls in Gegenwart von anderen Menschen immer angespannt bin, was ich einfach nicht längere Zeit aushalte. Deshalb habe ich alle sozialen Kontakte abgebrochen, weil das zu Panikattacken geführt hat, wenn ich versuche mich dazu über einen längeren Zeitraum zu zwingen.

Ich habe deshalb jetzt auch eine Therapie begonnen und dort geht es auch darum wie man diese Anspannung mindern oder beseitigen kann.
Ich glaube man muss an vielen Ecken arbeiten, es ist zumindest bei mir nicht nur eine Sache an der es liegt. :hut:
Diese Anspannung kenne ich. Ich habe die auch ständig. Und gleichzeitig überspiele ich sie meistens ziemlich gut.
Und bin dann am Abend total ausgelaugt. Ich bin eine totale Mogelpackung, bin die ganze Zeit mit einer Fassade unterwegs.

Wirkt die Therapie bei dir? Was ist das für eine Therapie?
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

Himbeere hat geschrieben: ↑11.01.2022, 11:32 Also da beneide ich dich. Ich habe auch viele, immer neue Kontakte durch die Arbeit, aber dass da jemand mit mir privat zu tun haben, will, passiert praktisch nicht. Vielleicht wirke ich irgendwie aussätzig oder so. Aber wahrscheinlicher ist, dass ich ziemlich sachlich und auch langweilig rüberkomme. Ich gebe mich neutral und höflich wie die anderen es halt auch tun. Alles bleibt an der Oberfläche. Und die meisten Leute haben ja kein Interesse an zusätzlichen Kontakten, weil ihr Leben schon angefüllt ist mit Verpflichtungen, Menschen und Hobbies. Die sind froh, wenn sie mal ihre Ruhe haben. Und dann habe ich auch immer im Hinterkopf, dass andere Leute mit jemandem wie mir auch gar nicht groß zu tun haben wollen, weil ich ja nichts zu bieten habe, was die interessant finden könnten. Ich bin langweilig und mache langweilige Sachen. Naja, so könnte ich jetzt noch mehr Ausreden aneinanderreihen, warum bei mir alles nicht geht... :roll:
Aber die Frage, wo man als hypersensible Ü40-Frau mit Rundungen willige Kerle trifft, die auch noch was taugen, kann ich dir leider nicht beantworten. Solltest du es rausfinden, gib mir Bescheid.
Ich denke, dass das so ein Teufelskreislauf ist: Menschen, die der Überzeugung sind, dass sie interessante liebenswerte Personen sind, geben sich in der Regel so, dass sich auch als liebenswert und interessant wahrgenommen werden. Wie reproduzieren und inszenieren im Außen immer wieder unsere inneren Überzeugungen.

Wenn ich so in meine Biographie schaue, dann muss ich sagen, dass mir von klein auf immer sehr viel abverlangt wurde, so dass ich früh anfing zu glauben, dass ich in Gruppengefügen wichtig und wirksam bin. Dass die Familie ohne mich nicht funktioniert. Dass ich in der Klasse Zusatzaufgaben und Verantwortung übernehmen muss. Dass ich immer aktiv sein muss, um akzeptiert zu werden. Das hat bei mir diesen gap produziert: eigentlich bin ich sehr introvertiert, musste aber schon immer erwachsen und verantwortungsvoll sein, auch als Kind schon Erwachsenenaufgaben übernehmen. Ich darf mich nicht zurücklehnen und introvertiert sein, weil ich im Außen funktionieren muss.

Ich glaube, dass das die Ebene ist, auf der mich andere (vor allem Männer) wahrnehmen: ich bin die, die man nicht unbedingt liebt oder mag, aber die man akzeptiert, weil sie wichtige Aufgaben übernimmt, weil sie fürsorglich ist ...
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

Brax hat geschrieben: ↑11.01.2022, 14:56 Ja, das macht es extrem schwer. Mir geht es ja so ähnlich /(genauso?), dass ich immer die Angst hatte und habe, der Typ könnte etwas wollen, was ich nicht will und ich darf ja nicht Nein sagen. Ich glaube, das ist sogar mein zentrales Problem. Deswegen übe ich jetzt eben mit den kleinen Schritten. Es fällt mir ja auch sehr schwer, aber es geht jetzt ein bisschen besser. Ich habe mir immer wieder vergegenwärtigt, dass ich nichts muss, was ich nicht will und andere ja auch nichts tun, was sie nicht wollen und jederzeit alles beenden können. Mir hilft es auch, mir vor einem Date genau zu überlegen, wie weit ich gehen und was ich mitmachen würde und wozu es auf keinen Fall kommt. Und dann halte ich mich daran. Dadurch sind diese kleinen Schritte dann immerhin möglich. Therapie kann da auch weiterhelfen. Und ich habe dieses Nein-sagen und Mich-durchsetzen auch mit einem Freund geübt, indem wir Situationen durchgespielt haben, in denen er etwas von mir will und nicht locker lässt und ich dann irgendwie adäquat darauf reagieren muss. Das hat sich selbst im Rollenspiel furchtbar angefühlt, aber es gibt einem Übung. Hast du jemanden, mit dem du so etwas auf diese Art üben könntest?
Das hört sich sehr plausibel an.
Hat sich bei dir was dadurch verändert bzw. die Grenzen verschoben?
Leider habe ich niemanden, mit dem/der ich das üben kann.

Ich gebe dir recht: von Angst getriebenes Verhalten kann oft wie Desinteresse und Distanziertheit wirken. Gerade auch, wenn man eine glatte Fassade perfektioniert hat.
Ich frage mich oft, ob ich weiter in meiner Entwicklung wäre, wenn ich Ängste und Verletzlichkeit aber auch Wut stärker zulassen, nach Außen sichtbarer zeigen könnte?
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von NBUC »

Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 15:07
Ich denke, dass das so ein Teufelskreislauf ist: Menschen, die der Überzeugung sind, dass sie interessante liebenswerte Personen sind, geben sich in der Regel so, dass sich auch als liebenswert und interessant wahrgenommen werden. Wie reproduzieren und inszenieren im Außen immer wieder unsere inneren Überzeugungen.
...
eigentlich bin ich sehr introvertiert, musste aber schon immer erwachsen und verantwortungsvoll sein, auch als Kind schon Erwachsenenaufgaben übernehmen. Ich darf mich nicht zurücklehnen und introvertiert sein, weil ich im Außen funktionieren muss.

Ich glaube, dass das die Ebene ist, auf der mich andere (vor allem Männer) wahrnehmen: ich bin die, die man nicht unbedingt liebt oder mag, aber die man akzeptiert, weil sie wichtige Aufgaben übernimmt, weil sie fürsorglich ist ...
Ich glaube, dass dieses introvertiert vs extrovertiert (bzw. díes ggf spielen) kombiniert mit eben erkennbaren Qualitäten (und für Frauen heißt das zumindest "draußen" zu 8x% wohl Optik) wesentlich relevanter ist, als die Frage, ob man sich selbst für liebenswert hält. Abweisend oder gar verbiestert erscheinen mag da schon eher ein Hemmnis sein.

Und nach immer noch weitgehend gültiger Tradition des "Ansprechens" werden ausreichen attraktive Frauen auch angesprochen und versucht sie zu überzeugen.
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Alle gesellschaftlichen Betrachtungen enthalten zwangsläufig Verallgemeinerungen und werden daher Ausnahmen und Einzelfälle enthalten, denen sie nicht gerecht werden können.

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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

uhu72 hat geschrieben: ↑11.01.2022, 19:28
Strange Lady hat geschrieben: ↑11.01.2022, 10:51 Ja, das ist ein Punkt. Ich bin eher reaktiv in sozialen Beziehungen. Leute fragen mich, ob ich mit Ihnen dies und jenes machen möchte, und ich sage zu. Ich selektiere zu wenig. Da ich beruflich mit sehr vielen Menschen zu tun habe, geht das Private auch sehr schnell fließend ins Berufliche über. Mir fällt es schwer die Grenzen aufrechtzuerhalten. Wenn ich weniger Zeit mit irgendwelchen xbeliebigen Kontakten verbringen würde (weil ich das oftmals von Berufs wegen muss), könnte ich mich auch viel bewusster mit richtigen Freundinnen treffen. Da schwingen auch unbewusste Ängste mit á la: ich habe nicht das Recht Menschen abzusagen, ich muss dankbar sein, dass sich überhaupt jemand mit mir abgeben will. Ich kann auch nur schlecht Nein sagen.
Ich erinnere mich, dass wir auch mal über deine beruflichen Perspektiven philosophiert haben. In diesen erweiterten Zusammenhang muss ich auch an meine Aussage bezüglich der MTTs/Silvestertreffen denken. Ich bin ja nicht so der gesellige Mensch. Deshalb tritt bei mir dann auch eine Übersättigung an neuen Bekanntschaften ein. Insbesondere was gleichgeschlechtliche Bekanntschaften im AB-Umfeld betrifft. Vielleicht bist du auf Grund deiner beruflichen Situation dazu verdammt mit Bekanntschaften, Begegnungen übersättigt zu werden und gleichzeitig schwingt unterbewusst, auf Grund der omnipräsenten beruflichen Situation, eine professionelle Distanz mit, die verhindert, dass es zu persönlich wird.
Ist jetzt nur so eine fixe Idee, aber würde ein Berufsumfeld mit einem deutlich überschaubaren und langfristig konstanteren Kontaktpotential helfen?
Wäre das eine Option, die du bei deiner nächsten beruflichen Veränderung berücksichtigen könntest?
Strange Lady hat geschrieben: ↑11.01.2022, 10:51 Ich glaube, die letzten wirklich spannenden Leute habe ich an der Uni kennengelernt. Steh ja auf so eloquente Intellektuelle.
Hin und wieder treffe ich auch noch auf genau diese Klientel, auf Lesungen und Kulturveranstaltungen. Wir unterhalten uns auch ganz gut. Aber mehr ist da eigentlich nie. Ich wirke vermutlich zu "abinisch" oder "uninteressiert" oder "unattraktiv". Viele sind in unserem Alter ja auch schon vergeben.
Eventuell ist auch das "Hin und wieder" zu selten und zu einmalig.
Da ist viel Wahres dran. Eigentlich geschehen fast alle Begegnungen mit "professioneller Distanz". Nichts davon ist nährend oder persönlich/authentisch.
Danke, für deine Erklärung, Uhu. Ich nehme dieses Thema direkt in meine Supervision nächste Woche.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

NBUC hat geschrieben: ↑16.01.2022, 15:17
Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 15:07
Ich denke, dass das so ein Teufelskreislauf ist: Menschen, die der Überzeugung sind, dass sie interessante liebenswerte Personen sind, geben sich in der Regel so, dass sich auch als liebenswert und interessant wahrgenommen werden. Wie reproduzieren und inszenieren im Außen immer wieder unsere inneren Überzeugungen.
...
eigentlich bin ich sehr introvertiert, musste aber schon immer erwachsen und verantwortungsvoll sein, auch als Kind schon Erwachsenenaufgaben übernehmen. Ich darf mich nicht zurücklehnen und introvertiert sein, weil ich im Außen funktionieren muss.

Ich glaube, dass das die Ebene ist, auf der mich andere (vor allem Männer) wahrnehmen: ich bin die, die man nicht unbedingt liebt oder mag, aber die man akzeptiert, weil sie wichtige Aufgaben übernimmt, weil sie fürsorglich ist ...
Ich glaube, dass dieses introvertiert vs extrovertiert (bzw. díes ggf spielen) kombiniert mit eben erkennbaren Qualitäten (und für Frauen heißt das zumindest "draußen" zu 8x% wohl Optik) wesentlich relevanter ist, als die Frage, ob man sich selbst für liebenswert hält. Abweisend oder gar verbiestert erscheinen mag da schon eher ein Hemmnis sein.

Und nach immer noch weitgehend gültiger Tradition des "Ansprechens" werden ausreichen attraktive Frauen auch angesprochen und versucht sie zu überzeugen.
Diese hochattraktiven Frauen, die angesprochen werden, machen ca. 10% der Frauen aus. Alle anderen müssen sich ganz schön ins Zeug legen dafür.
Das sehen Männer idR nicht, weil sie alle nach diesen 10% lechzen.

Sich für liebenswert halten korreliert halt oftmals auch mit der Ausstrahlung ... wer sich für nicht liebenswert hält, wirkt oft unbewusst abweisend und unnahbar.

Verbiestert ist noch mal eine andere Kategorie ... ich weiß, dass du mich so wahrnimmst, aber das bin ich tatsächlich nicht. Dafür kenne ich zu viele Männer, die freiwillig Zeit mit mir verbringen und mich freundschaftlich mögen.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von NBUC »

Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 15:26 Diese hochattraktiven Frauen, die angesprochen werden, machen ca. 10% der Frauen aus. Alle anderen müssen sich ganz schön ins Zeug legen dafür.
Das sehen Männer idR nicht, weil sie alle nach diesen 10% lechzen.
Ich denke das hängt von der im jeweiligen Umfeld möglichen Ansprechsituation ab.

Beim "Rausgehen" wird so gut wie keiner alle ansprechen, wobei das wohl von der individuellen Chanceneinschätzung und sonstigen Absichten/Sozialisierung mit abhängt. Gab es eine Studie zu, habe ich schon bei früherem suchen leider nicht wiedergefunden.
Unter diesen Umständen starten Männer etwas über ihrer angenommenen (ggf in der eigenen Wahrnehmung alkoholisch erweiterten?) "Kragenweite" und arbeiten sich dann die Liste runter, bis Frust und die Annahme sozialer Unangemessenheit das Tagwerk (oder Nachtwerk) beenden. Wobei ihr Umgang mit der Konkurrenz (oder dem Auftreten der Konkurrenz selber) da auch Einfluss hat.
Online sinken diese Schwellen erheblich und nach oben ist dann ohne aktive Abwehr schon im Profil alles offen und dann geht es oft weit runter. (Massenanschreiben)
In wärmeren beständigen Umfeldern wird dann wohl üblicherweise von ganz oben bis irgendwo runter zum persönlichen Optikcut abgecheckt, aber oft nicht so offensiv/offensichtlich - insbesondere, wenn da ein Missmatch der Attraktivität angenommen wird oder frau da aggressiver auftritt. (Suchen nach ihren "Zeichen", seltener oder wenn später uneingeladene "Notoffensiven". )
In so einem beständigeren sozialen Umfeld muss auch mann, gerade wenn es kein Alpha ist, schauen, dass er sich da nicht sozial rauskatapultiert. Alphas wiederum könne typischerweise wählerischer sein und haben damit einen höheren Attraktivitätscut (der im Warmen ja nicht nur Optik umfassen muss)

Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 15:26 Sich für liebenswert halten korreliert halt oftmals auch mit der Ausstrahlung ... wer sich für nicht liebenswert hält, wirkt oft unbewusst abweisend und unnahbar.
Ich denke dazu gehört auch noch der Anteil Aggressivität/ Wut dazu:
Es gibt unter den sich nicht gut genug findenden solche Leute, welche "traurig" wirken - was gerade bei Frauen nicht unförderlich sein muss.
Es gibt Leute die zusätzlich unleserlich und emotionslos erscheinen, was die spontane Ansprechrate sicherlich senkt, aber bei wärmeren Umfeldern dann ggf eben auch wieder aufweicht.
Es gibt Leute, welche dann mit Wut erfüllt sind und der ansprechenden Person Ärger zu versprechen scheinen.
Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 15:26 Verbiestert ist noch mal eine andere Kategorie ... ich weiß, dass du mich so wahrnimmst, aber das bin ich tatsächlich nicht. Dafür kenne ich zu viele Männer, die freiwillig Zeit mit mir verbringen und mich freundschaftlich mögen.
Das verbiestert doch noch in recht moderaten Dosen und dafür die Beiträge oft genug mit Humor und erkennbarer intellektueller Kompetenz gekleidet - was für andere hier durchaus nicht gilt.
Das heißt du bist durchaus ein - in entsprechender Dosierung - angenehmer und interessanter Umgang, auch wenn man über diverse Themen dann anderer Meinung ist.

Du wirkst aber auf mich zu 99% wie eine Vollzeitpolitikerin, nicht wie jemand, die das Politische auch loslassen kann und auch mal Privatperson ist.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

@NBUC

Danke für die wohlwollenden Rückmeldungen - ich weiß das durchaus zu schätzen und bin beruhigt, dass ich in "entsprechender Dosierung" noch zu ertragen bin. :verwirrt:

Nur in einem Punkt muss ich widersprechen: ich bin gar nicht so politisch. Ich habe einfach nur ziemlich klare Haltungen und Werte. Und die sind auch kein Zufallsprodukt, sondern das Resultat meiner Lebenserfahrungen, auch unschöner.
Wie gern würde ich das Privileg genießen, völlig unbedarft und haltungslos durchs Leben schweben zu können. Privatperson bin ich nur unter vertrauten Freundinnen.

Stell dir vor, du bist ein rollstuhlfahrender Mensch, der überall, wo er sich aufhält Barrieren und Hürden wahrnimmt. Und das seit Tag 1 seines Lebens. Meinst du, so ein Mensch kann seine Haltung zu Hürden und Barrieren mal eine Sekunde im Alltag ausschalten? Sein gesamtes Leben ist davon durchdrungen. Und so habe ich auch meine Themen.

Du übrigens auch. Deine feministische Mutter - ergo deine Haltung zu Frauen/Feminismus - schwingt zwischen den Zeilen deiner Beiträge auch oft mit.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von NBUC »

Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:12 @NBUC
Du übrigens auch. Deine feministische Mutter - ergo deine Haltung zu Feminismus - schwingt zwischen den Zeilen deiner Beiträge auch oft mit.
Das kann ich nicht abstreiten.

Wenn meine Sichtweise auf dich (OK, aus meinem sehr begrenzten Sichtwinkel online und ein paar wenige Treffen) repräsentativ sein sollte, ist aber nichts anderes zu erkennen als Politik bzw. damit verwobenes Kulturleben. Ich könnte kein Hobby nennen abseits dessen, was ja anscheinend auch dein Job ist in diesem politisch-kulturellen Teil.
Also jemand mit dem man gepflegt wenn auch manchmal anstrengend diskutieren kann, aber sonst scheinbar nicht darüber hinaus "existent"?
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

NBUC hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:20
Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:12 @NBUC
Du übrigens auch. Deine feministische Mutter - ergo deine Haltung zu Feminismus - schwingt zwischen den Zeilen deiner Beiträge auch oft mit.
Das kann ich nicht abstreiten.

Wenn meine Sichtweise auf dich (OK, aus meinem sehr begrenzten Sichtwinkel online und ein paar wenige Treffen) repräsentativ sein sollte, ist aber nichts anderes zu erkennen als Politik bzw. damit verwobenes Kulturleben. Ich könnte kein Hobby nennen abseits dessen, was ja anscheinend auch dein Job ist in diesem politisch-kulturellen Teil.
Also jemand mit dem man gepflegt wenn auch manchmal anstrengend diskutieren kann, aber sonst scheinbar nicht darüber hinaus "existent"?
Puh. Wenn das wirklich so wirkt, dann wäre das maximal scheiße. :sadwoman:

Ich lese gern, Kino, Netflix, schreibe, höre viele Musik. Das ist doch was?
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von NBUC »

Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:27
NBUC hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:20
Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:12 @NBUC
Du übrigens auch. Deine feministische Mutter - ergo deine Haltung zu Feminismus - schwingt zwischen den Zeilen deiner Beiträge auch oft mit.
Das kann ich nicht abstreiten.

Wenn meine Sichtweise auf dich (OK, aus meinem sehr begrenzten Sichtwinkel online und ein paar wenige Treffen) repräsentativ sein sollte, ist aber nichts anderes zu erkennen als Politik bzw. damit verwobenes Kulturleben. Ich könnte kein Hobby nennen abseits dessen, was ja anscheinend auch dein Job ist in diesem politisch-kulturellen Teil.
Also jemand mit dem man gepflegt wenn auch manchmal anstrengend diskutieren kann, aber sonst scheinbar nicht darüber hinaus "existent"?
Puh. Wenn das wirklich so wirkt, dann wäre das maximal scheiße. :sadwoman:

Ich lese gern, Kino, Netflix, schreibe, höre viele Musik. Das ist doch was?
Und jetzt habe ich genau wieder solche Bilder im Kopf zu Veranstaltungen, wie sie dir wenn ich das richtig mitbekommen habe auch beruflich begegnen würden - irgendetwas mit Fördertopf und/oder Aktivisten ... :mrgreen: .

Wobei das eh insgesamt alles Felder sind, welche ich insgesamt eher aus weiter Ferne sehe / keinen eigenen Kontakt zu habe und damit Feinheiten ggf nicht erkenne. Vielleicht kann jemand anderes (und mit ein paar Namen) da eher individualisierende Differenzierungen vornehmen.

In einer Annonce würden Lesen, Kino, Netflix und Musik daher von mir direkt überlesen (und kämen heutzutage gefühlt auch in 90% aller Annoncen mit vor) und am ehesten noch nach dem selber schreiben gefragt.

Lesen tue ich zwar auch, aber das ist soo ein weites Feld, dass da auch gar nichts stehen könnte und wenn ich nur lesen lese, davon ausgehe, dass das ein mitgenommenes "Freilos" ist, ungefähr wie wenn in einem "Pflichtfeld" Sport dann Fitness oder Schwimmen ohne nähere Infos steht.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

NBUC hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:44
Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:27
NBUC hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:20

Das kann ich nicht abstreiten.

Wenn meine Sichtweise auf dich (OK, aus meinem sehr begrenzten Sichtwinkel online und ein paar wenige Treffen) repräsentativ sein sollte, ist aber nichts anderes zu erkennen als Politik bzw. damit verwobenes Kulturleben. Ich könnte kein Hobby nennen abseits dessen, was ja anscheinend auch dein Job ist in diesem politisch-kulturellen Teil.
Also jemand mit dem man gepflegt wenn auch manchmal anstrengend diskutieren kann, aber sonst scheinbar nicht darüber hinaus "existent"?
Puh. Wenn das wirklich so wirkt, dann wäre das maximal scheiße. :sadwoman:

Ich lese gern, Kino, Netflix, schreibe, höre viele Musik. Das ist doch was?
Und jetzt habe ich genau wieder solche Bilder im Kopf zu Veranstaltungen, wie sie dir wenn ich das richtig mitbekommen habe auch beruflich begegnen würden - irgendetwas mit Fördertopf und/oder Aktivisten ... :mrgreen: .

Wobei das eh insgesamt alles Felder sind, welche ich insgesamt eher aus weiter Ferne sehe / keinen eigenen Kontakt zu habe und damit Feinheiten ggf nicht erkenne. Vielleicht kann jemand anderes (und mit ein paar Namen) da eher individualisierende Differenzierungen vornehmen.

In einer Annonce würden Kino, Netflix und Musik daher von mir direkt überlesen (und kämen heutzutage gefühlt auch in 90% aller Annoncen mit vor) und am ehesten noch nach dem selber schreiben gefragt.
Ach komm schon. Jetzt bist du fies. Lesen und Kino hat doch nix mit Fördertöpfen oder Aktivismus zu tun.

Was sind denn deine charakterprägenden besonderen Hobbys, die dir ein Alleinstellungsmerkmal in den Annoncen verschaffen?
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von NBUC »

Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:48 Ach komm schon. Jetzt bist du fies. Lesen und Kino hat doch nix mit Fördertöpfen oder Aktivismus zu tun.

Was sind denn deine charakterprägenden besonderen Hobbys, die dir ein Alleinstellungsmerkmal in den Annoncen verschaffen?
Wenn Film und Lesen nicht ausgeführt werden bzw. kein detailierender Input zusätzlich vorhanden ist, werden die Lücken eben (ggf fälschlicherweise) mit dem gefüllt, was sonst da passend bisher an Mustern wahrgenommen wurde.


Bei mir:
- Schwimmsprt
- Fantasyrollenspiele(SIM)
- Tier& Sportftografie
- lecker Kochen

Ich hatte hier mal eine Vorstellungscollage genau mit Themen, aber der link scheint inzwischen erloschen.

In wie weit das jetzt Alleinstellungsmerkmal oder gar förderlich ist, wäre zu bezweifeln, aber es wäre dann eben in der Hinsicht "erkennbar werdend"
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

NBUC hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:59
Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:48 Ach komm schon. Jetzt bist du fies. Lesen und Kino hat doch nix mit Fördertöpfen oder Aktivismus zu tun.

Was sind denn deine charakterprägenden besonderen Hobbys, die dir ein Alleinstellungsmerkmal in den Annoncen verschaffen?
Wenn Film und Lesen nicht ausgeführt werden bzw. kein detailierender Input zusätzlich vorhanden ist, werden die Lücken eben (ggf fälschlicherweise) mit dem gefüllt, was sonst da passend bisher an Mustern wahrgenommen wurde.


Bei mir:
- Schwimmsprt
- Fantasyrollenspiele(SIM)
- Tier& Sportftografie
- lecker Kochen

Ich hatte hier mal eine Vorstellungscollage genau mit Themen, aber der link scheint inzwischen erloschen.

In wie weit das jetzt Alleinstellungsmerkmal oder gar förderlich ist, wäre zu bezweifeln, aber es wäre dann eben in der Hinsicht "erkennbar werdend"
Ok, deine Hobbys sind schon abwechslungsreicher als meine. Keine Ahnung, man kann da ja auch nicht aus der eigenen Haut. Das Herz will, was das Herz will.
Bei mir überschneidet sich alles halt sehr. Privatleben und Job sind bei mir deckungsgleicher als bei anderen, denke ich.
Ich habe ja auch Literatur studiert, weil ich Literatur liebe. Nicht aus Verlegenheit oder um später mal einen soliden Job zu haben.
Das ist doch bei vielen Menschen so: ich kenne viele Kunst- und Kulturschaffende, die neben ihrem Job nicht viel anderes in ihrem Privatleben machen. Das Leben ist eher wie aus einem Guss.
Macht einen das so unattraktiv?

Aber diese Fragen führen die Diskussion auch wieder zu sehr weg vom Eigentlichen.
“Happiness is like a butterfly: The more you chase it, the more it will elude you. But if you turn your attention to other things, it will come and sit quietly on your shoulder.”
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Himbeere »

Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 18:40 Ich kenne viele Kunst- und Kulturschaffende, die neben ihrem Job nicht viel anderes in ihrem Privatleben machen. Das Leben ist eher wie aus einem Guss.
Macht einen das so unattraktiv?
Achwo. Für viele Leute sind die Kreativlinge doch gerade interessant. Am Job liegt das sicher nicht. Vielleicht ist es bei dir ähnlich wie bei mir, ich wirke, glaube ich, im Grunde nicht wie eine Frau, die sagen wir mal, sexuell ist, sondern nur halt naja, eher wie ein Neutrum. Ich meine das nicht äußerlich, sondern im Verhalten. Ich kanns bei dir nicht beurteilen, aber ich selber habe von mir eigentlich am ehesten das Bild eines Neutrums, das froh sein kann, wenigstens nicht negativ aufzufallen zwischen Barbies, Feen und Vollblutweibern. Aber dass ich mich selbst in Gegenwart anderer Menschen als sexuelles Wesen wahrnehme, kommt eigentlich nie vor. Wenn, dann wäre es immer gekoppelt mit dem Gefühl von Minderwertigkeit, also drücke ich es wohl lieber ganz weg. Und ich glaube, diese Haltung spiegelt sich im Verhalten und andere empfangen das auch. Kein Wunder, ich steige ja nie auf irgendwas ein. Anspielungen verstehe ich entweder gar nicht oder gehe drüber hinweg, Komplimente sind mir peinlich, Blicke würde ich wohl auch mißverstehen und direkt nachschauen, ob mein Hosenschlitz offen ist.

Ich frage mich, ob man so eine Art erotisches Bewusstsein, das ja Teenies auch haben, wenn sie sich aufbrezeln und losziehen, auch noch entwickeln kann, wenn man schon ziemlich alt ist.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von NBUC »

Himbeere hat geschrieben: ↑17.01.2022, 15:14 Ich frage mich, ob man so eine Art erotisches Bewusstsein, das ja Teenies auch haben, wenn sie sich aufbrezeln und losziehen, auch noch entwickeln kann, wenn man schon ziemlich alt ist.
Ja, aber eben durch Erfolgserlebnisse. Und die muss jemand in dem Alter dann auch erst einmal ohne dieses erotische Bewusstsein in ausreichender Menge um vorangegangene Misserfolgserlebnisse zu überschreiben bekommen -> also alles andere als leicht.

Alter selbst hingegen ist kein Hindernis: sagt Cher 8-)
https://www.youtube.com/watch?v=-lA0FqsP9jI
Natural Born UnCool

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wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Giebenrath »

Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 17:27Ich lese gern, Kino, Netflix, schreibe, höre viele Musik. Das ist doch was?
Das klingt immer so belanglos und nichtssagend.

Besser ist es wenigstens das bevorzugte Genre oder gleich Lieblingsfilme, Lieblingsbücher oder Lieblingsbands zu benennen :brille1: .

Es gibt ja einen großen Unterschied zwischen der Musik von Helene Fischer und Rammstein.
Jedenfalls kann man sich so besser ein Bild von der Person und ihrem Grad der Nerdiness machen.
Give a man a mask and he will show his true face. - Oscar Wilde
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von oldfield2283 »

Himbeere hat geschrieben: ↑17.01.2022, 15:14
Strange Lady hat geschrieben: ↑16.01.2022, 18:40 Ich kenne viele Kunst- und Kulturschaffende, die neben ihrem Job nicht viel anderes in ihrem Privatleben machen. Das Leben ist eher wie aus einem Guss.
Macht einen das so unattraktiv?
Achwo. Für viele Leute sind die Kreativlinge doch gerade interessant. Am Job liegt das sicher nicht. Vielleicht ist es bei dir ähnlich wie bei mir, ich wirke, glaube ich, im Grunde nicht wie eine Frau, die sagen wir mal, sexuell ist, sondern nur halt naja, eher wie ein Neutrum. Ich meine das nicht äußerlich, sondern im Verhalten. Ich kanns bei dir nicht beurteilen, aber ich selber habe von mir eigentlich am ehesten das Bild eines Neutrums, das froh sein kann, wenigstens nicht negativ aufzufallen zwischen Barbies, Feen und Vollblutweibern. Aber dass ich mich selbst in Gegenwart anderer Menschen als sexuelles Wesen wahrnehme, kommt eigentlich nie vor. Wenn, dann wäre es immer gekoppelt mit dem Gefühl von Minderwertigkeit, also drücke ich es wohl lieber ganz weg. Und ich glaube, diese Haltung spiegelt sich im Verhalten und andere empfangen das auch. Kein Wunder, ich steige ja nie auf irgendwas ein. Anspielungen verstehe ich entweder gar nicht oder gehe drüber hinweg, Komplimente sind mir peinlich, Blicke würde ich wohl auch mißverstehen und direkt nachschauen, ob mein Hosenschlitz offen ist.

Ich frage mich, ob man so eine Art erotisches Bewusstsein, das ja Teenies auch haben, wenn sie sich aufbrezeln und losziehen, auch noch entwickeln kann, wenn man schon ziemlich alt ist.
Auch wenn du das selbst nicht so siehst oder bemerkst oder wahrhaben willst, wirst du doch erstmal als Frau und sexuelles Wesen wahrgenommen, ob anziehend oder nicht, daß hängt sicher auch ein wenig von der Ausstrahlung und Selbstwahrnehmung ab.

Das Aufgebrezeltsein und die Werte von Teenis solltest du dir aber nicht als Vorbild nehmen oder anstreben, auch das erotische Selbstbewußtsein wird im Alter anders sein. Und ja man kann es sich sicher durch Erfolgserlebnisse erarbeiten oder sogar auch schon erstmal durch ein Beenden der ununterbrochenen Mißerfolge, also ein einziges Erfolgserlebnis durch Begehrtwerden durch einen Partner - für wie kurz oder lang auch immer.

Aber was rede ich da. Übrigens, es geht nicht nur den Frauen so, auch Männer können sich selbst durchaus ganz viel weniger als männliches sexuelles Wesen fühlen, als sie sind oder von anderen sogar angesehen werden - einfach weil sie denken, ihr Status ist ihnen auf die Stirn getackert

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