Tipps und Strategien für höhere Semester

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ERSTER BEITRAG DES THEMAS
Strange Lady
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Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

Vorgestern war ich mit Freundinnen essen und haben in dem Restaurant zufällig einen alten Bekannten getroffen, mit dem wir dann über die Tische hinweg hin und wieder geplaudert haben. Als der Bekannte gegangen war, meinten die Freundinnen: Du, der hat Interesse an dir. Triff dich doch mal mit dem. Er meinte beim Weggehen auch direkt, er würde sich freuen, wenn ich bei ihm im Büro vorbeischaue, falls ich mal in der Gegend bin.

Auch ich hab das ausnahmsweise mal auch erkannt. Er war auch sehr direkt. Sonst bin ich ja eher flirtsignalblind.
Leider ist er aber viel zu alt und überhaupt nicht mein Typ (eher Hallodri-Typ, war mal superreich, hab aber nie richtig gearbeitet und hat sein ganzes Erbe durchgebracht).

Aber diese Situation hat bei mir mal wieder die Frage aufgeworfen: wie kann so jemensch wie ich, mit solch gravierender emotionaler, psychischer Stagnation (fühle mich die meiste Zeit wie eine 13jährige), jetzt im hohen Alter noch mal einen Versuch starten? Das muss doch jeden einigermaßen normalen Mann total vor den Kopf stoßen. Und es geht dabei nicht nur um sexuelle Unerfahrenheit, sondern vor allem um psycho-emotionale Unreife.
Und dann bin ich selbst inzwischen auch nicht mehr die jüngste, mein Marktwert ist sicherlich massiv gesunken in den letzten Jahren (außer bei so Hallodritypen eben).
Dennoch möchte ich noch nicht aufgeben.

Gibt es hier eigentlich noch andere ältere Semester, die gern wollen würden, aber nicht wissen wie?
“Happiness is like a butterfly: The more you chase it, the more it will elude you. But if you turn your attention to other things, it will come and sit quietly on your shoulder.”
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ERSTER BEITRAG DES THEMAS
oldfield2283

Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von oldfield2283 »

Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 15:09 Dennoch möchte ich noch nicht aufgeben.

Gibt es hier eigentlich noch andere ältere Semester, die gern wollen würden, aber nicht wissen wie?
Hallo Strangy, nun überraschst du mich aber doch zum ersten Mal...

Nein bevor du mich gleich haust oder ähnliches, ich meinte das total positiv und ja ich bin ganz sicher noch ein älteres Semester als du und ich habe auch noch nicht aufgegeben. Und ich habe auch keinen richtigen Plan und keine Strategie. Soviel zu deinen Fragen - ich denke, wir werden hier im Unterforum auch keine Ratschläge oder Tips bekommen können, jedenfalls wenn die Richtlinien noch stimmen und sich keine Frisch-Nichtmehr-Abienen und Abs noch hier tummeln, die vielleicht etwas berichten/sagen könnten.

Okay, Du kennst mich noch vom Travemünde-Treffen, ein Häufchen Unglück, daß sofort gleich wieder verschwunden ist, weil ihn selbst in der AB-Runde psychisch und sodann körperlich fröstelte. Ich weiß nicht woher, jedoch seit dem Sommer habe ich ein klein wenig Optimismus getankt und ja es ist nicht nur eigener Verdienst, wenn man davon absieht, daß ich mich einigen Personen u.a. meiner Therapeutin ein wenig geöffnet habe. Ich bin 55 und ja ich weiß, es ist vielleicht mein letzter Versuch und ich habe alle negativen Punkte noch dazu, die ein junger Mensch und AB (so 30+) nicht hat. Und ich versuche es trotzdem. Ich möchte es wissen, wie es ist mit der Partnerschaft, wenigstens einmal. Und egal wenn ich das erwartet mit Karacho an den Baum setze.

Ich denke mal, du stößt keinen Mann vor den Kopf... Höchstens mit (absichtlichen) Pessimismus. Das ist auch das Einzige was ich dir zu "Strategie" sagen kann. Ich habe in den vergangenen Monaten die Erfahrung gemacht, nicht alle potentiellen/theoretischen/denkbaren (ich drücke mich da auch immer sehr vorsichtig aus) Partner fühlen sich vor den Kopf gestoßen, lachen einen aus oder haben andere Sachen drauf, inquisitorische Verhöre, Ungläubigkeit usw. Ja einige oder viele schon. Aber manche auch nicht und ich habe sogar schon Verständnis und Hilfbereitschaft angetroffen. Vielleicht ist es (auch nur für mich), ein möglicher Weg, so über dieses auch mit Frauen in ein engeres Gespräch zu kommen (eine reicht ja schon), wenn sie mich ja gar von vornherein wegen meines Aussehens oder sonstiger Minuspunkte aussortieren, was für mich völlig neu ist.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Giebenrath »

Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 15:09 Als der Bekannte gegangen war, meinten die Freundinnen: Du, der hat Interesse an dir. Triff dich doch mal mit dem.
Deine Freundinnen sind offensichtlich nicht so wählerisch. ;)
Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 15:09 Leider ist er aber viel zu alt
Wie viele Jahrzehnte liegen zwischen euch?
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

Giebenrath hat geschrieben: ↑09.01.2022, 17:18
Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 15:09 Als der Bekannte gegangen war, meinten die Freundinnen: Du, der hat Interesse an dir. Triff dich doch mal mit dem.
Deine Freundinnen sind offensichtlich nicht so wählerisch. ;)
Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 15:09 Leider ist er aber viel zu alt
Wie viele Jahrzehnte liegen zwischen euch?
Doch, die fanden den echt schrecklich - sogar schrecklicher als ich ihn fand. Die wollten mich lediglich aufziehen. Kennst du sowas nicht?
Er ist ca 12 - 15 Jahre älter und ziemlich abgerockt (Alk, sicherlich auch noch anderes Zeugs)
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

oldfield2283 hat geschrieben: ↑09.01.2022, 16:28
Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 15:09 Dennoch möchte ich noch nicht aufgeben.

Gibt es hier eigentlich noch andere ältere Semester, die gern wollen würden, aber nicht wissen wie?
Hallo Strangy, nun überraschst du mich aber doch zum ersten Mal...

Nein bevor du mich gleich haust oder ähnliches, ich meinte das total positiv und ja ich bin ganz sicher noch ein älteres Semester als du und ich habe auch noch nicht aufgegeben. Und ich habe auch keinen richtigen Plan und keine Strategie. Soviel zu deinen Fragen - ich denke, wir werden hier im Unterforum auch keine Ratschläge oder Tips bekommen können, jedenfalls wenn die Richtlinien noch stimmen und sich keine Frisch-Nichtmehr-Abienen und Abs noch hier tummeln, die vielleicht etwas berichten/sagen könnten.

Okay, Du kennst mich noch vom Travemünde-Treffen, ein Häufchen Unglück, daß sofort gleich wieder verschwunden ist, weil ihn selbst in der AB-Runde psychisch und sodann körperlich fröstelte. Ich weiß nicht woher, jedoch seit dem Sommer habe ich ein klein wenig Optimismus getankt und ja es ist nicht nur eigener Verdienst, wenn man davon absieht, daß ich mich einigen Personen u.a. meiner Therapeutin ein wenig geöffnet habe. Ich bin 55 und ja ich weiß, es ist vielleicht mein letzter Versuch und ich habe alle negativen Punkte noch dazu, die ein junger Mensch und AB (so 30+) nicht hat. Und ich versuche es trotzdem. Ich möchte es wissen, wie es ist mit der Partnerschaft, wenigstens einmal. Und egal wenn ich das erwartet mit Karacho an den Baum setze.

Ich denke mal, du stößt keinen Mann vor den Kopf... Höchstens mit (absichtlichen) Pessimismus. Das ist auch das Einzige was ich dir zu "Strategie" sagen kann. Ich habe in den vergangenen Monaten die Erfahrung gemacht, nicht alle potentiellen/theoretischen/denkbaren (ich drücke mich da auch immer sehr vorsichtig aus) Partner fühlen sich vor den Kopf gestoßen, lachen einen aus oder haben andere Sachen drauf, inquisitorische Verhöre, Ungläubigkeit usw. Ja einige oder viele schon. Aber manche auch nicht und ich habe sogar schon Verständnis und Hilfbereitschaft angetroffen. Vielleicht ist es (auch nur für mich), ein möglicher Weg, so über dieses auch mit Frauen in ein engeres Gespräch zu kommen (eine reicht ja schon), wenn sie mich ja gar von vornherein wegen meines Aussehens oder sonstiger Minuspunkte aussortieren, was für mich völlig neu ist.
Du, soviel jünger bin ich gar nicht.
Bei Frauen sinken Attraktivität und "Marktwert" (ja, doofer Begriff, aber ist leider so) viel rapider als bei Männern.

Meine besondere Problemlage rührt daher, dass ich ja eigentlich sozial super integriert bin und in Menschenkontakten buchstäblich ersaufe. Sozialer Burnout etc. Und dennoch nichts gerissen bekomme. Es gibt einfach so wenige Menschen, in deren Gegenwart ich mich wohl und sicher fühle. Das hat natürlich viel mit mir selbst zu tun. Die anderen sind schon ok so, wie sie sind. Im Miteiander mit anderen fühle ich mich sehr schnell "aufgerieben", weil ich meine Grenzen nicht klarbekomme.

Weiß einfach nicht, wo ich noch ansetzen soll. Therapie und so mache ich schon seit Jahren.

Wie schafffe ich es, dass ich mich grundsätzlich wohler mit Menschen/Männern fühle? Bei Männern habe ich Angst, dass ich gegen dominantes, aggressives oder auch liebloses, abgewandtes Verhalten nicht ankomme. In meiner Gruppentherapie waren wir anfänglich paritätisch besetzt: 5 Frauen, 5 Männern. Dann sind mehrere Frauen rausgegangen, am Ende blieben 5 Männer und 2 Frauen ... das war die Hölle für mich. Seltsames toxisches Aneinandervorbeireden, nicht ausreden lassen, nicht aufeinander eingehen, lange Monologe, wenig Zugewandtheit. Ich bin nach 2 Sitzungen dann auch gegangen, keine Ahnung, was mit der letzten Frau passiert ist.

Aber auch mit Freundinnen ist es manchmal schwierig, z.B. im gemeinsamen Urlaub. Ich kriege spätestens am 3. Tag einen Rappel, weil mir die anderen auf den Sack gehen und ich mich zu sehr verstellen und anpassen muss, damit es funktioniert.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Giebenrath »

Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 18:43Doch, die fanden den echt schrecklich - sogar schrecklicher als ich ihn fand. Die wollten mich lediglich aufziehen. Kennst du sowas nicht?
Ich kenne so was schon, habe aber den schlechten Scherz deiner Freundinnen erst durch deine Erklärung als solchen erkannt. ;)
Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 18:43Er ist ca 12 - 15 Jahre älter und ziemlich abgerockt (Alk, sicherlich auch noch anderes Zeugs)
Das klingt jetzt nicht so prickelnd.
Hoffentlich sehe ich nicht auch so aus. :lol:
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von uhu72 »

Hallo Strangie,
danke für dieses interessante Thema. Ich fürchte auch ich werde wenig Konstruktives zum Thema beitragen können.
Das du selbst unter deinen Freundinnen nicht du selbst sein kannst, finde ich bedenklich. Wo sind denn deine Seelenverwandten?
Die Kunst bei der Partnersuche besteht ja darin, zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der passenden Situation zu sein, um dem passenden Menschen zu begegnen. Nur wo treffen wir Midager/Bestager auf diese? Wenn du so viele Bekannte hast, sollte man meinen, dass das bei dir kein Ding ist. Scheinbar aber doch. Wir müssen also herausfinden, wo in deiner großen Bekanntenblase die entscheidende Lücke ist. Wahrscheinlich so leicht zu finden, wie die Stecknadel im Heuhaufen. Womit wir wieder am Anfang wären. Wenn unsere Probleme einfach wären, wären wir nicht ABs.
Auf der anderen Seite die von dir schon erwähnte Frage, welcher Mann könnte sich für dich begeistern?
Fragen über Fragen. :gruebel:
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Brax »

Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 18:58 Wie schaffe ich es, dass ich mich grundsätzlich wohler mit Menschen/Männern fühle? Bei Männern habe ich Angst, dass ich gegen dominantes, aggressives oder auch liebloses, abgewandtes Verhalten nicht ankomme.
Strangie, ich glaube, wir sind mit unseren Problemen und Ängsten ziemlich ähnlich gelagert. Vielleicht hilft dir also, was ich derzeit mache? Ich versuche momentan, nicht direkt an eine Beziehung denken, sondern mich mit Männern zu treffen, einfach nur um jemanden zu treffen. Mich zu unterhalten. Ehrlich sagen, was ich denke. Händchen halten. Jemanden küssen. Und so fort. Also Schritt für Schritt, ohne gleich an Beziehung zu denken. Wenn ich das Gesamtpaket im Kopf habe, dann geht gar nichts, weil ich viel zu blockiert bin. Aber wenn ich nur einzelne Schritte vorhabe, dann geht was. Und vielleicht (so meine Hoffnung) gewöhnt man sich an die ersten Schritte, an Datingsituationen, fühlt sich besser damit und kann dann weitergehen.

So gesehen wäre es vielleicht nicht schlecht, dich mit ihm (oder auch jemand anderem) zu treffen, einfach um zu "üben"?

Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 15:09 Aber diese Situation hat bei mir mal wieder die Frage aufgeworfen: wie kann so jemensch wie ich, mit solch gravierender emotionaler, psychischer Stagnation (fühle mich die meiste Zeit wie eine 13jährige), jetzt im hohen Alter noch mal einen Versuch starten? Das muss doch jeden einigermaßen normalen Mann total vor den Kopf stoßen. Und es geht dabei nicht nur um sexuelle Unerfahrenheit, sondern vor allem um psycho-emotionale Unreife.
Ist das denn wirklich so? Ich fühle mich auch wie 19/20 und nicht wie Mitte 30. Aber das ist bei vielen Leuten so. Das heißt ja nicht, dass du tatsächlich irgendwie zurückgeblieben bist. Du hast ja trotzdem Lebens- und soziale Erfahrung (gerade, wenn du in sozialen Kontakten ersäufst, sowieso). Mach dich da nicht so runter!

uhu72 hat geschrieben: ↑09.01.2022, 20:29 Dass du selbst unter deinen Freundinnen nicht du selbst sein kannst, finde ich bedenklich.
+1
Warum ist das so? Hilft es vielleicht auch, auszusortieren? Das hat eine Freundin von mir gemacht, die sich davor mit quasi jedem angefreundet hat, der/die wollte, und nicht alle Kontakte haben ihr gutgetan. Nach dem "Aussortieren" bzw. im Zuge dessen konnte sie dann viel mehr sie selbst sein. Wenn du sehr viele Kontakte hast, ist das vielleicht bei dir auch so ähnlich? Vielleicht würde es helfen, dir deine Bekannten mal genauer anzusehen und zu überlegen, wer dir wirklich guttut und dich stärker auf diese zu konzentrieren?

uhu72 hat geschrieben: ↑09.01.2022, 20:29Die Kunst bei der Partnersuche besteht ja darin, zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der passenden Situation zu sein, um dem passenden Menschen zu begegnen. Nur wo treffen wir Midager/Bestager auf diese? Wenn du so viele Bekannte hast, sollte man meinen, dass das bei dir kein Ding ist. Scheinbar aber doch. Wir müssen also herausfinden, wo in deiner großen Bekanntenblase die entscheidende Lücke ist. Wahrscheinlich so leicht zu finden, wie die Stecknadel im Heuhaufen. Womit wir wieder am Anfang wären. Wenn unsere Probleme einfach wären, wären wir nicht ABs.
Auf der anderen Seite die von dir schon erwähnte Frage, welcher Mann könnte sich für dich begeistern?
Und andersrum: Für welchen Mann kannst du dich denn begeistern (also Strangie meine ich jetzt)? Welche Männer haben dich denn bisher interessiert? Wann und wo hast du diese kennengelernt? Da würde ich ansetzen und vermehrt in dieser Richtung schauen. Es ist ja sonst schon seltsam, wenn du so extrem viele Kontakte hast und sich dadurch trotzdem keine Chancen bieten. Lernst du über deine Kontakte auch neue Kontakte kennen?
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Wolleesel »

Bin etwas verwirrt wegen diesem Hallodri
Google sagt:
meist jüngerer, unbeschwerter, oft leichtfertiger und etwas unzuverlässiger Mann

Hab bisher von 2 Frauen dieses Wort gehört aber ich kann mir darunter absolut nichts vorstellen 9_9 Ist das was positives oder negatives oder weder noch?

Zu der Strategie und dem Marktwert klingt das jetzt für mich eher nach dem klassischen Selbstwergefühl. Glaube nicht dass der Marktwert einer Fraktion schneller abnimmt, zumindest kann ich das im Umfeld nicht bestätigen
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Brax »

Wolleesel hat geschrieben: ↑10.01.2022, 00:19 Bin etwas verwirrt wegen diesem Hallodri
Google sagt:
meist jüngerer, unbeschwerter, oft leichtfertiger und etwas unzuverlässiger Mann

Hab bisher von 2 Frauen dieses Wort gehört aber ich kann mir darunter absolut nichts vorstellen 9_9 Ist das was positives oder negatives oder weder noch?
Ein Hallodri ist ein Typ, der vor allem Spaß haben will und es mit Verantwortung nicht so genau nimmt. Also, dann, wenn du ihn brauchst, ist er wohl eher nicht mehr da. Also eher negativ. Es sei denn, man will selbst nur Spaß haben. Dann ist er vielleicht genau der Richtige.

Glaube nicht dass der Marktwert einer Fraktion schneller abnimmt, zumindest kann ich das im Umfeld nicht bestätigen
Das liegt vermutlich eher an der Einzelperson.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von uhu72 »

Brax hat geschrieben: ↑10.01.2022, 09:47
Glaube nicht dass der Marktwert einer Fraktion schneller abnimmt, zumindest kann ich das im Umfeld nicht bestätigen
Das liegt vermutlich eher an der Einzelperson.
Ich glaube, Strangie möchte in ihrer typischen selbstkritischen Art damit klarstellen, dass sie nicht dem jungen, schönen, 90-60-90 Barbie-Klischee entspricht und sie nicht mit einem allgemein akzeptierten Schönheitsideal punkten kann, zumindest nicht bei den meisten Männern, wo das Auge auch mit wählt, ein wenig zumindest. :shy:
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Brax »

... kann sie aber. Und es hilft einem nicht weiter, sich selbst schlechter zu reden als man ist.
oldfield2283

Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von oldfield2283 »

Brax hat geschrieben: ↑09.01.2022, 23:18
Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 18:58 Wie schaffe ich es, dass ich mich grundsätzlich wohler mit Menschen/Männern fühle? Bei Männern habe ich Angst, dass ich gegen dominantes, aggressives oder auch liebloses, abgewandtes Verhalten nicht ankomme.
Strangie, ich glaube, wir sind mit unseren Problemen und Ängsten ziemlich ähnlich gelagert. Vielleicht hilft dir also, was ich derzeit mache? Ich versuche momentan, nicht direkt an eine Beziehung denken, sondern mich mit Männern zu treffen, einfach nur um jemanden zu treffen. Mich zu unterhalten. Ehrlich sagen, was ich denke. Händchen halten. Jemanden küssen. Und so fort. Also Schritt für Schritt, ohne gleich an Beziehung zu denken. Wenn ich das Gesamtpaket im Kopf habe, dann geht gar nichts, weil ich viel zu blockiert bin. Aber wenn ich nur einzelne Schritte vorhabe, dann geht was. Und vielleicht (so meine Hoffnung) gewöhnt man sich an die ersten Schritte, an Datingsituationen, fühlt sich besser damit und kann dann weitergehen.

So gesehen wäre es vielleicht nicht schlecht, dich mit ihm (oder auch jemand anderem) zu treffen, einfach um zu "üben"?
Naja, so wie ich es verstanden habe, wäre der Hallodri jetzt nicht unbedingt] Strangy's Typ und allererste Wahl... Und es kommt ihr mehr auf das wiedererweckte Gefühl und das "noch einmal versuchen Wollen" an.

Ich finde die von dir angesprochene Strategie auch gut und ich würde das sogar machen (mit Frauen natürlich), denn wie anders soll ich es noch lernen. Immer schön langsam, Schritt für Schritt und immer darauf hoffend, meine und ihre Geduld reicht aus und ich werfe nicht gleich wieder die Flinte ins Korn, wenn mal was nicht auf Anhieb klappt.

Allerdings fällt es mir unheimlich schwer, weil ich anders als Strangy und vielleicht wie andere hier auch, sehr wenig "normale" soziale Kontakte habe und Frauen "kenne" oder generell Menschen - was aber zum Teil an mir liegt und an meiner Situation. Wenn ich aber Rückmeldungen bekomme, so sind die für mich erstaunlich durchaus positiv, auch wenn ich es immer selber nicht glaube und mich leider selbst wohl zu negativ sehe, nur zum Teil begründet.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

Brax hat geschrieben: ↑09.01.2022, 23:18
So gesehen wäre es vielleicht nicht schlecht, dich mit ihm (oder auch jemand anderem) zu treffen, einfach um zu "üben"?
.....
Warum ist das so? Hilft es vielleicht auch, auszusortieren? Das hat eine Freundin von mir gemacht, die sich davor mit quasi jedem angefreundet hat, der/die wollte, und nicht alle Kontakte haben ihr gutgetan. Nach dem "Aussortieren" bzw. im Zuge dessen konnte sie dann viel mehr sie selbst sein. Wenn du sehr viele Kontakte hast, ist das vielleicht bei dir auch so ähnlich? Vielleicht würde es helfen, dir deine Bekannten mal genauer anzusehen und zu überlegen, wer dir wirklich guttut und dich stärker auf diese zu konzentrieren?
Ja, das ist ein Punkt. Ich bin eher reaktiv in sozialen Beziehungen. Leute fragen mich, ob ich mit Ihnen dies und jenes machen möchte, und ich sage zu. Ich selektiere zu wenig. Da ich beruflich mit sehr vielen Menschen zu tun habe, geht das Private auch sehr schnell fließend ins Berufliche über. Mir fällt es schwer die Grenzen aufrechtzuerhalten. Wenn ich weniger Zeit mit irgendwelchen xbeliebigen Kontakten verbringen würde (weil ich das oftmals von Berufs wegen muss), könnte ich mich auch viel bewusster mit richtigen Freundinnen treffen. Da schwingen auch unbewusste Ängste mit á la: ich habe nicht das Recht Menschen abzusagen, ich muss dankbar sein, dass sich überhaupt jemand mit mir abgeben will. Ich kann auch nur schlecht Nein sagen.
Brax hat geschrieben: ↑09.01.2022, 23:18
uhu72 hat geschrieben: ↑09.01.2022, 20:29Die Kunst bei der Partnersuche besteht ja darin, zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der passenden Situation zu sein, um dem passenden Menschen zu begegnen. Nur wo treffen wir Midager/Bestager auf diese? Wenn du so viele Bekannte hast, sollte man meinen, dass das bei dir kein Ding ist. Scheinbar aber doch. Wir müssen also herausfinden, wo in deiner großen Bekanntenblase die entscheidende Lücke ist. Wahrscheinlich so leicht zu finden, wie die Stecknadel im Heuhaufen. Womit wir wieder am Anfang wären. Wenn unsere Probleme einfach wären, wären wir nicht ABs.
Auf der anderen Seite die von dir schon erwähnte Frage, welcher Mann könnte sich für dich begeistern?
Und andersrum: Für welchen Mann kannst du dich denn begeistern (also Strangie meine ich jetzt)? Welche Männer haben dich denn bisher interessiert? Wann und wo hast du diese kennengelernt? Da würde ich ansetzen und vermehrt in dieser Richtung schauen. Es ist ja sonst schon seltsam, wenn du so extrem viele Kontakte hast und sich dadurch trotzdem keine Chancen bieten. Lernst du über deine Kontakte auch neue Kontakte kennen?
Ich glaube, die letzten wirklich spannenden Leute habe ich an der Uni kennengelernt. Steh ja auf so eloquente Intellektuelle.
Hin und wieder treffe ich auch noch auf genau diese Klientel, auf Lesungen und Kulturveranstaltungen. Wir unterhalten uns auch ganz gut. Aber mehr ist da eigentlich nie. Ich wirke vermutlich zu "abinisch" oder "uninteressiert" oder "unattraktiv". Viele sind in unserem Alter ja auch schon vergeben.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

Brax hat geschrieben: ↑10.01.2022, 21:56 ... kann sie aber. Und es hilft einem nicht weiter, sich selbst schlechter zu reden als man ist.
Ja, zumal ich mitbekomme, dass Frauen, die gar nicht mal so viel jünger oder hübscher sind als ich, durchaus Erfolg auch im höheren Alter haben.
Aber die haben dann eben diese "Aura der Erfahrenheit" oder was auch immer, das sie attraktiver/selbstbewusster/liebenswerter erscheinen lässt.
Es ist dieses abinische Hadern und Zweifeln und die Verklemmtheit, die vermutlich nicht gut ankommt.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Strange Lady »

oldfield2283 hat geschrieben: ↑11.01.2022, 09:49
Brax hat geschrieben: ↑09.01.2022, 23:18
Strange Lady hat geschrieben: ↑09.01.2022, 18:58 Wie schaffe ich es, dass ich mich grundsätzlich wohler mit Menschen/Männern fühle? Bei Männern habe ich Angst, dass ich gegen dominantes, aggressives oder auch liebloses, abgewandtes Verhalten nicht ankomme.
Strangie, ich glaube, wir sind mit unseren Problemen und Ängsten ziemlich ähnlich gelagert. Vielleicht hilft dir also, was ich derzeit mache? Ich versuche momentan, nicht direkt an eine Beziehung denken, sondern mich mit Männern zu treffen, einfach nur um jemanden zu treffen. Mich zu unterhalten. Ehrlich sagen, was ich denke. Händchen halten. Jemanden küssen. Und so fort. Also Schritt für Schritt, ohne gleich an Beziehung zu denken. Wenn ich das Gesamtpaket im Kopf habe, dann geht gar nichts, weil ich viel zu blockiert bin. Aber wenn ich nur einzelne Schritte vorhabe, dann geht was. Und vielleicht (so meine Hoffnung) gewöhnt man sich an die ersten Schritte, an Datingsituationen, fühlt sich besser damit und kann dann weitergehen.

So gesehen wäre es vielleicht nicht schlecht, dich mit ihm (oder auch jemand anderem) zu treffen, einfach um zu "üben"?
Naja, so wie ich es verstanden habe, wäre der Hallodri jetzt nicht unbedingt] Strangy's Typ und allererste Wahl... Und es kommt ihr mehr auf das wiedererweckte Gefühl und das "noch einmal versuchen Wollen" an.

Ich finde die von dir angesprochene Strategie auch gut und ich würde das sogar machen (mit Frauen natürlich), denn wie anders soll ich es noch lernen. Immer schön langsam, Schritt für Schritt und immer darauf hoffend, meine und ihre Geduld reicht aus und ich werfe nicht gleich wieder die Flinte ins Korn, wenn mal was nicht auf Anhieb klappt.

Allerdings fällt es mir unheimlich schwer, weil ich anders als Strangy und vielleicht wie andere hier auch, sehr wenig "normale" soziale Kontakte habe und Frauen "kenne" oder generell Menschen - was aber zum Teil an mir liegt und an meiner Situation. Wenn ich aber Rückmeldungen bekomme, so sind die für mich erstaunlich durchaus positiv, auch wenn ich es immer selber nicht glaube und mich leider selbst wohl zu negativ sehe, nur zum Teil begründet.
Und genau dieses Schritt für Schritt ... ich fürchte, dass ich das nicht halten kann. Mal angenommen, ich möchte, dass es nach einem Schritt nicht weitergeht. Mir fällt es total schwer dann eine Grenze zu ziehen. Meine Angst wäre, dass ich mich überrumpeln und schlecht behandeln lasse, ohne mich zu wehren.
Da ist einfach kein Grundvertrauen zu mir selbst da, dass ich mich selbst in Beziehungen zu schützen in der Lage wäre.
Deswegen fällt mir das unverbindliche Experimentieren da auch so schwer.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Himbeere »

Strange Lady hat geschrieben: ↑11.01.2022, 10:51 Ja, das ist ein Punkt. Ich bin eher reaktiv in sozialen Beziehungen. Leute fragen mich, ob ich mit Ihnen dies und jenes machen möchte, und ich sage zu. Ich selektiere zu wenig. Da ich beruflich mit sehr vielen Menschen zu tun habe, geht das Private auch sehr schnell fließend ins Berufliche über. Mir fällt es schwer die Grenzen aufrechtzuerhalten. Wenn ich weniger Zeit mit irgendwelchen xbeliebigen Kontakten verbringen würde (weil ich das oftmals von Berufs wegen muss), könnte ich mich auch viel bewusster mit richtigen Freundinnen treffen. Da schwingen auch unbewusste Ängste mit á la: ich habe nicht das Recht Menschen abzusagen, ich muss dankbar sein, dass sich überhaupt jemand mit mir abgeben will. Ich kann auch nur schlecht Nein sagen.
Also da beneide ich dich. Ich habe auch viele, immer neue Kontakte durch die Arbeit, aber dass da jemand mit mir privat zu tun haben, will, passiert praktisch nicht. Vielleicht wirke ich irgendwie aussätzig oder so. Aber wahrscheinlicher ist, dass ich ziemlich sachlich und auch langweilig rüberkomme. Ich gebe mich neutral und höflich wie die anderen es halt auch tun. Alles bleibt an der Oberfläche. Und die meisten Leute haben ja kein Interesse an zusätzlichen Kontakten, weil ihr Leben schon angefüllt ist mit Verpflichtungen, Menschen und Hobbies. Die sind froh, wenn sie mal ihre Ruhe haben. Und dann habe ich auch immer im Hinterkopf, dass andere Leute mit jemandem wie mir auch gar nicht groß zu tun haben wollen, weil ich ja nichts zu bieten habe, was die interessant finden könnten. Ich bin langweilig und mache langweilige Sachen. Naja, so könnte ich jetzt noch mehr Ausreden aneinanderreihen, warum bei mir alles nicht geht... :roll:
Aber die Frage, wo man als hypersensible Ü40-Frau mit Rundungen willige Kerle trifft, die auch noch was taugen, kann ich dir leider nicht beantworten. Solltest du es rausfinden, gib mir Bescheid.
Strange Lady hat geschrieben: ↑11.01.2022, 10:51 Ich wirke vermutlich zu "abinisch" oder "uninteressiert" oder "unattraktiv". Viele sind in unserem Alter ja auch schon vergeben.
Also ich denke nicht, dass du unattraktiv oder uninteressiert wirkst. Wahrscheinlich denken die Leute bei dir eher, dass du sie gar nicht nötig hast, weil dir nichts fehlt.
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RaymondF
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von RaymondF »

Ich kann leider auch nicht soviel Konstruktives dazu sagen. Mir geht es ähnlich, aber aufgeben kann und will ich bewusst auch nicht.

Ich versuche das von beiden Seiten anzugehen, das heisst ich versuche weniger überempfindlich oder überängstlich vermeidend zu sein und auf der anderen Seite offen gegenüber neuen Bekanntschaften zu bleiben.
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass eine normale Frau sich eine Beziehung mit so einem vorbelasteten, unsicheren und unerfahrenem Mann antut, aber andererseits glaube ich schon das es solche Menschen gibt. Ich würde da auch gerne mit weniger negativen Erwartungen herangehen und mehr Vertrauen haben.

Attraktivität was Optik angeht spielt glaube ich nicht so eine grosse Rolle wie das eigene Verhalten. Man kann durch selbstbewusstes, humorvolles, herzliches und/oder offenes Auftreten auch Attraktivität erzeugen. Das ist schwierig für unsichere Menschen, weil das vermutlich nur vorgetäuscht wäre. Deshalb müsste man da auch an seiner Einstellung zu sich sich selbst arbeiten und einen Weg finden sich anders zu verhalten ohne sich dabei zu verstellen.
Eine Lösung dafür habe ich leider auch nicht. Mir sind nur aus meiner Erfahrung heraus einige Menschen begegnet,die ich eigentlich unattraktiv fand, die mich aber nach dem Kennenlernen durch ihr Verhalten dann doch angezogen haben.
Im Onlinedating würde das aber nicht funktionieren, da dort die Optik m.E. eines der ersten und meistens wichtigsten Auswahlkriterien ist.

Bei mir ist es leider auch noch ein bisschen Schwieriger, weil ich ebenfalls in Gegenwart von anderen Menschen immer angespannt bin, was ich einfach nicht längere Zeit aushalte. Deshalb habe ich alle sozialen Kontakte abgebrochen, weil das zu Panikattacken geführt hat, wenn ich versuche mich dazu über einen längeren Zeitraum zu zwingen.

Ich habe deshalb jetzt auch eine Therapie begonnen und dort geht es auch darum wie man diese Anspannung mindern oder beseitigen kann.
Ich glaube man muss an vielen Ecken arbeiten, es ist zumindest bei mir nicht nur eine Sache an der es liegt. :hut:
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von Brax »

Strange Lady hat geschrieben: ↑11.01.2022, 10:51 Mir fällt es schwer die Grenzen aufrechtzuerhalten. [...] Da schwingen auch unbewusste Ängste mit á la: ich habe nicht das Recht Menschen abzusagen, ich muss dankbar sein, dass sich überhaupt jemand mit mir abgeben will. Ich kann auch nur schlecht Nein sagen. [...]
Und genau dieses Schritt für Schritt ... ich fürchte, dass ich das nicht halten kann. Mal angenommen, ich möchte, dass es nach einem Schritt nicht weitergeht. Mir fällt es total schwer dann eine Grenze zu ziehen. Meine Angst wäre, dass ich mich überrumpeln und schlecht behandeln lasse, ohne mich zu wehren.
Da ist einfach kein Grundvertrauen zu mir selbst da, dass ich mich selbst in Beziehungen zu schützen in der Lage wäre.
Deswegen fällt mir das unverbindliche Experimentieren da auch so schwer.
Ja, das macht es extrem schwer. Mir geht es ja so ähnlich /(genauso?), dass ich immer die Angst hatte und habe, der Typ könnte etwas wollen, was ich nicht will und ich darf ja nicht Nein sagen. Ich glaube, das ist sogar mein zentrales Problem. Deswegen übe ich jetzt eben mit den kleinen Schritten. Es fällt mir ja auch sehr schwer, aber es geht jetzt ein bisschen besser. Ich habe mir immer wieder vergegenwärtigt, dass ich nichts muss, was ich nicht will und andere ja auch nichts tun, was sie nicht wollen und jederzeit alles beenden können. Mir hilft es auch, mir vor einem Date genau zu überlegen, wie weit ich gehen und was ich mitmachen würde und wozu es auf keinen Fall kommt. Und dann halte ich mich daran. Dadurch sind diese kleinen Schritte dann immerhin möglich. Therapie kann da auch weiterhelfen. Und ich habe dieses Nein-sagen und Mich-durchsetzen auch mit einem Freund geübt, indem wir Situationen durchgespielt haben, in denen er etwas von mir will und nicht locker lässt und ich dann irgendwie adäquat darauf reagieren muss. Das hat sich selbst im Rollenspiel furchtbar angefühlt, aber es gibt einem Übung. Hast du jemanden, mit dem du so etwas auf diese Art üben könntest?

Strange Lady hat geschrieben: ↑11.01.2022, 10:55 Ja, zumal ich mitbekomme, dass Frauen, die gar nicht mal so viel jünger oder hübscher sind als ich, durchaus Erfolg auch im höheren Alter haben.
Aber die haben dann eben diese "Aura der Erfahrenheit" oder was auch immer, das sie attraktiver/selbstbewusster/liebenswerter erscheinen lässt.
Es ist dieses abinische Hadern und Zweifeln und die Verklemmtheit, die vermutlich nicht gut ankommt.
Ich glaube nicht so sehr, dass es eine "Aura der Erfahrenheit" gibt oder dass diese einen anziehend macht. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass wir durch unsere Ängste Ablehnung, Unnahbarkeit und Desinteresse signalisieren und sich deswegen keiner an uns herantraut. Und wir senden auch keine positiven Signale, auf die jemand reagieren könnte. Ich glaube aber nicht, dass wir weniger attraktiv sind.

Himbeere hat geschrieben: ↑11.01.2022, 11:32 Also ich denke nicht, dass du unattraktiv oder uninteressiert wirkst. Wahrscheinlich denken die Leute bei dir eher, dass du sie gar nicht nötig hast, weil dir nichts fehlt.
Interessanter Punkt! Könnte sein, oder? Bei dir, Himbeere, genauso. Ich habe euch beide, Strangie und Himbeere, ja zumindest online schon mal gesehen und fand euch beide hübsch und interessant. Daran liegt es also nicht.
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Re: Tipps und Strategien für höhere Semester

Beitrag von uhu72 »

Strange Lady hat geschrieben: ↑11.01.2022, 10:51 Ja, das ist ein Punkt. Ich bin eher reaktiv in sozialen Beziehungen. Leute fragen mich, ob ich mit Ihnen dies und jenes machen möchte, und ich sage zu. Ich selektiere zu wenig. Da ich beruflich mit sehr vielen Menschen zu tun habe, geht das Private auch sehr schnell fließend ins Berufliche über. Mir fällt es schwer die Grenzen aufrechtzuerhalten. Wenn ich weniger Zeit mit irgendwelchen xbeliebigen Kontakten verbringen würde (weil ich das oftmals von Berufs wegen muss), könnte ich mich auch viel bewusster mit richtigen Freundinnen treffen. Da schwingen auch unbewusste Ängste mit á la: ich habe nicht das Recht Menschen abzusagen, ich muss dankbar sein, dass sich überhaupt jemand mit mir abgeben will. Ich kann auch nur schlecht Nein sagen.
Ich erinnere mich, dass wir auch mal über deine beruflichen Perspektiven philosophiert haben. In diesen erweiterten Zusammenhang muss ich auch an meine Aussage bezüglich der MTTs/Silvestertreffen denken. Ich bin ja nicht so der gesellige Mensch. Deshalb tritt bei mir dann auch eine Übersättigung an neuen Bekanntschaften ein. Insbesondere was gleichgeschlechtliche Bekanntschaften im AB-Umfeld betrifft. Vielleicht bist du auf Grund deiner beruflichen Situation dazu verdammt mit Bekanntschaften, Begegnungen übersättigt zu werden und gleichzeitig schwingt unterbewusst, auf Grund der omnipräsenten beruflichen Situation, eine professionelle Distanz mit, die verhindert, dass es zu persönlich wird.
Ist jetzt nur so eine fixe Idee, aber würde ein Berufsumfeld mit einem deutlich überschaubaren und langfristig konstanteren Kontaktpotential helfen?
Wäre das eine Option, die du bei deiner nächsten beruflichen Veränderung berücksichtigen könntest?
Strange Lady hat geschrieben: ↑11.01.2022, 10:51 Ich glaube, die letzten wirklich spannenden Leute habe ich an der Uni kennengelernt. Steh ja auf so eloquente Intellektuelle.
Hin und wieder treffe ich auch noch auf genau diese Klientel, auf Lesungen und Kulturveranstaltungen. Wir unterhalten uns auch ganz gut. Aber mehr ist da eigentlich nie. Ich wirke vermutlich zu "abinisch" oder "uninteressiert" oder "unattraktiv". Viele sind in unserem Alter ja auch schon vergeben.
Eventuell ist auch das "Hin und wieder" zu selten und zu einmalig.
Es gibt für jeden Topf einen passenden Deckel. Aber es gibt nicht genug passende Deckel für alle Töpfe!

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