Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

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Skyscraper
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Skyscraper »

Elfriede hat geschrieben: ↑28.04.2025, 07:38 … Allerdings möchte ich zu Bedenken geben, dass Prostituierte zu 90% in dieses Gewerbe gezwungen werden. Jeder Freier ist also automatisch auch Täter in Sachen Zwangsprostitution.
Ich würde ja gerne die Studie/Erhebung kennenlernen, wo du diese Zahl von 90% her hast, und wie diese erhoben wurde. Insbesondere ob sie repräsentativ und aussagekräftig ist, und zwar nach wissenschaftlichen Kriterien!!! Natürlich gibt es Zwangsprostitution. Es dürfte tendenziell auf die Art des Etablissements bzw. Paysex ankommen, wie du ja auch schon angedeutet hast. Zu berücksichtigen ist ferner, dass Zwangsprostitution eine Straftat ist und eines Beweises bedarf. Natürlich ist dieser Beweis meistens schwierig. Dennoch sollte man vorsichtig sein zu 90% von einer Straftat auszugehen. Dies stempelt Frauen dieses Gewerbes pauschalisierend als Opfer ab, zumindest zu immerhin 90%! So etwas bezeichne ich als Stigmatisierung. Und glaub mir, Frauen dieses Gewerbes hassen es, als Opfer gesehen zu werden nach meiner Erfahrung.
Ansonsten kann ich aber empfehlen, z.B. eine Kuschelgruppe zu besuchen oder sich ab und zu eine Tantra-Massage zu gönnen. Hier geht es in erster Linie darum, körperliche Nähe zuzulassen und zu erfahren, um Hemmungen abzubauen. Ich könnte mir vorstellen, dass das sehr hilfreich ist.
Etwas dem ich mich anschließe, ist deine Empfehlung zu Erotikmassagen, wie z.b. Tantra oder Body-to-Body. Es muss nicht zwingend immer der klassische Rein-Raus-Akt sein. Hier geht es um Nähe, Berührung, Anfassen, Küssen und am Ende um Handjob und „Happy-End“, aber ohne Penetration. Es ist m.E. sogar der bessere Einstieg in (Pay-) Sex für einen sensiblen Mann. Unabhängig davon gibt es auch sog. FKK Clubs, die zu empfehlen sind. Es ist ein anderes Preisniveau sollte man wissen.

Nichtsdestotrotz kann doch jeder alles mal ausprobieren, finde ich, und in der Situation, in der er ist im Hier und Jetzt einfach hinspüren, wie es sich anfühlt und möglichst genießen und abschalten. Deswegen geht es mir nicht mal zwingend um Erfahrung machen, oder gar Sex üben - obwohl Sex grundsätzlich „Übung“ verlangen kann -, sondern um Sinnlichkeit und Genuss, die sich niemand im Leben verwehren sollte, erstrecht nicht ABs. Ich möchte unsere Diskussion, die ich als sehr rational und intendiert zweckorientiert wahrnehme, mal etwas in eine andere Richtung lenken, oder zumindest andere Perspektiven aufzeigen. Sex macht mir viel Spaß und bietet jedem die Möglichkeit Genuss und Sinnlichkeit zu erfahren. Er aktiviert und entspannt, denn er spricht bestimmte Rezeptoren im Körper an. Partnerschaftlicher Sex ist natürlich nochmal anders, aber bedeutet nicht, dass Paysex nicht schön ist, und meinetwegen auch einem „Üben“ dienen könnte.

Dass man dadurch generell selbstsicherer mit Frauen kommunizieren kann, ist möglich, auch nach Annahmen aus der vergleichsweise „jungen“ Disziplin Sexualwissenschaft. Doch man sollte diesbezüglich nicht zu viel erwarten, unterstelle ich mal. Schüchternheit kann nicht (nur) durch sexuelle Erfahrungen behoben werden. Es könnte einen Beitrag leisten. Aber vielmehr sollte man es einfach ausprobieren, gerade als AB, und nicht immer über Erwartungen und Zweckorientierung Gedanken verlieren, und übrigens auch nicht von vornherein (Pay-) Sex sogar als Gefahr ansehen, dass man in ein Loch fallen kann. Man kann immer durch irgendwas im Leben in ein Loch fallen, gerade als sensibler Mensch. Aber ich lehne es ab mir deswegen ein Ausprobieren im Leben zu verwehren, ob in Sachen Sex oder anderweitig. Ich war auch mal jemand, der am liebsten im Vorhinein immer alles rational durchdacht „abgesichert“ wissen wollte, und habe mir über allen „Scheiß“ Gedanken gemacht, weil ich so unsicher war und mich daraus nicht „befreien“ konnte, wegen meiner Vergangenheit und Sensibilität. Erst im Zuge meiner Erfahrungen habe ich gemerkt, dass dies meistens sinnlos ist, und mir vor allem Beschränkungen auferlegt und enorm viel Kraft kostet. Doch Erfahrungen verlangen nicht nur Ausprobieren, sondern das Ausprobieren kann sogar Spaß(!) machen, einschließlich in Sachen Paysex. :D

Um zu der Frage des Thread zurückzukommen. Ja, ein AB Mann sollte es einfach ausprobieren, Paysex zu erfahren!

Man muss sich natürlich im Klaren darüber sein, was man von den Frauen dieses Gewerbes erwarten kann und was nicht. Für die Frauen ist es ein Job, und es geht ihnen in erster Linie um Geld. Deswegen braucht auch niemand Bedenken zu haben, dass er abgelehnt wird, oder sich „dumm“ anstellt beim Sex. Viele der Frauen sind einfühlsam. Und sie haben als Gast viel lieber einen schüchternen sensiblen Mann, der etwas unbeholfen ist, als einen „Proleten“, der sich für den „Großmeister“ beim Sex hält. Ich verwende hier auch bewusst den Begriff Frauen, denn das sind sie, und ihnen ist mit Respekt zu begegnen, wie jeder Frau. Der Begriff Prostituierte wirkt auf mich immer irgendwie abwertend, und empfinde ich nicht als respektvoll.

Abschließend: Wieso sollten sich ausgerechnet ABs Hürden für Erfahrungen und Lebensqualität auferlegen, obwohl sie doch sowieso schon so viele Einschränkungen haben.
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Wolfcraft »

Darth Bane hat geschrieben: ↑28.04.2025, 18:16 Jein. Ich halte ABs auch keineswegs für behindert. Aber es ist doch erstaunlich, dass die Schnittmenge zwischen ABs und Menschen, die am Asperger-Syndrom leiden, recht groß ist. Asperger-Menschen haben nämlich große Probleme mit Empathie und dem Knüpfen sozialer Kontakte. [...]
Auf Netflix gibt's auch eine Serie über Menschen mit ASS die daten "Liebe im Spektrum"
Zuletzt geändert von Kolinatan am 29.04.2025, 20:57, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt.
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Kolinatan »

Skyscraper hat geschrieben: ↑29.04.2025, 14:12 Ich würde ja gerne die Studie/Erhebung kennenlernen, wo du diese Zahl von 90% her hast, und wie diese erhoben wurde.
Als ich die Aussage erstmals gelesen habe, war ich auch skeptisch, was deren Höhe angeht. Allerdings ist es einfach die Studie zu finden, auf welcher diese Zahl vermutlich basiert.

Es ist eine Studie von "Melissa Farley PhD et al." aus dem Jahr 2003 in welcher 854 Interviews ausgewertet wurden, welche mit prostituierten Personen aus neun Ländern geführt wurden. Die entscheidende Aussage dürfte hierbei wohl diese sein:
89% of these respondents wanted to escape prostitution, but did not have other options for survival.
Quelle: Abstact - tandfonline.com - Studie als PDF bei prostitutionresearch.com
Skyscraper hat geschrieben: ↑29.04.2025, 14:12 Natürlich gibt es Zwangsprostitution.
Im §232a StGB zur Bestrafung von Zwangsprostitution wird auch explizit die "Ausnutzung ihrer persönlichen oder wirtschaftlichen Zwangslage" benannt. Hast Du die Frauen mit denen Du verkehrt hast so gut kennen gelernt, dass Du sie gefragt hast, ob sie ihre Tätigkeit auch ausüben würden, wenn sie ihr Einkommen auf andere Weise sichern könnten und wie sicher bist Du Dir, dass sie Dir auf diese Frage eine ehrliche Antwort gegeben haben?

Wie gut sind Deine Annahmen über die Umstände, unter denen die Frauen ihre Tätigkeit ausüben, gemessen an Repräsentativität und wissenschaftlichen Kriterien?

Es ist eine Sache, sich von einer solchen Aussage über die Ausnutzung von Zwangslagen anderer Menschen angegriffen zu fühlen und sich dagegen zu verwehren oder sich die Sachlage zu beschönigen, um sich nicht einzugestehen, in welchem Ausmaß Mann von dieser Form der Ausbeutung profitiert.
Skyscraper hat geschrieben: ↑29.04.2025, 14:12 Etwas dem ich mich anschließe, ist deine Empfehlung zu Erotikmassagen, wie z.b. Tantra oder Body-to-Body. Es muss nicht zwingend immer der klassische Rein-Raus-Akt sein. Hier geht es um Nähe, Berührung, Anfassen, Küssen und am Ende um Handjob und „Happy-End“, aber ohne Penetration. Es ist m.E. sogar der bessere Einstieg in (Pay-) Sex für einen sensiblen Mann. Unabhängig davon gibt es auch sog. FKK Clubs, die zu empfehlen sind. Es ist ein anderes Preisniveau sollte man wissen.
Bei Deinen Ausführungen fände ich es schön, wenn Du stärker Differenzieren würdest. Was als "erotische Tantramassage" beworben wird, hat mit Tantra nichts zu tun, es ist eine sexuelle Dienstleistung. Auch der Euphemismus des "FKK Clubs" - auch wenn die Bezeichnung ggf. in manchen Regionen üblich ist - ist ein Bordellbetrieb und sollte auch so benannt werden, damit hier keine Verwechselungen zu FKK und entsprechenden Vereinen aufkommen. Danke.
:se-vulcan+: Lebe lang und in Frieden.
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Elfriede »

Skyscraper hat geschrieben: ↑29.04.2025, 14:12
Grundsätzlich finde ich deinen Post sehr hilfreich und mutmachend für ABs und das ist denke ich genau, was sie brauchen: jemanden der ihnen Mut macht, einfach mal etwas auszuprobieren. Eine Studie hätte ich dir jetzt gar nicht nennen können. Ich hab in der Mediathek mal eine Reportage über Prostitution gesehen und da wurde diese Zahl genannt. Ich denke auch, was die Kunden in diesem Metier zu sehen bekommen ist nur die angenehme, blankpolierte Seite der Medaille. Deshalb wollte ich einfach mal darauf aufmerksam machen, dass man als Konsument schon gut gucken sollte, wo und von wem man bedient wird. Ist ja im Grunde nicht anders als wenn man im Supermarkt einkauft. Da gibt es auch jede Menge ungesundes Chemiezeugs aber eben auch wirklich gute und gesunde Lebensmittel, die diesen Namen auch verdienen.

Also Tantra-Massage mit Happy-End geht ja schon auch in Richtung Prostitution und FKK Clubs sowieso. Wobei ich hab beides nie ausprobiert, kenne also alles nur vom Hören-Sagen. Aber ich kenne meinen Sohn und meinen Mann und weiß, wieviel Probleme die mit Körperlicher Nähe haben. Mein Sohn zuckte eine Zeit lang richtig zusammen, wenn ich als Mutter nur mal seinen Rücken gestreichelt habe. Und meinem Mann musste ich erstmal beibringen, dass zum partnerschaftlichen Sex auch ein Vorspiel und ein Nachspiel gehört. Aber da der Weg raus aus dem ABtum ja aus vielen kleinen Schritten besteht, ist die Nutzung von Prostitution- in welcher Form auch immer - bestimmt hilfreich.

Ich habe übrigens absoluten Respekt vor diesen Frauen. Manche davon tun das, was sie tun ja tatsächlich aus Überzeugung und auch wenn ich mir das für mich niemals vorstellen könnte, denke ich, die haben absolut verdient, dass man ihnen mit Wertschätzung begegnet. Jede von ihnen ist ja in erster Linie Mensch und Frau, natürlich! Und auch deshalb sollten Männer und potentielle Kunden bereit sein, auch mal ein bisschen mehr für diese Dienstleistung zu zahlen.

Und danke für deine Klarstellungen, Kollinatan. Ich denke in diese Diskussion gehört generell mal ein bisschen mehr Faktenwissen. Auch damit es endlich aus der Schmuddelecke raus kommt. Da gehört es nämlich nicht hin.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 30.04.2025, 08:38, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Skyscraper »

Eins habe ich noch vergessen zu sagen im Rahmen der ganzen Diskussion: Mir ging es in meinem Beitrag vorrangig darum Perpektiven aufzuzeigen, dass es bei Sex bzw. Paysex nicht (nur) um das Erreichen einer rationalen Zweckmäßigkeit und Erwartungen gehen sollte, sondern um Spass, Sinnlichkeit und Genuss. Und in diesem Kontext habe ich den Begriff „Ausprobieren“ betont. Das ist alles was ich zu dieser Diskussion beitragen will. Alles andere was ihr damit anfangt, obliegt Euch und natürlich Dir, Kolinatan.
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Manfred »

Also ich kann nur von mir sprechen. Bei mir war das damals so ne Mischung aus Scham, Angst und einfach null Ahnung, wie das mit Frauen überhaupt funktioniert. Hab mich jahrelang wie ein Außenseiter gefühlt, wenn ich gesehen hab wie andere locker mit Frauen geredet haben. :schuechtern:
ABler11235 hat geschrieben: ↑30.04.2025, 08:25Also mir persönlich hat käuflicher Sex sehr geholfen, das Thema "Sex" zu normalisieren und weniger stark auf ein mystisches Podest zu heben.
Das kann ich verstehen. Bei mir war's ähnlich - nachdem ich mit 28 das erste Mal bei einer Prostituierten war, hat sich bei mir im Kopf was gelöst. Nicht dass ich plötzlich der Frauenheld war, aber diese totale Blockade war weg. War halt kein "heiliger Gral" mehr

Aber... :roll:
Elfriede hat geschrieben: ↑30.04.2025, 08:25Allerdings möchte ich zu Bedenken geben, dass Prostituierte zu 90% in dieses Gewerbe gezwungen werden. Jeder Freier ist also automatisch auch Täter in Sachen Zwangsprostitution.
Das is halt der Punkt der mir auch Bauchschmerzen macht. In meiner Stadt gibts ne Beratungsstelle für Prostituierte, da hab ich mich mal informiert. Die meinten auch, viele Frauen machen das nicht freiwillig. Deswegen würd ich heute eher zu diesen Sexualbegleiterinnen raten, die extra für Leute mit wenig Erfahrung sind. Kostet zwar mehr, aber da weiß man wenigstens, dass die das wirklich wollen.

Aber ganz ehrlich? Das Wichtigste war für mich die Therapie. Da hab ich gelernt, dass meine Probleme mit Nähe von der Kindheit kommen. Kein Wunder, dass ich nicht wusste wie man eine normale Beziehung führt, wenn ich es nie vorgelebt bekommen hab. :crybaby:

Jeder muss da seinen eigenen Weg finden. Aber ich würd sagen: Wenn's einem wirklich nur um die körperliche Erfahrung geht, dann kann Prostitution helfen. Aber wenn man eigentlich Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit hat... dann kann's auch richtig wehtun, weil man danach erst merkt, was einem fehlt. :sadman:
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Egil »

Kolinatan hat geschrieben: ↑30.04.2025, 06:15
Skyscraper hat geschrieben: ↑29.04.2025, 14:12 Ich würde ja gerne die Studie/Erhebung kennenlernen, wo du diese Zahl von 90% her hast, und wie diese erhoben wurde.
Als ich die Aussage erstmals gelesen habe, war ich auch skeptisch, was deren Höhe angeht. Allerdings ist es einfach die Studie zu finden, auf welcher diese Zahl vermutlich basiert.

Es ist eine Studie von "Melissa Farley PhD et al." aus dem Jahr 2003 in welcher 854 Interviews ausgewertet wurden, welche mit prostituierten Personen aus neun Ländern geführt wurden. Die entscheidende Aussage dürfte hierbei wohl diese sein:
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Skyscraper hat geschrieben: ↑29.04.2025, 14:12 Natürlich gibt es Zwangsprostitution.
Im §232a StGB zur Bestrafung von Zwangsprostitution wird auch explizit die "Ausnutzung ihrer persönlichen oder wirtschaftlichen Zwangslage" benannt. Hast Du die Frauen mit denen Du verkehrt hast so gut kennen gelernt, dass Du sie gefragt hast, ob sie ihre Tätigkeit auch ausüben würden, wenn sie ihr Einkommen auf andere Weise sichern könnten und wie sicher bist Du Dir, dass sie Dir auf diese Frage eine ehrliche Antwort gegeben haben?
Nun, wenn man Zwangsprostitution definiert als "ist klamm und hat keine andere Möglichkeit, in einem anderen Metier ähnlich viel Geld zu verdienen, um den Lebensunterhalt zu sichern" (so übersetze ich die von dir zitierte Aussage in die eigentlich gemeinte Aussage), dann kommt man sicherlich auf solche Zahlen. Dann würde man wahrscheinlich auch herausfinden, dass die aus Osteuropa stammenden Mitarbeiter in den Schlachthäusern hierzulande mindestens zur Hälfte Sklaven sind, wenn man das als Maßstab anlegt. "Survival" klingt jetzt sehr dramatisch, aber es glaubt doch wohl keiner hier, dass hinter 90% der Prostituierten in D ein Zuhälter steht und droht "ich bring dich um, wenn du nicht gehorchst und für die Kunden brav die Beine breit machst". Zwangsprostitution ist für mich, wenn eine Frau durch Schläge, Drohungen, meinetwegen auch noch durch Entzug des Passes oder durch Vorspiegelung von seriösen Jobangeboten hierzulande (dies aber nur beim ersten Mal!) ins Gewerbe gezwungen wird. Kein Geld, kein Job zu Hause, keine Arbeitserlaubnis für D und keine Qualifikation, sodass keine andere Möglichkeit bleibt als anschaffen zu gehen, um über die Runden zu kommen, bewerte ich nicht als Zwangsprostitution, ebenso wenig wie Geldmangel infolge von Drogensucht.
Interessant fände ich auch, in welchen 9 Ländern die Untersuchung stattgefunden hat (hat irgendwer die Studie gelesen? Bin zu müde, um mir das noch anzutun). In anderen Ländern kann die Situation ja durchaus anders sein, wobei ich nicht an die 90% glaube, nirgendwo.
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von ABler11235 »

Manfred hat geschrieben: ↑05.05.2025, 17:06 Das kann ich verstehen. Bei mir war's ähnlich - nachdem ich mit 28 das erste Mal bei einer Prostituierten war, hat sich bei mir im Kopf was gelöst. Nicht dass ich plötzlich der Frauenheld war, aber diese totale Blockade war weg. War halt kein "heiliger Gral" mehr
Ganz genau. Hat super bei mir geholfen und richtig ein paar Knoten gelöst. Sex war halt so etwas komisches und scheinbar ganz unerreichbares, das man nur aus Videos kennt.

Zum Thema Zwangsprostitution: Naja, da ist man schon wohl selber dabei, jenachdem wo man halt hingeht. Die Frauen mit denen ich mich getroffen habe, die haben das auf jeden Fall freiwillig und engagiert gemacht. Eine hat mir erzählt, dass sie den Job total gut findet. Sie ist selbstständig, kann sich Zeit und Ort frei einteilen (sie ist meist in Hotels) etc. Eine andere hat es "Hobbymäßig" bei sich in der Wohnung gemacht, einfach um das Studentenbudget aufzubessern. Von irgendwelchen Bordells wo hauptsächlich Frauen aus dem Osten arbeiten sollte man sich wahrscheinlich fernhalten, wenn man Sorgen bzgl. Unterstützung der Zwangsprostitution hat.
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Meffi »

Egil hat geschrieben: ↑05.05.2025, 21:18 Zwangsprostitution ist für mich, wenn eine Frau durch Schläge, Drohungen, meinetwegen auch noch durch Entzug des Passes oder durch Vorspiegelung von seriösen Jobangeboten hierzulande (dies aber nur beim ersten Mal!) ins Gewerbe gezwungen wird. Kein Geld, kein Job zu Hause, keine Arbeitserlaubnis für D und keine Qualifikation, sodass keine andere Möglichkeit bleibt als anschaffen zu gehen, um über die Runden zu kommen, bewerte ich nicht als Zwangsprostitution, ebenso wenig wie Geldmangel infolge von Drogensucht.
Macht es für dich wirklich einen Unterschied, ob es sich um gesetzlich strafbare Prostitution handelt oder um jemanden, der mangels Alternativen und Unterstützung in dieser ‚Hölle‘ gefangen ist? Ich finde beides gleichermaßen furchtbar, da in beiden Fällen der sexuelle Kontakt unerwünscht ist. Deshalb würde ich persönlich keinen moralischen Unterschied darin sehen, wie man dazu steht.

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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Finnlandfreundin »

Meffi hat geschrieben: ↑06.05.2025, 12:05 Macht es für dich wirklich einen Unterschied, ob es sich um gesetzlich strafbare Prostitution handelt oder um jemanden, der mangels Alternativen und Unterstützung in dieser ‚Hölle‘ gefangen ist? Ich finde beides gleichermaßen furchtbar, da in beiden Fällen der sexuelle Kontakt unerwünscht ist. Deshalb würde ich persönlich keinen moralischen Unterschied darin sehen, wie man dazu steht.

Ich möchte mit niemandem schlafen, der es nicht möchte.
Sehe ich genauso.
ABler11235 hat geschrieben: ↑05.05.2025, 23:30 Zum Thema Zwangsprostitution: Naja, da ist man schon wohl selber dabei, jenachdem wo man halt hingeht. Die Frauen mit denen ich mich getroffen habe, die haben das auf jeden Fall freiwillig und engagiert gemacht. Eine hat mir erzählt, dass sie den Job total gut findet. Sie ist selbstständig, kann sich Zeit und Ort frei einteilen (sie ist meist in Hotels) etc. Eine andere hat es "Hobbymäßig" bei sich in der Wohnung gemacht, einfach um das Studentenbudget aufzubessern. Von irgendwelchen Bordells wo hauptsächlich Frauen aus dem Osten arbeiten sollte man sich wahrscheinlich fernhalten, wenn man Sorgen bzgl. Unterstützung der Zwangsprostitution hat.
Ist das Markierte der Fall und absolute Freiwilligkeit dabei, dann sehe ich es moralisch nicht verwerflich an.


Von einem ganz anderen Gesichtspunkt aus betrachtet, kann ich es verstehen, wenn ein AB zu einer Prostituierten geht, um keine Jungfrau mehr zu sein. Man sollte es aber nicht zur Gewohnheit werden lassen.

Ich hatte aber auch mal mit einem Mann darüber gesprochen, der mit etwa Anfang 20 das erste Mal bei einer Prostituierten war und dies 25 Jahre später bereute, diesen Weg gegangen zu sein, weil er, wie er es nannte, immer wieder "rückfällig" geworden ist, da dieser Sex einfacher zu bekommen war als das Bemühen um eine Frau. Auch während seiner Beziehung kam er nicht davon los, wenn es innerhalb der Beziehung nicht wöchentlich mehrmals Sex gab.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 06.05.2025, 14:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Stub3nh0ck3r »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑06.05.2025, 13:56 Ich hatte aber auch mal mit einem Mann darüber gesprochen, der mit etwa Anfang 20 das erste Mal bei einer Prostituierten war und dies 25 Jahre später bereute, diesen Weg gegangen zu sein, weil er, wie er es nannte, immer wieder "rückfällig" geworden ist, da dieser Sex einfacher zu bekommen war als das Bemühen um eine Frau. Auch während seiner Beziehung kam er nicht davon los, wenn es innerhalb der Beziehung nicht wöchentlich mehrmals Sex gab.
Es gibt einen Spruch zu diesem Phänomen: "Einmal Freier, immer Freier".
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von ABler11235 »

Stub3nh0ck3r hat geschrieben: ↑06.05.2025, 18:10 Es gibt einen Spruch zu diesem Phänomen: "Einmal Freier, immer Freier".
Hmm, ganz interessant. Aber ist das unbedingt schlecht? Finde ich nicht notwendigerweise. Vielleicht könnte man sogar darüber diskutieren, ob der Besuch einer Prostituierten in einer Beziehung als Betrug gilt. Emotional sicherlich nicht. Sexuell wohl schon, wenn man sich verspricht in dieser Zeit keinen Sex mit anderen Menschen zu haben.
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Wolfcraft »

Stub3nh0ck3r hat geschrieben: ↑06.05.2025, 18:10 Es gibt einen Spruch zu diesem Phänomen: "Einmal Freier, immer Freier".
Ich stelle mir manchmal die Frage ob die Männer, die sich durch das Ausgeben von Drinks oder Essen, Sex versprechen zum Freier werden und die Frauen, die das ausnutzen sich prostituieren?
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Finnlandfreundin »

Stub3nh0ck3r hat geschrieben: ↑06.05.2025, 18:10 Es gibt einen Spruch zu diesem Phänomen: "Einmal Freier, immer Freier".
Mag nicht auf jeden zutreffen, aber nachvollziehbar. Warum schwer, wenn es auch einfach geht.

Muss gerade an meine Nachbarin denken, die mir vor einem dreiviertel Jahr erzählte, dass ihr Mann sie wieder mal betrogen hat. Es war damals das dritte Mal (von dem sie wusste). Vor drei/vier Wochen stand sie wieder heulend vor meiner Tür - er hat sie wieder betrogen. Ich kann nicht verstehen, dass sie bei ihm bleibt, obwohl sie sein Verhalten immer wieder verletzt. Ich kann auch nicht verstehen, dass er sie immer wieder betrügt, obwohl er ja merken muss, dass er sie damit verletzt.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 06.05.2025, 22:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Tania »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑06.05.2025, 22:05 Ich kann nicht verstehen, dass sie bei ihm bleibt, obwohl sie sein Verhalten immer wieder verletzt. Ich kann auch nicht verstehen, dass er sie immer wieder betrügt, obwohl er ja merken muss, dass er sie damit verletzt.
Meist ist die Erklärung recht trivial. Sie bleibt bei ihm, obwohl sein Verhalten ihr weh tut, weil der Gedanke, ihn zu verlassen, noch mehr weh tut. Und er denkt vermutlich: auf die Geliebte zu verzichten, tut mir weh - und zwar garantiert. Wenn meine Frau es herausfindet, tut es ihr weh, und darunter leide ich auch - aber dass sie es herausfindet, ist ja nicht so wahrscheinlich. Und die Entscheidung zwischen "100% Leidenswahrscheinlichkeit" und "unter 100% Leidenswahrscheinlichkeit" ist recht offensichtlich.
Zuletzt geändert von Tania am 07.05.2025, 10:25, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von knopper »

Stub3nh0ck3r hat geschrieben: ↑06.05.2025, 18:10 Es gibt einen Spruch zu diesem Phänomen: "Einmal Freier, immer Freier".
ja...und ich kenne da auch mind. 2 die das so handhaben. Mir hat man sogar schon konkret geraten es doch so zu handhaben, weil Frauen kosten ja eh nur Geld, man holt sich nur Probleme ins Haus etc. und am Ende ist es doch "das Gleiche" bloß stressfreier. :D
und überhaupt ist gekaufter Sex doch "viel ehrlicher."

ja da weiß man nicht was man noch dazu sagen soll :roll: ...aber nein sehe ich komplett anders und will ich nicht. :)
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Egil »

Meffi hat geschrieben: ↑06.05.2025, 12:05 Macht es für dich wirklich einen Unterschied, ob es sich um gesetzlich strafbare Prostitution handelt oder um jemanden, der mangels Alternativen und Unterstützung in dieser ‚Hölle‘ gefangen ist? Ich finde beides gleichermaßen furchtbar, da in beiden Fällen der sexuelle Kontakt unerwünscht ist. Deshalb würde ich persönlich keinen moralischen Unterschied darin sehen, wie man dazu steht.
Ja, macht es für mich. Eine Frau, die nicht von Dritten dazu gezwungen wird, macht es freiwillig, weil sie der mögliche Verdienst lockt. Und seien wir ehrlich, in keinem anderen "Beruf" ist es möglich, ohne Qualifikation, eventuell ohne Arbeitserlaubnis, in so kurzer Zeit und ohne große körperliche Anstrengung so viel Geld zu verdienen * - deswegen prostituieren sich ja häufig Drogensüchtige, und da hält sich mein Mitleid in Grenzen, ebenso, wenn es der Frau tatsächlich nur ums Geld geht. Wenn für sie die Motivation wäre, ihren Kindern zu Hause ein besseres Leben bieten zu können, dann wäre dass ein Opfer, dass zu ehren wäre, statt es zu schmähen.
Ich möchte mit niemandem schlafen, der es nicht möchte.
Vollkommen in Ordnung.

* Selbst wenn da noch Zuhälter oder "Vermieter" die Hand aufhält, denn nimmt er zuviel, wird sie entweder gehen, oder wir sind doch wieder beim Zwang.
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von RomNey »

Egil hat geschrieben: ↑07.05.2025, 21:41 [...] deswegen prostituieren sich ja häufig Drogensüchtige, und da hält sich mein Mitleid in Grenzen, ebenso, wenn es der Frau tatsächlich nur ums Geld geht. [...]
Ist das so, das des häufig Drogensüchtige sind?
Also weil die tun mir schon sehr leid, weil ich weiß was Drogensucht mit einem machen kann.
Kann mir schon vorstellen wenn ein Mensch da sehr im Sumpf drin ist, sich zu prostituieren um "leichter" ans Geld für die Drogen zu kommen.
Nicht zuletzt werden da ja auch viele kriminell, was dann wohl häufiger der Weg der drogensüchtigen Männer ist.
Sind ja auch nur Menschen. Nur leider gesteuert von Substanzen.

Und wenn es der Frau wirklich nur ums schnelle Geld geht, dann würde ich schon davon ausgehen das es eher freiwillig ist.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 08.05.2025, 10:17, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat repariert.
Normal ist was sich gut anfühlt!
Meffi

Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Meffi »

Egil hat geschrieben: ↑07.05.2025, 21:41 in so kurzer Zeit und ohne große körperliche Anstrengung so viel Geld zu verdienen
Ich habe mich zwar noch nie protestuert, aber es soll kein Problem sein sich von Fettbaeuchigen Männern, die nach Alkohol stinken und am liebsten ohne Gummi rueberwohlen? Probier's Mal aus ,wenn das so einfach sein soll.
Egil hat geschrieben: ↑07.05.2025, 21:41 deswegen prostituieren sich ja häufig Drogensüchtige, und da hält sich mein Mitleid in Grenzen
Wenn jemand drogenabhängig wird, handelt es sich meist um Menschen, die in ihrer Kindheit oder Jugend schlimme Dinge erlebt haben. Oft greifen sie zu Drogen, um der Realität zu entfliehen. Solche Menschen verdienen selbstverständlich Mitgefühl und vor allem Unterstützung, um einen Weg aus der Abhängigkeit zu finden. Schließlich wächst nicht jeder in einem behüteten Umfeld auf, das alle notwendigen Möglichkeiten bietet.

Prostitution und Drogensucht können einen tragischen Teufelskreis bilden – man erlebt ständig neue traumatische Ereignisse und versucht, sie durch den weiteren Konsum von Drogen zu kompensieren
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Re: Sollte ein Ab Mann zu einer Prostituierten gehen

Beitrag von Finnlandfreundin »

Egil hat geschrieben: ↑07.05.2025, 21:41 Ja, macht es für mich. Eine Frau, die nicht von Dritten dazu gezwungen wird, macht es freiwillig, weil sie der mögliche Verdienst lockt.
Der Dritte ist für mich nicht nur eine Person, die jemanden zu etwas zwingt, sondern auch die Lebensumstände, die jemanden zu etwas zwingt. Beides sollte man nicht fördern und fördern tut es jeder, der die Nachfrage stellt. Ohne Nachfrage würde es kein Angebot geben.

Wenn man sicher gehen möchte, dass keine finanziellen Hintergründe im Spiel sind, sollte man Portale nutzen, wo es nur um Sex geht, wo Mann und Frau Sex suchen.

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