Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Finnlandfreundin »

Deja-vu hat geschrieben: ↑03.08.2026, 11:44 Aber heutzutage darf man nicht mehr normal sein, man muss perfekt sein.
Perfekt muss man nur sein, wenn man jemanden Perfektes sucht.

Macht man selbst Abstriche beim Gegenüber, trifft man auch auf jemanden, der dies genauso tut - die Chance ist jedenfalls höher, dass die Perfektion nicht so sehr in den Vordergrund gestellt wird.
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Finnlandfreundin »

Egil hat geschrieben: ↑10.08.2026, 14:16 Anders sieht es aus bei OPs, bei denen es nicht darum geht, einen Makel zu beseitigen, sondern künstlich eine Verbesserung zu erreichen.

Ich muss hier eine Einschränkung machen, die weder für mich noch für den Fragesteller relevant ist, da wir beide männlich sind, und das sind Brustvergrößerungen. Ich fahre nun mal ziemlich auf dicke Hupen ab :oops: Tatsächlich haben meine Verlobte und ich ab und zu schon mal drüber gesprochen, aber noch nie ernsthafte Planungen in Angriff genommen, dazu gibt's zu viele andere Baustellen. Diese aufgeblasenen Lippen hingegen finde ich furchtbar.
Fällt für mich unter die gleiche Kategorie der künstlichen Verbesserung. Deine Freundin würde sich unters Messer legen, weil dir es besser gefällt. Sie hat damit eine Operation, die ihr Leben nicht besser macht.

Da kann mir 100x was gefallen, würde ich mir aber von meinem Partner nie wünschen, auch nicht wenn er mir vorschlägt, sich für mich unters Messer zu legen, nur, weil mir es gefällt.
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Tania
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Tania »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑13.09.2026, 20:06 Macht man selbst Abstriche beim Gegenüber, trifft man auch auf jemanden, der dies genauso tut ...
Dazu müsste besagtes Gegenüber aber wissen, dass man Abstriche gemacht hat. Stell ich mir schwierig vor, wenn man gleich mit "Also, Du gefällst mir jetzt nur so zu 70%, aber ich nehm Dich trotzdem." anfängt.

Ich lass mich nur auf Menschen ein, die anfangs in meinen Augen absolut perfekt sind. Im Laufe der Zeit finden sich sowieso versteckte Probleme, bei denen man dann entscheiden muss, ob es love it, change it or leave it wird. Da muss ich wenigstens am Anfang 100% haben. Und zum Glück ist das, was für mich 100% sind, nicht exakt das, was für einen Modelscout 100% wären - sonst würde die Konkurrenz wohl unerträglich groß werden :lol:
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Deja-vu »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑13.09.2026, 20:06
Deja-vu hat geschrieben: ↑03.08.2026, 11:44 Aber heutzutage darf man nicht mehr normal sein, man muss perfekt sein.
Perfekt muss man nur sein, wenn man jemanden Perfektes sucht.

Macht man selbst Abstriche beim Gegenüber, trifft man auch auf jemanden, der dies genauso tut - die Chance ist jedenfalls höher, dass die Perfektion nicht so sehr in den Vordergrund gestellt wird.
Es ist ja nicht meine persönliche Meinung, sondern leider der aktuelle Zeitgeist.
Die ganze Beauty Industrie lebt davon. Und dieser Looksmaxxing Trend kommt ja nun auch nicht von ungefähr, sondern er zielt auf Perfektion ab. Weil Menschen glauben, nur wenn sie dem Idealbild entsprechen, finden sie wen.

Was nützt es mir, wenn ich Abstriche mache, wenn der Großteil der Gesellschaft diese Ideale verinnerlicht hat?
Auch ABler machen ja oftmals keine.
Da wird sich über hohe Ansprüche des jeweils anderen Geschlechts beschwert, gleichzeitig hat man selber nicht gerade geringe Ansprüche.

Guck dir doch allein hier die Diskussionen an.
Was man alles sein und machen und haben muss, bzw. nicht sein oder haben darf, um überhaupt Chancen zu haben. Dieselben Tipps und "Erfolgsrezepte", die immer wieder gegeben werden, und vor allem optische Veränderung betreffen.
Der normale Alterungsprozess, bei dem nun mal der Körper abbaut, wird als "sich gehen lassen" bezeichnet.
Ein "Waschbärbauch" ist schon zu viel, man muss ja unbedingt in Form bleiben. Etc.

Nimm dieses ganze Online Dating mit seinen oberflächlichen Kriterien und Filtern, die einen noch mehr darin bestärken, dass man nicht gut genug sei.

Alles nur, weil die Gesellschaft einem dieses Diktat überstülpt.
Wie man (m/w) sein und vor allem aussehen muss, um attraktiv gefunden zu werden.

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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Finnlandfreundin »

Tania hat geschrieben: ↑13.09.2026, 22:41
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑13.09.2026, 20:06 Macht man selbst Abstriche beim Gegenüber, trifft man auch auf jemanden, der dies genauso tut ...
Dazu müsste besagtes Gegenüber aber wissen, dass man Abstriche gemacht hat. Stell ich mir schwierig vor, wenn man gleich mit "Also, Du gefällst mir jetzt nur so zu 70%, aber ich nehm Dich trotzdem." anfängt.
Meine Aussage war vielleicht etwas komisch formuliert. Als AB hat man noch nicht so viele Erfahrungen gemacht, baut sich so ein Idealbild auf, wie ein potentieller Partner sein soll. Setzt man nicht seinen Korrekturstift an, erfährt man immer nur Ablehnung, so meine Erfahrung.
Ein Normalo hat in der Regel schon so ein Gefühl entwickelt, wie er wo ankommt, was nicht so wichtig ist und was wichtig ist, dass eine Beziehung funktioniert. Er empfindet das vielleicht gar nicht als Abstriche zu machen, sondern eher als das geht auch.

Ich lass mich nur auf Menschen ein, die anfangs in meinen Augen absolut perfekt sind. Im Laufe der Zeit finden sich sowieso versteckte Probleme, bei denen man dann entscheiden muss, ob es love it, change it or leave it wird. Da muss ich wenigstens am Anfang 100% haben. Und zum Glück ist das, was für mich 100% sind, nicht exakt das, was für einen Modelscout 100% wären - sonst würde die Konkurrenz wohl unerträglich groß werden :lol:
Und genau das, ist es. Das, was du jetzt als 100% bezeichnest, ist das, was du aufgrund deiner Erfahrung gelernt hast. In deine 100% werden viel mehr Menschen reinfallen als bei den 100% eines AB´s.
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Finnlandfreundin »

Deja-vu hat geschrieben: ↑14.09.2026, 12:23 ...
Onlinedating ist häufig oberflächlich, das ist wie die Suche im Heuhaufen. Hängt aber auch vom Anbieter ab und man kann das gar nicht daran festmachen, ob man Geld dafür bezahlt oder nicht. Parship - teuer und nichts kam bei rum. Hatte das Gefühl, dass die Ansprüche bzw die Anforderungen dort extrem waren. Und ich glaube, online suchen hauptsächlich die, die nur Sex wollen oder die, die übrig geblieben sind. Man meldet sich an und sieht viele schöne Menschen, mehrheitlich vermutlich Fakeprofile, und erhofft sich Chancen.

Bei AB´s ist das Problem, dass sie selbst keine oder kaum Erfahrungen haben, nicht wirklich wissen, unter welchen Bedingungen was noch geht und was nicht mehr. Man hält oft an einem Idealbild fest. Und ich finde, davon muss man sich lösen, um erfolgreich zu werden. Und häufig altert das Idealbild auch nicht mit einem selbst mit. Den eigenen Alterungsprozess muss man genauso akzeptieren wie den Alterungsprozess des Gegenüber.

Was andere machen oder nicht machen, kannst du nicht beeinflussen. Du kannst immer nur bei dir ansetzen. Wenn du Abstriche machst, erhöhst du deine Trefferquote, weil einfach mehr Menschen reinfallen. Auf der anderen Seite sammelst du Erfahrungen, dass manches unter bestimmten Bedingungen genauso möglich ist und wo deine Grenzen liegen.

Optimiert man selbst den Pool an Kandidaten, muss man sich selbst nicht optimieren. Bleibt man starr bei seinen Vorstellungen und erfährt nur Ablehnung, ist man anfällig für Schönheitsideale, die insbesondere die letzten Jahre durch die Medien ständig präsent zu sein scheinen.
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Tania »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑14.09.2026, 15:12 Und genau das, ist es. Das, was du jetzt als 100% bezeichnest, ist das, was du aufgrund deiner Erfahrung gelernt hast. In deine 100% werden viel mehr Menschen reinfallen als bei den 100% eines AB´s.
Ich würde eher sagen: andere. Hab keine Ahnung, ob es jetzt wirklich mehr Leute gibt, die in mein "Beuteschema" passen, als Leute, die dem medial-gesellschaftlich bestimmten Muster eines begehrenswerten Menschen entsprechen.

Aber in einem Punkt hast Du Recht: Erfahrung schärft das "Suchprofil". Ich hatte z.B. als Teenie ein Faible für langhaarige Männer. Hab dann aber in späteren Jahren gelernt, dass es nicht die Haare sind, die ich anziehend finde, sondern eher die damit in vielen Fällen verbundenen Eigenschaften wie Außenseitertum, gewisse Missachtung von Konventionen usw. Also diese langhaarigen Chippendale-Schönlinge reizen mich null, aber ein kahler Nerd könnte durchaus interessant sein. Um das herauszufinden, bedarf es aber keiner Beziehungserfahrung mit möglichst vielen Herren - Gespräche reichen völlig, um zu wissen, wen ich interessant finde und wen nicht.
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Seb-X »

Die grundlegende Frage ist doch: Sind sie danach erfolgreicher als zuvor?
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Finnlandfreundin »

Tania hat geschrieben: ↑14.09.2026, 16:42
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑14.09.2026, 15:12 Und genau das, ist es. Das, was du jetzt als 100% bezeichnest, ist das, was du aufgrund deiner Erfahrung gelernt hast. In deine 100% werden viel mehr Menschen reinfallen als bei den 100% eines AB´s.
Erfahrung schärft das "Suchprofil". ... Um das herauszufinden, bedarf es aber keiner Beziehungserfahrung mit möglichst vielen Herren - Gespräche reichen völlig, um zu wissen, wen ich interessant finde und wen nicht.
Erfahrung kann man ja in verschiedenen Bereichen und auf verschiedenen Wegen machen.

Nicht nur, wem man selbst interessant findet, sondern auch, wer mich interessant finden könnte. Eine 100%ige Vorhersage wird man nie treffen können, aber ein Gefühl dafür entwickeln, bei wem Anstrengung Sinn macht und bei wem nicht.
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Finnlandfreundin »

Seb-X hat geschrieben: ↑14.09.2026, 19:50 Die grundlegende Frage ist doch: Sind sie danach erfolgreicher als zuvor?
Kommt darauf an, ob es ihr Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein stärkt. Aber da sollte man zuvor vielleicht mal seinen Kleidungsstil ändern, eine neue Frisur ausprobieren, ins Fitnessstudio gehen usw. - was man ohne OP machen kann, um sich besser zu fühlen.

Eine OP an sich ist keine Garantie dafür, dass man erfolgreich wird.
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Seb-X »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑15.09.2026, 20:12
Seb-X hat geschrieben: ↑14.09.2026, 19:50 Die grundlegende Frage ist doch: Sind sie danach erfolgreicher als zuvor?
Kommt darauf an, ob es ihr Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein stärkt. Aber da sollte man zuvor vielleicht mal seinen Kleidungsstil ändern, eine neue Frisur ausprobieren, ins Fitnessstudio gehen usw. - was man ohne OP machen kann, um sich besser zu fühlen.

Eine OP an sich ist keine Garantie dafür, dass man erfolgreich wird.
Habe ich von einer Garantie gesprochen? Eine wirkliche Antwort auf meine Frage ist das nicht. Sind sie nun erfolgreicher oder nicht? Ich behaupte, dass bei gutem bzw. besserem Aussehen Selbstbewusstsein weniger wichtig wird.
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Finnlandfreundin »

Seb-X hat geschrieben: ↑22.09.2026, 17:47
Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑15.09.2026, 20:12 Eine OP an sich ist keine Garantie dafür, dass man erfolgreich wird.
Habe ich von einer Garantie gesprochen? Eine wirkliche Antwort auf meine Frage ist das nicht. Sind sie nun erfolgreicher oder nicht? Ich behaupte, dass bei gutem bzw. besserem Aussehen Selbstbewusstsein weniger wichtig wird.
Wenn allein eine OP die einzige Veränderung ist, ist man nicht erfolgreicher als zuvor.

Bei besserem Aussehen ist das Selbstbewusstsein nicht weniger wichtig. Es kann aber sein, dass man aufgrund der Veränderung selbstbewusster wird, weil man sich wohler fühlt. Aber wie bereits gesagt, das muss nicht eintreten.
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Dagdieb »

Meine Meinung dazu: Schwachsinn bzw. gute Geschäftsidee. Ich bin körperlich bei Weitem nicht perfekt, aber die optischen Attribute waren wohl das geringste Problem in früheren Jahren...
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Egil »

Deja-vu hat geschrieben: ↑14.09.2026, 12:23 Alles nur, weil die Gesellschaft einem dieses Diktat überstülpt.
Wie man (m/w) sein und vor allem aussehen muss, um attraktiv gefunden zu werden.

Und hier im Forum wird das alles immer noch stetig reproduziert.
Nö, nix Diktat der Gesellschaft, ist größtenteils biologisch. Alles andere ist eine schöne Phantasie, wie süßes Gift. Hilft nicht, etwas zu verändern und bessere Chancen zu haben, macht nur vorübergehend das Los etwas erträglicher.
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Tania »

Egil hat geschrieben: ↑24.09.2026, 18:32 Nö, nix Diktat der Gesellschaft, ist größtenteils biologisch.
Wäre das tatsächlich so, wären die Schönheitsideale wohl in allen Regionen und allen Epochen ähnlich gewesen.

Und hätten sich immer alle Menschen entsprechend der angeblichen biologischen Programmierung verhalten, hätten wir wohl inzwischen eine deutlich homogenere Bevölkerung. Die "hässlichen" Menschen hätten sich dann ja nicht vermehren können.
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von sascha94 »

Ich kann da nur aus meiner eigenen Erfahrung sprechen: Ich habe meine Optik durchaus verändert – vor allem durch Gewichtsverlust, Kleidung, Frisur und mein Auftreten. Meine Freundin hat mir auch ehrlich gesagt, dass sie mich in meiner damaligen körperlichen Verfassung wahrscheinlich nicht genommen hätte. Gleichzeitig ist mein heutiges Aussehen für sie längst nicht mehr der entscheidende Punkt. Für mich zeigt das eher, dass Optik durchaus eine Rolle beim ersten Interesse spielen kann, aber für eine Beziehung noch sehr viel mehr dazugehört.
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Egil »

Tania hat geschrieben: ↑24.09.2026, 22:20
Egil hat geschrieben: ↑24.09.2026, 18:32 Nö, nix Diktat der Gesellschaft, ist größtenteils biologisch.
Wäre das tatsächlich so, wären die Schönheitsideale wohl in allen Regionen und allen Epochen ähnlich gewesen.

Und hätten sich immer alle Menschen entsprechend der angeblichen biologischen Programmierung verhalten, hätten wir wohl inzwischen eine deutlich homogenere Bevölkerung. Die "hässlichen" Menschen hätten sich dann ja nicht vermehren können.
Natürlich gibt es teilweise kulturelle Unterschiede bzgl. Schönheitsidealen, die durchaus optisch gravierender Art sein können (z.B. schwarz gefärbte Zähne im feudalen Japan und einigen anderen asiatischen Regionen wie dem alten Siam). Aber grobe Linien sind konstant: reine Haut (gilt für beide Geschlechter), bei Männern einigermaßen athletische Figur, bei Frauen entweder schlank als Signal der Jugend oder üppig als Signal weiblicher Fruchtbarkeit (diese Liste kann man auch noch ein bisschen erweitern).
Dass sich unattraktive Menschen nicht fortpflanzen, stimmt so in der Pauschalität nicht. Es macht eine Fortpflanzung vielleicht unwahrscheinlicher, aber selbst die Weitergabe der Gene mit einem Partner, dessen Aussehen nicht signalisiert "ich bin das blühende Leben und habe super Gene, die ich an meine Nachkommen vererben kann" ist evolutionär betrachtet besser als keine Weitergabe der Gene, also sagt uns unser Affenhirn "besser widerlich als wieder nicht".
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Seb-X »

Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑22.09.2026, 21:38 Wenn allein eine OP die einzige Veränderung ist, ist man nicht erfolgreicher als zuvor.

Bei besserem Aussehen ist das Selbstbewusstsein nicht weniger wichtig. Es kann aber sein, dass man aufgrund der Veränderung selbstbewusster wird, weil man sich wohler fühlt. Aber wie bereits gesagt, das muss nicht eintreten.
Es kann auch einfach sein, dass man sich aufgrund besseren Aussehens weniger anstrengen muss. Aber so eine gemeine Wahrheit mag man nicht. Also fällt man gerne wieder in dem den Deutschen wahrscheinlich genetisch eingeprägten protestantischen Imperativ zurück: Es muss durch harte Arbeit geschehen. Dann soll man wenigstens so konsequent sein u. Glück ohne Anstrengung auch für sich selbst komplett ablehnen.
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Re: Looksmaxxing: Warum Männer für die perfekte Optik immer weiter gehen

Beitrag von Hoppala »

Seb-X hat geschrieben: ↑27.09.2026, 14:27 Es kann auch einfach sein, dass man sich aufgrund besseren Aussehens weniger anstrengen muss. Aber so eine gemeine Wahrheit mag man nicht. Also fällt man gerne wieder in dem den Deutschen wahrscheinlich genetisch eingeprägten protestantischen Imperativ zurück: Es muss durch harte Arbeit geschehen. Dann soll man wenigstens so konsequent sein u. Glück ohne Anstrengung auch für sich selbst komplett ablehnen.
Ich finde, deine Gedankengänge werden zunehmend verworrener.
Wenn es "kann sein" die "gemeine Wahrheit" ist, dann ist "muss nicht so sein" ja auch wahr. Und vielleicht nicht so gemein? Vielleicht gar nicht gemein, sondern sehr liebevoll?
Was diese öffenen Möglichkeiten mit Deutschsein, Genetik und protestantischer Ethik zu tun haben? Warum das wiederum in "harte Arbeit" mündet? Warum es aufgrund dieses, das Ungefähre in seltsamen Spotlights aufscheinen lassenden, Gedankengangs "konsequent" sei, das Glück anstrengungslos eintretenden Glücks abzuweisen?
Weißt - wenn überhaupt jemand - du allein.
So wie völlig unklar ist, was deine Basisbegriffe "anstrengen" und "harte Arbeit" überhaupt konkret bedeuten sollen.
Im Kontext "beziehungssuche" sind die doch von vornherein höchst individuell. Der eine muss ausgiebig schlafen und 3x tief durchatmen, bevor er sich mit einem Freund zum Kaffee trifft (und anschließend nochmal 2 Tage Pause haben), der andere freut isch auf Party und 2 Dutzend neue Bekanntschaften als erholsame Abwechslung.

Man kann das eine wie das andere auch üben, darin besser werden. Ich vermute, die meisten werden eher "weniger anstrengen" und "weniger harte Arbeit" anstreben, als "vor jeder sozialen Interaktion brauch ich 2 Tage frei, vorher und hinterher." Und ob diese Übung den Aufwand wert ist, und wieviel überhaupt nötig ist, ist wiederum individuell.

So interessant es ist, von dir zu erfahren, wie man sich das Leben auch unerträglich schwer denken kann - so wenig allgemeine Aussagekraft haben deine Gedanken. Auch wenn es immer wieder anders klingt bei dir.
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