Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

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alex321
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von alex321 »

SingleCore hat geschrieben: ↑03.08.2026, 13:47 Wenn ich mal selten in der Nachbarschaft welche beim Sex höre, verkrampfe ich innerlich, weil es meine Psyche triggert. Da ist dann irgendwas im Gang, nach dessen Grund bzw. Lösung ich suche. Also nach dem "Warum" erlebe ich das nicht, warum ist diese Sexualität nicht Teil meines Lebens.
Mich zieht das auch immer gewaltig runter. Ich kann mich selbst ganz gut von meiner Einsamkeit und Sexlosigkeit ablenken, aber wenn ich mitbekomme wie andere ihren Spaß haben, funktioniert das nicht mehr und es erinnert mich schmerzlich daran dass bei mir ein großer Teil des Lebens, Liebe und Sexualität, komplett fehlt.

Buddy hat geschrieben: ↑03.08.2026, 16:01 Ab einem bestimmten Alter fällt das sich abfinden leichter.
Meiner Erfahrung nicht. In meinen 20ern fiel es mir sogar leichter Dauersingle zu sein. Damals war mehr los. Ich war durch Freunde, Familie und Studium beschäftigt und habe die Beziehungs- und Sexlosigkeit gar nicht so stark wahrgenommen.

So richtig einsam habe ich mich erst ab Anfang 30 gefühlt. Die Libido hat bis jetzt leider auch noch nicht abgenommen. (Ich habe immer noch jeden Tag Lust auf Sex. :daumen: )
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von sascha94 »

Ich kann nur für mich sprechen was ich getan habe.
Bis so 26/27 hatte ich mit Frauen praktisch 0 Erfahrung. Die Frau die ich letztes Jahr kennen gelernt habe und die ich nächstes Jahr heirate, habe ich nicht aus heiterem Himmel für mich gewinnen können, sondern es war das Ergebnis eines Prozesses. Mein eines Problem war, dass ich unbewusst über die Jahre mit meinem Aussehen unzufrieden war, also mangelndes Selbstwertgefühl und das andere Schüchternheit.

Irgendwann erkannte ich, dass wenn ich mich attraktiver fühlen will, ich etwas dafür tun muss.
Ich speckte also 30 Kilo ab, zog mich etwas besser an, etwas andere Frisur und ich merkte dann, dass die Frauen insgesamt anders auf mich reagierten, ich wurde auch mal angelächelt, ab und zu ein Plausch usw. Das Gefühl aber, dass ich bei Frauen durchaus ankommen kann, hat sich dabei aber nicht über Nacht entwickelt, selbst heute noch sind da manchmal noch gewisse Zweifel. Ich würde mich im Traum nicht als richtig gutaussehend bezeichnen, trotzdem findet mich meine zukünftige Frau sexuell Attraktiv, das war etwas was mir tatsächlich selbst am Anfang der Beziehung und den ersten Malen Sex mir ihr nicht in die Birne wollte. Mein zweite Problem war das mir der Schüchternheit, das war etwas was ich nur schwer bekämpfen konnte. Viel hier werden ähnliche Gedanken gehabt haben wie ich zu der Zeit, nämlich dass es Erfolge braucht um die Schüchternheit zu überwinden und was mich betrifft stimmt das in gewisser Weise auch. Realistisch betrachtet wusste ich, dass ich es niemals (heute vielleicht schon) schaffen würde eine Frau direkt aus dem Nichts anzusprechen. Ich machte also was viele andere auch taten und meldete mich beim Online Dating an.

Viele Stunden brachte ich mit Swipen, ICE Breakern usw. Rum, teilweise mit Erfolg insofern das ich Chats durchaus zustande brachte. Wenn auch nicht jeden Tag oder jede Woche aber einmal 1-2 Monate kam das vor. Mein Problem lag also darin dass ich es irgendwie nicht geschafft habe die Frauen zu einem Date zu bekommen, bis ich irgendwann an die Richtige geraten bin, die fast genauso schüchtern ist wie ich. Da war wann meinerseits einfach sehr viel Geduld gefragt. Meine Verlobte hat es geschafft, dass ich fast 3 Monate davon aufgebracht habe bis sie sich endlich mit mir treffen wollte und was hatte ich die Hosen voll. Ständig hatte ich Kopfkino, was ist wenn sie mich in Natura gar nicht mag, findet sie mich hässlich. So etwas schwirrte mir im Kopf herum. Ich war zwischenzeitlich sogar fast so weit es ganz sein zu lassen, bis ich mir die Frage gestellt habe, was ist eigentlich das schlimmste was mir passieren kann? Das das Date nicht läuft und das ganze Umsonst war, die Gegenfrage war dann logischerweise was habe ich zu gewinnen? Eine Partnerin die mich womöglich liebt, regelmäßiger Sex, den ich haben wollte und die Aussicht auf eine eigene Familie, jemanden zu haben dem ich wichtig bin und der darauf wartet, dass ich Abends nach Hause komme und sich freut. Das habe ich mir vor Augen gehalten und war die Motivation nicht zu kneifen und zum Date zu gehen. Ich musste mich also selbst ein bisschen dazu zwingen die Sache auch durch zu ziehen und der „Einsatz“, die Willenskraft die ich dafür aufbringen musste hat die Anstrengung dahingehend gelohnt. Wenn ich das alles so nicht gemacht hätte, wäre ich vermutlich immer noch Single und würde mich fragen was wäre wenn.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Frangipani210 »

Die Nachbarin über uns war da vor einiger Zeit noch echt nervig. Irgendwann hatte sie wieder einen Freund und dann konnte man sich ihr übertrieben lautes Stöhnen jede Woche mehrmals anhören. Ich empfand ihr Verhalten auch sehr respektlos und unverschämt, da sie mit ihrem Freund oft knapp vor bzw. nach Mitternacht aktiv wurde.
Gerade wenn man am nächsten bzw. am gleichen Tag früh raus muss, ist das echt blöd.

Irgendwann hat es mir gereicht. Da bin ich zu ihr hoch und habe sie freundlich gebeten ihre Aktivitäten doch bitte zwischen 6:00 - 22:00 zu legen. Sie war sichtlich schockiert darüber. Vermutlich war ihr die Lautstärke gar nicht so bewusst. Sie hat sich entschuldigt und Besserung versprochen. Seitdem können wir ruhig schlafen :mrgreen:
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Egil
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Egil »

In meiner Studienzeit habe ich zwei oder drei Mal aus einer Nachbarwohnung was gehört. Gehe mal davon aus, dass da jemand Sex hatte und nicht nur einen Porno auf "laut" gestellt hat.

Hier und heute? Die nächsten Nachbarn wohnen 50m weit weg. Soo laut stöhnt niemand :mrgreen:
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Optimist »

Egil hat geschrieben: ↑03.08.2026, 22:16 Hier und heute? Die nächsten Nachbarn wohnen 50m weit weg. Soo laut stöhnt niemand :mrgreen:
Da wäre ich mir nicht so sicher :mrgreen: :
https://youtu.be/RztTSfy-F3U?is=fLAZk_Tt0qdwk3Rk
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von verticalist »

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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von dfg82 »

sascha94 hat geschrieben: ↑03.08.2026, 19:33 Ich kann nur für mich sprechen was ich getan habe.
Bis so 26/27 hatte ich mit Frauen praktisch 0 Erfahrung. Die Frau die ich letztes Jahr kennen gelernt habe und die ich nächstes Jahr heirate, habe ich nicht aus heiterem Himmel für mich gewinnen können, sondern es war das Ergebnis eines Prozesses. Mein eines Problem war, dass ich unbewusst über die Jahre mit meinem Aussehen unzufrieden war, also mangelndes Selbstwertgefühl und das andere Schüchternheit.
Ich finde es immer erstaunlich, wie schnell manche Menschen heiraten. Wie alt ist denn deine Freundin?
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Tania
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Tania »

dfg82 hat geschrieben: ↑04.08.2026, 19:44 Ich finde es immer erstaunlich, wie schnell manche Menschen heiraten.
Ich nicht. Grundlage einer Beziehung ist schließlich, dass sich zwei Menschen füreinander entscheiden. Je länger sie dies nicht tun, desto geringer wird die Chance, dass die Beziehung langfristig hält - irgendwann erträgt eine/r der Beteiligten die Unsicherheit nicht mehr, und dann war's das. Folglich wird die Entscheidung füreinander meist innerhalb der ersten 2 Jahre getroffen.

Und wenn man sich sowieso schon füreinander entschieden hat, dann kann man diese Entscheidung auch offiziell machen und mit Freunden und Familie feiern.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von sascha94 »

Meine Freundin ist 27 und ich bin 31, es ist schwer zu erklären aber es passt einfach zwischen uns und das vom ersten Moment an 🙂
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Deja-vu »

Tania hat geschrieben: ↑04.08.2026, 23:11
dfg82 hat geschrieben: ↑04.08.2026, 19:44 Ich finde es immer erstaunlich, wie schnell manche Menschen heiraten.
Ich nicht. Grundlage einer Beziehung ist schließlich, dass sich zwei Menschen füreinander entscheiden. Je länger sie dies nicht tun, desto geringer wird die Chance, dass die Beziehung langfristig hält - irgendwann erträgt eine/r der Beteiligten die Unsicherheit nicht mehr, und dann war's das. Folglich wird die Entscheidung füreinander meist innerhalb der ersten 2 Jahre getroffen.

Und wenn man sich sowieso schon füreinander entschieden hat, dann kann man diese Entscheidung auch offiziell machen und mit Freunden und Familie feiern.
Dazu muss man aber nicht unbedingt heiraten (nicht missverstehen, wer das möchte, soll es gerne tun).

Meine Schwester und ihr Partner sind seit 20 Jahren zusammen, haben eine gemeinsame Tochter. Dennoch heiraten sie vorerst nicht.
Ich persönlich finde das Konzept Ehe auch überholt.
Falls es dann doch mal auseinandergeht, ist eine Scheidung viel komplizierter, auch finanziell, als eine einfache Trennung.
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Tania
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Tania »

Deja-vu hat geschrieben: ↑05.08.2026, 12:00 Dazu muss man aber nicht unbedingt heiraten (nicht missverstehen, wer das möchte, soll es gerne tun).
Stimmt. Aber dfg hat sich ja nur über den Zeitpunkt gewundert, nicht über das "ob überhaupt".
Falls es dann doch mal auseinandergeht, ist eine Scheidung viel komplizierter, auch finanziell, als eine einfache Trennung.
Aber falls es hält, und falls vielleicht noch Kinder und gemeinsame Anschaffung dazu kommen, dann ist eine Ehe einfacher. Auch finanziell, falls nicht zufällig beide lebenslang exakt dasselbe Einkommen haben.

Insofern: nicht heiraten ist was für Pessimisten, heiraten was für Optimisten :)
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Levyn »

sascha94 hat geschrieben: ↑03.08.2026, 19:33 Ich musste mich also selbst ein bisschen dazu zwingen die Sache auch durch zu ziehen und der „Einsatz“, die Willenskraft die ich dafür aufbringen musste hat die Anstrengung dahingehend gelohnt. Wenn ich das alles so nicht gemacht hätte, wäre ich vermutlich immer noch Single und würde mich fragen was wäre wenn.
Ich verstehe einfach nicht, warum so viele Ex-ABs hier immer wieder dieselbe Geschichte erzählen. Erst war man angeblich der totale "Freak", dann kam aus dem Nichts die große Erkenntnis, dass sich drastisch etwas ändern müsse. Es folgte die bekannte Phase: neues Leben, neues Aussehen, einmal komplett auf links gedreht. Zuerst wird von Rückschlägen berichtet, von Selbstzweifeln und davon, wie man sich mit Durchhalteparolen über Wasser gehalten habe, obwohl man sich selbst längst für einen kompletten Versager hielt. Und dann steht auf einmal genau das Mädchen vor einem, das man interessant findet. Nach langem Hin und Her kommt es schließlich doch zu einem Date, das zunächst holprig verläuft. Beim zweiten Treffen läuft es dann schon deutlich besser, man versteht sich gut. Seitdem: glücklich in einer Beziehung, alles angeblich dank Disziplin, Willenskraft und Veränderung.
Ganz ehrlich: Das war vor allem eins - Glück.
Ich freue mich ja für euch und wünsche mir auch, dass ich den AB-Status irgendwann hinter mir lassen kann. Aber warum immer wieder dieselben Geschichten, in denen pures Glück als 180-Grad-Wendung der eigenen Person verkauft wird?
Teilweise liest man ja sogar von Leuten, die das ganze dann auch noch als Coaching anbieten wollen - natürlich unentgeltlich.
Frangipani210 hat geschrieben: ↑03.08.2026, 20:48 Irgendwann hat es mir gereicht. Da bin ich zu ihr hoch und habe sie freundlich gebeten ihre Aktivitäten doch bitte zwischen 6:00 - 22:00 zu legen.
Gut, dass ich nicht über dir wohne. Nicht, weil ich so oft Sex hätte, sondern weil ich schon einmal pingelige Nachbarn unter mir hatte, die sich in genau demselben Ton beschwert haben, nachdem ich ganz normalen Sex mit einer Person hatte. Ja, ich höre meine Nachbarn über mir auch, aber mit Ohropax bekommt man von dem ganzen Zirkus oben fast nichts mit - obwohl die Decken nun wirklich nicht besonders dick sind. Altbau eben.

Von sexlosen Nachbarn kann ich also nicht berichten. Selbst wenn ich nachts gelegentlich durch die menschenleere Innenstadt gehe, höre ich doch immer wieder Menschen, die laut Sex haben.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von sascha94 »

Levyn hat geschrieben: ↑05.08.2026, 15:38 Ich verstehe einfach nicht, [...]
Und genau da liegt glaube ich der Unterschied.
Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass wenn ich mich nicht verändert hätte, dann würde ich heute noch einsam Freitagabends vorm PC sitzen und Zocken. Es gibt ein Zitat das da denke ich gut passt. Dumm ist immer das gleiche zu tun und dabei andere Ergebnisse zu erwarten. Deswegen haben alle Geschichten wie du sagst etwas Gemeinsames. Die Leute haben etwas anderes gemacht. Was es ist ist individuell verschieden und meiner Meinung nach hat das nichts mit Glück zu tun. Ich würde auch nie auf die Idee kommen Coachings anzubieten, dazu mag ich meinen Beruf als Bankkaufmann zu sehr und hab nebenbei auch noch anderes zu tun, im Gegenteil, ich lerne ja selber noch im Umgang mit Frauen und da lernt man wohl auch nie aus. Mein Antritt ist es einfach anderen die genauso Einsam sind wie ich es war, mitzugeben dass es anders geht. Jeder kann schauen ob er aus meiner Erfahrung für sich was mitnehmen kann oder nicht. Mir persönlich könnte das ziemlich egal sein, weil ich diese Zone verlassen habe und nächstes Jahr heirate. Ist es aber nicht. weil ich immer noch sehr genau weiß wie ich mich in dieser Zeit gefühlt habe. Einsam, ungeliebt und nicht liebenswert, mit dem Gefühl dass mein Leben nie einen wirklich Sinn haben wird und ich irgendwann alleine sterben werde. Das ist der Grund warum ich versuche meine Erfahrung zu teilen und nicht irgendein Coaching Quatsch.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 05.08.2026, 17:18, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Zitat gekürzt & repariert.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Tania »

Levyn hat geschrieben: ↑05.08.2026, 15:38 Das war vor allem eins - Glück.
Ich glaube, man braucht beides - Glück, jemandem zu begegnen, der einen toll findet und den man selbst auch toll findet - und die Bereitschaft, sich dann auch tatsächlich darauf einzulassen. Die fällt ja leider auch nicht so einfach vom Himmel - insbesondere dann nicht, wenn man sich schon sehr an das Singleleben gewöhnt hat.

Oder, anders ausgedrückt: wenn man jemanden in seinem Leben haben will, muss man Platz für diese Person schaffen. Sowohl zeitlich als auch örtlich als auch emotional. Es braucht Glück, damit einem die richtige Person überhaupt über den Weg läuft. Aber es ist dennoch mega unwahrscheinlich, dass die sich dann einen Platz auf der Couch sucht und dort still verharrt, bis man mit Zocken fertig ist und sie mal 10 Minuten gebrauchen kann.

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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Vogel »

sascha94 hat geschrieben: ↑05.08.2026, 16:44 [...] Ich bin mir jedenfalls ziemlich sicher, dass wenn ich mich nicht verändert hätte, dann würde ich heute noch einsam Freitagabends vorm PC sitzen und Zocken. [...]
Wenn Du die Beiträge von Levyn kennen würdest, dann wüsstest Du, das er eben nicht der Freitagabend-Zocker ist. Im Gegenteil.

Natürlich hast Du nicht Unrecht, wenn Du sinngemäss sagst, das zuhause herum hocken und nichts zu ändern einem keine Partner:in nach Hause bringt.

Nur machst Du es Dir hier zu einfach - denn Kontakt mit anderen Menschen bringt alleine noch keine Partner:in. Wenn trotzallem Attraktivität, Flirten, Charme, Humor, .... etc fehlt, bringt noch so viel Kontakt mit anderen Menschen absolut nichts. Been there, done that: bis vor 14 Jahren war ich so ein Stubenhocker - dann änderte auch ich mein Leben, studierte ein vor allem weiblich besetztes Studienfach. Nach Deiner Logik hätte ich dann jetzt schon mehrere Freundinnen haben müssen. Nur war ich eben schon Ü30, die Frauen kurz davor - und damit alle(!) leider auch verpartnert, Familienplanung voll im Gange.

Man muss also schon wissen, was genau man ändern müsste. Und selbst dann gilt:

Man kann seine Chancen erhöhen - aber sie wird nie 1:1 sein.
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Wusel
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Wusel »

Vogel hat geschrieben: ↑05.08.2026, 19:38 Nur machst Du es Dir hier zu einfach - denn Kontakt mit anderen Menschen bringt alleine noch keine Partner:in. Wenn trotzallem Attraktivität, Flirten, Charme, Humor, .... etc fehlt, bringt noch so viel Kontakt mit anderen Menschen absolut nichts. Been there, done that: bis vor 14 Jahren war ich so ein Stubenhocker - dann änderte auch ich mein Leben, studierte ein vor allem weiblich besetztes Studienfach. Nach Deiner Logik hätte ich dann jetzt schon mehrere Freundinnen haben müssen. Nur war ich eben schon Ü30, die Frauen kurz davor - und damit alle(!) leider auch verpartnert, Familienplanung voll im Gange.

Man muss also schon wissen, was genau man ändern müsste. Und selbst dann gilt:

Man kann seine Chancen erhöhen - aber sie wird nie 1:1 sein.
Saschas Fehler sehe ich darin, dass er augenscheinlich den Einfluss von Glück etwas zu sehr verneint.

Ansonsten sind Änderungen bzgl. des eigenes Lebens schon auch oft nicht ganz von der Hand zu weisen, um dem Glück auch näher kommen zu können.

Und wie er auch sagt, können die Hindernisse individuell unterschiedlich sein.
Ob schlicht der Kontakt zu anderen Menschen fehlt, oder ob man keinerlei Humor oder Charme besitzt, ist bei dieser Aussage doch offen gehalten.

......

Ich erinnere mich, dass es früher mal im Forum einen Beitrag gab, der war auch irgendwo angepinnt, der so sämtliche Gründe versucht hat aufzulisten, warum man AB wird.
Die Auflistung war in meinen Augen grandios gut. Das waren 30 Punkte... Vielleicht auch mehr und gefühlt konnte ich da alles für mich als zutreffend abhaken.
Vielleicht schwirrt die noch irgendwo im Archiv Bereich des Forums rum..
Die ist auf jedenfall hilfreich, um so einen umfassenden Überblick darüber zu bekommen, welche Bereiche oder Aspekte des eigenen Lebens zum AB sein geführt haben und einen womöglich noch darin festhalten.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von sascha94 »

Vogel hat geschrieben: ↑05.08.2026, 19:38 Man muss also schon wissen, was genau man ändern müsste. Und selbst dann gilt:

Man kann seine Chancen erhöhen - aber sie wird nie 1:1 sein.
Meine Logik sagt dann vor allem, dass man in der Situation was anders hätte machen können/müssen. Das ist alles. Was es ist, die Art und Weise, die Häufigkeit oder sonst etwas ist eine andere Frage und wenn Mans nicht selber rausfindet könnte vielleicht wirklich eine dritte Person dabei helfen. Aber da sind wir wieder im Bereich Coaching. Nebenbei bezog ich den Satz mit dem Stubenhocker auf mich, ich habe in keiner Silbe einen User damit gemein.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 06.08.2026, 09:35, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von Vogel »

Wusel hat geschrieben: ↑05.08.2026, 22:23 Ich erinnere mich, dass es früher mal im Forum einen Beitrag gab, der war auch irgendwo angepinnt, der so sämtliche Gründe versucht hat aufzulisten, warum man AB wird.
Die Auflistung war in meinen Augen grandios gut. Das waren 30 Punkte...
Zu wissen ist das eine. Diese Ursachen zu ändern das andere. Und ab einem gewissen Alter ist der Markt auch deutlich geringer kleiner.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von SingleCore »

Levyn hat geschrieben: ↑05.08.2026, 15:38 Erst war man angeblich der totale "Freak", dann kam aus dem Nichts die große Erkenntnis, dass sich drastisch etwas ändern müsse.
Naja, sind wir mal ehrlich. Die Erkenntnis, dass sich drastisch etwas ändern müsste, hat man mindestens 2x am Tag. Und bei den erfolgreichen "Aussteigern" hat sich eben in dieser Richtung etwas getan. Bei sascha94 war es der Muskelaufbau. Das hat bestimmt auch seine Ausstrahlung bzw. Selbstwertgefühl gepusht.

Ich schätze, wenn sich viele mehr aus der Konforzone begeben würden, würde sich auch die Situation ändern. Vielleicht ist das, was sascha94 gestartet hatte, eben der Prozess, den "normale Menschen" in sexuelle Beziehung bringt.

Ich finde es auf jeden Fall gut, dass hier auch positive Erfahrungen gesammelt werden und darüber berichtet wird. Das dämpft ein wenig die negative Schwingung die man hier oft aufnimmt.
Zuletzt geändert von Kolinatan am 06.08.2026, 09:41, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat gekürzt.
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Re: Erfahrungsaustausch: Sexlose Nachbarn

Beitrag von sascha94 »

Die Erkenntnis kam bei mir nicht aus heiterem Himmel wie mir unterstellt wurde, manchmal ist es einfach nötig dass man einen Spiegel vorgehalten bekommt und in meinem Fall war das ein Klassentreffen was so Mitte 2022 gewesen sein muss.

2 einschneidende Dinge sind mir da widerfahren die mich nachhaltig geprägt haben.

Das eine war das Thema Gewicht. Zu Schulzeiten war ich mit Ausnahme des Schwimmens ziemlich sportlich und habe auch das Sportabzeichen in Bronze gehabt. Wenn ich besser schwimmen könnte hätte es auch für mehr gereicht aber ich schweife ab.

Jedenfalls kannten mich meine Klassenkameraden schlank und sportlich, 10 Jahre später mit 172 cm und 100 Kilo Gewicht war ich das nicht mehr. Eine Klassenkameradin, die ich zu Schulzeiten für ihre offene Art und Schnauze immer gemocht habe, (die ich in dem Moment gar nicht gut fand) hat mir direkt ins Gesicht gesagt, dass ich über die Jahre ganz schön zugelegt habe. Das war in dem Moment wirklich Brutal weil mein ganzes Selbstbild in sich Zusammen fiel, ich sah in den Spiegel und habe ich selber nicht mehr erkannt. Ich habe mich bis zu diesem Zeitpunkt für relativ normal gehalten und plötzlich fühlte ich mich einfach nur noch dick, das war Weckruf 1.

Weckruf 2 war mein Klassenlehrer, der sich mit mir einfach unterhalten und ein bisschen plaudern wollte. Es kristallisierte sich an dem Abend raus dass jeder in dem Raum entweder verheiratet war oder in einer Partnerschaft war, mit einer Ausnahme, mir.
Irgendwann im Laufe des Gespräches sagte er dann zu mir, dass ich mir mit der Partnerwahl nicht zu viel Zeit lassen sollte,
Wenn man Familie Gründen will usw. Sollte man das noch in jüngeren Jahren tun.
Er wusste das nicht aber damit hat er mich das zweite Mal an diesem Abend bis ins Mark erschüttert.

Als ich dann nach Hause kam und ich schäme mich nicht dafür das zuzugeben, weinte ich. Selbst für mich selbst war das ungewöhnlich, ich weine sonst nie aber an dem Abend wirklich hemmungslos. Ich hatte realisiert, dass ich einfach nicht der Mann geworden bin, der ich immer werden wollte und beschloss ich muss was tun.

Ich sage auch nicht, dass ich den ultimativen Weg kenne, wie man eine Frau bekommt. Ich sage nur, dass ich etwas anders gemacht habe als bisher, mich aus meiner Komfortzone gewagt und sich in meinem Fall der Einsatz gelohnt hat. :)
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