Deja-vu hat geschrieben: ↑26.09.2026, 23:09
Was verstehst du denn unter lernen? Man lernt ja so gesehen dann in der Praxis.
Ja was man für Sex halt so alles können muss. Wir älteren ABs, die keine normale Entwicklung durchlaufen haben, müssen da denke ich schon einiges lernen/nachholen. Zum Beispiel mit Nacktheit und intensiver körperlicher Nähe umgehen können. Wenn man das nie hatte und dann beim ersten Mal mit 40 plötzlich 100% von beidem hat, kann es einen schon umhauen.
Ein klassisches Problem wird ein AB wahrscheinlich auch haben: Erektion bekommen und halten können. Die Selbstbefriedigung war bei mir immer schnell und intensiv, Ausdauer war nie wichtig. Beim echten Sex wird die Frau aber nicht begeistert sein, wenn es nach ein paar Mal rein-raus schon wieder vorbei ist.
Ich selbst finde, am schwierigsten ist es mit der Gesellschaft beim Sex umzugehen. Seit über 25 Jahren ist sexuelle Befriedigung etwas was ich vor anderen Menschen geheim halten muss. Lange Zeit war es auch so, dass es so schnell wie möglich gehen musste, weil ich fertig sein musste bevor Eltern, Geschwister oder Mitbewohner nach Hause kamen. Sex mit einem anderen Menschen ist ja so ziemlich das Gegenteil davon. Man muss entspannt, offen und mitteilungsfähig sein und sich Fallen lassen können. Ich würde das gerne lernen, aber alleine geht das ja nicht. Ich glaube, wenn man 25 Jahre lang eine Sache nur auf eine Art erlebt hat, muss sich das Gehirn bei einer großen Änderung erst mal neu verdrahten. Das braucht Zeit.
Deja-vu hat geschrieben: ↑26.09.2026, 23:09
Den Satz verstehe ich jetzt gleich auf mehreren Ebenen nicht.
Was läuft umgekehrt?
Nun ja, wenn man etwas nicht lernen und üben will, ist man an der Sache nicht wirklich interessiert, würde ich mal sagen.
Normalerweise werden sexuelle Kontakte ja vom Mann initiiert. In meiner Jugend und 20ern habe ich mehrmals erlebt wie Männer einen Riesenaufwand betreiben und sich komplett verstellen, manchmal sogar regelrecht zum Affen machen, nur damit sie eine Frau ins Bett bekommen. Das war manchmal schon zum Fremdschämen.