Aus eigener Erfahrung kann ich nur davon abraten, zumindest am Anfang.

In der Kennenlernphase kann das mal ganz schnell nach hinten losgehen, weil es zu viel Druck aufbaut, auf beiden Seiten. Aber wahrscheinlich kommt das auch auf den Schweregrad der Krankheit an, wie sehr es in der Öffentlichkeit bemerkbar ist und so.
Bei weniger auffälligen Sachen würde ich warten.
Auch was Traumata anbelangt, meine alte Flamme hatte mir ja vieeeeel aus ihrer Vergangenheit erzählt, im Nachhinein wärs wohl besser gewesen das nach 2 Monaten oder so zu hören, nicht nach einer Woche.^^ Klar wollte sie mit offenen Karten spielen, was sie in der Hinsicht ja auch ehrt, aber da kommen bei einem dann schon Gedanken auf, was die Zukunft angeht, und gerade ich bin da so jemand der sich gerne hineinsteigert.
Egal, also bei Sachen die eine Beziehung beeinflussen oder auch beeinträchtigen können... Bindungsängste und sowas, schwierig, das sollte man schon ansprechen, damit der andere weiß worauf er sich einlassen wird. Aber es kann halt auch ein Killer sein.
Mein Tourette und das ADHS hab ich schon früh erwähnt, weil das mittlerweile nicht mehr so stark ausgeprägt ist und in der Öffentlichkeit kaum wahrnehmbar, von daher hab ich ihr das schon nach ner Woche erzählt. Die Aggresionsprobleme hab ich dann auch angesprochen, weil sie das ja so oder so mal mitbekommen würde. Die richten sich ja auch nicht an sie, an meine potenzielle Partnerin, sondern eher an andere garstige Menschen die einem vor den Karren pissen wollen.
Ganz frei sind wir heutzutage wohl alle nicht von psychischen Leiden, von daher, je nach Schweregrad, Beziehungsbeeinträchtigung und Alltagstauglichkeit muss man abwägen, ob man das gleich erwähnt. Therapiebedürftige Geschichten werden auch immer mitschwingen und wenn man sowas verheimlicht, naja, es kann halt richtig blöd schiefgehen.
Clochard hat geschrieben: ↑29 Jul 2021 18:41
als Frau kann man Borderline ruhig erwähnen, finden viele Männer attraktiv

und denken so eine geht im Bett ab wie ne Rakete
Aha. Und wie kommst du zu dieser Annahme?
Ich für meinen Teil kann Drama außerhalb der Unterhaltungsindustrie nicht gebrauchen und aufregenden Sex gibts doch nicht nur mit psychisch kranken Frauen.
So ein Charlie Harper oder Barney Stinson (beides psychisch mindestens fragwürdige Charaktere) würden mir wahrscheinlich die Füße küssen, nach dem Motto "Freu dich doch, du hattest 2 Wochen deinen Spaß mit ner Wahnsinnsbraut und dann ist sie von alleine abgehauen, ohne schwanger zu werden, ist doch perfekt gelaufen!"
Und ich würd die beiden wegtreten!
Deine Aussage impliziert für mich das Verlangen nach ner schnellen, heißen Nummer, ohne Verpflichtungen und das unter "nutznießerei" einer Persönlichkeitsstörung.
Das ist nicht unbedingt das, was ich mir als Mann vorstelle, was sich kein Mann vorstellen sollte, in meinen Augen.
In meiner Familie gibt es auch ein paar Kandidaten, die meinen "stoß dir die Hörner ab" und "hab deinen Spaß, ohne dich gleich zu binden", aber das ist nichts für mich.
Ich suche eine Frau für eine, im besten Falle, lebenslange Partnerschaft. Da erst wird, meines Erachtens nach, der Sex richtig gut, wenn eine tiefe emotionale Bindung da ist.
Nach meinem ersten Mal könnte ich mir sogar noch weniger vorstellen einfach mal so nen One Night Stand mit irgendeiner Unbekannten zu haben. Da kann ich auch mastubieren.
Es war sogar besser so lange auf den ersten Sex gewartet zu haben, weil es dadurch echt magisch war und immer als wunderschönes Erlebnis in Erinnerung bleibt.
Was mich irgendwie richtig stört: Die wenigsten wollen heutzutage noch eine ernsthafte Beziehung eingehen, mit Verpflichtungen, Kompromissen und Aufopferungsbereitschaft. Jeder nur noch für sich, ich, ich, ich und deine Bedürfnisse kommen erst an Stelle 15, ich bin nämlich unabhängig und lass mir nichts durcheinanderbringen...
Kommt mir das nur so vor, ist das unsere Gesellschaft, oder werden die Menschen immer egoistischer, narzisstischer und selbstzentrierter?
Das färbt ja noch auf einen ab, durch den Scheiß der mir so passiert kann ich mich kaum noch auf andere konzentrieren, obwohl mir das eigentlich wichtig ist.
