Finnlandfreundin hat geschrieben: ↑09 Dez 2021 19:06
A) Solange man die Schuld bei Anderen sucht, wird sich nichts ändern. Man muss bei sich selbst ansetzen und schauen, warum es nicht funktioniert.
Zu der Erkenntnis bin ich aber auch erst durch meine Beziehung gekommen. Erst dadurch habe ich gemerkt, dass ich an meine Grenzen stoße.
B) Wenn ich mich nicht ändere und an meinen Schwächen arbeite, werden sich die gleichen Probleme wiederholen.
Die ganze Schuldseite ist an der Stelle meines Erachtens fehlplaziert und solange keiner nachweislich aktiv sabotiert kontraproduktiv.
Wobei "nicht Schuld" ja nicht bedeutet "nicht ursächlich" und damit B) in keinster Weise tangiert.
Der Knackpunkt ist doch,. dass mit der Schuld ein Vorsatz zu verbinden ist und damit ein "nicht wollen" und kein wo auch immer liegendes "nicht können". Aber mit dieser Verlagerung auf das nicht Wollen entlässt sich der so letztlich nur angreifende "Tippgeber" jeglicher Bürde von sachlichen Beiträgen und kann frei Attacken auf den eigentlich zu Helfenden fahren. Auf einen am Boden liegenden Eintreten in feinster rhetorischer Ausführung.
Die andere Seite der Medaille ist natürlich auch, dass die Welt sich nicht ändern wird und jeder selbst schauen muss, wie er oder sie die jeweiligen Defizite/Problemzonen angeht um sich da zu bessern. Aber solange über Schuld geredet wird, rücken konkrete Maßnahmen eben in den Hintergrund.
Dominik hat geschrieben: ↑09 Dez 2021 19:11
Icct Hedral hat geschrieben: ↑05 Dez 2021 19:08
Wundert mich, dass es echt Menschen gibt, die den Zustand so gelassen sehen.
Niemand in diesem Forum sieht seinen Zustand gelassen. Es gibt jedoch zwei Arten mit diesem Schmerz umzugehen.
Variante 1: Sich vom Schmerz unterdrücken lassen, kapitulieren, in Lethargie verfallen
Variante 2: Den Schmerz spüren und mit ihm arbeiten, oder salopp gesagt: Den Allerwertesten hochheben.
Ich bemühe mich um Variante 2, aber entspannt bin ich bezüglich des Zustandes auch nicht.
Variante 3: Einfach müde sein und nur noch eine Erinnerung an den Schmerz haben. Dann gewinnt die Besinnung in der Rückschau, der Wunsch nach Erklärung und ggf. der Wunsch anderen, jüngeren dieses Los ersparen zu wollen.
Einzelgänger hat geschrieben: ↑10 Dez 2021 06:50
Schön und gut, aber was ist, wenn jemand 100-150 Frauen anspricht und immer noch keine Dates hat?
Ab wann "darf" man denn ein Versager sein?
Übertriebener Optimismus ist nicht weit vom Wahn entfernt
Kaltansprache ist eben hartes Brot. In dem Sinne, glaube ich nicht, dass mann Kaltansprache überhaupt "versagen" kann, denn die Erfolgschancen sind selbst für "Profis" erheblich´, doppelt, wenn mann dann nicht mit optimalen Ausgangsbedingungen und wohl auch jede Menge Rücksichtslosigkeit daran geht.
Versagt ein Breitensportler bei der Olympiaquali? Wohl eher nicht. Da redet man wohl wenn eher bei jemandem davon, der gezeigt hat, dass er das Potential hat und dann trotzdem mehrfach unerklärbar scheitert.
Immer noch ein heilloses zusammengestoppeltes Sammelsurium, aber wenigstens eine diskutierbare Grundlage:
Menschen mit viel Offenheit werden charakterisiert durch Adjektive (lexikalischer Ansatz) wie
1) einfallsreich, originell, erfinderisch, phantasievoll
2) intellektuell neugierig, offen für neue Ideen
3) interessiert an Ästhetischem wie Kunst, Musik und Poesie
4) mit Vorliebe für Abwechslung (statt Routine), Neigung zu neuen Aktivitäten, neuen Reisezielen, neuem Essen usw.
5) aufmerksam für eigene und fremde Emotionen
1) Das sehe ich faktisch unabhängig vom ABtum. Der stille Bastler/Künstler kann all das sein ohne dass dies je jemand mitbekommt.
Dazu kommt, wer legt fest, was denn nun originell etc. ist. Im Rahmen dieser Einstufung reden wir hier dann über externe Zuschreibungen nach dem sozialen Standard der jeweiligen Zielgruppe (
die dann potentielle Partner enthalten kann oder auch nicht) und damit lokalen Status.
2) Wie 1.
3) wie 1. Wobei da noch zu sagen wäre, dass wohl jeder irgendwo einen eigenen Geschmack hat und das dann komplett auf die soziale Wertungsseite geschoben ist.
4) Hier kommen wir zumindest auf einer Teilebene zu einem tatsächlichen Bezug. Die Ausübung von aushäusiger Abwechslung erhöht letztlich die Chance darauf neue Leute kennen zu lernen. Je nach Art dieser Abwechslung KANN das auch potentielle Partner inkludieren, aber eben auch nur dann, wenn die Art der Abwechslung einen dann in entsprechende Gefilde führt. Ein Zirkel jeweils MABs oder auch Abinen, die ihre jeweils geschlechtsreinen Hobbies austauschen vervielfachen ihre erlebte Abwechslung ohne je einen potentiellen Partenr zu sehen.
Der vollständige Hinweis muss also Abwechslung hin zu einem partnerhaltigen Umfeld - und da sind bezgl. dem dafür hilfreichen Austausch wieder die "Tippsaboteure" vor.
Wenn diese "Abwechslung" auch direktes Ansprechen von Kandidaten bedeuten soll, sind wir bei Leuten, die diesen Tipp zur Poolerweiterung brauchen würden, nebenbei auch direkt wieder bei der Kaltansprache.
5) Das ist selbst wieder Nebelwerferei. Wo soll dass mit der Partnerfindung dann verbunden sein?
So kann man nur raten - ich versuch es einmal:
Aufmerksam für eigene Emotionen mag hilfreich sein im Bezug auf passende Auswahl bei Beziehungsanbahnungen. Man denke dabei an diverse Leute, welche da per verkorksten Bauchgefühl immer wieder mit denselben falschen Kandidaten scheitern. MIT nicht bereist AN.
Die fremden Emotionen lesen zu können wäre tatsächlich hilfreich, aber das ist keine Frage der Aufmerksamkeit, sondern des Können, welches in dem Bereich denke ich zu einem erheblichen Teil dem Erfahrungsrückstand insbesondere aus den allgemein üblichen Übungsjahren geschuldet ist, bei manchen ggf auch grundlegenden Beeinträchtigungen z.B. in Richtung Autismus.
Wie gesagt: das hat halt nichts mit Offenheit=Bereitschaft sondern mit Fertigkeit=Können zu tun.
Dominik hat geschrieben: ↑10 Dez 2021 08:28
Niemand behauptet, dass fremde Frauen ansprechen der Heilige Gral wäre. Natürlich sollte man auch auf Frauen im eigenen Umfeld gucken, über Freunde, über Tanzkurse, Kochkurse, etc. Das Frauen ansprechen ist nur EIN WEITERER Weg Frauen kennenzulernen-nicht der einzige.
Das eigene Umfeld scheint mir hier üblicherweise eben keine (ggf keine verbleibenden) Gelegenmheiten zu offerieren oder eben alle Jubeljahre mal wen neues.
Wenn dann von "viel mehr Versuchen" oder "alles ist eine Chance" gesprochen wird (und auch bei "Offenheit"(4) schwebt das meinem Empfinden nach mit), sind wir bei der Umsetzung dieser Tipps unter diesen üblichen Umständen dann eben doch wieder bei Kaltansprachen.