Noch hinzuzufügen wäre wohl, dass es rund um dieses Thema gehen soll. Es muss nicht beides im Beitrag vereint sein. Nehmt das bitte nicht so verbissen. Es geht auch nur "Meine Masche" oder nur "Die Verstrickungen des Lebens".
Seid kreativ, Leute!
"Bewahre deine Illusionen. Wenn sie verschwunden sind, wirst du weiter existieren, aber nicht weiter leben." - Mark Twain
vs
"Leben ist nicht genug, sagte der Schmetterling. Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume gehören auch dazu." - Hans Christian Andersen
Ein Vater saß einmal mit seinen vier Söhnen beim Abendbrot und hatte gerade die allabendliche
Episode aus seinem Leben mit den Worten: "Und so fand ein weiterer Faden seinen Weg in die
Verstrickung meines Lebens." geendet.
Die Söhne saßen eine Weile da und dachten über die Geschichte nach. Da sprach der eine:
"Vater, mir scheint, das Leben ist tatsächlich wie ein Strickwerk. In den Händen halte ich
zwei Nadeln, meinen Charakter und mein Talent, mit denen ich die Ereignisse meines Lebens
zu kleinen Maschen lege, und so Tag für Tag ein wenig meinen ganz eigenen Pullover anfertige,
der nur mir passt."
Da erwiderte der andere Bruder: "Schön und gut, doch ich denke, daß Leben ist vielmehr wie
ein Tuch auf einem Webstuhl. Der Rahmen steht fest, die Kettfäden sind schon eingespannt.
Das Schiffchen saust von links nach rechts, und - fast wie von allein - fügt sich der der Schuss ein,
und es entsteht ein festes Gewebe vor unseren Augen."
"Das ist mir zu kleinteilig oder zu starr!", sprach da der dritte Bruder. "Der Mittelweg
ist das Rechte. Ich lebe mein Leben wie ein Schneider, der bunte Tücher auf einem Tisch
ausgebreitet vor sich sieht. Ich wähle, was mir aus meiner Auswahl zur Verfügung steht und
gefällt und nähe mir daraus das bunteste Tuch, in das ich mich hüllen kann!"
Der vierte Bruder hatte bisher geschwiegen, und als die anderen sich nun ihm zuwandten,
sprach er nachdenklich: "Ich denke, ich bin ein einfaches blaues Kissen, ob nun seit Geburt
oder erst nach abgeschlossener Erziehung und mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter. Ich bin,
was ich bin, und werde meine grundlegende Form und Größe nicht mehr ändern.
Doch auch ich ändere mich, oder werde vielmehr geändert. Das Leben stickt mir Muster auf,
bald kleine Schnörkel, bald großflächige Ornamente, und so werde ich - im Kern und dem Wesen
nach der Alte - trotzdem immer komplexer und prächtiger anzuschauen."
Als sich die vier Brüder ihrem Vater zuwandten und ihn fragten, wer denn von ihnen wohl am
ehesten im Recht sei, lächelte der alte Herr, der seine Söhne wohl kannte, nur und sprach:
"Ich bin stolz, euch vier meine Söhne nennen zu dürfen."
Ich bin der Meister, und Du meine Margarita.
Unter meiner Regie wirst Du irrwitzig tanzen und dich
vollkommen verlieren!
Ich bin Theseus, und du meine Ariadne.
Du gibst mir den rettenden Faden, und ich
lass dich schlafend allein zurück.
Diesmal wird wohl kein Gott, von Panthern gezogen, dich finden und retten.
Das passiert nur im Märchen, doch ich bin skrupellos.
Ich bin Jason, und du meine Medea.
Ich hab dich, besitze dich, bin dein Ein und Alles;
ziehe fort, ohne ein Wort, zu größerem Schicksal.
Diesmal hast du keine Zauberkraft, Dein Zorn kann mir nichts.
Arme, verzweifelte Dido.
Ich bin ein Zauberer, ein Magier, Illusionist par excellence!
Alle grauen Herren in Einem, nur Kinder können mir widerstehen;
doch gegen mich findet Meister Hora keine Verbündete!
Ich bin ein Spieler, Casanova, verführe und mache süchtig, doch
bin nicht zu halten.
Du bist der Faden in meinen Händen, ich bieg dich, ich form dich,
nur die nächste Masche an dem opus grande, das mein Leben ist.
Die Freunde warnen: "Er ist ein Blender, erster Güte!",
doch sie finden kein Gehör!
Ich spiele das Spiel virtuos, ich habe Kontrolle, Macht,
ich bin der, vor dem die Großmütter warnen. Barney Stinson,
aber ohne Gelächter aus dem Off.
Ich bin Alpha!
...
Ich wache auf, schweißgebadet.
Die Uhr tickt, es ist noch dunkel.
Ich atme tief durch, versuche mein pochendes Herz zu beruhigen.
Was für ein mächtiger Albtraum! Doch er ist vorbei.
masche für masche entferne ich mich
von gedanken und sorgen, die plagen mein ich.
1, 2, 3, 4. zwei in eine und wieder von vorn.
mein kopf wird leer und es vergeht mein zorn.
lärm, aufregung, unerwartetes hat nun ein ende.
gleichmäßiges tun beschäftigt nicht nur die hände.
farben sich ändern, es entsteht etwas
vor meinen augen: das macht spaß.
verschenkt am schluss
mit kleinem gruß
bringt’s freude all jenen,
die geben und nehmen.
Verstrickt und zugenäht
schleichend und manchmal aufgedreht
arbeitet man sich durch Schnur, Wolle und Garn
mit tollen Plänen, doch wie genau ist zu verfahr'n?
Mittendrin zieht man eifrig Fäden durch schlaufen
Sich verheddern, Stiche, Frust in Kauf nehmen
Ändert oft, weißt kaum noch worauf es läuft hinaus
Zeitweise geh'n einem dazu die Farben aus
Trotzdem will man's fertigstellen
merkt nur dann: niemanden wird es erhellen
was das eigentlich darstellen solle
Nichts definiertes, nur ein Fetzen Wolle?
Trotz Mängel bei Arbeit, Konzept und Material
ist selbst dies scheinbar unnütze Ergebnis keine Qual
Denn fest zusammen hält es und - sie sieh nur mal:
Diese Einzigartigkeit macht das echte Original
"Maschendrahtzaun in the Morning..." dröhnte es aus den Autolautsprechern. Seit einer Stunde war Bodo schon auf der Autobahn unterwegs zu seinem Kumpel. "Ja, das ist halt Stefan Raabs Masche, aus der Veralberung Anderer Profit zu schlagen.", dachte er so bei sich.
Jetzt kam auch schon die Abfahrt und es war nicht mehr weit zu Robert und er war dann irgendwann da. Erstmal ne herzliche Begrüssung, das Übliche halt.
Dann fuhr Bodo mit Robert einkaufen, weil dieser kein Auto hatte. An der Kasse sagte Robert dann: "Oh, ich hab gar nicht genug Geld mit, kannst Du erstmal auslegen?" "OK." Tja, die Leute in der Schlange guckten ja auch schon. Aber dies war ja nicht das erste Mal: "Das ist wohl Roberts Masche. Aber der ist ja auch arm dran..." dachte sich Bodo.
Wieder zu Hause angekommen, war erst mal Quatschen angesagt.
Dann fuhren sie noch zu Roberts Bester (Kumpel-)freundin Mandy. Sie hat Freund und Kind. Er unterstützt sie immer mit Rat, Tat und Geld, weil der Freund dies nicht so tut. Tja, ihre "Masche" ist es, als "sympathische, arme Mutti mit Kind" Andere für sich einzunehmen. So bilden sich Verstrickungen des Lebens.
Da wird Bodo neidisch: Wie gern hätte er eine Freundin und vielleicht auch ein Kind. Aber irgendwie klappt es nicht. Er ist halt kein "Frauentyp"...Oft hat er sich gefragt, ob es daran liegt, dass er seine kranke Mutter zu sich genommen hat und somit wenig Zeit da ist und die Lebenssituation nicht einfacher wurde...und die Mutter einfach in ein Heim geben...das bringt er nicht übers Herz...
Ja, so sind seine Verstrickungen des Lebens..."Die perfekte Masche" hat Bodo noch nicht gefunden und "Der perfekte Eroberer" wäre er irgendwie schon gern...Erfahrungen mit Frauen...wann und wie?
Alle scheinen Glück zu haben und ihre "Maschen" zu verfeinern, nur Bodo nicht.
Aber jeder hat sein Päckchen zu tragen.
Nach ein paar schönen Tagen bei Robert fuhr Bodo wieder nach Hause und noch schnell seine Grosstante in Maschen (bei Hamburg) besuchen.. "Ich werde das Auto vermissen!" klang es in ihm nach. Das hatte Robert im Spass gesagt...Ja, Bodo war sich sicher, dass Robert das im Spass gemeint haben musste...