Hallo Mondstaub,
ich glaube, es ist nicht unbedingt bzw. nur alleine die Beziehung ist, die Dich gerade überfordert. Für mich liest sich der Text von Dir so, als ob Du gerade genervt mit den ganzen Situationen bist, die derzeit in Deinem Leben vorhanden sind. Eine Prüfung oder ähnliches, wofür man sowieso schon angespannt ist. Die Arbeitsstelle, zu der Du seit - wie lange ? - ungern hingehst. Und dann ein Freund, den Du liebst / magst / gern hast, der Dir in Deinem Empfinden jedoch zu wenig Luft zum Atmen gibst.
Alle Schwierigkeiten gleichzeitig anzugehen wird sicherlich nicht klappen. Die Lernsituation wird jedoch irgendwann durch einen Prüfungstermin beendet sein. Bis dahin hat sie - je nachdem was es ist Ausbildung / Weiterbildung / Studium - wahrscheinlich für Dich Priorität und muss erledigt werden. Es wäre ganz gut, wenn der Termin nicht zu weit weg wäre, damit dieser Punkt abgehakt werden kann.
Zu der unglücklichen Situation auf Deiner Arbeit, ist es möglich, dass Du in einem anderen Bereich arbeiten könntest ? In manchen größeren Unternehmen kann man evtl. mit Rücksprache des Vorgesetzten in ein anderes Büro / Abteilung / Aufgabengebiet wechseln. Falls die Lernerei nichts mit Deiner derzeitigen Arbeitsstelle zu tun hat oder Du noch genügend Luft hast, vielleicht wäre ein Stellenwechsel in eine andere Firma sinnvoller. Arbeit sollte in irgendeiner Form Spass machen. Sonst wird einen selbst ein gutes Gehalt nicht glücklich machen.
Und es wäre gut, wenn Du mit Deinem Freund in Ruhe über Deine Bedürfnisse reden könntest. Auch wenn sich zwei Menschen sehr gern haben, es sind immer noch zwei Individuen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Was dem einen gefällt, muss dem anderen nicht unbedingt zusagen. Und umgekehrt. Vielleicht gibt es auch Punkte an Dir, die ihm etwas mehr Kraft kosten, weil sie ihm fremd sind. ( Und ich habe inzwischen selber schon bemerkt, Frauen und Männer ticken in manchen Dingen tatsächlich ganz verschieden.

)
Wie schon im Theard erwähnt, zu eine Partnerschaft gehören auch Kompromisse. Also jeder geht einen Schritt auf den anderen zu. Bzw. der eine gibt in der einen Sache etwas mehr nach, dafür der andere in der anderen. Man sollte natürlich seine Persönlichkeit nicht aufgeben, aber es wäre in meinen Augen falsch, nur die eigenen Interessen zu vertreten und den anderen dafür in die Schranken zu weisen.
Ich bin als Einzelkind aufgewachsen und habe gelernt, meine Freizeit alleine zu genießen. Ich habe viele geliebte Hobbies, die man nur alleine machen kann: Lesen und Zeichnen z.B... dafür braucht man Ruhe und Muße.
Wo ist das Problem, wenn jeder ein, zwei oder drei Tage in der Woche für sich hat ? Dein Freund kann doch in der Zeit eigene Aktivitäten pflegen. Z. B. mit dem Kumpel in die Kneipe, oder mit Arbeitskollegen ins Fitness-Studio etc. Oder er spielt gerne ein Instrument, programmiert, etc. pp.