Emotionale Gehemmtheit

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ERSTER BEITRAG DES THEMAS
Pascal

Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Pascal »

Mir wurde schon oft vorgeworfen, das ich nach außen hin emotional kalt wirke und meine Gefühle nicht richtig zum Ausdruck bringen kann. Vor allem bei positiven Gefühlen wie Freude oder Zuneigung habe ich Schwierigkeiten, sie zum Ausdruck zu bringen, aber auch negative Gefühle wie Trauer oder Wut. Was ist bei mir falsch, dass ich Hemmungen habe, diese Gefühle nach außen hin zu zeigen und zu ihnen zu stehen? Innerlich empfinde ich zwar diese Gefühle, aber nach außen hin wirke ich wie ein kalter, herzloser Mensch , dem alles egal ist. Dieses Problem belastet mich schon lange. Als vor fünf Jahren meine Oma gestorben ist und ich bei der Beerdigung war, hat mich das innerlich tief getroffen, aber ich konnte die Trauer nicht nach außen hin zeigen. Meine Eltern, die auch bei der Beerdigung dabei waren, waren negativ überrascht, dass ich nicht richtig getrauert habe. Dabei habe ich doch innerlich genauso getrauert wie alle anderen. Wenn irgendwann mal meine Eltern sterben, habe ich auch die Sorge, dass ich nicht richtig trauern kann. Aber was ist mit mir falsch, dass ich gehemmt bin, Gefühle auszudrücken, auch bei Personen, die mir sehr nahe stehen? Sind das etwa die Anzeichen für eine psychische Erkrankung wie z.B. Depressionen oder Persönlichkeitsstörung? Das macht mich irgend wie fertig und ich leide darunter. Was kann man dagegen tun?

ERSTER BEITRAG DES THEMAS
NBUC
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Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von NBUC »

Ja, kenne ich gefühlt auch. (In wie weit das von außen gesehen wird und wirkt, weis ich auch nicht so recht) Ich weis, wo es herkommt, aber wie man es ändert oder auch nur was letztlich effektiv daran alles an Folgen hängt kann ich nicht abschätzen.
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wenn ich nicht antworten sollte heißt das nicht, dass du Recht hast, sondern ich kein Internet!
Baghira444

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Baghira444 »

Ich gehöre auch dazu! Ich bin zwar freundlich und nett zu den Menschen in meiner Umgebung, aber viele von denen halten mich für emotional gehemmt. Und sie haben recht. Auf Feiern z. B. sitze ich meistens nur da, ich tanze nicht, unterhalte mich nur sporadisch und lache wenn überhaupt nur mal ein bisschen. Mir fällt auf, dass ich gar nicht befreit feiern kann. Wenn ich versuche mich zu überwinden, dann habe ich meistens schon körperliche Schmerzen dabei. Auch bei Trauerfällen habe ich mich soweit unter Kontrolle, dass man mir meine Trauer gar nicht anmerkt. Da ist es eigentlich kein Wunder, dass ich HC-AB bin.
Pascal

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Pascal »

Ja das ist leider die traurige Erkenntnis. Welche Frau möchte denn schon jemanden als Partner haben, der keine Gefühle zeigen und ausleben kann, weil er Hemmungen hat und zu verkrampft ist?
Für eine Beziehung bin ich einfach nicht gemacht, aber ich werde schon irgendwie damit klar kommen müssen. :cry:
Jocas

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Jocas »

Gefühle zeige ich schon, wenn ich erzähle, was ich mag und nicht mag u.s.w. Aber bei den erotischen bin ich gehemmt und Tanzen fällt mir sehr schwer, ist für mich nicht entspannend und befreiend. Man sieht mir an, das ich leider ziemlich kontrolliert bin.
Baghira444

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Baghira444 »

Jocas hat geschrieben:Gefühle zeige ich schon, wenn ich erzähle, was ich mag und nicht mag u.s.w. Aber bei den erotischen bin ich gehemmt und Tanzen fällt mir sehr schwer, ist für mich nicht entspannend und befreiend. Man sieht mir an, das ich leider ziemlich kontrolliert bin.
Tanzen ist für mich der absolute Horror, schlimmer als eine Wurzelbehandlung beim Zahnarzt ohne Narkose. Ich kann mich dabei überhaupt nicht entspannen. Auch ich bin sehr kontrolliert, dies wird jedoch durch meine ruhige Art und Weise häufig überspielt.
Kaeliss

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Kaeliss »

Kenn ich in gewissen Ansatz auch. Irgendwie hab ich immer im Hinterkopf, was man mir früher im der Kindheit eingeimpft hat ... "Männer weinen nicht,..." oder "Männer tun das nicht", ich weiß zwar das es falsch ist, aber irgendwie kommt das schon aus dem Rückenmark :specht:
maybeiamdifferent

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von maybeiamdifferent »

Baghira444

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Baghira444 »

maybeiamdifferent hat geschrieben:Click
Na toll, wenn ich das jetzt korrekt interpretiere, dann habe ich also eine schizoide Persönlichkeitsstörung. Bild
Pascal

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Pascal »

maybeiamdifferent hat geschrieben:Click
Ich habe mir diese Seite mal durchgelesen und musste leider feststellen, dass 80-90 Prozent dieser Merkmale auf mich zutreffen. Ich wusste schon immer, dass irgendetwas mit mir nicht stimmt, aber ich konnte mir nie erklären, was es genau ist. Jetzt, nachdem ich es gelesen habe, bin ich mir sicher, dass es dieses Krankheitsbild ist, das auf mich zutrifft. :cry:
In diesem Text gibt es auch ein paar Punkte, die mit unserer AB-Problematik zu tun haben (Distanziertheit, kontrolliertes Verhalten, keine Gefühle zeigen etc.) Ich vermute mal, dass viele ABs von dieser Krankheit betroffen sind und es nicht wissen.
Kaeliss

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Kaeliss »

maybeiamdifferent hat geschrieben:Click
So einfach ist das aber nicht, es vielleicht mögen das mehre Kriterien zutreffen. Dennoch müssen diese nicht in einen Zusammenhang stehen. Die Psyche des Menschen ist nicht zwangsweise via If-then-else Abbildbar. Eher sollte man das systematisch betrachten, hat man ein Merkmal zu einer gleichen Zeit wo man ein zweiten oder gar drittes hat? Wieso ist man zu dieser Zeit so? Distanziertheit muss nichts mit emotionaler Kühle gleich gesetzt werden. Gleichgültigkeit gegenüber Lob/Kritik, kann auch heißen das man es der Person nicht zutraut darüber zu urteilen ob es gut oder schlecht war was man getan hat. Und und und

Mit voreiligen Diagnosen wäre ich sehr Vorsichtig.
maybeiamdifferent

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von maybeiamdifferent »

Das habe ich so auch nicht mit dem Link gemeint, dass sich darüber jeder gleich dort einordnen kann.
Mir kamen nur die Inhalte in den Posts bekannt vor, da ich selbst mit F60.1 "diagnostiziert" bin.
Franz Kafka hat geschrieben:Unfähig, mit Menschen zu leben, zu reden.
Vollständiges Versinken in mich.
Stumpf, gedankenlos, ängstlich.
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Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Birdfood »

Pascal hat geschrieben:
maybeiamdifferent hat geschrieben:Click
Jetzt, nachdem ich es gelesen habe, bin ich mir sicher, dass es dieses Krankheitsbild ist, das auf mich zutrifft. :cry:
Das ist äusserst unwahrscheinlich. Wer schizoid ist schreibt nicht in Foren, der beschränkt sich nur oder fast nur aufs lesen oder verzichtet ganz drauf.
maybeiamdifferent hat geschrieben:...da ich selbst mit F60.1 "diagnostiziert" bin.
Das würde ich nicht allzu ernst nehmen, manche Ärzte werfen mit Diagnosen um sich.
Ich habe nichts mitzuteilen, niemals, niemandem.
Das ist wörtlich zu nehmen und gilt auch für Foren.
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maybeiamdifferent

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von maybeiamdifferent »

Birdfood hat geschrieben:
Ich habe nichts mitzuteilen, niemals, niemandem.
Das ist wörtlich zu nehmen und gilt auch für Foren.
Sag das mal dem Kafka. ;)

Gerade die Möglichkeit sich zu äußern ohne um die bedrohlichen Reaktionen eines persönlichen Gegenübers zu fürchten, ist für diese Form der Persönlichkeitsstörung recht typisch.
Ob man dazu nun Bücher oder Foreneinträge schreibt.
Grauwolf

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Grauwolf »

Pascal hat geschrieben:Ich wusste schon immer, dass irgendetwas mit mir nicht stimmt, aber ich konnte mir nie erklären, was es genau ist. Jetzt, nachdem ich es gelesen habe, bin ich mir sicher, dass es dieses Krankheitsbild ist, das auf mich zutrifft. :cry:
An dieser Stelle war ich vor ein paar Jahren auch schon: Selbst-Diagnose schizoide Persönlichkeitsstörung festgestellt und mir selbst eingeredet, dass es das ist, was an mir so anders ist; und war anschließend natürlich ziemlich bedrückt. Allerdings bin ich dann zu der Erkenntnis gekommen, dass du selbst ein solches Urteil gar nicht fällen kannst, denn die Psyche lässt sich nicht so einfach in bestimmte Kategorien einteilen (sonst bräuchten wir ja keine Psychologen, wenn wir uns selbst diagnostizieren könnten ;) ).
Von einer Krankheit würde ich aber auch nicht reden wollen, es ist halt eine abweichende Entwicklung in der Persönlichkeit. Kein Virus, den man medikamentös behandeln könnte.
Pascal hat geschrieben:In diesem Text gibt es auch ein paar Punkte, die mit unserer AB-Problematik zu tun haben (Distanziertheit, kontrolliertes Verhalten, keine Gefühle zeigen etc.) Ich vermute mal, dass viele ABs von dieser Krankheit betroffen sind und es nicht wissen.
Diese Art der Persönlichkeitsstörung scheint eher selten zu sein. Schon allein deswegen ist es eher unwahrscheinlich, dass deine Vermutung zutreffend ist.
Kaeliss hat geschrieben: Mit voreiligen Diagnosen wäre ich sehr Vorsichtig.
Sehe ich ebenso. Macht einen nur völlig kirre, da kann ich ein Lied von singen. :pfeif:
Birdfood hat geschrieben:
Pascal hat geschrieben:
maybeiamdifferent hat geschrieben:Click
Jetzt, nachdem ich es gelesen habe, bin ich mir sicher, dass es dieses Krankheitsbild ist, das auf mich zutrifft. :cry:
Das ist äusserst unwahrscheinlich. Wer schizoid ist schreibt nicht in Foren, der beschränkt sich nur oder fast nur aufs lesen oder verzichtet ganz drauf.
Ich glaube nicht, dass man dies so pauschalisieren kann. Ich schreibe zwar nur als Laie, aber kann die Störung nicht auch unterschiedlich stark ausgeprägt sein?
Birdfood hat geschrieben:
maybeiamdifferent hat geschrieben:...da ich selbst mit F60.1 "diagnostiziert" bin.
Das würde ich nicht allzu ernst nehmen, manche Ärzte werfen mit Diagnosen um sich.
Schwarze Schafe gibt es überall. Ich würde aber nicht automatisch darauf schließen wollen, dass maybeiamdifferent einem solchen aufgesessen war.
maybeiamdifferent hat geschrieben: Gerade die Möglichkeit sich zu äußern ohne um die bedrohlichen Reaktionen eines persönlichen Gegenübers zu fürchten, ist für diese Form der Persönlichkeitsstörung recht typisch.
Ob man dazu nun Bücher oder Foreneinträge schreibt.
Darf ich dir dahingehend eine Frage stellen, sofern erwünscht?
Wie hast du dich überwinden können dich gegenüber einem Therapeuten (Psychologen? Psychiater? :gruebel: ) zu öffnen?
maybeiamdifferent

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von maybeiamdifferent »

@Grauwolf:

Hätte das ohne dessen teilweise doch recht intensive Konfrontation (Vorsicht, Euphemismus) in den Gesprächen damals vermutlich nicht geschafft.
In meiner Vorstellung hab ich ja von meiner Karriere bzgl. Psychiatrie geschrieben, auch wenn diese bereits nun über 10 Jahre zurück liegt.
Da war vom Facharzt Psychiater über den Psychotherapeuten bis zum Psychologen alles dabei.
Wobei die höheren akademischen Grade eher zur medikamentösen Therapie tendierten und mir so richtig eigentlich erst der Psychotherapeut mit seinen unangenehmen Fragen die passenden Denkanstöße geliefert hat. Oder sollte ich eher "Tritte in den Hintern" sagen?

Heute bin ich schon relativ weit weg von dem damaligen Zustand meiner "Persönlichkeit".
Die meisten Punkte aus dem Schema für dieses Krankheitsbild erfülle ich zwar nach wie vor zu einem gewissen, nicht zu leugnendem Grad, aber die Maske welche ich vor den anderen trage ist inzwischen durchlässiger.
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Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Birdfood »

maybeiamdifferent hat geschrieben:Gerade die Möglichkeit sich zu äußern ohne um die bedrohlichen Reaktionen eines persönlichen Gegenübers zu fürchten, ist für diese Form der Persönlichkeitsstörung recht typisch.
Eigentlich nicht, da ist der Unterschied zur ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung, das der Schizoide keine Angst vor sozialen Situationen u.ä. hat, das würde ihn völlig kalt lassen und schließt sich einander aus. Es fehlt ihm (fast) jegliches Interesse an seinen Mitmenschen.
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Pascal

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Pascal »

Birdfood hat geschrieben:
maybeiamdifferent hat geschrieben:Gerade die Möglichkeit sich zu äußern ohne um die bedrohlichen Reaktionen eines persönlichen Gegenübers zu fürchten, ist für diese Form der Persönlichkeitsstörung recht typisch.
Eigentlich nicht, da ist der Unterschied zur ängstlich-vermeidenden Persönlichkeitsstörung, das der Schizoide keine Angst vor sozialen Situationen u.ä. hat, das würde ihn völlig kalt lassen und schließt sich einander aus. Es fehlt ihm (fast) jegliches Interesse an seinen Mitmenschen.
Okay, ich muss zugeben, dass ich mit meiner Selbstdiagnose zu voreilig war. :schwitzen:
Bei mir ist es dann doch eher die ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung, da ich vor einigen sozialen Situationen Angst habe oder sich zumindest ein unangenehmes Gefühl aufbaut.
Zum Beispiel habe ich große Angst davor, vor einer Menschenmenge eine Rede zu halten, mich vorzustellen, oder etwas vorzulesen. Da bekomme ich Herzrasen zittrige Hände und Beine. In solchen Situationen würde ich am liebsten die Flucht ergreifen und davonlaufen.
Typisch ist bei mir auch, dass ich Schwierigkeiten habe, mich durchzusetzen, zu sagen, dass mir etwas nicht passt oder meine Meinung selbstsicher zu vertreten. Im Beruf hat mir das leider schon einige Probleme bereitet. :fluchen:
Grauwolf

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Grauwolf »

maybeiamdifferent hat geschrieben: Wobei die höheren akademischen Grade eher zur medikamentösen Therapie tendierten und mir so richtig eigentlich erst der Psychotherapeut mit seinen unangenehmen Fragen die passenden Denkanstöße geliefert hat. Oder sollte ich eher "Tritte in den Hintern" sagen?
Hm, das würde mich ein bissel besorgen, wenn den Medikamenten der Vorzug gegeben wird (wobei ich bei meinen kaputte Nieren eh net alles schlucken dürfte :roll: ).
maybeiamdifferent hat geschrieben:Heute bin ich schon relativ weit weg von dem damaligen Zustand meiner "Persönlichkeit".
Die meisten Punkte aus dem Schema für dieses Krankheitsbild erfülle ich zwar nach wie vor zu einem gewissen, nicht zu leugnendem Grad, aber die Maske welche ich vor den anderen trage ist inzwischen durchlässiger.
Ich habe mir kürzlich deine Vorstellung durchgelesen und musste an so manchen Stellen den Klos im Halse runterschlucken. Umso bewundernswerter finde ich, dass du trotz dieser schwierigen Vergangenheit deine Fortschritte machen konntest und dein Leben sich Stückchen für Stückchen verbessert. :)
Pascal hat geschrieben: Zum Beispiel habe ich große Angst davor, vor einer Menschenmenge eine Rede zu halten, mich vorzustellen, oder etwas vorzulesen. Da bekomme ich Herzrasen zittrige Hände und Beine. In solchen Situationen würde ich am liebsten die Flucht ergreifen und davonlaufen.
Typisch ist bei mir auch, dass ich Schwierigkeiten habe, mich durchzusetzen, zu sagen, dass mir etwas nicht passt oder meine Meinung selbstsicher zu vertreten. Im Beruf hat mir das leider schon einige Probleme bereitet. :fluchen:
Oja, das kenne ich nur zu gut. :sadman:
Aber ich glaube man kann sich das Lampenfieber ab- und Selbstsicherheit antrainieren, jedoch fürchte ich nicht ohne Hilfestellung von außen. Ich denke nicht, dass da unbedingt gleich eine gestörte Persönlichkeit vorliegen muss (wobei die Grenzen wohl auch fließend sein können).
Jocas

Re: Emotionale Gehemmtheit

Beitrag von Jocas »

Pascal hat geschrieben:Mir wurde schon oft vorgeworfen, das ich nach außen hin emotional kalt wirke und meine Gefühle nicht richtig zum Ausdruck bringen kann. Vor allem bei positiven Gefühlen wie Freude oder Zuneigung habe ich Schwierigkeiten, sie zum Ausdruck zu bringen, aber auch negative Gefühle wie Trauer oder Wut. Was ist bei mir falsch, dass ich Hemmungen habe, diese Gefühle nach außen hin zu zeigen und zu ihnen zu stehen? Innerlich empfinde ich zwar diese Gefühle, aber nach außen hin wirke ich wie ein kalter, herzloser Mensch , dem alles egal ist.
Ich weiß nicht, wie weit ich mit dieser Antwort auf dich eingehe:
1) Vielleicht kannst du dich nicht richtig gehen lassen, kontrollierst sich stark, weil du den Menschen um dich zu wenig vertraust.
2) Oder vielleicht trauerst du eben ohne Tränen, freust dich ohne strahlendes Gesicht... ?
3) Ich trauere bei manchem nicht, wo andere sagen: Da müsstest du doch. Ich trauere v.a., weil keine Frau und ich uns anziehend finden.

Vermutlich können dich Frauen auco so mögen und lieben. Schwierig ist, sie zu finden.

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