Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

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ERSTER BEITRAG DES THEMAS
Lisa

Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von Lisa »

Hi! :winken:

Entschuldigt, dass ich - kaum freigeschaltet - gleich dieses Unterforum zuspamme. Aber in unserer HC-Ecke ist eh so wenig los - ich hoffe also, es stört euch nicht! :D

Mich beschäftigt da gerade eine Frage ... ich habe ja erzählt, dass ich bei einer Single-Börse angemeldet bin (bin btw. auch gerade dabei, mich wieder abzumelden - ein Irrer hat mir doch tatsächlich ungefragt ein Foto von seinem Gemächt geschickt :lach: ).

Wie auch immer, habe vor meiner Abmeldung nochmal die Herren durchgeklickt und dabei festgestellt, dass ich geschiedene Männer automatisch aussortiert habe, ohne mir ihr Profil auch nur anzusehen. Dabei war es aber gar nicht die gescheiterte Ehe, die mich gestört hat - eine Ehe kann ja schiefgehen, das ist keine Schande und muss auch gar nicht die Schuld des Mannes gewesen sein. In meinem Fall ist es wirklich die Erfahrung, die mich verunsichert und die ich nie aufholen kann.

Wenn ich mir einen Mann um die 40+ vorstelle, der schon zweimal verheiratet war, dazwischen ein paar Freundinnen hatte, möglicherweise auch noch ein paar Kinder irgendwo am Weg verstreut … uff :shock:. Wie sollte der denn zu mir passen? Mit einem solchen Mann hätte ich hinsichtlich der Lebenserfahrungen nicht die geringste Gemeinsamkeit.

Jetzt meine Frage an die HC-ABs hier - geht es euch ähnlich? Würde euch ein/e in jeder Hinsicht sehr erfahrene/r Partner/in verunsichern? Mich nämlich schon irgendwie ... :gruebel:

ERSTER BEITRAG DES THEMAS
darkpassenger

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von darkpassenger »

Habe ich definitiv ja.
otto-mit-o

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von otto-mit-o »

Lisa hat geschrieben:(bin btw. auch gerade dabei, mich wieder abzumelden - ein Irrer hat mir doch tatsächlich ungefragt ein Foto von seinem Gemächt geschickt :lach: ).
so unnormal ist das nicht. tun leider viele.
selbst als hetero-Mann hab ich desöfteren schon Schwanz-Fotos geschickt bekommen oder eindeutigfe Einladungen bekommen (wenn ich schwul wäre, wär ich sicher kein AB).
Lisa hat geschrieben: Wenn ich mir einen Mann um die 40+ vorstelle, der schon zweimal verheiratet war, dazwischen ein paar Freundinnen hatte, möglicherweise auch noch ein paar Kinder irgendwo am Weg verstreut … uff :shock:. Wie sollte der denn zu mir passen? Mit einem solchen Mann hätte ich hinsichtlich der Lebenserfahrungen nicht die geringste Gemeinsamkeit.
ich glaube da machst du dir zuviele Gedanken.

ich sehe das ABtum eigentlich grundsätzlich als erstmal was gutes. Nichts an sich gutes, aber eine wertvolle Erfahrung. sicher hat diese Erfahrung genug bittere und nicht schöne Momente und ich mags auch nicht für mein Leben von einem festzementierten ABtum ausgehen zu müssen, aber es ist nunmal so.
eine Erfahrung, die die meisten aber nicht machen, ist es eben alleine zu sein und eine Partnerschaft nicht für selbstverständlich zu halten.
wenn ich mich die dämlichen Tussis angucke, die mich immer auf ne verdammt dumme und oberflächliche Art und Weise nicht wollen, dann denk ich mir, dass sie sicher anders darüber denken würden, wenn ihnen sowas wie Partnerschaften eben nicht wie selbstverständlich praktisch in den Schoß fallen würden.

aber es ist nunmal eine gesellschaftliche Realität, dass Partnerschaften und sexuelle Erfahrung mit 18+ Jahren als selbstverständlich vorausgesetzt wird und dies auch bei den allermeisten zutrifft. dh. zu 99% aller Fälle wirst du auf Menschen treffen für die das eben normal ist.

es ist halt immer nur die Frage, wie man mit diesem Gefälle umgeht. entweder man hat einen einfühlsamen Partner (vielleicht ne Utopie?) oder man muss halt schnell lernen, was man machen muss. gut, beim Sex gibts nicht so schrecklich viel zu lernen. und bei jeder neuen Konstellationen muss man eh immer rausfinden, was dem Gegenüber Spaß macht. also ist es in jedem Fall immer etwas Neuland.

wenn dich jemand wirklich liebt (Liebe ist auch ne Utopie!), dann wird ihm/ihr sowas einfach egal sein. damit kann man aber immerhin die große Anzahl von oberflächlichen Dumpfbacken heraussieben.
Lisa hat geschrieben:Jetzt meine Frage an die HC-ABs hier - geht es euch ähnlich? Würde euch ein/e in jeder Hinsicht sehr erfahrene/r Partner/in verunsichern? Mich nämlich schon irgendwie ... :gruebel:
das ist ja im Grunde jetzt ne Theorie-Frage. wenn niemand da ist, der sich drauf einlässt, dann kann ich mir die FRage ne Million mal in meinen Gedanken beantworten, ohne das sie jemals praktische Relevanz erlangt.
klar, hab ich mich bei jeder Frau, die ich mal irgendwo angeschrieben habe, gefragt, was sie wohl zu meinem HC-ABtum sagen wird und wie es sich praktisch verhalten wird.
aber hey, vorher gibts bei mir ganz ganz andere Hürden, die bisher immer auf völlige Ablehnung gestoßen sind. also warum den zweiten Schritt vor dem ersten machen.

wenn man von keiner Frau nur in den Bewerberkreis gelassen wird, dann ist das Ganze ziemlich reiz- und witzlos.
Lisa

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von Lisa »

otto-mit-o hat geschrieben:selbst als hetero-Mann hab ich desöfteren schon Schwanz-Fotos geschickt bekommen oder eindeutigfe Einladungen bekommen (wenn ich schwul wäre, wär ich sicher kein AB).
Tatsächlich? :shock: Wenn ich eine Lesbe wäre, wäre ich btw. auch schon lang keine ABine mehr ... Lesben fliegen irgendwie auf mich. Bin mal versehentlich in Damenschühchen und Sommerkleidchen in ein Lesbenzentrum reingstolpert ... habe mich mich noch nie so begehrt gefühlt :lol:. Die waren wirklich charmant!
otto-mit-o hat geschrieben:es ist halt immer nur die Frage, wie man mit diesem Gefälle umgeht. entweder man hat einen einfühlsamen Partner (vielleicht ne Utopie?) oder man muss halt schnell lernen, was man machen muss. gut, beim Sex gibts nicht so schrecklich viel zu lernen. und bei jeder neuen Konstellationen muss man eh immer rausfinden, was dem Gegenüber Spaß macht. also ist es in jedem Fall immer etwas Neuland.
Um den Sex geht es mir gar nicht so sehr ... ja, natürlich kann man sich da blamieren. Aber durch diese Angst muss man halt irgendwie durch, das Prinzip ist mir bekannt und außerdem hat man ja auch auch Instinkte (hoffe ich mal). Und wenn man verliebt ist, klappt das sicher irgendwie - vielleicht beim ersten Mal nicht so toll, aber man kann ja dann gemeinsam "üben" *ggg*.

Aber wenn von Anfang an die Lebenshorizonte und Lebenserfahrungen sooo unterschiedlich sind, ist das schon etwas, was mich ins Grübeln bringt ... ähnliche Erfahrungen sind halt etwas, was Menschen verbindet. Und wenn sie zu unterschiedlich sind ... naja ... :gruebel:
otto-mit-o hat geschrieben:wenn dich jemand wirklich liebt (Liebe ist auch ne Utopie!), dann wird ihm/ihr sowas einfach egal sein.
Diese Dinge spielen halt leider auch eine Rolle, BEVOR sich jemand verliebt ...
otto-mit-o hat geschrieben:aber hey, vorher gibts bei mir ganz ganz andere Hürden, die bisher immer auf völlige Ablehnung gestoßen sind. also warum den zweiten Schritt vor dem ersten machen.
So weit bin ich ja auch noch nicht, aber ich merke, dass mich das Thema iwie schon im Voraus belastet. :gruebel:
otto-mit-o

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von otto-mit-o »

Lisa hat geschrieben:Aber wenn von Anfang an die Lebenshorizonte und Lebenserfahrungen sooo unterschiedlich sind, ist das schon etwas, was mich ins Grübeln bringt ... ähnliche Erfahrungen sind halt etwas, was Menschen verbindet. Und wenn sie zu unterschiedlich sind ... naja ... :gruebel:
naja, du hast ja dein Leben auch gelebt. du hast eben andere Erfahrungen gemacht. und im Prinzip macht ja sowieso jeder andere Erfahrungen. oder sitzt du zuhause und lässt dein Leben ohne Erfahrungen an dir vorbei ziehen? wahrscheinlich nicht

wenn du jetzt einen Mann kennenlernst, der 20 Jahre verheiratet war, aber jeden Tag seine Ehe gehasst hat oder ne Frau hatte, die ihm das Leben schwer gemacht hat oder sogar von seiner Frau verprügelt wurde, dann sind das ja auch andere Erfahrungen, als die meisten machen. es wären auch andere Erfahrungen, als wäre sein neues Gegenüber selber 20 Jahre eben nicht auf diese Weise verheiratet gewesen.

Lebensverläufe können trotz mancher Überschneidungen so unterschiedlich sein. es gibt soziale und berufliche Dispositionen, die Lebensverläufe in die eine oder andere Richtungen drängen können, das selbst leichte Überschneidungen nicht zu mehr oder weniger guten Partnerschaften führen können.

es kommt halt immer auf das Gegenüber an.

35jährige Frauen leben ja auch mit 70jährigen Männern zusammen.... und da müssten ja auch Welten zwischen klaffen. aber das muss ja trotzdem nie was schlechtes sein, denn manchmal können gegenseitig verschiedene Erfahrungen auch zu einem echten Gewinn werden.

wenn ich - wobei das der unwahrscheinlichste Fall ever wäre - mal eine Frau träfe, die mich so nehmen würde, wie ich nunmal bin, müsste ich sie zwangsläufig auch in eine andere und wahrscheinlich ziemlich ungewohnte Lebensrealität eindringen. und in Extremfällen sind die wenigsten Menschen dazu bereit, weil ich es ja irgendwo immer jemanden geben kann, mit dem es eben einfacher und unbeschwerter geht. vielleicht. vielleicht auch nicht.
Lisa hat geschrieben:Tatsächlich? :shock: Wenn ich eine Lesbe wäre, wäre ich btw. auch schon lang keine ABine mehr ... Lesben fliegen irgendwie auf mich. Bin mal versehentlich in Damenschühchen und Sommerkleidchen in ein Lesbenzentrum reingstolpert ... habe mich mich noch nie so begehrt gefühlt :lol:. Die waren wirklich charmant!
ich glaube halt, dass hat was damit zu tun, dass man in gewisserweise dann sowas unerreichbares an sich hat. ich denke homosexuelle Menschen können in sehr vielen Fällen sehr gut und schnell einschätzen, ob ihr Gegenüber auch homosexuell ist oder nicht. manchmal hängt das schon von Kleinigkeiten ab.

ich hatte mal ne ganz liebe Kollegin, die ganz klar lesbisch war und wir haben auch immer sehr offen drüber geredet. aber schon alleine von ihren Klamotten war sie sehr eindeutig einzuordnen, was sie selber auch immer wieder meinte.
Lisa

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von Lisa »

otto-mit-o hat geschrieben:wenn du jetzt einen Mann kennenlernst, der 20 Jahre verheiratet war, aber jeden Tag seine Ehe gehasst hat oder ne Frau hatte, die ihm das Leben schwer gemacht hat oder sogar von seiner Frau verprügelt wurde, dann sind das ja auch andere Erfahrungen, als die meisten machen. es wären auch andere Erfahrungen, als wäre sein neues Gegenüber selber 20 Jahre eben nicht auf diese Weise verheiratet gewesen.
Stimmt auch wieder. :)
otto-mit-o hat geschrieben:aber das muss ja trotzdem nie was schlechtes sein, denn manchmal können gegenseitig verschiedene Erfahrungen auch zu einem echten Gewinn werden.
Hmmmm ... du meinst also, man sollte sich zu einem selbstbewussten AB entwickeln? Immerhin hat man sein Leben ja Jahrzehnte lang alleine auf die Reihe bekommen ... ist im Grunde auch was wert. :) Trotzdem kann man halt mit den Erfahrungen der anderen iwie nicht mithalten ... :gruebel:
otto-mit-o hat geschrieben:wenn ich - wobei das der unwahrscheinlichste Fall ever wäre - mal eine Frau träfe, die mich so nehmen würde, wie ich nunmal bin
Warum? Wieso denkst du so negativ über dich? Deinen Beiträgen nach zu urteilen bist du ein sehr intelligenter und feinfühliger Mann mit hoher sozialer Kompetenz, außerdem sind Frauen ja auch keine vollkommenen Wesen. Ich glaube, wir ABs haben so ein bisschen die Macke, dass wir uns selbst für unwert halten und alle anderen Menschen für perfekt, vor allem bei HC-ABs fällt mir das auf ... :gruebel:
otto-mit-o hat geschrieben:ich glaube halt, dass hat was damit zu tun, dass man in gewisserweise dann sowas unerreichbares an sich hat. ich denke homosexuelle Menschen können in sehr vielen Fällen sehr gut und schnell einschätzen, ob ihr Gegenüber auch homosexuell ist oder nicht.
Ja, das könnte natürlich sein. Trotzdem wars gut fürs Ego, ich sollte mal wieder im Lesbenzentrum vorbeigucken ... :mrgreen:
otto-mit-o

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von otto-mit-o »

Lisa hat geschrieben:Trotzdem kann man halt mit den Erfahrungen der anderen iwie nicht mithalten ... :gruebel:
die meisten anderen können mit den Erfahrungen eines ABs ja auch nicht mithalten.
Lisa hat geschrieben:Warum? Wieso denkst du so negativ über dich? Deinen Beiträgen nach zu urteilen bist du ein sehr intelligenter und feinfühliger Mann mit hoher sozialer Kompetenz. Ich glaube, wir ABs haben so ein bisschen die Macke, dass wir uns selbst für unwert halten und alle anderen Menschen für perfekt, vor allem die HC-ABs. :gruebel:
ich sehe eigentlich die gesellschaftliche Realität nur so, wie ich sie erlebe. und wenn sich heute eben etwas von der großen Normaliät in gewissem Maße negativ geprägt abhebt, dann wird das eben als schlecht angesehen.
kann dann darüber hinaus nichts dagegen tun, als auf die Akzeptanz des Gegenübers zu hoffen, dann wirds halt schwer überhaupt mal jemanden zu finden.

weist du, ich kann über mich sagen, dass ich nie ein Date hatte und dass sich auch noch nie ein Frau in mich verliebt hat. vielleicht in mich als Charakter, aber nicht in mich als die Person, die ich nunmal bin. und das ist traurig.

ich weiß, dass 99,99% aller Frauen niemals mit mir eine Beziehungen eingehen würden, weil sie soziale Ausgrenzung und peinliche Momente befürchten. und leider ist unsere Gesellschaft so gestrickt, dass dies auch passieren wird.

lies mal hier ;)
Lisa

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von Lisa »

otto-mit-o hat geschrieben:ich weiß, dass 99,99% aller Frauen niemals mit mir eine Beziehungen eingehen würden, weil sie soziale Ausgrenzung und peinliche Momente befürchten. und leider ist unsere Gesellschaft so gestrickt, dass dies auch passieren wird.

lies mal hier ;)
OK, dann erzähle ich dir dazu eine wahre Geschichte: Ich habe mich mal auf einer Feier in einen Mann verguckt, der einen schweren Autounfall hinter sich hatte. Ihm fehlte ein Bein, außerdem eine halbe Hand und ein paar Narben hatte er auch.

Das hat mich aber nicht im mindesten gestört - er hatte einen tollen Charakter, die Chemie stimmte zwischen uns und ich fühlte mich auch körperlich zu ihm hingezogen (was bei mir btw. ziemlich selten der Fall ist). Es war nur ein einziger Abend, wo ich ausnahmsweise mal wirklich die Initiative ergriffen habe - ich habe seine Nähe gesucht und ihn immer wieder in Gespräche verwickelt.

Nach einiger Zeit merkte ich, dass er in meiner Gegenwart regelrecht panisch wurde, was mir sehr leid tat - es war ihm nämlich deutlich anzumerken, dass er mich auch nett fand, sich aber für seine Behinderung schämte. Leider konnte ich ihm nicht klarmachen, dass mir das fehlende Bein und die fehlende Hand vollkommen schnuppe waren, er wollte das gar nicht hören bzw. wahrhaben. Er trat die Flucht an und ich habe ihn nie wiedergesehen.

Das tut mir heute noch leid, denn ich fand ihn wirklich sehr nett. Vermutlich ist er alleine geblieben (bzw. hoffe ich für ihn, dass es nicht so ist) und ich natürlich ebenso. Das war wirklich eine verpasste Gelegenheit, wir hätten nämlich sehr gut zusammengepasst.

Fazit: Ich glaube nicht, dass fehlende Finger der Grund sein können, wieso man alleine bleiben muss. Vielleicht hast du dich in ähnlicher Weise von Frauen zurückgezogen wie der o.g. Mann von mir oder Flirtversuche einfach nicht wahrgenommen, weil du dir keine Hoffnungen machen wolltest? Ist aber nur eine Vermutung von mir ...
otto-mit-o

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von otto-mit-o »

Lisa hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass fehlende Finger der Grund sein können, wieso man alleine bleiben muss. Vielleicht hast du dich in ähnlicher Weise von Frauen zurückgezogen wie der o.g. Mann von mir oder Flirtversuche einfach nicht wahrgenommen, weil du dir keine Hoffnungen machen wolltest? Ist aber nur eine Vermutung von mir ...
meistens ist das Ganze immer schon vorher zu Ende.

wenn ich erzähle, dass ich eben ein Handicap habe, wird in den meisten Fällen der Kontakt sofort abgebrochen.

Anfang 2014 traf ich ne junge Dame, der ich auch davon erzählte. sie mochte mich sehr. vorher. als wir uns trafen, kam sie auf mich zu, drückte ne Träne raus, stammelte "ich kann das nicht" und verschwand. und ich stand da.
vorher haben wir uns super verstanden. von Mitte November bis Janaur viel geschrieben, sehr viel. sehr persönliche Sachen. diese nicht mal 35-Sekunden hat aber alles weggewischt.

sie wollte sich dann noch erklären, zwei Tage später, aber was soll ich damit anfangen? zu lesen, dass es für sie schwer ist und sie sich nicht dazu durchringen konnte, bringt mich ja nicht weiter.

gut, das Internet ist eh ne blöde Angelegenheit fürs Dating, aber naja.

allen Frauen, denen ich mehr Interesse gezeigt habe, haben sich dann einfach zurückgezogen. selbst ein "hey, wollen wir nicht mal ins Kino gehen?" wurde meist nicht mal mit einer Antwort gewürdigt.

vor Weihnachten saß ich in der S-Bahn und da stand mir ne junge Frau gegenüber. sie lachte mir zu, ich lachte zurück. dann guckte sie an mir runter, fixierte für einen kurzen Moment meine Hände und schaute dann mit einem nicht mehr so freundlichen Blick wieder weg. natürlich kann ich mir sowas auch einbilden, aber es war schon sehr eindeutig.
Lisa

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von Lisa »

otto-mit-o hat geschrieben:drückte ne Träne raus, stammelte "ich kann das nicht" und verschwand. und ich stand da.
:shock: :shock: :shock:

Das tut mir sehr leid für dich :-(. Naja, ich weiß nicht, ob dich das tröstet, aber Menschen wie wir sieben anscheinend wirklich ... ähem .... nennen wirs mal "charakterlich nicht so einwandfreie" Leute einfach raus ... kann aber auch ein Vorteil sein :gruebel:.
otto-mit-o hat geschrieben:allen Frauen, denen ich mehr Interesse gezeigt habe, haben sich dann einfach zurückgezogen. selbst ein "hey, wollen wir nicht mal ins Kino gehen?" wurde meist nicht mal mit einer Antwort gewürdigt.
Frauen können ziemlich dämlich sein. Ich habe in diesem Forum tatsächlich mehr über meine Geschlechtsgenossinnen gelernt als über das andere Geschlecht (damit meine ich btw. NICHT die Frauen hier im Forum!!!).
otto-mit-o hat geschrieben:vor Weihnachten saß ich in der S-Bahn und da stand mir ne junge Frau gegenüber. sie lachte mir zu, ich lachte zurück. dann guckte sie an mir runter, fixierte für einen kurzen Moment meine Hände und schaute dann mit einem nicht mehr so freundlichen Blick wieder weg. natürlich kann ich mir sowas auch einbilden, aber es war schon sehr eindeutig.
Hm, das tut mir wirklich sehr leid :-( ... aber nicht alle Frauen sind so oberflächlich. :)

Ich wage sogar zu behaupten, dass die überwiegende Mehrheit der Männer - was die Optik betrifft - weitaus oberflächlicher ist (kann man ja auch im "was gefällt euch"-Thread nachlesen ;)).

Es wäre also m.E. sehr schade, wenn du die Hoffnung vorschnell aufgibst. :vielglueck:
otto-mit-o

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von otto-mit-o »

ich glaube nicht, dass das ne charakterliche Schwäche ist.

Fakt ist ja, falls ich mal jemanden finden sollte, dass diese Frau nun mal dem sozialen Druck standhalten muss. es wird Menschen geben, die mit dem Finger auf sie und mich zeigen, es wird auch Menschen geben, die ihre Witze machen und darüber herziehen. und logischerweise können solche Menschen in ihrem Umkreis von Freunden und Familie durchaus vorkommen. aber das ist für die meisten schon der größte Grund, es nicht mal zu versuchen.

mit dem Partner will man ja angeben. ist die Gefahr aber da, dass man für den Partner ausgelacht oder verstoßen wird, dann wird man schon im Vorfeld von diesem Menschen Abstand nehmen.

das ist ja derjenige Grund, ich mit Abstand am meisten höre, wenn ich dann mal was höre.

aber das zeigt ja schon, wie unsere Gesellschaft tickt: Behinderte sind was schlechtes und man muss sich mit ihnen schämen.

und da die Partnerfindung in den meisten Fällen davon abhängt, ob Frau ja sagt, wird man sich doch eher weiter umsehen, und jemanden suchen mit dem es einfacher und unbeschwerter ist.

irgendwo hab ich das hier schon mal geschrieben: ich war mal bei einer Veranstaltung in der Uni. mir war kalt, also lag meine Jacke auf dem Schoss und ich hab praktisch meine Hände versteckt. da kam ne junge Frau zu mir, setzte sich neben mich und wir unterhielten uns ne Ganze Zeit. irgendwann, als mir warm genug war. stand ich auf und hängte meine Jacke über den Stuhl und setzt mich wieder. sie ist ohne ein Wort zu sagen aufgestanden und hat mich keines Blickes mehr gewürdigt. da war also 0 Dating-Charakter bei, aber sie wollte trotzdem nicht mal mehr mit mir gesehen werden.
sie saß im Verlauf dieser Veranstaltung übriegens alleine da.
hinterher guckte sie mich noch ganz bedeppert an, weil sie merkte, dass ich der Mitarbeiter des Vortragenden war und ich mit ihm ganz freundschaftlich den Saal verlies. :mrgreen: :mrgreen:
mein Chef meinte dann noch so, warum die so guckte. ich konnts mir nicht verkneifen ihm die Geschichte genauso zu erzählen. er war fassungslos.

mir sind noch soviele weiterer solcher Geschichten passiert. die Hauptakteure waren dabei Frauen. Männer kommen halt irgendwie besser damit klar. ob das daran liegt, dass man das Gegenüber niemals als Sexualobjekt abcheckt- zumindest wenn man hetero ist, kann ich nicht sagen. aber ich merke manchmal auch in Geschäften beim Bezahlen oder so, dass Frauen sofort ziemlich anders zu mir sein können, auch wenn es eigentlich keinen Grund gibt. bei jüngeren Frauen auch ein größeres Problem, als bei nicht so jungen :mrgreen: wobei mir das gerade zum ersten Mal asnsatzweise auffällt.


klar, du hast vollkommen recht, möglich ist es. das macht es auch so uferlos. wenns völlig ausgeschlossen wäre, wärs viel einfacher zu ertragen. so schwingt immer die Melancholie des "vielleicht irgendwo doch" mit.

aber genug off-topic produziert. ich will ja deinen Thread nicht klauen. nachher schreibt wieder keine was :mrgreen: :mrgreen: oder der böse Mod kommt (muhaha) und verwarnt hier Leute wegen off-topic :mrgreen: :mrgreen:
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Buham
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Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von Buham »

otto-mit-o hat geschrieben:mit dem Partner will man ja angeben
Häää?

Also ich will mit einer Freundin/Partnerin zusammen glücklich sein, schöne Zeit verbringen, was auch immer - Hauptsache uns gefällt's. Was da mein Nachbar denkt, ist mir doch völlig e-g-a-l!!!

On topic: das Thema gab's hier ja schon verschiedentlich. Ich sehe das relativ entspannt. Beide Varianten (erfahrener/unerfahrener Partner) haben ihre Vor- und Nachteile. Soll ich jetzt eine Aufzählung machen?
darkpassenger

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von darkpassenger »

Die Erfahrung die ich irgendwie gemacht habe ist das Abinen zwar "angst" vor erfahrenen Kerlen haben.
Aber sich die Mühe mit einem MAB auch nicht antuen wollen ^^
Lisa

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von Lisa »

otto-mit-o hat geschrieben:Fakt ist ja, falls ich mal jemanden finden sollte, dass diese Frau nun mal dem sozialen Druck standhalten muss. es wird Menschen geben, die mit dem Finger auf sie und mich zeigen, es wird auch Menschen geben, die ihre Witze machen und darüber herziehen. und logischerweise können solche Menschen in ihrem Umkreis von Freunden und Familie durchaus vorkommen. aber das ist für die meisten schon der größte Grund, es nicht mal zu versuchen.
Wer über meine Freunde herzieht oder Witze macht, kriegt einen Arschtritt von mir. Btw. war meine beste Freundin Rollstuhlfahrerin und hätte irgendjemand einen blöden Witz über sie gemacht, hätte derjenige es mit unserem gesamten gemeinsamen Freundeskreis zu tun bekommen. JEDER in unserem Freundeskreis hat zu ihr gehalten, btw. war sie im Gegensatz zu mir keine ABine und ihre Partner haben auch immer zu ihr gehalten.

Das schreibe ich btw. nicht, weil ich mich besonders toll finde, sondern weil m.E. jeder normale Mensch so empfindet.
otto-mit-o hat geschrieben:mit dem Partner will man ja angeben.

Da kann ich Buham nur zustimmen. Einen Partner will man lieben und von ihm geliebt werden. Ein Partner ist ja kein Sportwagen (für manche vielleicht schon, aber das sind dann wirklich oberflächliche Deppen ;)).
otto-mit-o hat geschrieben:oder der böse Mod kommt (muhaha) und verwarnt hier Leute wegen off-topic :mrgreen: :mrgreen:
*ggg* :mrgreen:
darkpassenger hat geschrieben:Aber sich die Mühe mit einem MAB auch nicht antuen wollen ^^
Wie kommst du denn auf diese Idee? :shock: Ganz im Gegenteil, für eine ABine wäre es - zumindest aus meiner Sicht - doch äußerst angenehm, wenn der künftige Partner auch ein AB wäre. Das wäre doch gleich mal eine sehr starke Gemeinsamkeit, außerdem könnte man Partnerschaft, Sexualität usw. gemeinsam entdecken ...
Zuletzt geändert von Lisa am 12.02.2015, 19:23, insgesamt 3-mal geändert.
darkpassenger

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von darkpassenger »

Also das mit dem Off Topic ist so und so immer so eine Sache.
In jedem Normalen Gespräch entwickeln sich gewisse "Zweige", also wenn man so konsequent OT bleiben will dann darf man ja fast auf keine Folgebeiträge antworten.
Und wie soll dann ein vernünftiger Austausch möglich sein ?
Corp.INC

Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von Corp.INC »

Ab einem gewissen Alter ist es unmöglich einen Partner in etwa dem selben Alter zu finden ohne das es ein AB ist. Angst ist nur dazu da, um sie zu überwinden. 8-)

Beziehungserfahrung wird mMn überbewertet. Jede ist anders. Jeden Charakter muss man anders handeln. Es gibt kein "ich hatte eine Beziehung und kann jetzt alles und jeden handeln".

Ergo habe ich absolut keine Angst davor, wenn sie zu viel Beziehungserfahrung hat.

Ein ehemaliger HC-MAB hat sich nach 4 Monaten gegenüber seiner Freundin geoutet. Sowohl seine sexuelle als auch seine Beziehungsunerfahrenheit sind ihr bis dahin nicht aufgefallen. Also einfach machen. Anders kommt man aus dem ABtum nicht raus.
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Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von Versingled »

Lisa hat geschrieben:
Mich beschäftigt da gerade eine Frage ... ich habe ja erzählt, dass ich bei einer Single-Börse angemeldet bin (bin btw. auch gerade dabei, mich wieder abzumelden - ein Irrer hat mir doch tatsächlich ungefragt ein Foto von seinem Gemächt geschickt :lach: ).
Nee ... echt jetzt? Hat Dir "einen Wiener gebaut"?*
Da braucht's mich nicht zu wundern, warum Mann in einer SB eher grundsätzlich zuerst mal in die Glocken getreten wird. Und sei es durch das ignorieren einer Kontaktaufnahme.

*) = in den USA wird "Weiner" wie "Wiener" ausgesprochen (was dann auch noch das Wort ist, welches man für das Würstchen im Hot Dog nimmt) .. und es gab da ... glaube vor einem Jahr oder so einen Senator Weiner, der das via MMS getan hat ...
Lisa hat geschrieben: Jetzt meine Frage an die HC-ABs hier - geht es euch ähnlich? Würde euch ein/e in jeder Hinsicht sehr erfahrene/r Partner/in verunsichern? Mich nämlich schon irgendwie ... :gruebel:
Nun ja ... sagen wir's mal so ... für mich wäre Beziehungsvergangenheit gemessen an den Ehen, der Anzahl der Kinder oder so nicht wichtig, wenn mich das Profil anspricht.

Was mich verunsichert sind Profile, die mich eigentlich ansprechen würden, aber so dermaßen von Erfahrung strotzen, dass ich mir ganz klein vorkomme. Da spielt teilweise auch das Foto eine Rolle ...
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Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von Versingled »

otto-mit-o hat geschrieben:
wenn man von keiner Frau nur in den Bewerberkreis gelassen wird, dann ist das Ganze ziemlich reiz- und witzlos.
Affirmative ... :sadman:
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Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von Versingled »

Lisa hat geschrieben: Warum? Wieso denkst du so negativ über dich? Deinen Beiträgen nach zu urteilen bist du ein sehr intelligenter und feinfühliger Mann mit hoher sozialer Kompetenz, außerdem sind Frauen ja auch keine vollkommenen Wesen. Ich glaube, wir ABs haben so ein bisschen die Macke, dass wir uns selbst für unwert halten und alle anderen Menschen für perfekt, vor allem bei HC-ABs fällt mir das auf ... :gruebel:
Natütlich haben HC-AB eine Macke ... der Specht braucht nur lange genug zu hämmern ... :specht:

HC-ABler wurde Zeit ihres Lebens eingehämmert sie seien nichts wert ... weswegen sie ja HC-ABler sind. Ich wiederhole mich da gerne ... das Herz will irgendwo hin, aber darf nicht.
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Re: Angst vor ZU erfahrenem/r Partner/in?

Beitrag von Versingled »

Lisa hat geschrieben: Fazit: Ich glaube nicht, dass fehlende Finger der Grund sein können, wieso man alleine bleiben muss. Vielleicht hast du dich in ähnlicher Weise von Frauen zurückgezogen wie der o.g. Mann von mir oder Flirtversuche einfach nicht wahrgenommen, weil du dir keine Hoffnungen machen wolltest? Ist aber nur eine Vermutung von mir ...
Beschreibt mich gut .. und an mir ist körperlich noch alles dran.
Si vis pacem para bellum.

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